CH504402A - Verfahren zur Herstellung von Fluorkohlenstoffverbindungen und Verwendung der erhaltenen Verbindungen zur Herstellung von fluorhaltigen Polymeren - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Fluorkohlenstoffverbindungen und Verwendung der erhaltenen Verbindungen zur Herstellung von fluorhaltigen Polymeren

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CH504402A
CH504402A CH1806865A CH1806865A CH504402A CH 504402 A CH504402 A CH 504402A CH 1806865 A CH1806865 A CH 1806865A CH 1806865 A CH1806865 A CH 1806865A CH 504402 A CH504402 A CH 504402A
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polymer
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water
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CH1806865A
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Katsushima Atsuo
Hisamoto Iwao
Fukui Shoshin
Kato Takahisa
Nagai Masayuki
Original Assignee
Daikin Ind Ltd
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    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08FMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED BY REACTIONS ONLY INVOLVING CARBON-TO-CARBON UNSATURATED BONDS
    • C08F20/00Homopolymers and copolymers of compounds having one or more unsaturated aliphatic radicals, each having only one carbon-to-carbon double bond, and only one being terminated by only one carboxyl radical or a salt, anhydride, ester, amide, imide or nitrile thereof
    • C08F20/02Monocarboxylic acids having less than ten carbon atoms, Derivatives thereof
    • C08F20/10Esters
    • C08F20/26Esters containing oxygen in addition to the carboxy oxygen
    • C08F20/28Esters containing oxygen in addition to the carboxy oxygen containing no aromatic rings in the alcohol moiety
    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06MTREATMENT, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE IN CLASS D06, OF FIBRES, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR FIBROUS GOODS MADE FROM SUCH MATERIALS
    • D06M15/00Treating fibres, threads, yarns, fabrics, or fibrous goods made from such materials, with macromolecular compounds; Such treatment combined with mechanical treatment
    • D06M15/19Treating fibres, threads, yarns, fabrics, or fibrous goods made from such materials, with macromolecular compounds; Such treatment combined with mechanical treatment with synthetic macromolecular compounds
    • D06M15/21Macromolecular compounds obtained by reactions only involving carbon-to-carbon unsaturated bonds
    • D06M15/263Macromolecular compounds obtained by reactions only involving carbon-to-carbon unsaturated bonds of unsaturated carboxylic acids; Salts or esters thereof
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Description


  
 



  Verfahren zur Herstellung von Fluorkohlenstoffverbindungen und Verwendung der erhaltenen Verbindungen zur Herstellung von fluorhaltigen Polymeren
Die Erfindung betrifft ein Verfahren   zur      Herstellung    von   Verbindungen    der Formel (I)
EMI1.1     
 worin Rf eine gerade oder verzweigte   Perffuoralkyi    gruppe mit 3-21 C-Atomen, R Wasserstoff oder die Methylgruppe, n und m eine Zahl von 1 bis 10 bedeuten.



   Die neuen, nach dem erfindungsgemässen Verfahren erhältlichen Ester können leicht zu festen Polymeren polymerisiert werden, die oleophobe Eigenschaften haben und als Mittel zum   Öiabweisendmachen    geeignet sind. Die Ester können auch als Zwischenverbindungen   zur    Herstellung verschiedener Derivate verwendet werden. Insbesondere ist die im Molekül vorhandene   reak-    tionsfähige Hydroxylgruppe als Ansatzpunkt für die Herstellung von Derivaten geeignet.



   Das Verfahren gemäss der Erfindung   zur      Herstel-    lung der Verbindungen der Formel (I) ist dadurch gekennzeichnet, dass man fluorierte Halogengalkanole mit   Alkalimetall    oder   Silbersalzen    von ungesättigten   all-      phatischen    Carbonsäuren umsetzt, wie dies in der folgenden Gleichung dargestellt ist:
EMI1.2     
 worin X ein Halogen ausser   F1hor,    vorzugsweise Brom oder Jod, und M ein Alkalimetall oder Silber ist.



   Diese Reaktion wird vorzugsweise in einer organischen Flüssigkeit durchgeführt, die für die Reaktionskomponenten und Produkte inert ist. Die üblichen organischen Flüssigkeiten   sind    z. B. gesättigte   oder    ungesättigte   aliphatische    einwertige Alkohole mit 3-10 C-Atomen, wie Isoamylalkohol, Amylalkohol, Butylalkohol, tert.   Butyialkohol,    sec.

  Butylalkohol,   Heptylalkohol,      Hexylalkohol,    Octylalkohol, Nonylalkohol,   Ailylalko-      hohl,      Crotylalkohoil    usw., fluorierte aliphatische Alkohole, wie    H((2FsCFs,)pCH20H,    worin p eine ganze Zahl von 1-4 ist, usw. sowie   Ather,    wie Dioxan, Tetrahydrofuran, Anisol, Polyoxypropylen, Polyoxyäthylen usw. Die   Reaktionstemperatur    bei der Durchführung des Verfahrens ist nicht kritisch und liegt vorzugsweise zwischen etwa 80 und 2000 C, insbesondere   90-150  C.    Auch der Reaktionsdruck ist nicht kritisch und kann in einem weiten Bereich gewählt werden. Meist wird bei autogenem Druck gearbeitet.



  Sofern das organische Lösungsmittel einen genügend hohen Siedepunkt besitzt, kann das Verfahren in einem offenen Gefäss unter atmosphärischem Druck ausgeführt werden. Man kann einen oder mehrere   Polyrnen.   



  sationsinhibitoren, wie Kupferpulver, Hydrochinon, Aminverbindungen usw. zum Reaktionssystem zugeben, um die   Polymerisation    der eingesetzten ungesättigten   Carbonsäuresalze      und    der entstehenden   Esterverbih-    dungen zu verhindern. Im allgemeinen sollte das Reak   tionssystem    wasserfrei sein, da es sonst zu einer unerwünschten Dehydrohalogenierung kommen kann.



     Me-nach    dem erfindungsgemässen Verfahren erhältlichen Ester können nach den üblichen Methoden von der Reaktionsmischung abgetrennt werden, etwa dUrch Rektifizieren der   Polymerisations inhibitor    enthaltenden Mischung. Ester mit hohem Siedepunkt können durch Fällung oder Kristallisation abgetrennt werden.



   Ein Vorteil des Verfahrens für die Synthese der Ester besteht darin, dass als Ausgangsstoffe fluorierte Halogenalkanole der Formel (II)    RfCHoCHX(CH2)m0H (11)     verwendet werden, die leicht nach einem Einschrittverfahren aus einem Perfluoralkylhalogenid (RfX) oder einem Perfluorsulfonylhalogenid (RfSO2X) mit   einem      ungesättigten    Alkohol CH2=CH(CH2)mOH erhältlich sind. Diese Umsetzungen können durch die folgenden Formeln dargestellt werden: (1) RfX + CH2 = CH(CH2)mOH
EMI2.1     
   RfCH2CHX(CH2)ll,0H    oder (2) RfSO2X + CH2 = CH(CH2)mOH
EMI2.2     
 RfCH2CHX(CH2)mOH worin Rf, X und m die oben angegebene Bedeutung haben. Mit Vorteil können für die   Umsetzung    freie Radikale erzeugende Katalysatoren, wie Peroxyde oder organische Azoverbindungen, verwendet werden.

  Eine ausführlichere Erläuterung dieser Umsetzung wird unten in den Beispielen 1 und 11 gegeben.



   Die Ausgangsverbindungen für die obigen Umsetzungen 1 und 2 sind bekannt. Das   Perflnoralkyl-    halogenid kann leicht durch eine Telomerisierung von Tetrafluoräthylen mit einer der Verbindungen CF3X, (CF32)CFX, CF3CF2X usw. erhalten werden, wie dies z. B. in den USA Patentschriften Nrn. 3 883 238 und 3 156 732 beschrieben ist. Das   Perfluorsullfonylhaloge-    nid kann leicht von   RfSO > F    abgeleitet werden, das durch elektrolytische Fluorierung des entsprechenden aliphatischen   Suifonylhalogenides    hergestellt ist.



   Die Zahl der Kohlenstoffatome in der im Molekül der vorliegenden   Ester vorhandenen Perfluorafkylgruppe    (Rf) ist auf 3-21 und vorzugsweise auf 4-13 zu beschränken, weil die Ester in diesem Fall leicht erhältlich sind und die daraus hergestellten Polymeren   tausgezeich-    nete   oleophobe    Eigenschaften zeigen. Als   Perfluoralkyl-    gruppen kommen sowohl gerade als auch verzweigte Perfluoralkylgruppen einschliesslich der folgenden Typen in Frage:    (CF3)2CF(CF2)" -,   
EMI2.3     
 Dabei bedeutet p eine Zahl von 3-21 und p' eine Zahl von Null bis 18. Bevorzugt werden   Perfluoralkylgrup-    pen gemäss der ersten Formel in der obigen Zeile und solche der Formel   F(CFs)p-.   



   Besonders vorteilhafte, nach dem   erfin,dungsgemä-      ssen    Verfahren erhältliche Ester entsprechen den folgenden Formeln:
EMI2.4     

EMI2.5     

Weitere Beispiele für nach dem erfindungsgemässen Verfahren erhältliche Ester sind die   folgenden:   
EMI2.6     
  
EMI3.1     

Die nach dem erfindungsgemässen Verfahren erhältlichen Ester können leicht nach den bekannten Verfahren polymerisiert werden, z. B. durch Blockpolymerisation, Lösungspolymerisation, Emulsionspolymerisation und Suspensionspolymerisation, gegebenenfalls unter Einwirkung von Wärme, freie Radikale erzeugenden Katalysatoren,   UV- Strahlung      oder    Ionisationsstrahlung.



  Die Ester können entweder einzeln oder in Mischung untereinander oder mit polymerisationsfähigen   Mono;    meren anderer Art, die im Molekül äthylenisch   unter    sättigte Anteile bzw. Bindungen aufweisen, zu neuen Homo- oder Copolymeren   polymerisiert    werden. Geeignete   copolymerisationsfähige    Monomere sind u. a.



  die folgenden:
1. Acrylsäure, Methacrylsäure oder Ester dieser Säuren, wie z. B. die Methyl-,   Äthyl-.,    Butyl-, Isobutyl-, Propyl-,   2-Athylhexyl-,    Hexyl, Decyl-, Lauryl-,   Sitze    aryl-, Glycidylester usw.



   2. Vinylester von   alliphatischen    Säuren, wie Vinylacetat, Vinylpropionat, Vinylcaprylat,   Vinyllaurat,    Vinylstearat usw.



   3. Styrol oder Styrolverbindungen, wie a-Methylstyrol,   p-Methylstyfol    usw.



   4. halogenierte Vinylverbindungen oder halogenierte Vinylidenverbindungen, wie Vinylfluorid, Vinylchlorid, Vinylbromid, Vinylidenfluorid, Vinylidenchlorid usw.



   5. Allylester von aliphatischen Säuren, wie Allylheptanoat,   Allylcaproat,    Allylcaprylat usw.



   6. Vinylalkylketone, wie Vinylmethylketon,   Vinyl      äthylketon    usw.



   7. Acrylamide, wie   N-Methylacryiamid,      N-Methyl-      olacrylamid    usw.



   8. Dienverbindungen, wie Butadien,   2, 3-Dichlor-       1,3-butadien,    Isopren usw. und
9. fluorierte ungesättigte Ester, wie    Rf (CH2)qOOCCR    =   cH2,   
RfCH = CH(CH2)qOOCCR =   cH    worin Rf und R   die    oben angegebene Bedeutung haben und q eine Zahl von 1-10 ist, usw.



   Copolymere aus 99-25 Gew.% der vorliegenden monomeren Ester und 1-75   Gew.%    eines von   finorfreien    Comonomeren der Gruppen 1 bis 8 obiger Aufzählung zeigen eine ausreichende   Ölabstossung.    Copolymere, die weniger als 25   Gew.%    des vorliegenden   Estermonome    ren enthalten, zeigen jedoch meist nur eine schlechte oder keine   Ölabstossung.   



   Von den oben genannten Polymerisationsverfahren ist die   Emuisionspolyinerisation    besonders geeignet,   wo-    bei die übliche Technik verwendet werden kann, die zur   Emulsionspolymerisation    von Vinylverbindungen angewendet wird. So können z. B. eine oder mehrere der nach dem erfindungsgemässen Verfahren erhältlichen Monomeren zur Polymerisation in einem wässrigen Medium dispergiert werden, in dem   gewünschten-    falls   Dispergiermittel    und freie Radikale erzeugende Katalysatoren gelöst sind, worauf in üblicher Weise polymerisiert wird. Als Dispergiermittel sind anionische, kationische oder   nichtwionische    oberflächenaktive Stoffe geeignet.

  Besonders geeignete anionische   oberflächen-    aktive Stoffe sind die Natriumsalze von sulfatiertem   Alkenyl-(Cl6-Cl8)-Acetat,      Natrinmoleat,    das   Natrium-    salz von   suifatiertem    Methyloleat, ein   Ammonium-w-    hydropolyfluoralkanoat   (C7-Cl3),    ein   Ammoniumper-      fluoralkanoat    (C5-C13), ein Natriumalkyl-(C10-C18)-sul- fat, ein Natriumalkyl-(C12-C18)-naphthalin oder ein Natriumalkyl-(C12-C18)-naphthalansulfonat usw. Geeignete kationische oberflächenaktive Stoffe sind z. B.



   Dodecylmethylbenzyl)-trimethylammoniumchlorid,    Benzyldodecyldimethylammoniumchlorid,   
N-(2-(Diäthylamino)-äthyl)-oleamidhydrochlorid,    Dodecyitrimethylammoniumacetat,   
Trimethyltetradecylammoniumchlorid usw.



  Geeignete nicht-ionische oberflächenaktive Mittel sind z. B. Kondensate aus Polyäthylenoxyd und Hexylphenol, Isooctylphenol, Hexadecanol, Oleinsäure,   A1-    kan-(C12-C16)-thiol oder   Alkyl-(C1C1s)-amin.   



   Geeignete, freie Radikale erzeugende   Katalysatoren    für den vorliegenden Zweck sind solche Verbindungen, wie sie für die   Polymerisation      der    üblichen Vinylverbindungen verwendet werden, z. B.   Benzoyl,    Lauroyl-,   1 -Hydroxycyclohexylhydro-, 3 Carboxypropionyl-, Ace    tyl-, Natrium-, Barium- und Wasserstoffperoxyd, tert.



     ButylperbeIIzoat,    Azo-bis-isobutyramidin-dihydrochlo- rid,   Azo-bis-isobuttersäurenitril,    Caliumpersulfat,   Am-      mordumpersullat    usw.



   Die Polymerisationstemperatur kann je nach Art der Monomeren, Dispergiermittel und Katalysatoren innerhalb eines weiten Bereiches gewählt werden, doch wird meist zwischen Null und 900, vorzugsweise 20 bis 800 C, gearbeitet. Bei der Emulsionspolymerisation wird meist unter Normaldruck oder unter Überdruck gearbeitet.



   Die nach dem erfindungsgemässen Verfahren erhält   lichen    Polymeren, einschliesslich von Homopolymeren und Copolymeren, sind gekennzeichnet durch die Anwesenheit von   Skeiettketten    von sich wiederholen den   fluorierten    Hydroxyalkylestereinheiten. Ihr Aufbau kann durch folgende Formel   dargestellt      werden:   
EMI3.2     
 worin Rf, R, m und n die oben angegebene Bedeutung haben. Die   Homopolymeren    enthalten diese sich wiederholenden Einheiten, verbunden miteinander durch die in der obigen Formel eingezeichneten Valenzbindungen.

 

  Die Copolymeren enthalten diese Gruppen mit dazwischen verteilten, sich von den verwendeten   copolymeri-    sierbaren Monomeren ableitenden Einheiten.



   Die erfindungsgemäss erhältlichen Polymeren ermöglichen nicht nur eine hervorragende   ölabweisung    infolge der Vielzahl von Perfluoralkyl-Seitenketten, sondern auch spezifische Eigenschaften aufgrund der Seitenketten mit reaktionsfähigen Hydroxygruppen. So zeigen  die erfindungsgemäss erhältlichen Polymeren z. B. eine gute Affinität für die üblichen organischen Lösungsmittel sowie für   fluorierte    Lösungsmittel, weil das Polymermolekül Seitenketten mit Hydroxygruppen besitzt.



  Dementsprechend können die   Polymeren      leicht    bei Raumtemperatur oder erhöhter Temperatur in einem oder mehreren der üblichen Lösungsmittel gelöst werden, wie Aceton, Methyläthylketon und ähnliche Ketone, Diäthyläther und ähnliche Äther; sie können jedoch auch in fluorierten Lösungsmitteln, wie Trifluortrichloräthan, gelöst werden, was die Breite ihrer Anwendungsmöglichkeiten vergrössert.



   Durch Modifizierung der erfindungsgemäss erhältlichen Polymeren mittels mono- oder   poiylunktionelltr    Verbindungen, die eine Reaktionsfähigkeit mit Hydroxygruppen besitzen, können ohne weiteres vielfältig   modi-    fizierte Polymere mit vorteilhaften Eigenschaften erhalten werden. Wenn z. B. Fasern, die mit erfindungsgemäss erhältlichen Polymeren beschichtet oder umhüllt werden sollen und diese Polymeren mit   monofunktiolnel-    len, hydrophobe Eigenschaften aufweisenden Verbindungen modifiziert sind, zeigen die so erhältlichen Fasern   nicht    nur eine   Ölabweisung,    sondern auch eine ausgezeichnete Wasserabweisung.

  Wenn als Modifikatoren polyfunktionelle Verbindungen verwendet werden, erfolgt meist eine Vernetzung, was zu dreidimensionalen Polymeren führt, die in den üblichen Lösungsmitteln unlöslich sind.



   Beim Behandeln von Fasern mit den   effindungs-    gemäss erhältlichen Polymeren ist überdies die Perfluor   alkyl-Seitenkette    wirksamer an der Aussenfläche der Fasern   erientiert,    weil die   Polymermoleküle    Hydroxylgruppen enthalten. Dies verleiht den Fasern eine ausserordentlich gute Ölabweisung und   verhindert    die Ansammlung statischer Elektrizität auf den Fasern. Ab   gesehen    hiervon ist eine wässrige Emulsion des durch Emulsionspolymerisation hergestellten   Polymeren    meist sehr stabil, was die Verwendung dieser Emulsion als ölabweisendmachendes Mittel ohne weitere   VerarXbei-    tung ermöglicht. Ferner zeigen die Polymeren eine gute Affinität zu faserigen oder porösen Werkstoffen.

  Dies ermöglicht eine   dauerhafte      Öllabwieisung    der damit behandelten Werkstoffe. Es ist ohne weiteres zu erkennen, dass diese spezifischen Eigenschaften der   e°findungs-    gemäss erhältlichen Polymeren für die Herstellung von   ölabweisendmachenden    Zubereitungen   besonders    geeignet sind.



   Ölabweisendmachende Zubereitungen, welche die erfindungsgemäss erhältlichen Polymeren   enthalten,    können in verschiedenen Formen bereitet werden, z. B. als wässrige Emulsionen, organische Lösungen, sprühfähige in Aerosoldosen und dergleichen. Eine durch   Emal-    sionspolymerisation hergestellte   wässrige    Zubereitung kann direkt in der anfallenden Form   verwendet    oder gewünschtenfalls konzentriert bzw. verdünnt werden.



  Man kann Stabilisatoren, Mittel   zur    Einstellung des pH Wertes und/oder andere bekannte   wasserabweisend-    machende oder   öabweisendmachende    Komponenten zusetzen. Die wässrigen Emulsionen können auch durch Dispergieren des pulverförmigen Polymeren in einem wässrigen Medium hergestellt werden. Die organischen Lösungen können durch Auflösen des Polymeren bei normalen oder erhöhten Temperaturen in einem oder mehreren der angegebenen organischen   Lösungsmittel    gelöst werden. Für die Herstellung von Aerosolen können als Treibmittel die bekannten Treibstoffe zu der Lösung zugegeben werden, z. B.   Dichlordiflnormethan,    Monofluortrichlormethan,   Dichlortetrafluoräthan    usw.



  Die Lösungen und Aerosole lassen sich leicht herstellen, da das erfindungsgemäss erhältliche Polymer in einer relativ grossen Zahl von Lösungsmitteln löslich ist.



   Ölabweisende Zubereitungen dieser Art, die ein er   findungsgemäss    erhältliches Polymer enthalten, können durch Aufstreichen, Tauchen oder Sprühen bei Raumtemperatur oder erhöhter Temperatur auf die zu be   handelnden    Werkstoffe in üblicher Weise aufgetragen werden. Als Werkstoffe für diese   Behandlung    kommen textile oder nicht textile faserige, poröse oder nicht poröse Materialien in Frage, z. B. Gewebe, Gewirke, Papiere, Karton, Filz, usw., die aus natürlichen Fasern, wie Cellulose, Baumwolle, Wolle usw., aus vollsynthetischen Fasern oder Materialien, wie Polyamide, Polyester, Polyacrylnitril usw.,   undloder    aus teilweise synthetischen Fasern, wie Celluloseacetat, Cellulosepropionat usw. Auch Leder, Glas, Holz usw. ist als Werkstoff der Behandlung zugänglich.



   Die so   behandelten    bzw. beschichteten Werkstoffe können bei Raumtemperatur oder erhöhter Temperatur getrocknet und gewünschtenfalls einer besonderen Härtung unterzogen werden. Während oder nach dem Härten kann   gewünsehtenfalis    geseift werden. Das Trocknen kann durch Einwirkung einer mässigen Erwärmung (meist   80-150     C) erzielt oder beschleunigt werden, wobei auch eine Luftströmung oder ein Spülen mit Inertgas bzw. eine Behandlung unter vermindertem Druck oder eine Kombination solcher Schritte angewendet werden kann.

  Die nachträgliche Härtung ist meist bei Verwendung von Emulsionen des erfindungsgemäss erhältlichen Polymeren zweckmässig, weil hierdurch die Polymerteilchen unter Bildung einer kontinuierlichen Polymerschicht koaleszieren, die fest mit dem behandelten   Material    verbunden ist. Die Härtung kann durch Erwärmen auf   80-200 C,    vorzugsweise   100-150     C, während 1-20 min durchgeführt werden.



  Die Seifung ist   ebenfalls    meist im Zusammenhang mit den emulsionsförmigen Zubereitungen zweckmässig, um Dispergiermittel und   Polymeris ationskatalys atoren,    die in der Emulsion gegebenenfalls enthalten sind, auszuwaschen. Die   Waschbehandiung    wird meist unter Verwendung einer 0,1-0,5 gew.%igen wässrigen Lösung eines neutralen Waschmittels bei   40-60  C    während 10 sek bis 50 min durchgeführt. Bei Verwendung von Zubereitungen in Form von Lösungen oder Aerosolen ist die nachträgliche Härtung und die Seifung meist nicht erforderlich.



   Die so behandelten Werkstoffe sind mit den erfin   dungsgemäss    erhältlichen Polymeren versehen bzw. beschichtet und zeigen eine ausgezeichnete Ölabstossung wegen der an den Aussenflächen der behandelten Werkstoffe freiliegenden   Perfluoralkyl-Seitenketten.      Öltrop-    fen auf der Oberfläche der Werkstoffe verbleiben entweder auf der Oberfläche oder rinnen ab, ohne sich zu verteilen bzw. die Oberfläche zu benetzen. Diese ausgezeichnete   Ölabstossung    kann dadurch sichergestellt werden, dass das erfindungsgemäss erhältliche Polymer auf dem Werkstoff in einer Menge von nur 0,1-5 % des Gewichtes des Werkstoffes aufgebracht wird. Bei Verwendung   grösserer    Polymermengen erhöhen sich die   öl-    abweisungswerte, d. h. die Öl abweisung wird verbessert.

 

   Zusätzliche spezielle vorteilhafte Eigenschaften der erfindungsgemäss erhältlichen Polymeren können auch dadurch erzielt werden, dass in die Seitenketten Gruppen   emgeführt    werden, die mit Hydroxylgruppen reaktionsfähig sind. Geeignete Modifikatoren für den zuletzt  genannten Zweck sind mono- oder polyfunktionelle Verbindungen, die mit Hydroxylgruppen reagieren können. Beispiele für geeignete   polyfanktionelle    Verbindungen   sind die    folgenden:
1. Polyisocyanate, wie Tolylen-, Hexamethylen-,   Hexahydrobiphenyl 4,4-, Benzotrifluorid - 3,5zdiisocya-    nat usw.



   2. Triazin, wie   Cyanurchlorid,      2,4-Dichlor-6-phen-    oxy-s-,   2,4Dichlor- 6-nbutoxys-    und   2,4-Dichlor-16-    (1,1-dihydropentadecafluoroctoxy)-s-triazin usw.



   3. Methylolmelamin oder Polyäthylenimid-Derivate, wie z. B. 3,3-Diäthylen-1,1-hexamethylen-diharnstoff usw., und
4. ähnlich wirkende Verbindungen.



   Geeignete monofunktionelle Verbindungen der genannten Art sind
Octadecylisocyanat,    m-Trifiuormethylphenylis ocyanat,   
1   -n-Octadecyl-l      -äthyienharnstoff,   
Stearamid-methylpyridinliumchlorid,
1-Octadecyloxymethyl-pyridiniumchlorid,
Stearinsäurechlorid, Stearinsäureanhydrid,    Perfiluorbuttersäurechlorid    usw.



  Besonders geeignete   monofunktionelle      Verbindungen    sind die quaternären   Pyridiniumsalze    mit einer höheren Alkylgruppe von 12-20 C-Atomen, wie
EMI5.1     
 usw. Stoffe dieser Art sind als Hydrophobierungsmittel bekannt und z. B. unter den eingetragenen   Marken-    bezeichnungen  Norane R ,  Zelan AP  und  Velan PF  erhältlich.



   Bei Verwendung einer monofunktionellen Verbindung als Modifikator werden   Idie      Eigenschaften    der Modifikatorverbindung in das damit modifizierte Polymer eingebracht. So zeigt z. B. ein mit einer hydrophobierenden Verbindung modifiziertes Polymer sowohl eine   Wassefabstossung    als auch eine   Ölabstossung.    Die Löslichkeit bzw.   Beständigkeit    für Lösungsmittel oder Waschmittel kann ebenfalls in Abhängigkeit von den als Modifikator verwendeten Verbindungen verändert werden.

  Anderseits tritt bei Verwendung einer polyfunktionellen Verbindung   als    Modifikator eine Vernetzung auf, wodurch das dann erhältliche   dreidimen-    sionale Polymer in organischen Lösungsmitteln unlöslich wird und eine erhöhte   Beständigkeit    gegen Waschen und chemisch Reinigen erhält. Auch die mit polyfunktionellen Verbindungen, die hydrophobe Eigenschaften aufweisen, modifizierten Polymeren zeigen eine ausgezeichnete Wasserabstossung und   olabstossung.   



   Das Modifizierungsverfahren wird vorzugsweise vor, kann aber auch nach der   ölabstossendmachenden    Behandlung durch eine   zweistufige    Behandlung durchgeführt werden. Ferner kann die   Modifizierungsbhand-    lung auch während des   Öllabstd3endmsachens    in einem einstufigen Verfahren erfolgen. Bei Durchführung des Modifizierungsverfahrens nach dem   Ölabstossendmla-    chen kann das vorbehandelte Material (vorbehandelt mit der ölabstossendmachenden Zubereitung) mit dem Modifikator in Form   einer    Lösung, Emulsion   od:r    eines Aerosols durch Tauchen oder Sprühen behandelt werden. Die Bedingungen des Modifizierungsverfahrens können nach Art der   verwendeten    Modifikatoren und Polymeren gewählt werden.

  Dies gilt auch für die Zeit der   Modifizierbehandlung.    Meist wird sie zwischen Raumtemperatur und 1500 C unter Normaldruck durchgeführt. Je nach Art der   durch    die Umsetzung der Hydroxylgruppen der Polymeren mit dem Modifiziermittel gebildeten Nebenprodukte können geeignete Zusatzmittel in die   Modifikatorzubereitnngen    einverleibt werden. Wenn z. B. als Nebenprodukte saure Stoffe entstehen, können z. B. Säureakzeptoren eingefugt werden.



   Beispiel 1
Dieses Beispiel gibt eine ausführliche Erläuterung der oben allgemein beschriebenen Verfahren und bezieht sich   sowohl    auf die Herstellung des als   Ausgangs-    stoff verwendeten   fluorierten    Halogenalkanols als auch den monomeren Ester und die daraus erhältlichen Polymeren.



   (a) Herstellung von  (CF3)CF(CF2)4CH2CHJCH2OH.



   682 g (1,377 m)   (CF3)oCF(CFo)4J    wurden in einen 500   mi      Vierhaiskolben    gegeben, der mit   Rückfluss-    kühler, Thermometer, Tropftrichter,   Stickstoffgaszulei-    tung und Rührer versehen war. Der Kolbeninhalt wurde unter Rühren im Stickstoffstrom langsam auf 500 C erwärmt. Nach Erreichen dieser Temperatur wurde mit dem Zutropfen einer Suspension begonnen, die durch Suspendieren von 3,39 g Azobisisobuttersäurenitril in 40,0 g Allylalkohol hergestellt war. Es trat sofort eine heftige exotherme Reaktion auf und das Reaktionssystem wurde nach Bedarf mit Wasser gekühlt.

  Nach 90 min hörte die Wärmeentwicklung   durch    die exo   terme    Reaktion auf, und es wurde eine weitere Menge Azobisisobuttersäurenitril in Form einer Suspension von 1,4 g dieser Verbindung in 24,0 g Allylalkohol in das   Reaktionssystem    eingeführt und die Mischung 80 min bei   70-820    C gerührt. Dann wurde eine Suspension von 0,85 g des genannten Nitrils in 16,0 g des genannten Alkohols in das System eingeführt und 3 std bei 77 bis 800 C gerührt. Die erhaltene Reaktionsmischung wurde   auf    Raumtemperatur abgekühlt und zur Entfernung fester Komponenten, wie den Rückständen des verwendeten Katalysators, filtriert. 

  Das Filtrat wurde   zur    Entfernung von nicht umgesetzten Ausgangsstoffen unter vermindertem Druck abdestilliert und ergab 681 g des oben angegebenen   Zieliprolduktes    (Ausgangsstoff) mit einem Siedepunkt von   88-900    C/1,3-1,5 mm Hg.



   Analyse, berechnet für   CroHr,HGOJ:   
C 21,6, F 51,4, J 22,9, H 1,08
Gefunden:
C 20,2, F 50,9, J 23,0, H 1,17  (Alle Analysenwerte in   %).   



   Die IR-Absorptionsanalyse zeigte die Anwesenheit von -OH,   CH,      CV    und   -CF2-Bindungen.   



   (b) Herstellung von
EMI5.2     
    (b.l) 520 g der nach Abschnitt (a) erhaltenen Verbindung, 210 g Kaliumacrylat, 650 g   H(CF\4CH2OH,    935 g Allylalkohol und 500 g Hydrochinon   wurden    in einen 3 Liter Vierhalskolben gegeben, der mit Rückflusskühler, Thermometer und Rührer versehen war. Die Mischung wurde 6 std unter Rückflusstemperatur kräftig gerührt und dann auf   Raumtemperaturabgekühlt.    Zur Entfernung von Feststoffen wurde dann filtriert. Der Allylalkohol wurde durch   Destiltlation    zurückgewonnen und der Rückstand in Trifluortrichloräthan gelöst. Die Lösung wurde zur Entfernung von unlöslichen Feststoffen filtriert, mit Wasser gewaschen und über Natriumsulfat getrocknet.



   Durch Rektifikation dieses Materials wurden die Lösungsmittel zurückgewonnen und 390 g einer   farm    losen, durchsichtigen, zähen Flüssigkeit erhalten, Kp   102-103     C/2,5 mm Hg. Ferner wurden 45 g einer leicht gelben zähen Flüssigkeit, Kp   103-150     C/1,5 bis 2,5 mm Hg, und 35 g Rückstand erhalten.



   Die gaschromatographische Analyse des Destillates mit Kp   102-1030C    zeigte, dass dieses   Produkt    fast gänzlich aus einem einzigen Stoff bestand. Die IR Analyse lieferte folgende Ergebnisse: OH-Absorption bei 3,05 Mikron;   -CH    bei 3,45 Mikron; -COO   Carboxylgruppe    bei 5,86 Mikron; -CH = CH2 bei 6,13 Mikron;   (CFa)CFCFF    bei 7,7-8,7 Mikron und bei 10,19 Mikron. Die Elementaranalyse lieferte folgende Werte:
Analyse für   Cl3FsHrOs:    berechnet: C 31,3, F 57,2, H 1,8, 0 9,7 gefunden: C 32,9, F 57,0, H 1,7, 0 8,4.



  Diese Ergebnisse bestätigten, dass das   Zieiprodukt    (b) erhalten worden war.



   Das andere Destillat mit Kp   103-105     C enthielt ausweislich der Chromatographie und der IR-Analyse 5 Komponenten. Die IR-Absorptionswerte waren wie folgt: -OH bei 3,05   Mikron;      -CH >      bei 3,47 Mikron; -COO- (Carboxylgruppe) bei 5,86 Mikron; und   (CF3) > CFCF2    bei 7,8-8,76 und 10,22 Mikron, keine Absorption entsprechend -CH = CH2.



   Dementsprechend bestand dieses Destillat aus einer Mischung von niedrigen Polymeren der Zielverbindung (b).



  In dem Rückstand wurde ein Anteil des Polymeren
EMI6.1     
 gefunden. Bezüglich anderer Verunreinigungen liegen keine Anhaltspunkte vor.



   (b.2): 100 g des   Zielproduktes    gemäss Abschnitt (a), 40 g Natriumacrylat, 320 g Dioxan und 1 g Hydrochinon wurden in einen 700 ml Autoklav aus rostfreiem Stahl gebracht, die Luft gründlich mit Stickstoff verdrängt und die Mischung dann 10 std bei 130        C geschüttelt.



   Durch Abtrennung nach der oben in Abschnitt (b.l) beschriebenen Methode wurde aus der so erhaltenen Mischung das   Zielprodukt    (b) in einer Menge von 67 g erhalten. Die Identität dieser Verbindung wurde durch Elementaranalyse,   IR-Analyse und    gaschromatographische Analyse bei programmierter Temperatur be stätigt.



  (c) Herstellung von Polymeren aus der nach (b)   erhal    tenen Verbindung (c.l): Herstellung des Homopolymeren
50 g des Zielproduktes (b), 650 g sauerstofffreies Wasser, 15 g Aceton und 5 g   CF(CF2)OONH4    wurden in der   Reihenfolge    ihrer Nennung in einen 1 Liter   Vierhaiskolben    gegeben, der mit Rückflusskühler, Ther   mometef,    Tropftrichter und Rührer versehen war. Die Komponenten wurden gründlich im Stickstoffstrom bei Raumtemperatur zu   einer    homogenen Mischung verarbeitet.



   Das   Reaktionssystem    wurde unter langsamem Erwärmen auf   40-550 C    langsam gerührt und mit einer wässrigen Lösung tropfenweise versetzt, die durch Auflösen von 3 g   Kaliumpersalfat    in 50 g sauerstofffreiem Wasser hergestellt war. Nach Beendigung der Zugabe wurde auf   62-70     C erwärmt und 230 min bei dieser Temperatur gründlich gerührt. Es wurde eine milchige stabile Polymeremulsion mit einer Konzentration von 6,3   Gew.,    erhalten. Das Polymer wurde durch IR Analyse, Elementar-Analyse und gaschromatographische Analyse bei programmierter Temperatur bestätigt.



   Nach Verdünnung der erhaltenen Emulsion mit   Wasser    auf 9,9 Gew.% wurde eine Verwendungsmög   lichkeit    dieses Materials wie folgt untersucht:
Ein Stück   Baumwollgaze    oder Nylongewebe von 10 x 10 cm   wurde    in die Emulsion getaucht. Die Gase oder das Gewebe wurden nach leichtem Abquetschen an der Luft getrocknet und dann zur Härtung des anhaftenden Polymeren 5 min im heissen Luftstrom auf 1500 C erwärmt. Die Proben wurden dann gründlich mit etwa 500   mi    warmem Wasser dreimal gewaschen und in einem elektrischen Trockner bei   70-80     C getrocknet. Die so   behandeiten    Proben zeigten keine Ver änderung des Griffes oder der Farbe und höchstens eine geringe Veränderung der Festigkeit.

  Sie waren wasserabstossend und ausserordentlich ölabstossend. Tropfen aus 10 Volumteilen flüssigem Paraffin und 90 Volumteilen n-Heptan (oder n-Octan oder Tetrachloräthylen) zeigten kein Eindringen während eines Zeitraumes von über 24 std.



   Eine zweite Prüfung der Verwendungsmöglichkeiten des Polymeren wurde wie folgt durchgeführt: Es wurden zwei Bäder verwendet. Das erste Bad bestand aus einer Mischung von 900 ml destilliertem Wasser, 20 g der   Polymeremullsion    mit einer Konzentration von 6,3 Gew.%, 40   ml    Isobutylalkohol, 1 g  Scourol 100  (Han   delsbezeichnung    eines nicht-ionischen oberflächenaktiven Mittels,   Polyoxyäthylenlauryläther),    3 g Natriumacetat und 2,5 g Essigsäure. Das zweite Bad war eine   Mischung von 60 g  Zelan A.P.  zu (Handelsbezeichnung    für eines der oben angegebenen Hydrophobierungsmittel), 10 g  Sumitex-Harz M-3  (Vorkondensat von Melaminharz), 1 g  Sumitex ACX  (Härtungsmittel), 12 g Natriumacetat und 917 g destilliertem Wasser.

 

  Ein Nylontuch wurde in das erste Bad getaucht, dann 7 min bei   80-85     C vorgetrocknet, weitere 2 min bei 1400 C getrocknet und dann 20 sek in einer wässrigen Lösung mit 0,5   Gew.,    neutralem Waschmittel und 0,2   Gew.%    Waschsoda bei   40-    C gründlich gewaschen.



  Nach   vollständiger    Trocknung der Probe wurde diese in das zweite Bad getaucht und in ähnlicher Weise getrocknet und   geseift.    Das so behandelte Nylontuch zeigte eine ausserordentlich hohe Wasserabstossung (Be   wertungszahl    100 nach AATCC Sprühtest 22-1952).



  Sie war auch vollständig abstossend für Tropfen aus   Sojabohnenöl, Wodka, Wein, Maschinenöl, flüssiges Paraffin, n-Octan, n-Decan und Tetrachloräthylen.



  (c.2): Herstellung eines Copolymeren mit   Methylmeth-    acrylat
In gleicher Weise wie im Abschnitt   (c.l)    wurde eine Mischung aus 55 g des Zielproduktes (bY), 5 g Methyl   methqacrylat,    750 g   sauerstofffreiem    Wasser, 25 g Aceton,
15 g   (CFa)eCF(CFe)4COONH4    als Emulgator und einer   durch    Auflösen von 5 g Kaliumpersulfat in 47 g sauerstofffreiem Wasser hergestellten Lösung im Stickstoffstrom 4 std bei   60-680    C gründlich gerührt. Es wurden 897 g einer milchigen Polymeremulsion mit einer Konzentration von 6,5   Gew.%    erhalten.



   Zur Prüfung einer Verwendungsmöglichkeit dieses   Copoiymeren    wurde wie folgt gearbeitet: Die oben erhaltene Emulsion wurde mit Wasser   auf    0,75   Gew.%    verdünnt. In diese Emulsion wurde Nylontuch 3 min getaucht, dann leicht abgequetscht, an der Luft getrocknet und   schliesslich    etwa 10 min in heisser Luft bei 1300 C fertig getrocknet. Das behandelte Tuch wurde mit einer 0,5   gew.W igen    wässrigen Lösung eines neutralen Waschmittels gründlich gewaschen, dann mit Wasser gespült, abgequetscht und 3 std in heisser Luft gründlich getrocknet. Das so behandelte Nylontuch zeigte fast keine Veränderungen des Griffes und der Festigkeit durch diese Behandlung.

  Tropfen aus flüssigem Paraffin blieben   mehr    als drei Tage ohne Eindringen auf dem Probenmaterial liegen.



  (c.3):   Herstellung    eines Copolymeren mit einem Acryl säureester
85 g des   Zielproduktes    von Abschnitt (b),
5 g   iC7HlUOOCCH    =   CH,    1 Liter sauerstofffreies Wasser,
10 g   CFs(CF2)6COONH4    und 35 g Aceton wurden in einen 2 Liter   VierhalskoF    ben gegeben, der mit Rückflusskühler, Thermometer, Tropftrichter und Rührer versehen war. Die Mischung wurde bei Raumtemperatur unter Stickstoff gründlich gerührt, dann unter Rühren 5 std auf   60-700C    erwärmt. Hierbei wurde eine   Lösung    langsam zugetropft, die durch Auflösen von 6 g   Ammonpersuifat    in 200 g sauerstofffreiem Wasser hergestellt war.

  Etwa 10 min nach Zugabe des Ammonpersulfates zeigte die Reak   tionsmischung    eine milchig fluoreszente Farbe, die sich bei fortschreitender   Polymerisation    zu einer undurchsichtigen Emulsion vertiefte.



   Die so hergestellte Emulsion besitzt eine Polymerkonzentration von 6,6   Gew.%    und zeigte nach 5   Mona-    ten keinen Niederschlag. Dies deutet auf eine hohe Stabilität der Emulsion.



   200 g der   erhalltenen      Emulsion    wurden in ein Be   chergias    gegeben   und    das in der Emulsion enthaltene Wasser und Aceton abgedampft. Es wurden 13 g eines harzartigen Polymeren   erhaken,    das   Emulgator    enthielt.



  Dieses Material wurde zunächst gründlich mit warmem Wasser von   40-500    C gewaschen, von Hand zerrissen und dann vollständig getrocknet. Dann wurde es in 50 ml   Trichlortrifluoräthran    gelöst. Die Lösung wurde mit Natriumsulfat getrocknet und nach dem Abfiltrieren langsam in heisses Wasser   (80-900    C)   eingetropft.    Hierbei verdampfte das Lösungsmittel, und ein harzartiges   Polymer    von   heilgeiber    Farbe stieg an die Oberfläche des heissen Wassers. Dieses Polymer wurde gründlich mit Methanol gewaschen und dann bis zur Gewichtskonstanz unter vermindertem Druck getrocknet. IR Analyse und   Elementar-Analyse    wurden an diesem Material durchgeführt.



   IR-Absorption: -OH bei 3,05 Mikron;    -CH    bei 3,45 Mikron;  -COO-(Carboxylgruppe) bei 5,75-5,81 Mikron und    (CFU)CF(CFr)r bei    7,7-8,9 und 10,2 Mikron.



  Im Vergleich zur Absorption der Monomeren wurde keine Absorption für   -CH = CH2    gefunden, die bei 6,15 Mikron auftreten sollte.



   Die Elementaranalyse ergab, dass   dieses    Polymer etwa 0,5 % Wasserstoff mehr als das Homopolymer gemäss Abschnitt (c.l) enthielt. Die Analyse des in diesem Abschnitt erhaltenen Copolymeren bestätigt, dass es sich um ein solches aus dem   Zielprodukt    von Abschnitt (b) und dem Acrylsäureester handelt.



   Zur Prüfung einer   Verwendungsmöglichkeit    dieses Materials wurde   Baumwollgaze    in die   Copolymeremul-    sion getaucht, die in ähnlicher Weise wie in Abschnitt   (c. 1)    hergestellt worden war. Das fertig behandelte, wieder nach dem Verfahren gemäss Abschnitt (c.l), zeigte eine ausgezeichnete   blabstossung,    indem sie Tröpfchen aus einer Mischung von 10 Vol.% flüssigem Paraffin mit 90   Vor.%    n-Heptan oder n-Octan vollständig abstiess.



  (c.4): Herstellung des Homopolymeren
200   g sauerstufffreies    Wasser, 6 g n-Cetan,
3 g   (CFo)eCF(CFe)4COONH4,    13 g des   Ziellproduktes    von Abschnitt (b) und 10 g Aceton   wurden    in einen 500 ml   Rührautokiav    gegeben und die Luft darin durch Stickstoff verdrängt.



   Dann wurde der Autoklav in einem Abstand von 3 m von einer   Gamma-Strahllungsquelle    (Kobalt 60) angeordnet und mit einer Dosierung von   8 x 104    Röntgen/std 1 std bei Raumtemperatur bestrahlt. Der Reaktionsdruck zeigte während der   Bestrahlung    praktisch keine Veränderung. Der Druckanzeiger stand auf Null.



   Nach dieser einstündigen Bestrahlung wurde das System noch etwa 30 min zur weiteren Polymerisation   stehengellassen,.    Es   wurde    eine stabile Emulsion mit   einer    Polymerkonzentration von 5,7 Gew.%   erhalten,    die eine hellgelbe Farbe aufwies. IR-Analyse und Ele   mentar-Anlalyse    bestätigten das Vorliegen eines Homopolymeren aus   dem    Produkt von Abschnitt (b).

 

   Zur Prüfung einer Verwendungsmöglichkeit dieser Emulsion wurde wie folgt gearbeitet: Ein   Baumwolituch    wurde 3 min bei Raumtemperatur in die Emulsion getaucht, dann leicht abgequetscht, an der Luft getrocknet und schliesslich 6 min bei 1500 C fertig getrocknet.



  Das   behandelte    Tuch wurde dann mit etwa 1 Liter einer 0,5 gew.% igen wässrigen Lösung eines neutralen Waschmittels   behandelt    und bei   90-1000    C getrocknet. Das so   behandelte    Gewebe zeigte eine ausserordentlich hohe   Ölabstossung.    Maschinenöl und Kerosin drangen nicht in das Gewebe ein. Tropfen aus 20 Volumteilen flüssigem Paraffin und 80 Volumteilen n-Heptan blieben mehr als 24 std auf dem   Gewebe    bestehen. Baumwoll  gaze, Nylontuch und   Wollgabardine    zeigten nach einer ähnlichen Behandlung eine ähnlich ausgezeichnete   Ö1-    abstossung ohne   Verän!derung    ihres Griffes und ihrer Farbe.

  Tropfen   aus    n-Octan und   Tetrachlofäthylen    drangen in die Proben nicht ein. 35 g des so   behiaIlldellttll    Baumwolltuches und 1 Liter Äther wurden in einen 2 Liter Dreihalskolben gegeben und in Trockeneis Methanol unter langsamem Rühren   au±    - 100 C gekühlt. Nach etwa 10 min dieser Behandlung wurden 10 g Cyanurchlorid, gelöst in 100 g wasserfreiem Äther, während 40 min   zugetropft und    das System dann unter Rühren auf Raumtemperatur erwärmt. Bei dieser Temperatur verblieb es etwa 2 std und wurde dann 2 std auf Rückflusstemperatur erwärmt. Das so   behandelte    Baumwolltuch zeigte nach dem Trocknen einen etwas härteren Griff.

  Durch weiteres Erwärmen in heisser Luft während 10 min auf 1300 C und   zweimlaliges    Waschen mit 1 Liter warmem Wasser, das 0,3 Gew.% eines neutralen Waschmittels enthielt, und dann mit 2 Liter kaltem Wasser fünfmal, zeigte das dann getrocknete Material wieder seinem ursprünglichen weliteren Griff. Das so behandelte   Baumwolltuch    zeigte eine ausserordentlich hohe Abweisung von   Öl    und Wasser.



  Die Bewertung nach dem AATCC   Sprühtest    22 bis 1952 ergab einen Wert von 100. Das Material stiess Tröpfchen aus n-Octan und n-Decan ohne Eindringerscheinungen ab.



   Beispiel 2 (a) Herstellung von F(CF2)8cCH2CHBr(CH2)2OH.



   280 g (etwa 0,5 m)   F(CFO)8SO2Br,   
45 g (etwa 0,6 m) CH2 =   CH(CH2)oOH    und
2 g Azobisisobuttersäurenitril wurden in einen 300   mi    Vierhalskolben gegeben,   der    einen Rührer, Thermometer und Rückflusskühler   auf    wies. Die Mischung wurde 3 std unter Rückfluss gerührt. Dann wurde eine Dispersion   aus    1 g   Aaobisiso-    buttersäurenitril in 30 g des erwähnten Alkohols zugegeben und die Mischung nochmals 8 std unter Rückfluss gerührt. Die erhaltene Mischung wurde im Vakuum fraktioniert und lieferte 78 g eines   Destiltates,    Kp 83 bis 880 C/0,8-1,0 mm Hg.



   Analyse für   C1F17HsBrO:    berechnet:
C 25,2, F 56,2, Br 14,0, H 1,4, 0 2,8 gefunden:
C 25,0, F 56,0, Br 14,2, H 1,2, 0 2,6.



   Die IR-Analyse zeigte das Vorhandensein folgender Gruppen: -OH, -CH2- und   F(CF2)s-.   



   Diese Analysenergebnisse bestätigten das Vorliegen der Zielverbindung.



  (b) Herstellung von
EMI8.1     

Nach der Arbeitsweise von Beispiel 1, Abschnitt   (b.l),    wurde das   Zielprodukt    von Beispiel 2, Abschnitt (a), mit Natriumacrylat bei   Rückflusstemperatur    6 std in einer Mischung aus 8 Gew. Teilen   H(C2F4)2CH20H    und 2 Gew.-Teilen Allylalkohol umgesetzt, wobei das oben angegebene Zielprodukt in Form eines Destillates, Kp   127-1300    C/2,5-2,8 mm Hg, erhalten wurde. Die Identität dieser Verbindung wurde durch Elementar Analyse, IR-Analyse und gaschromatographische Analyse bei programmierter Temperatur bestätigt.



  (c) Herstellung eines Homopolymeren aus dem Produkt von Abschnitt (b)
70 g des Produktes von Abschnitt (b), 555 g   sFauer-    stofffreies Wasser, 15 g Aceton und 7 g eines Kondensationsproduktes aus 40 Mol Äthylenoxyd und 1 Mol Octylphenol wurden in einen 1 Liter   Vierhalskoiben    gegeben, der mit Rückflusskühler, Thermometer und Rührer ausgerüstet war. Die Mischung wurde   langsam    unter Stickstoff gerührt. Dann wurde die   Rübrgeschwin    digkeit unter Temperaturerhöhung vermindert. Bei   40-550    C wurde eine Lösung aus 3 g Kaliumpersulfat in 50 g   sauerstofffreiem    Wasser langsam zugetropft.



  Nach der Zugabe wurde die Umsetzung 5 std unter   Rühren    bei   62-700    C weitergeführt.



   Die so erhaltene Emulsion war ziemlich stabil, milchig weiss und   durchscheinend.    Sie enthielt etwa 10   Gew.%    feine Teilchen. Ein Teil dieser Dispersion wurde zur Koagulation eines harzartigen Feststoffes mit Methanol versetzt. Der Feststoff zeigt einen Erweichungspunkt über 600 C und ist in einer Lösungs   mitteimischung    aus Aceton und Trichlortrifluoräthan löslich. Ein Film aus diesem Stoff zeigt praktisch die gleichen IR-Absorptionswerte wie das Monomer, abgesehen davon, dass die Absorption von -CH    CH.   



  bei oder nahe 6,12 Mikron fehlte. Dies ist ein Beweis, dass es sich bei dem Harz um ein Additionspolymer des obigen Monomeren handelt.



   Zur Prüfung einer Verwendungsmöglichkeit dieses Materials wurde wie folgt gearbeitet: 20 g eines   Hydfo-    phobierungsmittels in Pastenform ( Zelan AP ) wurden zu 100 g der obigen   Polymeremulsion    gegeben, das Ganze gründlich vermischt und mit Wasser auf 1 Liter verdünnt. In diese verdünnte Dispersion wurde   Baum-      woilpopeline,    Strichware aus synthetischer Polyesterfaser, Nylon-Köperstoff und Wolljersey eingetaucht, leicht   abgequetscht,    bei 1000 C getrocknet und dann 6 min auf 1300 C   erhitzt.    Die so behandelten Proben zeigten   durchwegs      Wasserabstossungs-Prüfwerte    gemäss dem Sprühtest AATCC 22-1952 von 100 und trugen Tropfen aus n-Octan und Tetrachloräthylen ohne Eindringen.

  Auch nach dreimaligem Waschen während 20 sek bei 700 C mit einer wässrigen Lösung, die 0,5 Gew.% eines neutralen Waschmittels und 0,2 Gew.%   Waschsoda    enthielt, zeigten sie fast keine Veränderungen der   Wasserabstossung    und   Ölabstossung.   

 

   Beispiel 3 (a) Herstellung von
EMI8.2     

100 g   (CF3)2CF(CF2)2CHwCHJCH OH,   
35 g Kaliumacrylat,
300 g tert. Amylalkohol und 0,3 g Hydrochinon wurden in einen 1 Liter Vierhalskolben gegeben, der mit Rückflusskühler, Thermometer und Rührer ausgerüstet war. Die Mischung wurde 10 std unter Rühren auf   93-1000    C erhitzt und dann auf Raumtemperatur abgekühlt. Dann wurde die   erhaltene    Mischung in etwa 2 Liter Wasser gegossen, worauf sich eine ölige Schicht abtrennte. Die wässrige Schicht wurde mit tert. Amylalkohol   extralhiert,    der Extrakt mit der Ölschicht ver  einigt und die letztere Mischung über Magnesiumsulfat 24 std getrocknet. Nach dem Rektifizieren wurden 15 g der als Ausgangsverbindung verwendeten Fluorverbindung zurückgewonnen.

  Ferner wurden 70,5 g einer farblosen durchsichtigen zähen Flüssigkeit, Kp   68-710    C/ 0,5 mm Hg, erhalten. Die zuletzt genannte   Komponente    war die Zielverbindung, was durch IR-Analyse bestätigt wurde. Das Vorliegen einer Doppelbindung wurde   durch    Bromaddition bestätigt. Die   Elementaf-    Analyse entsprach innerhalb des Messfehlers der Sum   menformel Cl1FHs03.   



  (b) Herstellung eines Polymeren   ans    dem Produkt von
Abschnitt (a)
60 g   Ides    Produktes von Abschnitt   (a),    700 g   sauef-    stofffreies destilliertes Wasser, 50 g Aceton und 15 g   CF3(CF2)6COONHo    wurden in einen 1 Liter Vierhalskolben mit Rückflusskühler   gegeben.    Die Luft in dem Kolben war durch Stickstoff verdrängt. Die Mischung wurde langsam unter Rühren im   Stickstoffstrom    erhitzt.



  Beim Erreichen einer Temperatur von etwa 500 C wurde eine Lösung aus 3,0 g Kaliumpersulfat in 50 ml sauerstofffreiem   destilliertem    Wasser in Teilmengen zugegeben, sobald die Temperatur auf 600 C angestiegen war. Dann wurde das Ganze 340 min auf 700 C unter   langsamem    Rühren   zur    Vervollständigung der   Poly-    merisation gehalten. Hierdurch wurde eine stabile Poly    merdispersion    von 6,7 Gew.%   erhalten.   



   Ein Teil der Dispersion wurde mit Methanol ver setzt und zur Koagulation   des    Polymeren heftig gerührt.



  Das abgeschiedene Polymer wurde mit Methanol   ge    waschen und in   Trichiortrifiuoräthan    gelöst. Die Lösung wurde in kaltes Wasser gegossen und zur   Verdampfong    des   Lösungs,mittels    erwärmt.   Hierdurch    wurde das Polymer frei von Verunreinigungen erhalten. Dieses Mate rial wurde nochmals mit Methanol gewaschen und unter vermindertem Druck bis zur Gewichtskonstanz getrocknet. Die   IR-Analse    lieferte ein ähnliches Bild wie das Monomere, doch fehlte die Absorption bei
6,12 für die   -CH=CHO-Gruppe.    Zur Prüfung einer    Verwendungsmöglichkeit    des so erhaltenen Materials wurde textiles und nichttextiles Material damit behandelt.

  Als textiles   Material    wurde Baumwollgewebe, als nichttextiles   Material    Filterpapier verwendet. In beiden
Fällen wurde eine   bemerkenswerte    Ölabstossung des    behandelten    Werkstoffes   erzielt.   



   Zur Behandlung wurde eine gemäss obigen Angaben erhaltene Emulsion nach Verdünnen mit Wasser auf
0,85 Gew.% verwendet. In beiden Fällen wurde nach dem Trocknen mit heisser Luft von 1400 C   nachbehan-    delt.



   Beispiel 4  (a) Herstellung von
EMI9.1     

In ähnlicher Weise wie in Beispiel 1, Abschnitt (b.l), wurden 56 g   F(CF 7CIICHJCH2OH,    18 g Kalium   methaorylat,    250 g   Isoamyialkohol    und 1 g Hydrochinon auf 120-122 C   während    8 std erwärmt. Es wurden 43,5   g des    Zielproduktes als Destillat, Kp 105 bis 107 /1,0-1,2 mm Hg, erhalten.



  (b) Herstellung des Homopolymeren, aus dem Produkt von (a)
43 g des obigen Produktes wurden mit 270 g Tri   chlortriflluoräthLan    in einen 300 ml Vierhalskolben gegeben und darin unter kräftigem Rühren im   Stickstoff-    strom einer UV-Strahlung von 400 Watt   ausgesetzt.   



  Die Strahlungsquelle war 40 om von der Mitte des Kolbens entfernt. Während der Bestrahlung verdampfte etwas von dem Lösungsmittel und wurde im Masse seiner Entfernung ergänzt. Nach 21 std dieser Bestrahlung wurden 318 g einer leicht gelben, sehr zähen   Poly-    merlösung erhalten.



   Zur Prüfung einer   Verwendungsmöglichkeit    des Polymeren wurde diese Lösung mit dem gleichen Lö   sungsmittel    auf eine Konzentration von 1,0   Gew.%    verdünnt und zur Behandlung von textilem und nichttextilem   Materiall    verwendet. Die   so behandelten      Werk-    stoffe zeigten eine ausgezeichnete   Öl abs tossung.   



   Zur Modifizierung des Polymeren   wurden    die so behandelten Werkstoffe wie folgt behandelt: Die Proben   wurden    zusammen mit 800 ml Aceton und 200   mi    Wasser in einen   Vieriiter-Vierhalskolben    gegeben und unter Kühlung mit Eiswasser unter   langsamem    Rühren mit einer Suspension von 50 g Cyanurchlorid in 300   mi    Aceton und 500 g Eiswasser versetzt. Nach weiterem Kühlen und Rühren wurde eine 10 % ige Natrium   carbonatl;ösung    zugegeben, um den pH bei 6-7 zu   hal-    ten.

  Diese Umsetzung dauerte 6 std, wonach das Probenmaterial herausgenommen, mit   Wasser    und dann mit einer 3   gew.%igen    Lösung eines neutralen Waschmittels gewaschen und nach dem Spülen mit Wasser 340 min bei   80-900    und 2,5 min bei 1500 C   getfock-    net wurde. Im Falle des textilen   Probematerials    (Nylongewebe) zeigte dieses einen geringen Festigkeitsverlust, aber keine Veränderung des Griffes und der Farbe. Die   Prüfwerte    der so behandelten Werkstoffe auf   Oleopho-    bierung nach dem oben erwähnten Sprühtest betrugen
100   (10:90    Mischung aus flüssigem Paraffin und n Heptan).



   Beispiel 5  (a) Herstellung von
EMI9.2     

40 g (CF3)2CF(CF2)12CH2CHJCH2OH,
14 g Silberacrylat,
300 g n-Octanol und 0,48 g Hydrochinon wurden in einem 500 ml   Dreihaiskolben    5 std auf 150-160 C erhitzt. Die erhaltene Mischung wurde nach Abkühlen   auf    Raumtemperatur zur Rückgewinnung des Octanols unter vermindertem Druck destilliert.



  Der Rückstand wurde dreimal mit 600 g kaltem Wasser gewaschen, wonach eine dunkelbraune   Flüssigkeit    erhalten wurde. Diese Flüssigkeit wurde über Magne   siumsulfat    getrocknet und dann fraktioniert.   Man    erhält eine   schwach      gelbe    zähe Flüssigkeit, Kp 133 bis   1360 C/0,22-0,25    mm Hg. Die Ergebnisse der IR Analyse   und    der Elementar-Analyse bestätigten die Struktur des Zielproduktes.

 

  (b) Herstellung eines Polymeren aus dem   Produkt    von (a)
15   g des    Produktes von (a), 250   mi    sauerstofffreies destilliertes Wasser und 3 g   Polyoxyäthylen-      octylphenyiäther    wurden in einem 500   mi      Vierhals-    kolben unter Stickstoffstrom 30 min auf 50-60 C erwärmt. Dann wurden 1,5 g Ammoniumpersulfat in 50   mi    sauerstofffreiem   destilliertem    Wasser zugegeben  und das Ganze bei   65-70oC    std gerührt. Man erhält eine leicht gelbe Emulsion mit 4,7 Gew.% Polymer.



  Die IR-Analyse und die   Elementar-Analyse    bestätigten das Vorliegen eines Polymeren des Produktes (a).



   Zur Prüfung einer Verwendungsmöglichkeit des zuletzt genannten polymeren Produktes wurde ein Teil der Emulsion mit Wasser auf eine   Konzentration    von
1   Gew.    verdünnt. Proben aus textilen und nicht textilen Werkstoffen wurden mit dieser Emulsion in der in den obigen Beispielen beschriebenen Weise behandelt. Dann wurden die Proben mit dem zweiten, in Beispiel 1, Abschnitt   (oel)      beschriebenen    Bad behandelt. Die so behandelten Proben   zeigten    Wasserabweisungswerte (Sprühtest) von 100. Darauf aufgetragene Tropfen aus n-Decan, n-Octan, Whisky und Tinte drangen nicht in die Proben ein. Nach Abwischen der Tropfen mit Löschpapier blieb keine Spur zurück.

  Die   Öl-    und Wasserabweisung verminderte sich nach drei wiederholten Waschungen mit einem neutralen Waschmittel fast nicht.



   Beispiel 6 (a) Herstellung von
EMI10.1     

Durch Additionsreaktion von   (CF3)CF(CF2)2J    und Allylalkohol in Gegenwart von   Azoblisisobuttersäure-    nitril (im folgenden kurz ABN genannt)   wurde    unter den Bedingungen von Beispiel 1 Abschnitt (a) die Verbindung  (CF3)2CF(CF2)2CH2CHJCH2OH erhalten. In ähnlicher Weise wie in Beispiel 1, Abschnitt (b. 1) wurde der   Halogenalkohol    und Kaliummethacrylat in wasserfreiem    H(CF2)4CHnOH    während 2 std bei   135-1400    C umgesetzt. Das erhaltene Produkt wurde abgetrennt und ergab ein Destillat, Kp 83-86 C/0,8-0,9 mm Hg, das das Zielprodukt von Abschnitt (a) des   vorliegenden    Beispiels ist. Die Analysen bestätigten die   Identität    des Produktes.



  (b) Herstellung des Polymeren aus dem Produkt (a)
412 g des Produktes von Abschnitt (a) und 15 g Propylacrylat wurden in einen 500 ml Autoklav aus rostfreiem Stahl gebracht. Nach Verdrängen der Luft im Autoklav durch Stickstoff wurde die Mischung 5 Tage bei   148-163     C geschüttelt. Die entstandene zähe Mischung wurde mit 1 g Hydrochinon für die   Destillla-    tion in eine   Fraktionieraniage    gebracht und von nicht umgesetztem Monomer befreit. Als Produkt wurden 28 g einer bräunlichen hochzähen Flüssigkeit erhalten.



  Diese wurde in 100 ml Trichlortrifluoräthan (im   follgen-    den TCFA genannt) gelöst und mit 200 g   destilliertem    Wasser versetzt. Dann wurde zur Entfernung   aller    wasserlöslichen Komponenten gründlich geschüttelt und mit Aktivkohle behandelt. Das so   erhaltene    Produkt war fast farblos und durchsichtig und wurde aus einem Tropftrichter in heisses Wasser von   80-900C    eingetropft. Der Niederschlag wurde mit Methanol gewaschen, worauf ein harzartiger Stoff bräunlicher Färbung erhalten wurde. Die Analysen-Ergebnisse (IR und Elementar-Analyse) bestätigten das Vorliegen eines Copolymeren aus dem Produkt von Abschnitt (a) und Propylacrylat.



   Zur Prüfung einer Verwendungsmöglichkeit dieses Materials wurde 1 g des Polymeren in 100 ml TCFA gelöst.   Ein    Probenmaterial   (Baumwolltuch)    wurde in die Lösung getaucht und dann getrocknet. Es zeigte eine ausgezeichnete   Öllabweisung.    Tropfen aus   Maschi-      nenöl    und Kerosin drangen auch nach 2 Tagen nicht in die Probe ein.



   Beispiel 7 (a) Herstellung von
EMI10.2     

Durch Additionsreaktion von F(CF2)3J mit Allylalkohol in Gegenwart von ABN wurde nach den Be   dingungen    von Beispiel 1 (a) der   Fluoralkohol    erhalten.



  Dieser wurde wie in Beispiel 1 (b.l) mit   Kalium'acrylat    in Formel H(CF2)6CH2OH 2 std bei   140    C umgesetzt und die Mischung dann unter vermindertem Druck   destilliert.    Es wurde das Zielprodukt als Destillat mit Kp   68-710    C/0,8-0,9 mm Hg, erhalten. Die   Tdentität    des Produktes wurde durch Analysen bestätigt.



  (b) Herstellung eines Polymeren aus dem Produkt von    Abschnitt (a)   
500 g des Produktes von Abschnitt (a) und 500 TCFA wurden in einen 500 ml Vierhalskolben gegeben, der mit   Rückflusskühier,    Stickstoffzuleitung, Tropftrichter und Rührer versehen war. Die Reaktionsmischung wurde unter Stickstoffstrom und Rühren einer UV Bestrahlung mit einer 400 Watt Quecksilberlampe ausgesetzt, die in einem Abstand von 50 cm von der Mitte des Kolbens angeordnet war. Während   der    Bestrahlung verdampfte ein Teil des TCFA und wurde laufend ergänzt. Nach 32 std Bestrahlung wurden 538 g einer ziemlich zähen Lösung gelblicher Farbe erhalten, die das Homopolymer des Produktes von Abschnitt (a) enthielt. Das Vorliegen des Homopolymeren wurde durch   Analyse    bestätigt.



   Zur Prüfung einer Verwendungsmöglichkeit wurde ein Teil der Polymerlösung weiter mit TCFA bis auf 1,2   Gew.%    verdünnt und stellte so eine fast farblose durchsichtige Lösung   dar.    Diese wurde auf die Innen   fläche    einer sauberen Glasflasche aufgetragen. dann an der Luft und schliesslich zur Verdampfung des TCFA bei   80-900C    getrocknet. Die so behandelte Flasche war von einer   unbehandeiten      Flasche    gleicher Art nicht zu unterscheiden. Wenn jedoch   Baumwoltsamenöl    in die Flasche eingefüllt und dann ausgegossen wurde, blieb an der Innenwand der behandelten Flasche fast keine Spur des Öls zurück. 

  Beim Vergleichsversuch mit der   unbehandelten    Flasche blieb ein   erheblicher    Teil des Öls an der Wand haften und konnte kaum aus der Flasche ausgeleert werden.



   Beispiel 8 (a) Herstellung von
EMI10.3     

Durch Umsetzung von   (C: 7CF(CF2)10J    mit Allyl   alkohol    in   Gegenwart    von ABN unter den Bedingungen von Beispiel 1 (a) wurde der entsprechende   Halogen-    alkanol   erhalten.    Dieser wurde dann mit Natrium   methacrylat in    wasserfreiem   H(CF)oCH2OH    während  2,5 std bei   140-1450    C ähnlich wie in Beispiel 1 (b.l) umgesetzt. Die erhaltene   Mischung    wurde mit TCFA verdünnt, der unlösliche Anteil abfiltriert und mit kaltem Wasser gewaschen. Die ölige Schicht wurde über Natriumsulfat getrocknet und unter vermindertem Druck destilliert.

  Das   Zielprodukt    wurde als Fraktion mit Kp   107-1130C/0,1-0,2    mm Hg erhalten. Die Analysen-Ergebnisse bestätigten die Identität des   Prb    duktes.



   (b) 85 g des Produktes von   (a)    wurden zur Herstel   lung    des Polymeren mit 800 g   sauerstofffreiem    Wasser, 45 g n-Cetan und 3 g   (CFs)3CF(CF2)4COONa    in einen Autoklav aus   rostfreie,m    Stahl gegeben. Die Luft wurde durch Stickstoff verdrängt. Dann wurde die Mischung bei   Raumtemperatur    unter Rühren während 1,8 std mit   Gamma-Strahlung    (Cobalt 60) bei einer Dosierung von 7,5 x 104 Röntgen/std bestrahlt. Temperatur und Druck zeigten während der Bestrahlung keine Veränderung. Nach der Bestrahlung wurde weitere 30 min gerührt und danach 930 g einer milchigen transparenten Emulsion erhalten.

  Ihre Polymerkonzentration betrug 9,0   Gew.%.    Durch Analysen (IR und   Elementar-Ana-    lyse) wurde das Vorliegen eines Homopolymeren aus dem obigen Monomer bestätigt.



   100 g der   erhaltenen    Polymeremulsion wurden im Becherglas unter vermindertem Druck auf   50-600    C   erwärmt,    worauf ein harzartiges Polymer brauner Farbe erhalten   wurde.    Dieses wurde mit warmem Wasser gewaschen und nach dem Trocknen in 50 g TCFA   ge    löst. Die erhaltene Lösung wurde in einen Scheidetrichter gegeben und kräftig mit 100 ml destilliertem Wasser gewaschen. Die so erhaltene Lösung wurde dann langsam in heisses Wasser von   80-90     C eingetropft, wodurch das   Lösungsmittel    sofort verdampfte und ein ausserordentlich   heil    gefärbtes Polymer erhalten wurde.



  Das Produkt   wurde      nochmals    mit heissem Wasser gewaschen. Nach dem Trocknen wurden 1 g des   Materials    in 40 ml TCFA gelöst. Die Lösung und 60 ml einer Mischung aus jeweils 1   Vol.%      Monofluortrichllormetha,n    und Dichlordifluormethan wurden in eine Aerosoldose abgefüllt.

  Mit dieser Dose wurde ein Aerosol auf eine Zimmerdecke aus   Asbest      auXesprüht,    wodurch die Beschmutzungsanfälligkeit   der    Decke im Vergleich zu   unbehandeltem      Deckenmaterial      ausserordentlich    stark vermindert wurde.   Bratölspritzer    auf der behandelten Decke drangen nicht in diese ein und konnten abgewischt werden.



   Beispiel 9  (a) Herstellung von
EMI11.1     
    (CF3)2CF(CF2)4CH2CHJCH2OH    und Kaliummethacrylat wurden in wasserfreiem   H(C2F4)2CH20H    in Gegenwart von Hydrochinon umgesetzt und   laufgearbei-    tet, wie dies in Beispiel 1 (b.l) beschrieben ist. Hierdurch wurde das Zielprodukt als Destillat, Kp 109 bis 1210 C/2 mm Hg,   erhalten.    Die Identität dieser Verbindung wurde durch die oben angegebenen Analysemethoden bestätigt.



  (b) Herstellung des Polymeren
Nach dem in Beispiel 8 angegebenen   Bestrahlungs-    verfahren wurde ein Polymer der in Abschnitt (a) hergestellten Verbindung erhalten. Die Dispersion wurde   zur    Koagulation des Polymeren unter   Schütteln    mit Methanol versetzt. Das abgeschiedene Polymer wurde mit einer warmen Mischung aus Methanol und   Wasser    gewaschen und gründlich getrocknet. Dieses Material wurde in TCFA mit einer   Polymerkonzentra    tion von 3   Gew.%    gelöst und in eine Druckdose gegeben, die dann unter Druck mit einer Mischung von gleichen Gewichtsteilen   Dichlordifiuormeth an    und   Tfi-    chlorfluormethan beschickt wurde.

  Die so erhaltene   Aerosoldosenftillung    enthielt 1 Gew.% des Polymeren.



   Das Aerosolprodukt wurde auf eine   Regensch*m-    bespannung aus Nylon   aufgesprüht    und dann leicht gebügelt. Das so erhaltene Bespannungsmaterial zeigte eine ausserordentlich hohe   blabstossung,    wobei Tröpfchen aus n-Octan nicht   eindr ngen.    Dann wurde das Bespannungsmaterial in 250 ml wasserfreies Toluol getaucht, das mit Octadecylisocyanat versetzt   worden    war. Diese Mischung wurde 1 std auf Rückflusstemperatur gehalten. Das   Probematerial    wurde zur Härtung des daran haftenden Polymers nach der Arbeitsweise von Beispiel 1 (c.l) herausgenommen, nach dieser Behandlung gewaschen und schliesslich getrocknet.

  Das so   behandelte    Material zeigte keine Veränderung des   Griffes,    doch war die Festigkeit etwas vermindert. Die Prüfung auf Wasserabweisung an dieser Probe nach dem oben   angegebenen      Sprähtest    lieferte   oinen    Wert von 100. Die   Slabstossung    war ausgezeichnet. So konnten Tröpfchen aus n-Decan und n-Octan nicht eindringen. Nach fünf wiederholten Waschungen mit einem neutralen Waschmittel hatten sich diese Eigenschaften fast nicht geändert.



   Beispiel 10 (a) Herstellung von
EMI11.2     

100 g F(CF2)6CH2CHJ(CH2)2OH,
37 g Kaliummethacrylat,
20 g CH2 =   CH(CH2)20H,   
100 g   H(C2F4)2CH2OH,   
300 ml tert. Amylalkohol und 0,3 g Hydrochinon wurden in die in Beispiel 2 beschriebene Anlage gebracht und 6 std unter Rühren auf 110-115 C erwärmt. Nach dem Abkühlen auf Raumtemperatur wurde die Reaktionsmischung in 1 Liter Wasser gegossen, die ölige Schicht abgetrennt, die wässrige Schicht mit tert.   Amylaikohol    extrahiert und der Extrakt mit der öligen Schicht vereinigt. Dieses letztere Material wurde 24 std über Magnesiumsulfat getrocknet. Durch Rektifizieren unter vermindertem Druck wurden 32 g Substanz als Destillat, Kp 108-112 C/1,0-1,2 mm Hg, erhalten. 

  Die nach den oben angegebenen Analysen erhaltenen Werte bestätigten das   Voriiegen    des Zielproduktes. Der oben als Ausgangsstoff verwendete Fluorjodalkanol wurde durch   Additionsrelaktion    aus    F(CF2)6J    und CH2 =   CH(CH2)20H    erhalten. Die zuerst genannte Fluorjodverbindung wurde durch Telomerisieren von    CF3CF2J    und CF2 = CF2 erhalten.



  (b) Herstellung eines Polymeren aus dem Produkt von
Abschnitt (a)  
50 g des Produktes von Abschnitt (a), 650 g sauerstofffreies destilliertes Wasser, 15 g Aceton und 5 g   C-,FIsCOONH;    wurden in   einem      Vierhalskoiben    (Rückflusskühler, Thermometer,   Tropftrichter    und Rührer, Kapazität 1 Liter) unter Rühren im Stickstoffstrom gründlich gemischt. Bei verminderter   Rührgeschwindig    keit wurde die Temperatur auf   40-550    C erhöht und eine wässrige Lösung aus 3 g Kaliumpersulfat in 50 g sauerstofffreiem Wasser zugetropft. Nach beendigter Zugabe wurde auf   62-70     C erwärmt und 5 std bei dieser Temperatur gerührt.



   Das so erhaltene Produkt war eine ausserordentlich stabile milchige Dispersion mit 6,3 Gew.% feinen Teilchen. Ein Teil der Dispersion wurde mit Methanol unter heftigem Rühren erhitzt, um ein weisses harzartiges, festes Material   auszufällen,    das einen über 500 C   linie    genden Erweichungspunkt besitzt und in einer Mischung aus 1   Volumteil    Aceton und 3   Volumteilen    TCFA löslich ist. Die Ergebnisse der IR-Analyse dieses Feststoffes waren ähnlich wie die des Monomeren, doch fehlte die Absorption für die ungesättigte Bindung.



   Zur Prüfung einer Verwendungsmöglichkeit wurde die Emulsion mit Wasser auf 1   Gew.%      Polymergehalt    verdünnt.   Baumwollpopeline    und Wolljersey wurden in die Dispersion getaucht und nach dem Herausnehmen bei 1000 C getrocknet. Zur Fertigstellung wurden die Proben 8 min auf 1300 C erhitzt. Das Material zeigte eine Wasserabstossung und einen etwas weicheren Griff.



  Tropfen aus flüssigem Paraffin, Maschinenöl und Tetrachloräthylen drangen nicht ein.



   Beispiel 11 (a) Herstellung von
EMI12.1     
    (CF3)CF(CF.))4J    und   cH2    =   CH(sCH2)80H    wurden nach Beispiel 1,   Abschnitt      (a)      umgesetzt,    wodurch der entsprechende   Halogenaikohol    entstand. Dieser wurde mit Kaliumacrylat in einer Mischung aus wasserfreiem    H(CF4Cff2OH    und   OH    = CHCH20H, in einem Gewichtsverhältnis von   70 : 30    und in Gegenwart von Hydrochinon 8 std unter Rückflusstemperatur umgesetzt.

  Das Produkt wurde nach der Arbeitsweise von Beispiel 8 aufgearbeitet,   wodurch      das    Zielprodukt als Destillat, Kp   127-1330 C/0,1-0,13      nun    Hg, erhalten wurde. Seine Identität wurde durch die oben   angege-    benen   Analyseverfahren    bestätigt.



  (b) Herstellung eines Polymeren   aus    dem   Produkt    von
Abschnitt (a)
Nach der Arbeitsweise von Beispiel 9 wurden 40 g des Produktes von (a) unter Bestrahlung (Gamma Strahlung) polymerisiert. Es wurden 830 g eines in Methanol unlöslichen Feststoffes erhalten, der einen Erweichungspunkt über 400 C und eine weisse Farbe zeigte. Die   IRAnalyse    lieferte fast identische Absorptionen wie das Monomere, ausser dass der   Absorptions-    wert bei 6,15 für den ungesättigten Anteil fehlte. Dieses Polymer ist in einer Lösung aus 3   Volumteilen    TCFA und 1 Volumteil Aceton   löslich.   



   Ein Gramm dieses Polymeren wurde in 10 ml der genannten Lösungsmittelmischung gelöst und in einer Druckflasche mit 5   mi    einer Acetonlösung von 0,19 g Tolylendiisocyanat versetzt. Dann wurde die Druckflasche geschlossen und mit einer Treibmittelmischung aus gleichen Gewichtsteilen Monofluortrichlormethan und Dichlordifluormethan in solchen Mengen beschickt, dass die fertige Aerosollösung 100 ml   ausmacht.    Die so erhaltene transparente Aerosollösung zeigte auch eine Woche nach ihrer Herstellung keine Veränderung.



   Die Lösung wurde auf   Kleidungsstücke    aus Baum   wollpopel'ine,    Wolljersey, Strichware aus Nylon aufgetragen und die   Kleidungsstücke    bei Raumtemperatur trocknen gelassen. Beim folgenden Bügeln war zunächst ein Geruch von Tolylendiisocyanat wahrzunehmen, dauerte je doch nicht an.



   Die so behandelten Kleidungsstücke zeigten Was   serabstossungswerte    nach dem Sprühtest von 100. Ihre   Ölabweisung    war derart, dass Tropfen aus n-Decan, n-Octan   und    Tetrachloräthylen nicht eindrangen.



   Nach dreimaligem Waschen bei 500 C mit einer wässrigen Lösung von 0,5   Gew.%'    neutralem Waschmittel   und    0,2   Gew.%    Waschsoda während 20 sek und   folgendem    Waschen mit Wasser wurden fast keine Änderungen der   Wasserabstol3ung    und   Öiabstossung    festgestellt.



   Beispiel 12 (a) Herstellung von
EMI12.2     

Nach der Arbeitsweise von Beispiel 2, Abschnitt  (a), wurden   F(CF2)7SOiBr    und Allylalkohol 4 std bei    135-1400    C unter Druck in Gegenwart einer Katalysatormischung aus tert.   Butylhydroperoxyd    und ditert.



  Butylperoxyd umgesetzt,   wodurch    der entsprechende Halogenalkohol   erhalten    wurde. Dieser wurde mit CH2 =   CHCH2COOK    bei   1 10-1200    C 6 std in   einer Mi-    schung aus 7 Gew.-Teilen   wasserfreiem      H(CF4)2cH2OH    und 3 Gew.-Teilen Isoamylalkohol in Gegenwart von Hydrochinon umgesetzt. Das Produkt wurde nach der Arbeitsweise von Beispiel 1 (b.l) aufgearbeitet, wodurch das Zielprodukt als Destillat, Kp   110-1120 C/   
1,5-1,7 mm Hg, erhalten wurde. Die Identität dieser Verbindung wurde durch die oben angegebenen Analysemethoden bestätigt.



  (b) Herstellung eines Polymeren des Produktes von (a)
80 g des Produktes von (a), 1 Liter sauerstofffreies destilliertes Wasser und 10 g Polyoxyäthylennonylphenyläther wurden in einen   Vierhalskolben    (2 Li   ter    Fassungsvermögen, Rückflusskühler, Thermometer, Tropftrichter und Rührer) gegeben und die Mischung unter Stickstoff bei Raumtemperatur gründlich   gerührt.   



  Nach vollständiger Verdrängung der Luft im Kolben durch Sauerstoff wurde eine Lösung von 6 g Ammo   niumpersulfat    in 200 g sauerstofffreiem destilliertem Wasser langsam zugetropft und das Ganze 5 std bei   60-700    C gerührt. Die Polymerisationsreaktion verlief   langsam    und führte zu einer weissen undurchsichtigen Dispersion ziemlich guter Stabilität, die 6,0 Gew.% eines weissen, festen Polymeren enthielt. Die oben   ange,gebe-    nen Analysemethoden bestätigten das Vorliegen des Homopolymeren.

 

   Die Dispersion wurde mit Wasser auf 1 Gew.%   Polymergehlalt    verdünnt.   Wolyersey    wurde in die verdünnte Dispersion getaucht, dann an der Luft getrocknet   und    zur Härtung des   Polymeren    3 min auf 1300 C erhitzt. Die Probe war   wasserabstossend    und zeigte eine ausgezeichnete   Öiabstossung.    Tropfen aus n-Decan drangen nicht ein.  



   Durch weitere Behandlung dieser Proben nach der Arbeitsweise von Beispiel 5 mit einem Hydrophobie   rungsm'ittel    ( Zelan AP ) blieb die   Ölabstossung    un   verändert,    während die   Wasserabstossung    erheblich   ver-      besser    wurde. Der Wasserabstossungswert nach dem oben   angegebenen    Sprühtest betrug 100. Durch   che    mische Reinigung des so behandelten Probenmaterials mit Trichloräthylen wurden die Eigenschaften nicht verschlechtert.



   Beispiel 13 (a) Herstellung von
EMI13.1     
    F(CF2)J    und CH2 =   OHCH2OH    wurden nach der Arbeitsweise von Beispiel 1 (a) in Gegenwart von ABN   zum    entsprechenden   Halogenalkohol    umgesetzt. Dieser wurde nach der Arbeitsweise von Beispiel 1 (b.1) bei 120-125  C 6 std in Isoamylalkohol   mit   
CH2 = CH(CH2)8COOK zum Zielprodukt umgesetzt, das als Destillat mit Kp   137-1400 C/0,03-0,04    mm Hg anfiel. Die Identität des Produktes wurde   durch    die   oben      angegebenen    Analysemethoden bestätigt.



  (b) Herstellung eines   Polymeren    aus dem Produkt    von.t(a)   
Das Produkt von (a) wurde nach   der    Arbeitsweise von Beispiel 3 zu einer stabilen Dispersion, die 6,6 Gew.% Polymer enthielt, in Emulsion polymerisiert.



   Zur Prüfung einer Verwendungsmöglichkeit dieses Materials wurde die Dispersion mit Wasser auf einen Polymergehalt von 1 Gew.% verdünnt. Nylonköper wurde in diese Dispersion getaucht, dann an der Luft getrocknet und 5 min lauf 1300 C erhitzt. Die so be- handelte Probe zeigte eine ausgezeichnete   Öiabstossung.   



  Tropfen aus n-Decan drangen nicht ein. Die Probe wurde dann zur Weiterbehandlung in eine 0,3 gew.% ige Toluollösung von   Telylendiisocyanat    getaucht und im Dampf bei 1000 C getrocknet. Nach 3 min Erhitzen auf 1500 C zeigte das Material eine ausgezeichnete   Wassierabstossung:    Bewertung 100 nach dem obigen Sprühtest. Die   Öiabstossung    blieb   unverändert.    Wasserund   Ölabstossung    blieben auch nach Waschen des Pro   benmateriais    mit einer 0,5   gew.% igen    wässrigen Lösung eines neutralen Waschmittels bei 500 C während 1 min unverändert.



   Beispiel 14  (a) Herstellung von
EMI13.2     

Durch Additionsreaktion nach der Arbeitsweise von
Beispiel 1, (a), wurde in Gegenwart von ABN aus    (CF3)2CF(CF2)iJ    und CH2 =   CH(CH2)20H    der entsprechende Halogenalkohol hergestellt. Dieser wurde bei   12001C    während 5 Stunden mit
CH2 =   CH(CH2)4COOK    in einer Mischung aus 8 Gewichtsteilen   H(C2F4)2cH2OH    und 2 Gewichtsteilen CH2 =   CH(CH2)20H    umgesetzt und das Produkt nach der Arbeitsweise von Beispiel 8 aufgearbeitet. Das   Zielprodukt    wurde als   Destillat,   
Kp   120-1230    C/0,1   nun    Hg, erhalten.



  (b) Herstellung eines Polymeren aus dem Produkt (a)
Das Produkt von (a) wurde nach der Arbeitsweise von Beispiel 3 in Emulsion zu   einer      Polymerdispersion    polymerisiert, die 6,5   Gew.%    Polymer enthielt. Diese Dispersion wurde mit Wasser auf 1   Gew.S    verdünnt und wie folgt auf ihre Verwendung geprüft: Ein Nylontuch wurde in die Dispersion getaucht, an der Luft getrocknet und 4 min auf 1500 C   erhitzt.    Die Probe war dann   wasserabstossend    und zeigte eine ausgezeichnete Ölabstossung. Tropfen aus n-Decan drangen nicht ein.



   PATENTANSPRUCH I
Verfahren   zur    Herstellung einer   Fiuorkohlenstoff-    verbindung der Formel
EMI13.3     
 worin Rf eine gerade oder verzweigte   Perfluoralkyi-    gruppe mit 3-21 C-Atomen, R ein Wasserstoffatom oder die Methylgruppe ist, n Null oder eine Zahl von 1-10 und m eine Zahl von 1 bis 10 bedeuten, dadurch gekennzeichnet, dass man ein   fiuoriertes    Halogenalkanol   derlFonmel       RfCH2CHX(CH2)mOH    (11) worin X ein Halogen   ausser    Fluor ist, mit einer ungesättigten Verbindung der Formel
CH2 = CR(CH2)nCOOM (III) worin M   ein    Alkalimetall oder Silber ist, umsetzt.



   UNTERANSPRÜCHE
1. Verfahren nach Patentanspruch I,   dadurch    gekennzeichnet, dass man eine Verbindung   der    Formel (I), in welcher R1 die Gruppe   F(CF2),    worin p eine Zahl von 3-21 ist und m gleich 1 und n gleich Null sind, herstellt.



   2.   Verfahren    nach Patentanspruch I, dadurch   ge-    kennzeichnet, dass man eine Verbindung der Formel (I), in welcher Rf   die    Gruppe   (CF3)2CF(CF.2)p,    worin   p    Null oder eine   ganze    Zahl von 1-18 ist und n Null bedeuten, herstellt.

 

      PATENTANSPRUCH II   
Verwendung von nach dem Verfahren gemäss Pa   tentanspruch    I   erhaltenen    Verbindungen der   Formel      (I)      zur    Herstellung von fluorhaltigen Homopolymeren oder Copolymeren mit sich wiederholenden Einheiten der Formel
EMI13.4     
 dadurch   gekennzeichnet,    dass man mindestens eine Fluorkohlenstoffverbindung   der    Formel (I) mit sich selbst oder mit einem anderen polymerisationsfähigen   Monomer,    das äthylenische Bindungen im Molekül aufweist, polymerisiert. 

**WARNUNG** Ende DESC Feld konnte Anfang CLMS uberlappen**.



   

Claims (1)

  1. **WARNUNG** Anfang CLMS Feld konnte Ende DESC uberlappen **.
    Durch weitere Behandlung dieser Proben nach der Arbeitsweise von Beispiel 5 mit einem Hydrophobie rungsm'ittel ( Zelan AP ) blieb die Ölabstossung un verändert, während die Wasserabstossung erheblich ver- besser wurde. Der Wasserabstossungswert nach dem oben angegebenen Sprühtest betrug 100. Durch che mische Reinigung des so behandelten Probenmaterials mit Trichloräthylen wurden die Eigenschaften nicht verschlechtert.
    Beispiel 13 (a) Herstellung von EMI13.1 F(CF2)J und CH2 = OHCH2OH wurden nach der Arbeitsweise von Beispiel 1 (a) in Gegenwart von ABN zum entsprechenden Halogenalkohol umgesetzt. Dieser wurde nach der Arbeitsweise von Beispiel 1 (b.1) bei 120-125 C 6 std in Isoamylalkohol mit CH2 = CH(CH2)8COOK zum Zielprodukt umgesetzt, das als Destillat mit Kp 137-1400 C/0,03-0,04 mm Hg anfiel. Die Identität des Produktes wurde durch die oben angegebenen Analysemethoden bestätigt.
    (b) Herstellung eines Polymeren aus dem Produkt von.t(a) Das Produkt von (a) wurde nach der Arbeitsweise von Beispiel 3 zu einer stabilen Dispersion, die 6,6 Gew.% Polymer enthielt, in Emulsion polymerisiert.
    Zur Prüfung einer Verwendungsmöglichkeit dieses Materials wurde die Dispersion mit Wasser auf einen Polymergehalt von 1 Gew.% verdünnt. Nylonköper wurde in diese Dispersion getaucht, dann an der Luft getrocknet und 5 min lauf 1300 C erhitzt. Die so be- handelte Probe zeigte eine ausgezeichnete Öiabstossung.
    Tropfen aus n-Decan drangen nicht ein. Die Probe wurde dann zur Weiterbehandlung in eine 0,3 gew.% ige Toluollösung von Telylendiisocyanat getaucht und im Dampf bei 1000 C getrocknet. Nach 3 min Erhitzen auf 1500 C zeigte das Material eine ausgezeichnete Wassierabstossung: Bewertung 100 nach dem obigen Sprühtest. Die Öiabstossung blieb unverändert. Wasserund Ölabstossung blieben auch nach Waschen des Pro benmateriais mit einer 0,5 gew.% igen wässrigen Lösung eines neutralen Waschmittels bei 500 C während 1 min unverändert.
    Beispiel 14 (a) Herstellung von EMI13.2 Durch Additionsreaktion nach der Arbeitsweise von Beispiel 1, (a), wurde in Gegenwart von ABN aus (CF3)2CF(CF2)iJ und CH2 = CH(CH2)20H der entsprechende Halogenalkohol hergestellt. Dieser wurde bei 12001C während 5 Stunden mit CH2 = CH(CH2)4COOK in einer Mischung aus 8 Gewichtsteilen H(C2F4)2cH2OH und 2 Gewichtsteilen CH2 = CH(CH2)20H umgesetzt und das Produkt nach der Arbeitsweise von Beispiel 8 aufgearbeitet. Das Zielprodukt wurde als Destillat, Kp 120-1230 C/0,1 nun Hg, erhalten.
    (b) Herstellung eines Polymeren aus dem Produkt (a) Das Produkt von (a) wurde nach der Arbeitsweise von Beispiel 3 in Emulsion zu einer Polymerdispersion polymerisiert, die 6,5 Gew.% Polymer enthielt. Diese Dispersion wurde mit Wasser auf 1 Gew.S verdünnt und wie folgt auf ihre Verwendung geprüft: Ein Nylontuch wurde in die Dispersion getaucht, an der Luft getrocknet und 4 min auf 1500 C erhitzt. Die Probe war dann wasserabstossend und zeigte eine ausgezeichnete Ölabstossung. Tropfen aus n-Decan drangen nicht ein.
    PATENTANSPRUCH I Verfahren zur Herstellung einer Fiuorkohlenstoff- verbindung der Formel EMI13.3 worin Rf eine gerade oder verzweigte Perfluoralkyi- gruppe mit 3-21 C-Atomen, R ein Wasserstoffatom oder die Methylgruppe ist, n Null oder eine Zahl von 1-10 und m eine Zahl von 1 bis 10 bedeuten, dadurch gekennzeichnet, dass man ein fiuoriertes Halogenalkanol derlFonmel RfCH2CHX(CH2)mOH (11) worin X ein Halogen ausser Fluor ist, mit einer ungesättigten Verbindung der Formel CH2 = CR(CH2)nCOOM (III) worin M ein Alkalimetall oder Silber ist, umsetzt.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Verbindung der Formel (I), in welcher R1 die Gruppe F(CF2), worin p eine Zahl von 3-21 ist und m gleich 1 und n gleich Null sind, herstellt.
    2. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge- kennzeichnet, dass man eine Verbindung der Formel (I), in welcher Rf die Gruppe (CF3)2CF(CF.2)p, worin p Null oder eine ganze Zahl von 1-18 ist und n Null bedeuten, herstellt.
    PATENTANSPRUCH II Verwendung von nach dem Verfahren gemäss Pa tentanspruch I erhaltenen Verbindungen der Formel (I) zur Herstellung von fluorhaltigen Homopolymeren oder Copolymeren mit sich wiederholenden Einheiten der Formel EMI13.4 dadurch gekennzeichnet, dass man mindestens eine Fluorkohlenstoffverbindung der Formel (I) mit sich selbst oder mit einem anderen polymerisationsfähigen Monomer, das äthylenische Bindungen im Molekül aufweist, polymerisiert.
    UNTERANSPRÜCHE
    3. Verwendung nach Patentanspruch II von nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch I oder einem der Unteransprüche 1 oder 2 hergestellten Verbindungen der Formel (I).
    4. Verwendung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass man die Polymerisation in Emulsion durchführt.
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