CH505397A - Vorrichtung zur selbsttätigen Scharfeinstellung des Objektivs einer Aufnahmekamera - Google Patents

Vorrichtung zur selbsttätigen Scharfeinstellung des Objektivs einer Aufnahmekamera

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CH505397A
CH505397A CH671470A CH671470A CH505397A CH 505397 A CH505397 A CH 505397A CH 671470 A CH671470 A CH 671470A CH 671470 A CH671470 A CH 671470A CH 505397 A CH505397 A CH 505397A
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Konrad Dipl Ing Franke
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Zeiss Ikon Ag
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    • G01SRADIO DIRECTION-FINDING; RADIO NAVIGATION; DETERMINING DISTANCE OR VELOCITY BY USE OF RADIO WAVES; LOCATING OR PRESENCE-DETECTING BY USE OF THE REFLECTION OR RERADIATION OF RADIO WAVES; ANALOGOUS ARRANGEMENTS USING OTHER WAVES
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    • G01S11/16Systems for determining distance or velocity not using reflection or reradiation using difference in transit time between electrical and acoustic signals
    • GPHYSICS
    • G02OPTICS
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    • G02B7/00Mountings, adjusting means, or light-tight connections, for optical elements
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    • G02B7/40Systems for automatic generation of focusing signals using time delay of the reflected waves, e.g. of ultrasonic waves

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Description


  Vorrichtung     zur    selbsttätigen     Scharfeinstellung    des Objektivs einer Aufnahmekamera    Es ist ein Verfahren bekannt, welches es gestattet,  das Objektiv einer Kamera auf einen durch den Sucher  der Kamera anzuvisierenden Punkt zu     fokussieren.    Die  ses Verfahren ist relativ aufwendig und hat auch vom  Prinzip her verschiedene Nachteile. So ist es z. B. nicht  für bewegte Objekte geeignet, da die Kamera dem sich  bewegenden Objekt exakt folgen müsste, was bei schnel  leren Vorgängen kaum möglich und auch wenig sinnvoll  erscheint.

   Ausserdem sind bei diesem Verfahren die  Grenzen der fotografischen Gestaltungsmöglichkeiten  sehr eng gezogen, denn das Objekt, auf das     fokussiert     werden soll,     muss    sich in der Mitte des Bildfeldes be  finden. Dieser zweite, entscheidende Nachteil liesse  sich nur mit einer aufwendigen manuellen Führung und  einer optischen Anzeige des jeweiligen Punktes, auf den  fokussiert wird, beheben. Der erste Nachteil ist aller  dings auch mit diesen Massnahmen nicht zu kompensie  ren.  



  Es     sind    eine Reihe von elektronisch arbeitenden  Verfahren seit längerer Zeit bekannt, mit deren Hilfe  Entfernungen gemessen werden (z. B. Radar). Diese  Verfahren lassen sich aber auf das hier zu lösende Pro  blem nicht anwenden, da sie für die geringe Entfernung,  auf die in der Fotografie     fokussiert    werden     muss,    nicht  geeignet sind. Als sinnvoller Bereich, in dem eine auto  matische     Fokussierung    funktionieren sollte, können 1  bis 12 m angenommen werden.  



  Diese bekannten elektronischen Verfahren beruhen  alle entweder auf Laufzeitmessung oder auf der Aus  nutzung von Interferenzerscheinungen oder es liegt ein  Peilverfahren vor. Das letzte scheidet von vornherein  aus, weil hier zumindest zwei     örtlich    getrennte Sonden  gemeinsam ein Objekt anpeilen müssen, d. h., dass     aus-          ser    der Kamera und einem Gerät, welches dem zu foto  grafierenden Objekt beigestellt wird, noch ein weiteres  Gerät vorhanden sein müsste. Das erstgenannte Ver  fahren lässt sich bei dem heutigen Stand der Technik  nur mit extrem hohem Aufwand lösen, da die Lauf  zeiten elektrischer Signale bei dem oben genannten Ent  fernungsbereich in der Grössenordnung von Nanose-    kunden liegen.

   Wollte man dass zweite Verfahren aus  nutzen, so stösst man auf folgende Schwierigkeit: Bei  Interferenzerscheinungen müssen die Wellenlängen der  interferierenden Wellen in der Grössenordnung der ge  wünschten Auflösung liegen. Das wäre in unserem Falle  ca. 5 cm, was einer Frequenz von 6 Gigahertz entspre  chen würde, die nur mit hohem Aufwand herzustellen  und elektronisch zu verarbeiten ist.  



  Es sind ferner ein Verfahren und eine Einrichtung  zur     Scharfeinstellung    von Kameraobjektiven bekannt,  welche sich dadurch kennzeichnen, dass vom Ort der  Kamera elektromagnetische oder akustische Wellen in  Richtung auf das Objekt ausgestrahlt und aus dem re  flektierten Anteil der Strahlung die Entfernung festge  stellt und nach dieser die selbsttätige Scharfeinstellung  des Objektivs vorgenommen wird. Dabei soll die Strah  lung des     Entfernungsmessers    so stark gebündelt werden,       dass    sie auf einzelne Teile des von der Kamera erfassten  Bildfeldes gerichtet werden kann.  



  Als elektromagnetische Strahlung sollen sichtbares  oder unsichtbares (infrarotes) Licht verwendet werden,  und es wird als Entfernungskriterium die     Grösse    des  Lichtflecks gemessen, den das Lichtbündel auf dem Ob  jekt erzeugt.  



  Zwecks Messung mit akustischen Wellen werden  Ultraschallwellen verwendet, die von einem Generator       sägezahnartig    so     moduliert    werden, dass die Frequenz  der Ultraschallwellen stetig anwächst und dann in kur  zer Zeit wieder auf den     Anfangswert        zurückfällt.    Durch  ein am     Kameraort    befindliches Mikrophon werden die  vom Objekt reflektierten Wellen aufgenommen, wobei  die     Frequenzdifferenz,    die die zurückkommenden Wel  len infolge ihrer Laufzeit gegenüber den gerade ausge  strahlten aufweisen, ein Mass für die Entfernung des  Objekts ist.  



  Bei jeder     Betriebsart    (Licht- oder Schallwellen)  steuern die aufgenommenen Wellen einen Verstärker,  der einen     Stellmagneten    oder     -motor    für das Kamera  objektiv betätigt.      Die Nachteile der Messung mit Lichtwellen sind fol  gende:  Die Messung beruht, wie oben dargelegt, darauf,  dass am Kameraort die Grösse des Lichtflecks ausge  wertet wird, den das ausgesandte parallelstrahlige oder  divergente Bündel auf dem Objekt erzeugt hat. Die zur  Bestimmung dieser Lichtfleckgrösse benötigte Appara  tur (besonderes Objektiv sowie Lochblenden) ist um  fangreich und mit einer viel zu grossen Trägheit be  haftet.  



  Die Nachteile der Messung mit Schallwellen beste  hen darin, dass die benötigte Apparatur aufwendig, um  ständlich und wegen des erforderlichen Frequenzver  gleichs als mit Unsicherheiten behaftet anzusehen ist.  Bei geringen Frequenzdifferenzen sowie bei Empfang  von mehrfach reflektierten Wellen müssen Fehleinstel  lungen unausbleiblich sein.  



  Beiden Betriebsarten ist der Mangel gemeinsam, dass  die Freizügigkeit in der Aufnahme praktisch aufgehoben  ist. Man ist darauf angewiesen, das von den Wellen be  aufschlagte Objekt in der Mitte des Gesichtsfeldes zu  halten. Ausserdem sind Fehleinstellungen bzw. Einstell  unfähigkeiten der Apparatur immer dann gegeben,  wenn, was kaum zu vermeiden ist, Wellen durch nicht  in der gewollten Objektentfernung, sondern näher und/  oder weiter entfernt liegende Gegenstände reflektiert  werden.  



  Im Hauptpatent ist nun ein Verfahren zur selbst  tätigen Scharfeinstellung des Objektivs einer Aufnah  mekamera beschrieben, das sich dadurch auszeichnet,  dass dem Aufnahmeobjekt ein Geber beigegeben wird,  dessen Signale von einem der Aufnahmekamera zuge  ordneten Empfänger aufgenommen und einer Verstell  einrichtung für die selbsttätige Scharfeinstellung des Ob  jektivs zugeführt werden. Dabei kann der Geber in be  stimmten Abständen elektromagnetische und Ultraschall  impulse abgeben und kann empfängerseitig aus den sich  infolge der unterschiedlichen Laufzeiten diese Impulse  mit der Objektentfernung ändernden zeitlichen Abstän  den zwischen den     verschiedenartigen    Impulsen die  Scharfeinstellung des Objektivs abgeleitet werden.  



  Dieses Verfahren, durch welches die wesentlichen  Nachteile der voraufgeführten bekannten Einrichtun  gen, wie mangelnde Freizügigkeit in der Aufnahme,  grosser baulicher oder energetischer Aufwand, Betriebs  unsicherheit, wie sie besonders beim Empfang von am  Objekt reflektierten Wellen auftritt, bereits vermieden  werden können, wird durch die im folgenden dargelegte  Vorrichtung gemäss der vorliegenden Erfindung vervoll  ständigt.  



  Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung nach  dem Patentanspruch II des Hauptpatentes, wobei der  Geber dazu eingerichtet ist, in vorbestimmten Abstän  den elektromagnetische Impulse abzugeben, und wobei  die Objektiv-Verstelleinrichtung dazu eingerichtet ist,  aus den sich infolge der unterschiedlichen Laufzeiten  dieser Impulse     mit    der Objektentfernung ändernden  zeitlichen Abständen zwischen den verschiedenartigen  Impulsen die Scharfeinstellung des Objektivs abzuleiten,  welche Vorrichtung dadurch gekennzeichnet     ist,    dass am  Kameraort eine Empfangssonde für die elektromagneti  sche Welle und eine Schallfeldsonde für das Schallfeld  vorgesehen sind, und dass eine elektronische Umschalt  einrichtung (z.

   B. bistabiler Multivibrator) vorhanden  ist, welche, durch die zuerst eintreffende elektromagne  tische Welle gesteuert, die Empfangssonde für die elek-    tromagnetischen Wellen abschaltet und die Schallfeld  sonde sowie ein Zeitglied einschaltet.  



  Vorzugsweise kann die elektronische Umschaltein  richtung durch die nachfolgend eintreffende Schallwelle  so gesteuert werden, dass diese die Empfangssonde für  die elektromagnetische Welle wieder einschaltet und das  Zeitglied abschaltet. Der aus der Laufzeitdifferenz der  Wellen ermittelte     Wert    kann dann in einen die Objektiv  verstellung bewirkenden     Regelwert    umgewandelt wer  den.  



  Um zu verhindern, dass eine die Witterungsabhän  gigkeit der     Schallgeschwindigkeit    berücksichtigende  Empfangseinrichtung durch die Aufnahme reflektierter  Schallwellen gestört und die     Entfernungs-Einstellein-          richtung    zu falschen Objektivstellungen gebracht wird,  können in einer bevorzugten Ausführungsform der Vor  richtung die empfangenen Schallwellen auf zwei Wegen  einem Regelverstärker/Speicher und über diesen einer  Triggerschaltung zugeleitet werden, von denen der eine  Weg Mittel enthält, die aus dem Eintreffzeitpunkt der  Schallwelle die Objektentfernung feststellen, und der an  dere Weg Mittel enthält, die die Amplitude des Schall  wellensignals feststellen. Die Mittel des die Entfernung  feststellenden Weges können dabei mit dem Zeitglied  (z. B.

   Kondensatoraufladeglied) verbunden sein, das  bei Eintreffen der elektromagnetischen Wellen angeschal  tet und bei Eintreffen der Schallwelle abgeschaltet wird,  und sie können einen Zwischenspeicher (z. B. einen  Feldeffekttransistor) enthalten, der die Aufgabe hat,  den Messwert über die Messintervalle aufrechtzuerhal  ten und die Messgrösse an den Regelverstärker/Speicher  weiterzuleiten. Ferner können in dieser Ausführungs  form die genannten Mittel des die Signalamplitude fest  stellenden Weges im wesentlichen aus einem durch die  elektromagnetische Welle eingeschalteten Transistor  schalter bestehen, an den der Regelverstärker/Speicher  ebenfalls mit seinem Eingang angeschaltet ist.

   Hierbei  kann durch den Regelverstärker/Speicher in Abhängig  keit von den eingegebenen, der Objektentfernung und  der Schallwellenamplitude entsprechenden Grössen, am  Trigger ein Ansprechspielraum mit einer Ansprechwelle  festgelegt werden, der lediglich Signale aus danach zu  erwartenden Entfernungsänderungen weiterzuleiten, re  flektierte Wellen dagegen auszuschliessen gestattet.  



  Als Geber kann vorzugsweise ein Sender verwendet  werden, der gleichzeitig elektromagnetische und     Schall-          wellenirnpulse    aussendet. Auf diese Weise kann mit dem  Eintreffen des elektromagnetischen Wellenimpulses dem  Empfänger mitgeteilt werden,     dass    im gleichen Augen  blick der Schallwellenimpuls zur Aussendung gelangt,  wobei dann lediglich die Zeit bis zum Eintreffen des  letzteren, z. B. in eine Spannungs- oder Stromgrösse um  gewandelt (z. B. Kondensatoraufladezeit), das Mass für  die Objektentfernung darstellt. Es braucht keine weitere  Zeit berücksichtigt zu werden, wie dies z. B. der Fall  wäre, wenn die beiden Wellenimpulse nacheinander zur  Aussendung gelangten.  



  Die     Impulsaussendung    kann dadurch verwirklicht  werden, dass am Sendeort eine gemeinsame Sonde oder  durch getrennte Sonden gleichzeitig kurze elektromagne  tische und     Schallwellenimpulse    mit ein Vielfaches der  Impulsdauer betragenden Unterbrechungszeiten ausge  sendet werden. Bei     Impulsaussendung    durch eine ge  meinsame Sonde kann diese vorteilhaft als     magneto-          striktiver    Schwinger ausgebildet werden.  



  Die Beigabe eines Gebers bzw. Senders zum auf  zunehmenden Objekt bedeutet in der Regel keinerlei      erschwerende Voraussetzung für die Aufnahme(n), da  ein derartiges     elektronisches    Gerät klein und leicht sein  kann und dann bei Film-, Fernseh- und Stehbildaufnah  men von dem als Objekt ausersehenen Mitwirkenden  unauffällig bzw. unsichtbar getragen werden kann. Der  von einem solchen Sender in der Regel überstrichene  Breitenbereich enthebt dabei der Notwendigkeit, das be  treffende Objekt in der Mitte des Gesichtsfeldes halten  zu müssen, wie es beim Bekannten der Fall ist. Das Ob  jekt kann vielmehr über     das    Gesichtsfeld der Aufnahme  hinwegwandem; eine automatische Objektivnachfüh  rung unter grosser Freizügigkeit der Aufnahme ist  also möglich.  



  Anhand der Zeichnung wird nachstehend ein Aus  führungsbeispiel der     erfindungsgemässen    Vorrichtung  näher erläutert. In der Zeichnung zeigen:  Fig. 1 schematisch ein Zusatzgerät, welches dem  Objekt, auf das fokussiert werden soll, beizufügen ist,  und  Fig. 2 ein Blockschema der notwendigen Bausteine  und Funktionsteile in einer Aufnahmekamera, wobei  Pfeile die Wirkrichtung der Signale angeben.  



  In der dargestellten Vorrichtung werden von einem  durch einen Impulsmustergeber IMG modulierten Sen  deoszillator OSZ, Fig. 1 kurze Impulse ausgesandt  (Dauer z. B. 2 msec). Diese Impulse werden vorzugs  weise von einer gemeinsamen Sonde SEMF + SSF oder  auch von zwei getrennten Sonden SEMF und SSF, siehe  gestrichelte Darstellung, in elektromagnetische Wellen  und Schallwellen umgewandelt. Die Frequenzen der  elektromagnetischen und Schallwellen sollen gleich sein,  und zwar knapp unter 10     kHz    (das hat den Vorteil,       dass    die ganze Anlage in Deutschland ohne Genehmi  gung der Bundespost betrieben werden kann, ausserdem  ist die Absorption der Schallwellen bei 10     kHz    noch  relativ gering).

   Von dem Sender werden also gleichzeitig  elektromagnetische und Schallwellen in Impulspaketen  ausgestrahlt.  



  Die Zeitdauer zwischen den 2 msec-Impulsen soll  ca. 50 msec betragen (dies wird später begründet). Wird  die Ausführungsform     mit    nur einer Sonde gewählt, so  kommt hierfür ein magnetostriktiver Schwinger in Fra  ge, der den Vorteil hat, sich relativ leicht realisieren zu  lassen, da er nur aus einer Spule mit Kern besteht, und  der mit einer niedrigeren Spannung auskommt, die ja in  dem Sender, da er batteriebetrieben sein wird, zur Ver  fügung steht.  



  Auf Grund der hohen Ausbreitungsgeschwindig  keit der elektromagnetischen Welle eilt diese der Schall  welle voraus und ist - bezogen auf die Laufzeiten  der Schallwelle - praktisch  sofort  an der Kamera.  Hier (Fig. 2) befinden sich zwei Empfangssonden. Von  der Sonde EMF, die auf das elektromagnetische Feld  reagiert, wird das Impulspaket     auf    einen Pufferverstär  ker PV1 geleitet, welcher wiederum auf einen Selektiv  verstärker     SV    arbeitet, der die Sendefrequenz ausfiltert.  Anschliessend wird diese in einem Gleichrichter G  gleichgerichtet und über eine Triggerschaltung TRG  als Eingangssignal für einen bistabilen Multivibrator  BMV benutzt.

   Bei diesem Vorgang wurde von der Vor  aussetzung ausgegangen, dass vorher der Ausgang A1  des bistabilen Multivibrators BMV den Pufferverstärker  PV1 eingeschaltet hatte. Wenn jetzt das Signal an  den Eingang des bistabilen Multivibrators BMV kommt,  so übt er seine Funktion aus, und der Pufferverstärker  PV2 wird über Ausgang A2 angeschaltet, PV1 dann  abgeschaltet und ein Transistorschalter TS2 eingeschal-    tet, so dass das Ausgangssignal des selektiven Verstär  kers SV jetzt auch auf einen Regelverstärker RV/SP  gelangt. Die Sonde SF für Schallwellen ist also über den  Pufferverstärker PV2 an den Selktivverstärker SV an  geschlossen. Gleichzeitig wird jetzt ein Zeitglied ZG ge  startet (z. B. Kondensatoraufladung). Dieser ganze Vor  gang erfolgt im Bruchteil einer msec.

   Je nach Entfer  nung des Senders von der Kamera wird die Laufzeit  der Schallwelle ca. 3-35 msec betragen.  



  Gelangt jetzt in dieser Zeitspanne die Schallwelle  an die betreffende Sonde SF, dann wird sie im Puffer  verstärker PV2 verstärkt, anschliessend selektiert, gleich  gerichtet und über die Triggerschaltung TRG wieder  dem Eingang des bistabilen Multivibrators BMV zu  geführt (die Funktion der Teile TS2, TRG und RV/  SP wird später erklärt). Der bistabile Multivibrator  BMV kippt wiederum um und schaltet die Schallfeld  sonde SF ab, so dass Schallwellen, die über den Um  weg einer Reflexion vom Sender zur Kamera gelangten,  sich nicht mehr auswirken können.  



  Gleichzeitig wird das Zeitglied ZG gestoppt, der  Transistorschalter TS2 wieder abgeschaltet und ein mo  nostabiler Multivibrator MMV eingeschaltet. Dieser  schaltet für eine kurze Zeit (unter 1 msec) einen Tran  sistorschalter TS1 durch, so dass auf Grund der Lauf  zeit der Schallwelle die im Zeitglied ZG vorhandene  Information in einen Zwischenspeicher ZSP gelangen  kann. Der Zwischenspeicher ZSP gibt seine Informa  tion an den Regelverstärker/Speicher RV/SP und an  eine Brückenschaltung BS weiter. Ist das Objektiv,  welches von einem Motor M angetrieben wird, nicht  auf die richtige Enrfernung fokussiert, so wird die     Brük-          kenschaltung    verstimmt, und der Motor dreht das Ob  jektiv so lange, bis die Sollage erreicht ist.

   Die jeweilige  Stellung des Objektivs wird der Brückenschaltung über  ein Potentiometer P, welches vom Motor M synchron  mit dem Objektiv verstellt wird, mitgeteilt. Wie bereits  oben erwähnt, ist durch das Wiederumkippen des Mul  tivibrators BMV jetzt die Sonde EMF für das elektro  magnetische Feld über den Pufferverstärker PV1 wieder  an den Selektivverstärker SV angeschlossen und ist für  den Empfang des     nächsten    Impulspaketes der von dem  Sender ausgestrahlten elektromagnetischen Welle bereit.  Damit ist der Kreislauf schon geschlossen, denn die ein  treffende elektromagnetische Welle schaltet wiederum  die Schallfeldsonde SF an den Selektivverstärker SV  und lässt das Zeitglied ZG starten.

   Nach Eintreffen der  Schallwelle wird wiederum umgeschaltet auf die Sonde       EMF,    das Zeitglied ZG gestoppt und der neu ermittelte  Wert über den Zwischenspeicher     ZSP    der Brücken  schaltung     BS    und dem     Regelverstärker/Speicher        RV/SP     mitgeteilt.  



  Nun zur Funktion der Teile     TS2,    RV und     TRG.     Bekannterweise ist die Ausbreitung von Schallwellen  stark witterungsabhängig, d. h. bei ungünstigen Verhält  nissen (z. B. Nebel) kann die Absorption um ein mehr  faches gegenüber derjenigen bei günstigen Bedingun  gen liegen. Um aber mit Sicherheit die Schallwelle des  Senders an der Kamera empfangen zu können, müsste  man den Pufferverstärker     PV,    und den     Selektivverstär-          ker    SV den ungünstigsten Verhältnissen entsprechend  auslegen.

   Das hätte folgendes Funktionsrisiko zur Folge:  Bei günstigen Umweltbedingungen könnte anstelle der  zuletzt ausgesandten Schallwelle eine Reflexion eines  zeitlich     davorliegenden        Impulsces    aufgefangen werden.  Das würde selbstverständlich zu einer Fehlmessung füh  ren. Dieses Versagen des Systems soll folgendermassen      ausgeschlossen werden: Kommt die erste vom Sender  ausgestrahlte Schallwelle an, so gelangt diese (wie oben  geschildert) über den Transistorschalter TS2 auch an  den Regelverstärker/Speicher RV/SP. Ausserdem erhält  dieser Baustein vom Zwischenspeicher ZSP auch die  Information über die gemessene Entfernung.

   Aus diesen  beiden Werten, nämlich dem durch den Schalter TS2  mitgeteilten Amplitudenwert und dem durch die Teile  ZG und ZSP festgestellten, aus der Kondensatorspan  nung an ZG z. B. ermittelten Entfernungswert, kann  der Regelverstärker RV einen     Wert    ermitteln, den er  über den Speicher SP der Triggerschaltung TRG mitteilt.  Dieser Wert entspricht (unter Berücksichtigung einer  gewissen Sicherheit) demjenigen Spannungswert, der  am Ausgang des Gleichrichters G vorhanden sein muss,  entweder bei maximaler Entfernung (12 m) oder bei  einer festzusetzenden prozentualen Änderung der er  sten gemessenen     Entfernung,    d. h. der Regelverstärker  setzt für den Trigger eine Schwelle fest, die abhängig  von der Stärke der empfangenen Schallwelle - also  auch von den Witterungsbedingungen - variiert wird.

    Mit anderen Worten, durch den Auftreffzeitpunkt der  Schallwelle im Vergleich zur elektromagnetischen Welle  wird durch die Kondensatoraufladezeit im Zeitglied ZG  eine der Objektentfernung     proportionale        Spannungs-          grösse    hergestellt, die sowohl dem Brückenkreis BS als  auch über den Zwischenspeicher ZSP dem Regelver  stärker RV/SP zugeleitet wird. Der Transistorschalter  TS2, durch die elektromagnetische Welle in Bereit  schaft gesetzt und durch die Schallwelle eingeschaltet,  teilt dem Regelverstärker/Speicher RV/SP die Signal  stärke der Schallwelle mit. Der Regelverstärker/Speicher  RV/SP stellt an der Triggerschaltung TRG einen An  sprechspielraum mit einer Ansprechschwelle für zu er  wartende, im Rahmen bleibende Entfernungsänderun  gen fest.

   Da nun die Zeit zwischen den Impulspaketen  ca. 50 msec betragen soll, müssen die Schallwellen, die  eine Laufzeit von 50 msec durchgemacht haben, in ihrer  Amplitude mehr abgesunken sein als der nächste Im  puls, der maximal 12 m zurückgelegt hat. Zwischen die  sen beiden Amplituden liegt jeweils die entsprechend  angepasste Schwelle des Triggers TRG, so dass reflek  tierte Wellen keinen Einfluss auf den bistabilen Multi  vibrator BMW ausüben     können    und somit keine Fehl  messung möglich ist. Dies ist ein entscheidender Punkt,  die Funktionssicherheit des gesamten Systems zu garan  tieren.

   Hinzu kommt, dass reflektierte Wellen, die infolge  ihrer längeren Laufzeit in die Wirkzwischenzeiten von  50 msec hineinfallen, in denen kein Empfang stattfin  det, sowieso nicht berücksichtigt werden und auf diese  Weise die Arbeit der Einstelleinrichtung nicht stören  können.  



  Aus den obigen Erläuterungen geht das Prinzip des  Systems     hervor:    Mit der elektromagnetischen Welle wird  die Kamera mit dem Sender synchronisiert, d. h. diese  Welle gibt der Kamera die Information: Jetzt wird eine  Schallwelle ausgesandt, so dass die Kamera zu diesem  Zeitpunkt mit der Zeitmessung beginnt. Der übrige Vor  gang ist eine einfache Laufzeitmessung. Günstig er  scheint bei dem hier gezeigten System, dass der im Sen  der notwendige Aufwand sehr gering ist, was der For  derung nach kleinem Volumen entgegenkommt.  



  Selbstverständlich lassen sich Bausteine und     -grup-          pen    des hier vorgeschlagenen Systems modifizieren.  Z. B. könnte man zwei Selektivverstärker verwenden,  dadurch würden einige     Transistorschalter    wegfallen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Vorrichtung nach dem Patentanspruch II des Haupt patentes, wobei der Geber dazu eingerichtet ist, in vor bestimmten Abständen elektromagnetische und Ul traschallimpulse abzugeben, und wobei die Objektiv- Verstelleinrichtung dazu eingerichtet ist, aus den sich infolge der unterschiedlichen Laufzeiten dieser Impulse mit der Objektentfernung ändernden zeitlichen Abstän den zwischen den verschiedenartigen Impulsen die Scharfeinstellung des Objektivs abzuleiten, dadurch ge kennzeichnet, dass am Kameraort eine Empfangssonde (EMF) für die elektromagnetische Welle und eine Schall feldsonde (SF) für das Schallfeld vorgesehen sind, und dass eine elektronische Umschalteinrichtung (BMV) vorhanden ist, welche,
    durch die zuerst eintreffende elektromagnetische Welle gesteuert, die Empfangssonde (EMF) abschaltet und die Schallfeldsonde (SF) so wie ein Zeitglied (ZG) einschaltet. UNTERANSPRÜCHE 1. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die elektronische Umschalteinrich tung (BMV) dazu eingerichtet ist, durch die nachfol gend eintreffende Schallwelle so gesteuert zu werden, dass diese die Empfangssonde (EMF) für die elektro magnetische Welle wieder einschaltet und das Zeitglied (ZG) abschaltet, und dass Mittel (MMV, TS2, ZSP) zum Umwandeln des aus der Laufzeitdifferenz der Wellen ermittelten Wertes in einen die Objektivverstel lung bewirkenden Regelwert vorhanden sind. 2.
    Vorrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass die empfangenen Schallwellen auf zwei Wegen einem Regelverstärker/Speicher (RV/SP) und über diesen einer Triggerschaltung (TRG) zugelei tet werden, von denen der eine Weg Mittel (MMV, TS1, ZSP) enthält, um aus dem Eintreffzeitpunkt der Schall welle die Objektentfernung festzustellen, und der andere Weg Mittel (TS2) enthält, um die Amplitude des Schall wellensignals festzustellen. 3. Vorrichtung nach Unteranspruch 2, dadurch ge kennzeichnet, dass die Mittel (MMV, TS1, ZSP) des die Entfernung feststellenden Weges mit dem Zeitglied (ZG), z. B. einem Kondensatoraufladeglied, verbunden sind, das bei Eintreffen der elektromagnetischen Welle angeschaltet und bei Eintreffen der Schallwelle abge schaltet wird, und einen Zwischenspeicher (ZSP), z. B.
    einen Feldeffekttransistor, enthalten, der die Messgrösse an den Regelverstärker/Speicher (RV/SP) weiterleitet. 4. Vorrichtung nach Unteranspruch 3, dadurch ge kennzeichnet, dass die Mittel (TS2) des die Signalampli tude feststellenden Weges aus einem Transistorschalter bestehen, an den der Regelverstärker/Speicher (RV/ SP) ebenfalls mit seinem Eingang angeschaltet ist. 5.
    Vorrichtung nach Unteranspruch 4, dadurch ge kennzeichnet, dass der Regelverstärker/Speicher (RV/ SP) dazu eingerichtet ist, in Abhängigkeit von den ein gegebenen, der Objektentfernung und der Schallwellen amplitude entsprechenden Grössen, an der Triggerschal- tung (TRG) einen Ansprechspielraum mit einer Ansprechschwelle festzulegen, der lediglich Signale aus danach zu erwartenden Entfernungsänderungen weiter zuleiten, reflektierte Wellen dagegen auszuschliessen ge stattet. 6.
    Vorrichtung nach Patentanspruch oder einem der vorhergehenden Unteransprüche, dadurch gekennzeich net, dass der Geber dazu eingerichtet ist, gleichzeitig elektromagnetische und Schallwellenimpulse auszusen den. 7. Vorrichtung nach Unteranspruch 6, dadurch ge kennzeichnet, dass der Geber dazu eingerichtet ist, am Sendeort durch eine gemeinsame Sonde oder durch ge- trennte Sonden gleichzeitig kurze elektromagnetische und Schallimpulse mit ein Vielfaches der Impulsdauer betragenden Unterbrechungszeiten auszusenden. B.
    Vorrichtung nach Unteranspruch 7, dadurch ge kennzeichnet, dass der Geber eine als magnetostriktiver Schwinger ausgebildete gemeinsame Sonde für die Aus- sendung der elektromagnetischen und der Schallimpul se aufweist.
CH671470A 1969-06-28 1970-05-05 Vorrichtung zur selbsttätigen Scharfeinstellung des Objektivs einer Aufnahmekamera CH505397A (de)

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DE19691932969 DE1932969A1 (de) 1969-06-28 1969-06-28 Einrichtung zur automatischen Entfernungseinstellung von Kamera-Objektiven
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