CH508643A - Verfahren zur Herstellung von Phthalimidinderivaten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Phthalimidinderivaten

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CH508643A
CH508643A CH1478370A CH1478370A CH508643A CH 508643 A CH508643 A CH 508643A CH 1478370 A CH1478370 A CH 1478370A CH 1478370 A CH1478370 A CH 1478370A CH 508643 A CH508643 A CH 508643A
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sep
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phthalimidino
formaldehyde
acid
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CH1478370A
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Ivars Dr Graudums
Heinrich Dr Mueckter
Ernst Dr Frankus
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Gruenenthal Chemie
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D403/00Heterocyclic compounds containing two or more hetero rings, having nitrogen atoms as the only ring hetero atoms, not provided for by group C07D401/00
    • C07D403/02Heterocyclic compounds containing two or more hetero rings, having nitrogen atoms as the only ring hetero atoms, not provided for by group C07D401/00 containing two hetero rings
    • C07D403/04Heterocyclic compounds containing two or more hetero rings, having nitrogen atoms as the only ring hetero atoms, not provided for by group C07D401/00 containing two hetero rings directly linked by a ring-member-to-ring-member bond

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)
  • Plural Heterocyclic Compounds (AREA)
  • Hydrogenated Pyridines (AREA)

Description


  Verfahren zur Herstellung von Phthalimidinderivaten    Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Ver  fahren zur Herstellung von neuen Phthalimidinderivaten  mit wertvollen biologischen Eigenschaften. Die neuen  Verbindungen können daher als Arzneimittel und als  Zwischenprodukte für die Herstellung von Arzneimitteln  eingesetzt werden.

   Die neuen Produkte entsprechen der  folgenden allgemeinen Formel:  
EMI0001.0000     
    worin R1 für ein Wasserstoffatom, für gegebenen  falls durch freie, veresterte oder verätherte Oxy- oder  Mercaptogruppen, durch Aminogruppen,     Carboxylgrup-          pen    oder Halogenatome substituierte Alkyl- oder     Alke-          nylreste    mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen oder für einen  Aralkyl-, Cycloalkyl- oder Arylrest steht und m und n  die Zahlen 0, 1 oder 2 bedeuten, wobei die Summe von  m und n 1 oder 2 beträgt.  



  Bedeutet R, einen Alkylrest, der durch eine     Amino-          gruppe    substituiert ist, so kann es sich dabei um eine pri  märe, sekundäre oder tertiäre Aminogruppe oder auch  um eine Aminogruppe handeln, deren Stickstoffatom  Bestandteil eines 5- oder 6gliedrigen Restes ist, wie z.B.  eine Pyrrolidino-, Piperidino-, Morpholino- oder     N-Me-          thylpiperazinogruppe.    R, kann also beispielsweise für eine  Aminoäthylgruppe, eine Methylaminoäthylgruppe, eine  Diäthylaminoäthylgruppe oder z.B. für eine Morpholino-    methylgruppe stehen.

   Bevorzugt werden solche Verbin  dungen der allgemeinen Formel I hergestellt, in denen die  Summe von m und n 2 ist und in denen     R,    für Wasser  stoff oder einen unsubstituierten oder durch nichtreaktive  Gruppen substituierten Kohlenwasserstoffrest aus den  oben genannten Gruppen steht.  



  Die Verbindungen der allgemeinen Formel I können  ein asymmetrisch substituiertes Kohlenstoffatom enthal  ten und dementsprechend in isomeren Formen auftreten.  Zum Gegenstand der Erfindung gehört sowohl die Her  stellung von racemischen Verbindungen der Formel I  bzw. deren Isomerengemischen als auch die Herstellung  der reinen Isomeren, wie z.B. der optisch aktiven Formen  der Verbindungen der Formel I.  



  Die erfindungsgemäss erhältlichen neuen     Phthalimi-          dinderivate    haben eine Anzahl äusserst wertvoller phar  mazeutisch verwertbarer Wirkungen. Insbesondere zeigen  sie ausgeprägte neuroendokrine Effekte und sind unter  anderem in der     Lage,    das Tumorwachstum günstig zu  beeinflussen, wie beispielsweise mit folgender Versuchs  anordnung gezeigt werden kann.  



  Gibt man weiblichen Sprague-Dawley (SD)-Ratten im  Alter von 50 - 65 Tagen und im Gewicht von durchschnitt  lich 160 g eine einmalige Dosis von 20 mg     Dimethylbenz-          anthracen    in 1 ml Sesamöl mit der Schlundsonde, so ent  wickeln sich vorwiegend im Bereich der Milchleiste Tu  moren, deren Anzahl man auszählen und deren Grösse  man durch Messung feststellen kann. Behandelt man Tie  re, welchen auf die beschriebene Art     Mammatumoren    in  duziert wurden, mit den Verbindungen der allgemeinen  Formel I, so verringern sich Tumoranzahl und Tumor  grösse im Vergleich zu den unbehandelten Kontrolltieren.

    Bezeichnet man das Produkt aus dem grössten und dem  kleinsten Durchmesser des     percutan    tastbaren Tumors als  Tumorfläche in     mm2,    so steigt     z.B.    bei einem Ausgangs  wert von 509,6     mm     Tumorfläche als Mittel von 10 Tieren  die Tumorfläche bei unbehandelten Tieren in 6 Wochen  auf einen Wert von 1 180,5     mm-'    an und die Tumoranzahl  wächst von 2,3 auf 4,5 ebenfalls als Mittelwert von 10 Tie-      ren.

   Gibt man jedoch den Tieren für die Dauer von 6  Wochen ein Futter, das 0,47 /0     3-Phthalimidino-piperidin-          dion-2,6    bzw. 0,47% 4-Phthalimidino-piperidindion-2,6  enthält, so verändert sich in dieser Zeit die Tumorfläche  von 473,5 mm= auf 490,2 mm= bzw. von 555,5 mm= auf  364,2 mm= und die Tumoranzahl geht von 2,0 auf 2,2  bzw. von 2,8 auf 2,5, ebenfalls als Mittelwert von 10 Tie  ren.  



  Durch ihre immunosuppressive Wirkung begünstigen  die Verbindungen der allgemeinen Formel I das Anwach  sen von Transplanten und haben einen vorteilhaften  Einfluss auf den Verlauf von zum Beispiel Lepra-Erkran  kungen, Strahlenschäden und Autoimmunkrankheiten.  



  Bei vielen der Verbindungen der allgemeinen Formel I  konnte weiterhin eine starke sedierende Wirkung festge  stellt werden.  



  Zur Herstellung der Verbindungen der allgemeinen  Formel I geht man von einem Mono- oder Diamid eines  Amins der allgemeinen Formel  H2N-R1 II  worin R1 die vorgenannte Bedeutung hat, mit einer Säure  der allgemeinen Formel  
EMI0002.0002     
    worin m und n die vorgenannte Bedeutung haben, aus  und bewirkt, vorzugsweise durch Erhitzen oder durch  Zusatz von ringschlussfördernden Kondensationsmitteln,  wie z.B. Essigsäureanhydrid, Thionylchlorid,     Acetylchlo-          rid    oder ähnliche saure wasserabspaltend wirkende Mittel,  den Ringschluss zu einer Verbindung der allgemeinen  Formel I.  



  Steht in der allgemeinen Formel I     R,    für einen  durch Aminogruppen substituierten Alkylrest, insbeson  dere für den Rest  
EMI0002.0006     
    worin     R2    und     R3    gleich oder verschieden sind und für  Wasserstoff, gegebenenfalls substituierte niedere Alkyl-,  Aryl- oder Aralkylreste stehen oder zusammen mit dem  Stickstoffatom, an das sie gebunden sind, einen gegebe  nenfalls noch andere Heteroatome enthaltenden und ge  gebenenfalls substituierten heteroeyclischen 5- oder     6glied-          rigen    Rest bedeuten, so können die Verbindungen der  allgemeinen Formel I hergestellt werden,

   indem man eine  Verbindung der allgemeinen Formel  
EMI0002.0011     
    in der m und n die vorgenannte Bedeutung     haben,    mit  einem Amin der allgemeinen Formel:  
EMI0002.0013     
    in der     R2    und     R3    die vorgenannte Bedeutung haben, oder  mit einem Salz desselben und mit Formaldehyd oder mit  Substanzen, die unter den Reaktionsbedingungen Formal  dehyd zu bilden vermögen, umsetzt.  



  Der Formaldehyd wird vorzugsweise in Form von  wässrigen oder alkoholischen Lösungen verwendet. Ver  bindungen, die Formaldehyd unter den Reaktionsbedin  gungen zu bilden vermögen, sind beispielsweise     Paraform-          aldehyd    oder Chlormethylmethyläther. Die Umsetzung  wird zweckmässig in Gegenwart von Lösungs- oder Ver  dünnungsmitteln durchgeführt. Vorzugsweise werden or  ganische Lösungsmittel, wie Methanol, Äthanol oder  Äthylenglykolmonoäthyläther, oder Gemische aus Wasser  und organischen Lösungsmitteln verwendet. Die Reaktion  wird zweckmässig bei erhöhter Temperatur, z.B. zwischen  50  und 80 , durchgeführt, sie     kann    jedoch auch bei  Raumtemperatur oder unter Kühlung durchgeführt wer  den.

   Man kann stöchiometrische Mengen der Verbindun  gen der allgemeinen Formeln IV und V sowie Formalde  hyd verwenden, man kann jedoch auch eine oder zwei  der drei Komponenten im     Überschuss    einsetzen. Die Iso  lierung der entstandenen Verbindungen der allgemeinen  Formel I kann erfolgen, indem man-gegebenenfalls nach  Einengen des Reaktionsgemisches - durch Kühlen die  Reaktionsprodukte auskristallisieren lässt oder das Reak  tionsgemisch mit einem flüssigen Mittel, in dem die Ver  fahrensprodukte nicht oder nur wenig löslich sind, ver  setzt. Beispielsweise kann man zur Isolierung der Produk  te aus einem Alkohol-Wasser-Gemisch Alkohol zufügen.

    Man kann auch das verwendete Lösungs- oder Verdün  nungsmittel durch Destillation     entfernen    u. den Rückstand  aus geeigneten Lösungsmitteln oder Lösungsmittelgemi  schen umkristallisieren.  



  Die Verbindungen der Formel II können erhalten  werden, indem man     beispielsweise    in einer Säure der all  gemeinen Formel  
EMI0002.0022     
    worin m und n die vorgenannte Bedeutung haben,  eine der Carbonylgruppen des Phthalimidrestes zu einer  CH2-Gruppe reduziert. Man kann auch z.B. von einem  Ester einer Säure der Formel VIII ausgehen. Wird in  einem solchen Fall die Reduktion mit Hilfe der     Clemmen-          sen-Methode    durchgeführt, so kann unter den Reduk  tionsbedingungen gleichzeitig eine     Verseifung    des Esters  erfolgen, so dass man als Produkt der     Reduktion    die Säu  re der Formel     1I    erhält.  



  Zur Reduktion kann man nicht nur das Verfahren  nach     Clemmensen    verwenden, sondern auch elektrolytisch  oder unter Verwendung von     z.B.    Kobalt- oder Nickelka  talysatoren mit elementarem Wasserstoff reduzieren. Die       x-Phthalimidinoglutarsäure    ist beispielsweise     folgender-          massen    erhältlich:      133 g α-Phthalimido-glutarsäure werden unter Erwär  men in 1,2 1 Essigsäure gelöst.

   Bei einer Temperatur von  60 C setzt man potrionsweise 168g Zinkstaub hinzu und  erhitzt das Reaktionsgemisch 4 Stunden auf     Rückfluss-          temperatur.    Man filtriert in der Wärme, wäscht den Rück  stand mit Essigsäure und erhält aus den vereinigten Fil  traten beim Abkühlen die α-Phthalimidino-glutarsäure in  einer Ausbeute von     70%    der     Theorie    in Form weisser  Kristalle vom Schmelzpunkt 236-237 C, nach Umkristalli  sation aus Wasser.  



  Analog erhält man unter Verwendung von     ss-Phthal-          imidoglutarsäure    die ss-Phthalimidino-glutarsäure vom  Schmelzpunkt 280 - 281 C in einer Ausbeute von     910/a     der     Theorie.     



  Aus Phthalimido-bernsteinsäure als Ausgangsprodukt  entsteht unter den genannten Bedingungen die     Phthalimi-          dino-bernsteinsäure    vom Schmelzpunkt 229 - 235 C un  ter Zersetzung.  



       In    den folgenden Beispielen sind die Temperaturan  gaben unkorrigiert.  



  <I>Beispiel 1</I>  108 g &alpha;-Phthalimidino-glutarsäure werden mit einer  Mischung von 833 ml Essigsäureanhydrid und 29,7 ml  Thionylchlorid bis zur Beendigung der Salzsäureentwick  lung auf Rückflusstemperatur erhitzt. Beim Abkühlen er  hält man das &alpha;-Phthalimidino-glutarsäureanhydrid in  einer Ausbeute von 90% der Theorie, Schmelzpunkt 254     -          257 C    unter Zersetzung.  



  187 g &alpha;-Phthalimidino-glutarsäureanhydrid werden in  1870 ml absolutem Dioxan suspendiert. Man leitet zu  nächst bei Raumtemperatur, später bei 80 C, trockenes  Ammoniakgas ein. Der Niederschlag wird abgetrennt, mit  Äther gewaschen und im Vakuum bei 60 C     getrocknet.     208 g des so erhaltenen Ammoniumsalzes werden in 420  ml Wasser gelöst. Zu der gegebenenfalls nach Filtration  klaren Lösung lässt man unter Rühren 63 ml konzentrier  ter Salzsäure zutropfen. Nach einiger Zeit scheiden sich  192 g des Monoamides der &alpha;-Phthalimidino-glutarsäure  ab. Die Substanz schmilzt nach Umkristallisation- aus  Äthanol bei 191 - 192 C.  



  132 g der vorstehenden Verbindung werden mit einer  Mischung von 518 ml Essigsäureanhydrid und 57,8 ml  Thionylchlorid langsam auf 90 - 95 C erwärmt und bis  zum Abklingen der Salzsäureentwicklung bei dieser Tem  peratur gehalten. Durch Abkühlen, gegebenenfalls nach  Einengen, erhält man das     3-Phthalimidino-piperidindion-          -2,6    in einer Ausbeute von 76% der Theorie.  



  <I>Beispiel 2</I>  Analog Beispiel 1 erhält man aus     &alpha;-Phthalimidino-          glutarsäureanhydrid    und Methylamingas das     1-Methyl-3-          -phthalimidino-piperidindion-2,6    vom Schmelzpunkt 139   141  C nach Umkristallisation aus Äthanol.  



  <I>Beispiel 3</I>  40 g &alpha;-Phthalimidino-glutarsäureanhydrid werden in  400 ml absolutem Dioxan suspendiert. Unter Rühren  lässt man bei Raumtemperatur 18,5g Äthylamin zutropfen  und erwärmt das Reaktionsgemisch anschliessend 2 Stun  den auf 80 - 85 C. Man entfernt das Lösungsmittel durch  Destillation im Vakuum und löst den Rückstand in 80 ml  Wasser. Durch Zugabe von 13,5 ml konzentrierter Salz  säure erhält man das     &alpha;-Phthalimidino-glutarsäure-N-          -äthyl-amid    in Form weisser Kristalle vom Schmelzpunkt  141 - 144 C nach Umkristallisation aus Aceton.    23,5 g der vorstehenden Verbindung werden mit einer  Mischung von 97 ml Essigsäureanhydrid und 9,8 ml  Thionylchlorid versetzt und bis zum Nachlassen der Salz  säureentwicklung auf 90 - 95 C erwärmt.  



  Nach Abkühlen, gegebenenfalls nach Einengen, er  hält man durch Zugabe von 200 ml Äther das     1-Äthyl-3-          -phthalimidinopiperidindion-2,6    in Form weisser Kri  stalle vom Schmelzpunkt 177 - 180 C nach Umkristalli  sation aus Äthanol.

      <I>Beispiel 4</I>  Analog Beispiel 3 erhält man durch Variation der  Aminkomponente, gegebenenfalls ohne Isolierung der  Zwischenprodukte, folgende Verbindungen:  
EMI0003.0024     
  
    a) <SEP> 1-n-Propyl-3-phthalimidino-piperidindion-2,6,
<tb>  Schmelzpunkt <SEP> 97 <SEP> - <SEP> 99,5 C <SEP> nach <SEP> Umkristallisation <SEP> aus
<tb>  Äthanol/Petroläther.
<tb>  b) <SEP> 1-n-Hexyl-3-phthalimidino-piperidindion-2,6,
<tb>  Schmelzpunkt <SEP> 95 <SEP> - <SEP> 99 C <SEP> nach <SEP> Umkristallisation <SEP> aus
<tb>  Äthanol.
<tb>  c) <SEP> 1-Allyl-3-phthalimidino-piperidindion-2,6,
<tb>  Schmelzpunkt <SEP> 155 <SEP> - <SEP> 157,5 C <SEP> nach <SEP> Umkristallisation
<tb>  aus <SEP> Äthanol.
<tb>  d) <SEP> 1-Phenyl-3-phthalimidino-piperidindion-2,6,
<tb>  Schmelzpunkt <SEP> 198 <SEP> - <SEP> 200 C <SEP> nach <SEP> Umkristallisation <SEP> aus
<tb>  Äthylcellosolve.
<tb>  e)

   <SEP> 1-Benzyl-3-phthalimidino-piperidindion-2,6,
<tb>  Schmelzpunkt <SEP> 158 <SEP> - <SEP> 161 <SEP>  C <SEP> nach <SEP> Umkristallisation <SEP> aus
<tb>  Äthanol.       <I>Beispiel 5</I>  302 g ss-Phthalimidino-glutarsäure werden mit einer  Mischung von 1725 ml Essigsäureanhydrid und 84,5 ml  Thionylchlorid bis zur Beendigung der Gasentwicklung  auf Rückflusstemperatur erhitzt. Beim Abkühlen erhält  man das p-Phthalimidino-glutarsäureanhydrid in einer  Ausbeute von     86,5%    der     Theorie,    Schmelzpunkt 230     -          235 C.      254 g der vorstehenden Verbindung werden in 2,5 1  absolutem Dioxan suspendiert.

   Man leitet, zunächst bei  Raumtemperatur, später bei 80-85 C, so lange trockenes  Ammoniakgas ein, bis sich eine Probe des Niederschla  ges in Wasser klar löst. Der Niederschlag wird abgetrennt  und in 582 ml Wasser gelöst. Zu der gegebenenfalls nach  Filtration klaren Lösung lässt man unter Rühren 87 ml  konzentrierter Salzsäure zutropfen. Beim Abkühlen schei  den sich 270 g des Monoamides der     ss-Phthalimidino-glu-          tarsäure    ab. Schmelzpunkt 228 - 230 C.  



  270 g der vorstehenden Verbindung werden mit einer  Mischung von 1,140 ml Essigsäureanhydrid und 118 ml  Thionylchlorid langsam auf 90 - 95 C erwärmt und bis  zum Abklingen der Salzsäureentwicklung bei dieser Tem  peratur gehalten. Beim Abkühlen erhält man das     4-          -Phthalimidino-piperidindion-2,6    in einer Ausbeute von       74%    der Theorie, Schmelzpunkt 244 - 249 C nach Um  kristallisation aus Essigsäure.  



  <I>Beispiel 6</I>  30 g p-Phthalimidino-glutarsäureanhydrid werden in  300 ml absolutem     Dioxan    suspendiert. Unter Rühren  tropft man 14,5 g     Äthylamin    zu und erwärmt auf 80 C.  Nach Abkühlen wird der Niederschlag abgesaugt, mit  Äther gewaschen und in 150 ml Wasser gelöst. Zu der  filtrierten Lösung gibt man 10 ml     konz.        Salzsäure.    Man  lässt stehen, saugt dann das ausgefallene     ss-Phthalimidino-          glutarsäure-N-äthylamid    ab und wäscht mit Wasser.  Ausbeute 31 g, Schmelzpunkt 215 C - 217 C.

   Die ge-      trocknete Amidsäure wird nun 7 Stunden mit einer Mi  schung aus 130 ml Essigsäureanhydrid und 130 ml     Acetyl-          chlorid    unter Rückfluss gekocht. Durch Abkühlen, gege  benenfalls nach Einengen und Versetzen mit Äther er  hält man das 1-Äthyl-4-phthalimidino-piperidindion-2,6       in    einer Ausbeute von 24 g, Schmelzpunkt 191 - 195 C  nach Umkristallisation aus n-Butanol.  



  <I>Beispiel 7</I>  Analog Beispiel 6 erhält man durch Variation der  Aminokomponente folgende Verbindungen:  
EMI0004.0003     
  
    a) <SEP> 1-n-Hexyl-4-phthalimidino-piperidindion-2,6,
<tb>  Schmelzpunkt <SEP> 119 <SEP> - <SEP> 121 C <SEP> nach <SEP> Umkristallisation <SEP> aus
<tb>  Äthanol.
<tb>  b) <SEP> 1-Phenyl-4-phthalimidino-piperidindion-2,6,
<tb>  Schmelzpunkt <SEP> 236 <SEP> - <SEP> 2410C <SEP> nach <SEP> Umkristallisation <SEP> aus
<tb>  Äthylenglykolmonoäthyläther.       <I>Beispiel 8</I>  50 g &alpha;-Phthalimidino-piperidindion-2,6 werden in  250 ml Äthylenglycolmonoäthyläther aufgeschlämmt und  bis zur Rückflusstemperatur erhitzt. Man lässt 150 ml  30%iger wässriger Formaldehydlösung zutropfen und ver  setzt anschliessend mit 60 ml Pyrrolidin. Man erhitzt eini  ge Zeit zum Rückfluss.

   Durch Stehen unter Kühlung er  hält man das     1-Pyrrolidinomethyl-3-phthalimidino-piperi-          dindion-2,6    in einer Ausbeute von 48% der Theorie. Nach  Umkristallisation aus Dioxan/Äther schmilzt das Pro  dukt bei 164 - 165 C.  



  <I>Beispiel 9</I>  12 g 4-Phthalimidino-piperidindion-2,6 werden in  150 ml Äthanol aufgeschlämmt und unter     Erwärmen    mit  25 ml 35%iger wässriger Formaldehydlösung versetzt.  Man erhitzt bis zur klaren Lösung und erhält nach Ab  kühlen das 1-Methylol-4-phthalimidino-piperidindion-2,6  in weissen Kristallen vom Schmelzpunkt 152 - 154 C  unter Zersetzung.  



  5 g 1-Methylol-4-phthalimidino-piperidindion-2,6 wer  den unter Erwärmen in 50 ml Äthanol gelöst und mit 2 g  Piperidin versetzt. Man erwärmt 10 Minuten und erhält  nach Abkühlen das     1-Piperidinomethyl-4-phthalimidino-          piperidindion    vom Schmelzpunkt 162 - 165 C nach Um  kristallisation aus Dioxan/Äther.  



  <I>Beispiel 10</I>  Man verfährt wie in Beispiel 8 und erhält aus     4-          -Phthalimidino-piperidindion-2,6,    Formaldehydlösung u.  Pyrrolidin das     1-Pyrrolidinomethyl-4-phthalimidino-pi-          peridindion-2,6    in einer Ausbeute von 53% der Theorie.  Schmelzpunkt 154 bis 159 C nach Umkristallisation aus  Dioxan/Äther.  



  Auf ähnliche Weise können auch folgende Verbin  dungen hergestellt werden:  
EMI0004.0013     
  
    - <SEP> 1-Morpholinomethyl-3-phthalimidino-piperidindion  -2,6, <SEP> Smp. <SEP> 171 <SEP> bis <SEP> 174 C <SEP> nach <SEP> Umkristallisation <SEP> aus
<tb>  Dioxan/Äther;
<tb>  - <SEP> 1-Piperidinomethyl-3-phthalimidino-piperidindion-2,6,
<tb>  Smp. <SEP> 165 <SEP> bis <SEP> 170 C;
<tb>  - <SEP> I <SEP> -Morpholinomethyl-4-phthalimidino-piperidindion  2,6, <SEP> Smp. <SEP> 187 <SEP> bis <SEP> 190 C <SEP> nach <SEP> Umkristallisation <SEP> aus
<tb>  absolutem <SEP> Dioxan.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I Verfahren zur Herstellung von neuen Phthalimidinde- rivaten der allgemeinen Formel EMI0004.0016 worin R1 für ein Wasserstoffatom, für gegebenenfalls durch freie, veresterte oder verätherte Oxy- oder Mer- captogruppen, durch Aminogruppen, Carboxylgruppen oder Halogenatome substituierte Alkyl- oder Alkenylre- ste mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen oder für Aralkyl-, Cy- cloalkyl- oder Arylreste steht, und m und n die Zahlen Null, 1 oder 2 bedeuten, wobei die Summe von m und n 1 oder 2 beträgt, dadurch gekennzeichnet,
    dass man ein Monoamid oder Diamid einer Säure der allgemeinen Formel EMI0004.0023 worin m und n die vorgenannte Bedeutung haben, und eines Amins der allgemeinen Formel H2N-R1 II worin R7 die vorgenannte Bedeutung hat, cyclisiert. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekenn zeichnet, dass die Cyclisierung durch Erhitzen oder durch Zusatz von ringschlussfördernden Kondensationsmitteln bewirkt wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteran spruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Kondensa tionsmittel Essigsäureanhydrid, Thionylchlorid, Acetyl- chlorid oder ähnliche saure, wasserabspaltend wirkende Mittel verwendet werden.
    PATENTANSPRUCH II Verwendung der nach dem Verfahren gemäss Pa tentanspruch I erhaltenen Verbindungen der Formel I, in welcher R1 für Wasserstoff steht, zur Herstellung ent sprechender Aminoalkylderivate der allgemeinen Formel EMI0005.0000 in welcher m und n die vorgenannte Bedeutung haben und R2 und R3 gleich oder verschieden sind und für Was serstoff, gegebenenfalls substituierte niedere Alkyl-, Aryl- oder Aralkylreste stehen oder zusammen mit dem Stick stoffatom, an das sie gebunden sind,
    einen gegebenenfalls noch andere Heteroatome enthaltenden und gegebenen falls substituierten heterocyclischen 5- oder 6gliedrigen Rest bedeuten, dadurch gekennzeichnet, dass man besagte Verbindungen mit Formaldehyd oder mit Substanzen, die unter den Reaktionsbedingungen Formaldehyd zu bilden vermögen, und mit einem Amin der allgemeinen Formel EMI0005.0008 in welcher R2 und R3 obige Bedeutung besitzen, oder mit einem Salz desselben umsetzt. UNTERANSPRUCH 3.
    Verwendung nach Patentanspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Formaldehyd bzw. die formal dehydbildende Substanz und das Amin bzw. das Salz desselben gleichzeitig oder unter Bildung eines Oxyme- thylderivates der Verbindung der Formel 1 als Zwischen produkt nacheinander eingesetzt werden.
    Anmerkung <I>des</I> Eidg. <I>Amtes für geistiges Eigentum:</I> Sollten Teile der Beschreibung mit der im Patentan spruch gegebenen Definition der Erfindung nicht in Ein klang stehen, so sei daran erinnert, dass gemäss Art. 51 des Patentgesetzes der Patentanspruch für den sachlichen Geltungsbereich des Patentes massgebend ist.
CH1478370A 1967-07-01 1968-07-01 Verfahren zur Herstellung von Phthalimidinderivaten CH508643A (de)

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DEC0042767 1967-07-01
CH980068A CH500212A (de) 1967-07-01 1968-07-01 Verfahren zur Herstellung von Phthalimidinderivaten

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CH508643A true CH508643A (de) 1971-06-15

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CH1478370A CH508643A (de) 1967-07-01 1968-07-01 Verfahren zur Herstellung von Phthalimidinderivaten

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