CH509867A - Verfahren zur Herstellung von schaumstoffüberzogenen Formteilen, z. B. Kühlschrankgehäusen, und Maschine zur Durchführung des Verfahrens - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von schaumstoffüberzogenen Formteilen, z. B. Kühlschrankgehäusen, und Maschine zur Durchführung des VerfahrensInfo
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Description
Verfahren zur Herstellung von schaumstoffüberzogenen Formteilen, z. B. Kiihlschrankgehäusen, und Maschine zur Durchführung des Verfahrens
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von schaumstoffüberzogenen Formteilen, bei welchem ein Formteil durch Tiefziehen einer Kunststoffplatte hergestellt und eine Schaumstoffschicht unmittelbar oder über eine Bindemittelschicht auf den Formteil aufgeschäumt wird. Dieses Verfahren zeichnet sich dadurch aus, dass der Formteil an der gleichen Stelle der Tiefziehpresse, an welcher er gezogen worden ist, mit der Schaumstoffschicht überzogen wird.
Die Erfindung betrifft auch eine Maschine zur Durchführung dieses Verfahrens. Dieselbe zeichnet sich aus durch eine Tiefziehpresse, die mit einer Formglocke versehen ist, welche gegenüber dem Tiefziehkolben angeordnet und in Richtung desselben hin und her bewegbar ist.
Die Erfindung betrifft ferner den nach obigem Verfahren hergestellten, schaumstoffüberzogenen Formteil.
Anhand der Zeichnung wird nachfolgend ein Ausführungsbeispiel der Erfindung erläutert. Es ist
Fig. 1 ein Schnitt durch ein Kühlschrankgehäuse und
Fig. 2 ein Schnitt durch eine zu dessen Herstellung dienende Maschine.
Das in Fig. 1 gezeigte Kühlschrankgehäuse besteht aus einem dünnen Gehäuseformteil 1, der eine quaderförmige Nische 2 auf fünf Seiten begrenzt und auf der sechsten Seite einen auswärtsragenden Flansch 3 bildet, und ferner aus einer auf der Aussenseite dieses Gehäuseformteils 1 angebrachten, relativ dicken Wärmeisolierschicht 4 aus Schaumstoff. Bisher wurden der Formteil 1 und die Isolierschicht 4 auf zwei verschiedenen Maschinen hergestellt und dann zusammengesetzt, was relativ umständlich ist, und auch den Nachteil hat, dass zwischen den Teilen 1 und 4 mindestens stellenweise ein schmaler Luftspalt bestehen bleibt, was für den Zusammenhalt dieser Teile und somit für die Starrheit des Ganzen abträglich ist.
Der letztgenannte Nachteil kann in an sich bekannter Weise dadurch vermieden werden, dass man den Gehäuseformteil 1 selbst in eine Aufschäumvorrichtung einbringt und die Isolierschicht 4 unmittelbar oder über eine Bindemittelschicht auf denselben aufscharniert.
Das Abnehmen des Formteils von der zu seiner Herstellung dienenden Ziehpresse und das Einbringen desselben in die Aufschäumvorrichtung ist aber immer noch recht zeitraubend. Auf der in Fig. 2 schematisch dargestellten Maschine erübrigen sich diese Arbeitsgänge.
Die dargestellte Maschine weist einen Tisch 5 auf, der mit einer Öffnung 6 für den Durchgang eines hohlen Tiefziehkolbens 7 versehen ist, zu dessen Antrieb ein unter dem Tisch 5 angeordnetes hydraulisches Zylinderkolbenaggregat 8 vorgesehen ist. Am oberen Rande der Öffnung 6 ist ein rechteckiger, unterer Spannrahmen 9 vorgesehen, auf dem ein oberer Spannrahmen 10 mittels nicht dargestellter Befestigungsorgane befestigt werden kann, um den Rand einer dünnen, z.B aus Polystyrol bestehenden Kunststoffplatte 11 fest zuspannen. Unter dem Kolben 7 ist mittels einer Trennwand 12 eine Kammer 13 abgegrenzt, an die eine Pressluftleitung 14 und eine Vakuumleitung 15 angeschlossen sind.
Der Kolben 7 ist aus einem später er sichtlichen Grulode mit den dargestellten Löchern 16 versehen.
Oberhalb der Öffnung 6 befindet sich ein elektrischer Wärmestrahler 17, der aus seiner dargestellten
Wirklage seitwärts verschoben werden kann.
Über dem Tisch 5 ist auch eine doppelwandige
Formglocke 18 vorgesehen, die mittels eines obern, hydraulischen Zylinderkolbenaggregates 19 gehoben und gesenkt werden kann. Der Hohlraum 20 in der
Wandung der Glocke 18 kann über Schlauchleitungen
21 und 22 mit Dampf oder Kühlwasser beschickt werden und steht über kleine Öffnungen 23 mit dem von der Glocke begrenzten Raum in Verbindung. Eine im oberen Teil der Glocke vorgesehene Einfüllöffnung 24 ist auf nicht näher dargestellte Weise gut verschliessbar.
Der Kolben 7 und die Glocke 18 sind vorzugsweise mit Teilen gleicher Art, aber anderer Dimension austausch- bar.
Zur Herstellung des Kühlschrankgehäuses nach Fig. 1 wird zunächst der Rand der dünnen Polys,tyrol- platte 11 zwischen den Rahmen 9 und 10 festgespannt und die Platte mittels des Wärmestrahlers 17 geheizt, so dass sie deformierbar wird und unter dem Druck von durch die Leitung 14 in die Kammer 13 eingelassener Pressluft etwa die bei 11' dargestellte Form annimmt.
Nun wird der Tiefziehkolben 7 nach oben bewegt, und zu gleich in der Kammer 13 über die Leitung 15 ein Vakuum erzeugt, so dass die deformierte Platte 11' teils durch den Kolben 7 noch weiter ausgeweitet, und teils durch den äusseren Überdruck auf diesen Kolben 7 hin gedrückt wird, so dass der definitive Ge häuseformtell 1 entsteht. Nach Verschiebung des Wärmestrahlers 17 und Entfernung des Spannrahmens
10 wird die Aussenfläche des am Ort seiner Herstellung verbleibenden Formteils 1 mit einem Bindemittel besprüht.
Die hierzu erforderliche, nicht dargestellte Sprühvorrichtung bekannter Art ist vorzugs- weise fest an dem. Maschinengestell montiert. Nun wird die Glocke 18 abgesenkt und durch die Einfüll- öffnung 24 in den zwischen ihr und dem Gehäuseformteil 1 gebildeten Hohlraum 25 eine kleine Menge eines Granulates von vorgeschäumteim, Polystyrol eingefüllt.
Durch die Leitung 21 wird nun Dampf zugeführt, wodurch das Polystyrol aufgeschäumt wird und den ganzen Hohlraum 25 ausfüllt. Anschliessend wird durch die Leitung 22 Kühlwasser zuge fährt. Das aufgeschäumte Polystyrol ist im Handel unter der Bezeichnung Styro- por bekannt.
Das so hergestellte Wärmeisoliergehäuse ist ausserordentlich starr, und seine Herstellung beansprucht nur etwa 80 % der früher benötigten Zeit. in gleicher Weise können auch andere schaumstoffüberzogene Formteile, z.B. für wärmeisolierte Transportbehälter, hergestellt werden. Die Anwendung einer Bindemittelschicht ist zwar im allgemeinen erwünscht; je nach den für den Formteil, und die Schau'mstoffschicht 4 verwendeten Materialien, kann aber auch auf dieselbe verzichtet werden. Bei einer Variante des Verfahrens wird anstelle der Glocke 18 ein äusserer Formteil benützt, der fest mit der Schicht 4 verbunden wird.
PATENTANSPRÜCHE
I. Verfahren zur Herstellung von schaumstoffüberzogenen Formteilen, bei welchem ein Formteil durch Tiefziehen einer Kunststoffplatte hergestellt und eine Schaumstoffschicht unmittelbar oder über ein Bindemittelschicht auf den Formteil aufgeschäumt wird, dadurch gekennzeichnet, dass der Formteil (1) an der gleichen Stelle der Tiefziehpresse, an welchez- er ge- zogen worden ist, mit der Schaumstoffschicht (4) über- zogen wird.
II. Maschine zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, gekennzeichnet durch eine Tief ziehpresse, die mit einer Formglocke (18) versehen ist, welche gegenüber dem Tiefziehkolben (7) angeordnet und in Richtung desselben hin und her bewegbar ist.
III. Sohlaums!toffüberzogener Formteil, hergestellt nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch I.
UNTERANSPRÜCHE
1. Maschine nach Patentanspruch II, dadurch ge kennzeichnet, dass die Formglocke (18) doppelwandig ist und der Hohlraum. (20) ihrer Wandung einerseits mit einer Dampfleitung .(21) und einer Kühiwasserlei- tung .(22) und anderseits durch Löcher (23) mit dem von der Glocke begrenzten Raum verbunden ist.
2. Maschine nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Presse eine Kammer (13) aufweist, die mit einer Pressluftleitung (14) und einer Vakuumleitung (15) in Verbindung steht, und dass der Tiefziehkolben (7) in dieser Kammer (13) hin und her bewergbar ist.
3. Maschine nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein aus dem Welg der Foringlocke (18) heraus bewegbarer Wärmestrahler (17) vorgesehen ist, um die Kunststoffpiatte (11) vor deren Delormie- rung zu heizen.
4. Maschine nach Unteranspruch 2, dadurch ge kennzeichnet, dass eine Vorrichtung zum Aufspritzen eines Bindemittels auf den tiefgezogenen Formteil (1) vorgesehen ist.
5. Schaumstoffüberzogener Formteil nach Patent anspruch III, dadurch gekennzeichnet, dass der Formteil (1) aus Polystyrol und die Sciiaumstoffschicht (4) aus aufgeschäumtem Polystyrol besteht.
6. Schau.mstoffäberzogener Formteil nach Patentanspruch III oder Unteranspruch 5, ausgebildet als Kühl schrankgehäuse.
7. Schaumstoffüberzogener Formteil nach Patentanspruch III oder Unteranspruch 5, ausgebildet als Teil eines Transportbehälters.
**WARNUNG** Ende DESC Feld konnte Anfang CLMS uberlappen**.
Claims (1)
- **WARNUNG** Anfang CLMS Feld konnte Ende DESC uberlappen **. Teilen gleicher Art, aber anderer Dimension austausch- bar.Zur Herstellung des Kühlschrankgehäuses nach Fig. 1 wird zunächst der Rand der dünnen Polys,tyrol- platte 11 zwischen den Rahmen 9 und 10 festgespannt und die Platte mittels des Wärmestrahlers 17 geheizt, so dass sie deformierbar wird und unter dem Druck von durch die Leitung 14 in die Kammer 13 eingelassener Pressluft etwa die bei 11' dargestellte Form annimmt.Nun wird der Tiefziehkolben 7 nach oben bewegt, und zu gleich in der Kammer 13 über die Leitung 15 ein Vakuum erzeugt, so dass die deformierte Platte 11' teils durch den Kolben 7 noch weiter ausgeweitet, und teils durch den äusseren Überdruck auf diesen Kolben 7 hin gedrückt wird, so dass der definitive Ge häuseformtell 1 entsteht. Nach Verschiebung des Wärmestrahlers 17 und Entfernung des Spannrahmens 10 wird die Aussenfläche des am Ort seiner Herstellung verbleibenden Formteils 1 mit einem Bindemittel besprüht.Die hierzu erforderliche, nicht dargestellte Sprühvorrichtung bekannter Art ist vorzugs- weise fest an dem. Maschinengestell montiert. Nun wird die Glocke 18 abgesenkt und durch die Einfüll- öffnung 24 in den zwischen ihr und dem Gehäuseformteil 1 gebildeten Hohlraum 25 eine kleine Menge eines Granulates von vorgeschäumteim, Polystyrol eingefüllt.Durch die Leitung 21 wird nun Dampf zugeführt, wodurch das Polystyrol aufgeschäumt wird und den ganzen Hohlraum 25 ausfüllt. Anschliessend wird durch die Leitung 22 Kühlwasser zuge fährt. Das aufgeschäumte Polystyrol ist im Handel unter der Bezeichnung Styro- por bekannt.Das so hergestellte Wärmeisoliergehäuse ist ausserordentlich starr, und seine Herstellung beansprucht nur etwa 80 % der früher benötigten Zeit. in gleicher Weise können auch andere schaumstoffüberzogene Formteile, z.B. für wärmeisolierte Transportbehälter, hergestellt werden. Die Anwendung einer Bindemittelschicht ist zwar im allgemeinen erwünscht; je nach den für den Formteil, und die Schau'mstoffschicht 4 verwendeten Materialien, kann aber auch auf dieselbe verzichtet werden. Bei einer Variante des Verfahrens wird anstelle der Glocke 18 ein äusserer Formteil benützt, der fest mit der Schicht 4 verbunden wird.PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zur Herstellung von schaumstoffüberzogenen Formteilen, bei welchem ein Formteil durch Tiefziehen einer Kunststoffplatte hergestellt und eine Schaumstoffschicht unmittelbar oder über ein Bindemittelschicht auf den Formteil aufgeschäumt wird, dadurch gekennzeichnet, dass der Formteil (1) an der gleichen Stelle der Tiefziehpresse, an welchez- er ge- zogen worden ist, mit der Schaumstoffschicht (4) über- zogen wird.II. Maschine zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, gekennzeichnet durch eine Tief ziehpresse, die mit einer Formglocke (18) versehen ist, welche gegenüber dem Tiefziehkolben (7) angeordnet und in Richtung desselben hin und her bewegbar ist.III. Sohlaums!toffüberzogener Formteil, hergestellt nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch I.UNTERANSPRÜCHE 1. Maschine nach Patentanspruch II, dadurch ge kennzeichnet, dass die Formglocke (18) doppelwandig ist und der Hohlraum. (20) ihrer Wandung einerseits mit einer Dampfleitung .(21) und einer Kühiwasserlei- tung .(22) und anderseits durch Löcher (23) mit dem von der Glocke begrenzten Raum verbunden ist.2. Maschine nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Presse eine Kammer (13) aufweist, die mit einer Pressluftleitung (14) und einer Vakuumleitung (15) in Verbindung steht, und dass der Tiefziehkolben (7) in dieser Kammer (13) hin und her bewergbar ist.3. Maschine nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein aus dem Welg der Foringlocke (18) heraus bewegbarer Wärmestrahler (17) vorgesehen ist, um die Kunststoffpiatte (11) vor deren Delormie- rung zu heizen.4. Maschine nach Unteranspruch 2, dadurch ge kennzeichnet, dass eine Vorrichtung zum Aufspritzen eines Bindemittels auf den tiefgezogenen Formteil (1) vorgesehen ist.5. Schaumstoffüberzogener Formteil nach Patent anspruch III, dadurch gekennzeichnet, dass der Formteil (1) aus Polystyrol und die Sciiaumstoffschicht (4) aus aufgeschäumtem Polystyrol besteht.6. Schau.mstoffäberzogener Formteil nach Patentanspruch III oder Unteranspruch 5, ausgebildet als Kühl schrankgehäuse.7. Schaumstoffüberzogener Formteil nach Patentanspruch III oder Unteranspruch 5, ausgebildet als Teil eines Transportbehälters.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| CH1183768A CH509867A (de) | 1968-08-07 | 1968-08-07 | Verfahren zur Herstellung von schaumstoffüberzogenen Formteilen, z. B. Kühlschrankgehäusen, und Maschine zur Durchführung des Verfahrens |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH509867A true CH509867A (de) | 1971-07-15 |
Family
ID=4377382
Family Applications (1)
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| CH1183768A CH509867A (de) | 1968-08-07 | 1968-08-07 | Verfahren zur Herstellung von schaumstoffüberzogenen Formteilen, z. B. Kühlschrankgehäusen, und Maschine zur Durchführung des Verfahrens |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH509867A (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2941086A1 (de) * | 1978-10-19 | 1980-04-24 | Faure Bertrand Ind | Sitzpolster, insbesondere fuer fahrzeugsitze, sowie verfahren und vorrichtung zu dessen herstellung |
| EP0370918A3 (en) * | 1988-11-25 | 1990-11-14 | Michel Paul Ghislain Gigon | Method for manufacturing articles by synthetic-concrete casting between two shells of which one is obtained by thermal shaping |
-
1968
- 1968-08-07 CH CH1183768A patent/CH509867A/de not_active IP Right Cessation
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2941086A1 (de) * | 1978-10-19 | 1980-04-24 | Faure Bertrand Ind | Sitzpolster, insbesondere fuer fahrzeugsitze, sowie verfahren und vorrichtung zu dessen herstellung |
| FR2439525A1 (fr) * | 1978-10-19 | 1980-05-16 | Faure Bertrand | Perfectionnements aux coussins de sieges et a leurs procedes et dispositifs de fabrication |
| EP0370918A3 (en) * | 1988-11-25 | 1990-11-14 | Michel Paul Ghislain Gigon | Method for manufacturing articles by synthetic-concrete casting between two shells of which one is obtained by thermal shaping |
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