CH504945A - Filtereinrichtung für Kunststoffverarbeitungsmaschinen - Google Patents
Filtereinrichtung für KunststoffverarbeitungsmaschinenInfo
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Description
Filtereinrichtung für Kunststoffverarbeitungsmaschinen Die Erfindung betrifft eine Filtereinachtung für Kunststoffverarbeitungsmaschinen, insbesondere Extra- der oder Granuliermaschinen, und bezweckt die Schaffung einer Filtereinrichtung, die sich leicht und gründlich reinigen lässt, ohne Reinigungsarbeiten von Hand vornehmen zu müssen, wie sie in der Regel in den Fällen erforderlich sind, wenn zwei oder mehr Filtereinheiten vorgesehen sind, die wechselweise aus der Arbeitsstellung in eine Ruhe- oder Reinigungsstellung bewegt werden können, in der sie ausgebaut und gereinigt werden können. Die Erfindung sieht zu diesem Zweck bei einer Filtereinrichtung der genannten Art für Kunststoffver arbeitungsmaschinen mit zumindest zwei wahlweise aus einer Arbeitsstellung in eine Ruhe- oder Reinigungsstellung bringbaren Filtereinheiten vor, dass jede Fil- tereinheit aus ihrer Arbeitsstellung bei gleichzeitigem Einschalten einer anderen Filtereinheit an ihre Stelle in eine Reinit,mngsstelllung bringbar ist, in der sie bei umgekehrter Durchflussrichtung in Reihe mit der neu eingeschalteten Filtereinheit liegt und mit einer Reihe nigungs- bzw. Entleerungsleitung oder -öffnung in Verbindung steht. Hierbei können die Filtereinheiten in Durchlasskan äle eines Filterträgers eingesetzt sein, dessen Stellung gegenüber einem die Zuführungs-, Abführungs- und Reinigungsleitungen enthaltenen Filtereinrichtungsgehäuse änderbar ist, wobei die Durchlasskanäle in Verbindung mit den entsprechenden Leitungen kommen. Um seine Stellung in dem Gehäuse leicht ändern zu können, kann der Filterträger beispielsweise von einem in dem Filtereinrichtungsgehäuse drehbaren Einsatzstück oder einem darin verschiebbaren Ein satzsthck gebildet sein. Der Filterträger kann aber auch in dem Filtereinrichtungsgehäuse verschiebbar und au sserdem drehbar angeordnet sein. Die erforderlichen Verbindungen der Filtereinheiten mit den verschiedenen Leitungen kann man in vor teilhafter Weise durch in dem Filtereinrichtungsgehäuse vorgesehene, in den verschiedenen Stellungen des Fit- terträgers die Verbindung zwischen dessen DurcIiI#ass- kanälen und den Zuführungs-, Abführungs- und Reinigungsleitungen herstellende Verbindungskanäle vornehmen. Darüber hinaus kann man auf die Druckdifferenz wischen den beiden Seiten der in Arbeitsstellung befindlichen Filtereinheit ansprechende Schralteinrichtuni gen vorsehen, die bei Überschreiten eines ein gestell- ten Differenzdruckes eine Umschaltung der Filtere in- richtung und die Einschaltung einer gereinigten Filtereinheit auslösen. Die Erfindung lässt die mannigfachsten Ausführungsmöglichkeiten zu. In der Zeichnung sind zwei Ausführungsformen als Beispiele mit den zum Verständnis ¯wesentlichen Teilen dargestellt, und zwar zeigt: Fig. 1 die erste Ausführungsform mit einem drehbaren Filterträger im Schutz nach der Linie 1-1 der Fig. 2, Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie 2-2 der Fig. 1, Fig. 3 in etwas verringertem Massstab einen Schnitt entsprechend der Fig. 2 mit in der Stellung verändertem Filterträger, Fig. 4 ebenfalls in verringertem Massstab einen Schnitt etwa nach der Linie 4-4 der Fig. 1 in der gleichen Stellung des Filterträgers wie in Fig. 3, Fig. 5 eine zweite Ausführungsform mit einem verschiebbaren und drehbaren Filter träger im Schnitt etwa nach der Linie 5-5 der Fig. 6, Fig. 6 einen Schnitt nach der Linie 6-6 der Fig. 5, Fig. 7 die gleiche Ausführungsform im Grundriss und Fig. 8 und 9 schematisierte, der Fig. 5 und 6 entsprechende Darstellungen zur Veranschaulichung der Arbeitsweise. Bei der Ausführungsform nach Fig. 1 bis 4 ist in einem etwa zylindrischen Filtereinrichtungsgehäuse 11 ein im wesentlichen ebenfalls zylindrischer Filterträger 12 drehbar angeordnet. Das Gehäuse 11 ist mit einer Zuführungsleitung 13 und einer Ahführungsleitung 14 verbunden und besitzt in seinem Boden 111 eine Ent leerungs- bzw. Reinigungsöffnung 15. Der Filterträger 12 ist mit zwei sich kreuzenden Durchllasskanälen 16 und 17 versehen, deren Querschnitte sich von der Einlassseite zur Auslassseite hin verjüngen, um eine Anpassung an die Querschnitte der Zuführungsleitung 13 und Abführungsleitung 14 zu erzielen. An der Einlassseite jedes Durchlasskanals 16 bzw. 17 ist eine Fit- tereinheit 18 bzw. 19 angeordnet. In den Seitenwandungen des Gehäuses 11 sind schliesslich zwei Verbindungskanäle 20 und 21 angeordnet, ¯die von der Höhe der Durchlasskanäle 16, 17 bis auf die Höhe des Bodens 111 führen und dort in Verbindung mit an der Unterseite des Filterträgers angeordneten Kanälen 22 und 23 bringbar sind, die zu der Reinigungs öffnung 15 führen. In der Arbeitsstellung nach Fig. 1 und 2 ist das Filter 18 in den durch die Zuführungsleitung 13 heran- geführten Massestrom geschaltet, der nach seinem Durchtritt durch das Filter durch den Durchlasskanal 16 des Filterträgers 12 zu der Abführungsleitung geführt wird. Hat sich nun an dem Filter 18 so viel Schmutz angesammelt, dass eine Reinigung notwendig wird, wird der Filterträger 12 aus der Stellung nach Fig. 2 in die Stellung nach Fig. 3 und 4 gebracht. In dieser Stellung steht das saubere Filter 19 mit der Zuführungsleitung 13 in Verbindung, während das Fit- ter 18 vor dem Verbindungskanal 20 steht. Die durch Filter 19 in den Durchlasskanal 17 eintretende Masse wird, da die Leitung 14 gesperrt ist, auf das Filter 18 im Durchlasskanal 16 gelenkt und durchströint dieses in umgekehrter Richtung. Hierbei wird der angesammelte Schmutz in kurzer Zeit gelöst und mit der durchströmenden Masse über den Verbindungskanal 20, den Kanal 22 des Filterträgers und die Öffnung 15 nach aussen befördert. Sobald dies geschehen ist, kann der Filterträger aus der Reinigungsstellung in die Vollarbeitsstellung des Filters 19 gedreht werden, in der der Durchlasskanal 17 mit der Leitung 14 in Verbindung steht und der Kanal 20 gesperrt ist. Soll dann das Filter 19 gereinigt werden, wird es dem Verbindungskanal 21 gegenübergestellt, so dass die Kunststoffmasse durch das gereinigte Filter 18 und in umgekehrter Richtung durch das Filter 19 hindurch über die Kanäle 21 und 23 zur Reingigungsöffnung 15 fliessen kann, bevor dieser Filter 18 wieder voll in seine Arbeitsstellung gebracht wird. Bei der Ausführungsform nach Fig. 5 bis 9 wird das Gehäuse aus einem quaderförmigen Block 31 mit einer zylindrischen Öffnung gebildet, in die eine Hülse 32 starr eingesetzt ist, die also einen Teil des Gehäuses bildet. Die Unterteilung hat keine funktionellen, sondern fertigungstechnische Gründe. In diesem Gehäuse 31, 32 sitzt verschiebbar und um seine Achse drehbar ein Filterträger 33. In diesem Filterträger befinden sich wiederum zwei Durchiasskanäle 34 und 35 mit den zugehörigen Filtereinheiten 36 bzw. 37. Jeder dieser Durchlasskanäle 34 und 35 ist in Verbindung mit der Zuführungsleitung 38 und der Abführungsleitung 39 zu bringen. In der in Fig. 5, 6 und 7 dargestellten Stellung des Filterträgers strömt die Kunststoffmasse durch die Zuführungsleitung 38 und das in Aibeftsstellung befindliche Filter 36 im Durchlasskanal 34 zur Abführungsleitung 39. Ist die Filtereinheit 36 stark verschmutzt und reinigungsbedürftig, wird der Filterträger 33 in Fig. 5 entgegen dem Uhrzeigersinn um etwa 30 bis 45O verschwenkt, so dass die Auslassöffnungen der Durchlasskanäle 34 und 35 vor die die Verbin dungsleitung bildende Rinne 40 in der Hülse 32 zu liegen kommen, und darüber hinaus in axialer Rich tung so weit verschoben, bis der Durdilasskanal 35 mit dem Filter 37 in Verbindung mit der Zuführungs leitung 38 kommt. Der Durchlasskanal 34 kommt hier bei in Verbindung mit der Entleerungsleitung 41. Die durch die Leitung 38 einströmende Masse fliesst dann über das Filter 37 des Durchiasskanals 35 und die Ver bindungsleitung 40 in zur Arbeitsrichtung umgekehrter Richtung durch das Filter 36, löst dort den angesammel ten Schmutz und führt ihn durch die Leitung 41 nach aussen. Hiernach braucht nur noch eine Verschwenkung des Filterträgers 33 im Uhrzeigersinn vorgenommen zu werden, um das Filter 37 voll in Arbeitsstellung zu bringen. Zur Reinigung des Filters 37 spielen sich dann die geschilderten Vorgänge entsprechend bei um gekehrter Verschiebung des Filterträgers 33 ab, so dass der Durchlasskanal 35 mit dem zu reinigenden Filter 37 vor die Entleerungsleitung 42 gebracht wird. Der Durchfluss der Masse durch die Filtereinrichtung in die ser Stellung ist in Fig. 8 und 9 durch Pfeile verdeut licht.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCHFiltereinrichtung für Kunststoflverarbeitungsmaschi nen, insbesondere Extruder und Granuliermaschinen, mit zumindest zwei wahlweise aus einer Arbeitsstellung in eine Ruhe- oder Reinigungsstellung bringbaren Fil tereinheiten, dadurch gekennzeichnet dass jede Filtereinheit aus ihrer Arbeitsstellung bei gleichzeitigem Ein schalten einer anderen Filtereinheit an ihre Stelle in eine Reinigungsstellung bringbar ist, in der sie bei um gekehrter Durchflussrichtung in Reihe mit der neu ein geschalteten Filtereinheit liegt und mit einer Reinigungs- bzw. Entleerungsleitung oder -öffnung in Verbindung steht.UNTERANSPRÜCHE 1. Filtereinrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Filtereinheiten in Durchlasskanälen eines Filterträgers eingesetzt sind, dessen Stellung gegenüber einem die Zuführungs-, Abführungsund Reinigungsleitungen enthaltenden Filtereinrich tung & ehäuse änderbar ist, wobei die Durchlasskanäle in Verbindung mit den entsprechenden Leitungen kommen.2. Filtereinrichtung nach Patentanspruch oder Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Fit- terträger für die Filtereinheiten von einem in dem Fit- tereinrichtungsgehäuse drehbaren Einsatzstück gebildet ist.3. Filtereinrichtung nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Filterträger von einem in dem Filtereinrichtungsgehäuse verschiebbar angeordneten Einsatzstück gebildet ist.4. Filtereinrichtung nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Filterträger in dem Filterein richtungsgehäuse verschiebbar und drehbar angeordnet ist.5. Filtereinrichtung nach Unteranspruch 2, gekenn -zeichnet durch in dem Filtereinrichtungsgehäuse vorgesehene, in den verschiedenen Stellungen des Filterträgers die Verbindung zwischen dessen Durchlasskanälen und den Zuführungs-, Abführungs- und Reinigungsleitungen herstellende Verbindungskanäle.6. Filtereinrichtung nach Patentanspruch, gekennzeichnet durch auf die Druckdifferenz zwischen den beiden Seiten der in Arbeitsstellung befindlichen Fit tereinheit ansprechende Schalteinrichtungen, die bei Überschreften eines eingestellten Differenzdruckes eine Umschaltung der Filtereinrichtung und die Einschal- tung einer gereinigten Filtereinheit auslösen.
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