Münzbetrags-Zähleinrichtung
Es ist bei durch Münzeinwurf betätigbaren Maschinen, z. B. Münzwaschautomaten, erwünscht, den über eine längere Blenützungszeit der Maschine eingeworfe- nen Oeidbetrag laufend zu zählen und zu registrieren, um eine Kontrolle über den Soll-Inhalt der vom Aufsichtspersonal geleerten Geldsammelkassette zu haben.
Die vorliegende Erfindung betrifft leine zu diesem Zweck vorgesehene Münzbetrags-Zähleinrichtung in einer durch Münzeinwurf betätigbaren, programmgesteuerten Maschine, insbesondere in einem Münzwaschautomaten, mit einem Ziffernzählwerk zur additiven Registrierung des eingeworfenen Münzbetrags und einem das Ziffernzählwerk speisenden Impulsgeber.
Das Ziffernzählwerk kann ein bekannter handelsüblicher elektrischer Impulszähler, vorzugsweise mit fünf Ziffern, sein, wobei die fünfte Ziffer die Dezimalstelle darstellt. Der Zähler kann somit eine maximale Summe von Fr. 9 999,9 anzeigen. Auf eine zweite Dezimalstelle kann verzichtet werden, da bei der Anwendung im Münzwaschautomat die zweite Stelle ohnehin immer Null bleibt, da 5 Rp.-Stücke üblicherweise nicht verwen det werden.
Der Impulszähler muss nun von einer dem Münzbetrag entsprechenden Anzahl Stromimpulsen angesteuert werden. Die Erzeugung solcher Impulse setzt die Anwendung eines Impulsgebers voraus. Der Impulsgeber muss so ausgebildet sein, dass er in leinem grösseren Bereich von mindestens einem Impuls bis z. B. Maximal 57 Impulsen jede beliebige Impulszahl entsprechend dem Betrag des jeweiligen Waschprogrammes an den Zähler abgeben kann. Kostet z. B. ein Waschprogramm Fr. 1.60, muss der Impulsegeber bei diesem Programm
16 Impulse an den Zähler liefern, bei einem anderen Waschprogramm, das z.
B. nur Fr. -.40 kostet, müssen es nur vier Impulse sein, usw. Der Umstand, dass der Impulsgeber für mehrere Waschprogramme und überdies noch zu mehreren unterschiedlichen Preis abstufungen anpassbar sein soll, macht das Problem sehr umfangreich.
Erfindungsgemäss ist die Zähleinrichtung, dadurch gekennzeichnet, dass der Impulsgeber als Walzenkonu taktwerk ausgebildet ist, das eine, mehrere durch zugeordnete Nockenscheiben betätigte Kontakte aufweisende Kontaktwalze aufweist, die inittels eines Elektromotors während einer Walzenumdrehung kontinuierlich angetrieben ist, dass ein Impulslkontaktelement vorgesehen ist, dias während einer Walzenumdrehung durch eine weitere, ihm zugeordnete Nockenscheibe periodisch betätigt ist, und dass die Eingangsanschlüsse der WalzJeIl, kontakte an eine elektrische :
:Speisequelle angeschlossen sind, während mindestens einer ihrer Ausgangsanschlüsse an den mit dem Ziffernzählwerk verbundenen Impulskonltaktelemrentiangeschlossen sind, derart, dass der bzw. die an das Impalskontaktelement auge- schlossenen Walzenkontakte die Erzeugung einer Anzahl Impulse bewirken, die der in Abhängigkeit vom zu registrierenden Münzbetrag gewählten, gesamten Schliesszeit des bzw. der Walzenkontakte entspricht.
Au sführungsbei spiele des Erfindunlgsgegenstandes werden nachstehend anhand der Zeichnung beschrieben.
Es zeigen:
Fig. 1 in schematischer Darstellung Einzelteile eines an sich bekannten Walzenkontaktwerkes,
Fig. 2 ein Prinzipschema einer an eine Maschine angeschlossenen Münzbetrags#Zähleinn.chtung mit einem Impulsgeber und einem Zählwerk,
Fig. 3 ein Schaltdiagramm des Impulsgebers,
Fig. 4a bis 4c verschiedene Verbindungsschemata des Impulsgebers.
In Fig. 1 sind die wichtigsten Einzelteile eines an sich bekannten, als Walzenkontaktwerk ausgebildeten Schrittschaltwerkes, wie es die vorliegende Erfindung als Impulsgeber für eine Münzbetrags-Zähieinrichtung vorsieht, schematisch dargestellt. Ein solches Walzenkontaktwerk umfasst mehrere Nockenscheiben 1, 2 und 3, welchen Schaltkontakte 4, 5 bzw. 6 zugeordnet sind. Die dargestellten Nockenscheiben 1, 2, 3, zu welchen im allgemeinen noch weitere, nicht dargestellte kommen, sind zu einer Walze angeordnet und weisen eine gemeinsame Achse 7 auf, in welcher z. B. eine Welle liegt, die durch einen Elektromotor 8, z. B. einen Synchronmotor, angetrieben ist, so dass bei Speisung des Motors 8 alle Nockenscheiben synchron gedreht werden.
Derartige bekannte Walzenkontaktwerke werden zur Steuerung von Maschinenfunktionen, z. B. Waschprogrammen von Waschmaschinen, als Schrittschaitwerke vorgesehen und weisen hierzu üblicherweise die folgenden Gruppen von Nockenscheiben 1, 2 und 3 auf.
Eine Mehrzahl von eigentlichen ProgrammNocken- scheiben 1 (nur eine dargestellt) weist Nocken 9, 10 und 11 in drei verschiedenen radialen Abmessungen auf, um zugeordnete, als Wechsier mit Mittelstellung ausgebildete Programm^Kontakte 4 über ein Betätiguingsglied 12 in drei verschiedene Schaltlagen zu bringen. Der Nocken 9 schliesst hierbei den Kontakt A und der Nocken 11 den Kontakt B. Wenn, wie dargestellt, der Nocken 10 wirksam ist, befindet sich der Programlm¯Kontakt 4 in der offenen Schaltlage.
Die Anzahl der Nockenscheiben 1, die Ausbildung und Anordnung der einzelnen Nocken auf jeder Scheibe und die elektrischen Verbindungen der von den Nocken betätigten ProgrammKontakte 4 richten sich selbstverständlich nach den jeweils erforderli- chen Steuerungsfunktionen für die programmgesteuerte Maschine.
Eine einzige Nockenscheibe 2 betätigt bei den bekannten Schrittschaltwerken einen sogenannten Schrittkontakt 5, der in seiner offenen Schaltlage die Stromzufuhr zum Motor 8 unterbricht. Der Schrittkontakt hat die Aufgabe, den Motor 8 bzw. die Kontaktwal- ze in jeder Schrittposition in bestimmter Weise anzuhalten. Die den Schrittkontakt 5 betätigende Nockenscheibe 2 ist deshalb mit einer der Anzahl der vorgesehenen Schrittpositionen entsprechenden Anzahl Nocken 13 (nur teilweise dargestellt) versehen, die beim Übergang von einer Schrittposition zur nächsten, d. h. bei einer Drehbewegung der Kontaktwalze mit den Nockenscheiben 1, 2, 3, den Kontakt A geschlossen halten und ihn bei Erreichen der Schrittposition öffnen und damit die Stromzufuhr zum Motor 8 unterbrechen.
Ferner kann die Nockenscheibe 3 vorgesehen sein, deren Kontakt 6 als Haltekontakt ausgebildet ist, der nur in einer einzigen Lage der Nockenscheibe 3 offen ist, nämlich derjenigen Lage der Nockenscheibe, die der Aus-Schaltlage der programmgesteuerten Maschine entspricht.
Bei der Verwendung des beschriebenen SchJritt- schaltwerks zur zeitlichen Steuerung von Funktionen einer Maschine, z.B. einer Waschmaschine, weist das Schrittschaltwerk einen Eingang zur Stromzuführung auf, nämlich die beispielsweie mit Klemmen versehenen Anschlüsse C der Progr'amrnkontakte 4 der Nockenscheiben 1. Ferner weist das Schrittsehaltwerk mehrere Ausgänge auf, nämlich die ebenfalls mit Klemmen versehenen Kontaktanschlüsse A und B der Programm kontakte 4. Diese Ausgangsklemmen sind mit den entsprechenden Stromverbrauchern, z. B. der Waschmba- schinenheizung, dem Motor, einem elektromagnetischlen Ventil, der Pumpe usw., verbunden.
Die vorliegende Müuzbetrags-Zähleinrichtung macht nun vom Gedanken Gebrauch, ein solches Schrittschalt- werk als Impulsgeber für ein Impulszählwerk zu verwenden, wobei die Funktionen der Eingangs- und Ausgangsanschlüsse des Schrittschaltwerks vertauscht werden.
Die Programmkontakte 4 (Fig. 1) übernehmen hierbei die Funktion sogenannter Preismarkierer, wobei die Klemmen der Kontaktanschlüsse C jeweils die Eingangsklemmen für eine Stromzuführung darstellen. Der ursprüngliche Schrittkontakt 5 wird als Impulskontakt verwendet, der einerseits mit den Anschlüssen A, B der Kontakte 4 verbunden wird und andererseits an einen elektromagnetischen Impulszähler angeschlossen wird.
Bei während einer Umdrehung jeder Nockenscheibe 1, 2, 3 ständig drehendem Motor 8 liefert der Impulskontakt an den Impulszähler also periodisch Impulse nach Massgabe der Kontaktlagen der -Kontakte 4 aller Nokkenscheiben 1. Die Kontaktwalze ist nun so zu programmieren, d. h.
die Nockenscheiben 1 sind so auszubilden, dass jedem Programm der programmgesteuerten Maschine eine Nockenscheibe 1 zugeordnet ist und der Kontaktanschluss C des Kontakts 4 dieser Nockenschei- be beim Ablauf des betreffenden Programms mit Spannung beaufschlagt wird, und ferner die betreffende Nockenscheibe so ausgebildet wird, dass einer ihrer Kontakte A oder B während einer bestimmten Zeit geschlossen ilst, während welcher dann eine entsprechende Anzahl Impulse durch den Impulskontakt 5 der Nockenscheibe 2 erzeugt und im angeschlossenen Impulszähler gezählt wird. Wenn also jeder Impuls einer Geldeinheit, z.
B. 10 Rappen, entspricht, kann man den jedem Maschinenprogramm zugeordneten Preismarkierungskontakt 4 durch entsprechende Ausbildung der zugehörigen Nockenscheibe 1 so programmieren, dass er für ein durch einem festgesetzten Preis entsprechenden Münzeinwurf auslösbares Programm während der entsprechenden Dauer geschlossen bleibt und die dem Preis äquivalente Anzahl Impulse erzeugt, also z. B. 28 Impulse für einen Programmpreis, insbesondere Waschprogrammpreis, von Fr. 2.80. Im Zähler wird dadurch indirekt der Wert der eingeworfenen Münzen registriert und über eine beliebige Range, nur von der Zählkapazität des Zählers abhängige Benützungsdauer der Maschine summiert.
In Fig. 2 ist ein Prinzipschema einer derartigen, an eine Waschmaschine angeschlossenen Münzbetrags- Zähleinrichtung mit dem beschriebenen Impulsgeber und dem Zählwerk dargestellt. Der Impulsgeber IG enthält einen Synchronmotor M, der eine Kontaktwalze mit mehreren Nockenscheiben gemäss Fig. 1 antreibt. In
Fig. 2 sind nur die Kontakte 4, 5, 6 dieser Nockenschei ben agedeutet, wobei die Umschaltkontakte 4 verein- facht dargestellt sind. Kontakt 5 ist wiederum der Impulskontakt gemäss Fig. 1 und Kontakt 6 der
Haltekontakt für die Speisung des Motors M. Der Motor
M ist mit einer Speiseklemme 20, einer Nulleiterklemme
27 und über den Haltekontakt 6 mit einer weiteren
Klemme 28 verbunden.
Die eingangsseitigen Anschlüsse
C der Preismarkierkontakte 4 sind mit Klemmen 21 bis
25 verbunden, wobei im dargestellten Ausführungsbei spiel fünf solche Kontakte 4 und demnach fünf Nocken scheiben 1 (Fig. 1) vorgesehen sind. Der Anschluss C des Impulskontaktes 5 ist mit Ider Klemme 26 verbun- den. Die Anschlüsse A aller Kontakte 4 und des Kontakts 5 sind miteinander verbunden.
In der die Netzwechselspannung führenden Phasenleitung ist ein Hauptschalter 29 der Maschine, nachstehend beispielsweise als Waschmaschine bezeichnet, an geordnet. Dieser Schalter wird bei der Inbetriebnahme der Waschmaschine geschlossen und bleibt bis zur Beendigung des letzten Waschprogrammes geschlossen.
Über den Schalter 29 sind die Klemmen 25 und 28 sowie weitere Maschinenlschalter 30 und 31 mit der Phasenleitung verbunden. Der ,Schalter 30 wird bei der Durchführung jedes Waschprogramms jeweils kurzzeitig geschlossen und kann z. B. der Schalter für die Erregung des Veredlerbechermagnets der Waschmaschine sein.
Die Schalter 31 setzen eines der vier im vorliegenden Beispiel vorgesehenen Waschprogramme in Gang, z. B.
Kochwäsche, Buntwäsche, Nylon, Wolle, und werden dann geschlossen, wenn der Haupbschalter 29 betätigt worden ist, d. h. geschlossexl ist, und der für das gewählte Waschprogramm vorgesehene Geldbetrag in Form von Münzen in die Maschine eingeworfen worden ist. Der Schalter 30 ist mit der Klemme 20 des Impulsgebers IG, und je einer der Schalter 31 ist mit einer der Klemmen 21 bis 24 verbunden. An die Klemme 26 des Impulsgebers IG ist der Impulszähler ZW angeschlossen, der andererseits mit dem Nulleiter verbunden ist.
Die dargestellte Einrichtung arbeitet wie folgt: Nach Schliessen des Hauptschalters 29 wird durch MünzeinW wurf beispielsweise der mit der Klemme 21 verbundene Schalter 31 Kochwäsche geschlossen, so dass an der Klemme 21 die Netzspannung liegt. In einem beliebigen Zeitpunkt des nun ablaufenden Waschprogramms erfolgt die Schliessung des Schalters 30, z. 3. bei der Veredlereingabe zur Wäsche.
Dadurch läuft der Motor M an, dreht die Kontaktwalze des Impulsgebers, so dass nach kürzester Zeit durch die Nockenscheibe 3 (Fig. 1) der Kontakt 6 geschlossen wird und der Motor M dadurch dauernd gespeist wird, auch wenn der Schalter 30 wiederöffnet, bis die Kontaktwalze eine volle Umdre- hung ausgeführt hat und der Kontakt 6 wieder öffnet, worauf der Motor M augenblicklich zum Stillstand kommt.
Der Kontakt 5 schliesst und öffnet während der Drehbewegung der Kontaktwalze infolge Betätigung durch die Nockenscheibe 2 (Fig. 1) periodisch, beispiels- weise insgesamt 60mal während der einen Umdrehung der Kontaktwalze. Der an die Klemme 21 angeschlosse- ne Kontakt 4 schliesst bei Betätigung durch seine Nockenscheibe 1. Wenn er geschlossen ist, liegt am Anschluss A die Netzspannung, so dass der Impuiszäh- ler periodisch erregt wird und jedesmal einen Impuls registriert.
Die Nockenscheibe des an die Klemme 21 angeschlossenen Kontakts 4 ist hierbei so ausgebildet, dass sie den Kontakt 4 während einer Zeit schliesst, die notwendig ist, um eine Zahl von Impulsen zu erzeugen, die mit dem zum Schliessen des ebenfalls an die Klemme 21 angeschlossenen Schalters 30 lerfordqerlichen Münzbetrags zum Auslösen des Waschbetrags gemäss einer festen Korrelation, z. 3. 1 Impuls pro 10 Rappen, übereinstimmt.
Nach Beendigung des Waschprogramms und Öffnen aller Schalter und Kontakte hat der Impulszähler demnach den eingeworfenen Geldbetrag in festgesetzten Einheiten unlöschbar registriert.
Der gleiche Vorgang läuft bei den übrigen Wasch programmen bei Schliessen der weiteren Schalter 30 ab, wobei jede der die Kontakte 4 betätigenden Nockenscheiben gemäss dem für das betreffende Waschprogramm festgesetzten Preisschema ausgebildet ist.
Beim vorgängig beschriebenen Ausfühuungsbeispiel ist jedem Waschprogr2mrnpreis je ein Preismarklerungs- kontakt 4 fest zugeteilt. Durch Anordnung einer grösseren Zahl Kontakte und einer entsprechenden Zahl zugehöriger Nocken scheiben ist es zwar möglich, die Münzbeträge für mehrere Waschprogramme mit je untrerschiedliche Preisansätze ergeben sich zwangsläufig lässt sich der Impulsgeber nicht unterschiedlichen Preisansätze für dasselbe Waschprogramm anpassen. Solche unterschiedliche Preisansätze ergeben sich zwangsläufig in Abhängigkeit des Aufsteilungsortes der Waschmaschine (Miethaus, Waschsalon usw.) und von Preiserhöhungen oder -verminderungen.
Eine Anpassbarkeit des Impuisgebers lässt sich dadurch erzielen, dass man Preismarkierkontakte und entsprechende Nockenscheiben afur beispielsweise 2, 4, 6, 8... Impulse pro Umdrehung der Kontaktwalze entsprechend Preisabstufungen von beispielsweise 20 Rappen auslegt und die Kontakte dann nicht fest, sondern bedarfsweise einem gewählten Waschprogramm zuteilt. Diese Lösung hat aber eine unerwünscht grosse Anzahl von Kontakten zur Folge.
Gemäss einer weiteren Ausführungsform der Erfin- dung lässt sich nun die Anzahl der Kontakte wesentlich verringern, wobei jedoch eine Anpassbarkeit an eine Vielfalt von Waschprogrammen und Preisansätzen gewährleistet bleibt. Der Grundgedanke dieser weiteren Ausführungsform besteht darin, dass die Preismlarkier- kontakte aller Nockenscheiben in zwei Gruppen unterteilt werden, nämlich in eine im folgenden Grundmlar- kiergruppe genannte Gruppe und in eine Differenzmar- kiergruppe.
Die Kontakte der Grundmarkiergruppe liefern hierbei genau oder angenähert die Impulse für den Preis des billigste Programms, während Bdie Kontakte der Differenzmarkierung die Impulse nur die Differenz der Beträge der einzelnen Programme bezüglich der GrundEmarkierung liefern, so dass die 'Summe der registrierten Impulse den Preis des entsprechenden Pro gramms darstellt.
Wie nachstehend im ein;zelnen aus,ge- führt wird, kann die jeweilige Impulserzeugung durch einfaches Auswechseln elektrischer Verbindungen Preissatzänderungen angepasst werden, wobei zur Erfassung der eingeworfenen Münzbeträge für die in der Maschine vorgesehenen mehreren und unterschiedlichen Programm me keine laufenden Anpaslsungen notw dig sind.
Anhand des in Fig. 3 dargestellten Schaltdiagramms der Kontakte eines solchen Impulsgebers wird die erwähnte Betriebsweise nachstehend näher erläutert.
Im Diagramm der Fig. 3 sind in der ersten Kolonne links neun Kontakte bezeichnet, die durch je eine Nockenscheibe der Kontaktwalze gemäss Fig. 1 betätigt werden. Jeder Kontakt ist als Umschaltkontakt mit Mittelstellung ausgebildet, wobei die beiden Umschaltkontaktlagen wiederum mit A und B bezeichnet sind.
Kontakt 6 stimmt mit dem Kontakt 6 der Fig. 1 überein, wobei der Anschluss B nicht benützt wird Hierauf sind neun Kontakte I(4)... IX(4) vorgesehen, die den Kontakten 4 der Fig. 1 entsprechen. Als letzter Konbakt ist Kontakt 5 vorgesehen, der dem gleich bezeichneten Kontakt der Fig. 1 entspricht. Die den Kontakten zugehörigen Nockenscheiben sind ebenfalls der Fig. 1 zu entnehmen, d. h. die Kontakte 5 und 6 werden durch die Nockenscheiben 2 bzw. 3 betätigt, während für jeden der Kontakte 1(4)... In(4) je eine Nockenscheibe 1 vorgesehen ist, die entsprechend der gewünschten, im folgenden beschriebenen Schaltzeit ausgèbildet ist.
Im Diagramm ist nun waagrecht durch schraffierte Bänder dargestellt, in welchem Zeitpunkt und für welche zeitliche Dauer jeder der Kontakte geschlossen ist. Die Zeit ist also waagrecht eingetragen, wobei die dargestellte zeitliche Länge von 0 bis T einer vollständigen Umdrehung der Walze entspricht. Im dargestellten Diagramm ist angenommen das T= 1 Minute ist, so dass jede der zwölf eingezeichneten Kolonnen einen Zeitabschnitt von 5 Sekunden darstellt.
Gemäss den vorgängigen Ausführungen ist der Kontakt 6A bzw. seine Nockenscheibe als Haltekontakt ausgebildet. Der Kontakt 6A ist also mit Ausnahme eines ersten Abschnitts von einer Sekunde, der den ausgeschalteten Zustand der Maschine entspricht, immer geschlossen.
Der Kontakt SA stellt den Impulskontakt dar, der gemäss dem Diagramm der Fig. 3 einmal pro Sekunde durch die zugehörige Nockenscheibe (vgl. Fig. 1) geschlossen und geöffnet wird.
Die Preismarkierkontakte ... . IX sind bezüglich ihrer Schliessfuntkionen in zwei zeitlich gestaffelte Gruppen unterteilt. In der ersten Grundmarkiergruppe GM schliessen durch entsprechende Ausbildung der zugehörigen Nockenscheiben die Kontakte VIA, .3... IXA, IXB nacheinander in aufeinander- folgenden, angrenzenden und fortlaufenden Zeitabschnitten. Es ist ersichtlich, dass der Kontakt IXA von der 2. bis zur 3. Sekunde geschlossen ist, der Kontakt IXB von der 2. bis zur vierten Sekunde, der Kontakt VIIIA von der 4. bis zur 5. Sekunde, der Kontakt VIIIB von der 5. bis zur 8. Sekunde, der Kontakt VIIA von der 1. bis zur 12. Sekunde usw.
Aus diesem Schema ist ersichtlich, dass es durch Parallelschalten ausgewählter Kontakte möglich ist, jede beliebige, nach Sekunden abgestufte kombinierte Kontaktschliesszeit zwischen einer Sekunde und 35 Sekunden, der zeitlichen Gesamtlänge der Gruppe GM, zu erzielen. Beispielsweise lässt sich eine totale Schliesszeit von 15 Sekunden erreichen durch Prallelschalten der Kontakte VIA (8 Sekunden), VIIB (6 Sekunden) und VIIIA (1 Sekunde) erreichen.
Wenn nun die genannten, parallelgeschalteten Kontakte mit dem Impulskontakt 5A iln Reihe geschaltet werden und an alle Ei ngangsan schlüsse der genannten Preismlar- kierkontakte (Anschluss C des Kontakts 4 in Fig. 1) eine Spannung gelegt wird, dann erzeugt der Impulskkontakt Impulse während total 15 Sekunden, also 15 Impulse, die im Impulszähler gezählt und als dem zum Betrieb der Maschine eingeworfenen Münzbetrag entsprechen der Zahlwert registriert werden.
In der Differenzmarkiergruppe DM sind die an- schliessend betätigten Kontakte IA bis VB enthalten, deren Schliesszeiten sich von 2 Sekunden bis 20 Sekunden in Sprüngen von je 2 Sekunden erstrecken. Im Gegensatz zu den Kontakten der Grundmarkiergruppe GB, in welcher die Betätigung der Kontakte zeitlich nacheinander erfolgt, wird bei den Kontakten der Differenzmarkiergruppe DM die Betätigung jeweils der Kontakte A bzw. B gleichzeitig vorgenommen, so dass aus der ganzen Gruppe DM jeweils nur ein einziger oder zwei Kontakte benützt werden.
Durch Parallelschalten von ausgewählten Kontakten der Gruppe GM und eines Kontaktes der Gruppe DM sowie Serieschalten des Impuiskontaktes 5 zu dieser Parallelschaltung können demnach pro Umdrehung der
Kontaktwalze beliebige Impulszahlen von 1 bis 57 (35 + 22) erzeugt werden. Hierbei kann jede dieser Impulszahlen durch einfaches elektrisches Verbinden der entsprechend ausgewählten Kontakte erreicht werden, wobei zu beachten ist, dass die durch die Kontakte der Grundmarkiergruppe GM erzeugte Impulszahl höchstens gleich ist der dem niedrigsten für die betreffende Maschine vorgesehenen Preisansatz entsprechenden Impulszahl, da Impulse der Gruppen GM und DM nur addiert, nicht aber subtrahiert werden können.
Im folgenden wird zur weiteren Erläuterung anhand der Fig. 2 und der Fig. 4a, 4b und 4c ein Zahlen- und Schaltungsbeispiel beschrieben. Es wird angenommen, dass gemäss Fig. 2 eine Waschmaschine vier Waschprogramme, nacheinander ausgelöst durch die vier Schalter 31, aufweist. Ferner wird angenommen, dass mit derselben Einrichtung die vier folgenden Preissätze erfasst werden sollen (in Franken): Waschprogramm 1 Preissätze -.80 1.80 2.80
2 -.60 1.60 2.20
3 -.40 1.- 1.60
4 .20 -.80 1.40
Die angegebenen Waschprogramme enthalten beispielsweise folgende Operationen: Waschprogramm 1:
Kochwäsche mit Vorwaschen (Temperatur 65/90 "C, Laufzeit ca. 82 min.) Waschprogramm 2:
Buntwäsche mit Vorwaschen (Temperatur 45/65 "C, Laufzeit ca. 45 min.) Waschprogramm 3:
:
Nylonwäsche mit Vorwaschen (Temperatur 35/45 "C, Laufzeit ca. 35 min.) Waschprogramm 4:
Wolle mit Schongang (Temperatur 35 C, Laufzeit ca. 25 min.)
Die in den drei senkrechten Kolonnen angegebenen Preissätze sind beispielsweise gültig für ein Mehrfamilienhaus mit sehr geringem Preisansatz bzw. ein Mehrfamilienhaus mit wesentlichem höheren Preisansatz bzw.
einem gewerblichen Waschsalon.
Die für die genannten drei Preissätze zu benützenden Kontakte und Verbindungen der Kontakte gemäss Fig. 2 sind in den Fig. 4a, 4b und 4c dargestellt. Hierbei sind in diesen Figuren jeweils nur vier der gemäss dem Diagramm der Fig. 3 insgesamt neun Preismarkierkontakte I bis IX dargestellt; die fehlenden Kontakte sind der Übersicht halber weggelassen, da sie nicht ange schlossen sind. Ferner ist der Kontakt 6 der Fig. 2 in den Fig. 4a bis 4c nicht dargestellt, da er in diesem Zusammenhang ohne Bedeutung ist. Die Klemmenbezeichnungen 21 bis 26 stimmen mit denjenigen der Fig.
2 überein. Es sei daran erinnert, dass von den Klemmen 21 bis 24 jeweils nur eine für jeden Programm unter Spannung steht, während die Klemme 25 bei Ablauf jedes Programms dauernd unter Spannung gesetzt ist.
Die Klemme 26 ist mit dem Impulszähler ZW der Fig. 1 verbunden (Impulskontakt 5).
Im Falle des niedrigsten Preissatzes -.80, -.60, -.40 und -.20 ist das Schaltschema gemäss Fig. 4a massgebend, bei welchem unter Bezugnahme auf das Diagramm der Fig. 3 die Kontakte IIB, IIIB, IVB und VB mit dem Impulskontakt 5A verbunden sind. Mit der Klemme 25 ist kein Kontakt verbunden.
Bei Auslösen des Waschprogramms 1 liegt an der Klemme 2 die Netzspannung. Sobald der Motor M (Fig.
2) nach dem Schliessen des Schalters 30 in Gang gesetzt wird, dreht sich die Kontaktwalze, so dass gemäss Fig. 3 der Kontakt IIB während 8 Sekunden geschlossen ist und der Kontakt 5 demnach 8 Impulse erzeugt, die entsprechend dem vorgenannten Preis von -.80 im Impulszähler ZW (Fig. 2) als Ziffer 8 registriert werden Bei Auslösen des Waschprogramms 2 liegt die Netzspannung an der Klemme 22. Da der an diese Klemme angeschlossene Kontakt IIIB gemäss Fig. 3 während 6 Sekunden geschlossen ist, werden durch den Kontakt 5A 6 Impulse erzeugt und entsprechend dem Betrag von -.60 als Ziffer 6 im Impulszähler ZW registriert, bzw.
zu einem bereits registrierten Zählwert addiert. Entsprechendes gilt für die Waschprogramme 3 und 4, bei welchen die Klemmen 23 bzw. 24 mit der Netzspannung beaufschlagt sind und die Kontakte IVB bzw. VB während 4 bzw. 2 Sekunden geschlossen sind und über den Impuskontakt 5 4*bzw. 2 Zählimpulse erzeugen.
Im Falle des zweiten Preissatzes 1.60, 1.20, 1., -.80 wird das Schaltschema gemäss Fig. 4b verwendet.
An die Klemmen 21 bis 24 sind hier die Kontakte I, II, IV, V und an die Klemme 25 der Kontakt VII angeschlossen. Die Kontakte IA, IIB, IVB, VB und VIIB sind mit dem Impulskontakt verbunden.
Beim Waschprogramm 1 stehen die Klemmen 21 und 25 unter Spannung. Gemäss Fig. 3 ist der Kontakt VIIB während 6 Sekunden und der Kontakt IA während 12 Sekunden geschlossen, so dass der Impulskontakt 5A insgesamt 18 Impulse erzeugt, die im Impulszähler registriert werden und dem Betrag von 1.80 entsprechen. Beim Waschprogramm 2 liegt die Spannung an den Klemmen 25 und 22. Der Kontakt IIB ist gemäss Fig. 3 während 8 Sekunden geschlossen, der Kontakt VIIB während wiederum 6 Sekunden, was eine Impulszahl von 14 entsprechend dem Betrag von 1.40 ergibt.
Analoges gilt für die Waschprogramme 3 und 4, bei welchen die Kontakte IVB und VIIB gemäss Fig. 3 während 4 + 6 = 10 Sekunden bzw. die Kontakte VB und VIIB während 2 + 6 = 8 Sekunden geschlossen sind und demnach die Erzeugung von 10 bzw. 8 Impulse entsprechend den Beträgen von 1.- bzw. -.80 bewirken.
Beim dritten Preissatz sind gemäss Fig. 4c die Kontakte IV, I, III und IV an die Klemmen 21, 22, 23, 24 und der Kontakt VI an die Klemme 25 angeschlossen, wobei die Kontakte IVA, IA, HIB, IVB und VIB mit dem Impulskontakt 5A verbunden sind. Der Grund markierkontakt VIB ist bei jedem Waschprogramm gemäss Fig. 3 während 10 Sekunden geschlossen und bewirkt die Erzeugung von 10 Impulsen. Die Differenz- markierkontakte IVA, IA, IIIB und IVB sind während der Waschprogramme 1 bis 4 während 18, 12, 6 bzw. 4 Sekunden geschlossen und bewirken demnach die Erzeugung von 18, 12, 6 bzw. 4 Impulsen.
Für die Waschprogramme 1 bis 4 werden demnach insgesamt 28. 22, 16 bzw. 14 Impulse entsprechend den eingeworfenen Münzbeträgen von 2.80, 2.20, 1.60 bzw. 1.40 erzeugt und registriert.
Für die obengenannten zweiten und dritten Preissätze sind GrundmankierkontaLkte VII bzw. VI gewählt worden, die niedrigere Impulszahlen liefern als der niedrigste Preis der betreffenden Preissätze. Dies wurde so gewählt, um die Möglichkeit einer Anpassung einer Preisreduktion auch des niedrigsten Preises nicht auszuschliessen.
Der Vollständigkeit halber sei noch ein weiteres, nicht dargestelltes, Schaltbeispiel beschrieben, bei welchem in der Grundrnarkiergruppe mehrere Kontakte verwendet werden. Es sei wiederum angenommen, dass vier Waschprogramme vorliegen, deren Preise der Reihe nach 3.90, 3.10, 2.50 und 2.10 betragen sollen. Für diesen Fall wird ein Grundmakrierpreis von 1.90 vorgesehen, d. h. die Kontakte der Grundmarkiergruppe sollen die Erzeugung von 19 Impulsen bewirken. Nach Fig. 3 wird dies zur Parallelschalten der Kontakte VIB (10 Impulse), VIA (8 Impulse) und VIIA (1 Impuls) erreicht.
Die Klemme 25 (Fig. 2), die dauernd unter Spannung steht, ist also mit den Eingangsarlschlüssen der Kontakte VI und VII, die zu zwei Nockenscheiben gehören, zu verbinden, wobei die Kontakte VIA, VIB und VIIA mit dem Kontakt 5A (Impulskontakt) verbunden werden.
Die bei jedem der vier Waschprogramme fehlenden Impulse werden durch die Differenzmarkliergruppe geliefert, die demnach der Reihe nach der Erzeugung von 20, 12, 6 und 2 Impulsen zu bewirken hat. Gemäss Fig.
3 sind hierfür die Kontakte VA, IA, IlIB bzw. VB vorzusehen. Gemäss Fig. 2 werden also die Klemme 21 mit dem Eingangsanschluss des Kontakts V, die Klemme 22 mit dem Eingangsanschluss des Kontakts I, die Klemme 23 mit dem Eingangsanschluss des Kontakts III und die Klemme 24 mit dem Eingangsanschluss des Kontakts V verbunden. Ausgangsseitig werden die Kontakte VA, IA, IIIB und VB ebenfalls mit dem Impulskontakt 5A verbunden.
Durch Vergleich mit Fig. 3 ist ohne weiteres ersichtlich, dass beim ersten Waschprogramm 19 + 20 = 39 Impulse, beim zweiten Waschprogramm 19 + 12 = 31 Impulse, beim dritten Waschprogramm 19 + 6 = 25 Impulse und beim vieren Wasch- programm 19 + 2 = 21 Impulse erzeugt werden, welche Impulszahlen den eingangs erwähnten Preisen entspre- chen.
Aus den òbenstehenden Ausführungen geht hervor, dass es bei der vorliegenden Einrichtung durch einfaches Auswechseln, Ergänzen oder Weglassen von Verbindungsleitungen zwischen den Preismarkierkontakten bzw. durch Anschliessen der Programmspannungen an ausgewählte Kontakte möglich ist, eine in der Praxis unbeschänkte Zahl von Maschinenprogrammen und.
Preissätzen zu erfassen, um eine dem in die Maschine eingeworfenen Münzbetrag entsprechende Zahl additiv zu registrieren. Damit solche Kontaktverbindungen bzw.
bei Preis änderungen notwendige Verbindungsänderungen ohne zeitraubenden Ausbau des Impulsgebers, Lötoder Schraubarbeiten und dgl. vornehmen zu können, ist es vorteilhaft, Steckverbindungen vorzusehen. Da die im Handel erhältlichen Schrittschaltwerte, die gemäss den vorgängigen Ausführungen als Impulsgeber in vorteilhafter und kostensparender Weise verwendet werden können, üblicherweise Doppelsteckfahnen als Kontaktanschlüsse aufweisen, können die Verbindungsleitungen mit entsprechenden Steckschuhen versehen werden, so dass sich eine besondere Steckvorrichtung erübrigt und die bedarfsweise Zusammenschaltung ohne Mehr aufwand erfolgen kann.
Es dürfte selbstverständlich sein, dass die Ausbildung der vorliegenden Zähleinrichtung weder durch die angegebenen schweizerischen Münzeinheiten noch durch die den beschriebenen Ausführungsbeispielen zugrunde gelegten Impuisfolgezeiten, Schaitzeiten der Kontakte und Auswahl der Kontakte bzw. Ausbildung der sie betätigenden Nockenscheiben zur Erzeugung von Grundmarkier- und Differenzmarkierimpulsen beschränkt ist. Vielmehr können auch andere Münzeinheiten zur Anzeige gebracht werden bzw. zur Anpassung an die durch das jeweilige Maschinenprogramm vorgegebenen Erfordernisse andere Kontatktfunktionen ausgebildet werden.