CH504202A - Mischgerät für Mischkapseln für Zahnfüllungen - Google Patents
Mischgerät für Mischkapseln für ZahnfüllungenInfo
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Description
Mischgerät für Mischkapseln für Zahnfüllungen Die Erfindung betrifft ein Mischgerät für Mischkapseln für Zahnfüllungen mit einer Einspanngabel und einem Antrieb dafür. Für das Mischen von Zahnfüllungen, wie z. B. Zahnzementen, bedient man sich häufig Mischkapseln, die nach entsprechender Bereitstellung und Einspannen in eine auf diese Kapseln abgestimmte Einspanngabel mit Hilfe eines Mischgerätes schnell hin und her geschüttelt werden, so dass in kurzer Zeit die Zahnfüllung aufbereitet ist. Für diesen Schüttelvorgang verwendet man bisher Mischgeräte, bei denen ein die Einspanngabel tragen der Arm auf mechanische Weise mittels eines Exzenters und mit Hilfe eines Riemenantriebs von einem Elektromotor aus angetrieben wird. Diese vorbekannten Mischgeräte haben noch zahlreiche Nachteile. Sie besitzen zahlreiche bewegte Teile, die einem Verschleiss unterworfen sind. Auch benötigen derartige Geräte ziemlich viel Platz und haben ein hohes Gewicht. Ausserdem stellen sie eine gewisse Gefahrenquelle dar, da die ungeschützt mit hoher Frequenz hin und her schwingende Mischgabel praktisch unnachgiebig mit dem Antrieb verbunden ist. Wenn eine Person unbeabsichtigt in den Schwingbereich der Misch- oder Einspanngabel kommt, wird sie von deren Schlägen ungedämpft getroffen. Ausserdem sind diese Mischgeräte vergleichsweise aufwendig. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, unter Vermeidung der vorerwähnten Nachteile der vorbekannten Geräte ein Mischgerät zu schaffen, das klein und kompakt im Aufbau, sicher in der Arbeitsweise und wenig aufwendig in der Herstellung und Wartung ist. Die erfindungsgemässe Lösung besteht darin, dass ein Mischgerät der eingangs erwähnten Art einen elektrischen Schwingankerantrieb aufweist, dessen freier Schwingfinger die Einspanngabel trägt. Zweckmässigerweise besitzt das Mischgerät eine Stabilisierungsplatte. Es ist vorteilhaft, wenn diese in der Gegend der Lagerung des Schwingankers angeordnet ist. Vorteilhafterweise befindet sich die Stabilisierungsplatte in der Nähe der Widerlager von Rückholfedern des Schwinganks. Die Erfindung ist mit ihren erfindungswesentlichen Einzelheiten anhand der Zeichnung noch näher beschrieben. Es zeigen in unterschiedlichen Massstäben: Fig. 1 einen senkrechten Längsschnitt durch das Mischgerät entsprechend der Schnittlinie I-I in Fig. 2 und Fig. 2 eine Aufsicht auf das Mischgerät im verkleinerten Massstab sowie Fig. 3 einen Schnitt durch eine etwas abgewandelte Ausführungsform. Das Mischgerät M weist ein Gehäuse G auf, in dem ein Schwingankerantrieb S untergebracht ist. Aus dem Gehäuse G ragt nach oben eine Einspanngabel 1 heraus, in die eine Mischkapsel 2 einzuspannen ist. Derartige Mischkapseln sind bekannt und weisen zwei zunächst voneinander getrennte Räume auf. In dem einen befindet sich die pulverartige Festsubstanz für die Zahnfüllung, in dem anderen Raum eine in aller Regel flüssige Beigabe für die vorgenannte Substanz. Vor dem Einsetzen der Mischkapsel 2 in die Einspanngabel 1 werden die beiden Räume miteinander verbunden und die Aushärteflüssigkeit in den Raum mit der festen Substanz übergeführt. Dann muss alsbald eine kräftige und gute Durchmischung stattfinden und danach härtet die Zahnfüllung innerhalb kurzer Zeit aus. Zum Bereitstellen der Zahnfüllungen beim Zahnarzt wird deshalb die Mischkapsel nach dem Verbinden der beiden Mischkapselräume in die Mischgabel 1, die sich etwas elastisch aufbiegen lässt und Einraststellung 2a für die Kapsel 1 hat, eingesetzt und das Mischgerät M eingeschaltet. Die dadurch erregten Magnetspulen Sp bewirken in bekannter Weise eine gemäss dem Doppelpfeil Pfl hin und her gehende Bewegung des Schwingankers 3, der sich um seine Lagerachse L bewegt. Der freie, oben aus dem Gehäuse G herausragende Schwingfinger 3a des Schwingankers 3 trägt die Einspanngabel 1. Durch ein entsprechendes Längenverhältnis der Arme 11 und 12 des Schwingankers erhält man eine entsprechend grosse Amplitude für die Schüttelbewegung der Mischkapsel, was durch die unterschiedliche Grösse der Doppelpfeile Pfl und Pf2 ebenfalls angedeutet ist. Das Mischgerät M weist in der Gegend der Lagerstelle L des Schwingankers 3 eine Stabilisierungsplatte 4 auf. Diese ist z. B. aus Stahl, stellt eine erhebliche Masse dar und soll ein Vibrieren des Mischgerätes weitgehend vermindern. Dabei ist vorteilhaft, dass sie in der Gegend der Lagerstelle L und der (schematisch angedeuteten) Widerlager 5 der Rücldholfedern 6 des Schwingankers angebracht ist, so dass die von diesen Teilen L, 5 und 6 ausgeübten Kräfte nicht oder wenigstens nicht über grössere Strecken des Gehäuses geleitet zu werden brauchen. Die Gehäusewandung 7 braucht deshalb nicht allzu dick ausgebildet zu sein. Ausserdem hat die Unterbringung der Stabilisierungsplatte 4 in der vorerwähnten Gegend noch den Vorteil, dass das Gehäuse G von unten leichter zugänglich gemacht werden kann. Ferner berücksichtigt diese Anordnung der Stabilisierungsplatte, dass das Gehäuse G nn seiner Unterseite durch das Aufstellen auf einen Tisch usw. dort ohne weiteres genügend ruhig gestellt wird. Das Mischgerät M besitzt noch, vom Gehäuse G getragen, einen elektrischen Schalter 8 und eine Glimmlampe 9, die als Anzeige für den Einschaltzustand dient. Ferner befindet sich innerhalb des Gehäuses G ein elektronisches Zeitrelais 10, das den Schwingankerantrieb S eine vorgegebene Zeitspanne nach dem Einschalten wieder selbsttätig ausschaltet. Das Gehäuse G ist glockenförmig ausgebildet, nämlich oben im wesentlichen und auch seitlich geschlossen, während es an seiner Unterseite mit einer nur strichpunktiert und teilweise angedeuteten Platte 11 leicht verschliessbar ist. Dadurch ist ein einfacher und schneller Zusammenbau und ebensolches Warten des Gerätes M gut möglich. Das erfindungsgemässe Mischgerät M ist trotz kleiner Bauweise robust und unempfindlich. Störungen am Antrieb, wie z. B. das Abreissen oder Abspringen eines Antriebsriemens können nicht auftreten, was bei derartigen Mischgeräten deshalb wichtig ist weil der Inhalt der Mischkapsel 2, wenn diese mischbereit gemacht oder der Mischgang eingeleitet worden ist, unbrauchbar wird, wenn der Mischvorgang nicht wie vorgesehen zu Ende geführt werden kann. Fig. 3 zeigt als Mischgerät M1 eine abgewandelte zweckmässige Ausführungsform der Erfindung. Dabei ist ein an den gemäss dem Pfeil Pf3 etwa vertikalen Schwingbewegungen entgegenwirkenden Federn 12 aufgehängter, magnetisierter Schwinganker 13 als Kern einer Ringspule 14 von dieser auslenkbar vorgesehen. Dabei sind im Ausführungsbeispiel Blattfedern 12 mittels einer Schraube 15 an der Platte 4 befestigt. Setzt man die Spule 14 unter Wechselstrom, so wird der magnetisierte Anker 13 in der Frequenz des Wechselstromes in Richtung des Pfeiles Pf3 ausgelenkt. Dabei kann der Schwinganker 13 von wenigstens einem Permanentmagneten, insbesondere in Form einer etwa runden Platte gebildet sein. Im Ausführungsbeispiel sind zwei derartige Permanentmagneten zu einem Anker 13 zusammengefasst. Die Mittelachse 16 der Magnetspule 14 in deren Richtung die Auslenkung des Ankers 13 erfolgt, ist im Ausführungsbeispiel etwa vertikal angeordnet und der die Einspanngabel 1 tragende Schwingfinger 3a ist an einem Schenkel 17a eines schwenkbar gelagerten Winkelhebels 17 angeordnet, während der Anker 13 an dem anderen Schenkel 17b dieses Winkelhebels 17 angreift. Dadurch werden auf einfache Weise die vertikalen Schwingbewegungen des Ankers 13 in Schüttelbewegungen gemäss dem Pfeil Pf4 umgesetzt, wobei durch die Länge der Schenkel 17a bzw. 17b eine Übersetzung dieser Bewegungen erfolgen kann. Im Ausführungsbeispiel ist die den Schwinganker 13 tragende Halterung oder dergleichen zur lösbaren Befestigung von wenigstens einem Zusatzgewicht vorgesehen. Dabei kann im Ausführungsbeispiel zur lösbaren Befestigung von Zusatzgewichten der den Anker 13 haltende, über ihn hinausragende Gewindebolzen 18 und wenigstens eine dazu passende Mutter 19 dienen. Durch Anbringung eines oder mehrerer Zusatzgewichte wird die schwingende Masse und damit auch die Amplitude der Schwingbewegung beeinflusst. Dies kann je nach dem zu schüttelnden Gut zweckmässig sein. Nach Lösen der Mutter 19 kann auf den Bolzen 18 ein Gewicht aufgesteckt und mit der Mutter 19 befestigt werden. In vorteilhafter Weise ist bei der vorliegenden Erfindung, bei welcher der Antrieb mittels Schwinganker erfolgt, der Hub abhängig von der Schwingmasse variabel. Gleichzeitig bleibt die Frequenz etwa konstant. Dabei ist der Hub umgekehrt proportional zum Gewicht bzw. zur Schwingmasse. Wegen der hohen Frequenz, mit welcher das erfindungsgemässe Gerät arbeiten kann, sind in vorteilhafter Weise nur kürzere Bearbeitungszeiten erforderlich. Dadurch wird gleichzeitig erreicht, dass das zu mischende Gut weniger erwärmt wird, als wenn diese Bearbeitungszeit länger wäre. Dennoch wird eine grössere Mischintensität erreicht. Durch die Vermeidung eines Elektromotors und mechanischer Übertragungsmittel erhält man einen leiseren Lauf und geringeren Verschleiss. Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemässen Vorrichtung besteht darin, dass sie unabhängig von Spannungsschwankungen ist. Ausserdem erhält sie durch Einsparung eines motorischen und mechamischen Antriebs kleinere Abmessungen und ein geringeres Gewicht. Auch die Unfall sicherheit bei dem erfindungsgemässen Gerät ist vergrössert, da die Schwingungen der Einspanngabel 1 leicht - sogar von Hand - angehalten werden können. Durch die Möglichkeit, die Zeitdauer eines Mischvorganges elektronisch zu steuern, können mit dem erfindungsgemässen Gerät sehr genaue Mischzeiten eingehalten werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCHMischgerät für Mischkapseln für Zahnfüllungen mit einer Einspanngabel und einem Antrieb dafür, dadurch gekennzeichnet, dass das Mischgerät einen elektrischen Schwingankerantrieb (S) aufweist, dessen freier Schwingfinger (3a) die Einspanngabel (1) trägt.UNTERANSPRÜCHE 1. Mischgerät nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass es eine Stabilisierungsplatte (4) besitzt.2. Mischgerät nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Stabilisierungsplatte (4) etwa in der Gegend der Lagerstelle (L) des Schwingankers (3) angeordnet ist.3. Mischgerät nach Unteranspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Stabilisierungsplatte (4) sich in der Nähe der Widerlager (5) von Rückholfedern (6) des Schwingankerantriebs (S) befindet.4. Mischgerät nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Länge (11; 12) der Arme des Schwingankers (3) in bezug auf dessen Lagerstelle (L) entsprechend dem gewünschten Übersetzungsverhältnis der Amplitude ausgebildet ist.5. Mischgerät nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass sich der vorzugsweise mit einem Zeitrelais (10) versehene Schwingankerantrieb (S), zugehörige Schaltelemente (8; 9) und die Stabilisierungsplatte (4) innerhalb eines Gehäuses (G) befinden.6. Mischgerät nach Patentanspruch oder Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (G) glockenförmig oben im wesentlichen und seitlich geschlossen ausgebildet und unten mit einer Abdeckplatte (11) verschliessbar ist.7. Mischgerät nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass ein an den Schwingbewegungen entgegenwirkenden Federn (14), insbesondere Blattfedern aufgehängter, magnetisierter Schwinganker (13) als Kern einer Ringspule (14) von dieser auslenkbar vorgesehen ist.8. Mischgerät nach Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwinganker (13) von wenigstens einem Permanentmagneten, insbesondere in Form einer etwa runden Platte, gebildet ist.9. Mischgerät nach Unteranspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittelachse (16) der Magnetspule (14), in deren Richtung die Auslenkung des Ankers (13) bei Stromfluss durch die Spule (14) erfolgt, etwa vertikal angeordnet ist und dass der die Einspanngabel (1) tragende Finger (3a) an einem Schenkel (17a) eines schwenkbar gelagerten Winkelhebels (17) angeordnet ist und der Anker (13) an dem anderen Schenkel (17b) dieses Winkelhebels (17) angreift.10. Mischgerät nach Patentanspruch oder Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die den Schwinganker tragende Halterung oder dieser selbst zur lösbaren Befestigung von wenigstens einem Zusatzgewicht vorgesehen ist.11. Mischgerät nach Unteranspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass zur lösbaren Befestigung von Zusatzgewichten ein den Anker haltender, über diesen hinaus ragender Gewindebolzen (18) und wenigstens eine dazu passende Mutter (19) dienen.
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Family Applications (1)
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1970
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Also Published As
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