CH503754A - Verfahren zur Herstellung von 1-(Pyridyl)-1,2,3,4-tetrahydroisochinolinen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von 1-(Pyridyl)-1,2,3,4-tetrahydroisochinolinenInfo
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Description
Verfahren zur Herstellung von 1-(Pyridyl)-1,2,3,4-tetrahydroisochinolinen Im Hauptpatent sind Verfahren zur Herstellung von neuen Pyridyl-tetrahydroisochinolinen der Formel
EMI0001.0000
beschrieben, wobei die Reste R1 bis R5 u. a. die weiter unten aufgeführten Bedeutungen besitzen.
Es wurde nun gefunden, dass sich Verbindungen der Formel I, in der die Reste R1 und R2, die gleich oder verschieden sein können, Alkylreste mit 1 bis 3 Kohlen- stoffatornen und die Reste R3, R4 und R5, die ebenfalls gleich oder verschieden sein können, Wasserstoffatome oder Methylgruppen bedeuten, auch dadurch erhalten lassen, dass man 2-Hydroxy-1,2,3,4-tetrahydroisochi- noline der Formel H
EMI0001.0006
reduziert, z. B. indem man sie mit Wasserstoff in Ge genwart eines Hydrierungskatalysators oder mit Was serstoff in statu nascendi oder mit komplexen Metallhy- driden behandelt.
Als Hydrierungskatalysatoren kommen die hierfür üblichen Metallkatalysatoren, wie z. B. Raney-Nickel oder Kupferchromoxyd in Betracht. Man arbeitet dabei unter erhöhtem Druck, beispielsweise bei 50 bis 200 Atmosphären, vorzugsweise bei 100 bis 150 Atmosphä ren, in einem unter den Reaktionsbedingungen inerten Lösungsmittel, wie einem niedrigen aliphatischen Alko hol, beispielsweise Methanol oder Äthanol, und bei mäs- sig erhöhten Temperaturen.
Die Erzeugung von naszierendem Wasserstoff er folgt nach üblichen Methoden unter Einwirkung von Säuren auf Metalle, z. B. mittels Salzsäure und Zinn.
Die Reduktion mit komplexen Metallhydriden wird in üblicher Weise durchgeführt; es werden dabei die jeweils geeigneten Lösungsmittel verwendet, wie z. B. Äther, Tetrahydrofuran, niedere aliphatische Alkohole wie Methanol, Äthanol und dergleichen.
Als komplexe Metallhydride kommen insbesondere Lithiumaluminiumhydrid oder Natriumborhydrid in Be tracht.
Die Ausgangsstoffe der Formel II kann man z. B. dadurch erhalten, dass Pyridinaldoxime der Formel
EMI0001.0015
mit Verbindungen der Formel
EMI0001.0016
in Gegenwart von starken Säuren oder Lewis-Säuren cyclisiert werden.
Die erfindungsgemäss erhaltenen Verbindungen können mit anorganischen oder organischen Säuren in ihre physiologisch verträglichen Säureadditionssalze überführt werden. Als solche kommen beispielsweise Salzsäure, Bromwasserstoffsäure, Schwefelsäure, Phos phorsäure, Bernsteinsäure, Weinsäure, Zitronensäure, Adipinsäure, Maleinsäure und Fumarsäure in Frage.
Die Verbindungen der Formel I dienen als Zwi schenprodukte zur Herstellung wertvoller Arzneimittel, sie besitzen jedoch selbst wertvolle pharmakologische Eigenschaften, insbesondere eine gute antiphlogistische und antipyretische Wirksamkeit; sie besitzen ausserdem eine aktivierende Wirkung auf die Fermente der Leber.
Die Verbindungen der Formel I lassen sich in übliche pharmazeutische Anwendungsformen einarbei ten, z. B. in Tabletten, Dragees, Suppositorien oder in Lösungen für Ampullen. Die Einzeldosis beträgt bei Er wachsenen 50 bis 300 mg.
<I>Beispiel 1</I> 3,3-Dimethyl-1-(4-pyridyl)- 1,2,3,4-tetrahydroisochinolin 12,7 g 3,3-Dimethyl-2-hydroxy-1-(4- pyridyl)-1,2,3,4-tetrahydroisochinolin in 100 ml Äthanol werden mit 2 g Kupfer-Chromoxid- Katalysator bei einer Temperatur von 130 C und einem Wasserstoffdruck von 150 Atmosphären 11/2 Stunden lang geschüttelt.
Man filtriert dann vom Katalysator ab und kristalli siert den nach dem Abdestillieren des Äthanols verblei benden Rückstand aus Ligroin um, wobei 9 g farblose Kristalle vom F. = 90 C erhalten werden.
<I>Beispiel 2</I> 3,3-Dimethyl-1-(4-pyridyl)- 1,2,3,4-tetrahydroisochinolin 6,3 g 3,3-Dimethyl-2-hydroxy-l-(4- pyridyl)-1,2,3,4-tetrahydroisochinolin werden mit 20 g granuliertem Zinn, 62,5 ml konz. Salz säure, 30 ml Wasser, 62,5 ml Äthanol und 1 Tropfen 5%iger Kupfersulfatlösung 3 Stunden zum Rückfluss er hitzt. Man filtriert das nicht umgesetzte Zinn ab, ver setzt das Filtrat mit 40%iger Natronlauge bis zur stark alkalischen Reaktion und schüttelt mit Chloroform aus. Die Chloroformlösung wird eingeengt und der verblei bende ölige Rückstand mit wenig Petroläther behandelt, wobei Kristallisation eintritt.
Nach dem Umkristallisie ren aus Petroläther werden 4 g farblose Kristalle vom F. = 98 C erhalten. In entsprechender Weise erhält man aus 3,3-Dimethyl-2-hydroxy-1-(2-pyridyl)- 1,2,3,4-tetrahydroisochinolin das 3,3-Dimethyl-1-(2-pyridyl)-1,2,3,4- tetrahydroisochinolin, F. = 73 C, aus 3-Äthyl-2-hydroxy-3-methyl-1-(4-pyridyl)- 1,2,3,4-tetrahydroisochinolin das 3-Äthyl-3-methyl-1-(4-pyridyl)-1,2,3,4- tetrahydroisochinolin, F.
= 86 bis 87 C, aus 3,3-Dimethyl-2-hydroxy-1-(3-pyridyl)- 1,2,3,4-tetrahydroisochinolin das 3,3-Dimethyl-1-(3-pyridyl)-1,2,3,4- tetrahydroisochinolin, F. = 98 bis 99 C, aus 3,3-Diäthyl-2-hydroxy-1-(4-pyridyl)- 1,2,3,4-tetrahydroisochinolin das 3,3-Diäthyl-1-(4-pyridyl)-1,2,3,4- tetrahydroisochinolin, F.
= 88 bis 90 C, sowie aus 2-Hydroxy-1-(4-pyridyl)-3,3,4- trimethyl-1,2,3,4-tetrahydroisochinolin das 1-(4-Pyridyl)-3,3,4-trimethyl-1,2,3,4- tetrahydroisochinolin, F. = 106 bis 108 C und aus 3-Äthyl-2-hydroxy-3-methyl-1-(2- pyridyl)-1,2,3,4-tetrahydroisochinolin das 3-Äthyl-3-methyl-1-(2-pyridyl)-1,2,3,4- tetrahydroisochinolin, Kp0,1mmHg 124 C, Dihydrobromid aus Isopropanol umkristallisiert, F. 253 bis 254 C.
<I>Beispiel 3</I> 3,3-Dimethyl-1-(6-methyl-2-pyridyl)- 1,2,3,4-tetrahydroisochinolin 13,4 g 3,3-Dimethyl-2-hydroxy-1-(6-methyl- 2-pyridyl)-1,2,3,4-tetrahydroisochinolin und 3 g Raney-Nickel in 100 ml Methanol werden bei einer Temperatur von 50 C und einem Wasserstoff druck von 100 Atmosphären eine Stunde lang geschüt telt.
Man filtriert vom Katalysator ab, engt ein und kri stallisiert den verbleibenden Rückstand aus Petroläther um, wobei 8 g farblose Kristalle vom F. = 80 C erhal ten werden.
<I>Beispiel 4</I> 3,3-Dimethyl-1-(4-pyridyl)- 1,2,3,4-tetrahydroisochinolin Zu einer Lösung von 6,3 g 3,3-Dimethyl-2-hydroxy-1-(4- pyridyl)-1,2,3,4-tetrahydroisochinolin in 75 ml Äthanol gibt man bei 60 C innerhalb einer Stunde anteilsweise 1,5 g Natriumborhydrid. Man er hitzt 5 Stunden am Rückfluss und fügt noch dreimal je 1,5 g Natriumborhydrid im Abstand von 5 Stunden zu.
Nach dieser Zeit gibt man einige Tropfen Aceton zu, destilliert das Lösungsmittel im Vakuum ab, nimmt den Rückstand in verdünnter Salzsäure auf und schüt telt mit Äther aus. Die Ätherausschüttelungen werden verworfen. Die saure, wässrige Lösung versetzt man mit verdünnter Natronlauge bis zur alkalischen Reaktion und nimmt das abgeschiedene Öl in Chloroform auf. Der nach dem Abdestillieren des Chloroforms verblei bende Rückstand wird aus Petroläther umkristallisiert. Es werden so 3,5 g farblose Kristalle vom F. = 98 C erhalten.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von 1-(Pyridyl)-1,2,3,4-tetrahydroisochinolinen der Formel EMI0002.0049 worin die Reste R1 und R2, die gleich oder voneinander verschieden sein können, Alkylgruppen mit 1 bis 3 Kohlenstoffato- men und Rg, R.1 und R5, die ebenfalls gleich oder voneinander verschieden sein können, Wasserstoffatome oder Methylgruppen bedeuten, dadurch gekennzeichnet, dass 2-Hydroxy-1,2,3,4-tetrahydroisochinoline der Formel EMI0003.0000 reduziert werden. UNTERANSPRÜCHE 1.Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch ge- kennzeichnet, dass die Reduktion mit Wasserstoff bei erhöhtem Druck in Gegenwart eines Hydrierungskataly- sators durchgeführt wird. 2. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Reduktion mit naszierendem Wasserstoff erfolgt. 3. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Reduktion mit komplexen Metallhydriden in einem inerten Lösungsmittel durchge führt wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass man die erhaltenen Verbindungen mit an organischen oder organischen Säuren in ihre physiolo gisch verträglichen Säureadditionssalze überführt.
Applications Claiming Priority (2)
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