CH504206A - Vorrichtung zur gymnastischen Behandlung der Fingergelenke - Google Patents
Vorrichtung zur gymnastischen Behandlung der FingergelenkeInfo
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Description
Vorrichtung zur gymnastischen Behandlung der Fingergelenke Die Erfindung betrifft eine für Heil- und übungs- zwecke verwendbare Vorrichtung zur gymnastischen Behandlung der Fingergelenke.
Nach dem Patentanspruch des Hauptpatentes ent hält diese Vorrichtung eine Anzahl zur Aufnahme der vordersten Fingergelenke bestimmter fingerhutartiger Hülsen, die mit parallelen Achsen nebeneinander und in axialer Richtung beweglich angeordnet und mit einem Bewegungsmechanismus verbunden sind, der im Be trieb die Fingerhülsen in Längsschwingungen versetzt, ferner eine Stütze für den Unterarm, welche eine zur Achsrichtung der Fingerhülsen senkrechte Lagerich tung des Unterarms festlegt.
Die Erfindung hat eine Weiterentwicklung dieser Vorrichtung zum Gegenstand, mit dem Ziel, eine uni- versellere Anwendbarkeit der Vorrichtung und eine bessere Anpassungsfähigkeit derselben an die prakti schen Bedürfnisse zu erreichen.
Die Vorrichtung nach der Erfindung ist gekenn zeichnet durch eine derartige Ausbildung des Bewe gungsmechanismus für die Fingerhülsen, dass die Fin gerhülsen ausser den Längsschwingungen quer zur Lage richtung des Unterarms gleichzeitig Querschwingungen gleicher Frequenz in der Lagerichtung des Unterarms ausführen, so dass sich im Betrieb die in die Finger hülsen eingesteckten vordersten Fingerglieder jeweils beim Anheben zugleich der Handwurzel nähern.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt, und zwar zeigt: Fig. 1 eine Seitenansicht der erfindungsgemässen Vorrichtung, Fig. 2 eine Draufsicht dieser Vorrichtung und Fig. 3 eine Ansicht eines Teils des Bewegungsme chanismus in grösserem Massstab.
Die dargestellte Vorrichtung besitzt ein Gehäuse 1, in welchem eine Antriebsvorrichtung und ein Teil des Bewegungsmechanismus für die Fingerhülsen unterge bracht sind. Der nicht sichtbare Teil des Bewegungs mechanismus enthält z. B. eine mit der Anzahl der Fingerhülsen übereinstimmende Anzahl Exzenter, die auf einer gemeinsamen Antriebswelle sitzen, wobei benachbarte Exzenter in Drehrichtung gegeneinander versetzt angeordnet sind. Jeder Exzenter arbeitet mit einem vertikalbeweglich gelagerten Stössel 2 zusam men, so dass der Exzenter bei gleichmässiger Dreh bewegung der Antriebswelle dem Stössel 2 eine we nigstens angenähert harmonische Längsschwingung in vertikaler Richtung erteilt. Die Stössel 2, welche oben aus dem Gehäuse 1 ragen, übertragen die Längsschwin gungen auf die Fingerhülsen.
Im ganzen sind fünf Fingerhülsen 3 bis 7 vor handen, die zur Aufnahme der vordersten Fingerglie der fingerhutartig ausgebildet sind. Dabei sind die mittleren drei Fingerhülsen 4 bis 6 für die mittleren drei Finger der rechten oder linken Hand und die beiden äusseren Fingerhülsen 3 und 7 je für den Klein finger der betreffenden Hand bestimmt, so dass also bei einer Behandlung jeweils eine der äusseren Finger hülsen 3 bzw. 7 unbenützt bleibt.
Die Fingerhülsen 3 bis 7 sind je auf einem Unter satz 8 um die Achse 9 schwenkbar gelagert, wobei der Schwenkbewegung eine Rückstellfeder 10 entgegen wirkt. Ferner sind die Fingerhülsen 3 bis 7 mit ihrem Untersatz 8 je auf einer von fünf horizontalen Gleit schienen 11 bis 15 verschiebbar gelagert, welche par allel zueinander verlaufen und einzeln mit den in einer Reihe nebeneinander angeordneten Stösseln 2 fest verbunden sind.
Die Gleitschienen 11 bis 15 sind in bezug auf ihren Abstand von einer auf dem Gehäuse 1 aufge bauten, in der Höhe verstellbaren Unterarmstütze 16 gegeneinander versetzt angeordnet, wobei die mittlere Gleitschiene: 13 den grössten und jede äusserste Gleit schiene 11 bzw. 15 den kleinsten Abstand von der Unterarmstütze 16 hat. Die mittlere Gleitschiene 13 ist unmittelbar am oberen Ende des zugehörigen Stö ssels 2 befestigt, während die übrigen Gleitschienen 11, 12, 14 und 15 auf senkrechten Bolzen 17 ruhen, die je am freien Ende eines am betreffenden Stössel 2 befestigten Armes 18 angebracht sind.
Die gegen die Seite der Unterarmstütze 16 gerichteten Arme 18 be wirken die Versetzung der Gleitschienen 11, 12, 14 und 15 aus der Bewegungsebene der Stössel 2 und damit die gewünschte Verkürzung des Abstandes dieser Gleit schienen zur Unterarmstütze 16.
Die Gleitschienen 11 bis 15 sind rohrförmig ausge bildet und umfassen je ein Gleitstück 19, mit dem der Untersatz 8 der betreffenden Fingerhülse durch einen Bolzen 20 verbunden ist, welcher die Gleitschiene in einem Längsschlitz 21 durchsetzt. Am Gleitstück 19 jeder Gleitschiene ist ein Zugseil 22 befestigt, das über eine an dem der Unterarmstütze 16 zugewandten Ende der Gleitschiene angebrachte Umlenkrolle 23 nach unten in eine zur Achsrichtung der Stössel 2 parallele Richtung umgelenkt wird und in einem ortsfesten Halter 24 endet. Das Gleitstück 19 steht ferner unter dem Einfluss einer im Innern der Gleitschiene unter gebrachten Rückstellfeder 25.
Auf diese Weise werden bei der Aufwärtsbewegung der Stössel 2 die Finger hülsen 3 bis 7 nicht nur nach oben bewegt, sondern durch das ablaufende Zugseil 22 zugleich längs der Gleitschienen 11 bis 15 in Richtung auf die Unter armstütze 16 zu verschoben. Bei der Abwärtsbewegung der Stössel 2 bringen die Rückstellfedern 25 die Finger hülsen wieder in ihre Ausgangslage zurück.
Die Fin gerhülsen führen somit ausser den Längsschwingungen quer zur Lagerichtung des Unterarms gleichzeitig Quer schwingungen in der Lagerichtung des Unteramres aus, und zwar mit gleicher Frequenz, so dass sich im Be trieb die in die Fingerhülsen eingesteckten vordersten Fingerglieder jeweils beim Anheben zugleich der Hand wurzel nähern.
Um die Amplitude der in der Lagerichtung des Unterarmes ausgeführten Querschwingungen der Fin gerhülsen 3 bis 7 verändern zu können, sind die Hal ter 24 der Zugseile 22 je in einem auf dem Gehäuse 1 stehenden Rohrstück 26 parallel zur Stösselachse ver schiebbar und mittels einer Klemmschraube 27 fest stellbar.
Die Schwingungsfrequenz der Fingerhülsen ist z. B. durch Drehzahländerung der Antriebs veränderbar und kann im vorliegenden Beispiel mit Hilfe eines Dreh knopfes 28 eingestellt werden.
Zwischen den Fingerhülsen und der Unterarm stütze 16 ist auf dem Gehäuse 1 ein Armniederhalter 29 angeordnet, der an einer in der Höhe verstellbaren Winkelstütze 30 seitlich verschiebbar gelagert ist.
Zu der beschriebenen Vorrichtung gehört ein Sorti ment von in die Fingerhülsen 3 bis 7 einsetzbaren Hülsen 31 verschiedenen Innendurchmessers, welche eine Anpassung an die vordersten Fingerglieder er möglichen. Diese Einsatzhülsen 31 können zur Scho nung der Fingerspitzen mit einem innen gepolsterten Boden 32 versehen sein.
Ferner sind mehrere in die Fingerhülsen 3 bis 7 wahlweise einsetzbare Träger 33 mit einer geraden Fingerauflage vorhanden, die es ermöglichen, einzelne Finger, z. B. ein steifer Finger, aufzulegen und keinen Querschwingungen auszusetzen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Vorrichtung zur gymnastischen Behandlung der Fingergelenke, nach dem Patentanspruch des Haupt patentes, gekennzeichnet durch eine derartige Ausbil dung des Bewegungsmechanismus für die Fingerhülsen, dass die Fingerhülsen ausser den Längsschwingungen quer zur Lagerichtung des Unterarmes gleichzeitig Querschwingungen gleicher Frequenz in der Lage richtung des Unterarmes ausführen, so dass sich im Betrieb die in die Fingerhülsen eingesteckten vor dersten Fingerglieder jeweils beim Anheben zugleich der Handwurzel nähern. UNTERANSPRÜCHE 1.Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass jede Fingerhülse auf einer parallel zur Lagerichtung des Unterarmes verlaufenden Gleit schiene verschiebbar gelagert ist, welche Gleitschiene am Ende eines quer zur Lagerichtung des Unterarms Längsschwingungen ausführenden Stössels montiert ist, und dass die Fingerhülse mit einem Zugseil verbunden ist, das über eine Umlenkrolle am einen Ende der Gleit schiene in eine zur Stösselachse parallele Richtung um gelenkt wird und in einem ortsfesten Halter endet, und ferner die Fingerhülse unter dem Einfluss einer Rückstellfeder steht. 2.Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Amplitude der in der Lagerich tung des Unterarmes ausgeführten Querschwingungen der Fingerhülsen veränderbar ist. 3. Vorrichtung nach den Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Halter des Zug seils parallel zur Stösselachse verschiebbar und in der gewünschten Lage feststellbar ist. 4. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Fingerhülsen in der gemein samen Ebene der Längs- und Querschwingungen schwenkbar sind. 5. Vorrichtung nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwenkbewegung eine Rück stellfeder entgegenwirkt. 6.Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass in die Fingerhülsen einsetzbare Hül sen verschiedenen Innendurchmessers vorhanden sind. 7. Vorrichtung nach Unteranspruch 6, dadurch ge kennzeichnet, dass die Einsatzhülsen mit einem innen gepolsterten Boden versehen sind. B. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass in die Fingerhülsen einsetzbare Trä ger mit einer geraden Fingerauflage vorhanden sind. 9. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass zwischen den Fingerhülsen und der Unterarmstütze ein Armniederhalter angeordnet ist, der seitlich verschiebbar und in der Höhe verstellbar ist.
Priority Applications (2)
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Applications Claiming Priority (2)
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| CH646068A CH490080A (de) | 1968-04-27 | 1968-04-27 | Vorrichtung zur gymnastischen Behandlung der Fingergelenke |
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Publications (1)
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| CH504206A true CH504206A (de) | 1971-03-15 |
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Family Applications (1)
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Country Status (1)
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| CH (1) | CH504206A (de) |
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1969
- 1969-05-05 CH CH694369A patent/CH504206A/de not_active IP Right Cessation
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