CH509016A - Vorrichtung zum Steuern des Stromes in einem Verbraucherstromkreis - Google Patents

Vorrichtung zum Steuern des Stromes in einem Verbraucherstromkreis

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CH509016A
CH509016A CH34370A CH34370A CH509016A CH 509016 A CH509016 A CH 509016A CH 34370 A CH34370 A CH 34370A CH 34370 A CH34370 A CH 34370A CH 509016 A CH509016 A CH 509016A
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R Ovshinsky Stanford
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Description


  Vorrichtung zum Steuern des Stromes in einem Verbraucherstromkreis    Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Steuern  des Stromes in einem Verbraucherstromkreis, welche Vor  richtung ein Halbleiterbauelement mit mindestens zwei .  Anschlusselektroden und mindestens einer Steuerelek  trode umfasst, welches Halbleiterbauelement zwischen  einem sperrenden und einem leitenden Zustand steuerbar  ist, wobei der Widerstand des Halbleiterbauelements im  sperrenden Zustand von der Polarität einer an den     An-          schlusselektroden    liegenden Spannung unabhängig ist und  das Halbleiterbauelement, wenn die genannte Spannung  einen bestimmten Schwellenwert erreicht, in mindestens  einem zwischen den Anschlusselektroden befindlichen  Strompfad praktisch sprunghaft den leitenden Zustand an  nimmt.  



  Es ist aus der deutschen Auslegeschrift<B>1219</B> 077 ein  steuerbares Halbleiterelement bekannt, an dessen Last  elektroden mit niedrigem elektrischem Übergangswider  stand ein eine Spannungsquelle aufweisender Lastkreis an  schaltbar ist und dessen Halbleitermaterial einen für den  zwischen den Lastelektroden dahindurchfliessenden  Strom in jeder Richtung im wesentlichen gleichmässigen  Sperrzustand hohen elektrischen Widerstandes besitzt,  der sich zur Schaffung eines für den zwischen den Last  elektroden dahindurchfliessenden Strom in jeder Richtung  im wesentlichen gleichmässigen Lastzustandes bei einer  an die Lastelektroden angelegten Spannung oberhalb  einer Schwellenspannung im wesentlichen augenblicklich  auf mindestens einem ununterbrochenen Pfad zwischen  den Lastelektroden zu einem niedrigen Widerstand ver  mindert,

   der um Zehnerpotenzen niedriger ist als der  hohe elektrische Widerstand, und dessen Leitzustand in  Abhängigkeit vom Zustand des durch das Halbleitermate  rial hindurchfliessenden Stromes im wesentlichen augen  blicklich wieder in den Sperrzustand zurückschaltbar ist.  Bei dieser Schaltvorrichtung ist das Halbleiterbauelement  mit einer Steuerelektrode zum Anschliessen eines Steuer  kreises versehen. Die Steuerelektrode ist zwischen zwei in  Reihe geschaltete Einzelspeichereinrichtungen geschaltet,  die jede ihre eigene Schwellenspannung aufweisen. Durch  Betätigen eines Schalters wird eine der Vorrichtungen  kurzgeschlossen, um die andere Vorrichtung zum Durch-    Bruch zu bringen, so dass daraufhin auch die erste Vor  richtung durchbrechen kann.  



  Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vor  richtung zum Steuern eines Verbraucherstromkreises zu  schaffen, die gestattet, denselben kontaktlos und schnell  zu schalten. Dabei soll der Nachteil des oben     genannten     Standes der Technik vermieden werden, dass zwei mit  ihrer Schwellenspannung aufeinander angepasste Halb  leiterbauelemente verwendet werden müssen.  



  Die erfindungsgemässe Vorrichtung ist dadurch ge  kennzeichnet, dass dieser leitende Zustand auch ohne  Fliessen eines Stromes erhalten bleibt und durch einen  einen Schwellenstrom mindestens erreichenden Steuer  stromimpuls an der Steuerelektrode, unabhängig von der  Richtung dieses Impulses, praktisch sprunghaft in den  sperrenden Zustand übergeht, und dass sich die Schwellen  spannung mit zunehmender, an der Steuerelektrode ange  legter Steuerspannung vermindert.  



  Der Erfindungsgegenstand ist nachstehend mit Bezug  nahme auf die Zeichnungen beispielsweise näher erläutert.  Es zeigen  Fig. 1 ein Schaltschema einer Vorrichtung zum Steu  ern eines Verbraucherstromkreises, bei der die Schaltvor  richtung ein Paar Lastelektroden und ein Paar Steuerelek  troden enthält, d. h. eine Vierelektrodenvorrichtung dar  stellt;  Fig. 2 eine Weiterausbildung der Vorrichtung nach  Fig. 1, jedoch unter Verwendung einer Schaltvorrichtung,  die ein Paar Lastelektroden und eine einzige Steuerelek  trode enthält, d. h. einer Dreielektrodenvorrichtung;  Fig. 3 ein Strom-Spannungs-Diagramm, das die momen  tanen Spannungs- und Stromeigenschaften der speichern  den Schaltvorrichtungen mit einer veränderlichen, daran  angelegten Gleichspannung darstellt, bei der die Schalt  vorrichtungen vom speichernden bzw.

   Gedächtnistyp sind;  Fig. 4 Strom-Spannungs-Diagramme, die auf den Be  trieb der speichernden Schaltvorrichtung in einen Wech  selstromverbraucherkreis Bezug nehmen;       Fig.    5     Strom-Zeit-Diagramme,    die den Betrieb der  speichernden Schaltvorrichtung darstellen, wenn sie in  einen     Wechselstromverbraucherkreis    eingeschaltet ist;      Fig. 6 bis 11 verschiedene Ausbildungen der Dreielek  troden-Stromsteuervorrichtung, wobei Fig. 10 eine Seiten  ansicht der in Fig. 9 in Perspektive dargestellten Vorrich  tung ist;  Fig. 12,13 und 14 verschiedene Ausbildungen, die die  Vierelektroden-Vorrichtung haben kann, und  Fig. 15 bis 20 Schaltschemas, die jenem der Fig. 2 ähn  lich sind, aber verschiedene Weiterbildungen des Steuer  kreises und der Steuerelektroden darstellen.  



  Es ist zweckmässig, ein Halbleiterbauelement zu ver  wenden, das eine gleichrichterschichtfreie Schaltstrecke  zwischen den Lastelektroden und eine der Steuerspan  nung verkehrt proportionale Schwellenspannung aufweist,  deren Normalwert grösser als die über den Lastkreis an  die Lastelektroden angelegte Spannung ist. Zum Umschal  ten aus dem Sperr- in den Leitzustand sollte der     Schwel-          lenspannungs-Normalwert    durch eine an mindestens eine  Steuerelektrode des Halbleiterbauelements angelegte  Steuerspannung auf einen Wert unterhalb der an die Last  elektroden angelegten Spannung verminderbar sein. Es  ist jedoch auch möglich, das Umschalten durch Erhöhen  der Spannung über den Schwellenspannungs-Normalwert  vorzunehmen.  



  Solche Schaltvorrichtungen sind Vorrichtungen einer  speichernden Art, d. h. mit Gedächtnis. Ein entsprechen  des Halbleitermaterial, das sich für derartige Vorrichtun  gen eignet, ist in der NTZ 1970 auf den Seiten 449-455  näher beschrieben.  



  Bei dieser speichernden Art der Schaltvorrichtung  wird der Leitzustand aufrechterhalten, selbst wenn über  haupt kein Laststrom fliesst. Zum Zurückschalten in den  Sperrzustand ist es jedoch erforderlich, dass ein Steuer  stromimpuls an das Halbleitermaterial angelegt wird, der  mindestens einen Schwellenstrom erreicht.  



  Neben der Möglichkeit, das Schaltelement in Gleich  stromkreisen zu verwenden, erfüllt es seine Aufgabe auch.  in Wechselstrom- und pulsierenden Gleichstromkreisen.  Der Steuerkreis kann einen hohen Widerstand aufweisen  und dabei können die Steuerelektroden selbst Elektroden  mit hohem Widerstand sein, um den Steuerkreis im we  sentlichen vom Lastkreis zu entkoppeln. Ist der Steuer  kreis als Wechselstrom- oder pulsierender Gleichstrom  kreis ausgebildet, so kann der Steuerkreis einen in Reihe  geschalteten Kondensator oder eine andere Isolierung  zwischen mindestens einer der Steuerelektroden und dem  gleichrichterschichtfreien Pfad zwischen den Lastelektro  den aufweisen.

   Es ist auch möglich, den Steuerkreis mit  einem Gleichrichter oder einer gleichrichtenden Verbin  dung zwischen. mindestens einer Steuerelektrode und dem  genannten Pfad zu versehen, um das Anlegen der Steuer  spannung an die Schalteinrichtung zu regeln. Für Rege  lungszwecke ist es auch zweckmässig, den Steuerkreis mit  zustandsabhängigen Steuerelementen, beispielsweise  einem Element mit einem Widerstand, zu versehen, der  sich in Abhängigkeit von einer Zustandsgrösse, beispiels  weise der Spannung, Temperatur, Druck oder dergleichen,  verändert. Die zustandsabhängigen Widerstandskoeffizien  ten können negativ und positiv sein. Zur Änderung des  Widerstandes können auch Feuchtigkeit, Licht oder der  gleichen physikalische Zustandsgrössen verwendet sein.  



  Nach Fig. 1 ist ein Verbraucherstromkreis 10 an die  Klemmen 11 und 12 angeschlossen, die ihrerseits mit einer  nicht dargestellten Spannungsquelle VA zum Anlegen  einer Spannung an den Verbraucherstromkreis 10 verbun  den sind. Die Spannungsquelle VA kann eine gleichför  mige Gleichstrom-, Wechselstrom- oder pulsierende  Gleichstromquelle sein, die eine konstante oder veränder  liche Spannung abgeben kann. In den Verbraucherstrom-    kreis 10 ist ein Lastwiderstand 13 eingeschaltet, der ein  Widerstand, eine Spule, eine Motorwicklung, ein Solenoid  oder eine Relaiswicklung sein kann. In den Verbraucher  stromkreis 10 ist über Lastelektroden 15 und 16 eine Vier  elektroden-Schaltvorrichtung 14 in Serie eingeschaltet,  die noch zusätzlich zwei Steuerelektroden 17 und 18 auf  weist, über welche die Schaltvorrichtung 14 an einen Steu  erkreis 25 angeschlossen ist.

   Der Steuerkreis 25 weist  zwei Klemmen 26 und 27 auf, die ihrerseits mit einer nicht  dargestellten Steuerspannungsquelle Vc zum Anlegen von  Spannung an den Steuerkreis 25 verbunden sind. Die Steu  erspannungsquelle Vc kann ebenfalls eine gleichförmige  Gleichspannung, Wechselspannung oder pulsierende  Gleichspannung abgeben, die konstant oder veränderlich  sein kann. Die Klemme 27 ist über einen Schalter 28 und  einen relativ grossen Widerstand 29 an die Steuerelek  trode 17 und die Steuerelektrode 18 an die andere  Klemme 26 angeschlossen. Dieser Steuerkreis 25 wird  zum Umschalten der Schaltvorrichtung 14 aus ihrem  Sperrzustand in ihren Leitzustand verwendet.

   Die  Klemme 27 kann ebenfalls über einen Schalter 30 und  einen relativ niedrigen Widerstand 31 an die Steuerelek  trode 17 angeschaltet werden, und dieser Zweig des Steu  erkreises kann zum Umschalten der Schaltvorrichtung 14  aus ihrem Leitzustand in ihren Sperrzustand verwendet  werden.  



  Um die Betriebsweise der Schaltvorrichtung 14 zu ver  anschaulichen, kann sie, wie durch die unterbrochenen Li  nien gezeigt, mit den Eingängen des Horizontal- bzw. Ver  tikalverstärkers eines Oszillographen verbunden werden.  Der Horizontalverstärker 21 ist parallel zur Vorrichtung  14 und der Vertikalverstärker 22 parallel zu einem Wider  stand 23 im Verbraucherstromkreis 10 angeschlossen.  Demgemäss können die Strom-Spannungs-Kurven, wie in  Fig. 3 und 4 gezeigt, dargestellt werden. Wenn wie in  Fig. 5 lediglich die Stromkurve dargestellt werden soll,  wird der Horizontalverstärker 22 mit der Zeitablenkung  des Oszillographen verbunden, um die Strom-Zeit-Dia  gramme gemäss der Fig. 5 sichtbar zu machen.  



  Die Fig. 2 zeigt ein ähnliches Schaltschema wie die  Fig. 1; der Unterschied besteht darin, dass eine Dreielek  troden-Vorrichtung 19 verwendet ist, die lediglich eine  Steuerelektrode 17 enthält. Hierbei wirkt die Lastelek  trode 15 ebenfalls wie eine Steuerelektrode. Sie ist an die  Klemme 26 der Steuerspannungsquelle Vc angeschlossen.  Die unterbrochenen Linien 32 in den Fig. 1 und 2 veran  schaulichen, stark vereinfacht, die Strompfade, bzw. das  elektrische Feld zwischen den Lastelektroden 15 und 16,  und die unterbrochenen Linien 33 illustrieren die Strom  pfade, bzw. das elektrische Feld zwischen den Steuerelek  troden 17 und 18 in Fig. 1 und zwischen der Steuerelek  trode 17 und der Lastelektrode 15 in Fig. 2.  



  Die Schaltvorrichtungen 14 und 19 verhalten sich im  Betrieb symmetrisch, d. h. sie sind von der Polarität der an  sie angelegten Spannung unabhängig, und sie sind, wie  oben angeführt, vom speichernden Typ. Sie weisen im  Vergleich zu Mehrfachschichtdioden keine p-n-Übergänge  auf. Die Lastelektroden 15 und 16 sind so beschaffen, dass  kein     Gleichrichtereffekt    auftritt. Im Sperrzustand sind die  Halbleitermaterialien der speichernden Schaltvorrichtun  gen 14 und 19, kurz Speichervorrichtungen genannt,     po-          lymerartig,    und befinden sich im ungeordneten, allgemein  amorphen Zustand.

   Solche     Polymer-Typus-Materialien     enthalten polymere Netze, die     kovalente    Bindungen und       kristallisierungsbeständige    Vernetzung aufweisen, die sich  in einem örtlich organisierten, ungestörten Zustand oder  einer entsprechenden Beschaffenheit befinden, die im all  gemeinen amorph (nicht kristallin) ist, aber die möglicher-      weise relativ kleine Kristalle oder Ketten- oder Ringseg  mente enthält, die durch Vernetzen möglicherweise in be  liebig orientierter Stellung darin gehalten sind. Diese po  lymeren Strukturen können ein-, zwei- oder dreidimensio  nale Strukturen sein.

   Eine derartige Struktur kann eine  Verbindung aus einer Mehrzahl von chemisch ungleichar  tigen Elementen enthalten, von denen mindestens einige  vom polymeren Typus sind, der die Fähigkeit hat,     kova-          lente    ketten- oder ringähnliche und vernetzte Bindungen  zu bilden. Solche Elemente vom polymeren Typus weisen  Bor, Kohlenstoff, Silicium, Germanium, Zinn, Blei, Stick  stoff, Phosphor, Arsen, Antimon, Wismut, Sauerstoff,  Schwefel, Selen, Tellur, Wasserstoff, Fluör und Chlor auf.  Von diesen Polymertyp-Elementen sind Sauerstoff, Schwe  fel, Selen und Tellur besonders nützlich, da sie und Mi  schungen, die diese enthalten, durchaus günstige     Träger-          beweglichkeitseigenschaften    haben.

   Von diesen Polymer  typ-Elementen sind Silicium, Germanium, Phosphor, Arsen  und ebenso Aluminium, Gallium, Indium, Thallium, Blei,  Wismut besonders geeignet, da sie kovalente Bindungen  oder Vernetzungen zwischen polymerartigen Ketten- oder  Ringelementen wirkungsvoll ausbilden, damit die letztge  nannten in den gestörten und im allgemeinen amorphen  Zustand zurückkehren oder dort gehalten werden.  



  Mehrere der oben erwähnten Elemente können mitein  ander und/oder mit anderen Elementen in angemessenen  Prozentsätzen kombiniert werden, um die gestörte po  lymerartige, amorphe Struktur zu erhalten. Obwohl viele  verschiedene Materialien, beispielsweise Telluride,     Sele-          nide,    Sulfide oder Oxide von irgendeinem Metall, Metal  loid, einer intermetallischen Verbindung, einem Halbleiter,  einer Festkörperverbindung oder Mischungen davon ver  wendet werden können, werden besonders gute Resultate  erreicht, wenn Tellur oder Selen verwendet werden und  wenn Oxide der Übergangsmetalle, z. B. Vanadium, Tan  tal, Niob, Zirkon oder Mischungen davon, verwendet wer  den.  



  Die Halbleitermaterialien können ausgewählt werden,  um eine intermolekulare Bandstruktur zu schaffen, die  eine grosse Anzahl von Stromträger-Haftzentren (Leerstel  len, Rekombinationszentren oder Haftstellen) vermöge  der ungeordneten Ketten- oder Ringstruktur oder der un  geordneten Atomstruktur aufweisen. Dieser Effekt kann  erhöht werden durch Behandeln dieser Halbleitermateria  lien auf verschiedene Weisen, um den Sperrzustand zu er  halten. Obwohl viele verschiedene Halbleitermaterialien  verwendbar sind, kann beispielsweise ein Halbleitermate  rial für die Speichervorrichtungen eine Zusammensetzung  von 90 Gew.-% Tellur und 10 Gew.-% Germanium aufwei  sen. Die Halbleitermaterialien können in der Form von  Platten, Schichten oder Filmen ausgebildet und zwischen  den Lastelektroden 15 und 16 angeordnet sein.

   Die Halb  leitermaterialien können in die Platten, Schichten oder  Filme durch Giessen, durch Abschneiden von einem  Block, durch Strangpressen von einem Barren, durch Va  kuum-Bedampfung oder durch Zerstäubung geformt wer  den. Die Lastelektroden können aus irgendeinem guten  elektrischen Leiter bestehen, vorzugsweise aus Materia  lien mit einem hohen Schmelzpunkt, wie beispielsweise  Tantal, Graphit, Niob, Wolfram oder Molybdän. Diese  Elektroden sind gewöhnlich relativ inert in bezug auf ver  schiedene Halbleitermaterialien. Sie können auf Platten,  Schichten oder Filme aus dem Halbleitermaterial in ir  gendeiner gewünschten Weise aufgebracht werden, bei  spielsweise durch mechanisches Aufpressen, durch Auflö  ten, durch Dampfniederschlagen oder durch Aufdampfen.

    Umgekehrt können die Halbleitermaterialien auf die Elek  troden durch Oberziehen, Dampfniederschlagen oder Be-    dampfen derselben angeordnet werden.  



  Wenn die Schaltvorrichtungen 14 und 19 über die Last  elektroden 15 und 16 in den Verbraucherstromkreis 10  geschaltet sind, an den eine variable Gleichspannungs  quelle über die Klemmen 11 und 12 angeschlossen ist, ver  halten sie sich in der Weise, wie sie durch die     Strom-Span-          nungs-Diagramme    gemäss der     Fig.    3 für die Speichervor  richtungen gezeigt sind.  



  Angenommen, die Schaltvorrichtungen 14 und 19 be  finden sich in ihrem Sperrzustand. Wenn nun die ange  legte Spannung nach und nach von Null ansteigt, dann  nimmt die Stromdichte und die Feldstärke zwischen den  Lastelektroden 15 und 16 zu und der Widerstand von min  destens einem Teil der Strompfade 32 des Halbleitermate  rials zwischen den Lastelektroden ab, wie dies mit der  Kurve 35 in den     Fig.    3 und 4 angegeben ist. Wenn die an  die Lastelektroden angelegte Spannung auf einen dem       Spannungsschwellenwert    der Vorrichtung entsprechenden  Wert angestiegen ist, werden mindestens der genannte  Teil der Strompfade 32 des Halbleitermaterials zwischen  den Elektroden im wesentlichen unmittelbar in den     Leitzu-          stand    überführt.

   Es wird angenommen, dass die angelegte  Spannung eine Zündung, einen Durchschlag oder ein   Schalten  mindestens eines der genannten Pfade des  Halbleitermaterials bewirkt und dass der Durchschlag  elektrisch oder thermisch oder eine Kombination von bei  den ist. Der elektrische Durchschlag, der durch das elektri  sche Feld oder die elektrische Spannung bewirkt ist, tritt  stärker hervor, wenn der Abstand zwischen den Elektro  den klein ist, und der thermische Durchschlag, der durch  das elektrische Feld oder die Spannung bewirkt ist, tritt  bei grösseren Abständen zwischen den Elektroden stärker  hervor. Die      Schalt -Zeiten    zum Umschalten vom     Sperr-          in    den Leitzustand sind extrem kurz, im wesentlichen  augenblicklich.

   Das im wesentlichen unverzügliche Um  schalten der genannten Pfade des Halbleitermaterials aus  ihrem Sperrzustand in ihren Leitzustand wird durch die  unterbrochenen Kurven 36 von     Fig.    3 dargestellt.  



  Die speichernde Schaltvorrichtung kann, wie oben be  schrieben, aus ihrem Sperrzustand in ihren Leitzustand  umgeschaltet werden. Die entsprechende Abhängigkeit  des Stromes von der Spannung ist durch die Kurve 37 in  der     Fig.    3 dargestellt. Die Umschaltung kann auch da  durch erfolgen, dass die Lastspannung auf den     Schwellen-          spannungs-Normalwert    oder darüber vergrössert wird.  Die Vorrichtung speichert diesen Leitzustand bzw. hat für  diesen Leitzustand ein  Gedächtnis  und verbleibt in die  sem Leitzustand auch dann, wenn die angelegte Spannung  auf Null vermindert oder in ihrer Polarität umgekehrt  wird, bis sie auf eine weiter unten beschriebene Weise in  ihren Sperrzustand umgeschaltet wird.

   Wenn die Span  nung vermindert oder abgeschaltet wird, nimmt der  Strom gemäss der Kurve 37 der     Fig.    3 ab. Das Verhältnis  des Sperrwiderstandes zum Widerstand im Leitzustand ist  üblicherweise grösser als<B>100</B> 000:1. Im Leitzustand kann  der Widerstand der Vorrichtung 1 Ohm oder noch niedri  ger sein und der Haltestrom für die Vorrichtung kann  sehr klein sein. Der untere Teil 39 der Kurve 37 ist im we  sentlichen linear, was auf ein normales Verhalten der Vor  richtung in bezug auf das     Ohmsche    Gesetz in diesem Be  reich hindeutet, während der obere Teil der Kurve 37  sehr steil ansteigt und zeigt, dass die an der Vorrichtung  gemessene Spannung in diesem Bereich praktisch nicht  von dem durch die Vorrichtung hindurchfliessenden  Strom abhängig ist.

   Die Kennlinie des Verbraucherkreises  ist in der     Fig.    3 mit 40 bezeichnet. Sie verläuft im wesentli  chen parallel zur Linie 36. Wenn ein Strom durch bei  spielsweise Schliessen des Schalters 30 in     Fig.    1 und 2 un-      abhängig vom Verbraucherkreis 10 an die Speichervor  richtung angelegt wird, verläuft die Kennlinie für einen  solchen Strom längs der Linie 41, da der Widerstand 31 in  diesem Kreis klein ist, und die Linie 41 schneidet die  Kurve 35. Der Leitzustand der Speichervorrichtung wird  unverzüglich aufgehoben und die Vorrichtung in ihren  Sperrzustand umgeschaltet. Die Speichervorrichtung wird  in ihrem Sperrzustand verbleiben, bis sie durch Wiederan  legen einer Schwellenspannung in ihren Leitzustand ver  setzt wird.  



  Im Leitzustand der Vorrichtung sind mindestens die  genannten Strompfade des Speichertyp-Halbleitermate  rials (Fasern, Fäden oder Pfade), die einen stärker geord  neten, kristallinartigen Festkörperzustand aufweisen, eng  in das verbleibende Festkörperhalbleitermaterial einge  schlossen oder eingehüllt, das den oben erwähnten gestör  ten, polymerartigen Festkörperzustand aufweist, der einen  relativ hohen elektrischen Widerstand und relativ niedrige  Wärmeleitfähigkeit besitzt.

   Wenn der Vorrichtung über  den relativ kleinen Widerstand 31 und die Steuerelektro  den 17 und 18 (Fig. 1) oder 17 und 15 (Fig. 2) elektrische  Energie zugeführt wird, wird ein Stromfluss, der dem  Stromhaltemindestwert entspricht, durch die Strompfade  33 und mindestens einen Teil der genannnten Strompfade  32 des Festkörperhalbleitermaterials erzwungen und dort,  wo sich diese Pfade überlappen, durch Joulesche Erwär  mung erheblich erhitzt. Der Wärmeverlust wird durch das  die Strompfade unmittelbar umgebende Material auf  einem Minimum gehalten, welches Material die gestörte,  polymerartige Struktur aufweist.

   Es wird angenommen,  dass mindestens ein Teil der genannten Pfade 32 des Halb  leitermaterials über die kritische Übergangstemperatur er  hitzt wird und dass eine solche Erhitzung ein erhebliches  scharfes Temperaturdifferential, d. h. ein sehr grosses  Temperaturgefälle, zwischen der geordneten, kristallinen  Struktur der genannten Strompfade und der unmittelbar  umgebenden oder umschliessenden, ungeordneten, amor  phen Struktur bewirkt.

   Es wird angenommen, dass als Er  gebnis die relativ grossen Kristalle oder  gepackten  Ket  ten oder Ringe der geordneten, kristallinen Struktur min  destens der genannten Pfade des Halbleitermaterials  somit thermisch vibriert und angestossen oder bean  sprucht bzw. gespannt werden, um sie in relativ kleine Kri  stalle oder Ketten- oder Ringsegmente aufzubrechen (um  die Kristallisationskräfte in bezug auf die Kristallhem  mungskräfte zu vermindern) und um die stark ungeord  nete, amorphe Struktur auszubilden, damit der Sperrzu  stand darin erreicht wird.

   Diesbezüglich wird angenom  men, dass die elektrische Energie veranlasst wird, durch  die verbleibenden Kristalle, Ketten oder Ringe zu fliessen,  um diese zusätzlich zu erhitzen, wenn ein Kristall, eine  Kette oder ein Ring in mindestens den genannten Pfaden  32 des Halbleitermaterials derart zerrissen oder zerbro  chen werden, so dass das Zerreissen oder Zerbrechen der  Kristalle, Ketten oder Ringe in lawinenartiger Weise statt  findet und im wesentlichen unverzüglich bewirkt, dass  mindestens die genannten Teile des Halbleitermaterials in  den Sperrzustand zurückkehren.  



  Wenn mindestens die genannten Strompfade 32 des  Halbleitermaterials so aktiviert und durch den hohen  Strom erhitzt werden, dass sie sich in einen erweichten  oder geschmolzenen Zustand erhitzen, ist es auch mög  lich, dass der Strompfad dort hindurch an einem darin be  findlichen Punkt unterbrochen wird, um den Stromfluss zu  sperren, und dass sich im Ergebnis einer solchen     Strom-          flussunterbrechung    mindestens die genannten Pfade des  Halbleitermaterials rasch abkühlen und den im hohen  Grade gestörten, amorphen Zustand annehmen. Minde-    stens die genannten Pfade des Halbleitermaterials können  auch durch äussere Unterbrechung oder rasche Abnahme  des hohen Stromes durch sie hindurch, wie durch Öffnen  des Schalters 30 rasch abgekühlt werden.

   Das Umschalten  zwischen den Leit- und Sperrzuständen ist reversibel und  kann über eine lange Zeit beliebig oft wiederholt werden.  



  Die Strom-Spannungs-Charakteristika der speichern  den Schaltvorrichtungen sind reversibel und unabhängig  davon, ob Gleich- oder Wechselstrom benützt wird, um  die Strom-Spannungs-Diagramme der Fig. 3 zu durchfah  ren.  



  Die Art, in der die speichernde Schaltvorrichtung im  Verbraucherstromkreis 10 der Fig. 1 und 2 betrieben wird,  wenn diese durch eine an die Klemmen 11 und 12 ange  legte Wechselspannung gespeist ist, wird durch das     Strom-          Spannungs-Diagramm    der Fig. 4 und durch das     Strom-Zeit-          Diagramm    der Fig. 5 dargestellt. Wenn sich die Schaltvor  richtung 14 bzw. 19 in ihrem Sperrzustand befindet und  die angelegte Wechselspannung kleiner ist als der     Schwel-          lenspannungsdurchschlagswert    der Vorrichtung, verbleibt  die Vorrichtung in ihrem Sperrzustand, wie dies mit der  Linie 35 im linken Teil der Fig. 4 und 5 dargestellt ist.

    Wenn dagegen die angelegte Wechselspannung minde  stens dem Spannungsschwellenwert der Vorrichtung ent  spricht, schaltet die Vorrichtung im wesentlichen unver  züglich in ihren Leitzustand um, wie dies mit der Linie 37  im rechten Teil der Fig. 4 und 5 dargestellt ist. Die spei  chernde Schaltvorrichtung hat ein Gedächtnis ihres     Leit-          zustandes,    d. h. sie speichert diesen Zustand und verbleibt  in diesem Leitzustand auch dann, wenn sich die angelegte  Spannung unter den Schwellenspannungswert der Vorrich  tung vermindert oder völlig abgeschaltet wird.  



  Wenn die angelegte Wechselspannung kleiner als der  Schwellenspannungswert der Vorrichtung ist und der  Schalter 30 in Fig. 1 und 2 geschlossen wird, damit ein  hoher Strom durch den niedrigen Widerstand 31 an die  Steuerelektroden 17 und 18 (Fig. 1) und 17 und 15 (Fig. 2)  fliesst, wird die Vorrichtung im wesentlichen unverzüglich  von ihrem Leitzustand in ihren Sperrzustand umgestellt,  wie dies im linken Teil der Fig. 4 und 5 dargestellt ist.  



  Der Schwellenspannungswert der Schaltvorrichtungen  14 und 19 ist, obgleich er durch den Aufbau, die Materia  lien, die Abmessungen und Konfigurationen der Vorrich  tungen     vorbestimmbar    ist, auch abhängig von dem effekti  ven Abstand zwischen den Lastelektroden 15 und 16 der  Vorrichtung, von der Stromdichte und der Stärke des Fel  des in der Nähe mindestens einer der Lastelektroden und/  oder von der Temperatur in der näheren Umgebung  mindestens einer der Lastelektroden. Eine oder mehrere  dieser Bedingungen, die die     Schwellenspannungswerte    der  Schaltvorrichtungen beeinflussen, werden durch die  Steuerelektroden 17 und 18 bzw. 17 und 15 gesteuert, die  deshalb in den Steuerkreisen 25 zum Umschalten der Vor  richtungen aus ihrem Sperrzustand in ihren Leitzustand  angeordnet sind.  



  Zur Erläuterung wird auf     Fig.    1 Bezug genommen, in  der sich die     Vierelektrodenvorrichtung    14 im Ver  braucherstromkreis 10 befindet, und es wird angenommen,  dass die Vorrichtung einen     Schwellenspannungs-Normal-          wert    von 110 Volt aufweist und dass die durch die Span  nungsquelle VA an die Lastelektroden 15 und 16 angelegte  Spannung kleiner ist als der genannte     Schwellenspan-          nungs-Normalwert    und dass diese angelegte Spannung  100 Volt beträgt.

   Die Vorrichtung 14 befindet sich in  ihrem Sperrzustand und das durch die gestrichelten Li  nien 32 angedeutete elektrische Feld, das von der angeleg  ten Spannung erzeugt wird, ist im wesentlichen     gleichmäs-          sig    im Halbleitermaterial verteilt und zwischen den Last-      elektroden 15 und 16 im wesentlichen konstant. Der Wider  stand des Halbleitermaterials zwischen den Lastelektro  den kann durch die angelegte Spannung nicht ausreichend  vermindert werden, um einen Durchschlag des Materials  zwischen diesen Elektroden zu erreichen.

   Wenn der Schal  ter 28 im Steuerkreis 25 geschlossen ist, wird die Span  nung der Steuerspannungsquelle Vc über den hohen  Widerstand 29 an die Steuerelektroden 17 und 18 ange  legt, wodurch ein durch die gestrichelten Linien 33 ange  deutetes elektrisches Feld zwischen den Steuerelektroden  erzeugt wird, welches Feld den Widerstand des Strompfa  des zwischen den Steuerelektroden in der Weise vermin  dert, wie dies oben in Verbindung mit dem Strompfad zwi  schen den Lastelektroden beschrieben ist. Die an die  Steuerelektroden angelegte Steuerspannung kann gerin  ger oder grösser als ein Durchschlagswert sein, um eine  grosse Verminderung des Widerstandes zwischen den  Steuerelektroden zu erreichen.  



  In jedem Fall wird der Widerstand eines Abschnittes  des Halbleitermaterials zwischen den Lastelektroden we  sentlich vermindert und an denjenigen Stellen, wo sich die  gestrichelten Linien 32 und 33 überlappen, eine Quelle  von Ladungsträgern geschaffen, wodurch der effektive  Widerstand des Halbleitermaterials zwischen den Last  elektroden 15 und 16 mit dem Ergebnis vermindert wird,  dass der Durchschlagsspannungswert der Vorrichtung zwi  schen den Lastelektroden 15 und 16 von seinem     110-Volt-          Normalwert    auf einen Wert unter den 100-Volt-Wert der  durch die Lastspannungsquelle VA angelegten Spannung  gesenkt wird.

   Diese Verminderung des     Schwellenspan-          nungs-Normalwertes    der Vorrichtung bewirkt, dass die  Vorrichtung aus ihrem Sperrzustand in ihren Leitzustand  gelangt.  



  Zur weiteren Erläuterung wird auch auf die Fig. 2  Bezug genommen, in der die Dreielektrodenvorrichtung  19 in den Verbraucherstromkreis 10 eingeschlossen ist,  und es wird ebenfalls angenommen, dass diese Vorrich  tung einen Schwellenspannungs-Normalwert von 110 Volt  hat und dass die an die Lastelektroden 15 und 16 ange  legte Spannung 100 Volt beträgt. Somit befindet sich die  Schaltvorrichtung 19 ebenfalls in ihrem Sperrzustand und  das durch die angelegte Spannung der Spannungsquelle  VA erzeugte, durch die gestrichelten Linien 32 dargestellte  elektrische Feld ist zwischen den Lastelektroden 15 und  16 im wesentlichen gleichmässig verteilt und im wesentli  chen konstant.

   Wenn der Schalter 28 im Steuerkreis 25 ge  schlossen ist, wird durch die Steuerspannungsquelle Vc  über den hohen Widerstand 29 eine Spannung an die Elek  troden 17 und 15 angelegt und diese erzeugt ein durch die  gestrichelten Linien 33 angedeutetes elektrisches Feld zwi  schen den Elektroden 17 und 15, welches Feld den Wider  stand des Strompfades zwischen diesen Elektroden in der  Weise vermindert, wie dies oben in Verbindung mit dem  Strompfad zwischen den Lastelektroden beschrieben  wurde. Hierbei kann die Steuerspannung ebenfalls gerin  ger oder grösser als der Durchschlagswert sein, um eine  grosse Verminderung des Widerstandes zwischen diesen  Elektroden 17 und 15 zu bewirken.  



  Hierbei wird wiederum, wie oben schon beschrieben,  der Widerstand eines Teiles des Halbleitermaterials zwi  schen den Lastelektroden 15 und 16 wesentlich vermin  dert und eine Ladungsträgerquelle im Bereich, wo sich die  gestrichelten Linien 32 und 33 überlappen, geschaffen und  deshalb der hohe Widerstand zwischen den Lastelektro  den mit dem Ergebnis vermindert, dass die Schwellen  spannung der Schaltvorrichtung von ihrem     110-Volt-Nor-          malwert    auf einen Wert unter dem Wert der angelegten  Spannung gesenkt wird, um zu bewirken, dass die Vorrich-    tung aus ihrem Sperrzustand in ihren Leitzustand über  geht.

   Ausserdem vermag das durch den Steuerkreis er  zeugte elektrische Feld an der Stelle, an der es das vom  Verbraucherstromkreis erzeugte elektrische Feld überla  gert, das der Elektrode 15 benachbarte Halbleitermaterial  erhitzen, um die Einleitung des thermischen Durchschla  ges des Halbleitermaterials zwischen den Lastelektroden  15 und 16 einzuleiten oder zu unterstützen, und kann die  Stromdichte oder die Feldstärke in der Nähe der Elek  trode 15 vergrössern, um die Einleitung des elektrischen  Durchschlags des Halbleitermaterials zwischen den Last  elektroden 15 und 16 einzuleiten oder zu unterstützen,  damit der Schwellenspannungs-Normalwert der Vorrich  tung von 110 Volt auf einen Wert unter dem Wert der an  gelegten Spannung abgesenkt und deshalb die Vorrich  tung aus ihrem Sperrzustand in ihren Leitzustand umge  schaltet wird.  



  Sind die Vierelektrodenvorrichtung 14 von Fig. 1 oder  die Dreielektrodenvorrichtung 19 von Fig. 2 Speichervor  richtungen, verbleiben sie in ihrem Leitzustand und wei  sen demnach ein  Gedächtnis  auf. Sie verbleiben im     Leit-          zustand,    auch wenn der Schalter 28 im Steuerkreis 25 ge  öffnet wird, und die an den Lastkreis angelegte Spannung  der Spannungsquelle VA wesentlich vermindert oder ganz  abgeschaltet ist. Um solche Speichervorrichtungen in den  Sperrzustand zurück zu setzen, auch wenn die an den Last  elektroden 15 und 16 angelegte Spannung die zuvor er  wähnte Spannung von 100 Volt aufweist, wird der Schal  ter 28 im Steuerkreis 25 geöffnet, um eine Verminderung  des Schwellenspannungswertes der Vorrichtung unter  deren Schwellenspannungs-Normalwert von 110 Volt zu  verhindern.

   Der Schalter 30 in jenem Zweig des Steuer  kreises 25 wird betätigt, um einen starken Stromimpuls  über die Steuerelektroden 17 und 18 bzw. 17 und 15 und  durch das Halbleitermaterial zu führen, damit der Wider  stand mindestens einzelner Abschnitte der Strompfade 32  aus ihrem kristallinartigen leitenden Zustand in ihren  amorphartigen sperrenden Zustand, wie oben beschrieben,  übergehen. Die Speichervorrichtungen können danach  wieder in ihren Leitzustand verbracht werden, indem min  destens momentan der Schalter 28 im Steuerkreis 25 ge  schlossen wird.  



  Wie oben angeführt, können die Spannungsquellen VA  und Vc Gleichspannungs-, pulsierende     Gleichspannungs-          oder    Wechselspannungsquellen sein, die vom speziellen  Betrieb und von der gewünschten Steuerung abhängen.  Die Steuerkreise 25 zum Umschalten der Vorrichtungen  aus ihren Sperrzuständen in ihre Leitzustände sind vor  zugsweise hochohmig, um die Steuerkreise 25 von den  Verbraucherstromkreisen 10 zu trennen und mögliche  Kurzschlüsse im Verbraucherstromkreis 10 zu verhindern,  wie dies insbesondere in der Fig. 2 dargestellt ist. Dies ist  einer der Gründe für die Verwendung des hohen Wider  standes 29 in den Anordnungen gemäss den Fig. 1 und 2.

    Statt der Verwendung eines solchen hohen Widerstandes  29 können die Steuerelektroden 17 und/oder 18 ihrerseits  aus Materialien, die einen hohen Widerstand aufweisen,  z. B. aus Tantaloxid, hergestellt sein. Eine derartige Anord  nung ist besonders vorteilhaft, wenn gedruckte Schaltun  gen oder integrierte Stromkreise, in denen der hohe  Widerstand in die Schaltvorrichtungen selbst eingebaut  ist, verwendet werden.  



  Die Dreielektroden- und     Vierelektroden-Schaltvorrich-          tungen    19 und 14 können eine grosse Vielfalt von Formen  aufweisen. Verschieden Formen der     Dreielektrodenvor-          richtung    19 sind beispielsweise in     Fig.    6 bis 11 und ver  schiedene Formen der     Vierelektrodenvorrichtungen    in       Fig.    12 bis 14 dargestellt. Alle diese Vorrichtungen arbei-      ten in der Weise, die oben in Verbindung mit den Vorrich  tungen nach den Fig. 1 und 2 beschrieben ist. Bei der in  der Fig. 6 dargestellten Vorrichtung ist die Schaltvorrich  tung 19 die Steuerelektrode 17 auf derselben Seite wie die  Lastelektrode 16 angeordnet.

   Bei der Vorrichtung gemäss  der Fig. 7 sind die Lastelektroden 15 und 16 auf der glei  chen Seite der Vorrichtung angeordnet. Gemäss der Fig. 8  sind die Lastelektroden 15 und 16 und die Steuerelektrode  17 auf der gleichen Seite der Vorrichtung angeordnet. In  den Fig. 9 und 10 ist eine zylindrische Schaltvorrichtung  19 mit den Lastelektroden 15 und 16 an entgegengesetz  ten Stirnflächen dargestellt. Hierbei ist die Steuerelek  trode 17 als ringförmige Elektrode rings um die Lastelek  trode 16 ausgebildet, und das durch die ringförmige  Steuerelektrode 17 erzeugte elektrische Feld, das durch  die gestrichelten Linien 33 angedeutet ist, verläuft konisch  und ist auf die Lastelektrode 15 gerichtet.  



  Gemäss der Ausführung nach der Fig. 11 sind die Last  elektroden 15 und 16 an den Oberflächen eines Substra  tes angeordnet und gegeneinander gerichtet und die  Steuerelektrode 17 ist ebenfalls am Substrat angeordnet  und gegen die Lastelektroden 15 und 16 gerichtet. Das  Halbleitermaterial wird vom Substrat getragen und ist  zwischen und in Kontakt mit den Elektroden<B>15,16</B> und  17 angeordnet; das durch die Lastelektroden erzeugte  elektrische Feld erstreckt sich durch das Halbleitermate  rial zwischen den Lastelektroden 15 und 16, und das  durch die Lastelektrode 15 und die Steuerelektrode er  zeugte elektrische Feld erstreckt sich zwischen den Elek  troden 15 und 17.  



  Die Fig. 12 stellt eine Vierelektrodenvorrichtung 14  dar, die ähnlich wie die Dreielektrodenvorrichtung 19  nach der Fig. 11 ausgebildet ist. Diese Vierelektrodenvor  richtung enthält die zusätzliche Steuerelektrode 18.     Ge-          mäss    der Fig. 13 hat die Vierelektrodenvorrichtung 19 die  Form eines Uhrenglases und die Steuerelektroden 17 und  18 sind an der Einschnürung der Vorrichtung angeordnet.  Diese Konstruktion arbeitet derart, dass das den Steuer  elektroden 17 und 18 benachbarte, durch die gestrichelte  Linien 32 angedeutete elektrische Feld konzentriert wird.  Die Vierelektrodenvorrichtung 14 nach der Fig.14 ent  spricht jener der Fig. 13 mit dem Unterschied, dass Isolier  schichten 40' zwischen das Halbleitermaterial und die  Steuerelektroden 17 und 18 eingefügt sind.

   Diese Isolier  schichten 40' zwischen den Steuerelektroden und dem  Halbleitermaterial isolieren den Steuerkreis     gleichstrom-          mässig    vom Verbraucherstromkreis.  



  Fig. 15 bis 20 zeigen verschiedene Anordnungen des  Steuerkreises 25, wie er an die Dreielektrodenvorrichtung  19 angelegt werden kann. Gleichartige Steuerkreisanord  nungen sind bei den Vierelektrodenvorrichtungen an  wendbar; die Unterschiede zwischen solchen Kreisen ent  sprechen den Unterschieden zwischen den Steuerkreisen  gemäss den Fig. 1 und 2.  



  Nach der Fig. 15 weist der Steuerkreis 25 ein ver  änderbares Widerstandselement 41' zur Regelung der an  die Steuerelektrode 17 angelegten Steuerspannung auf,  um den Schwellenspannungswert der Vorrichtung 19 zu  verändern. In diesem Zusammenhang bewirkt eine Ver  minderung des veränderbaren Widerstandes 41' eine Ver  minderung des Schwellenspannungswertes der Vorrich  tung 19. Der veränderbare Widerstand 41' kann mecha  nisch einstellbar sein oder er kann sich in Abhängigkeit  von verschiedenen, ihn beeinflussenden Bedingungen ver  ändern. Im letztgenannten Fall würde das veränderbare  Widerstandselement 41' einen zustandsabhängigen Wider  standskoeffizienten aufweisen. Der zustandsabhängige  Widerstandskoeffizient kann negativ oder positiv sein.

   Ist    der Koeffizient negativ, dann vermindert sich der Wider  stand des veränderbaren Widerstandselementes 41', wenn  sich der Wert der Zustandsgrösse erhöht; ist der zustands  abhängige Widerstandskoeffizient positiv, dann nimmt der  Widerstand des veränderbaren Widerstandselementes zu,  wenn der Wert der Zustandsgrösse abnimmt. Das ver  änderbare Widerstandselement 41' kann auf verschiedene,  dieses beeinflussende     Zustandsgrössen    ansprechen, bei  spielsweise auf Feuchtigkeit, wenn es einen feuchtigkeits  abhängigen Widerstandskoeffizienten aufweist, auf Druck,  wenn es einen druckabhängigen Widerstandskoeffizienten  aufweist, auf Licht, wenn es einen lichtabhängigen Wider  standskoeffizienten aufweist, oder auf Temperaturunter  schiede, wenn es einen temperaturabhängigen Wider  standskoeffizienten aufweist.  



  Die Ausführung gemäss der Fig. 16 entspricht derjeni  gen nach der Fig. 15 mit dem Unterschied, dass die  Steuerelektrode, die hier mit 42 bezeichnet ist, aus einem  einen hohen Widerstand aufweisenden Material besteht,  das einen zustandsabhängigen Koeffizienten zur Steue  rung des Schwellenspannungswertes der Vorrichtung 19  in Obereinstimmung mit dem Wert der die Steuerelek  trode 42 beeinflussenden Zustandsgrösse aufweist. Mit an  deren Worten ist das variable Widerstandselement 41' der  Fig. 15 in die Steuerelektrode 42 eingebettet. Die Ausbil  dung gemäss der Fig. 16 ist besonders vorteilhaft bei ge  druckten Schaltungen oder integrierten Stromkreisen, bei  denen die zustandsabhängige Steuerelektrode 42 ein inte  grierter Bestandteil der Schaltvorrichtung 19 ist.  



  Die Steuerelektrode 42 soll einen hohen Widerstand  aufweisen und Materialien enthalten, die auf die     Zustands-          grösse    ansprechen, die diese beeinflusst, damit eine erheb  liche Widerstandsänderung der Steuerelektrode in Abhän  gigkeit von Änderungen der Zustandsgrösse erfolgt.  



  Wenn die Steuerelektrode 42 auf Feuchtigkeit anspricht,  sollte sie im wesentlichen feuchtigkeitsabhängige Wider  standsmaterialien enthalten. Solche feuchtigkeitsabhän  gige Widerstandsmaterialien sollten höchstens ein wenig  wasserlöslich sein, insbesondere eine Löslichkeit unter 15  Teilen pro 100 Teile kalten Wassers oder noch besser  eine Löslichkeit unter 8 Teilen pro 100 Teile kalten Was  sers aufweisen. Solche Materialien sind beispielsweise Li  thiumverbindungen, wie Lithiumcarbonat,     Lithiumhydro-          xid,    Lithiumorthosilikat, Lithiumsulfat, Lithiummetasilikat,  Lithiummetaborat, Lithiumfluorid, Lithiumorthophosphat  und Mischungen von irgendwelchen zwei oder mehr die  ser Verbindungen. Diese Materialien weisen einen grossen  negativen, feuchtigkeitsabhängigen Widerstandskoeffizien  ten auf.  



  Wenn der Widerstand der Steuerelektrode 42 vom  darauf ausgeübten Druck abhängig ist, kann sie relativ ela  stisch oder flexibel ausgebildet sein und z. B. Kohlenstoff  partikeln enthalten, so dass dann, wenn der auf die Elek  trode 42 ausgeübte Druck sich vergrössert, die Kohlen  stoffteilchen zusammengedrängt bzw.     kompaktiert    wer  den, um den Widerstand der Steuerelektrode 42 zu ver  mindern. Solche Elektroden weisen daher einen negativen,  druckabhängigen Widerstandskoeffizienten auf.  



  Wenn die Steuerelektrode 42 auf Licht anspricht, kann  sie Zusammensetzungen aufweisen, die Verbindungen von  Elementen der Klassen     1I    und     VI    des periodischen Sy  stems, beispielsweise     Kadmiumsulfid,        Bleiselenid,    Bleisul  fid,     Zinktellurid,        Silbertellurid,        Zinkselenid    oder     Kadmium-          selenid,    sind. Derartige Materialien weisen einen negati  ven, lichtabhängigen Widerstandskoeffizienten auf.  



  Wenn die Steuerelektrode 42 auf Temperaturänderun  gen ansprechen soll, kann sie Zusammensetzungen enthal  ten, die aus den Gruppen<B>11</B> und     VI    des periodischen Sy-      stems genommen sind: solche Zusammensetzungen wei  sen einen negativen, temperaturabhängigen Widerstands  koeffizienten auf. Wenn demgemäss die die Steuerelek  trode 42 beeinflussende Temperatur zunimmt, vermindert  sich der Widerstand der Steuerelektrode erheblich. Die  Steuerelektrode 42 kann auch Materialien mit positivem  Temperaturkoeffizienten aufweisen, um den Widerstand  der Steuerelektrode bei Abnahme der diese beeinflussen  den Temperatur zu vermindern. Derartige Materialien  können beispielsweise Bariumtitanat enthalten.  



  Die Fig. 17 stellt eine Schaltungsanordnung ähnlich  jener gemäss der Fig. 2 dar, bei der jedoch der Steuer  kreis 25 einen Kondensator 43 zur Gleichstromisolierung  des Steuerkreises 25 gegenüber dem Verbraucherstrom  kreis 10 enthält. Die Anordnung der Fig. 18 entspricht der  jenigen der Fig. 17; anstatt der Verwendung des zusätzli  chen Kondensators 43 ist eine Isolierschicht 41a zwischen  die Steuerelektrode 17 und das Halbleitermaterial der  Vorrichtung eingefügt. Diese Isolierschicht 41a bildet  einen Kondensatorbelag zwischen den Elektroden 17 und  dem Halbleitermaterial und hat die gleichen Aufgaben  wie der Kondensator 43 in der Fig. 17. Diese Isolier  schicht 41a dient zur Gleichstromisolierung des Steuer  kreises 25 gegenüber dem Verbraucherstromkreis 10.  



  Gemäss der Fig. 19 ist eine Diode 44 in den Steuer  kreis 25 eingeschaltet, so dass die Steuerspannung nur in  einer Richtung an die Steuerelektroden 17 angelegt wer  den kann. Gemäss dem Ausführungsbeispiel nach der Fig.  20 ist eine gleichrichtende Verbindung 45 zwischen die  Steuerelektrode 17 und das Halbleitermaterial 19 einge  fügt; diese Gleichrichterverbindung 45 hat den gleichen  Gleichrichtereffekt wie die zusätzliche Diode 44. Die An  ordnungen gemäss den Fig. 18 und 20, die die Isolier  schicht 41a bzw. die Gleichrichterverbindung 45 aufwei  sen, sind besonders vorteilhaft in Verbindung mit gedruck  ten Schaltungen oder integrierten Stromkreisen, da die  Isolierschicht 41a und die Gleichrichterverbindung 45 in  die Schaltvorrichtungen integriert werden können.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Vorrichtung zum Steuern des Stromes in einem Ver braucherstromkreis, welche Vorrichtung ein Halbleiter bauelement mit mindestens zwei Anschlusselektroden und mindestens einer Steuerelektrode umfasst, welches Halb leiterbauelement zwischen einem sperrenden und einem leitenden Zustand steuerbar ist, wobei der Widerstand des Halbleiterbauelements im sperrenden Zustand von der Po larität einer an den Anschlusselektroden liegenden Span nung unabhängig ist und das Halbleiterbauelement, wenn die genannte Spannung einen bestimmten Schwellenwert erreicht, in mindestens einem zwischen den Anschlusselek- troden befindlichen Strompfad praktisch sprunghaft den leitenden Zustand annimmt, dadurch gekennzeichnet,
    dass dieser leitende Zustand auch ohne Fliessen eines Stromes erhalten bleibt und durch einen einen Schwellenstrom mindestens erreichenden Steuerstromimpuls an der Steuerelektrode, unabhängig von der Richtung dieses Im pulses, praktisch sprunghaft in den sperrenden Zustand übergeht, und dass sich die Schwellenspannung mit zu nehmender, an der Steuerelektrode angelegter Steuer spannung vermindert. UNTERANSPRÜCHE 1. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass der die Steuerelektrode umfassende Steuer kreis einen Gleichrichter aufweist. 2. Vorrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass die Steuerelektrode(n) mit dem Halb leiterkörper des Halbleiterbauelementes über einen Halb leitergleichrichter verbunden sind. 3.
    Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass zum Regeln der Schwellenspannung des Halbleiterbauelementes im die Steuerelektrode umfassen den Steuerkreis ein zweipoliges Steuerelement eingeschal tet ist, dessen elektrischer Widerstand von einer physikali schen Zustandsgrösse, wie Druck, Feuchtigkeit, Licht, Temperatur, abhängt. 4. Vorrichtung nach Unteranspruch 3, dadurch ge kennzeichnet, dass die Steuerelektrode selbst als Steuer element ausgebildet ist. 5. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass zwei Steuerelektroden zum Anschluss des Steuerkreises dienen. 6. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass eine Steuerelektrode und eine der Anschluss- elektroden zum Anschluss des Steuerkreises dienen.
CH34370A 1966-09-06 1967-08-14 Vorrichtung zum Steuern des Stromes in einem Verbraucherstromkreis CH509016A (de)

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