CH508695A - Verfahren zur Herstellung von Azopigmenten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Azopigmenten

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CH508695A
CH508695A CH492869A CH492869A CH508695A CH 508695 A CH508695 A CH 508695A CH 492869 A CH492869 A CH 492869A CH 492869 A CH492869 A CH 492869A CH 508695 A CH508695 A CH 508695A
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sep
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CH492869A
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Inventor
Fritz Dr Kehrer
Wasem Hans
Armand Prof Henrard
Original Assignee
Sandoz Ag
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B29/00Monoazo dyes prepared by diazotising and coupling

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inks, Pencil-Leads, Or Crayons (AREA)

Description


  
 



  Verfahren zur Herstellung von Azopigmenten
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von Monoazoverbindungen, die einen Rest der   Formel -CO-NRI-CX-NH-R    enthalten, und sich als Pigmentfarbstofe durch hervorragende Eigenschaften auszeichnen.



   Die Azopigmente entsprechen der Formel    DN    = N-E (I), worin D einen Rest der Formel
EMI1.1     
 der in 1-Stellung an die Azogruppe gebunden ist, und die Benzolkerne in Formel (II) und (III) weitere, nicht wasserlöslich machende Substituenten tragen können, E den Rest einer aromatischen oder heterocyclischen
Verbindung oder eines Acylacetylderivats,   R1    ein Wasserstoffatom, einen gegebenenfalls nicht wasserlöslich machende Substituenten tragenden
Kohlenwasserstoffrest (insbesondere einen Alkylrest) oder einen Acylrest, R2 ein Wasserstoffatom, einen Acylrest oder einen Rest der Formel
EMI1.2     

X ein Sauerstoff-,

   Schwefel- oder Selenatom oder die
Gruppe   =NRr    und
Y ein Wasserstoff- oder Halogenatom oder eine gegebe nenfalls nicht wasserlöslich machende Substituenten tragende Alkylgruppe oder eine Acyl- oder Nitro gruppe bedeuten.



   Ihre Herstellung erfolgt durch Diazotieren eines Amins der Formel
D-NH2 (IV) und Kuppeln der erhaltenen Diazoniumverbindung mit einer Verbindung der Formel
H-E (V)  
Bevorzugte Substituenten an den Benzolkernen des Restes D sind z. B. Halogenatome, Nitro-, Cyan-, Alkyl-, Alkoxy- oder Acylgruppen, wobei unter Acylgruppen insbesondere solche der Formel R-V- oder   R'-W-    verstanden werden, worin R einen Kohlenwasserstoffrest, vorzugsweise einen Alkylrest der Substituenten tragen und/oder Heteroatome enthalten kann, V eine Gruppe der Formel -O-CO- oder  -SO2-, R' ein Wasserstoffatom oder R, W eine Gruppe der   Formel -CO-, -NR"O-       oder -NR"-SO    und R" ein Wasserstoffatom oder R bedeuten.



   Wie alle Pigmentfarbstoffe, dürfen auch die hier beschriebenen Verbindungen keine wasserlöslich machenden Gruppen, z. B. Carbonsäure- oder Sulfonsäuregruppen, enthalten.



   Als Reste E kommen vorzugsweise aromatischcarbocyclische, insbesondere benzolische, oder heterocyclische Reste oder Acylacetylderivate der Formel   G-CO-H-CO-NH-K    (IX), worin G einen gegebenenfalls substituierten und/oder Heteroatome enthaltenden Kohlenwasserstoffrest, insbesondere einen Alkylrest, und K einen Rest aromatischen Charakters, vorzugsweise einen gegebenenfalls substituierten Phenylrest bedeuten, in Betracht. Als Substituenten an den aromatischen Kernen sind wiederum Halogenatome, insbesondere Chlor- oder Bromatome, Nitro-, Alkyl-, Alkoxy-, Cyanoder Acylgruppen (wie oben definiert) zu erwähnen. Die Alkylreste (und Alkylgruppen der Alkoxyreste) am Farbstoffmolekül enthalten vorzugsweise 1, 2, 3 oder 4 Kohlenstoffatome und können, z.

  B. durch Halogenatome, insbesondere Fluor-, Chlor- oder Bromatome, Cyan-, Alkoxy- oder Acylgruppen (wie oben definiert substituiert sein.



   Die Kupplung eines diazotierten Amins der Formel   (IV)    mit einer Verbindung der Formel (V) wird auf allgemein bekannte Weise, z. B. in schwachsaurem, neutralem oder alkanischem Medium bei Zimmertemperatur oder unter Kühlen durchgeführt.



   Die Umsetzung der Säurehalogenide der Formel (VI) oder (VII) mit einem Amin der Formel (VIII) erfolgt im allgemeinen in einem inerten organischen Lösungsmittel, z. B. Xylol, Nitrobenzol oder einem Chlorbenzol, vorzugsweise in Anwesenheit säurebindender Mittel, z. B. Alkalicarbonaten, -bicarbonaten oder -acetaten, bei Temperaturen zwischen 60 und 160   OC.   



   Die erfindungsgemäss herstellbaren Monoazopigmente sind z. B. zum Färben von Kunststoffmassen, worunter lösungsmittelfreie und lösungsmittelhaltige Massen aus Kunststoffen oder Kunstharzen verstanden werden (in   Anstrichfarben    auf öliger oder wässriger Grundlage, in Lacken verschiedener Art, zum Spinnfärben von Viscose oder Celluloseacetat, zum Pigmentieren von Polyäthylen, Polystyrol, PVC, Kautschuk und Kunstleder) geeignet. Sie können auch in Druckfarben für das graphische Gewerbe, für die Papiermassefärbung, für die Beschichtung von Textilien oder für den Pigmentdruck Verwendung finden.

  Die erhaltenen Färbungen gelber bis roter Nuance sind hervorragend migrier- und lichtecht, haben eine gute bis sehr gute Wasch-, Chlorbleich-, Hypochloritbleich-,   tZberfärbe-,      Blindküpen-,    Hydrosulfit-, Peroxidbleich-, Trockenreinigungs-, Reib-,   tSberlackier-    und Lösungsmittelechtheit und zeichnen sich durch gute Transparenz und Hitzebeständigkeit aus.



   Die in den Beispielen genannten Teile sind Gewichtsteile und Prozente Gewichtsprozente. Die Temperaturen sind in Celsiusgraden angegeben.



   Beispiel 1
4,27 Teile 3-Amino-4-chlorbenzoylharnstoff werden in 200 Teilen 5 n Salzsäure angerührt. Nach dem Abkühlen auf   0     wird durch Zugabe von 20 Teilen   1 n    Natriumnitritlösung diazotiert. Die filtrierte Diazoniumlösung wird mit wässriger Natriumacetatlösung auf pH = 3,5 gestellt. Dazu lässt man unter Rühren in 30 Minuten eine Lösung von 7,2 Teilen 2-Hydroxy-3naphthoesäure-2,4'-dimethoxy-5'-chlorphenylamid in 50 Teilen Methylalkohol und 5 Teilen Natronlauge (30%) laufen.



   Nach 12-stündigem Rühren wird auf   80?    erhitzt und filtriert. Der Rückstand wird gewaschen und im Vakuum bei 600 getrocknet. Man erhält 11 Teile eines roten Pigments, das z. B. in weichmacherhaltigem PVC migrationsechte Färbungen mit sehr guten Lichtechtheiten gibt.



   Die Färbungen sind reiner, kräftiger und brillanter, wenn das Pigment in der Wärme mit Lösungsmitteln, z. B. Toluol, Mono-, Di- und Trichlorbenzol, Nitrobenzol oder insbesondere Dimethylformamid, behandelt wird.



   Beispiel 2
17,9 Teile 4-Ammobenzoylharnstoff werden nach den Angaben des Beispiels 1 diazotiert. Die filtrierte Diazolösung wird bei 200 langsam mit einer Lösung von 50,3 Teilen   2-Hydroxy-3-naphthoesäure-2'-naphthyl-    amid in 400 Teilen Aethanol, 800 Teilen Wasser und 50 Teilen Natronlauge (30 O/o) vereinigt.



   Durch gleichzeitiges Zulaufenlassen von Natronlauge (15 O/o) wird der pH über 7 gehalten.



   Nach beendeter Kupplung wird mit Essigsäure ange säuert, auf   90"    erhitzt und abfiltriert. Der Rückstand wird gewaschen und im Vakuum getrocknet.



   Das Pigment färbt PVC in roten Tönen mit guten Migrations- und Lichtechtheiten.



   In der folgenden Tabelle sind weitere diazotierbare Amine und Kupplungskomponenten angegeben, die, entsprechend den vorhergehenden Beispielen miteinander umgesetzt, weitere erfindungsgemässe Farbstoffe mit den zuvor angegebenen Echtheiten ergeben. Die Nuancen der Färbungen sind in der letzten Spalte der Tabelle verzeichnet.  

 

     Bsp. Nr. Amin Kupplungskomponente Nuance in PVC   
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Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zur Herstellung von Azopigmenten der Formel D-N = N-E (1), worin D einen Rest der Formel EMI5.1 der in 1-Stellung an die Azogruppe gebunden ist und die Benzolkerne in Formel (II) und (III) weitere, nicht wasserlöslich machende Substituenten tragen können, E den Rest einer aromatischen oder heterocyclischen Verbindung oder eines Acylacetylderivats, R1 ein Wasserstoffatom, einen gegebenenfalls nicht wasserlöslich machende Substituenten tragenden Kohlenwasserstoffrest oder einen Acylrest, R2 ein Wasserstoffatom, einen Acylrest oder einen Rest der Formel EMI5.2 X ein Sauerstoff-,
    Schwefel- oder Selenatom oder die Gruppe =NRs und Y ein Wasserstoff- oder Halogenatom oder eine gegebe nenfalls nicht wasserlöslich machende Substituenten tragende Alkylgruppe oder eine Acyl- oder Nitro gruppe bedeuten, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Amin der Formel D-NH2 (IV) diazotiert und mit einer Verbindung H-E (V) kuppelt.
    II. Verwendung der nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch I hergestellten Azopigmente der Formel (I) zum Färben von Kunststoffmassen.
CH492869A 1969-04-01 1969-04-01 Verfahren zur Herstellung von Azopigmenten CH508695A (de)

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