CH507175A - Brandmasse - Google Patents

Brandmasse

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CH507175A
CH507175A CH183864A CH183864A CH507175A CH 507175 A CH507175 A CH 507175A CH 183864 A CH183864 A CH 183864A CH 183864 A CH183864 A CH 183864A CH 507175 A CH507175 A CH 507175A
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incendiary
mass
liquid
polymer
compound
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CH183864A
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Paul Dipl Chem Huber
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Buck Kg Chemische Und Tech Qua
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    • C06EXPLOSIVES; MATCHES
    • C06CDETONATING OR PRIMING DEVICES; FUSES; CHEMICAL LIGHTERS; PYROPHORIC COMPOSITIONS
    • C06C15/00Pyrophoric compositions; Flints
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10LFUELS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; NATURAL GAS; SYNTHETIC NATURAL GAS OBTAINED BY PROCESSES NOT COVERED BY SUBCLASSES C10G OR C10K; LIQUIFIED PETROLEUM GAS; USE OF ADDITIVES TO FUELS OR FIRES; FIRE-LIGHTERS
    • C10L7/00Fuels produced by solidifying fluid fuels
    • C10L7/02Fuels produced by solidifying fluid fuels liquid fuels

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Description


  
 



  Brandmasse
Die vorliegende   Erfindung    bezieht sich   auf    verdickte, im   wesentlichen    gelierte   Brandmlassen,    wie sie unter   anderem    für Brandbomben Verwendung finden und die im wesentlichen mittels flüssiger,   brennbarer    Kohlenwasserstoffe und/oder Schwefelkohlenstoff und eines   (;elierungsmitt!els    hergestellt sind.



   Zur Verwendung für sogenannte Benzinbrandbom- ben sind bisher   lals    Zusätze Metallseifen, wie   NNatrium-    palmitat oder Aluminiumseife,   Codein    sowie Naphthen zu Benzin   bekannt.    Diese für die   sogenannte    Napalm- bomben bekannten   geleeartigen    verdickten Massen ergeben eine   begrenzte    Brandzeit und haben ausserdem die nachteilige Eigenschaft, dass sie nach gewisser La   derzeit    das Verdickungsmittel   ausscheiden    und   daher    nur begrenzt lagerfähig sind.



   Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, die   Bran'd-    wirkung zu steigern und   zu    verlängern, ferner ist es im wesentlichen Ziel der Erfindung, die Lagerfähigkeit der geleeartigen Masse zu verlängern.



   Ein weiteres Ziel ist es, den Anteil an   Verdickunlgs-    mitteln gering zu halten und   ausserdem    Massen herzustellen, weiche   auch    bei einem Zusatz an nicht flüssigen, trockenen Stoffen gleichmässige   Mischungen    von besonderer Wirksamkeit und ferner ohne Entmischungsneigung sowie guter Lagerbeständigkeit ergeben.



   Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist   eine    mindestens eine   flüssige,    leicht   entzündliche    Kohlenstolffverbindung und ein   Verdickunigsimittel    enthaltende Brandmasse, die dadurch gekennzeichnet ist, dass das Verdickungsmittel aus mindestens einem Polymerisat einer Kohlenwasserstoffverbindung mit   ollefinisohen    Doppelbindungen besteht.



   Die Erfindung   betrifft    auch lein Verfahren   zur    Herstellung der Brandmasse, welches dadurch gekennzeichnet ist, dass man das Polymerisat   od-er      Polymerisat-      gemisch    in feinverteilter Form nach und nach durch Zugabe mindestens einer leicht   entzündlichen      flüssigen    Kohlenstoffverbindung unter vorsichtigem Rühren in eine homogene verdickte Masse überführt.



   Es   wurde    gefunden, dass anstelle der bisher üblichen Verdickungsmittel   Polymerisate    auf Basis   eines    Olefines, d.h. eines Kohlenwasserstoffes der Äthylenreihe (Cn-H2n) - vorzugsweise   das      durch    Austausch von H durch   C6H5      aus    dem   Olefin    abgeleitetes Polyphenyl äthylen 4Polystyrol) und Polyisobutylene   [H C =      (CH3)o]    n - besonders   vorteilhafte      Verdickungsmittel    darstellen.

  Diese   Verdickungsmittel    sind nicht nur für die bisher verwendeten   aliphatischen    Benzine, sondern auch   für      aromatische      Kohlenwasserstoffe,    wie Benzol, Toluol und dergleichen verwendbar; sie ergeben   aber    nicht nur mit diesen Kohlenwasserstoffverbindungen Brandmassen von   besonders    vorteilhaften Eigenschaften, sondern auch mit Kohlenstoffdisulfid   (Schwafel-    kohlenstoff} und mit Gemischen dieser leicht entzündlichen   Verbindung    von Kohlenstoff mit Kohlenwasserstoffen.



   Als Polystyrole haben sich   besonders    geeignet erwiesen solche mit einem k-Wert von nicht weniger als 90 und nicht mehr als 100.   (k-Wert = Eigenvisko    sität nach   Fikentschef    für hochmolekulare Substanzen in Lösung. Vgl. Kunststoff-Lexikon Verlag Karl Han   ser,    München, 1958, Seite 140   und    H. Fikentscher, Cellulosechemie IBd. 13 (1932) Seite 58).



   Die Polyisobutylene, welche in ihren niedrigen bis mitteleren Molekulargewichtsbereichen von   etwa    10bis 20 000 klebrighonigartige Massen darstellen, sind für den vorliegenden   Anwendungszweck      besonders    geeignet, wenn sie höhere Molekulargewichte aufweisen, und zwar   insbesolndere    wenn sie Molekulargewichte   auf    weisen, welche mindestens nicht weniger als 80000 und höchstens bis etwa 190 000 aufweisen. Sie haben dann nämlich die Eigenschaft, mit den   obengenannten    flüssigen   Verbindungen des    Kohlenstoffes festere gummielastische Massen zu bilden.

  Man kann mittels Polyisobutylenen   Massen    herstellen, die   einen    Grad von Viskosität nach Wunsch   haben,      beginnend    mit der   Beschaffenheit    eines weichen Gelees bis zu einer stramm kautschukartigen Beschaffenheit.  



   Mit Polyisobutylenen verdickte Massen haben    ausserdem    den besonderen Vorteil,   dass    sie bei   heftigen    Aufschlag am Ziel, z. B. als   Brandgeschoss,    mit einer Zerlegerladung nicht    brechen ,    d. h. die flüssigen An teile beim Aufschlag des Geschosses am Ziel vom ausquetschen bringen.



   Polyisobutylene ergeben auch durch   ihre    gummi   aflige    Beschaffenheit Massen, wodurch sie unter Umständen wie feste Körper gehandhabt werden   könulen    und dadurch die Manipulation wesentlich vereinfachen.



   Ausser der reinen Kohlenwasserstoffen Benzol und Benzolkohlenwasserstoffen, wie Xylol oder Tetrahydronaphthalin oder Toluidinen oder reinen Benzinen, d. h.



  z. B. Leichtbenzin oder Lackbenzin, sowie ausser reinem   Kohlendisulfit    kommen auch brennbare, noch ungereinigte Vorprodukte oder   Abfallerzeugnisse    aus der Roh ölverarbeitung oder der Leichtölherstellung sowie Rückwände aus der Kautschukverarbeitung, der   chemischen    Wäscherei oder dergleichen in Betracht.



   Zusätzlich zu   diesen      vorgenannten,    flüssigen Verbindungen des Kohlenstoffes kann man auch noch andere dünnflüssige, organische Verdünnungsmittel   mit-    verwenden, welche selbst leicht brennbar sind. Solche Zusätze können   beispielsweise      Terpentinöl,    Tetralin, Ester oder acyclische, gesättigte   Kohlenwasserstoffe    sein.

  Man kann ferner auch neben oder anstelle solcher weiteren dünnflüssigen, brennbaren Zusätze auch   schwerflussige    Kohlenwasserstoffe   oder    auch   bei      Rlaum-    temperatur sogar feste organische   Substanzen      zugeben,    soweit sie gut   brennbar    sind und in den flüssigen Bestandteilen löslich sind, wie   Naphthalin    oder Paraffine.



   Die vorgenannten Zusätze an Verdünnungsmitteln oder an löslichen, brennbaren festen Substanzen sind gut geeignet, um den Abbrand der   Brandmasse    in besonderen Fällen wünschenswert zu beeinflussen. Beispielsweise kann es erwünscht sein, dass beim Abbrennen starke Rauchwolken gebildet werden   und    dass diese sich   durch    ihre Schwere dicht am Boden   halten    oder eine besonders dunkle Farbe aufweisen. Reines Kohlenstoffdisulfit brennt als mit Polymerisat verdicktes Gemisch bei Tageslicht fast ohne sichtbare Flamme ab und erzeugt auch keinen Rauch. Dieses Verhalten kann zwar erwünscht sein,   beispielsweise,    um den Aufschlag eines Geschosses mit   einet    derartigen Füllung nicht sichtbar werden zu lassen von einer Beobachtungsstelle aus.

  Anderseits ist es aber häufig erwünscht, durch die   Bildung    eines starken Rauches die Schockwirkung am Zielort   eines    Geschosses zu steigern und vor allem durch dichte   Rauchwollken    die Löscharbeit zu erschweren.



   Zur Herstellung der verdickten Masse aus   Veb    dickungsmittel und Flüssigkeit wird ein gemäss der Erfindung zu verwendendes   Polymerisat,      vorzugsweise    Polystyrol oder ein Polyisobutylen, in zerkleinerter Form, z. B. als Pulver oder Späne mit der leicht   íbrenn-    baren Flüssigkeit durch   Verrühren    vermischt, bis die Mischung den gewünschten Verdickungsgrad erreicht hat. dann wird sie in den Behälter des Geschosses, z. B. eines Flammenwerfers,   eingefüllt    und der Behälter dicht verschlossen. Das Geschoss kann praktisch über beliebige Zeit, z. B. über Monate oder Jahre,   gelagert    werden, ohne dass sich Flüssigkeit ausscheidet.



   Je nach dem Mengenverhältnis von   Flüssigkeit,    beispielsweise in Form einer Mischung eines leichtflüssigen aliphatischen oder aromatischen   Kohlenwas-    serstoffes, zu   Verdickungsmittel    und ferner abhängig von der Art und Menge weiterer Zusätze, kann man ein verschiedenes physikalisches Verhalten, z. B. verschiedene Verdickungsgrade und ein unterschiedliches Verhalten bei der Anwendung der Brandmasse erreichen.



  Mit Polystyrol beispielsweise erhält man je nach der   Menge    hochviskose bis geleeartig steife Massen, die zwar von selbst nicht zerfliessen, aber bereits bei Druck und Reibung, wie sie bei der Verteilung von Handpflegegelees auf der Haut üblich sind, sich verschmieren lassen; bei grösseren Zusatzmengen erhält man steifere   GeFleemlassen,    die erst bei härterem Aufschlag auf eine Unterlage   breiartig    zerfliessen. Diese mit Polysterol hergestellten Massen zerspritzen aber im Anwendungsfalle mit einer   Geschossfüil'ung,    wenn das Geschoss noch eine   Zerlegeriadung    erhält und dann be   steht    die Möglichkeit, dass die zerspritzten oder zersprühten Massen  brechen .



   Die Haftfähigkeit dieser Massen ist jedoch ausgezeichnet und für gewisse Zwecke, bei denen nicht mit einem sehr hohen Aufschlagdruck gerechnet werden muss, eignen sie sich sehr gut.



   Mit   Polyisobutyienen    erhältliche   verdickte    Massen haben, besonders bei grösseren Zusätzen und dann, wenn sie eine sehr hohe Eigen viskosität haben, einen so festen Zusammenhalt, dass sie selbst bei sehr hartem Aufschlagdruck, d.h. wie erwähnt, bei Geschossen mit Zerlegerladung, nicht brechen, sie sind aber überraschend haftfähig und fallen selbst von senkrechten Wänden, sobald sie brennen, nicht ab, sondern kleben praktisch so fest, dass sie sich nicht abreissen lassen.



   Während verdickte Massen der eingangs erwähnten, bekannten Art bei geringem Aufschlagdruck bereits brechen bzw. nach Lagerzeiten von   wenigen    Wochen   Flüssigkeit    ausscheiden, so dass bei Anwendung ein Flüssigkeitsbrand von nur wenigen Sekunden entsteht, ergibt eine Brandmasse nach der Erfindung in allen   Fällen    einen Festkörperbrand, der,   Bezogen    auf gleiche Raumteile von Brandmasse, die etwa 10fache Brenndauer mindestens ergibt.



   Die   gemäss    Erfindung   hergestellten    gelierten Massen aus Flüssigkeit und verdickendem Polymerisat können ferner noch mit weiteren Zusatzstoffen vermischt   werden.    Diese Substanzen in pulveriger oder körniger Form kann man zusetzen, um beispielsweise die Brenntemperatur oder die   Brauddauer    noch weiter zu steigern. Man kann auch solche Substanzen zusetzen, die selbst nicht brennen, die aber durch die Bildung glühender Schlacken, welche sich in die getrockneten Flächen einbrennen, die Wirkung der Brandmasse nachhaltiger machen. Durch leichtentzündliche Zusätze schliesslich kann man auch die sogenannte  <  < Zündwilligkeit >  >  derart verbessern, dass eine Entzündung auch bei niedrigeren   Aussente,mperaturen    oder in Gegenwart von Wasser eintritt.



   Als Zusätze endlich kann man auch noch Stoffe verwenden, welche   bei    der erhöhten   Temperatur    der   brennendeln    Masse sich   aufblähen      oder die    Masse zum   Auftlähen    bringen, so dass die Masse gegebenenfalls sogar in Wasser schwimmend brennt.

 

   Als brennbare Zusätze der vorgenannten Art kommen insbesondere in Betracht: roter Phosphor, Sili   cium,    Siliciumverbindungen, wie Silicide, z. B.   Kaicium-    silicid, Ferrosilicium oder Lithiumsilicid; es kommen ferner in Betracht leicht brennbare Metalle, wie Ma   gueslum,      Aluminium    oder Lithium oder deren Legierungen und selbstverständlich Gemische der   vorgenann-    ten festen Zusätze. Ein   Phosphorzusatz    hat die Wirkung, dass   Idie    Masse bei einem Löschversuch erneut  aufflammt. Leichtmetallpulver ergeben vor allem hohe Brandtemperaturen und bilden feste Oxyde mit den schlackenbildenden Stoffen, als welche Kieselgur, Tonziegelmehl oder dergleichen in Betracht kommen.

  Diese Schlacken brennen sich in glühendem Zustand in   die    Unterlage   sein,      erhöhen    im Gegensatz zu   den      vorge-      kannen    Brandmassen,   weiche    nur in Flammen brenneun, die   Temperatur    der Unterlage und   bilden    sehr schwer löschbare Glutnester. Hierdurch wird die Wirkung von Brandmassen gegenüber den vorbekannten Brandmassen wesentlich gesteigert und rauch die Einwirkungsdauer erheblich verlängert.



   Als Zusätze, welche beim Erhitzen Schäume bilden oder eine   Schaumbildung    hervorrufen, kommen Harze und   Kunstharze,    beispielsweise Phenolformaldehydkon- densationsharze in Betracht. Diese   bilden    festhaftende   schaumige    Verbrennungsprodukte   und    Krusten, welche die Glut lange aufrechterhalten.

  Zur Erzielung einer leichten, schaumigen Brandmasse eignen sich an sich bekannte Schaumerzeuger, vor allem   aber    das unter dem Handelnamen   Porofor    bekannte   Schaumerzeu-      zungsmittei      (Benzolsulfohydrazid).    Derartige Schaum- erzeuger wie   das      eben    genannte Benzolsulfohydrazid setzen, sobald die Temperatur der in Brand geratenen Masse etwa 100  erreicht, das Polymerisat und etwa noch anwesende Harze oder verschäumbare Stoffe in Schäume um, welche   durch    Wasser nicht zerstört werden und die Brandmasse zu einem schwimmfähigen Schwamm von langer Brenndauer machen.

  Hierfür genügen im allgemeinen geringe Mengen von 1 bis 2   Gew.%    der   vorhandenen      Polymerisate    an Benzolsulfahydrazit. Da Schwefelkohlenstoff ein spezifisches Gewicht bereits von über 1 hat, so kommt eine Masse, welche ausschliesslich oder    < doch      überwiegend,    d. h. zu mehr als 50 % der   brennbaren    Substanz an Schwefelkohlenstoff aufweist, als ein Material zur   Herstellung      schwimmfähiger Massen    nicht in Betracht.



   Ausser den als Verdickungsmittel dienenden Polymerisate kann man noch andere Polymere, wie Polyalkylene, zusetzen, um die Verbrennung zu   untZer-    stützen   und    die Reaktionstemperatur zu steigern. Solche weiteren Zusätze an Polymerisaten sind besonders dann vorteilhaft, wenn die Masse nicht   brennbare    Zusätze, wie Kieselgur oder Tonziegelmehl lenthält, um, wie erwähnt,   damit    Schiacken zu bilden.



   Die Menge an   Polyisobutylen    oder anderen verdickenden Polymerisaten gemäss der   Erfindung    richtet sich weitgehend nach dem   Verwe,nungszweck    der Masse.



  Um eine nicht   mehr      zerfliessende    Masse zu   erhalten,    genügen an sich sehr geringe Mengen, z. B. 1   bis      2 %.   



  Zweckmässig liegt jedoch   die    Menge   bei    mindestens 3 % und sie soll im höchsten Fall 15 % nicht übersteigen.



   Als besonders geeignet hat sich eine Zusatzmenge zwischen 3 und 5   Gew.%    verwiesen.



   Je höher die Eigenviskosität bzw. das   Molelkullar-    gewicht des verwendeten Polymerisates ist, desto ge   ringer    ist im allgemeinen die benötigte Menge, wobei sich die geeigneten Mengenverhältnisse im Einzelfall durch Vorversuche leicht vermitteln lassen.



   Auch bei Gemischen, z. B. solchen aus Polyäthylenen und Polystyrolen als Verdickungsmittel, gelten die gleichen Verhältnisse für   den    Zusatz.   Auch      hier    sind 3 bis 5 %   besonders    geeignet. Für die   Bemessung    der   Zusatzmenge      an    verdickendem Polymerisat gemäss der   Erfindung    ist   aber      fernerhin    auch der Verwendungs- zweck der Brandmasse insofern zu berücksichtigen, als man eine mehr plastische oder eine mehr steife, nur schwer zusammendrückbare Masse erhalten will.



   Für   Brandmassen    beispielsweise,   die    für Brandbomben   bestimmt    sind und   deren    Zerstörung beim   Auf-    prallen nur durch die Aufprallwucht erfolgt, wobei also nur der Impuls durch das Abbremsen des Falles   wirk-    sam wird und der Aufschlagzünder der   Bombe    seine Wirkung auf eine räumlich   @ur    begrenzt versprengte    < Masse    geltend machen kann, genügt eine Menge von 3 % an   Polyfmerisat    im allgemeinen. Eine solche Menge ergibt eine noch einigermassen plastische   Masse.    Der Anteil an leichtentzündlicher Flüssigkeit, z.

  B.   Benzol      oder    Schwefelkohlenstoff, kann dabei bis zu 97 % betragen. Im allgemeinen sollen die flüssigen brennbaren   Bestandteile      j'edenfalls    den Hauptbestandteil    < der    Brandmasse bilden, vor allem dann,   wenn    nicht   flüssige    Zusatzstoffe, wie Phosphor, Leichtmetallpulver oder Schlackenbildner zugesetzt werden.



   Will man   Brandinassen      herstellen,    welche für   Ge-    schosse mit   einer    Zerlegerladung   bestimmt      sind,    d. h.



  für   Geschosse,    bei weichen beim   Deponieren    des Geschosses die   Brandmasse    durch die Explosion einer Sprengladung fein und weit auseinander zersprüht werden würde, sofern die Masse keinen besonders festen   Zusammenhalt    hat,   d.    h. zähe ist, so ist es erforderlich, ein Polymerisat zu wählen,   das    von vornherein steifere Geleemassen   bildet.    Ein solches Polymerisat ist Polyisobutylen mit einem   mittleren    Molekulargewicht zwischen 80 000 und 180 000.

  Der Anteil tan brennender Flüssigkeit   soll    in diesem Fall   gering      bemessen      werden    und   höchstens      das      Vier-    bis   Fünffache    des Gewichtes an Polymerisat, z. B. Isobutylen, im Endprodukt   óetna-    gen.



   Der Lösungsmittelanteil kann in einem solchen Falle sogar genauso gross sein   Igewichtsmässig,    wie die Menge an   Polymerisat.    Die   Herstellungsweise      einem    solchen Masse wind näher weiter   unten    an   einem    Beispiel erläutert. Vorteilhaft geht man dabei   zunächst    jedenfalls von   leiner    Lösung aus,   weiche    das Polymerisat in gerin- geber   Konzentration    enthält und   erhöht    allmählich die Konzentration   an      Polymerisat    durch Abdunstenlassen der Quell- oder Lösungsflüssigkeit.



   Allgemein geht   man    bei der Herstellung von Brand- massen nach der Erfindung so vor, dass man das verdickend wirkende   Polymerisat      als      Pulver    oder in ver   spanter    Form oder   sonst    in fein verteilter Form, z. B.



  gekörnt zwecks Beschleunigung des Prozesses mit dem leicht entzündlichen flüssigen Material verrührt, vorzugsweise unter Verwendung von Holzkrücken   oder    in einem geeigneten Rührwerk, wobei man die flüssigen Brennstoffe zweckmässig nach und nach zugibt, bis die Masse homogen ist und bereits viskos, aber noch rührfähig, bevor man etwa nicht   lösliche    Zusatzstoffe zusetzt. Letztere, wie z. 

  B.   Phosphor    oder Leichtmetalle in Form von Pulvern, gibt   man    kurz vor Erreichen des gewünschten Verdickungsgrades zu und verteilt sie in   Ider    Masse   gleichmässig    durch Rühren, bis ein homogener Teig   entstanden    ist, der    < keine      flüssige      Phase    mehr ausscheidet.



   Beispiele
I
Zur   Herstellung    einer Brandmasse, welche   als    Verdickungsmittel Polystyrol und noch Zusätze an   fein-    verteilten Brandmitteln enthält, geht man beispielsweise wie folgt vor:
Aus einem Liter Benzin (Flammpunkt unter 210 C, Siedepunkt 800 C, spezifisches   Gewicht    0,73) und einPLN N="55" <   Liter Benzol   (Eiammpunkt    minus 150 C, Entzündungspunkt etwa 560 C) stellt man in einem Porzellangefäss eine Mischung her, in welches man 50 g Polystyrolpulver bei einer Raumtemperatur von etwa 150 C einrührt, bis die Mischung sich   honigartig    zu verdicken beginnt, aber noch gut rührfähig ist.



   In diese Mischung   rührt    man von einer bereits vorbereiteten homogenen Mischung aus 150 g Magnesiummetallpulver, 350 g hellrotem Phosphorpulver und 50 g praktisch wasserfreiem Natriumnitrates vorsichtig so viel ein, bis sich beim Mischen und Rühren eine homogene Masse bildet, die sich von der glatten Wand des   Prozellangefässes    von selbst   ablöst.    Diese teigartige Masse wird über einen Dosiertrichter unter Vakuum in den Behälter des zu   verwendenden    Geschosses einge   saugt.   



   Nachstehende Beispiele II-V sollen besonders geeignete Mengenverhältnisse zwischen den Kohlenstoffverbindungen und den polymeren Verdickungsmitteln aufzeigen, wobei diese   Gemische      auch    noch in der oben beschriebenen Weise Zusätze von festen   Brennstoffen    oder Schlackenmitteln   enthalten    können. Letzteres zeigt vor allem Beispiel V.



   II.



   30 bis 35 % Schwefelkohlenstoff
30 bis 35 % Leichtbenzin
30 bis 35   m    Benzolvorlauf
3 bis 15 % - vorzugsweise 5 % - Polystyrol
Dieses Gemisch gibt eine geleeartige Masse von langer Brennzeit. Sie entwickelt dunkle, jedoch   weniger    dichte Wolken.



      Ill.   



   30 bis 35 % Schwefelkohlenstoff
30 bis   35,n    Benzolvorlauf
30 bis 35 % Benzol
3 bis 15 % Polystyrol    Man    erhält eine steifgeleeartige lang   brennende    Masse, die sich durch die Bildung   dichter    und dunkler Rauchwolken auszeichnet und damit   besonders    die psychische Einwirkung wirksam steigert.



      IV.   



   30 bis 35 % Benzol
10 bis 15 %   Leichtbenzin   
50 % Ligroin
2 % Polystyrol
4 % Polyisobutylen
Polystyrol und   Polyisobutylen    werden in dem verwendeten Benzin gelöst und die   Lösung    mit den übrigen Kohlenwasserstoffen vereinigt. Das entstehende Gemisch ergibt eine steifelastische Geleemasse, die nur bei sehr starkem Aufschlag ein Brechen zeigt und mit schwach gefärbten Wolken abbrennt.



   V.



   30 bis 35 % Schwefelkohlenstoff
30 bis 35 % Benzolvorlauf
10 bis   15%    Naphthalin
20 bis 25   %    Benzol
Rest auf 100 % Polyisobutylen (Molekulargewicht etwa 180 000).



   Das Polyisobutylen wird zunächst in der   gesamten    Menge des Benzols eingemischt, bis   eine    homogene Masse entsteht. Dann werden Schwefelkohlenstoff und das vorher in Benzolvorlauf gelöste Naphthalin zugesetzt. Dieser Masse gibt man dann eine vorbereitete Mischung aus 35   Gew.%    rotem Phosphor, 40   Gew.%    eines Gemenges von Mangesiummetallpulver, Aluminiumpulver und Ferrosilicium in jeweils gleichen Anteilen zu, und zwar 30 Raumteile dieser festen Zusätze zu 100 Raumteilen des Gemisches aus flüssigen Stoffen und Polymerisat.



   Die   entstandene    Masse hat gummielastische Beschaffenheit und verbrennt mit der Bildung von dunklen dichten Rauchwolken.



   VI.



   Eine Brandmasse mit Zusätzen an festen Stoffen stellt man wie folgt her:
30 bis 35 Teile Schwefelkohlenstoff
30   bis    35 Teile   Benzolvorlauf    werden   miteinander    gemischt und unter Verrühren zu 3 bis 15 Teilen fein zerspanten   Polyisobutylens      gegeben,    weiches in 20 bis 25 Teilen Benzin gelöst ist. Das   Mo-    lekulargewicht des Polyisobutylens   beträgt    80 000.



   Die   Gesamtmischung    wird nach 1-2   Minuten    durch Rühren homogen und hat die Viskosität von dickem, noch fliessfähigem Honig. Nun setzt man eine vorbereitete Mischung aus 65 Gew.-Teilen und Rest auf 100 je zur Hälfte aus Magnesiumpulver und Kalciumsilicid   zu.    Die Zusatzmenge an diesem Gemisch beträgt 10   Gew.-Teile    der nach Zusammenmischen erhaltenen und durch Rühren homogenisierten   Masse.    Die Gesamtmasse bildet   dann    einen steifen   Geleeteig.   



   Bei der Verwendung bildet eine solche Masse an einer senkrechten Wand, gegen die sie   geschleudert    wurde, einen fest haften den Fladen, der sich in die beaufschlagte Fläche tief   einbrennt.    Etwas weiter im Umkreis verteilte   kleinere,      aber    ebenso feste Massenteile werden beim Brennen der Hauptmasse von dieser alsbald weiterentzündet.



      VII.   



   Zur Herstellung einer verdickten Brandmasse für Geschosse mit einer   Zerlegeriadung    geht man wie folgt vor:
5   Gew.-Teiie    eines unter dem Handels namen Oppanol B bekannten Polyisobutylens (Molekulargewicht etwa 190000) werden mit 30 bis 50 Teilen Benzin in eine   vollkommene    Lösung gebracht. Dann lässt man so viel Benzin abdunsten, dass die flüssige, bereits dickflüssige Masse noch gut rührfähig ist. Hierauf gibt man eine vorbereitete Mischung von 20 Gew.-Teilen gekörntem und etwa Stecknadelkopfgrösse aufweisenden gepulverten Aluminiums und fein gepulverten Magne   saums    im Verhältnis 1: 3 zu.

  Ferner gibt man zu 60 Gew.-Teile roten Phosphor und 10 Gew.-Teile Kal   ciumsilieid.    Diese Zusätze werden in die flüssige Masse vorsichtig eingerührt, bis die Verteilung gleichmässig ist, was sich   durch    die färbende Wirkung des roten Phosphors leicht feststellen lässt. Man rührt so lange, bis sich eine Abscheidung von Flüssigkeit nicht mehr zeigt und sich ein am Rührgefäss nicht mehr anhaftender Teig gebildet hat. Durch Wiegen stellt man fest,   inwieweit    der Gewichtsteil an Benzin sich vermindert hat. Gegebenenfalls lässt man noch soviel Benzin   ah-      dunstes,    damit der Benzinanteil schliesslich 5 Gew.% erreicht. Die fertige Masse bildet einen stralmm   kan-    tschukartigen Block. 

  Durch Anwesenheit einer   Zerleger-    ladung bei der Anwendung dieser Masse wird die Masse nicht zersprüht, sondern infolge ihrer Zähigkeit nur in grössere Brocken zerrissen. Diese Brocken haften jedoch brennend, wie oben erwähnt, gut an einer senkrechten Fläche.  



     Polymerisiate    höheren Molekulargewichtes,   besen-    ders wenn diese über 150 000 liegen, gehen sehr schnell in kompakte Geleemassen über. Man muss deshalb beim   Zusetzen    von festen Stoffen auf ein schnelles Arbeiten   Rücksicht    nehmen. Für die Einbringung beispielsweise in Granaten führt man sie deshalb vor Erstarren zweckmässig in geeignete Formen ein, die sich sehr gut hand   haben    lassen.



     PATENTANSPRUCH    I
Mindestens eine flüssige, leicht entzündliche Kohlenstoffverbindung und ein Verdickungsmittel enthaltende   Brandmasse,    dadurch gekennzeichnet, dass das Verdickungsmittel aus mindestens einem Polymerisat einer Kohlenwasserstoffverbindung mit olefinischen Doppelbindungen besteht.



      UNTERANSPRÜCHE   
1. Brandmasse nach Patentanspruch I, dadurch   ge-    kennzeichnet, dass die leicht entzündliche flüssige   Koh-      len stoffkomponente    ein aromatischer   und!/oder      alipha-    tischer Kohlenwasserstoff ist.



   2. Brandmasse nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die leicht entzündliche flüssige Kohlenstoffkomponente Kohlenstoffdisulfid oder ein Gemisch aus Kohlenstoffdisulfid   und    mindestens einem Kohlenwasserstoff ist.



   3. Brandmasse nach Patentanspruch I, dadurch ge   kennzeichnet,    dass der Gehalt lan verdickendem Polymerisat 3 bis 15   Gew.%,    vorzugsweise 3 bis 5 Gew.% beträgt.



   4. Brandmasse nach Patentanspruch I oder einem der Unteransprüche   1 bis    3,   dadurch      gekennzeichnet,    dass es als Verdickungsmittel 3 bis 15   Gew.%    an mindestens einem der Polymeren Polystyrol   und    Polyisobutylen und als leicht   entzündliche    flüssige   Knhlen-    stoffkomponente mindestens einen leicht brennbaren Kohlenwasserstoff oder mindestens Kohlenstoffdisulfid enthält.



   5.   Brandmasse    nach Unteranspruch 4, dadurch   ge    kennzeichnet, dass sie als Verdickungsmittel   Poliystyrol    mit einer   Eigenviskosität    entsprechend einem k-Wert von 90 bis 100 enthält.



   6. Brandmasse nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Verdickungsmittel ein Polylsobutylen mit einem mittleren   Molekular,gewicht    zwischen 150000 und 200000, vorzugsweise 160000 bis 180 000, ist.



   7.   Brandmasse    nach Patentanspruch I,   dadurch    gekennzeichnet, dass sie   ausserdem    noch   bei    Raumtemperatur schwerflüssige oder feste, brennbare Stoffe enthält.



   8. Brandmasse nach Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet,   dass    sie mindestens einen der folgenden festen Stoffe in feiner Verteilung enthält: roten Phos   phor,    feinzerkleinerte brennbare   Leichtmetalle    oder Le   gierungen,      Silicium    oder Siliciumverbindungen, insbesondere Silicide, Harz, z. B. Kunstharz.



   9. Brandmasse nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass sie ausserdem nicht brennbare, feste und   zur    Schlackenbildung geeignete Stoffe enthält.



   10.   Brandmassie    nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass sie zur Bildung von schaumartigen Massen geeignete, bei Wärme wirksam werdende   Treibt    mittel enthält.



   11.   Brandmgasse    nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass der Anteil an leicht entzündlichen, flüssigen   Substanzen    nicht mehr beträgt,   als      das    etwa Fünffache des   Gewichtes    an verdickendem   Polymerisat    und dass vorzugsweise die   Mengen    an verdickter Flüssig   keit    und   Verdickungsmittel    gleich sind.

 

      PATENTANSPRUC:H II       Verzahnen    zur Herstellung einer   Brandmasse    nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man das   Polymerisat    oder   Polymerisatgemisch    in feinverteilter Form nach und nach durch Zugabe   mindlestens    einer leicht entzündlichen flüssigen Kohlenstoffverbindung unter vorsichtigem Rühren in eine homogene verdickte Masse überführt. 

Claims (1)

  1. UNTERANSPRUCH
    12. Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass man zur Herstellung einer Brandmasse hoher Zähigkeit, insbesondere zur Verwendung für Brandgeschosse, welche mit einer Zerlegerladung versehen sind, zunächst eine Mischung von einer leicht entzündlichen, fiüssigen Kohlenstoffverbindung und einem Polymerisat herstellt, wobei die Flüssigkeit mehr als das Fünffache des Polymerisats beträgt und nach Herstellung eines homogenen Teiges, insbesondere mit feinverteilten festen Zuslatzstoffen, durch Verflüchtigung von Flüssigkeit den Anteil von Flüssigkeit zu Verdickungspolymerisat auf weniger als 5 : 1, insbesondere 1:1 reduziert.
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