CH507935A - Verfahren zur Herstellung von 2,5-Bis-(1-aziridinyl)-1,4-benzochinonderivaten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 2,5-Bis-(1-aziridinyl)-1,4-benzochinonderivaten

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CH507935A
CH507935A CH130069A CH130069A CH507935A CH 507935 A CH507935 A CH 507935A CH 130069 A CH130069 A CH 130069A CH 130069 A CH130069 A CH 130069A CH 507935 A CH507935 A CH 507935A
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CH
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carbon atoms
benzoquinone
radical
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alkyl
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CH130069A
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Nakamura Takahiro
Nakao Hideo
Arakawa Masao
Original Assignee
Sankyo Co
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    • C07—ORGANIC CHEMISTRY
    • C07D—HETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D203/00—Heterocyclic compounds containing three-membered rings with one nitrogen atom as the only ring hetero atom
    • C07D203/04—Heterocyclic compounds containing three-membered rings with one nitrogen atom as the only ring hetero atom not condensed with other rings
    • C07D203/06—Heterocyclic compounds containing three-membered rings with one nitrogen atom as the only ring hetero atom not condensed with other rings having no double bonds between ring members or between ring members and non-ring members
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Description


  Verfahren zur Herstellung von 2,5-Bis-(1-aziridinyl)-1,4-benzochinonderivaten    Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Ver  fahren zur Herstellung von neuen, in 3,6-Stellung substi  tuierten     2,5-Bis-(1-aziridinyl)-1,4-benzochinonverbindun-          gen    der folgenden Formel  
EMI0001.0002     
    worin R, eine Alkylgruppe mit 1 bis 5 Kohlenstoffato  men und R2 eine 2-Carbamoyloxyäthylgruppe bedeuten,  wobei der Äthylrest durch eine Alkylgruppe mit 1 bis 5  Kohlenstoffatomen oder durch eine Alkoxygruppe mit  1 bis 5 Kohlenstoffatomen in der 1-Stellung oder durch  eine Alkoxygruppe von 1 bis 5 Kohlenstoffatomen in  der 2-Stellung substituiert sein kann, oder worin beide  Reste R, und R., eine     2-N,N-Di-(alkyl)

  -carbamoyloxy-          äthylgruppe    mit 1 bis 5 Kohlenstoffatomen in jedem  Alkylsubstituenten, eine 2-Hydroxyäthylgruppe oder eine  2-Alkoxyäthylgruppe mit 1 bis 5 Kohlenstoffatomen im  Alkoxysubstituenten bedeuten.  



  Diese neuen Benzochinonverbindungen zeichnen sich  durch eine ausgezeichnete Wirksamkeit gegen Leukämie  aus, wie dies beispielsweise an Lymphoidleukämie L 1210  an Mäusen festgestellt worden ist. So können sie als  Droge für die Humanmedizin zum Heilen oder Behan  deln von verschiedenen Arten und von verschiedenen  Graden von Leukämie Verwendung finden.  



  In der obigen Formel (I), worin der Rest R1 eine  andere Bedeutung als der Rest     R2    hat, lassen sich die  folgenden Reste anführen, nämlich für den Rest R,  der Methyl-, der Äthyl-, der n-Propyl-, der iso-Propyl-,  der n-Butyl-, der n-Pentylrest usw. Der Rest R, kann  ein Carbamoyloxyäthylrest, ein     1-Alkoxy-2-carbamoyl-          oxyäthylrest,    z.B. 1-Methoxy-, 1-Äthoxy-, 1-n-Propoxy-,  1-n-Butoxy- oder 1-n-Pentoxy-2-carbamoyloxyäthylrest;

      ein 2-Alkyl-2-carbamoyloxyäthylrest, z.B.     2-Carbamoyl-          oxypropyl-,    2-Carbamoyloxybutyl-,     2-Carbamoyloxypen-          tyl-,    2-Carbamoyloxyhexyl- oder     2-Carbomyloxyheptyl-          rest;    ein 1-Alkyl-2-carbamoyloxyäthylrest, z.B.     1-Methyl-          -2-carbamoyloxyäthyl-,    1-Äthyl-2-carbamoyloxyäthyl-,     1-          -n-Propyl-2-carbamoyloxyäthyl-,        1-n-Butyl-2-carbamoyl-          oxyäthyl-    oder 1-n-Pentyl-2-carbamoyloxyäthylrest, sein.  



  In der obigen Formel (I) kann die Gruppe     R,.    die  gleiche Bedeutung wie die Gruppe R2 haben, wobei beide  Reste R, und R2 die folgenden Reste sein können:     2-          -N,N-Di-(alkyl)-carbamoyloxyäthylreste,    z.B.     2-N,N-Di-          methyl-,    -Diäthyl-, -Di-(n-propyl)-, -Di-(tert.butyl)- oder  -Di - (n - pentyl)-carbamoyloxyäthylrest;     2-Hydroxyäthyl-          rest    oder 2-Alkoxyäthylreste, z.B. 2-Methoxyäthyl-,     2-          -Äthoxyäthyl-,    2-n-Propoxyäthyl-, 2-iso-Butoxyäthyl- od.  2-n-Pentoxyäthylrest.  



  Eine beträchtliche Anzahl von     2,5-Bis-(1-aziridinyl)-          -1,4-benzochinonderivate    sind bisher bekannt, wobei eini  ge davon, wie z.B. das     2,5,6-Tris-(1-aziridinyl)-1,4-benzo-          chinon    oder     2,5-Bis-(1-aziridinyl)-3,6-dimethoxy-1,4-ben-          zochinon    und dergleichen, eine Wirkung gegen Laukämie  zeigen. Es sind überdies manche andere chemotherapeu  tische Mittel für die Beseitung und die Behandlung von  Leukämie bei Menschen entwickelt worden.  



  Indessen ist zu berücksichtigen, dass wirksamere Mit  tel gegen Laukämie dringend benötigt werden.  



  Es wurde nun festgestellt, dass die     1,4-Benzochinon-          verbindungen    der obigen Formel (I), soweit man auf  grund von Tierversuchen an Mäusen bei Lymphoid  leukämie L 1210 feststellen konnte, gemäss den Auf  zeichnungen in  Cancer Chemotherapy National Service  Center  in  National Institute of Health , Bethesda 14,  Maryland, U.S.A. und in anderen tierischen Testen, bei  welchen man Ehrlich ascites-Tumor, Sarcoma 180,     Ade-          nocarcinoma    755 und dgl. verwendet, eine hervorragende       antitumorbildende    Wirksamkeit zeigen, indem eine ver  längerte Lebensdauer der Testtiere und überraschender  weise in gewissen Fällen eine im wesentlichen nachweis  bare Heilwirkung auf Tumoren erzielt werden.  



  Es ist daher für den Fachmann überraschend, dass  die erfindungsgemäss erhältlichen 1,4-Benzochinonver-      bindungen der Formel (I) als Drogen gegen die Leukämie  zur Behandlung und zur Verhinderung von verschiede  nen Arten und Graden von Leukämie, wie z.B. akuter,  subakuter oder chronischer, lymphatischer oder     myelo-          genischer    Leukämie beim Menschen, wirksam sind.  



  Die erfindungsgemäss erhältlichen     1,4-Benzochinon-          verbindungen    der Forme (I) können parenteral oder vor  zugsweise intravenös verabreicht werden. Die erfindungs  gemäss erhältlichen, wirksamen     Benzochinonverbindun-          gen    der Formel (I) können zu klinischen Zwecken in  verschiedenen Typen von Einheitsdosierungsformen Ver  wendung finden. Vorzugsweise wird man sie aber in  Form einer einzelnen Dosis der trocken gefrorenen Form  der 1,4-Benzochinonverbindungen der Formel (I) ver  wenden, welche in einem geeigneten, sterilen Gefäss luft  dicht verschlossen sind.

   So kann man sie in einer Am  pulle aufbewahren und sie hierauf aseptisch in einem  geeigneten. physiologisch annehmbaren Lösungsmittel,  z.B. in physiologischer Kochsalzlösung, unmittelbar vor  der Verabreichung lösen, wobei man eine zur     parente-          ralen    Verabreichung geeignete Flüssigkeit erhält. Ein  zelne Dosen der wirksamen Benzochinonverbindungen  der Formel (I), welche man erfindungsgemäss erhält, las  sen sich in einer Menge von ca. 0,05 bis 3 mg und vor  zugsweise von ca. 0,1 bis 1,5 mg pro erwachsene Person  für eine Verabreichung verwenden. Die erfindungsgemäss  erhältlichen. wirksamen Benzochinonverbindungen der  Formel (I) können an intermittierend in verschiedenen  Zyklen und Intervallen zu behandelnden Patienten ver  abreicht werden.

   So kann man sie beispielsweise in ver  schiedenen Zyklen in Intervallen von 1 bis 10 Tagen,  verabreichen. Selbstverständlich wird man die Verabrei  chung je nach Art und dem Grade der Leukämie, je  nach Nebenwirkungen, Toxizität und anderen Faktoren  sorgfältig dosieren.  



  Das     erfindungsgemässe    Verfahren zur Herstellung  der 1,4-Benzochinonverbindungen der obigen Formel (I)  besteht darin, dass man eine 3,6-disubstituierte     1,4-Benzo-          chinonverbindung    der Formel  
EMI0002.0011     
    worin     R,    und     R,    die obigen Bedeutungen haben, mit  Aziridin umsetzt.  



  Bei der Durchführung des vorliegenden Verfahrens  wird die Umsetzung vorzugsweise durch Zusammenbrin  gen des als Ausgangsverbindung verwendeten     Benzochi-          nons    der Formel II mit Aziridin in einem geeigneten,  inerten Lösungsmittel durchgeführt. Als Lösungsmittel  kann man mit Vorteil solche verwenden, welche in bezug  auf die Umsetzung inert sind, wie z.B. niedrige Alkanole,  beispielsweise Methanol, Äthanol oder Isopropanol,     Di-          -(nieder)-alkylketone,    z.B. Aceton oder Methyläthylketon,  cyclische Äther, wie z.B. Dioxan oder Tetrahydrofuran,  Amide, z.B. Dimethylacetamid,     Di-(nieder)-alkylsulfoxy-          de,    wie z.B.

   Dimethylsulfoxyd, wässrige niedrige     Alka-          nole.    z.B. Dimethylsulfoxyd, wässrige niedrige Alkanole,  z.B. wässriges Methanol, Äthanol oder Isopropanol,  wässrige Di-(nieder)-alkylketone, z.B. wässriges Aceton  oder Tetrahydrofuran, wässrige, cyclische Äther, wie    z.B. wässriges Dioxan oder Tetrahydrofuran usw. Vor  zugsweise wird man niedrige Alkanole verwenden. Die  Reaktionstemperatur ist nicht von Bedeutung. Im allge  meinen wird man aber die Umsetzung vorzugsweise bei       Zimmertemperatur    oder bei einer niedrigeren Tempera  tur durchführen. Höhere Temperaturen können selbst  verständlich ebenfalls Anwendung finden, doch liefern  sie keine Vorteile. Auch die Reaktionsdauer ist nicht von  Bedeutung.

   Sie wird hauptsächlich von der Art des  Ausgangsmaterials bestimmt. Im allgemeinen erfordert  die Reaktionsdauer mehrere Stunden bis mehrere Tage,  um eine vollständige Umsetzung zu bewirken.  



  Andererseits kann die Umsetzung gemäss dem vor  liegenden Verfahren in befriedigender Weise auch in  Gegenwart eines Cuprisalzes einer anorganischen oder  organischen Säure, durchgeführt werden, wie z.B.     Cupri-          sulfat    oder Cupriacetat, unter Sauerstoffatmosphäre, wo  bei man bessere Resultate erzielt, z.B. eine höhere Aus  beute an gewünschtem Produkt erhält, weil eine wirk  samere Verwendung der als Ausgangsmaterial verwen  deten Benzochinonverbindung der Formel II bei der  Umsetzung wegen der oxydativen Umwandlung des ent  sprechenden Hydrochinonnebenproduktes (welche;:

   bei  der Umsetzung der als Ausgangsmaterial verwendeten  Benzochinonverbindung der Formel II mit Aziridin ent  steht) in die als Ausgangsmaterial verwendete     Benzo-          chinonverbindung    (II) bewirkt wird.  



  Nach beendeter Umsetzung kann man das Reaktions  produkt der Formel I aus dem Reaktionsgemisch in an  sich üblicher Weise gewinnen. So kann man das in situ  ausgefällte, kristalline Endprodukt durch Filtrieren ge  winnen und nötigenfalls das so erhaltene Produkt durch  Umkristallisieren aus einem geeigneten Lösungsmittel,  wie z.B. Äthanol, weiter reinigen.  



  Die als Ausgangsmaterialien verwendeten     1,4-Benzo-          chinonverbindungen    der obigen Formel II sind neue che  mische Substanzen mit Ausnahme der     1,4-Benzochinon-          verbindung    der Formel II, worin beide Reste R7 und R.-2  den 2-Hydroxyäthylrest bedeuten.  



  Diese neuen, als Ausgangsmaterialien verwendbaren  Benzochinonverbindungen lassen sich leicht in folgender  Weise herstellen:  a) Die 1,4-Benzochinonverbindungen der Formel II,  worin der Rest R1 eine Alkylgruppe mit 1 bis 5 Kohlen  stoffatomen und R2 eine 2-Carbamoyloxyäthylgruppe be  deuten, wobei der Äthylrest mit einer Alkylgruppe von  1 bis 5 Kohlenstoffatomen oder einer Alkoxygruppe mit  1 bis 5 Kohlenstoffatomen in 1-Stellung oder durch eine  Alkylgruppe mit 1 bis 5 Kohlenstoffatomen in der     2-          Stellung    substituiert sein kann, können dadurch erhalten  werden,

   dass man eine Hydrochinonverbindung der For  mel  
EMI0002.0033     
    worin     R1'    eine     Alkylgruppe    mit 1 bis 5     Kohlenstoffato-          men    und     R2'    eine     2-Hydroxyäthylgruppe    bedeuten, wobei  der     Äthylrest    durch eine     Alkylgruppe    mit 1 bis 5 Kohlen-      Stoffatomen oder durch eine Alkoxygruppe mit 1 bis 5  Kohlenstoffatomen in der 1-Stellung oder durch eine  Alkylgruppe von 1 bis 5 Kohlenstoffatomen in der     2-          Stellung    substituiert sein können, mit Phosgen oder einem  Arylchlorformiat umgesetzt werden, worauf man mit Am  moniak umsetzt,

   um einen Hydrochinondimethyläther  der folgenden Formel  
EMI0003.0002     
    zu erhalten, worin R1' die obige Bedeutung hat und R2"  eine 2-Carbamoyloxyäthylgruppe bedeutet, wobei der  Äthylrest durch eine Alkylgruppe mit 1 bis 5 Kohlen  stoffatomen oder durch eine Alkoxygruppe mit 1 bis 5  Kohlenstoffatomen in 1-Stellung oder durch eine Alkyl  gruppe mit 1 bis 5 Kohlenstoffatomen in 2 Stellung sub  stituiert sein kann, worauf man diesen letzteren Äther  der Formel IV mit Salpetersäure oxydiert.  



  b) Die 1,4-Benzochinonverbindungen der Formel II,  worin beide Reste R1 und R2 einen 2-Alkoxyäthylrest  mit 1 bis 5 Kohlenstoffatomen im Alkoxyrest bedeuten,  können dadurch erhalten werden, dass man     2,5-Bis-(2-          -hydroxyäthyl)    - hydrochinon - dimethyläther mit einem  Alkyljodid umsetzt und hierauf mit Salpetersäure, oxy  diert.  



  c) Die 1,4-Benzochinonverbindungen der Formel II,  worin beide Reste R1 und R2 eine     2-[N,N-Di-(alkyl)-          -carbamoyloxy]-äthylgruppe    mit 1 bis 5 Kohlenstoffato  men in jedem Alkylrest bedeuten, können dadurch erhal  ten werden, dass man     2,5-Bis-(2-hydroxyäthyl)-hydrochi-          nondimethyläther    mit Phosgen oder einem     Arylchlor-          formiat    umsetzt, worauf man das Reaktionsprodukt mit  einem Dialkylamin zur Umsetzung bringt, um einen     Hy-          drochinondimethyläther    der folgenden Formel zu erhal  ten:

    
EMI0003.0013     
    worin R eine     2-[N,N-Di-(alkyl)-carbamoyloxy]-äthylgrup-          pe    mit 1 bis 5 Kohlenstoffatomen in jedem Alkylrest  bedeutet, worauf man die Verbindung der Formel V mit  Salpetersäure oxydiert.  



  Die folgenden Beispiele mögen die vorliegende Er  findung erläutern.  



  <I>Beispiel 1</I>  Herstellung von     2,5-Bis-(1-aziridinyl)-3-(2-carbamoyl-          oxyäthyl)-6-methyl-1,4-benzochinon     Zu einer Lösung von 1 g     2-Methyl-5-(2-carbamoyl-          oxyäthyl)-1,4-benzochinon    in 150 cm3 Äthanol gibt man    1 cm3 Aziridin hinzu. Das erzielte Gemisch wird während  4 Tagen bei Zimmertemperatur stehengelassen. Die in  situ ausgefällte, kristalline Substanz wird durch Filtrie  ren gewonnen und hierauf aus Äthanol umkristallisiert.  Dabei erhält man 0,3 g des gewünschten Produktes in  Form von rötlichorangenen Kristallen vom Schmelzpunkt  196 C (unter Zersetzung).  



  Analyse für C14H17O4N3:  Ber.: C 57,72 H 5,88 N 14,43  Gef.: C 57,54 H 6,09 N 14,50    <I>Beispiel 2</I>  Herstellung von     2,5-Bis-(1-aziridinyl)-3-(1-methoxy-          -2-carbamoyloxyäthyl)-6-methyl-1,4-benzochinon     In 10 cm3 Äthanol löst man unter Erhitzen 200 mg  2 -     Methyl-5-(1-methoxy-2-carbamoyloxyäthyl)-1,4-benzo-          chinon    und lässt dann die erzielte Lösung sich abkühlen.  Zur gekühlten Lösung gibt man 0,5 cm3 Aziridin hinzu  und lässt dann hierauf das erzielte Gemisch in einem  Kühlschrank während 4 Tagen bei 5 bis 8 C stehen.  Hierauf wird die in situ ausgefällte kristalline Substanz  durch Filtrieren gewonnen und mit Äthanol gewaschen.

    Auf diese Weise erhält man 50 mg des gewünschten Pro  duktes in Form von roten Kristallen vom Schmelzpunkt  200 C (unter Zersetzung).  



  Analyse für C15H19O5N3:  Ber.: C 56,06 H 5,96 N 13,08  Gef.: C 55.94 H 6,15 N 13,11  <I>Beispiel 3</I>    Herstellung von     2,5-Bis-(1-aziridinyl)-3-(2-carbamoyl-          oxypropyl)-6-methyl-1,4-benzochinon     Zu einer Lösung von 230 mg     2-Methyl-5-(2-carb-          amoyloxypropyl)-1,4-benzochinon    in 4 cm3 Äthanol gibt  man 0,2 cm3 Aziridin hinzu. Das erzielte Gemisch wird  während 4 Stunden bei Zimmertemperatur stehengelas  sen und hierauf während zusätzlichen 2 Tagen in einem  Kühlschrank stehengelassen. Die dabei in situ ausgefällte,  kristalline Substanz wird durch Filtrieren gewonnen und  alsdann aus Äthanol umkristallisiert.

   Dabei erhält man  80 mg des gewünschten Produktes in Form von     rötlich-          orangenen    Nadeln vom Schmelzpunkt 183 C.  



  Analyse für C15H19O4N3:  Ber.: C 59,00 H 6,27 N 13,76  Gef.: C 59,19 H 6.23 N 13,51    <I>Beispiel 4</I>  Herstellung von     2,5-Bis-(1-aziridinyl)-3-(1-äthoxy-          -2-carbarnoyloxyäthyl)-6-methyl-1,4-benzochinon     Zu einer Lösung von 0,5g     2-Methyl-5-(1-äthoxy-2-          -carbamoyloxyäthyl)-1,4-benzochinon    in 10 cm3 Äthanol  gibt man 0,5     cm3        Aziridin    hinzu. Die erzielte Mischung  wird während 2 Tagen bei Zimmertemperatur stehen  gelassen.

   Die in     situ    ausgefällte, kristalline Substanz wird  durch Filtrieren gewonnen und hierauf aus Äthanol um  kristallisiert, wobei man 0,1 g des gewünschten Produktes  in Form von     rötlichorangenen    Kristallen vom Schmelz  punkt 199 C (unter Zersetzung) erhält.

        Analyse für C16H21O5N3:  Ber.: C 57,30 H 6,31 N 12,53  Gef.: C 57,31 H 6,28 N 12,39  Nach den obigen Angaben erhält man aus den ent  sprechenden 1,4-Benzochinon     2,5-Bis-(1-aziridinyl)-1,4-          -benzochinone,    wie z.B.     2,5-Bis-(1-aziridinyl)-3-(1-meth-          oxy-2-carbamoyloxyäthyl)-6-äthyl-1,4-benzochinon,        röt-          lichorangene    Kristalle (Schmelzpunkt 148 C),  Analyse für C16H21O5N3:  Ber.: C 57,30 H 6,31 N 12,53  Gef.: C 57,10 H 6,39 N 12,52  und 2,5 -Bis - (1-aziridinyl) - 3 - (2 -     carbamoyloxyäthyl)-6-          -äthyl-1,4-benzochinon,    rötlichorangene Kristalle (Smp.

    184 C),  Analyse für C15H19O4N3:  Ber.: C 59,00 H 6,27 N 13,76  Gef.: C 59,44 H 6,61 N 13,67  <I>Beispiel 5</I>  Herstellung von     2,5-Bis-(1-aziridinyl)-3-(2-carbamoyl-          oxyäthyl)-6-n-propyl-1,4-benzochinon     Zu einer Lösung von 1 g     2-n-Propyl-5-(2-carbamoyl-          oxyäthyl)-1,4-benzochinon    in 20 cm3 Äthanol gibt man  1 cm3 Aziridin hinzu. Das erzielte Gemisch wird während  2 Tagen bei     Zimmertemperatur    stehengelassen. Hierauf  wird das Äthanol unter vermindertem Druck abdestilliert,  worauf der Rückstand aus Äthanol umkristallisiert wird.  Auf diese Weise erhält man 0,2 g des gewünschten Pro  duktes in Form von rötlichorangenen Kristallen vom  Schmelzpunkt 176 C.  



  Analyse für C16H21O4N3:  Ber.: C 60,17 H 6,63 N 13,16  Gef.: C 60,60 H 6,85 N 13,59  <I>Beispiel 6</I>  Herstellung von     2,5-Bis-(1-aziridinyl)-3,6-bis-          -(2-methoxyäthyl)-1,4-benzochinon     Zu einer Lösung von 0,5 g     2,5-Bis-(2-methoxyäthyl)-          -1,4-benzochinon    in 5 cm3 Äthanol gibt man 0,3 cm3  Aziridin hinzu. Das erzielte Gemisch wird über Nacht  bei Zimmertemperatur stehengelassen. Die in situ ausge  fällte, kristalline Substanz wird durch Filtrieren gewon  nen und hierauf aus Äthanol umkristallisiert, wobei man  das gewünschte Produkt in Form von rötlichorangenen  Kristallen vom Schmelzpunkt 144 C erhält.  



  Analyse für C16H22O4N2:  Ber.: C 62,72 H 7,24 N 9,14  Gef.: C 62,63 H 7,50 N 9,45  Andererseits kann man zu einer Mischung von 2 g  Cupriacetatpulver, 50 cm3 Methanol und 2 cm3 Aziridin  tropfenweise unter kontinuierlichem Einblasen von Sauer  stoffgas eine Lösung von 2 g     2,5-Bis-(2-methoxyäthyl)-          -benzochinon    in 20 cm3 Methanol zugeben, wobei man  gleichzeitig rührt und die Innentemperatur des Reaktions  systems auf 20 bis 30 C hält. Nach beendeter, tropfen  weiser Zugabe wird noch unter Rühren bei Zimmertem  peratur während weiteren     2V2    Stunden Sauerstoffgas ein  geblasen. Hierauf wird das Lösungsmittel aus dem Reak-    tionsgemisch unter vermindertem Druck bei Zimmer  temperatur entfernt.

   Der Rückstand wird in mehreren  Portionen von Chloroform extrahiert, die vereinigten Ex  trakte werden über wasserfreiem     Natriumsulfat    getrock  net und das Chloroform wird durch Destillation entfernt.  Nach dem Umkristallisieren der kristallinen Substanz  aus Äthanol erhält man das gewünschte Produkt (Smp.  144 C, welches identisch ist mit jenem, welches man  nach den obigen Angaben erhält. Die Identität wird  durch Mischschmelzpunkt festgestellt.  



  <I>Beispiel 7</I>  Herstellung von     2,5-Bis-(1-aziridinyl)-3,6-bis-          -(2-hydroxyäthyl)-1,4-benzochinon     Zu einer Lösung von 0,9 g     2,5-Bis-(2-hydroxyäthyl)-          -1,4-benzochinon    in 5 cm3 Äthanol gibt man 0,5 cm-'  Aziridin hinzu. Das erzielte Gemisch wird über Nacht in  einem Kühlschrank bei ca. 5 C stehengelassen. Die in  situ ausgefällte, kristalline Substanz wird durch Filtrieren  gewonnen und hierauf aus Äthanol umkristallisiert. Da  bei erhält man das gewünschte Produkt in Form von  rötlichbraunen Kristallen vom Schmelzpunkt 185 C (un  ter Zersetzung).  



  Analyse für C14H18O4N2:  Ber.: C 60,42 H 6,52 N 10,07  Gef.: C 60.57 H 6,79 N 10,19  <I>Beispiel 8</I>  Herstellung von     2,5-Bis-(1-aziridinyl)-3,6-bis-[2-(N,N-          -dimethylcarbamoyloxy)-äthyl-1,4-benzochinon     Zu einer Lösung von 0,5 g     2,5-Bis-[2-N,N-(dimethyl-          carbamoyloxy)-äthyl]-1,4-benzochinon    in 10 cm3 Äthanol  gibt man 0,3 cm Aziridin hinzu. Das erzielte Gemisch  wird während 5 Stunden bei Zimmertemperatur stehen  gelassen. Die in situ ausgefällte, kristalline Substanz wird  durch Filtrieren gewonnen. Zu der so erhaltenen Sub  stanz gibt man 10 cm3 Chloroform hinzu. Nach schwa  chem Rühren wird die unlösliche Substanz durch Filtrie  ren entfernt.

   Hierauf wird das Lösungsmittel unter ver  mindertem Druck aus dem Filtrat abdestilliert, worauf  der Rückstand aus Äthanol umkristallisiert wird. Dabei  erhält man das gewünschte Produkt in     Form    rötlich  brauner Nadeln vom Schmelzpunkt 175 C.  



  Analyse für C20H28O6N4:  Ber.: C 57,13 H 6,71 N 13,33  Gef.: C 56,89 H 6,75 N 13,48

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Verbindungen der fol genden Formel EMI0004.0030 worin R1 eine Alkylgruppe mit 1 bis 5 Kohlenstoffato- men und R, eine 2-Carbamoyloxyäthylgruppe bedeuten, wobei der Äthylrest mit einer Alkylgruppe mit 1 bis 5 Kohlenstoffatomen oder mit einer Alkoxygruppe mit 1 bis 5 Kohlenstoffatomen in der 1-Stellung oder mit einer Alkylgruppe mit 1 bis 5 Kohlenstoffatomen in der 2- Stellung substituiert sein kann, oder worin beide Reste R, und R2 eine 2-[N,N-Di-(alkyl)
    -carbamoyloxy]-äthyl- gruppe mit 1 bis 5 Kohlenstoffatomen in jedem Alkyl rest, eine 2-Hydroxyäthylgruppe oder eine 2-Alkoxy- äthylgruppe mit 1 bis 5 Kohlenstoffatomen im Alkoxy- rest bedeuten, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Verbindung der Formel EMI0005.0008 worin R1 und R2 die obigen Bedeutungen haben, mit Aziridin umsetzt. UNTERANSPRUCH Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass man die Umsetzung in Gegenwart eines Cuprisalzes einer anorganischen oder organischen Säure unter Sauerstoffatmosphäre durchführt.
    <I>Anmerkung des</I> Eidg. <I>Amtes für geistiges Eigentum:</I> Sollten Teile der Beschreibung mit der im Patentan spruch gegebenen Definition der Erfindung nicht in Ein klang stehen, so sei daran erinnert, dass gemäss Art. 51 des Patentgesetzes der Patentanspruch für den sachlichen Geltungsbereich des Patentes massgebend ist.
CH130069A 1968-01-29 1969-01-28 Verfahren zur Herstellung von 2,5-Bis-(1-aziridinyl)-1,4-benzochinonderivaten CH507935A (de)

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