CH508052A - Verfahren zur Herstellung von Elektrodenfolie aus Aluminium für Elektrolytkondensatoren - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Elektrodenfolie aus Aluminium für Elektrolytkondensatoren

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CH508052A
CH508052A CH544570A CH544570A CH508052A CH 508052 A CH508052 A CH 508052A CH 544570 A CH544570 A CH 544570A CH 544570 A CH544570 A CH 544570A CH 508052 A CH508052 A CH 508052A
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aluminum
pickling
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electrode foil
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CH544570A
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Jens Heijenbrok Gerard
Arend Van Herwijnen
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Philips Nv
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01GCAPACITORS; CAPACITORS, RECTIFIERS, DETECTORS, SWITCHING DEVICES, LIGHT-SENSITIVE OR TEMPERATURE-SENSITIVE DEVICES OF THE ELECTROLYTIC TYPE
    • H01G9/00Electrolytic capacitors, rectifiers, detectors, switching devices, light-sensitive or temperature-sensitive devices; Processes of their manufacture
    • H01G9/004Details
    • H01G9/04Electrodes or formation of dielectric layers thereon
    • H01G9/048Electrodes or formation of dielectric layers thereon characterised by their structure
    • H01G9/055Etched foil electrodes
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22FCHANGING THE PHYSICAL STRUCTURE OF NON-FERROUS METALS AND NON-FERROUS ALLOYS
    • C22F1/00Changing the physical structure of non-ferrous metals or alloys by heat treatment or by hot or cold working
    • C22F1/04Changing the physical structure of non-ferrous metals or alloys by heat treatment or by hot or cold working of aluminium or alloys based thereon
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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    • C25FPROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC REMOVAL OF MATERIALS FROM OBJECTS; APPARATUS THEREFOR
    • C25F3/00Electrolytic etching or polishing
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Description


  Verfahren zur Herstellung von Elektrodenfolie aus Aluminium für Elektrolytkondensatoren    Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur  Herstellung von Elektrodenfolie aus Aluminium mit  vergrösserter wirksamer Oberfläche zum Gebrauch in  Elektrolytkondensatoren.  



  Zur Vergrösserung der wirksamen Oberfläche wird  Aluminiumfolie elektrolytisch gebeizt. Die dadurch er  reichte kapazitive Oberflächenvergrösserung ist auch  von der Formierungsspannung abhängig. Als Elektro  lytlösung wird dabei als Regel eine chloridhaltige     wäss-          rige    Lösung, beispielsweise eine Kochsalzlösung ver  wendet. Im allgemeinen ergibt sich beim Gebrauch bei  niedrigeren Formierungsspannungen (beispielsweise 10  Volt) eine grössere wirksame     Oberflächenvergrösse-          rung    als beim Gebrauch bei höheren Formierungsspan  nungen (beispielsweise 100 Volt).  



  Es ist bekannt, dass ein Zusatz von Chromsäure,  einem Chromat oder Bichromat in einer Menge von  mindestens 0,1 Gew.% als Cro3 an einer Elektrolytlö  sung für, ein derartiges Beiz-Verfahren eine Vergrösse  rung der wirksamen     Oberfläche    herbeigeführt, die  wenigstens bei niedrigen Formierungsspannungen, bei  spielsweise 10-40 Volt, bis zu 40-50% mehr beträgt  als die ohne diesen Zusatz erhaltene Vergrösserung. In  einer derartigen Beizelektrolytlösung wird, vorzugs  weise mittels Schwefelsäure, der     pH-Wert    zwischen 3  und 3,5 gehalten.

   Da die mechanische Festigkeit,  namentlich die     Schlagzähigkeit,    der darin gebeizten  Folie die Neigung aufweist, niedrigere Werte anzuneh  men, beizt man vorzugsweise mit einer elektrischen  Ladungsdichte zwischen 2500 und 4500 Coulomb/dmê  statt des üblichen Wertes von 5500 Coulomb/dmê oder  höher, wodurch immer Werte der Schlagzähigkeit er  halten werden, die für die Praxis ausreichend genug  sind. Die zu den gewünschten Coulombwerten gehö  rende Foliendicke beträgt in diesem Fall 100%@m.  



  Nach einem weiteren bekannten Verfahren werden  ebenfalls stärkere kapazitive     Oberflächenvergrösserun-          gen    erhalten als mit dem Verfahren, bei dem der Elek  trolytlösung keine zusätzlichen Stoffe zugesetzt werden.  Dazu werden der üblichen Elektrolytlösung Mittel zu-    gesetzt, namentlich Anionen, wie Borat-, Phosphat-,  Oxalat-, Nitrat- und Zitrat-Ionen.  



  Zum Schluss ist es bekannt, einer wässrigen Koch  salzlösung beim elektrolytischen Beizen von Alumini  umfolie Sulfate zuzusetzen.  



  Die Erfindung schafft ein Verfahren zur Herstel  lung von Elektrodenfolie aus Aluminium unter Anwen  dung des elektrolytischen Beizverfahrens, wodurch eine  noch grössere kapazitive Oberflächenvergrösserung,  auch bei höheren Formierungsspannungen (beispiels  weise 100-200 Volt), als mit irgendeinem bekannten  Verfahren erhalten wird und zwar eine kapazitive  Oberflächenvergrösserung die über 50% höher sein  kann als beim Verfahren, bei dem die Folie ohne  irgendeine zusätzliche Zufügung an der Elektrolytlö  sung gebeizt wird.  



  Das erfindungsgemässe Verfahren ist dadurch ge  kennzeichnet, dass der Beizelektrolytlösung mit einem  pH-Wert zwischen 1-5 Weinsäure oder lösliche     Tar-          trate    in einer Menge von mindestens 20 g je Liter  Beizlösung bei einem pH-Wert zwischen 1 und 5 zuge  setzt     wird.     



  Wie beim bekannten Verfahren, bei dem Cro3 in  der Beizflüssigkeit verwendet wird, verringert der Zu  satz die mechanische Festigkeit der erhaltenen Folie.  Daher besteht eine bevorzugte Durchführung des Ver  fahrens in der Anwendung einer niedrigeren elektri  schen Ladungsdichte im     Vergliech    zur üblichen. Dies  steigert die Zugfestigkeit der erhaltenen Folie, wodurch  sie für den praktischen Gebrauch, auch bei mechani  scher und kontinuierlicher     Formierung,    stark genug ist.  



  Zum Schluss wurde gefunden, dass der Gebrauch  von Folie, die vor dem Beizen durch Erhitzung bei  einer Temperatur über 200  C und vorzugsweise über  525  C, jedoch unter dem Schmelzpunkt des Alumini  ums, thermisch behandelt worden war, eine weitere Er  höhung der mechanischen Festigkeit mit sich bringt,  ohne dass dadurch der     kapazitäterhöhende    Effekt ver  lorengeht. An sich ist     ;diese        Vorbehandlung    bekannt.

        Hartaluminiumfolie mit einer Reinheit von 99,98  wird elektrochemisch mittels einer elektrischen Ladung  von 4500 Coulombs/dmê (wirksame Oberfläche) in einer  wässrigen     Kochsalzlösung    ohne weiteren Zusatz und mit  einem Zusatz von 75 g Weinsäure pro Liter     Beizflüssig-          keit    gebeizt.  



  Nach dem Beizen wird von 15 mm breiten Streifen  
EMI0002.0003     
  
    <I>Tabelle <SEP> 1</I>
<tb>  Zusatz <SEP> Kapazität <SEP> (F/cm2) <SEP> bei <SEP> Zug- <SEP> Schlag  6 <SEP> V <SEP> 50 <SEP> V <SEP> 90 <SEP> V <SEP> 240 <SEP> V <SEP> festig- <SEP> zähig  keit <SEP> keit
<tb>  (kp/MMê) <SEP> (cm <SEP> . <SEP> kp)
<tb>  ohne <SEP> 66 <SEP> 7,3 <SEP> 2,9 <SEP> 0,48 <SEP> 1,55 <SEP> 0,4
<tb>  Weinsäure <SEP> 128 <SEP> 11,0 <SEP> 4,0 <SEP> 0,55 <SEP> 1,25 <SEP> 0,1       <I>Beispiel 2</I>  Zwei Aluminiumfolienabschnitte mit einer Reinheit  von 99,98% und 100 ,@m Dicke wurden geglüht und  zwar 16 Stunden bei 300  C bzw. 4 Stunden bei  500  C.

   Beide Abschnitte werden danach in derselben  Weise wie im vorigen Beispiel, jedoch mit einer elektri  schen Ladungsdichte von 600 Coulomb/dmê (wirksame  
EMI0002.0004     
  
    <I>Tabelle <SEP> 11</I>
<tb>  Kapazität <SEP> (uF/cmê) <SEP> bei
<tb>  Glühbedingungen <SEP> Zusatz <SEP> 6 <SEP> V <SEP> 50V <SEP> 90V <SEP> 240 <SEP> V
<tb>  16 <SEP> h <SEP> bei <SEP> 300<B>0</B> <SEP> C <SEP> ohne <SEP> 33 <SEP> 4,0 <SEP> 1,9 <SEP> 0,38
<tb>  Weinsäure <SEP> 99 <SEP> 8,8 <SEP> 3,4 <SEP> 0,53
<tb>  4 <SEP> h <SEP> bei <SEP> 550<B>0</B> <SEP> C <SEP> ohne <SEP> 5,4 <SEP> 0,45
<tb>  Weinsäure <SEP> 9,1 <SEP> 0,51       Falls nach dem Beizen die Folie bei hoher Tempe  ratur nachgeglüht wird, kommt bei den höheren For  mierungsspannungen der Kapazitätsgewinn durch den  Zusatz von Weinsäure deutlich zum Ausdruck, was in  der nachstehenden Tabelle dargestellt wird.

   Das Nach  glühen erfolgt während 15 Minuten, in einem     Luftum-          wälzofen.     
EMI0002.0007     
  
    <I>Tabelle <SEP> 111</I>
<tb>  Vorglühbedingungen <SEP> Nachglühen <SEP> Kapazität <SEP> in <SEP> %
<tb>  6V <SEP> 50V <SEP> 90V <SEP> 240V <SEP> 400V
<tb>  keine <SEP> ohne <SEP> 195 <SEP> 150 <SEP> 138 <SEP> 115
<tb>  15 <SEP> min. <SEP> bei <SEP> 500<B>1</B> <SEP> C <SEP> 190 <SEP> 150 <SEP> 140 <SEP> 130 <SEP> 125       der Folie die Zugfestigkeit und die Schlagzähigkeit ge  messen. Die in dieser Weise gebeizte Folie wird in  einem üblichen Glykol-Borsäure-Ammoniak-Elektroly  ten bei verschiedenen Formierspannungen formiert,  wonach die Kapazität je cmê (projizierte Oberfläche)  im selben Elektrolyten mit einem platinierten Silberbe  hälter als Gegenelektroden gemessen wird.

      Oberfläche) in einer     wässrigen    Kochsalzlösung ohne  weiteren Zusatz mit einem Zusatz von 75 g Weinsäure  je Liter     Beizelektrolytflüssigkeit    elektrochemisch ge  beizt. Nach dem Beizen werden beide Abschnitte bei  verschiedenen Spannungen wie im vorigen Beispiel for  miert und die Kapazität je     cm2    projizierte Oberfläche  bestimmt.    Die gefundenen Effekte sind abhängig vom Aus  gangsmaterial, wie aus der Tabelle hervorgeht. Darin  ist die Kapazität im Vergleich zur Folie, die ohne Zu  satz in einer Kochsalzlösung gebeizt und bei derselben  Spannung formiert wurde, wieder in Prozenten angege  ben.

      
EMI0003.0000     
  
    <I>Tabelle <SEP> 111 <SEP> (Fortsetzung)</I>
<tb>  Vorglühbedingungen <SEP> Nachglühen <SEP> Kapazität <SEP> in <SEP> %
<tb>  6 <SEP> V <SEP> 50V <SEP> 90V <SEP> 240 <SEP> V <SEP> 400 <SEP> V
<tb>  16 <SEP> h <SEP> bei <SEP> 300  <SEP> C <SEP> ohne <SEP> 300 <SEP> 220 <SEP> 180 <SEP> 140
<tb>  15 <SEP> min. <SEP> bei <SEP> 500<B>0</B> <SEP> C <SEP> 250 <SEP> 185 <SEP> 175 <SEP> 145
<tb>  4 <SEP> h <SEP> bei <SEP> 550<B>0</B> <SEP> C <SEP> ohne <SEP> 160 <SEP> 115
<tb>  15 <SEP> min. <SEP> bei <SEP> 5501 <SEP> C <SEP> 160 <SEP> 140 <SEP> 160

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Elektrodenfolie aus Aluminium mit vergrösserter wirksamer Oberfläche zum Gebrauch in Elektrolytkondensatoren durch elek trolytisches Beizen, dadurch gekennzeichnet, dass der Beizelektrolytlösung mit einem pH-Wert zwischen 1 und 5 Weinsäure oder lösliche Tartrate in einer Menge von mindestens 20 g je Liter Beizlösung zugesetzt wer den. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass für 80 ,um starke Folien eine elek trische Ladungsdichte zwischen 2500 und 4500 Cou- lomb/dmê oder für 100,um starke Folien eine elektri sche Ladungsdichte von 4000-6000 Coulomb/dm2 wirksame Oberfläche angewandt wird. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass als Basismaterial Aluminiumfolie verwendet wird, die durch Erhitzung auf eine Tempe ratur über 200 C, jedoch vorzugsweise zwischen 525 C und dem Schmelzpunkt des Aluminiums, ther misch behandelt worden ist. <B><I>Anmerkung des</I></B> Eidg. <B><I>Amtes für</I></B> geistiges <B><I>Eigentum:
    </I></B> Sollten Teile der Beschreibung mit der im Patentanspruch <B>gegebenen</B> Definition <B>der</B> Erfindung <B>nicht in</B> Einklang <B>stehen,</B> so sei daran erinnert, dass gemäss Art. 51 des Patentgesetzes der Patentanspruch für den sachlichen Geltungsbereich des Patentes massgebend ist.
CH544570A 1966-09-27 1967-09-25 Verfahren zur Herstellung von Elektrodenfolie aus Aluminium für Elektrolytkondensatoren CH508052A (de)

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