CH508557A - Zur Abwasserklärung bestimmtes Bauwerk - Google Patents

Zur Abwasserklärung bestimmtes Bauwerk

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    • C02FTREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
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Description


  
 



  Zur   Abwasserklärung    bestimmtes Bauwerk
Die vorliegende Erfindung betrifft ein zur Abwasserklärung bestimmtes Bauwerk mit am oberen Teil der Wandung angeordnetem Einlauf sowie einem Überlauf für das geklärte Abwasser, wobei dieses Bauwerk eine Absaugeinrichtung mit einem nach aussen führenden Leitungssystem aufweist.



   Ein solches Bauwerk weist meist zwei Becken auf, welche vom Abwasser hintereinander durchströmt werden, und zwar weist das erste Becken, in dem das Abwasser in horizontaler Richtung fliesst, einen Schlammfaulraum und das zweite, in welchem das Abwasser in vertikaler Richtung fliesst, einen Absetzraum auf. Ein solches Bauwerk beansprucht viel Platz und benötigt eine grosse Menge Baumaterial.

  Das erfindungsgemässe Bauwerk ist raumsparend und kostensparend, da es dadurch gekennzeichnet ist, dass es ein Doppelbecken besitzt, wobei dieses Becken eine bis an den Boden sich erstreckende, den Einlauf und den Überlauf trennende Hauptwand aufweist, welche einen Schlammfaulraum von einem Absetzraum abgrenzt, dass im oberen Teil des Schlammfaulraums eine durch mindestens eine Tauchwand unterteilte Imhoffrinne derart angeordnet ist, dass die Rinne von dem aus dem Einlauf zuströmenden Schmutzwasser im wesentlichen in der Längsrichtung durchströmt wird, und dass diese Hauptwand an dem dem Einlauf gegenüberliegenden Ende mit Öffnungen versehen ist, die den Durchtritt des von Grobstoffen freien Schmutzwassers in den Absetzraum gestatten, in welchem eine Tauchwand so angeordnet ist, dass sie zwischen dem Überlauf und der Hauptwand liegt,

   um im Betrieb die Wasserströmung in vertikaler Richtung zu leiten.



   Die Öffnungen in der Hauptwand können Schlitze sein, die sich in Richtung des Absetzraums konisch verbreitern und können sich circa einen Meter unter das Niveau des Überlaufs erstrecken.



   Nachfolgend wird anhand einer Zeichnung ein Ausführungsbeispiel eines solchen Bauwerks beschrieben.



   In der Zeichnung zeigt die Fig. 1 einen Horizontalschnitt durch ein solches Bauwerk und die Fig. 2 einen Vertikalschnitt durch dasselbe nach der Linie   Il-II    der Fig. 1, aber in einem etwas kleineren Massstab.



   Das in der Zeichnung dargestellte Bauwerk weist ein Doppelbecken 1 auf, dessen einer Teil ein Schlammfaulraum 2 und dessen anderer Teil ein Absetzraum 3 ist, wobei beide Räume 2 und 3 durch eine Hauptwand 4 aus Beton abgegrenzt werden. Diese Hauptwand 4 erstreckt sich bis auf den Boden des Beckens. Der untere Teil des Beckens 1 ist aus Beton gegossen und die Seitenwand la bildet mit der Lotrichtung einen Winkel von 300. Der obere Teil des Beckens weist zwei Wände   lc    und   ld    auf, die unmittelbar auf dem Randwulst   lb    des unteren Teils aufliegen. Der Schlammfaulraum 2 ist mit dem Absetzraum 3 über ein U-förmiges Ausgleichsrohr 5 verbunden, das zum Ausgleichen des Drucks dient, der infolge ungleicher Füllung der beiden Räume 2 und 3 auf die Hauptwand 4 wirken kann.

  Am oberen Teil der Wand   lb    sind zwei Einläufe 6 und 7 angeordnet, von denen der erstere als Zufluss für primäres Abwasser und der zweite für sekundäres Abwasser, das heisst zum Beispiel für Wasser aus dem Nachklärbecken, dienen. Weiterhin weist die Wand   ld    einen Überlauf 8 auf, der an eine Überlaufrinne 9 angeschlossen ist, die durch die Wand eines Zackenüberfalls 10 sowie der Wand   ld    und durch eine halbkreisförmige Ringfläche 11 gebildet wird. Die Einläufe 6 und 7 und der Überlauf 8 sind durch die Hauptwand 4 voneinander getrennt. Im oberen Teil des Schlammfaulraums 2 ist eine durch zwei querstehende Tauchwände 12 und 13 unterteilte Imhoffrinne 15 derart angeordnet, dass die Rinne 15 von dem aus den Einläufen 6 und 7 zuströmenden Schmutzwasser im wesentlichen in der Längsrichtung durchströmt wird.

  Die Imhoffrinne 15 wird durch eine geknickte Wand   l5a    einerseits und andererseits durch den oberen Teil der Hauptwand 4 und durch die schanzenförmige Ausbuchtung 4a der Hauptwand gebildet. Die Hauptwand 4 ist an dem den Einläufen 6 und 7 gegenüberliegenden Ende mit Öffnungen 4b versehen, die den Durchtritt des von Grobstoffen freien Schmutzwassers in den Absetzraum 3 gestatten.



  Diese Öffnungen sind Schlitze, die sich in Richtung des Absetzraums konisch verbreitern und sich ca. einen   Meter unter das Niveau des Überlaufs 8 erstrecken. Im Absetzraum 3 ist eine Tauchwand 17 so angeordnet, dass sie zwischen dem Überlauf 8 und der Hauptwand 4 liegt, um im Betrieb die Wasserströmung in vertikaler Richtung zu leiten. Am unteren Ende der Tauchwand wird das Wasser in Richtung des Pfeils 18 umgeleitet, so dass das Wasser nach oben strömt. Im Absetzraum 3 ist ein Trockenraum 19 vorgesehen, in welchem eine Pumpe 20 unterhalb dem Niveau des Überlaufs 8 untergebracht ist.



  An diese Pumpe 20 ist ein sich bis nahe an den Boden erstreckendes Ansaugrohr 21 und andererseits ein sich in den Schlammfaulraum erstreckendes Ausstossrohr 22 angeschlossen. Das   Ausstossrohr    22 durchstösst die Hauptwand 4 und die geknickte Wand 15a und ist mit einem Hahnen 32 versehen. Die Pumpe 20, die auf dem Boden des   Trockenraums    19 auf einem Stativ 14 gelagert ist, dient dazu, um die im Absetzraum 3 abgelagerten Feinstoffe in den Schlammfaulraum 2 zu befördern. Ein im Schlammfaulraum vertikal angeordnetes Rohr 24 ist einerseits über ein T-Rohrstück 25 an eine nach aussen führende Leitung 26 angeschlossen, die aussen mit einem Hahnen 31 versehen ist, und andererseits ist dieses Rohr 24 an eine vertikal angeordnete Leitung 27 angeschlossen, welche über das Niveau des Überlaufs 8 ragt.

  Diese Leitung 27 ist oben meist geschlossen und kann bei einer eventuellen Verstopfung des Rohres 24 geöffnet werden.



  Diese Leitung 27 ist weiterhin noch mit einem Rohr 28 verbunden, das an die Pumpe 20 anschliessbar ist.



  Ausserdem sind an diesem Bauwerk zwei Laufstege 29 und 30 vorgesehen, von denen der erstgenannte aus Beton und der letztgenannte im wesentlichen aus Gittern bestehen.



   Wenn das Bauwerk im Betrieb ist, so durchfliesst das Abwasser die Imhoffrinne 15 im wesentlichen in der Längsrichtung: Während dieses Durchfliessens werden die Grobstoffe sedimentiert und fallen durch diese Rinne in Richtung des Faulraums 2. Das von den Grobstoffen freie Abwasser tritt dann durch die Öffnungen 4b in den Absetzraum 2. Die Tauchwand 17 leitet das Wasser zunächst in vertikaler Richtung nach unten, welches dann die Tauchwand 17 in Richtung des Pfeils 18 umfliesst und darauf wiederum in vertikaler Richtung nach oben strömt. Das von Feinstoffen freie Abwasser passiert den Zackenüberfall 10 und fliesst in die Rinne 9, von wo das Wasser durch den Überlauf 8 beispielsweise in eine biologische Reinigungsanlage geleitet werden kann.



   Die im Absetzraum 3 abgelagerten Feinstoffe werden von Zeit zu Zeit, beispielsweise jeden Tag dreimal während zwei Minuten, mit der Pumpe 20 abgesaugt, wobei die Stoffe über die Ansaugleitung 21 durch die Pumpe und Ausstossleitung 22 in den Schlammfaulraum 2 gelangen. Der Schlammfaulraum 2 muss ebenfalls von Zeit zu Zeit, beispielsweise alle Jahre einmal, entschlammt werden. Zum Entschlammen öffnet man den Hahnen 31, wobei der Faulschlamm infolge des im Innern dieses Raums 2 herrschenden Wasserüberdrucks nach aussen gestossen wird. Sollte es aber vorkommen, dass die Leitung 24 verstopft ist, so kann man die Leitung 27 oben öffnen und mit einem Stab die verstopfende Masse im Rohr 24 auflockern. Weiterhin kann man die Leitung 28 an die Pumpe 20 anschliessen und Wasser durch die Leitung 21 ansaugen, wobei Wasser durch die Leitung 28 in das Rohr 24 geleitet wird.

   Man muss aber zu diesem Zweck den Hahnen 31 schliessen, wenn man wünscht, dass die Leitung 24 durchspült und zugleich der im Schlammfaulraum 2 abgelagerte Schlamm aufgewirbelt werden Soll.



   Dieses erfindungsgemässe Bauwerk eignet sich besonders gut für Siedlungsgebiete von 10000 oder weniger Einwohnern. 

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH
    Zur Abwasserklärung bestimmtes Bauwerk mit am oberen Teil der Wandung angeordnetem Einlauf sowie einem Überlauf für das geklärte Abwasser, wobei dieses Bauwerk eine Absaugeinrichtung mit einem nach aussen führenden Leitungssystem aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass das Bauwerk ein Doppelbecken besitzt, wobei dieses Becken eine bis an den Boden sich erstrekkende, den Einlauf und den Überlauf trennende Hauptwand aufweist, welche einen Schlammfaulraum von einem Absetzraum abgrenzt, dass im oberen Teil des Schlammfaulraums eine durch mindestens eine Tauchwand unterteilte Imhoffrinne derart angeordnet ist, dass die Rinne von dem aus dem Einlauf zuströmenden Schmutzwasser im wesentlichen in der Längsrichtung durchströmt wird, und dass diese Hauptwand an dem dem Einlauf gegenüberliegenden Ende mit Öffnungen versehen ist,
    die den Durchtritt des von Grobstoffen freien Schmutzwassers in den Absetzraum gestatten, in welchem eine Tauchwand so angeordnet ist, dass sie zwischen dem Überlauf und der Hauptwand liegt, um im Betrieb die Wasserströmung in vertikaler Richtung zu leiten.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Bauwerk nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass die öffnungen in der Hauptwand Schlitze sind, die sich in Richtung des Absetzraums konisch verbreitern.
    2. Bauwerk nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnungen sich ca, einen Meter unter das Niveau des Überlaufs erstrecken.
    3. Bauwerk nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Imhoffrinne durch zwei querstehende Tauchwände unterteilt ist.
    4. Bauwerk nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass im Absetzraum ein Trockenraum vorgesehen ist, in welchem eine Pumpe unterhalb des Überlauf niveaus untergebracht ist, um die im Absetzraum abgelagerten Feinstoffe in den Schlammfaulraum zu befördern.
CH806569A 1969-05-28 1969-05-28 Zur Abwasserklärung bestimmtes Bauwerk CH508557A (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE19756841A1 (de) * 1997-12-19 1999-07-01 Mall Beton Gmbh Kläreinrichtung

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE19756841A1 (de) * 1997-12-19 1999-07-01 Mall Beton Gmbh Kläreinrichtung
DE19756841C2 (de) * 1997-12-19 2000-07-06 Mall Beton Gmbh Kläreinrichtung

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