CH505872A - Durch Wärme rückverformbarer Gegenstand und Verfahren zu dessen Herstellung - Google Patents

Durch Wärme rückverformbarer Gegenstand und Verfahren zu dessen Herstellung

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CH505872A
CH505872A CH693269A CH693269A CH505872A CH 505872 A CH505872 A CH 505872A CH 693269 A CH693269 A CH 693269A CH 693269 A CH693269 A CH 693269A CH 505872 A CH505872 A CH 505872A
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CH
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heat
heat transfer
transfer screen
layer
exothermic reaction
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CH693269A
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Samuel Deal Robert
Hill Evans Joseph
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Raychem Corp
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16LPIPES; JOINTS OR FITTINGS FOR PIPES; SUPPORTS FOR PIPES, CABLES OR PROTECTIVE TUBING; MEANS FOR THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16L59/00Thermal insulation in general
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29BPREPARATION OR PRETREATMENT OF THE MATERIAL TO BE SHAPED; MAKING GRANULES OR PREFORMS; RECOVERY OF PLASTICS OR OTHER CONSTITUENTS OF WASTE MATERIAL CONTAINING PLASTICS
    • B29B13/00Conditioning or physical treatment of the material to be shaped
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29CSHAPING OR JOINING OF PLASTICS; SHAPING OF MATERIAL IN A PLASTIC STATE, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; AFTER-TREATMENT OF THE SHAPED PRODUCTS, e.g. REPAIRING
    • B29C61/00Shaping by liberation of internal stresses; Making preforms having internal stresses; Apparatus therefor
    • B29C61/06Making preforms having internal stresses, e.g. plastic memory
    • B29C61/0608Making preforms having internal stresses, e.g. plastic memory characterised by the configuration or structure of the preforms
    • B29C61/0625Preforms comprising incorporated or associated heating means

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Description


  Durch Wärme     rückverformbarer    Gegenstand und Verfahren zu dessen Herstellung    Gegenstand des Hauptpatentes ist ein durch Wärme  rückverformbarer Gegenstand, welcher dadurch ge  kennzeichnet ist,     dass    er eine eigene Wärmequelle auf  weist, die in der Lage ist, die Temperatur des Gegen  standes soweit zu erhöhen, dass er sich rückverformt,  jedoch nicht ausreicht, um ihn zu beschädigen.  



       Als    Wärmequelle finden dabei vorzugsweise pyro  technische Materialien     Verwendung,    welche auf die  Oberfläche des rückverformbaren Gegenstandes aufge  bracht sind. Die Verwendung solcher pyrotechnischer  Materialien als Wärmequelle für den genannten Zweck  ist auch in der USA-Patentschrift Nr. 3 315 986.  



  Der hauptsächlichste Nachteil solcher Überzüge aus  pyrotechnischem Material ist der, dass im Brennsatz in  folge ungleichmässigen Abbrennens überhitzte Stellen  vorkommen     können.        Diese    überhitzten Stellen ergeben  öfters Anbrennungserscheinungen an dem durch Wärme       rückverformbaren        Material,        die        zur        Lochbildung        führen     können.

   Ein weiterer Nachteil der pyrotechnischen  Überzüge besteht darin, dass sie teilweise zu schnell ab  brennen, um die Wärme während der gesamten benötig  ten Zeitdauer aufrecht zu erhalten, oder dass sie zu  langsam abbrennen und die Wärmeanwendung und  somit die Rückverformung in verschiedenen Teilen des  rückverformungsfähigen Gegenstandes ungleichmässig  ausfällt.  



  Zweck der vorliegenden Erfindung ist die Beseiti  gung dieser Nachteile.  



  Gegenstand der Erfindung ist demnach:  I. Ein durch Wärme     rückverformbarer        Gegenstand     nach Patentanspruch I des Hauptpatentes, welches  dadurch gekennzeichnet ist, dass die Wärmequelle aus  einem wärmeleitenden Wärmeübertragungsschirm be  steht, dessen exponierte Oberfläche in Berührung mit  dem durch Wärme rückverformbaren Gegenstand steht  oder sich in dessen unmittelbarer Nähe befindet, und  dessen     rückseitige    Oberfläche mit wenigstens einer  Schicht eines Materials, welches zu exothermer Reak  tion befähigt ist, versehen ist;    II.

   Ein Verfahren zur Herstellung eines     erfindungs-          gemässen        rückverformbaren    Gegenstandes, welches  dadurch gekennzeichnet ist, dass man die exponierte  Oberfläche eines wärmeleitenden Wärmeübertragungs  schirmes, dessen rückseitige Oberfläche mit wenigstens  einer Schicht eines Materials, welches zu exothermer  Reaktion befähigt ist, versehen ist, in Berührung mit  dem durch Wärme rückverformbaren Gegenstand oder  in dessen unmittelbare Nähe bringt.  



  Der Wärmeübertragungsschirm ist vorzugsweise an  seiner rückseitigen Oberfläche, die beim Gebrauch vom  Gegenstand abgewandt ist, mit einer ersten Schicht  eines Materials, welches zu einer schnellverlaufenden  exothermen Reaktion befähigt ist, und einer zweiten  Schicht eines Materials, welches zu einer langsam ver  laufenden exothermen Reaktion befähigt ist, versehen.  



  Die erfindungsgemässen durch Wärme rückverform  baren Gegenstände, die mit der beschriebenen Wärme  quelle versehen sind, können Gegenstände und Form  stücke jeder Gestalt und jeden Verwendungszweckes  sein, sofern sie aus durch Wärme rückverformbarem  Material hergestellt sind. Insbesondere können sie     rohr-          förmige    bzw. hohlzylinderartige Gestalt aufweisen.  Diese Bezeichnung umfasst jedes Gebilde, das über ein  anderes Objekt gestülpt oder gezogen werden kann und  einen     runden,        viereckigen    oder andern Querschnitt be  sitzt. Im weiteren kann der Gegenstand konisch oder  mit variierendem Querschnitt ausgebildet sein und eines  oder mehrere geschlossene Enden aufweisen.

   Es kann  auch eine ein- oder mehrfache Rohrverzweigung dar  stellen. Ausser den genannten Formen kann der durch  Wärme rückverformbare Gegenstand die Form eines  Streifens, einer Folie, eines Blattes, eines Zapfens oder  Pflockes besitzen. Der durch Wärme rückverformbare  Gegenstand ist entweder schrumpfbar, indem er sich auf  einem Objekt, über das er gestülpt worden ist, zusam  menzieht, oder er ist     expandierbar,    indem er ein Loch  ausfüllt, in das er vor der Rückverformung eingesetzt  worden ist. Im weiteren kann der     rückverformungsfä-          hige        Gegenstand    eine Feder darstellen, wie dies in der      USA-Patentschrift Nr. 3 396 460 beschrieben ist.

   Er  kann auch Einschlüsse, wie Lot, Mastik oder Fett ent  halten, wie dies in den USA-Patentschriften  Nr. 3 243 211, 3 297 819 und 3 415 287 beschrieben  ist. Des weitem kann der     rückverformbare    Gegenstand  eine Kombination eines expandierenden und eines  schrumpfenden Gebildes sein. Wie aus dieser Darstel  lung hervorgeht, ist es möglich, jede     Art    durch Wärme  rückverformbarer Gegenstände mittels der beschriebe  nen Heizvorrichtung rückzuformen.  



  Jegliches Material, welchem die Fähigkeit verliehen  werden kann, sich durch Wärme rückzuverformen,  kann für die Herstellung des genannten Gegenstandes  verwendet werden. Ein gebräuchliches Ausgangsmate  rial zur Herstellung solcher Formteile ist ein polymerer  Kunststoff, der die Eigenschaft des elastischen oder pla  stischen Gedächtnisses besitzt.

   Beispielsweise eignen  sich die folgenden vemetzbaren Materialien: Polyäthy  len; Polyäthylencopolymere, wie solche aus Äthylen und  Vinylacetat oder aus Äthylen und Äthylacrylat;     Polyvi-          nylhalogenide,    wie Polyvinylchlorid;     Polyvinylidenhalo-          genide,    wie Polyvinylidenfluorid; Polyacrylate; Poly  amide, wie Nylon; Polyester; Polyurethane und     Iono-          mere.     



  Der wärmeleitende Wärmeübertragungsschirm der  beschriebenen Wärmequelle schützt die Oberfläche des  rückverformungsfähigen Materials in der Umgebung  der Wärmequelle. Er verhindert auch die übermässige  Wärmekonzentration auf kleiner Fläche, selbst bei der  Bildung von Überhitzungsstellen in der oder den Schich  ten des pyrotechnischen Belages. Zum Beispiel können  im pyrotechnischen Material Funken entstehen, welche  die Tendenz haben, in das rückverformungsfähige  Material Löcher zu brennen, wenn kein Wärmeübertra  gungsschirm vorhanden ist.

   Im weiteren kann der Wär  meübertragungsschirm in bestimmten Fällen die Funk  tion haben, die durch die pyrotechnische Reaktion ent  standene Wärme über die ganze Oberfläche des     rück-          verformungsfähigen    Gegenstandes zu verteilen und  somit ein gleichmässiges Eindringen der Wärme     zu    ge  währleisten.    Bei einer Ausführungsform des Erfindungsgegen  standes besitzt der Wärmeübertragungsschirm dieselbe  Gestalt wie der rückverformungsfähige Gegenstand, mit  welchem er     kombiniert    ist.

   Beispielsweise besitzt ein  Wärmeübertragungsschirm, welcher zum Aufbringen  auf ein schrumpfbares Rohr bestimmt ist, einen inneren  Durchmesser, welcher wenig grösser ist als der äussere  Rohrdurchmesser, so dass der Schirm sich eng von aus  sen an das Rohr anschmiegt. Der Schirm muss nicht ge  nau passen, aber es ist notwendig, dass der Schirm ge  nügend dicht     anschliesst,    so dass der     Luftspalt    zwi  schen dem Schirm und dem Gegenstand den letzteren  nicht von der durch die Wärmequelle erzeugten Wärme       isoliert.    Es versteht sich von selbst, dass es wichtig ist,  den Wärmeübertragungsschirm so auf dem Gegenstand  zu befestigen, dass es über die gesamte Oberfläche den  selben Abstand gegenüber dem durch Wärme verform  baren Gegenstand besitzt,

   und der innere Durchmesser  des Wärmeübertragungsschirmes darf nicht soviel     grös-          ser    sein als der äussere Durchmesser des Gegenstandes,  dass es vorkommen kann, dass der Wärmeübertra  gungsschirm an einem Punkt den Gegenstand berührt  und an einem anderen Punkt einen solchen Abstand be  sitzt, dass eine Wärmeübertragung verunmöglicht wird.  Allgemein wird bevorzugt, dass der Wärmeübertra-    gungsschirm nur gerade um soviel grösser ist, dass er  eben noch leicht plaziert werden kann.  



  Der Wärmeübertragungsschirm kann beispielsweise  auch als Band oder Blatt ausgebildet sein und auf den  rückverformungsfähigen Gegenstand aufgepresst oder  darumherum gewickelt werden. Das Band kann, hierbei  die Form eines langen Rechteckes aufweisen oder für  die helixartige Bedeckung eines Rohres spiralig ausge  bildet sein. Wenn der Wärmeübertragungsschirm in  Form eines Bandes auf den rückverformungsfähigen  Gegenstand aufgebracht wird kann dies in jeder ge  wünschten     Art,    beispielsweise auch spiralig erfolgen.  



  Der Wärmeübertragungsschirm kann aus jedem ge  eigneten Material bestehen, welches den rückverfor  mungsfähigen Gegenstand vor zu heissen Teilen der  wärmeerzeugenden Masse der Wärmequelle schützt,  jedoch die     Wärmeübertragung    nicht     behindert.    Geeig  nete Materialien zur Herstellung des Wärmeübertra  gungsschirmes sind beispielsweise Folien aus Alumi  nium, Kupfer, Bronze sowie aus     Beryllium-Kupfer-          Legierungen.    Weiter kann der Wärmeübertragungs  schirm durch Aufbringen einer Flüssigmasse entweder  auf die äussere Oberfläche des rückverformungsfähigen  Gegenstandes oder auf die innere Oberfläche der Wär  mequelle mit anschliessender Trocknung oder Verfesti  gung gebildet werden.

   Solche Flüssigmassen können  beispielsweise Metallsprays oder wärmeresistente Far  ben sein. Die Farbanstriche können wärmeleitendes  Material enthalten; in gewissen Fällen genügt es jedoch,  wenn der Wärmeübertragungsschirm Infrarotstrahlung  durchlässt. Der Wärmeübertragungsschirm kann auch  so ausgebildet sein, dass er schmilzt, oder sich zersetzt,  nachdem er seine Schutzfunktionen erfüllt hat.  



  Beispielsweise kann der Wärmeübertragungsschirm  aus temperaturbeständigen Polymeren, wie Polyamiden,  Keramik, metallgefüllter Keramik oder     Glasfasergewir-          ken    oder -geweben bestehen.  



  Der Wärmeübertragungsschirm muss nicht durchge  hend aus wärmeleitendem Material bestehen, nämlich  dann nicht, wenn Teile des wärmerückverformbaren  Gegenstandes nicht     rückverformt    bzw. nicht der Wär  meeinwirkung ausgesetzt werden sollen.  



  Die eine Seite des Wärmeübertragungsschirmes ist  bedeckt mit einem wärmeerzeugenden Material, das zu       exothermer    Reaktion befähigt ist. Beispiele solcher wär  meerzeugenden Mischungen sind erwähnt in der     USA-          Patentschrift    Nr. 3 315 986 sowie im Hauptpatent. Das  Abbrennen bzw. die Wärmeerzeugung sollte so schnell  verlaufen, dass wenn ein Teil des Materials gezündet ist,  die Zündung     sofort    auf das restliche Material übergreift.

    Die rasche     Wärmeverteilung    gewährleistet eine     gleich-          mässige        Wärmeanwendung    während der Rückverfor  mung des Gegenstandes sowie eine nicht zu lange Zeit  dauer des Vorganges. Im weiteren sollte die Wärmeein  wirkung     während    einer Zeitspanne hinhalten, die ge  nügt, um den Gegenstand vollständig     rückzuverformen.     Diese Bedingung kann     erfüllt    werden, indem zwei oder  mehr Schichten eines wärmeerzeugenden Materials ver  wendet werden.

   Im Falle von zwei Schichten ist es       zweckmässig,    wenn die eine Schicht die Wärme sehr  rasch entwickelt und verbreitet, während bei der zwei  ten Schicht dies langsam     erfolgt.     



  Bei der Verwendung einer Wärmequelle mit zwei  fach beschichtetem     Wärmeübertragungsschirm    verteilt  sich die Wärme, die in einem Teil der Wärmequelle ent  wickelt worden ist, über die ganze Schicht, so dass sich  die Wärme     innert    kurzer Zeit auf den rückverformungs-      fähigen Gegenstand überträgt. In dem Masse wie sich  die Wärmeentwicklung in der schnell brennenden  Schicht ausbreitet, wird auch die benachbarte langsam  brennende Schicht gezündet, die dann während einer  Zeitspanne, die genügend lang ist um die Rückverfor  mung des Gegenstandes zu bewirken, Wärme liefert.  Die Zündung der ganzen Wärmequelle sollte innerhalb  kurzer Zeit, vorzugsweise in weniger als einer Minute  erfolgen.

   Die Zündungsdauer ist nicht ausschlaggebend,  da die     Wärmequelle,        beispielsweise        mit        einem    Zünd  holz, an mehreren Stellen gezündet werden kann.  



  Die schnellbrennende Schicht soll so beschaffen  sein, dass sie mit einer Flamme gezündet werden kann,  oder dass sie mittelst Wasser oder einer chemischen  Substanz zur exothermen Reaktion gebracht werden  kann. Im Falle eines brennbaren oder pyrotechnischen  Materials wird vorzugsweise ein Fasermaterial, wie Cel  lulose, Reyon oder ein anderes brennbares Hochpoly  meres, verwendet. Es wurde gefunden, dass Papiertü  chermaterial, welches mit Kaliumnitrat imprägniert  worden ist, sich sehr gut eignet. Wenn die     Durch-          schnittsgrösse    der Fasern gering ist und ein Material mit  geringer Dichte Verwendung findet, lässt sich die  Brenngeschwindigkeit erhöhen.

   Ein solches Fasermate  rial mit grosser freier Oberfläche wirkt einerseits als  Zünder und als Wärmelieferant, anderseits als Zündver  teiler bei der Ausbreitung der Zündung im pyrotechni  schen Material. Das     Fasermaterial    kann durch Tau  chen, Besprühen oder Bestreichen imprägniert werden.  Normalerweise besteht die Imprägnation aus Oxyda  tionsmitteln, wie Nitraten, insbesondere Natrium-,  Kalium-, Bor- und Strontiumnitrat; Chloraten;     Perchlora-          ten;    Magnesiumoxyd, sowie schiesspulverähnlicher  Agenzien.  



  Die langsambrennende Schicht besteht aus ähn  lichen Materialien wie die schnell brennende Schicht.  Eine wirksame langsam brennende Schicht ist beispiels  weise ein Baumwolle enthaltendes, mit Kaliumnitrat  imprägniertes Tuch. Eine Verminderung der     Brennge-          schwindigkeit    lässt sich durch Einarbeiten von Füllstof  fen oder Dephlegmatoren erreichen.  



  Im allgemeinen ist es     erwünscht,    dass die langsam  brennende Schicht eine gewisse Festigkeit besitzt, wie  sie durch eine Tuch-, Gewebe-, Metall-, Gitter- oder  Glasfasereinlage erreicht werden kann. Eine langsam  brennende Schicht kann man erhalten durch Verwen  dung eines Tuches mit relativ kleiner freier Oberfläche,  beispielsweise eines langfasrigen Tuches von dichter  Webart.     Geeignete        Fasermaterialien        sind        beispielsweise     brennbare Fasern, wie Baumwolle und Reyon. Ein  Metallgewebe kann anstelle von tuchartigem Material  sowohl bei der schnell- wie auch bei der langsam bren  nenden Schicht verwendet werden.

   Ein solches Metall  gewebe stellt ein Wärmereservoir dar, das Wärme wäh  rend einer längeren Zeitspanne abstrahlt als ein tuch  artiges Material.  



  Allgemein ist vorzuziehen die langsam brennende  Schicht als äussere Schicht zu verwenden, so dass die  schnell brennende Schicht zwischen der vorgenannten  Schicht und dem Wärmeübertragungsschirm liegt. Die  langsam brennende Schicht hat die Tendenz ihre Struk  tur länger beizubehalten und somit das wärmeerzeu  gende     Material    länger in Form zu     halten.        Zweckmässig     werden die Brennschichten mit einer Folie, einer Glas  fasermatte oder einem Glasfasergewebe, die über die  äussere Schicht gelegt werden, abgedeckt. Im Falle,  dass die schnell brennende Schicht aussen liegt, sollte    die Wärmequelle zu ihrer Stützung noch eine zusätz  liche Schicht aufweisen.

   Es ist aber auch möglich  schnell brennende Schichten, die ihre strukturelle  Festigkeit behalten, herzustellen.  



  Im allgemeinen ist es wünschenswert, die wärmeer  zeugende Schicht auf dem Wärmeübertragungsschirm  zu befestigen. Die Befestigung     kann        mechanisch        durch     Heften oder Nähen oder durch Kleben mittels eines  Klebstoffs oder eines wasserlöslichen Polymers, wie  Polyvinylalkohol, erfolgen.  



  Zur Herstellung der beschriebenen Wärmequellen  wird zweckmässig zuerst der Wärmeübertragungsschirm  durch Aufwickeln auf einen Dorn oder direkt auf den  durch Wärme rückverformbaren Gegenstand herge  stellt. Für Heizvorrichtungen in Form eines Bandes  oder Blattes ist selbstverständlich keine Formgebung  des Wärmeschirmes notwendig. Nach der Formung des  Wärmeübertragungsschirmes kann das wärmeerzeu  gende Material auf verschiedene Arten aufgebracht  werden. Bei der Verwendung von imprägnierten  Tüchern oder Fasern zur Herstellung der verschiedenen  Brennschichten, können diese einfach mit einem Binde  mittel imprägniert und um den Wärmeübertragungs  schirm gewickelt werden. Andererseits kann die     Brenn-          schicht    in Form einer Paste auf die Schirmoberfläche  aufgebracht werden.

   Im allgemeinen ist jede Herstel  lungsart, welche eine Mehrschichtenheizvorrichtung er  gibt, anwendbar.  



  Bei einer anderen Ausführungsform kann der durch  Wärme rückverformbare Gegenstand zusammen mit der  Wärmequelle als eine integrierte Einheit ausgebildet  sein.  



  Am einfachsten ist es die Wärmequelle direkt auf  den rückverformungsfähigen Gegenstand anzubringen  und sie mit einem Klebemittel darauf zu befestigen,  sofern sie nicht von selbst durch Reibung     hält.    Weiter  kann der rückverformungsfähige Gegenstand gedehnt  werden, so dass er mit dem Wärmeübertragungsschirm  in     Berührung        kommt.    Zum Beispiel     umfasst    die Herstel  lung eines rückverformbaren Rohrstückes die folgenden  Stufen:  a) Extrudieren des Rohres; und  b) Dehnen des Rohres durch Wärme- und Druck  anwendung in seine expandierte Form.

   Für ein inte  griertes Erzeugnis ist die Folge etwas anders. a) Her  stellung einer rohrartigen Wärmequelle, b) Extrusion  eines Kunststoffrohrstückes: und  c) Dehnung des Kunststoffrohres gegen die innere  Wand der Wärmequelle.  



  Bei der Verwendung der Wärmequelle ist es ledig  lich notwendig, diese mit ihrem     Wärmeübertragungs-          schirm    in Kontakt mit dem     rückverformungsfähigen     Gegenstand oder in dessen unmittelbare Nähe zu brin  gen. Zum     Ingangbringen    der wärmeerzeugenden Reak  tion wird die Masse mit einer Flamme, z. B. einem  Zündholz, oder durch Zugabe eines die     exotherme     Reaktion     ingang    setzenden Mittels gezündet.  



  Ein Vorteil der beschriebenen Wärmequelle ist die,  dass wenn diese einmal in Gang gesetzt ist, sie keine  weitere Wartung mehr benötigt, dass der Arbeiter für  andere Arbeiten frei wird. Bei der Verwendung einer  offenen Flamme, z. B. einer Lötlampe, als Wärme  quelle, würde mindestens für die Zeit, welche die Rück  verformung benötigt, eine Arbeitskraft gebunden.      Im allgemeinen ist es     erwünscht,        dass    bei     einer     zweischichtigen Wärmequelle die schnell brennende  Schicht gezündet wird. Dies ist gut möglich, wenn die  schnell brennende Schicht sich direkt hinter dem Wär  meübertragungsschirm befindet und der Zündungsdocht  an einer Ecke befestigt ist, wo die vorgenannte Schicht  zu Tage tritt.

   Im weitem können mehrere Stellen mit  Zünddochten versehen sein, um sicher zu sein, dass eine  Zündung der schnell brennenden Schicht eintritt.  



  Die Prozentangaben in den folgenden Beispielen  sind, soweit nicht anderes erwähnt ist, Gewichtsprozent.  <I>Beispiel 1</I>  Eine einfache Lage einer Aluminiumfolie wird um  einen 22 mm dicken Dorn gewickelt und dann mit- drei  Schichten eines einfach gefalteten, gebleichten Kraftpa  piertuches, welches ungefähr 0,1 mm dick und unter  dem Namen  Crown Manu-Towel  im Handel erhält  lich ist, und mit einer Lage eines Mischgewebes mit  700!n Reyon und 300/a Baumwolle mit einem ungefähren  Flächengewicht und 270 g/m2, einer Dicke von zirka  0,5 mm und einer Gewebedichte von 11 Kettfäden bzw.  6 Schussfäden pro/cm2, das unter dem Namen      Wind-          jammer -Gewebe    erhältlich ist, umwickelt.

   Das ganze  wird in eine Mischung folgender Zusammensetzung ge  taucht:  
EMI0004.0005     
  
    Kaliumnitrat: <SEP> 13 <SEP> o/n
<tb>  Kleister <SEP> (Stärkekleister): <SEP> 40/o
<tb>  Wasser: <SEP> Rest       Nach der Trocknung in einem Luftzirkulationsofen  wird das Gebilde von dem Dorn entfernt und über den  Teil einer  TCS-350 -Hülse aus einem kommerziell er  hältlichen durch Wärme rückverformbaren     vernetzten     Polyäthylen, welche einen Innendurchmesser von  20 mm aufweist und auf der Innenoberfläche mit einer  Mastikklebmasse versehen ist, gestülpt. Ein 10 cm lan  ges Versuchsstück wird über einen 12-mm-Dorn ge  stülpt und die Brandmasse mit einem Zündholz an  einem Ende gezündet. Die Zündung über die die 10 cm  Länge benötigt 15 Sekunden, während die Brenndauer  des imprägnierten Gewebes 2 Minuten beträgt.

   Die  maximale Temperatur in der Mastikmasse wurde mit       125     C ermittelt. Nach der     Entfernung    der Folie und  der Brandrückstände kann festgestellt werden, dass die  Hülse sauber und nicht angesengt ist und fest auf den       Dorn    aufgeschrumpft ist.

      <I>Beispiel 2</I>    Stücke von 4fachem, ungebleichtem Kraftpapier  tuch mit einem Flächengewicht von 70 bis  100g/mê, im Handel unter dem Namen      Kimo-          towel     erhältlich und eines Gewebes aus 1000/o Baum  wolle, unter den Namen  Cannon Huck Towelling  er  hältlich, mit einem Flächengewicht von 170 bis  200 g/mê werden in eine Mischung der folgenden Zu  sammensetzung getaucht:  
EMI0004.0012     
  
    Kaliumnitrat: <SEP> 15110
<tb>  Handelsübliche <SEP> Natriumsilikatlösung
<tb>  von <SEP> 41  <SEP> C <SEP> Bé: <SEP> 80/0       Die überschüssige Lösung wird vorsichtig abge-    quetscht und die Stücke in einem Zirkulationsofen ge  trocknet.

   Die Stücke setzen sich wie folgt zusammen:  
EMI0004.0013     
  
    Papier: <SEP> 60 <SEP> % <SEP> Papier
<tb>  40 <SEP> 0/o <SEP> getrocknete <SEP> Lösung
<tb>  Gewebe: <SEP> 70 <SEP> 0/o <SEP> Gewebe
<tb>  30 <SEP> 0/ <SEP> o <SEP> getrocknete <SEP> Lösung       Durch Zusammenfügen von Schichten in der nach  stehenden Reihenfolge wird ein Gebilde aufgebaut:

    Aluminiumfolie  Gewebe     (imprägniert)     Papier     (imprägniert)     Gewebe (imprägniert)  Glasfaser Fenstergewebe    Dieses Gebilde wird um eine durch Wärme     rückver-          formbare    Hülse des in Beispiel 1 verwendeten Typs mit  der Folienseite nach innen gewickelt und die Kanten     an-          einandergeheftet.    Die Hülse wird auf einen Dorn ge  stülpt. Nach der Zündung beträgt die Brenndauer zirka  2 Minuten. Es kann anschliessend festgestellt werden,  dass die rückverformte Hülse sauber und nicht ange  sengt ist und dicht auf den Dorn aufgeschrumpft ist.  



  Aus diesem Beispiel kann ersehen werden, dass  sowohl der durch Wärme rückverformbare Gegenstand  wie auch die Wärmequelle jede Form einnehmen kann.  Es ist nur notwendig, dass der Wärmeübertragungs  schirm den rückverformungsfähigen Gegenstand vor  dem Ansengen schützt, indem es Funken und überhitzte  Teile des Brandsatzes zurückhält. Obschon eine Zwei  schichtenkonstruktion die gewünschten     Brenneigen-          schaften    gewährleistet, kann auch eine Einschichten  konstruktion jeden Typus verwendet werden. In glei  cher Weise kann als wärmeerzeugendes Material jeg  liches Material verwendet werden, das genügend  Wärme erzeugt, um einen durch     Wärme    rückverform  baren Gegenstand rückzuverformen.

Claims (1)

  1. <B>PATENTANSPRUCH I</B> Durch Wärme rückverformbarer Gegenstand nach Patentanspruch I des Hauptpatentes, dadurch gekenn zeichnet, dass die Wärmequelle aus einem wärmeleiten den Wärmeübertragungsschirm besteht, dessen expo nierte Oberfläche in Berührung mit dem durch Wärme rückverformbaren Gegenstand steht oder sich in dessen unmittelbarer Nähe befindet, und dessen rückseitige Oberfläche mit wenigstens einer Schicht eines Mate rials, welches zu exothermer Reaktion befähigt ist, ver sehen ist. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Gegenstand nach Patentanspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass der Wärmeübertragungsschirm auf der rückseitigen Oberfläche mit einer ersten Schicht eines Materials, welches zu einer schnellverlaufenden exothermen Reaktion befähigt ist, und einer zweiten Schicht eines Materials, welches zu einer langsam ver laufenden exothermen Reaktion befähigt ist, versehen ist. 2. Gegenstand nach Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass die zweite Schicht vom Wärmeüber- tragungsschirm weiter entfernt ist als die erste. 3. Gegenstand nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass der Wärmeübertragungsschirm rohr- förmig ausgebildet ist. 4.
    Gegenstand nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass der Wärmeübertragungsschirm blatt- oder bandförmig ausgebildet ist. 5. Gegenstand nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass der Wärmeübertragungsschirm eine oder mehrere nicht wärmeleitende Teile aufweist. 6.
    Gegenstand nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass die Schicht oder Schichten des zu exothermer Reaktion befähigten Materials am Wärme- übertragungsschirm mittels eines Klebemittels, mittels Klammern oder durch Nähen befestigt ist, bzw. sind. 7. Gegenstand nach Patentanspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass der Wärmeübertragungsschirm aus einer Metallfolie besteht. B.
    Gegenstand nach Unteranspruch 7, dadurch ge kennzeichnet, dass die Metallfolie aus Aluminium, Kup fer, Bronze oder einer Beryllium-Kupfer-Legierung be steht. 9. Gegenstand nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass der Wärmeübertragungsschirm teil weise aus einem temperaturbeständigen Polymer, einem keramischen Material, einem metallgefüllten kerami schen Material oder einem Glasfasergewebe besteht. 10. Gegenstand nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass die zu einer exothermen Reaktion befähigten Schichten aus einem Fasermaterial, welches mit einem zu exothermer Reaktion befähigten Stoff imprägniert ist, bestehen. 11.
    Gegenstand nach Unteranspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Fasermaterial Cellulose, ein Metallgewebe oder ein Glasfasergewebe ist. 12. Gegenstand nach Unteransprüchen 1 und 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Wärmeübertragungs schirm eine langsam brennende Schicht, die aus einem mit einem Oxydationsmittel imprägnierten brennbaren Fasermaterial mit kleiner freier Oberfläche besteht, um eine schnellbrennende Schicht, die aus einem mit einem Oxydationsmittel imprägnierten brennbaren Fasermate rial mit grosser freier Oberfläche besteht, aufweist.
    PATENTANSPRUCH II Verfahren zur Herstellung eines durch Wärme rück verformbaren Gegenstandes nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man die exponierte Ober fläche eines wärmeleitenden Wärmeübertragungsschir- mes, dessen rückseitige Oberfläche mit wenigstens einer Schicht eines Materials, welches zu exothermer Reak tion befähigt ist, versehen ist, in Berührung mit dem durch Wärme rückverformbaren Gegenstand oder in dessen unmittelbare Nähe bringt.
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