Anlage zur Übertragung von Information mit Hilfe von Impuissignalen
Das Hauptpatent bezieht sich auf eine tÇbertragungs- anlage zur Übertragung von Information mit Hilfe von Impuissignalen, z. B. vom unipolaren oder bipolaren Typ, bei der die Impulse nur zu durch eine feste Taktfrequenz markierten Zeitpunkten auftreten, und welche zwei Endstellen, nämlich eine Sendestelle und eine Empfangsstelle, sowie mehrere im Übertragungsweg liegende Zwischenverstärkerstellen, insbesondere mit Impulsregeneratoren, enthält, die mit Hilfe Ider aus dem eintreffenden Signal wiedergewonnenen festen Taktfrequenz gesteuert werden.
Dabei ist in mindestens einer dieser Zwischenverstärkerstellen ein Codeumsetzer aufgenommen, der ein Eingangsimpuismuster in ein von diesem abweichendes Ausgangsimpulsmuster umsetzt. Ausführungsgemäss ist in einer Endstelle ein inverser Codeumsetzer aufgenommen, der dafür sorgt, dass das Ausgangsimpulsmuster in der Empfangsstelle dem Eingangsimpulsmuster in der Sendestelle gleich ist.
Wie im Hauptpatent eingehend dargelegt ist, wird in dieser Üb ertragungsanlage eine erhebliche Herabsetzung der Schwankungen bewirkt, welche Idie Impulse auf der Empfangsseite hinsichtlich der Zeitpunkte ihres Auftretens gegenüber den durch die feste Taktfrequenz auf der Sendeseite markierten Zeitpunkten aufweisen.
Die Erfindung bezweckt insbesondere, die Anwendungsmöglichkeiten einer thbertragungsanlage vom eingangs angegebenen Typ dadurch erheblich erweitern zu können, dass unter Verwendung der bereits in der Über- tragungsanlage gemäss dem Hauptpatent vorhandenen Apparatur die Prüfvorrichtungen der aufeinanderfolgenden Zwischenverstärkersteflen unter Beibehaltung des einfachen Aufbaues gleich gestaltet werden.
Die erfindungsgemässe Übertragungsanlage ist dadurch gekennzeichnet, dass in der Sendestelle ein einstellbarer Prüfmustergenerator aufgenommen ist und die Ausgänge der mit Codeumsetzern versehenen Zwischenverstärkerstellen über einander gleiche Prüfmusterdetektoren an einen zur Sendestelle führenden Rückmeldekreis angeschlossen sind, wobei alle Prüfmusterdetektoren beim Prüfen nur bei Zufuhr eines charakteristischen Prüfmusters dem Rückmeldekreis ein Signal abgeben.
Die Erfindung und ihre Vorteile werden nun anhand der Figuren beispielsweise näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine erfindungsgemässe Übertragungsanlage,
Fig. 2 die dazugehörenden Zeitdiagramme,
Fig. 3 eine bevorzugte Ausführungsform der Über- tragungsanlage,
Fig. 4 Zeitdiagramme zur Erläuterung der Fig. 3.
Fig. 1 stellt eine Übertragungsanlage zur tÇbertra- gung von Information über einen Übertragungsweg in Form eines Kabels 1 dar, mittels Impuls signalen, bei der die Impulse nur zu durch eine feste Taktfrequenz markierten Zeitpunkten auftreten, z. B. durch Impulscodemodulation mit unipolaren Impulsen. Die von einer mit einem Signalgeber 3 und einem Endverstärker 4 versehenen Sendestelle 2 herrührenden Impuls signale werden über in regelmässigen Abständen im Kabel 1 angebrachte Zwischenverstärkerstellen 5, 6, 7 einer Empfangsstelle 8, in der eine Wiedergabevorrichtung 9 aufgenommen ist, zugeführt.
Der Einfachheit halber sind in Fig. 1 nur drei untereinander gleiche Zwischenverstärkerstellen 5, 6, 7 aufgenommen, die alle, wie dies detaillierter bei der ersten Zwischenverstärkerstelle 5 dargestellt ist, mit einem Entzerrungsnetzwerk 10 zur Entzerrung der Amplitudenund Phasenkennlinien des vorhergehenden Kabelabschnittes, einem Impulsverstärker 11 und einem Impulsregenerator 12 zur Regeneration der Signalimpulse hinsichtlich ihrer Form und des Zeitpunktes ihres Auftretens versehen sind, während am Eingang der Empfangsstelle 8 ebenfalls ein Entzerrungsnetzwerk 13 und ein Impulsregenerator 14 aufgenommen sind.
Die Impulsregeneratoren 12 und 14 enthalten je eine Gattervorrichtung 15 bzw. 16, die einerseits über eine bistabile Kippschaltung 17 bzw. 18 mit dem Ausgang des Entzerrungsnetzwerkes 10 bzw. 13 verbunden ist und anderseits von einem ebenfalls an diesen Ausgang angeschlossenen Taktimpulsgenerator 19 bzw. 20 gesteuert wird. Der Taktimpulsgenerator 19 bzw. 20 ist z. B. mit einem auf die Taktfrequenz abgestimmten
Schwingungskreis versehen, der von den scharfen, von den Wechseln im Eingangssignal abgeleiteten Impulsen angeregt wird, wobei die Ausgangsspannung des Schwin gungskreises zur Erzeugung einer Reihe in gleichen Zeit abständen auftretender Taktimpulse einem Impulsfor mer zugeführt wird.
Es stellt sich heraus, dass trotz der Impulsregenera tion der Form und dem Zeitpunkt des Auftretens nach in den Zwischenverstärkerstellen 5, 6, 7 und in !der
Empfangsstelle 8 die Signalimpulse am Ausgang des
Impulsregenerators 14 in der Empfangsstelle 8 zu Zeit punkten auftreten, die um die von der festen Taktfre quenz in der Sendestelle 2 markierten Zeitpunkte herum schwanken. Insbesondere stellt es sich heraus, dass bei der Übertragung eines sich willkürlich ändernden Im pulsmusters über eine Übertragungsanlage mit einer be liebigen Zahl N von Zwischenverstärkerstellen der Ef fektivwert der Zeitmarkierungsschwankungen nahezu proportional zu 1/N ist.
Um den Effektivwert dieser Zeitmarkierungsschwan kungen auf einfache Weise erheblich herabzusetzen, sind entsprechend dem Hauptpatent in allen Zwischenver stärkerstellen 5, 6, 7 gleich ausgebildete Codeumsetzer 21 aufgenommen, die ein eintreffendes Impulsmuster in ein abweichendes ausgehendes Impulsmuster umsetzen.
In der dargestellten Ausführungsform besteht dieser Codeumsetzer 21 aus einem Modulo-2-Summenerzeuger 22, dem die regenerierten Signalimpulse einerseits unmittelbar und anderseits über ein Verzögerungsnetzwerk 23 mit einer Verzögerungszeit gleich der Taktimpulsperiode T zugeführt werden, während die Ausgangsimpulse des Modulo-2-Summenerzeugers 22 nach Verstärkung im Impulsverstärker 11 dem nächsten Kabelabschnitt zugeführt werden.
Weiter liegt in einer Endstelle 2, 8 ein inverser Codeumsetzer 24, der die durch die Codeumsetzung in den Zwischenverstärkerstellen 5, 6, 7 hervorgerufenen Umwandlungen des Impulsmusters durch eine inverse Umwandlung rückgängig macht, so dass das vom Signalgeber 3 in der Sendestelle 2 erzeugte Impulsmuster wieder in seiner ursprünglichen Form an der Wiedergabevorrichtung 9 in der Empfangsstelle 8 erscheint.
Der inverse Codeumsetzer 24 liegt in der dargestellten Ausführungsform in der Sendestelle 2 und wird durch eine an den Signalgeber 3 angeschlossene Kaskadenschaltung dreier gleicher Stufen 25, 26, 27 gebildet, die je aus einem Modulo-2-Summenerzeuger 28, 29, 30 bestehen, dessen Ausgangsklemmen über ein Verzögerungsnetzwerk 31, 32, 33 mit einer Verzögerungszeit T an die zweite Eingangsklemme angeschlossen sind, während der Ausgang der dritten Stufe 27 auch mit zudem Endverstärker 4 verbunden ist.
Wie im Hauptpatent angegeben ist, findet in der beschriebenen Übertragungsanlage dadurch eine erhebliche Herabsetzung der Zeitmarkierungsschwankungen statt, dass infolge der angewandten Codeumsetzung in den aufeinanderfolgenden Zwischenverstärkerstellen 5, 6, 7 jeweils ein unterschiedliches Impulsmuster verarbeitet wird. Es stellt sich insbesondere heraus, dass bei der Übertragung eines sich willkürlich ändernden Impulsmusters über eine Übertragungsanlage mit einer beliebigen Zahl N von Zwischenverstärkerstellen der Effektivwert der Zeitmarkierungsschwankungen nun nahezu proportional zu A ist.
Um auf einfache Weise das gute Funktionieren der aufeinanderfolgenden Zwischenverstärkerstellen 5, 6, 7 in der Übertragungsanlage zU prüfen, ist in der Sendestelle 2 ein einstellbarer Prüfmustergenerator 34 aufgenommen, während alle mit Codeumsetzern 21 versehenen Zwischenverstärkerstellen 5, 6, 7 mit ihrem Ausgang an einen zur Sendestelle 2 führenden Rückmeldekreis 35 angeschlossen sind, und zwar über einander gleiche Prüfmusterdetektoren 36, 37, 38, die alle beim Prüfen nur bei Zufuhr eines charakteristischen Prüfmusters dem Rückmeldekreis 35 ein Signal abgeben.
Zur Prüfung der aufeinanderfolgenden Zwischenverstärkerstellen 5, 6, 7 sendet der einstellbare Prüfmustergenerator 34 in der Sendestelle 2 derartige Prüfmuster, dass am Prüfmusterdetektor 36, 37, 38 der zu prüfenden Zwischenverstärkerstelle 5, 6, 7 das charakteristische, durch S(t) dargestellte Prüfmuster entsteht, für das der Prüfmusterdetektor 36, 37, 38 eingerichtet ist.
Dank der Anwendung der Codeumsetzer 21 in den aufeinanderfolgenden Zwischenverstärkerstellen 5, 6, 7 tritt dieses charakteristische Prüfmuster S(t) ausschliesslich am Prüfmusterdetektor 36, 37, 38 der zu prüfenden Zwischenverstärkerstellen 5, 6, 7 auf, wodurch nur dieser Prüfmusterdetektor 5, 6, 7 anspricht und über den Rückmeldekreis 35 dem Prüfindikator 39 in der Sendestelle 2 ein Signal abgibt.
Indem bei einer Übertragungsanlage mit N Codeumsetzern 21 versehenen Zwischenverstärkerstellen 5, 6, 7,... der Prüfmustergenerator 34 auf die Prüfmuster V(t), V2(t) . . . , VN(t) eingestellt wird, die in dieser Reihenfolge das charakteristische Prüfmuster S(t) am Prüfmusterdetektor 36, 37, 38,... der 1., 2.,... bzw.
N. Zwischenverstärkerstelle 5, 6, 7,... entstehen lassen, können die aufeinanderfolgenden Zwischenverstärkerstellen 5, 6, 7,... hintereinander geprüft werden. Wenn nun der Prüfmustergenerator 34 zur Prüfung der k.
Zwischenverstärkerstelle (k 1, 2 . .., N) ein Prüf- muster Vk(t) sendet, und wenn ein beliebiges Impulsmuster in jeder Zwischenverstärkerstelle 5, 6, 7,...
durch die Codeumsetzung eine durch P angegebene Transformation erfährt, dann entsteht nach k aufeinanderfolgenden Codeumsetzungen am Prüfmusterdetektor 36, 37, 38,... der k. Zwischenverstärkerstelle ein Impulsmuster pk . Vk(t), das dem charakteristischen Prüfmuster S(t) entspricht in einer Formel ausgedrückt: Vk(t) = Vk(t) = S(t) Diese Beziehung zwischen Vk(t) und S(t) kann geschrieben werden als: Vk(t) = (pk)-t .S(t) wobei (pk)-l die Inverse der Transformation pk darstellt. Auf diese Weise ergibt sich, dass das Prüfmuster Vk(t) zur Prüfung der k. Zwischenverstärkerstelle (k = 1, 2, . .
., N) aus dem charakteristischen Prüfmuster S(t) dadurch erhalten werden kann, dass auf S(t) gerade die inverse Transformation (pk) -t angewandt wird.
Mit Vorteil kann zur Gestaltung eines einstellbaren Prüfmustergenerators 34 ein in der Sendestelle 2 vorhandener inverser Codeumsetzer 24 verwendet werden, der derart einstellbar ausgeführt werden kann, dass je nach der Einstellung die inverse Transformation (pk)-t gerade für einen der Werte k = 1, 2,... N zustandege bracht wird. Zur Erhaltung des gewünschten Prüfmusters Vk(t) braucht dann bei jeder Einstellung nur das charakteristische Prüfmuster S(t) dem inversen Codeumsetzer 24 zugeführt zu werden.
Auf diese Weise ist in einer Übertragungsanlage mit Codeumsetzern 21 enthaltenden Zwischenverstärkerstellen 5, 6, 7, .. ., in denen bereits eine erhebliche Herabsetzung der Zeitmarkierungsschwankungen stattfindet, zugleich das Prüfen der aufeinanderfolgenden Zwischen verstärkerstufen 5, 6, 7 . . . äusserst einfach, da mit nur einem charakteristischen Prüfmuster jede Zwischenverstärkerstelle 5, 6, 7,... einzeln geprüft werden kann, so dass alle Prüfmusterdetektoren 36, 37, 38, ... untereinander gleich ,ausgebildet werden können, während unter Verwendung eines bereits in der Sendestelle 2 vorhandenen inversen Codeumsetzers 24 der einstellbare Prüfmustergenerator 34 bei einer äusserst übersichtlichen Einstellung mit einem Minimum an zusätzlichen Elementen aufgebaut werden kann.
In der Übertragungsanlage nach Fig. 1 ist als charakteristisches Prümuster S(t) das in Fig. 2a dargestellte Impulsmuster gewählt, wobei 4 Impulse wechselweise an- und abwesend sind, so dass die Periode 8T beträgt.
Das spezifische Kennzeichen des charakteristischen Prüfmusters S(t), zu dessen Detektion jeder Prüfmusterdetektor 36, 37, 38 eingerichtet ist, wird in diesem Fall durch das mit maximaler Stärke in diesem Prüfmuster S(t) Vorhandensein der Grundfrequenz f0 = 1/8T gebildet.
Dazu enthält jeder der Prüfmusterdetektoren 36, 37, 38, wie dies in Fig. 1 näher für den Prüfmusterdetektor 36 bei der ersten Zwischenverstärkerstelle 5 angegeben ist, einen an den Ausgang des Codeumsetzers 21 in der betreffenden Zwischenverstärkerstelle 5 angeschlossenen selektiven Verstärker 40 in Form eines Transistors 41, dessen Kollektorkreis einen auf die Grundfrequenz f0 des charakteristischen Prüfmusters abgestimmten Schwingungskreis 42 enthält, dessen Ausgangsspannung einer Gleichrichtervorrichtung 43 zugeführt wird, an die auch eine als Schwellenspannung wirksame Vorspannung gelegt ist, während der Ausgang der Gleichrichtervorrichtung 43 über ein Glättungsfilter 44 mit einem Trennverstärker 45 verbunden ist, der beim Überschrei- ten Ider Schwellenspannung dem Rückmeldekreis 35,
an den in der Sendestelle 2 ein Gleichstromindikator 39 angeschlossen ist, ein Gleichstromsignal liefert. Die Schwellenspannung der Gleichrichtervorrichtung 43 wird dabei auf z. B. drei Viertel der Ausgangsspannung des Schwingungskreises 42 bei Anwesenheit des charakteristischen Prüfmusters S(t) eingestellt, so dass nur dann, wenn dem Prüfmusterdetektor 36 das charakteristische Prüfmuster S(t) zugeführt wird, diese Schwellenspannung überschritten wird, da ja das charakteristische Prüfmuster S(t) der art gewählt worden ist, dass in allen übrigen Impulsmustern, die sich während des Prüfens im tJbertragungs- weg befinden, die Grundfrequenz f0 weniger stark auftritt als im charakteristischen Prüfmuster S(t) selber.
Auf diese Weise bildet das in ausreichendem Masse Vorhandensein der Grundfrequenz f0 des charakteristischen Prüfmusters S(t) am Ausgang der zu prüfenden Zwischenverstärkerstelle 5, 6, 7 eine Anzeige für das gute Funktionieren dieser Zwischenverstärkerstelle 5, 6, 7.
Der einstellbare Prüfmustergenerator 34 besteht beim in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel aus dem Signalgeber 3 und dem an ihn angeschlossenen inversen Codeumsetzer 25, der dadurch auf die gewünschte inverse Transformation eingestellt werden kann, dass in jeder Stufe 25, 26, 27 des inversen Codeumsetzers 24 die Ausgangsklemme des Modulo-2-Summenerzeugers 28, 29, 30 auch mit einer gesonderten Ausgangsleitung 46, 47, 48 verbunden ist, an die mittels eines Einstellschalters 49 der Endverstärker 4 angeschlossen werden kann.
Anhand der Zeitdiagramme in Fig. 2 wird nun das Prüfen der aufeinanderfolgenden Zwischenverstärkerstellen 5, 6, 7 in der Übertragungsanlage nach Fig. 1 näher betrachtet.
Bei der Prüfung liefert der Signalgeber 3 dem inversen Codeumsetzer 24 ständig das charakteristische Prüfmuster S(t),wobei der Codeumsetzer 24, je nachdem der Endverstärker 4 mit Hilfe des Einstellschalters 49 mit der Ausgangsleitung 46, 47 oder 48 verbunden ist, die inverse Transformation (P)-l, (P2)-1 oder (p3)I bewirkt, wobei durch die inverse Codeumsetzung am Ausgang der Sendestelle 2 das Prüfmuster Vt(t), V2(t) bzw. V3(t) entsteht. Die Impulsmuster, die bei der Prüfung unter dem Einfluss der Codeumsetzungen in den Zwischenverstärkerstellen 5, 6, 7 an Iden Prüfmusterdetektoren 36, 37, 38 auftreten, werden mit St(t), S2(t) bzw. S3(t) bezeichnet.
Wünscht man z.B. die erste Zwischenverstärkerstelle 5 zu prüfen, dann muss man den Endverstärker 4 mit der Ausgangsleitung 46 des inversen Codeumsetzers 44 verbinden. Das charakteristische Prüfmuster S(t) wird dann in der durch den Modulo-2-Summenerzeuger 28 und das Verzögerungsnetzwerk 31 gebildeten ersten Stufe 25 des inversen Codeumsetzers 24 auf die im Hauptpatent beschriebene Weise umgesetzt, wobei das in Fig. 2b dargestellte Prüfmuster Vt(t) entsteht, das nach Verstärkung im Endverstärker 4 dem ersten Kabelabschnitt zugeführt wird. Durch die Codeumsetzungen in den Zwischenverstärkerstellen 5, 6, 7, die im Hauptpatent ebenfalls eingehend erläutert worden sind, entstehen aus diesem Prüfmuster Vt(t) an den aufeinanderfolgenden Prüfmusterdetektoren 36, 37, 38 die in Fig.
2b dargestellten Impulsmuster St(t), S2(t) bzw. S3(t). Nur das Impulsmuster S1(t) am Prüfmusterdetektor 36 der ersten Zwischenverstärkerstelle 5 stimmt mit diesem charakteristischen Prüfmuster S(t) überein, wodurch nur dieser Prüfmusterdetektor 36 anspricht, da im charakteristischen Prüfmuster 8(t) die Grundfrequenz f0 mit maximaler Stärke vorhanden ist, während diese Grundfrequenz f0 in den übrigen Impulsmustern S2(t) und S3(t) mit bedeutend weniger Stärke oder durchaus nicht auftritt.
Wenn die Stärke der Grundfrequenz f0 im charakteristischen Prüfmuster S(t) gleich 100 0/o gesetzt wird, dann beträgt die relative Stärke der Grundfrequenz f0 in den Impulsmustern S2(t) und s3(t) in diesem Fall o O/o.
Zur Prüfung der zweiten Zwischenverstärkerstelle 6 schliesst man den Endverstärker 4 an die Ausgangsleitung 47 der zweiten Stufe 26 im inversen Codeumsetzer 24 an, wobei die in Fig. 2c dargestellten Impulsmuster entstehen, und zwar das Prüfmuster V2(t) am Ausgang der Sendestelle 2 und die Impulsmuster St(t), S2(t), S3(t) an den Prüfmusterdetektoren 36, 37, 38 der Zwi schenverstärkerstellen 5, 6, 7, während man für das Prüfen der dritten Zwischenverstärkerstelle 7 den Endverstärker 4 an die Ausgangsleitung 48 der dritten Stufe
27 im inversen Codeumsetzer 24 anschliesst, wobei in Fig. 2d die dann auftretenden Impulsmuster dargestellt sind, und zwar stellt V3(t) das Prüfmuster am Ausgang der Sendestelle 2 und S1(t), S2(t), S3(t) die Impulsmuster an den Prüfmusterdetektoren 36, 37, 38 der Zwischenverstärkerstellen 5, 6, 7 dar.
Ganz entsprechend der im vorstehenden beschriebenen Art und Weise tritt das charakteristische Prüfmuster S(t) auch jetzt ausschliesslich am Prüfmusterdetektor 36, 37, 38 der zu prüfenden Zwischenverstärkerstelle 5, 6 bzw. 7 auf, wobei zur Prüfung der zweiten Zwischenverstärkerstelle 6 die relative Stärke der Grundfrequenz f0 in den Impulsmustern S1(t) und S3(t) 18 /o bzw. 0 O/o und zur Prüfung der dritten Zwischenverstärkerstelle 7 die relative Stärke der Grundfrequenz f0 in den Impulsmustern S1(t) und S2(t) 36 O/o bzw. 18 /o beträgt.
Wenn man für die Schwellenspannung der Gleichrichtervorrichtung 43 einen geeigneten Wert, z. B. entsprechend der relativen Stärke der Grundfrequenz f0 von 50 /o wählt, dann spricht nur der Prüfmusterdetektor 36, 37, 38 der zu prüfenden Zwischenverstärkerstelle 5, 6 bzw. 7 an, da ja die relative Stärke der Grundfrequenz f0 in den vom charakteristischen Prüfmuster S(t) abweichenden Impulsmustern in diesem Fall höchstens 36 /o beträgt.
Selbstverständlich kann in der Übertragungsanlage nach Fig. 1 der einstellbare Prüfmustergenerator 34 zur Prüfung einer willkürlichen Anzahl von N Zwischen verstärkerstellen 5, 6, 7 ..., erweitert werden, wobei ebenso wie im vorstehenden die Prüfmusterdetektoren 36, 37, 38, ... der N Zwischenverstärkerstellen 5, 6, 7, ... auf untereinander gleiche Weise ausgebildet sind, während der inverse Codeumsetzer 24 durch die Kaskadenschaltung von N gleichen Stufen 25, 26, 27, ...
gebildet wird, die je aus einem Modulo-2-Summenerzeuger 28, 29, 30,... mit einem Verzögerungsnetzwerk 31, 32, 33, ... mit einer Verzögerungszeit T zwischen der Ausgangsklemme und der zweiten Eingangsklemme bestehen, wobei der Endverstärker 4 mittels eines Einstellschalters 49 beliebig an dem Ausgang jeder der N Stufen 25, 26, 27,... im inversen Codeumsetzer 24 angeschlossen werden kann. Es ist bei Anlagen mit einer grossen Anzahl Zwischenverstärkerstellen 5, 6, 7, ...
u. a. zur Erhaltung einer scharfen Anzeige vorteilhaft, die Grundfrequenz f0 des charakteristischen Prüfmusters S(t) niedriger zu wählen, z. B. bei 20 Zwischenverstärkerstellen eine Grundfrequenz f0 = 1/42 T.
An dieser Stelle sei bemerkt, dass für das Signal, das der Prüfmusterdetektor 36, 37, 38 dem Rückmeldekreis 35 abgibt, vorzugsweise ein Gleichstromsignal gewählt wird, da die Dämpfung der Übertragungskabel gerade für Gleichstrom minimal ist, so dass sogar für Übertra- gung über grosse Abstände keine Verstärkung im Rückmeldekreis 35 erforderlich ist. Das Ausgangssignal der Prüfmusterdetektoren 36, 37, 38 kann eventuell auch mit Hilfe von Frequenzmodulation oder Impulscodemodulation übertragen werden, in welchem Fall der Prüfindikator 39 in der Sendestelle durch einen Frequenzdiskriminator bzw. eine Impulscodemodulation Decodierungsvorrichtung gebildet werden kann.
Fig. 3 zeigt eine vorteilhafte Ausführungsform einer erfindungsgemässen Übertragungsanlage, bei der ein scharfer Unterschied zwischen dem charakteristischen Prüfmuster S(t) und allen übrigen Impulsmustern durch eine besondere Wahl des charakteristischen Prüfmusters S(t) und des für die Detektion dieses Musters eingerichteten Prüfmusterdetektors 50, 51, 52 möglich ist. Die der Fig. 1 entsprechenden Elemente sind mit den gleichen Bezugsziffern angedeutet. Der Einfachheit halber sind hier wieder nur drei untereinander gleiche Zwischenverstärkerstellen 5, 6, 7 aufgenommen, während die erste Zwischenverstärkerstelle 5 mit zugehörigem Prüfmusterdetektor 50 und der inverse Codeumsetzer 24 in der Sendestelle 2 detailliert dargestellt sind.
Das charakteristische Prüfmuster S(t) in der Über- tragungsanlage nach Fig. 3 ist dadurch gekennzeichnet, dass zu allen durch die feste Taktfrequenz markierten Zeitpunkten ein Impuls vorhanden ist, wie in Fig. 4a dargestellt ist. Zur Anzeige dieses charakteristischen Prüfmusters S(t) enthält jeder der untereinander gleichen Prüfmusterdetektoren 50, 51, 52, wie detailliert für den Prüfmusterdetektor 50 bei der ersten Zwischenverstärkerstelle 5 dargestellt ist, eine Gattervorrichtung 53, die einerseits mit dem Ausgang des Taktimpulsgenerators 19 und anderseits mit dem Ausgang des Codeumsetzers 21 in der betreffenden Zwischenverstärkerstelle 5 verbunden ist,
ein an die Gattervorrichtung 53 angeschlossenes integrierendes Netzwerk 54 in Form eines Reihenwiderstandes und eines Querkondensators mit einem Entladekreis 55 in Form einer an den Ausgang des Codeumsetzers 21 gelegten Diode, während eine Schwellenvorrichtung 56 und ein Trennverstärker 57, der beim Überschreiten der Schwellenspannung der Schwellenvorrichtung 56 dem Rückmeldekreis 35 ein Gleichstromsignal abgibt, dem integrierenden Netzwerk 54 folgen.
Dabei ist die Zeitkonstante des integrierenden Netzwerkes 51 bedeutend grösser gewählt worden als die Taktimpulszeit T, und sie beträgt z. B. 150 T.
Im dargestellten Prüfmusterdetektor 50 wird jeweils beim Vorhandensein eines Ausgangsimpulses des Codeumsetzers 21 ein Taktimpuls aus dem Taktimpulsgenerator 19 über die dann geöffnete Gattervorrichtung 53 dem integrierenden Netzwerk 54 zugeführt, wobei die Entladediode 55 von demselben Ausgangsimpuls des Codeumsetzers 21 gesperrt wird, so dass die Ladung des Integrationskondensators im integrierenden Netzwerk 54 vergrössert wird, während bei Abwesenheit eines Ausgangsimpulses des Codeumsetzers 21 die Gat tervorrichtung 53 geschlossen und die Entladediode 55 freigegeben wird, so dass die etwa vorhandene Ladung des Integrationskondensators über die Entladediode 55 unmittelbar wegfliesst.
Wenn nun die Schwellenspannung der Schwellenvorrichtung 56 auf einen geeigneten Wert, z. B. entsprechend der Integrationsspannung am integrierenden Netzwerk 54 bei einer Zufuhr von 100 aufeinanderfolgenden Taktimpulsen eingestellt wird, dann wird beim Auftreten eines willkürlichen Impulsmusters am Prüfmusterdetektor 5 der Integrationskondensator jeweils aufgeladen und entladen, wodurch die Integrationsspannung nicht die Möglichkeit hat, bis zur Schwellenspannung anzusteigen. Dagegen wird beim Auftreten des charakteristischen Prüfmusters (S(t) in Fig. 4a die Integrationsspannung die Schwellenspannung überschreiten, da ja alle aufeinanderfolgenden Impulse im charakteristischen Prüfmuster S(t) vorhanden sind, wodurch der Trennverstärker 57 dem Rückkehrkreis ein Gleichstromsignal abgibt.
Auf diese Weise wird das Vorhandensein des charakteristischen Prüfmusters S(t) am Prüfmusterdetektor 50 stark von dem aller übrigen Impulsmustern unterschieden, da ja das Fehlen nur eines Impulses ausreicht, um den Integrationskondensator völlig zu entladen, so dass die Integrationsspannung dann immer unterhalb der gewählten Schwellenspannung bleibt und der Prüfmusterdetektor 50 nicht anspricht.
Der einstellbare Prüfmustergenerator 34 ist bei der in Fig. 3 dargestellten Ausführungsform in ganz gleicher Weise aus dem Signalgeber 3 und dem inversen Code umsetzer 24 aufgebaut wie der einstellbare Prüfmustergenerator 34 in Fig. 1.
Das Prüfen der aufeinanderfolgenden Zwischenverstärkerstellen 5, 6, 7 in der Übertragungsanlage nach Fig. 3, das nun anhand der Zeitdiagramme nach Fig. 4 erläutert wird, erfolgt ebenfalls auf idie bei der Übertra- gungsanlage nach Fig. 1 angegebene Weise. Dabei entsprechen Idie Bezeichnungen wider Impulsmuster nach Fig. 4 völlig denen nach Fig. 2.
Zur Prüfung z. B. der ersten Zwischenverstärkerstelle 5 wird der Endverstärker 4 an die Auslgangsleitung 46 des inversen Codeumsetzers 24 angeschlossen.
Das vom Signalgeber 3 ständig erzeugte charakteristische Prüfmuster S(t) wird dann in der ersten Stufe 25 des inversen Codeumsetzers 24 in das in Fig. 4b dargestellte Prüfmuster V(t) umgesetzt, aus dem durch die Codeumsetzungen in Iden Zwischenverstärkerstellen 5, 6, 7 den Prüfmusterdetektoren 50, 51, 52 die in Fig. 4b dargestellten Impulsmuster S(t), S2(t) bzw. S3(t) entstehen. Dabei tritt wieder nur am Prüfmusterdetektor 50 der ersten Zwischenverstärkerstelle 5 das charakteristische Prüfmuster S(t) auf, wodurch nur dieser Prüfmusterdetektor 50 anspricht. In den Impulsmustern S2(t) und S3(t), die an den Prüfmusterdetektoren 51, 52 der zweiten bzw. dritten Zwischenverstärkerstelle 6 bzw. 7 erscheinen, sind dabei keine Impulse vorhanden.
Dies wird durch die Tatsache verursacht, dass im eintreffenden Signal für die zweite Zwischenverstärkerstelle 6, das ,durch das charakteristische Prüfmuster S(t) gebildet wird, keine Schwankungen mehr auftreten, wodurch der auf die Taktfrequenz abgestimmte Schwingungskreis im Taktimpulsgenerator nicht mehr angeregt wird und seine Schwingungen aussterben, so dass keine Taktimpulse mehr erzeugt werden, mit ,der Folge, ldass die Gattervorrichtung im Impulsgenerator geschlossen bleibt und am Ausgang der zweiten Zwischenverstärkerstelle 6 kein Ausgangssignal mehr auftritt, wodurch auch die nächste dritte Zwischenverstärkerstelle 7 kein eintreffendes Signal mehr empfängt, und somit kein Ausgangssignal mehr liefert.
Entsprechend der Prüfunglder ersten Zwischenverstärkerstelle 5 erfolgt idie Prüfung der zweiten und dritten Zwischenverstärkerstelle 6 bzw. 7 dadurch, dass der Endverstärker 4 an < die Ausgangsleitung 47 bzw. 48 des inversen Codeumsetzers 24 angeschlossen wird, wobei die dann auftretenden Impulsmuster in Fig. 4c bzw.
Fig. 4d dargestellt sind. Auch hier tritt das charakteristische Prüfmuster S(t) nur am Prüfmusterdetektor 51 und 52 der zu prüfenden Verstärkerstelle 6 bzw. 7 auf.
Selbstverständlich kann auch der einstellbare Prüfmustergenerator 34 in der Übertragungsanlage nach Fig. 3 zur Prüfung einer willkürlichen Anzahl N von Zwischenverstärkerstellen 5, 6, 7... erweitert werden, die ebenso wie im vorstehenden mit untereinander gleichen Prüfmusterdetektoren 50, 51, 52,... versehen sind, wobei die Erweiterung auf dieselbe Weise wie beim einstellbaren Prüfmustergenerator 34 nach Fig. 1 durchgeführt werden kann.