CH508093A - Verfahren zum Färben oder Bedrucken von Textilmaterial - Google Patents

Verfahren zum Färben oder Bedrucken von Textilmaterial

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CH508093A
CH508093A CH694666A CH694666A CH508093A CH 508093 A CH508093 A CH 508093A CH 694666 A CH694666 A CH 694666A CH 694666 A CH694666 A CH 694666A CH 508093 A CH508093 A CH 508093A
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CH
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acid
polyglycol ether
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CH694666A
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Hermann Dr Egli
Hofer Kurt
Max Dr Perrig
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Sandoz Ag
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06PDYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
    • D06P1/00General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed
    • D06P1/44General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed using insoluble pigments or auxiliary substances, e.g. binders
    • D06P1/60General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed using insoluble pigments or auxiliary substances, e.g. binders using compositions containing polyethers
    • D06P1/613Polyethers without nitrogen
    • D06P1/6131Addition products of hydroxyl groups-containing compounds with oxiranes
    • D06P1/6135Addition products of hydroxyl groups-containing compounds with oxiranes from aromatic alcohols or from phenols, naphthols

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Coloring (AREA)

Description


  
 



  Verfahren zum Färben oder Bedrucken von Textilmaterial
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zum Färben nach der Foulardmethode oder Bedrucken von losen oder weiterverarbeiteten textilen Faserverbänden aus natürlichen oder synthetischen Polyamiden, Polyestern, Polyacrylnitril und Acrylnitrilcopolymeren, dadurch gekennzeichnet, dass man das Textilgut mit einer Klotzflotte oder Druckpaste imprägniert, welche einen Farbstoff und einen oder mehrere Polyglykoläther der Formel
EMI1.1     


<tb> Alkyl- <SEP> -(O-CH2CH2 > ,-OH <SEP> (I)
<tb>  enthält, worin Alkyl Octyl oder Nonyl bedeutet und n einen Wert von 3,5 bis 7 besitzt, und dass man das so behandelte Material anschliessend ohne Zwischentrocknung einer Wärmebehandlung unterwirft.



   Der   Trübungspunkt    der Polyglykoläther der Formel   (1)    liegt unterhalb der Raumtemperatur.



   Der Trübungspunkt stellt diejenige Temperatur dar, bei der die klare 1 % ige wässrige Lösung eines Alkyloder Alkylarylpolyglykoläthers beim Erwärmen sich trübt. Die Polyglykoläther der Formel (I) bilden also bei Raumtemperatur mit Wasser keine Lösungen, sondern nur Dispersionen.



   Entsprechend dem neuen Färbe- und Druckverfahren kann z. B. die wässerige Lösung eines   1 : 2-Metall-    I;omplexfarbstoffes mit einem Polyglykoläther der Forrnel   (I)    wie z. B. dem Octylphenylpentaglykoläther, und mit einer wässerigen Lösung eines Verdickungsmittels, aber ohne Zusatz einer Neutralsalzlösung, vermischt werden, wobei überraschenderweise der Farbstoff im Octylphenylpentaglykoläther sich löst und die wässerige Phase der Emulsion farblos bleibt. Die Menge des Polyglykoläthers der Formel (I) kann dabei 1 bis 6 %, vorzugsweise 1 bis 4 %, bezogen auf die Färbeflotte, betragen.



   Die Polyglykoläther der Formel (I) zeigen ausserdem eine ausgezeichnete Netzwirkung, so dass sich das   Ma-    terial mit der Emulsion kalt foulardieren oder bedrucken lässt. Die Fixierung des Farbstoffes auf der Faser erfolgt dadurch, dass das imprägnierte Färbegut einer Wärmebehandlung unterzogen wird, wobei das Färbegut in feuchtem Zustand während 1 bis 10 Stunden bei 50 bis 950 C gelagert wird, oder dass man das Färbegut während 5 bis 180 Minuten einer Behandlung mit Sattdampf von 95 bis 1030 C ohne Überdruck behandelt, oder dass man das Färbegut während 2 bis 45 Minuten einer Behandlung mit Sattdampf von 103 bis 1250 C unterzieht.



   Das neue Foulard- und Druckverfahren wird vorzugsweise in Gegenwart von Verdickungsmitteln ausgeführt, wie z. B. Methylcellulose, Stärke,   Johanmsbrot-    kernmehl, Natriumalginat, Tragantverdickung,  Meyprogummi ,  Gommarin ,  Carbopol  und andere mehr. Auch ist es vorteilhaft, beim Färben oder Bedrucken in Gegenwart eines Säurespenders zu arbeiten; hiezu können praktisch alle in der Färberei bekannten und verwendeten anorganischen oder organischen   Säu-    ren, wie z. B. Schwefelsäure, Salzsäure, Essigsäure, Ameisensäure, Weinsäure usw. sowie die eine Säure abspaltenden Salze, wie z. B. Ammoniumchlorid, Ammoniumsulfat und viele andere mehr, eingesetzt werden.



   Erfindungsgemäss können lose oder verarbeitete textile   Faserverbände,    z. B. Kammzug, Gewebe, einerseits aus natürlichen Polyamidfasern, wie z. B. Wolle, und synthetischen Polyamidfasern, auch solchen, die einer speziellen Behandlung unterzogen wurden, wie z. B.



  einer Texturierung, verwendet werden. Als synthetische Polyamidfasern kommen in Betracht: die Polykondensationsprodukte aus Dicarbonsäuren und Diaminen, insbesondere gesättigte aliphatische Dicarbonsäuren und   a,to-Diaminen,    wie beispielsweise von solchen Dicarbonsäuren und Diaminen mit 6-10 Kohlenstoffatomen, ferner die Polymerisationsprodukte aus Lactamen, insbesondere   e-Caprolactam    oder   sI)-Capryllactam;    im wei  teren die Polymerisationsprodukte aus   w-Aminocarhon-    säuren, insbesondere   co-Aminoundecansäure    sowie das Mischkondensationsprodukt aus Hexamethylendiamin, Adipinsäure und   c-Aminocapronsäure.   



   Diese Produkte sind unter den folgenden z. T. eingetragenen Schutzmarken bekannt: Nylon 6, Nylon 66, Nylon   66/6,    Nylon 10, Perlon, Grilon, Mirlon, Enkalan, Stylon, Taslan, Rilsan, Ban-Lon, Dederon, usw.



   Das erfindungsgemässe Färbeverfahren eignet sich anderseits aber auch für alle linearen und aromatischen Polyesterfasern, sowie für alle Polyacrylnitrilfasern und auch Fasern aus   Acrylnitril-Mischpolymerisaten.   



   Als lineare und aromatische Polyesterfasern kommen in Betracht: die Kondensationsprodukte aus aromatischen Dicarbonsäuren mit Glykolen, vorzugsweise Athylenglykol oder aromatischen Alkoholen, wie z. B.



  Xylylenglykol.



   Solche Produkte sind unter den folgenden z. T. eingetragenen Schutzmarken bekannt: Dacron, Terylene, Diolen, Tergal, Terital, Trevira usw.



   Ferner eignet sich das erfindungsgemässe Verfahren auch für Polyacrylnitrilfasern, insbesondere für Polymerisationsprodukte von Acrylnitril, aber auch ähnliche, welche durch Copolymerisieren von Acrylnitril (80 bis   90 %)    und beispielsweise Vinylacetat   (20-10 %)    oder Vinylpyridin hergestellt werden.



     Solche    Produkte sind unter den folgenden z. T. eingetragenen Schutzmarken bekannt: Acrilan (das Mischpolymerisat aus 85   S    Acrylnitril und 15 % Vinylacetat oder Vinylpyridin), Orlon, Dralon, Courtelle, Crylor,   Dynel    usw.



   Als Farbstoffe eignen sich für das erfindungsgemässe Verfahren praktisch alle bekannten Farbstoffe, wie z. B.



  die sauren Farbstoffe,   1: 1-    und 1: 2-Metallkomplexfarbstoffe, Chromfarbstoffe, Reaktivfarbstoffe, Direktfarbstoffe, Küpenfarbstoffe bzw. deren Leukoverbindungen.   Indigosolfarbstofle,    Nitrofarbstoffe, Schwefelfarbstoffe zum Färben oder Bedrucken von natürlichen und synthetischen Polyamidfasern, die Dispersionsfarbstoffe, Pigmentfarbstoffe zum Färben von Polyesterfasern, die    Telasol -    oder Pigmentfarbstoffe zum Färben von na   natürlichen    und synthetischen Polyamidfasern sowie die basischen- und Styrylfarbstoffe zum Färben von Poly   acrvlnitrilfasern.   



   Die erhaltenen Färbungen besitzen, gegenüber den nach den üblichen   Fonlardierverfahren    erhaltenen Färbungen den Vorteil, dass die Fasern an der Oberfläche des Faserverbandes gleich tief angefärbt sind wie im Innern. Sie sind deshalb tiefer und brillanter als Foulardfärbungen oder Drucke, die nach dem herkömmlichen Verfahren hergestellt wurden.



   Die erhaltenen Färbungen und Drucke besitzen die üblichen guten Lichtechtheiten und guten Nassechtheiten, wie Wasch-. Walk-, Schweiss-, Wasser-, Meerwasserechtheit. usw.



   Die Verwendung von   iSuthylenoxidkondensationspro-    dukten als Färbereihilfsmittel wurde schon verschiedentlich vorgeschlagen. Die deutsche Patentschrift Nummer 710 228 offenbart die Verwendung von Athylenoxidkondensationsprodukten höherer aliphatischer Alkohole in Färbebädern oder Druckpasten, wobei der Farbstoff beim Druck nach einer Zwischentrocknung durch Dämpfen fixiert wird. Die deutsche Auslegeschrift Nummer 1 059 401 beschreibt die Herstellung von Alkylpolyglykoläthern mit 10 bis 20 Kohlenstoffatomen im Alkylrest und 1 bis   12-CH CH O-Gruppen    und erwähnt deren Verwendung in der Färberei zur Herstellung von Farbstoffpasten oder als Zusatz zu Klotzbädern.

  In der USA-Patentschrift Nr. 1 970 578 wird die Verwendung von Anlagerungsprodukten von 4 Mol Äthylenoxid und mehr an Hydroxyverbindungen in der Textilfärberei, insbesondere zur Verbesserung des Egalisiervermögens von Küpenfärbungen oder Naphthol-AS-Färbungen erwähnt. Aus der britischen Patentschrift Nr. 823 201 ist ein Reinigungsmittel, unter anderem für Wolle, das neben optischen Aufhellern ein Kondensationsprodukt aus 1 Mol Octylphenol und 5 bis 20 Mol   Äthylenoxid    enthält, bekannt. Keines dieser Verfahren erteilt aber die Lehre, mit einer wässerigen Emulsion zu arbeiten, welche eine den Farbstoff in gelöster Form enthaltende und in der wässerigen Phase feinverteilte organische Phase enthält, und das imprägnierte Textilgut ohne Zwischentrocknung einer Wärmebehandlung zu unterziehen, wodurch eine grosse Zeitersparnis gewährleistet wird.



   Die französische Patentschrift Nr. 1 161 694 beschreibt ferner ein Verfahren zum Färben - durch Imprägnieren und Heissfixieren - von Cellulosefasern mit substantiven Farbstoffen in Gegenwart von wasserlöslichen Athylenoxid-Addukten. Im Gegensatz dazu sind die erfindungsgemäss anzuwendenden Hilfsmittel in den   Klotzlösungen    oder Druckpasten unlöslich. Die Trübungspunkte derselben liegen unterhalb der Raumtemperatur. Zudem werden keine Cellulosefasern, sondern nur natürliche oder synthetische Polyamidfasern, Polyesterfasern oder Polyacrylnitrilfasern in deren Gegenwart gefärbt.



   Die belgische Patentschrift Nr. 596 185 beschreibt Färbepräparate, welche Umsetzungsprodukte von 4 bis 20 Mol Athylenoxid mit Octylphenol oder Nonylphenol neben einem Farbstoff und gegebenenfalls andere Zusätze enthalten. Das in den ausführlich beschriebenen Färbebeispielen 1, 14 und 16 verwendete Lissapol NX ist ein bei Zimmertemperatur wasserlöslicher Octylkresylpolyglykoläther und das Färben geschieht nach diesen Beispielen aus langer Flotte (Flottenverhältnis 1 : 15 und mehr) in   Haushaltwaschmaschinen    während nach dem vorliegenden Verfahren kontinuierlich nach dem Foulardverfahren gefärbt wird, bei dem die physiko-chemischen Bedingungen in der Farbstofflösung ganz andere sind als beim Färben nach dem Ausziehverfahren.



   Die französische Patentschrift   Nr. 1 257 933    beschreibt ein Druckverfahren für   Eiweissfasern    mit Reaktivfarbstoffen in Gegenwart von Kondensationsprodukten aus Äthylenoxid und Octyl- oder Nonylphenolen, wobei die Drucke ohne vorherige Trocknung mit Dampf fixiert werden. Diese Patentschrift enthält aber keine Angaben über den Athoxylierungsgrad der verwendeten Produkte und lehrt also unzutreffenderweise, dass alle Octylphenyl- und Nonylphenylpolyglykoläther gleichwertig sind. 

  Die nach der vorliegenden Erfindung zu verwendenden Octylphenyl- und   Nonylphenylpolyglykol    äther mit einem Oxäthylierungsgrad von   35    bis 7, sind den übrigen Octylphenyl- und Nonylphenylpolyglykol äthern mit einem kleineren oder mit einem grösseren Oxäthylierungsgrad zur Erzeugung von starken und leuchtenden Färbungen auf Wolle überlegen.



   In der folgenden Tabelle sind wichtige Vertreter der Polyglykoläther der Formel (I) aufgeführt, welche durch den Alkylrest und die Zahl der Athylenoxidgruppen n gekennzeichnet sind.  



   Tabelle
Nr. des Polyglykoläthers Alkyl   n   
1 C8H17 3,5
2   C5H11    4
3   C8Hl7    4,5
4   CRHl7    5
5   C8H17    5,5
6   Com17    6
7   C9H19    3,5
8   C9H19    4
9   C9H19    4,5
10 C9H19 5
11   C9H19    5,5
12 C9H19 6
13   C9H19    7
In den folgenden Beispielen bedeuten die Teile Gewichtsteile, die Prozente Gewichtsprozente und die Temperaturen sind in Celsiusgraden angegeben. Die in Klammern angegebenen Zahlen bedeuten die Nummern im Colour Index (C. I.), Second Edition 1956, unter denen die Formeln der Farbstoffe angegeben sind.



   Beispiel I
30 Teile des Polyglykoläthers Nr. 3 der Tabelle werden in
250 Teilen einer 2,5 % igen Lösung aus Johannisbrot kernmehl eingerührt, wobei der Glykol  äther homogen emulgiert wird.



   20 Teile    Brillantalizarinwalkrot FBL      (C. I. Acid Red 143) werden in
695 Teilen Wasser gelöst und unter Rühren dem in der Verdickung emulgierten Glykoläther zugegeben. Nach dem Abkühlen auf 300 werden noch
5 Teile Ameisensäure zugegeben.



  1000 Teile
Ein Wollgewebe (Damenstoff), dessen Gewebestruktur von einem Flor aus abstehenden   Wollhaaren    besetzt ist, wird mit der obigen Klotzmischung geklotzt und zwischen zwei Gummiwalzen bei einem Druck von 1,5 atü abgepresst. Die Gewichtszunahme dieses Stoffes beträgt nach dem Abpressen 90 %. Darauf wird das Gewebe in feuchtem Zustand in nassem Dampf bei 1020 während 30 Minuten gedämpft, wobei der Farbstoff fixiert wird.



   Der Farbstoff kann aber auch auf folgende Weise fixiert werden: Das Gewebe wird aufgerollt und zur Vermeidung von Feuchtigkeitsverlust in eine Aluminiumfolie eingeschlagen und während 1-10 Stunden bei 50 bis 950 belassen. Nach beiden Fixierungsmethoden wird das foulardierte und fixierte Gewebe zum Auswaschen der Verdickung und des Glykoläthers in warmem Wasser gründlich gespült.



   Die so ausgeführte Färbung zeigt eine gleichmässige Verteilung des Farbstoffes im Gewebe. Der Flor und der Kern des Gewebes sind gleich tief angefärbt.



   Eine gleiche Färbung mit demselben Farbstoff, aber ohne den Polyglykoläther ausgeführt, zeigt keine gleichmässige Verteilung des Farbstoffes im Gewebe. Der Kern des Gewebes ist dunkel- angefärbt, während der Flor viel heller ist.



   Anstelle des Polyglykoläthers im obigen Beispiel können auch die Polyglykoläther Nrn. 1, 2 und 4 bis 13 der Tabelle eingesetzt werden, wobei ebenfalls eine gleichmässige Verteilung des Farbstoffes im Gewebe erhalten wird.



   Nach diesem Verfahren lässt sich auch Wollkammzug färben, wobei die Färbungen mit den eingesetzten Polyglykoläthern egaler sind als diejenigen ohne diesen Zusatz.



   In gleicher Weise wie  Brillantalizarinwalkrot FBL  lassen sich auch die folgenden Farbstoffe egal färben:   Xylenbrillantwalkrot -RL    (C. 1. Acid    Red 263),    Xylenbrillantwalkrot      -2BL >       (C. 1. Acid    Red 261,    Sulfoninscharlach      -GWL >       (C. I.    23265),  Alizarinwalkgrün   -B >       (C. I.    Acid Green 40),    Briliantalizarin-    walkblau -G  (C. I. Acid Blue 127),  Säurelichtscharlach   -GL       (C. I.    23905),  Brillantalizarinwalkviolett -FBL >  (C. I. Acid Violet 48),    Brilllantalizarinwalkblau    -FGL  (C. I. Acid Blue 143),  Brillantalizarinwalkblau -F2GL  (C. I.

  Acid Blue 181) usw.



   Beispiel 2
40 Teile des Polyglykoläthers   Nur. 3    der Tabelle werden in
300 Teilen einer 2,5 % igen Lösung aus Johannisbrot kernmehl eingerührt, wobei der Glykol  äther homogen emulgiert wird.



   15 Teile  Lanasynbraun -RL  (C.I. Acid Brown
28) werden in
635 Teilen Wasser gelöst und unter Rühren dem in der Verdickung emulgierten Glykoläther zugegeben. Nach dem Abkühlen auf 300 werden noch
10 Teile Ameisensäure zugegeben.



  1000 Teile
Man foulardiert und fixiert in der in Beispiel 1 beschriebenen Weise, wobei wiederum sowohl Wolle-Damentuch als auch Wollkammzug egaler und tiefer angefärbt werden als ohne diesen Zusatz. In gleicher Weise wie  Lanasynbraun -RL  lassen sich auch die folgenden Farbstoffe egaler und tiefer färben:  Lanasyngelb -2RL  (C. I. Acid Orange 80),  Lanasynorange -RLN  (C. I. Acid Orange 82),  Lanasynrot -2GL  (C. I. Acid Red 216),  Lanasynrot -BL  (C. I. Acid Red 215),  Lanasynbordeaux   -RL >     (C. I. Acid Red 217),  Lanasynbraun -3RL  (C. I. Acid Brown 30),  Lanasyndunkelviolett -RL  (C. I. Acid Violet 66), usw.



   Beispiel 3
20 Teile des Polyglykoläthers Nr. 9 der Tabelle werden in
300 Teilen einer 2,5 % igen Lösung aus Johannisbrot kernmehl eingerührt.



   20 Teile    Metomegachromcyanin -BLL      (C. I. 17940) werden in
630 Teilen Wasser heiss gelöst und unter Rühren der
Verdickung zugegeben. Nach dem Abküh len auf 350 werden
25 Teile Fluorchrom eingestreut und während
15 Minuten gerührt, bis alles Fluorchrom gelöst ist.



   Zuletzt streut man noch  
5 Teile Oxalsäure ein und die Paste ist zum Gebrauch brauch fertig.



  1000 Teile
Ein Wollgewebe und Wollkammzug werden wie in Beispiel 1 beschrieben, foulardiert und während 2 Stunden bei   102     in gesättigtem Dampf fixiert. Der Kern und der Flor des Gewebes sind gleich tief angefärbt.



  Der Kammzug ist vollkommen egal gefärbt und die Nuance ist rein blau. Ohne den Polyglykoläther erscheinen dieselben Färbungen bedeutend heller und die Nuance wird trüb und stumpf. Zum Fixieren des Farbstoffes kann man die foulardierte Wolle auch in Aluminiumfolien einschlagen und während 4 Stunden bei 900 belassen. Dabei wird die Nuance voll entwickelt.



   In gleicher Weise wie    < Metomegachromcyanin    -BLL  lassen sich auch die folgenden Farbstoffe egal färben:   Omegachromgelb -ME  (C. I. 18710),   Omegachromrot -GM    (C. I.    Mordant Red 36),     < (Omegachromrot    -2GLL  (C. I. Mordant Red 56),      Omegachrombraun    -3GL   (C. I. Mordant Brown 50),   Omegachrombordeaux -2BL   (C. I. Mordant Red 38),   Omegachromcyanin -GR  (C. I. 43820),   Omegachromgrau -2GL   (C. I. Mordant Black 43),     Omegachromschwarz -VS     (C. I. 16500),     Omegachrombrillantblau    -B    (C. I.    43830), usw.



   Anstelle des Polyglykoläthers im obigen Beispiel können auch die anderen Polyglykoläther der Tabelle eingesetzt werden, wobei ebenfalls eine gleichmässige Verteilung des Farbstoffes im Gewebe erhalten wird.



   Beispiel 4
Eine Klotzmischung wird wie in Beispiel 3 hergestellt aus:
25 Teilen des Polyglykoläthers Nr. 4 der Tabelle,    220    Teilen Johannisbrotkernmehl (2,5 %),
44 Teilen  Omegachromschwarz -P    (C. I.    15710),
14 Teilen   ¯Omegachromgrün -BLL      (C. I. Mordant Green 29),
65S Teilen Wasser,
35 Teilen Fluorchrom,    4 4 Teilen Oxalsäure    1000 Teile
Mit dieser Klotzmischung wird Wollkammzug bei 40 mit einem 2-Walzenfoulard mit einer Laufgeschwindigkeit von   4imin.    foulardiert und unmittelbar anschliessend kontinuierlich bei 1200 in Sattdampf fixiert. Bei   mlMin.    bleibt der Kammzug 10 Minuten im Kontinuedämpfer. Anschliessend wird er kontinuierlich gewaschen und getrocknet.



   So wird der Kammzug vollkommen egal, satt und   voilschwarz    gefärbt. Die Licht- und Nassechtheiten, wie z. B. die   Wasch-    Schweiss-, Reibechtheiten sind einwandfrei. Ohne den oben eingesetzten Polyglykoläther erhält man nur ein farbschwaches, unegales und schippriges Schwarz.



   Beispiel 5
Wollkammzug wird mit einer Druckpaste der Zusammensetzung:
26 Teile  Omegachromschwarz P  (C. I.   15710),   
15 Teile des Polyglykoläthers 4 der Tabelle,
310 Teile 2,5%ige   Johannisbrotkernmehlverdickung,   
280 Teile Chromacetatlösung (26 g Cr   **t    je Liter),
369 Teile Wasser 1000 Teile bedruckt und anschliessend während 60 Minuten bei 102 mit Sattdampf fixiert. Nach dem Waschen und Trocknen wird der Kammzug meliert.



   Um z. B. auf dieselbe Farbtiefe der Melange zu kommen, muss man ohne den Polyglykoläther Nr. 4 a) etwa 40 Teile Farbstoff einsetzen, anstelle von 26 Teilen und b) etwa während 3 Stunden dämpfen, anstelle nur eine Stunde.



   Ausserdem erhält man mit dem Polyglykoläther eine bedeutende Verbesserung der Pottingechtheit.



     ähnliche    Verbesserungen im Vigoureuxdruck können mit den anderen Polyglykoläthern der Tabelle auch bei den in Beispiel 3 angeführten Chromfarbstoffen erhalten werden.



   Mit der Druckpaste der folgenden Zusammensetzungen erhält man ebenso gute Resultate:
A B C Polyglykol  äther 15 Teile 15 Teile 20 Teile Verdickung 270   250   300   Farbstoff 15   23        35   Wasser 697,5   707   642,5   Zusatz   2,5      5   :    2,5  
Als Polyglykoläther wird einer der Polyglykoläther der Nrn. 1 bis 13 der Tabelle, z. B. Nr. 4, und als Verdickung eine   2,5 % ige    Lösung von Johannisbrotkernmehl verwendet.



   Farbstoff und Zusatz sind: in der Paste A:   Lanasynbraun 3 RL    (C. I.    Acid Brown 30) und Ameisensäure; in der Paste B:   Sulfoninscharlach GWL  (C. I. 23265) und Schwefelsäure; in der Paste C: ein   sulfonsätiregruppenhaltiger    Monoazofarbstoff mit einem   Trichlorpyrimidylaminorest    ( Drimaren schwarz Z-BL  eingetragene Schutzmarke) und Na triumacetat.

 

   Lässt man in den Pasten A bis C den Polyglykoläther weg, so braucht man bedeutend mehr Farbstoff um die gleiche Farbstärke zu erhalten.



   Man kann  Lanasynbraun 3 RL  bzw.  Sulfoninscharlach GWL  durch einen der in Beispiel 2 verzeichneten   Lanasynfarbstoffen    bzw. durch einen der im Beispiel 1 angeführten Walkfarbstoffe ersetzen.



   Beispiel 6
Eine Paste wird wie in Beispiel 3 beschrieben hergestellt aus:
330 Teilen  Gommarin  (6   %),   
40 Teilen des Polyglykoläthers Nr. 3 der Tabelle,
6 Teilen  Lanasyngrau -BL  (C. I. Acid Black   58).   



   614 Teilen Wasser und
10 Teilen Ameisensäure 1000 Teile  
Mit dieser Paste wird ein streifiges Gewebe aus einem Polykondensationsprodukt von Hexamethylendiamin und Adipinsäure (z. B. Nylon 66) foulardiert und während 30 Minuten bei 1020 fixiert. Das Material wird streifenfrei und egal angefärbt. Ohne den oben eingesetzten Polyglykoläther erhält man eine unruhige Färbung.



   Das Fixieren des Farbstoffes kann auch im Pad-roll Apparat bei 900 während 2-4 Stunden erfolgen.



   Ein Mischgewebe aus Wolle/Nylon 66 lässt sich ebenfalls mit dieser Paste egal foulardieren.



   Anstelle des Polyglykoläthers im obigen Beispiel können auch die Polyglykoläther Nrn. 4-13 der Tabelle eingesetzt werden, wobei ebenfalls eine gleichmässige Verteilung des Farbstoffes im Gewebe erhalten wird.



  Nach diesem Rezept lassen sich auch die in den Beispielen 1 und 2 angeführten Farbstoffe färben.



   Anstelle des synthetischen Polyamidfasermaterials eines Polykondensationsproduktes von Hexamethylendiamin und Adipinsäure (wie z. B. Nylon 66) können andere synthetische Polyamid-Materialien eingesetzt werden wie sie unter den folgenden z. T. eingetragenen Schutzmarken bekannt sind: Nylon 6, Nylon 66/6, Nylon 10, Perlon, Grilon, Mirlon, Enkalon, Stylon, Taslan, Rilsan, Ban-Lon, Dederon usw.



   Beispiel 7
Eine Paste wird wie in Beispiel 3 beschrieben hergestellt aus:
300 Teilen Johannisbrotkernmehl (2,5 %),
10 Teilen des Polyglykoläthers Nr. 10 der Tabelle,
10 Teilen  Maxilonblau -GL  (eingetragene Schutz marke) und
680 Teilen Wasser 1000 Teile
Mit dieser Paste wird ein Gewebe aus Mischpolymerisaten, welche durch Copolymerisieren von 80 bis 90 % Acrylnitril und 20-10 % Vinylacetat oder Vinylpyridin hergestellt werden (z. B. das Mischpolymerisat aus 85 % Acrylnitril und 15 % Vinylacetat oder Vinylpyridin,  Acrilan , eingetragene Schutzmarke) foulardiert und 60 Minuten bei 1020 gedämpft. Man erhält eine egale Blaufärbung. Derselbe Ansatz, ohne den oben eingesetzten Polyglykoläther gibt eine fleckige Färbung.



   Anstelle des Polyglykoläthers im obigen Beispiel können auch die anderen Polyglykoläther der Tabelle eingesetzt werden, wobei ebenfalls eine gleichmässige Verteilung des Farbstoffes im Gewebe erhalten wird.



   Beispiel 8
Eine Paste wird, wie in Beispiel 3 beschrieben, hergestellt aus:
4 Teilen Natriumalginat
40 Teilen des Polyglykoläthers Nr. 9 der Tabelle,
20 Teilen  Foronbrillantrot-RL   (C. I. Disperse Red 57),
936 Teilen Wasser 1000 Teile
Mit dieser Paste wird ein Gewebe aus einem Kondensationsprodukt aus einer aromatischen Dicarbonsäure und einem Glykol, vorzugsweise   aus Athylengly-    kol oder einem aromatischen Alkohol, wie z. B. Xylylenglykol, wie sie unter den zum Teil eingetragenen Schutzmarken bekannt sind, wie Dacron, Terylene, Diolen, Tergal usw., foulardiert.



   Die Fixierung des Farbstoffes erfolgt ohne Zwischentrocknung im Sattdampf bei 1300 während 60 Minuten.



   Man erhält eine egale, satte rote Färbung mit guten Licht- und Nassechtheiten.



   Ohne den Zusatz des oben erwähnten Polyglykol äthers wird die Färbung bedeutend farbschwächer und ist von einem leichten   Grauschleier    überzogen.



   Anstelle des Polyglykoläthers im obigen Beispiel können auch die Polyglykoläther Nrn. 1-8 und 10-13 der Tabelle eingesetzt werden, wobei ebenfalls eine gleichmässige Verteilung des Farbstoffes im Gewebe erhalten wird.



   Beispiel 9
Eine Paste wird, wie in Beispiel 3 beschrieben, hergestellt aus:
320 Teilen Johannisbrotkernmehl (2,5 %),
15 Teilen  Telasolrot 4BLS  (C. I. Solvent Red 85),
40 Teilen des Polyglykoläthers Nr. 12 der Tabelle,
615 Teilen Wasser und
10 Teilen Ameisensäure 1000 Teile
Mit dieser Paste wird ein Wollgewebe foulardiert.



  Die Fixierung erfolgt durch Einschlagen des foulardierten Materials in Aluminiumfolien.



   Die Fixierung erfolgt entweder a) während 6 bis 20 Stunden bei   60-700    oder b) während 2 bis 5 Stunden bei   90-980.   



   Die so ausgeführte Färbung zeigt eine gleichmässige Verteilung des Farbstoffes im Gewebe. Der Flor und der Kern des Gewebes sind gleich tief angefärbt.



   Beispiel 10
Eine Paste wird, wie in Beispiel 3 beschrieben, hergestellt aus:
250 Teilen Johannisbrotkernmehl (2,5 %),
30 Teilen des Polyglykoläthers Nr. 13 der Tabelle,
100 Teilen  Vitrolanschwarz -WA  (C. I. 15711)
615 Teilen Wasser und
5 Teilen Oxalsäure 1000 Teile
Mit dieser Paste wird Wolle foulardiert und fixiert wie im Beispiel 4.



   Die Wolle ist echt vollschwarz angefärbt und zeigt eine gleichmässige Verteilung des Farbstoffes im Gewebe.



   Beispiel 11
Eine haltbare Druckpaste setzt sich zusammen aus:
40 Teilen des Polyglykoläthers Nr. 2 der Tabelle,
8 Teilen  Lanasynbraun RL   (C. I. Acid Brown 28),
50 Teilen Harnstoff,
30 Teilen Thiodiglykol,
262 Teilen Wasser,
550 Teilen Kristallgummi   1 :    2 und
60 Teilen Ammoniumtartrat 1000 Teilen
Ein Wollgewebe wird mit dieser Druckpaste bedruckt, während 40 Minuten gedämpft und anschliessend kalt und warm mit einer wässerigen Lösung, welche 0,5 g/Liter eines teilweise carboxymethylierten Alkylpolyglykoläthers enthält, gespült.  



   Der so ausgeführte Druck ist vollkommen egal, wogegen derjenige ohne den Zusatz des genannten Poly   glykoläthers    wolkig und schipprig ist.



   In gleicher Weise kann man ein Gewebe aus dem Kondensationsprodukt von Hexamethylendiamin mit Adipinsäure (Nylon 66) mit einer   haltbanen    Druckpaste der Zusammensetzung:
20 Teile des Polyglykoläthers Nr. 2 der Tabelle,
20 Teile  Säurelichtscharlach GL   (C. I. Acid Red 23905),
50 Teile Thiodiglykol,
240 Teile Wasser,
550 Teile Kristallgummi   1 : 2,   
60 Teile Thioharnstoff und
60 Teile Ammoniumtartrat 1000 Teile bedrucken, fixieren und fertigstellen. Zum Auswaschen des fixierten Druckes verwendet man zweckmässig eine wässerige Lösung, welche 1 g/Liter eines teilweise quaternierten Umsetzungsproduktes aus Äthylenoxid und einem Fettalkylpolyamin enthält.

 

   Der so ausgeführte Druck ist vollkommen egal und bedeutend tiefer und brillanter angefärbt als ohne den Zusatz des oben genannten Polyglykoläthers. Auch sind die Echtheiten ausgezeichnet, insbesondere besitzt der mit dem Polyglykoläther ausgeführte Druck eine bedeutend bessere Lichtechtheit als der ohne den Polyglykol äther. 

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH
    Verfahren zum Färben nach der Foulardmethode oder Bedrucken von losen oder weiterverarbeiteten textilen Faserverbänden aus natürlichen oder synthetischen Polyamidfasern, Polyestern, Polyacrylnitril und Acylnitrilcopolymeren, dadurch gekennzeichnet, dass man das Textilgut mit einer Klotzflotte oder Druckpaste imprägniert, welche einen Farbstoff und einen oder mehrere Polyglykoläther der Formel EMI6.1 <tb> Alkylu <SEP> -(O-CH2-CH2)0H <SEP> (I) <tb> enthält, worin Alkyl Octyl oder Nonyl bedeutet und n einen Wert von 3,5 bis 7 besitzt, und dass man das so behandelte Material anschliessend ohne Zwischentrocknung einer Wärmebehandlung unterwirft.
    Entgegengehaltene Schrift- und Bildwerke Belgische Patentschrift Nr. 596 185 Französische Patentschriften Nrn. 1 161 694, 1 257933
CH694666A 1961-01-26 1962-02-16 Verfahren zum Färben oder Bedrucken von Textilmaterial CH508093A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CH678971A5 (de) * 1987-10-09 1991-11-29 Reisser Schraubenwerk Gmbh & C

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CH678971A5 (de) * 1987-10-09 1991-11-29 Reisser Schraubenwerk Gmbh & C

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