Verfahren zur Herstellung von neuen heterocyclischen Carbonsäuren
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von neuen Verbindungen.
Heterocyclische Carbonsäuren der allgemeinen For mell,
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in welcher R eine niedere Alkylgruppe, X Sauerstoff oder Schwefel, Y1 und Y Wasserstoff oder Methylgruppen und Z, und Z. Wasserstoff, Halogen bis Atomnummer 35, eine niedere Alkyl- oder Alkoxygruppe bedeuten, sowie ihre Salze mit anorganischen oder organischen Basen sind bisher nicht bekannt geworden.
Wie nun gefunden wurde, besitzen die neuen Verbindungen wertvolle pharmakologische Eigenschaften neben einem hohem therapeutischen Index. Mit Hilfe von Standardtesten [vgl. E.G. Stenger et al., Schweiz. med. Wochenschr. 89, 1126 (1959)1 wurde nachgewiesen, dass sie diuretische und saluretische Wirkung aufweisen. Diese Eigenschaften kennzeichnen die neuen Verbindungen als geeignet zur Behandlung von Störungen, welche durch mangelhafte Aussscheidung von Elektrolyten, insbesondere von Natriumchlorid, bedingt sind. Solche Störungen sind die Ursache von Üdemen und Hypertonien. Eine von den neuen Verbindungen, die 2,3-Dihydro-5-(2-methylen -butyryl)-6-methyl-benzofuran-2-carbonsäure, erhöht am Hund bei einer Dosierung von 5 mg/kg p.o. die Harnausscheidung auf das ca.
Vierzigfache, die Aussscheidung der Natriumionen auf das ca. Siebzigfache und die Ausscheidung der Chloridionen auf das ca. Zweihundertfache.
In den heterocyclischen Carbonsäuren der allgemeinen Formel I nimmt Z1 die 4- oder 6-Stellung und Z die 6oder 7-Stellung ein. R, Z1 und Z bedeuten als niedere Alkylgruppen beispielsweise die Methyl-, Äthyl-, Propyl-, Isopropyl-, Butyl- oder die tert. Butylgruppe und Z1 sowie Z als niedere Alkoxygruppen beispielsweise die Methoxy-, Äthoxy-, Propoxy-, Isopropoxy-, Butoxy- oder die sek. Butoxygruppe.
Zur erfindungsgemässen Herstellung von Verbindungen der allgemeinen Formel I enthalogeniert man eine Verbindung der allgemeinen Formel II,
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in welcher R, X, Y1, Y,, Z1 und Z2 die unter Formel I angegebene Bedeutung haben, und Q ein Halogen bedeutet, und führt gewünschtenfalls das Reaktionsprodukt mit einer anorganischen oder organischen Base in ein Salz über.
Als Halogen ist Q vorzugsweise Chlor oder Brom.
Die Enthalogenierung kann mit Hilfe von Metallen, wie z.B. Kupfer, Magnesium, Aluminium, Eisen und insbe sondere mittels Zinkstaub vorgenommen werden. Da die Enthalogenierung im allgemeinen eine ausgeprägte exotherme Reaktion ist, wird sie vorteilhaft in einem Lösungs mittel durchgeführt. Verwendet man Zinkstaub als Dehalogenierungsmittel, so sind z.B. niedere Alkanole, wie
Methanol oder Äthanol, geeignete Lösungsmittel. Neben den metallischen Dehalogenierungsmitteln kommen auch nichtmetallische, z.B. Alkalimetalljodide, in Frage. Als Beispiele seien Natrium- oder Kaliumjodid genannt, die ebenfalls vorzugsweise in einem Lösungsmittel verwendet werden. Lösungsmittel, die sich eignen, sind beispielsweise niedere Alkanole, wie Methanol oder Äthanol, oder niedere Alkanone, wie Aceton oder Methyläthylketon.
Als Ausgangsstoffe der allgemeinen Formel II können beispielsweise solche Verbindungen verwendet werden, deren Gruppen Q, R, X, Y1-,Y2, Z1 und Z. mit den Gruppen übereinstimmen, die anschliessend an Formel I bzw. II aufgezählt sind. Solche Verbindungen erhält man z.B. ausgehend von Carbonsäuren der allgemeinen Formel III.
(III)
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in welcher X, Y1, Y, Zl und Z die unter Formel I angegebene Bedeutung haben, indem man diese Verbindungen z.B. nach Friedel-Crafts mit Hilfe von Aluminiumchlorid in Nitrobenzol mit Carbonsäurechloriden der allgemeinen Formel IIIa,
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in welcher R die unter Formel I angegebene Bedeutung hat und Q vorzugsweise Chlor oder Brom bedeutet, in 5 Stellung acyliert.
Verbindungen der allgemeinen Formel III sind in der Literatur beschrieben, z.B. die 2,3 -Dihydro-benzofuran-2- carbonsäure [ygl. R. Fittig und G. Ebert, Ann. Chem. 216 116 (1883)] und die 2,3-Dihydro-6-methoxy-benzofuran- -2-carbonsäure [vgl. W. Will und P. Beck, Chem. Ber. 19, 1783 (1886)]. Weitere Verbindungen dieser Reihe können z.B. ausgehend von substituierten 2-Allyl-phenolen wie folgt hergestellt werden: Man oxidiert die substituierten 2-Allylphenole mit Peressigsäure zu entsprechenden 2 (2,3-Fpoxypropyl)-plenolen und lagert diese durch Erhitzen in die entsprechenden 2,3-Dihydro-2-hydroxymethyl-benzofurane um welche man mit Kaliumpermanganat zu entsprechenden 2,3-Dihydro-benzofuran-2-carbonsäu- ren oxidiert.
Beispielsweise wird die 2,3-Dihydro-6-chlor -benzofuran-2-carbonsäure ausgehend vom 2-Allyl-5 -chlor-phenol über die Zwischenprodukte 2-(2,3-Epoxy -propyl)-5-chlor-phenol und 2,3-Dihydro-2-hydroxymethyl-6-chlor-benzofuran nach diesem Verfahren hergestellt. Ferner können auch Verbindungen der allgemeinen Formel III erhalten werden, wenn man gegebenenfalls substituierte Benzofuran-2-carbonsäuren z.B. mit Natriumamalgam zu entsprechenden 2,3-Dihydro-benzofuran-2-carbonsäuren reduziert. Beispielsweise wird die 2,3 -Dihydro-6-methyl-benzofuran-2-carbonsäure ausgehend von der 6-Methyl-benzofuran-2-carbonsäure [vgl. K. von Auwers, Ann. Chem. 408, 225 (1955)] nach diesem Verfahren hergestellt.
Die neuen Wirkstoffe oder die pharmazeutisch annehmbaren Salze derselben werden vorzugsweise peroral verabreicht. Zur Salzbildung können anorganische oder organische Basen, wie beispielsweise Alkali- oder Erdalkalimetallhydroxide, Carbonate oder Bicarbonate, Tri äthanolamin oder Cholin, verwendet werden. Die täglichen Dosen bewegen sich zwischen 50 und 1000 mg für erwachsene Patienten. Geeignete Doseneinheitsformen, wie Dragees, Tabletten, enthalten vorzugsweise 25-500 mg eines erfindungsgemässen Wirkstoffes, und zwar 20 bis 80% einer Verbindung der allgemeinen Formel I.
Die nachfolgenden Beispiele erläutern die Herstellung der neuen Verbindungen der allgemeinen Formel I und von bisher nicht beschriebenen Zwischenprodukten näher, stellen jedoch keineswegs die einzige Ausführungsform derselben dar. Die Temperaturen sind in Celsiusgraden angegeben.
Beispiel 1 a) 8,7 g 2,3-Dihydro-5-(2-beom-2-brommethyl-buty- ryl)-6-methyl-benzofuran-2-carbonsäure werden mit 20 g Kaliumjodid in 100 ml Äthanol 10 Minuten unter Rückfluss gekocht und abgekühlt. Nach dem Abkühlen wird das Gemisch mit wässriger Natriumthiosulfatlösung im Überschuss versetzt; dann mit Salzsäure angesäuert und mit Äther ausgeschüttelt. Die ätherische Lösung wird eingeengt und der Rückstand durch Säulenchromatographie gereinigt, wobei man die 2,3-Dihydro-5-(2-methylen-butyryl)-6-methyl-benzofuran-2-carbonsäure vom Smp. 100 1020 erhält.
Die Ausgangsverbindung wird wie folgt hergestellt: b) 35,0 g 6-Methyl-benzofuran-2-carbonsäure [vgl. K.
von Auwers, Ann. Chem. 408, 255 (1915)1 werden in 500 ml einer gesättigten, wässrigen Natriumhydrogencarbonatlösung gelöst und die Lösung im Eisbad auf 5 abgekühlt. Man gibt 500 g 5%ges Natriumamalgam zu, entfernt das Reaktionsgemisch nach 2 Stunden aus dem Eisbad und lässt es 24 Stunden bei 200 stehen. Anschliessend wird die Lösung vom Quecksilber getrennt, filtriert und das Filtrat mit konz. Salzsäure auf pH 1 eingestellt. Der ausgefallene Niederschlag wird abfiltriert, mit 300 ml Wasser gewaschen und getrocknet. Die erhaltene 2,3-Dihydro-6-methyl-benzofuran-2-carbonsäure schmilzt bei 1570 und nach Umkristallisieren aus Methanol-Wasser bei 15wo.
c) 25,2 g der nach b) erhaltenen Carbonsäure werden mit 135 ml Nitrobenzol aufgeschlämmt und innerhalb 30 Minuten unter Rühren und Kühlen mit 69,5 g Aluminiumchlorid portionenweise versetzt, so dass die Temperatur nicht über 100 steigt. Bei der gleichen Temperatur tropft man innerhalb 30 Minuten 59 g 2-Brom-2-brom- methyl-butyrylchlorid zu. Dann wird das Reaktionsgemisch 5 Stunden im Eisbad weitergerührt, 16 Stunden bei Raumtemperatur stehengelassen, noch eine Stunde auf 400 erwärmt und auf 500 g Eis gegossen. Man fügt zur erhaltenen Suspension 50 ml konz. Salzsäure. Nachdem sich der AluminiumchloridkomDlex zersetzt hat, wird das Reaktionsgemisch dreimal mit je 15û ml Äther extrahiert.
Man trocknet den Ätherextrakt über Natriumsulfat, dampft ihn ein und kristallisiert den Rückstand aus Cyclohexan-Essigsäureäthylester, wonach die 2,3-Dihydro-5 -(2-brom-2-brommethyl-butyryl)- 6-methyl-benzofuran-2 -carbonsäure bei 1570 schmilzt.
Beispiel 2
10,0 g 2,3-Dihydro-5-(2- brom-2-brommethyl-butyryl)- -6-methyl-benzofuran-2-carbonsäure werden mit 3 g Zink staub in 100 ml Äthanol eine Stunde unter Rückfluss gekocht; dann wird die Lösung filtriert und eingeengt. Die 2,3-Dihydro-5-(2-methylen butyryl)- 6-methyl-benzofuran -2-carbonsäure vom Smp. 100-102 wird durch Säulenchromatographie gereinigt.
Beispiel 3 a) Analog Beispiel la) erhält man aus 5,0 g roher 2,3 -Dihydro-5-(2-brom-2-brommethyl -3 -methyl - butyryl)-6 -methyl-benzofuran-2-carbonsäure und 10 g Kaliumjodid in 50 ml Äthanol die 2,3-Dihydro-5-(2-methylen-3-methyl- -butyryl)-6-methyl-benzofuran-2-carbonsäure vom Smp.
115-1160 (aus Essigsäureäthylester).
Die Ausgangsverbindung wird wie folgt hergestellt: b) Analog Beispiel lc) werden 4,0 g 2,3-Dihydro-6 -methyl-benzofuran-2-carbonsäure in 20 ml Nitrobenzol in Gegenwart von 14 g Aluminiumchlorid mit 10 g 2 -Brom-2-brommethyl -3 -methyl-butyrylchlorid acyliert.
Die entstandene 2,3-Dihydro-5-(2-brom-2-brommethyl-3 -methyl-butyryl)-6-methyl-benzofuran-2-carbonsäure wird als Rohprodukt weiterverarbeitet.
Beispiel 4 a) Analog Beispiel 2 erhält man aus l 110 g roher 2,3- -Dihydro-5-(2-brom-2-brommethyl-propionyl) -6,7- dime- thyl-benzofuran-2-carbonsäure mit 3 gZinkstaub in 100 ml Äthanol die 2,3 -Dihydro-5-(2-methylen-propionyl)-6,7-di- methyl-benzofuran-2-carbonsäure vom Smp. 1180 (aus Toluol-Heptan).
Die Ausgangsverbindung wird wie folgt hergestellt: b) 45,0 g 2,3-Dimethyl-phenol und 50,0 g Äpfelsäure werden pulverisiert und gut vermischt; das Gemisch wird mit 100 ml konz. Schwefelsäure versetzt und unter Rühren langsam erwärmt, so dass die Reaktionstemperatur nach 30 Minuten 1300 beträgt. Man hält die Lösung weitere 30 Minuten bei dieser Temperatur, giesst sie dann auf 1 kg Eis und rührt die entstandene Suspension 30 Minuten. Die ausgefallenen Kristalle werden abgenutscht und aus Äthanol umkristallisiert. Man erhält 7,8-Dimethyl-cumarin vom Smp. 128-1300; Ausbeute 36,3 g, 56% der Theorie.
c) 34,8 g des unter b) erhaltenen Cumarins werden in 60 ml Chloroform gelöst. Man tropft zu dieser Lösung unter Rühren und gelegentlichem Kühlen mit Eis eine Lösung von 32,5 g Brom in 20 ml Chloroform so zu, dass die Reaktionstemperatur 20-25 beträgt. Das Gemisch wird weitere 20 Minuten bei Raumtemperatur gerührt und anschliessend im Vakuum das Chloroform vollständig abgedampft. Man fügt den Rückstand portionenweise zu einer Mischung von 90,0 g Kaliumhydroxid mit 300 ml Äthanol und hält die Reaktionstemperatur durch Eiskühlung zwischen 30 und 40 . Das Gemisch wird anschliessend 30 Minuten bei 400 und 30 Minuten bei 800 gerührt und dann auf 2 Liter Eiswasser gegossen. Die wässrige, alkalische Lösung wird zweimal mit je 400 ml Äther gewaschen und mit konz. Salzsäure auf pH 2-3 gestellt.
Man rührt die erhaltene Suspension eine halbe Stunde bei Raumtemperatur. Die ausgefallenen Kristalle werden abgenutscht und aus Äthanol umkristallisiert. Man erhält die 6,7-Dimethyl-benzofuran-2-carbonsäure vom Smp.
237-2390.
d) Analog Beispiel lb) werden 38 g der nach c) erhaltenen Carbonsäure mit 500 g 5%igem Natriumamalgam zu 34 g 2,3-Dihydro-6,7-dimethyl-benzofuran-2-carbon säure vom Smp. 1820 (aus Äthanol) reduziert; Ausbeute 89%d.Th.
e) 8,0 g der nach d) erhaltenen Carbonsäure acyliert man analog Beispiel lc) mit 16 g 2-Brom-2-brommethyl -propionylchlorid in Gegenwart von 30 g Aluminiumchlorid und 40 ml Nitrobenzol zu roher 2,3-Dihydro-5-(2 -brom-2 - brommethyl-propionyl) - 6,7-dimethyl - benzofuran-2-carbonsäure.
Beispiel 5 a) Analog Beispiel la) erhält man aus 5,0 g roher 2,3 -Dihydro-5-(2- brom-2-brommethyl-butyryl)-6,7-dimethyl -benzofuran-2-carbonsäure und 10 g Kaliumjodid in 50 ml Äthanol die 2,3-Dihydro-5-(2-methylen-butyryl)-6,7 -dimethyl-benzofuran-2-carbonsäure vom Smp. 102-104 (aus Tetrachlorkohlenstoff).
Die Ausgangsverbindung wird wie folgt hergestellt: b) Analog Beispiel lc) werden 4,9 g 2,3-Dihydro-6,7 -dimethyl-benzofuran-2-carbonsäure in 20 ml Nitrobenzol in Gegenwart von 15 g Aluminiumchlorid mit 8 g 2 -Brom-2-brommethyl-butyrylchlorid acyliert. Die entstandene 2,3-Dihydro-5-(2-brom-2-brommethyl-butyryl)-6,7- -dimethyl-benzofuran-2-carbonsäure wird als Rohprodukt verwendet.
Beispiel 6
Aus 5,3 g 7,3-Dihydro-5-(2-brom-2-brommethyl-buty- ryl)-6,7-dimethyl-benzofuran-2-carbonsäure und 1,6 g Zinkstaub in 50 ml Äthanol erhält man analog Beispiel 2 2,3-Dihydro-5-(2-methylen-butyryl)- 6,7- dimethyl-benzofuran-2-carbonsäure vom Smp. 102-1040 (aus Äthanol).
Beispiel 7 a) Analog Beispiel la) erhält man aus 5,2 g roher 2,3 -Dihydro-5-(2-brom-2-brommethyl-butyryl)-6-chlor-7-me- thyl-benzofuran-2-carbonsäure und 10 g Kaliumjodid in 50 ml Äthanol die 2,3 -Dihydro-5-(2-methylen-butyryl)-6- -chlor-7-methyl-benzofuran-2-carbonsäure vom Smp. 1521530.
Die Ausgangsverbindung wird wie folgt hergestellt: b) 30,0 g 2-Methyl-3-chlor-phenol [vgl. F. Ullmann und L. Panchaud, A. 350, 108 (1906)], 28,6 g Äpfelsäure und 57 ml konz. Schwefelsäure werden unter Rühren auf 90-1000 erhitzt, bis keine Kohlenoxidentwicklung mehr festgestellt werden kann. Dann giesst man das Reaktionsgemisch auf Eis und extrahiert das Rohprodukt mit Äther.
Die ätherische Lösung wird eingedampft und der Rückstand aus Äthanol umkristallisiert. Man erhält 7-Chlor-8 -methyl-cumarin vom Smp. 1430.
c) 17,2 g des nach b) hergestellten Cumarins werden in 35 ml Chloroform suspendiert. Zu dieser Suspension tropft man unter Rühren innerhalb 20 Minuten bei 250 4,7 ml Brom in 10 ml Chloroform. Man rührt das Reaktionsgemisch 30 Minuten weiter u. dampft es im Vakuum ein. Das zurückbleibende öl wird unter Rühren zu einer Lösung von 39,5 g Kaliumhydroxid in 120 ml Äthanol zugetropft, so dass die Temperatur nicht über 400 ansteigt. Man rührt noch 30 Minuten bei 250 und 30 Minuten bei 800. Dann giesst man die Suspension auf Eis. Die erhaltene Lösung wird mit 4-n. Schwefelsäure auf pH 7 eingestellt, mit Äther gewaschen und mit konz. Salzsäure bis zur kongosauren Reaktion versetzt. Man extrahiert die ausgefallene, rohe Carbonsäure mit Äther, trocknet die Ätherlösung über Natriumsulfat und dampft sie ein.
Man kristallisiert den Rückstand aus Cyclohexan-Essigsäureäthylester, wonach die 6- Chlor-7-methyl-benzofu- ran-2-carbonsäure bei 2250 schmilzt.
d) Analog Beispiel lb) werden 41,5 g der nach c) erhaltenen Carbonsäure mit 500 g 5%igem Natriumamal gam zu 39,6 g 2,3-Dihydro-6-chlor-7-methyl-benzofuran- -2-carbonsäure vom Smp. 1330 (aus Cyclohexan-Essigsäureäthylester) reduziert.
e) 4,3 g der nach d) erhaltenen Carbonsäure acyliert man analog Beispiel lc) mit 8,3 g 2-Brom-2-brommethyl -butyrylchlorid in 20 ml Nitrobenzol in Gegenwart von
14 g Aluminiumchlorid zu roher 2,3-Dihydro-5-(2-brom -2-brommethyl-butyryl)-6-chlor-7-methyl - benzofuran -2- -.arbonsäure.
Beispiel 8 as Analog Beispiel 2 erhält man aus 5,3 g roher 2,3 DihVdro-5-(t'-brom-2-brommethyl-butyryl)-6-chlor-benzo- furan-2-carbonsäure mit 1,6 g Zinkstaub in 50 ml Methanol die 2,3-Dihydro-5-(2-methylen-butyryl)-6-chlor-benzofu- ran-2-carbonsäure vom Smp. 1100 (aus Benzol).
Die Ausgangsverbindung wird wie folgt hergestellt: bX Ein Gemisch von 112 g 2-Allyl-5-chlor-phenol und 2-Allyl-3-chlor-phenol [vgl. D.S. Tarbell und J.W. Willson. J. Am. Chem. Soc. 64, 1066 (1942)] wird innerhalb 30 Minuten unter Rühren zu einem sorgfältig gekühlten Gemisch von 6,5 g wasserfreiem Natriumacetat und 160 g Q'7ciger Peressigsäure zugefügt. Die Reaktionstemperatur darf 24 Stunden 15-200 nicht übersteigen.
Dann versetzt man das Reaktiongemisch mit einer gesättigten wäss zeigen Natriumhydrogencarbonatlösung und mit Äther, wäscht die ätherische Phase mit verdünnter Natriumhy drogencarbonatlösl2ng, mit Wasser und dann mit Eisen (II)-sulfatlösung. damit die überschüssige Peressigsäure reduziert wird. (Die überschüssige Persäure weist man mit Kaliumjodid in Wasser nach). Die ätherische Lösung wird dann über Natriumsulfat getrocknet und eingedampft.
Das erhaltene, rohe Gemisch von 3-Chlor- und 5-Chlor -(23-epoxy-propyl)-phenol erhitzt man 20 Minuten auf 100, wonach man ein Gemisch von 4-Chlor- u. 6-Chlor -2-hydroxymethyl-benzofuran erhält, das bei 95-1150/ 0,02 Torr siedet. Das Gemisch wird mit Elutionschroma ographie über Silicagel getrennt. Als Elutionsmittel verwendet man Essigsäureäthylester-Benzol (3 100).
c) 15,0 g 2,3-Dihydro-2-hydroxymethyl-6-chlorbenzofuran werden in 120 ml 4-n. Natronlauge durch kräftiges Schütteln aufgeschlämmt und auf 50 abgekühlt. Dann fügt man auf einmal eine Lösung von 72 g Kaliumpermanganat in 1,3 Liter Wasser zur Suspension und schüttelt sie energisch unter Kühlen, so dass die Temperatur nicht über 250 steigt. Nachdem das Reaktionsgemisch entfärbt ist, filtriert man vom Mangandioxid ab und wäscht dieses mit 300 ml heissem Wasser nach. Die abgekühlte Lösung wird mit konz. Salzsäure auf pII 1 gestellt und dann dreimal mit je 500 ml Äther extrahiert. Man trocknet die Ätherlösung über Natriumsulfat und dampft sie ein. Der Rückstand wird aus Benzol umkristallisiert, wonach die 2,3-Dihydro-6-chlor-benzofuran-2-carbonsäure bei 1630 schmilzt.
d) 4,0 g der nach c) erhaltenen Carbonsäure acyliert man analog Beispiel lc) mit 8 g 2-brommethyl-butyrylchlorid in Gegenwart von 14 g Aluminiumchlorid in 20 ml Nitrobenzol zu roher 2,3-Dihydro-5-(2-brom-2-bromme thyl-butyryl)-6-chlor-benzofuran-2-carbonsäure.
Beispiel 9 a) Aus 5,3 g roher 2,3-Dihydro-5-(2-brom-2-bromme- thyl-valeryl)-6,7-dimethyl-benzofuran - 2-carbonsäure erhält man analog Beispiel la) mit 10,5 g Kaliumjodid in 50 ml Äthanol die 2,3-Dihydro-5-(2-methylen-valeryl)-6,7- -dimethyl-benzofuran-2-carbonsäure vom Smp. 820.
Das Ausgangsprodukt wird wie folgt hergestellt: b) 4,9 g 2,3-Dihydro-6,7-dimethyl-benzofuran-2-car- bonsäure werden analog Beispiel lc) mit 8,5 g 2-Brom-2brommethyl-valerylchlorid in 20 ml Nitrobenzol in Gegenwart von 15 g Aluminiumchlorid acyliert.
Beispiel 10
In analoger Weise wie Beispiel la) werden noch folgende Verbindungen hergestellt:
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R X Z1 Z2 Y1 Y2 Smp. Kristallisiert aus CR3- O H CR3- H H 124 Benzol (6) CHo,CHCH O H CR3- H H 75 Heptan (6) CH?.CH2- O H CR3- CR3- H Amorph (6) CR,CR2- H F- H H 113 Cyclohexan/Benzol (6) CH?CH2- O H CH3CH2- H H 100-101 Cyclohexan/Benzol (6) CH.;
;(CH213- H CH3- H H 79- 80 Heptan (6) CH3CH2- S Cl- H H H 155 Nitromethan (4) CH3CH2- S CR3- H H H 105 Essigester (6) CH3CH2- S -OCH2CH3 H H H 118 Nitromethan (6) CH3(CH2)5- O CR3- H H H 72 Hexan (6)