Gemeinschaftsantennenanlage für Fernsehsignale Das Hauptpatent betrifft eine Gemeinschaftsanten nenanlage für Fernsehsignale mit einer Gemeinschafts antenne und mindestens einem Leitungsverstärker, der einen ersten als Betriebsverstärker und einen zweiten als Reserveverstärker dienenden Verstärkerteil für die Fern sehsignale enthält, bei welcher Anlage der Leitungsver stärker eine Vergleichsschaltung enthält, die bei Aus fall des Betriebsverstärkers eine Spannung liefert, die einen elektrischen Schalter betätigt, dessen Umschaltung einerseits den Reserveverstärker und andererseits einen Alarmoszillator in Betrieb setzt, wobei der Alarmoszil lator ein das versagende Gerät kennzeichnendes periodi sches Signal liefert,
das über das für die Fernsehsignale dienende Kabel gleichzeitig mit diesen Signalen über tragen wird.
Im Hauptpatent wurde als weitere Ausbildung vor geschlagen, die Umschaltvorrichtung entweder mittels des Nutzsignals oder mittels eines von einem Generator (Pilotoszillator) gelieferten Vergleichssignals (Pilotsignal) fester Frequenz von der Zentralstelle aus wirksam wer den zu lassen. , Letztere Anordnung kann unter bestimmten Ver hältnissen Schwierigkeiten mit sich bringen. So muss z. B. ein von der Zentralstelle ausgesandtes Signal einen verhältnismässig hohen Pegel aufweisen, wodurch eine Intermodulation mit dem Nutzsignal auftreten kann. Ausserdem kann die Abschwächung der Pilotfrequenz bei der Übertragung über die Verbindungskabel von der des Nutzsignals verschieden sein, wodurch infolge einer unzulänglichen Spannung eine unzeitige Umschal tung verschiedener Leitungsverstärker der Anlage auf treten könnte.
Die vorliegende Erfindung bezweckt, diese Nach teile zu beseitigen.
Nach der Erfindung ist die Gemeinschaftsantennen anlage dadurch gekennzeichnet, dass ein einen Teil des Leitungsverstärkers bildender Pilotoszillator an den Ein gängen des ersten und zweiten Verstärkers angeschlos sen ist, und dass die Umschaltung des als elektronischer Schalter ausgebildeten elektrischen Schalters mittels ei- ner auf die Pilotfrequenz ansprechenden Gleichricht- schaltung bewirkt wird, die zwischen dem Ausgang des ersten Verstärkers und dem Eingang des elektroni schen Schalters angeordnet ist.
Die Anbringung des Pilotoszillators im Leitungsver stärker ermöglicht, mit einem hinreichend niedrigen Pe gel der Pilotfrequenz vorzugehen, um jede Gefahr einer Intermodulation zu vermeiden; ausserdem können die Frequenzen der unterschiedlichen Oszillatoren verschie den sein, so dass jeder Leitungsverstärker in bezog auf die Pilotsignale vollkommen unabhängig ist von dem weiteren Teil des Systems.
Die Erfindung wird an Hand beiliegender Zeichnung beispielsweise näher erläutert. Es zeigen: Fig. 1 ein Blockschaltbild eines Leitungsverstärkers der Anlage nach der Erfindung, Fig. 2 das Prinzipschaltbild der Arbeits- und Re serveverstärker und des elektronischen Schalters und der Gleichrichtschaltung, und Fig. 3 das Prinzipschaltbild des Pilotoszillators.
Nach Fig. 1, in der die Bezugszeichen des Haupt patentes verwendet werden, sind die Eingänge der Ar- beits- und Reserveverstärker 1 bzw. 4 verbunden mit dem gemeinsamen Eingang E, während die Ausgänge mit dem gemeinsamen Ausgang S verbunden sind.
Ein Pilotoszillator 106 ist mit dem Ausgang mit dem gemeinsamen Eingang E verbunden, während der Ausgang S über einen Gleichrichter 107 an die Steuer klemme eines bistabilen Schalters 3 angeschlossen ist.
Einer der Ausgänge des Schalters 3 steuert den Betrieb des Arbeitsverstärkers 1, während der andere Ausgang sowohl den Betrieb des Reserveverstärkers 4 als auch den des Alarmsignaloszillators 2 steuert, des sen Ausgangsspannung wieder dem Eingang E zuge führt wird.
Nach Fig.2 sind die Verstärker 1 und 4 sowie der bistabile Schalter 3 gleich denen des Hauptpatentes. Ein Gleichrichtkreis 107, dessen Eingang mit dem gemeinsamen Ausgang der Verstärker 1 und 4 ver bunden ist, enthält einen abgestimmten Eingangskreis, der durch eine Induktivität 110 parallel zu einem ver änderlichen Kondensator 109 und durch Kondensatoren 108 und 111 gebildet wird.
Ein npn-Typ Transistor 114 ist an der Basis durch eine Widerstandsbrücke 112, 113 zwischen Erde und + Vb vorgespannt, welche Basis im übrigen an den spannungsführenden Punkt des abgestimmten Eingangs kreises angeschlossen ist.
Der Emitter des Transistors 114 ist über einen Widerstand 115 geerdet, der durch einen Kondensator 117 entkoppelt ist, während der Kollektor mit +Vb über die Primärwicklung eines Transformators 116 ver bunden ist.
Die Sekundärwicklung des Transformators 116, die durch einen veränderlichen Kondensator 118 abge stimmt wird, ist mit einer Klemme an die Anode einer Diode 119 angeschlossen, während die andere, über einen Kondensator 21 gegen Erde entkoppelte Klemme an den Verbindungspunkt der Widerstände 123 und 124 angeschlossen ist, wodurch mit dem Widerstand 122 eine Kette zwischen +Vb und Erde gebildet wird. Die Kathode der Diode 119 ist sowohl mit der Ba sis eines Treibertransistors 48 des bistabilen Schalters 3 als auch mit dem Verbindungspunkt der Wider stände 122, 123 verbunden, welcher letztere durch den Kondensator 120 entkoppelt ist.
Nach Fig. 3 besteht der Pilotoszillator 106 aus einem Transistor 130 des npn-Typs, dessen Basis eine Wider standsbrücke 126, 127 vorgespannt wird, die durch einen Kondensator 129 entkoppelt ist.
Der Kollektor des Transistors 130 ist mit +Vb über eine Induktivität 132 in Reihe mit einem Wider stand 131 verbunden, während der Verbindungspunkt letzterer zwei Elemente mit der Basis des Transistors 130 über einen Kondensator 128 verbunden ist. Ein veränderlicher Abstimmkondensator 134 ist zwischen dem Kollektor und der Erde geschaltet. Der Emitter des Transistors 130 ist über einen Widerstand 133 ge erdet, während ein Rückkopplungskondensator 135 un mittelbar zwischen Emitter und Kollektor eingeschal tet ist.
Der Ausgang des Oszillators, der durch die Emitter verbindung des Transistors 130 gebildet wird, ist mit dem Eingang 125 der Arbeits- und Reserveverstärker (Fig. 2) über ein Impedanzanpassungsnetzwerk verbun den, das durch eine Induktivität 137 parallel zu einem veränderlichen Kondensator 138 und durch Reihenkon densatoren 136 und 139 gebildet wird.
Die Wirkungsweise der beschriebenen Vorrichtung lässt sich wie folgt erklären: Der Oszillator 106 in Basisschaltung ist an sich be kannt; die kapazitive Rückkopplung wird durch den Kondensator 135 erhalten und die Frequenz lässt sich durch den Kondensator 134 einstellen.
Der Ausgang des Oszillators, dessen Impedanz durch das LC-Netzwerk 137-136-138-139 erhöht wird, ist mit dem Eingang der doppelten Verstärkerstrecke ge koppelt, wobei nur eine Strecke normalerweise im Be trieb ist.
Der Gleichrichtkreis 107, der mit dem gemeinsa men Ausgang der zwei Strecken verbunden ist, ist am Eingangskreis LC 110-108-109-111 auf die Frequenz des Oszillators 106 abgestimmt. Das Signal, das vom Transistor 114 verstärkt und dann durch die Diode 109 gleichgerichtet wird, erzeugt an der Kathode der selben und somit an der Basis des Treibertransistors 48 eine positive Spannung. Unter .diesen Verhältnissen ist der Transistor 48 nicht leitend und ist der Um schalter in einem solchen Zustand, dass der Verstärker 1 mit Speisestrom versorgt wird.
Beim Versagen des Arbeitsverstärkers empfängt der Eingang des Gleichrichters kein Signal mehr und die durch die Diode 119 gleichgerichtete Spannung wird null. In diesem Augenblick wird die Basis des Transi stors 48 negativ gegenüber dem Emitter und lässt den Umschalter seinen Zustand ändern, wodurch der Re serveverstärker 4 und der Alarmsignaloszillator 2 mit Speisestrom versorgt werden.
Nach der Umschaltung bringt das Wiederauftreten des Signals am Eingang des Gleichrichters den Tran sistor 48 wieder in den gesperrten Zustand. Entspre chend dem Hauptpatent ist die Umschaltung des bista- bilen Schalters jedoch irreversibel, und nur eine zeit weilige Unterbrechung des über das koaxiale Kabel zugeführten Gleichstroms kann den Schalter in den Anfangszustand zurückführen.
Es sei bemerkt, dass die Anlage derart ausgebildet ist, dass ein etwaiges Ausfallen des Pilotoszillators auch die Umschaltung auf den Reserveverstärker und die Aussendung eines Alarmsignals hervorruft.