Brennkraft-Bolzensetzer Die Erfindung bezieht sich auf einen Brennkraft- Bolzensetzer, gekennzeichnet durch ein Gehäuse, eine am Gehäuse befestigte Laufanordnung, eine in der Lauf anordnung zwischen einer Feuerstellung und einer ab gefeuerten Stellung hin und her beweglich angebrachte Kolbenanordnung, eine Patronenaufnahmekammer und einen Schlagbolzen, wobei beim Abfeuern des Werk zeugs entweder die Kammer oder der Schlagbolzen mit der Kolbenanordnung beweglich und der andere Teil gegenüber dem Gehäuse ortsfest ist, eine Mün dungsbuchsenanordnung, die mit der Laufanordnung be triebsmässig verbunden ist und sich von ihr nach vorn erstreckt, einer Einrichtung, mittels der die Mündungs buchsenanordnung gegenüber der Laufanordnung axial beweglich angebracht ist, einen Anschlag,
mit dem die Mündungsbuchsenanordnung in Eingriff steht, um die Vorwärtsbewegung derselben zu begrenzen, eine Ein richtung, die die Mündungsbuchsenanordnung nach vorn in Eingriff mit dem Anschlag presst, wobei die Kolbenanordnung einen treibenden Teil aufweist, der sich in die Bohrung der Mündungsbuchse erstreckt, und durch eine Einrichtung zum Einstellen der Ent fernung, um die sich die Mündungsbuchsenanordnung aus der Laufanordnung erstreckt, wenn sie mit dem Anschlag in Eingriff steht.
Dieser Bolzensetzer ist besonders geeignet zur Ver wendung einer hülsenlosen Treibladung aus Schiesspul ver.
Beim Konstruieren von Werkzeugen zur Verwen dung hülsenloser Kugeln ergeben sich verschiedene Probleme, die normalerweise bei Werkzeugen mit Standardmunition, die eine Metallhülse aufweist, nicht auftreten. Das Vorhandensein dieser Hülse dient als Dichtung, da sich beim Feuern der Patrone die Hülse in abdichtenden Eingriff mit der Patronenaufnahme kammer und der Ladefläche ausdehnt. Wenn die Hülse weggelassen ist, ergibt sich das ernste Problem der Gas- undichtheit. Darüber hinaus muss das Werkzeug so konstruiert sein, dass die hülsenlose Kugel genügend Kraft vom Schlagbolzen erhält, um die hülsenlose Mu- nition derartig richtig zu zünden, dass sie vollständig verbraucht wird.
Auch bleiben vom praktischen Stand punkt Schmutz- und Restbestände nach dem Feuern einer hülsenlosen Treibladung zurück. Dadurch kann ein Problem entstehen durch die Hemmung verschiede ner beweglicher Teile.
Abgesehen von der durch die Verwendung hülsen loser Munition entstandenen Schwierigkeit müssen Werkzeuge der hier beschriebenen allgemeinen Bauart auch so konstruiert sein, dass kein zufälliges oder un sachgemässes Feuern geschehen kann. Ausserdem er fordern Werkzeuge, in denen ein Kolben zum Eintreiben eines Befestigungsteils verwendet ist, eine Einstellein richtung, um den Kraftpegel nicht nur durch Verände rung zu stärkerer oder schwächerer Pulverladung ein stellen zu können.
Eine Aufgabe der Erfindung ist es, ein Werkzeug zu schaffen, in dem hülsenlose Munition verwendet wer den kann. Insbesondere ist es eine Aufgabe der Er findung, ein Werkzeug mit einer Ladefläche zu schaf fen, die so konstruiert ist, dass im Werkzeug hülsenlose Munition verwendet werden kann, ohne dass sich über mässig starker Gasaustritt ergibt.
Noch ein Ziel der Erfindung ist es, ein Werkzeug zu schaffen, in dem hülsenlose Munition verwendet wer den kann, und welches sich selbst reinigt, so dass be wegliche Teile des Werkzeugs nicht verstopfen und dadurch gehemmt werden können.
Eine weitere Aufgabe der Erfindung liegt in der Schaffung eines pulverbetätigten Werkzeugs der Kol benbauart, dessen Kolben so konstruiert ist, dass unter schiedliche Kolben wirtschaftlich hergestellt und gegen den Kolben im Werkzeug ausgetauscht werden können, um verschiedene Kraftpegel zu schaffen.
Aufgabe der Erfindung ist auch die Schaffung eines pulverbetätigten Werkzeugs mit verbesserten Sicher heitseigenschaften, durch die das Feuern des Werkzeugs verhindert wird, wenn es nicht richtig in seiner Lage an der Werkstückoberfläche gehalten und die Bedienungs person zum Abfeuern bereit ist. Eine weitere Aufgabe der Erfindung liegt in der Schaffung einer Kolbenanordnung zur Verwendung in einem pulverbetätigten Werkzeug der Kolbenbauart, die so konstruiert ist, dass die Bedienungsperson den Kraft pegel des Werkzeugs ohne weiteres und verhältnis mässig schnell ändern kann.
Aufgabe der Erfindung ist es ausserdem noch, ein Werkzeug zu schaffen, in dem die Mündungsbuchse einstellbar ist, um Befestigungsteile unterschiedlicher Länge aufzunehmen.
Die Erfindung und vorteilhafte Einzelheiten der Erfindung werden im folgenden anhand von Zeichnun gen eines bevorzugten Ausführungsbeispiels näher er läutert.
Fig. 1 zeigt einen vertikalen Längsschnitt durch das bevorzugte Ausführungsbeispiel eines Werkzeugs ge mäss der Erfindung.
Fig. 2 zeigt einen horizontalen Teilschnitt des rück wärtigen Teils des Werkzeugs.
Fig. 3 zeigt eine Draufsicht und auf den rückwär tigen Teil des Werkzeugs.
Fig. 4 zeigt eine Seitenteilansicht des rückwärtigen Teils des Werkzeugs.
Fig. 5 ist eine Ansicht ähnlich Fig. 2, zeigt jedoch die Bauteile des Werkzeugs in Ladestellung.
Fig. 6 ist eine Draufsicht auf den Handgriff in der Stellung, bei der die Bauteile des Werkzeugs gemäss Fig. 5 angeordnet sind.
Fig. 7 ist eine Ansicht ähnlich Fig. 2, zeigt jedoch die Bauteile des Werkzeugs in Sicherheitsstellung.
Fig. 8 ist eine Draufsicht und zeigt den Handgriff in der Stellung, bei der die Bauteile des Werkzeugs sich in der in Fig. 7 dargestellten Lage befindet.
Fig. 9 ist eine Ansicht ähnlich Fig. 2, zeigt jedoch ein anderes Ausführungsbeispiel der Schlagbolzenanord nung.
Wie besonders Fig. 1 zeigt, umfasst das bevorzugte Ausführungsbeispiel des erfindungsgemässen Werkzeugs allgemein ein Gehäuse 2, eine am Gehäuse 2 befestigte Laufanordnung 4, eine Mündungsbuchsenanordnung 6, die so verbunden ist, dass sie zur relativen Bewegung gegenüber der Laufanordnung 4 betätigbar ist, sowie eine Kolbenanordnung 8, die in der Laufanordnung zur relativen Bewegung gegenüber derselben angebracht ist.
Das Gehäuse 2 hat ein blockähnliches Gehäuseteil 10, welches aus zweckmässigem Werkstoff, wie Stahl oder anderen Metallen gearbeitet ist. Das vordere Ende des Gehäuseteils 10 ist mit einer Ansenkung 12 mit Innengewinde versehen, deren Achse sich in Richtung der Achse des Werkzeugs erstreckt. Eine zweite An senkung 14 ist im Gehäuseteil 10 so vorgesehen, dass sich ihre Achse in Richtung senkrecht zur Achse des Werkzeugs erstreckt. Die Ansenkung 14 erstreckt sich ein Stück weit durch das Gehäuseteil 10 bis zu einer Schulter 16. Eine verengte Bohrung 18 erstreckt sich durch das restliche Stück des Gehäuseteils 10.
Die äusserste Fläche der Ansenkung 14 befindet sich im Abstand vom Boden der Ansenkung 12, so dass eine Ladefläche 20 gebildet ist, die mit einer Öffnung 22 versehen ist, deren Achse mit der Achse des Werkzeugs zusammenfällt. Aus Orientierungsgründen wird nach folgend von einer Stellung des Werkzeugs ausgegangen, bei der die Hauptlängsachse des Werkzeugs. in einer horizontalen Ebene und die Achsen der Ansenkung 14 und der Bohrung 18 in einer senkrechten Ebene liegen. Es ist natürlich klar, dass das Werkzeug auch so ver wendet werden kann, dass sich seine Längsachse in einer senkrechten oder geneigten Ebene je nach dem Winkel des Werkstücks erstreckt.
Eine Patronenaufnahmetrommel 24 ist innerhalb der Ansenkung 14 und der verengten Bohrung 18 im Gehäuseteil 10 drehbar gelagert. Die Trommel 24 ist mit einer ersten, zylindrischen Aussenfläche 26, die in engem, jedoch drehbaren Eingriff mit der Oberfläche der Ansenkung 14 steht, mit einer unteren Schulter 28, die mit der von der Ansenkung 14 gebildeten Schulter 16 in Eingriff steht und mit einem eingezogenen zylin drischen Teil 30 versehen, dessen Aussenfläche in Ein griff mit der Oberfläche der Bohrung 18 steht. Das Ende des Teils 30 erstreckt sich über die Aussenkante des Gehäuses 2 hinaus.
Die obere Fläche 32 der Trommel 24 ist eben. Ein Stopfen 34 mit ebener Unterseite 36 und einem Aussen gewinde, welches mit dem Innengewinde im oberen Teil der Ansenkung 14 in Eingriff steht, steht mit seiner Unterseite 36 in Berührung mit der Oberseite 32 der Trommel 24, um die Trommel 24 zwischen dem Stopfen 34 und der von der Ansenkung 14 gebildeten Schulter 16 zu halten und dadurch eine seitliche Bewe gung zu verhindern. Die zylindrische Oberfläche 26 der Trommel 24 ist mit einer Patronenaufnahmekammer 38 versehen, deren Tiefe so bemessen ist, dass sie eine Kugel hülsenloser Munition ganz aufnehmen kann. Wenn sich das Werkzeug in Feuerstellung befindet, wie in Fig. 1 gezeigt, ist die Patronenaufnahmekammer 38 mit der Öffnung 22 in der Ladefläche 20 ausgerichtet.
Wenn sich das Werkzeug in Ladestellung befindet, wie Fig. 5 zeigt, steht die Patronenaufnahmekammer 38 in Verbindung mit einer Ladeöffnung 40, in der hinteren Fläche des Gehäuses 2. Vorzugsweise hat die Ladeöffnung 40 einen trichterförmigen äusseren Be reich 42 und eine zylindrische Bohrung 44, um das Laden einer hülsenlosen Kugel zu erleichtern.
Je zwei sich senkrecht erstreckende Nuten 46 sind über die gesamte Länge der Zylinderaussenfläche 26 der Trommel 24 zu beiden Seiten der Patronenauf- nahmekammer 38 vorgesehen. Die Nuten 46 erzeugen eine Turbulenz, falls ein Teil der durch die Verpuffung der Patrone erzeugten Gase um die Fläche 26 der Trommel 24 herum entweichen sollte und tragen zum Abdichten gegen weiteren Gasaustritt bei. Wenn die Trommel 24 um ihre Achse aus der Feuerstellung in die Ladestellung gedreht wird, wischen ferner die Kanten dieser Nuten 46 die Wand der Ansenkung 14 ab, um das Ansammeln von Restbeständen zu verhindern. Um ferner ein Entweichen zu verhindern, ist eine Ringnut 48 im Teil 30 der Trommel vorgesehen.
Das Ende des Teils 30 der Trommel 24 ist eingezogen und bildet eine Schulter 50. Ein Handgriff 52 mit einem ebenen Teil 54, in dem sich eine Öffnung 56 befindet, ist auf dem Ende des Teils 30 der Trommel 24 so angebracht, dass sich der eingezogene Teil desselben durch die Öffnung 56 erstreckt und dass die die Öffnung 56 un mittelbar umgebende Innenfläche des ebenen Teils 54 an der Schulter 50 anliegt. Der Handgriff 52 kann an der Trommel 24 auf beliebige zweckmässige Weise, bei spielsweise durch Schweissen oder dergleichen befestigt sein.
Der Handgriff 52 hat einen Griffteil 58, der sich entlang der Seite des Werkzeugs erstreckt und in Rich tung der Achse des Werkzeugs längsgestreckt ist. Der Griff 58 ist mit dem ebenen Teil 54 über ein Zwischen teil 60 verbunden, welches im rechten Winkel um die Ecke des Gehäuseteils 10 gebogen ist. Ein Teil eures Endes des Griffs 58 ist zum Gehäuse 2 hin nach innen gestanzt um einen Anschlag 62 zu bilden. Wenn sich das Werkzeug in Feuerstellung befindet, ist der An schlag 62 in einer Vertiefung 64 in der Seite des Ge häuses 2 aufgenommen, so dass die Innenkanten des Griffs 58 und des Handgriffs 52 flach an der Seite des Werkzeugs anliegen können.
Ein Teil des ebenen Teils 54 des Handgriffs 52 ist nach innen zum Gehäuse 2 abgeschert und bildet eine Anschlagsfläche 66 für eine Feder. Eine in Fig. 3 in gestrichelten Linien gezeigte Feder 68 ist im Raum zwischen dem Handgriff 52 und dem Gehäuse 2 an gebracht und liegt mit einem Ende 70 an der vom Griff 58 des Handgriffs 52 abgewandten Oberfläche der Anschlagsfläche 66 an, ist zweimal um die Achse der Trommel 24 gewickelt und am anderen Ende 72 nach innen zum Gehäuse 2 gebogen und in einem Hohlraum darin aufgenommen, um eine Bewegung zu verhindern.
Die- Feder ist derartig gewunden und aus entspre chendem Werkstoff hergestellt, dass sie bestrebt ist, den Griff 58 aus seiner Lage, bei der die Innenkanten des Griffs 58 glatt am Werkzeug liegen und die Patronen kammer 38 mit der Öffnung 22 in der Ladefläche 20 fluchtet, zu einem Punkt zu bewegen, bei dem der gesamte Handgriff, in Fig. 3 und 8 gesehen, im Uhr zeigersinn zwischen 25 und 35 gedreht ist.
Ein Abstandsstück 74 ist in einer Ansenkung 76 in der Aussenfläche des Gehäuseteils 10 angebracht und zwischen dem Boden dieser Ansenkung 76 und der Innenseite des flachen Teils 54 des Handgriffs 52 angeordnet. Das Abstandsstück 74 verhindert, dass die Feder am Teil 30 der Trommel 24 hängen bleibt, wenn der Handgriff 52 in Feuerstellung bewegt wird.
Die Laufanordnung 4 hat einen Lauf 78, dessen rückwärtiges Ende mit einem Aussengewinde versehen und innerhalb der Ansenkung 12 im Gehäuse 2 durch Einschrauben befestigt ist. Die Hauptzylinderbohrung 80 des Laufs 78 ist im allgemeinen zylindrisch und er streckt sich vom vorderen Ende des Laufs bis zu einer abgeschrägten Schulter 82, die sich nach innen und hinten verjüngt, bis sie auf die engere zylindrische Bohrung 84 trifft, die sich zum rückwärtigen Ende des Laufs 78 erstreckt. Die Aussenfläche des Laufs 78 ist in der Nähe des vorderen Endes eingezogen und bildet eine Schulter 86. Unmittelbar hinter der Schulter 86 ist die Aussenfläche, wie bei 88 gezeigt, mit einem Aussen gewinde versehen und steht in Eingriff mit dem Innen gewinde 90 eine Kappe 92.
Die Kappe 92 hat eine im allgemeinen zylindrische Innenfläche 94 und am vor deren Ende einen nach innen weisenden Flansch 95, der eine innere Anschlagsschulter 96 bildet. Ein aus Gummi, Kunststoff oder einem anderen zweckmässigen Werkstoff hergestellter Griff 97 umgibt den Lauf 78 und erstreckt sich von der rückwärtigen Endfläche der Kappe 92 zur Stirnfläche des Gehäuseteils 10.
Die Mündungsbuchsenanordnung 6 hat eine mit Innengewinde versehene Mutter 98, die in der Kappe 92 angebracht ist. Diese Mutter 98 hat einen im all gemeinen zylindrischen vorderen Teil 99, eine zylin drische rückwärtige Fläche 100 und einen sich nach aussen erstreckenden Flansch 102 zwischen diesen Flä chen, der eine vordere Anschlagsfläche 104 und eine rückwärtige Anschlagsfläche 106 aufweist. Eine Mün dungsbuchsenfeder 108 steht unter Druck zwischen der Anschlagsfläche 106 der Mutter 98 und der Schulter 86 des Laufs 78 und presst die Mutter 98 nach vorn, so dass die Anschlagsfläche 104 mit der Anschlags- schulter 96 der Kappe 92 in Eingriff steht, wobei ein Teil des Vorderteils 99 der Mutter 98 vorne aus der Kappe 92 ragt.
Ein im allgemeinen zylindrisches, eine Bohrung aufweisendes Mündungsbuchsenteil 110 ist an seiner Aussenseite mit einem Gewinde 112 vom rück wärtigen Ende her im wesentlichen über die ganze Länge versehen. Die Mündungsbuchse 110 ist in die Mutter 98 eingeschraubt und längs der Achse des Werkzeugs gegenüber dem Lauf 78 verstellbar. Eine Stellschraube 114 oder ein anderes durch Reibungsein griff wirkendes Halteteil ist in der Mutter 98 vorge sehen, um die Mündungsbuchse in der gewünschten Lage festzulegen. Druch eine Öffnung 116 in der Kappe 92 ist die Stellschraube zugänglich. Eine Puffer platte 118 mit einer Bohrung 120, einer Ansenkung 122 und einer ebenen hinteren Fläche 123 hat Passsitz auf der Mündungsbuchse 110.
Der Aussendurchmesser dieser Pufferplatte 118 ist etwas kleiner als der Innen durchmesser der Bohrung 80 des Laufs 78.
Die Kolbenanordnung 8 hat einen Kolben 124 mit einem mit Gewinde versehenen Kopf 126 an seinem rückwärtigen Ende. Der Hauptteil des Kolbens 124 hat einen Aussendurchmesser, der im wesentlichen dem Innendurchmesser der Mündungsbuchse 110 entspricht. Mittels einer mit Innengewinde versehenen Ansenkung <B>130</B> in seinem vorderen Ende ist ein Kolbenkopf 128 auf den Kopf 126 des Kolbens 124 aufgeschraubt. Der Kolbenkopf 128 hat ausserdem eine verengte Bohrung 132, die sich von der Ansenkung durch das hintere Ende des Kolbenkopfes 128 erstreckt. Diese Bohrung 132 fluchtet axial mit der Öffnung 22 in der Lade fläche 20 und bildet zusammen mit der Ansenkung 130 eine Innenschulter 134 innerhalb des Kolbenkopfes 128.
Ausserdem weist der Kolbenkopf 128 einen kreisförmi gen Flansch 136, an einem Punkt in der Nähe seines vorderen Endes auf, der sich nach aussen erstreckt und dessen Durchmesser im wesentlichen dem Innendurch messer der Hauptbohrung 80 im Lauf 78 entspricht. Der Kolbenkopf 128 ist an einer Zwischenfläche bei 138 an seiner Aussenfläche eingezogen und hat ausser dem einen rückwärtigen Teil 140 mit grösserem Durch messer als der eingezogene Bereich 138. Der Durch messer des Teils 140 entspricht im wesentlichen dem Durchmesser der verengten Bohrung 84 im Lauf 78.
Ein Schlagbolzen 142 ist im Kolbenkopf 128 ange bracht und weist eine Stange 144 mit kleinerem Durch messer auf, die sich durch die verengte Bohrung im Kopf erstreckt, sowie einen Kopfteil 146, dessen vor dere Schulter 148 mit der Innenschulter 134 am Kol benkopf 128 in Eingriff steht. Eine Feder 150 umgibt den eingezogenen Bereich 138 des Kolbenkopfes 128 und erstreckt sich zwischen der Schulter 82 im Lauf 78 und der hinteren Fläche des Flansches 136, um die Kolbenanordnung 8 im Werkzeug etwas nach vorn zu pressen. Durch die Anordnung der Feder 150 wird verhindert, dass das Werkzeug in die Luft schiesst, da sie der Trägheit der Kolbenanordnung 8 entgegenwirkt, wenn sich das Werkzeug in Feuerstellung befindet und dabei mit einem geeigneten Instrument auf die rück wärtige Fläche des Gehäuseteils 10 geschlagen werden sollte.
Ein zylindrisches Pufferteil 152 ist vor dem mit Gewinde versehenen Kopf 126 mit Reibungssitz auf dem Kolben 124 angebracht. Das Pufferteil 152 kann aus einem beliebigen zweckmässigen Werkstoff, wie Ny lon, Polyurethan oder einem anderen Elastomer her gestellt sein. Das Pufferteil verhindert eine Beschädi- gung des Werkzeugs, falls der Kolben zu weit vor getrieben werden sollte. Wenn das geschieht, wird das Pufferteil 152 gegen die ebene rückwärtige Oberfläche 123 der Platte 118 getrieben, nimmt die überschüssige Energie auf und verhindert einen Metall-Metall-Kontakt der metallischen Teile der Kolbenanordnung 8 mit der Mündungsbuchsenanordnung 6.
Beim Zusammenbau der Kolbenanordnung 8 wird der Schlagbolzen 142 im Kolbenkopf 128 angebracht und daraufhin der Kolbenkopf 128 auf den mit Ge winde versehenen Kopf des Kolbens 124 aufgeschraubt, so dass der Kopf 146 des Schlagbolzens 142 sicher zwi schen der rückwärtigen Fläche des Kopfes 126 des Kolbens 124 und der Schulter 134 im Kolbenkopf 128 gehalten ist.
Aufgrund dieser Konstruktion kann jeder Hersteller dieses Werkzeugs mehrere verschiedene Kolbenanordnungen konstruieren, um bei gegebener Belastung verschiedene Grade an Kraft mit verhältnis mässig geringen Unkosten zu erzielen, da in allen Fäl len der gleiche Kolben und das gleiche Pufferteil ver wendet werden kann und nur die Länge des Schlagbol zens, die Länge des Kolbenkopfes oder beide geändert werden müssen, um eine Volumenänderung des Hohl raums 154 unmittelbar vor der Öffnung 22 zu erzielen, wenn der Schlagbolzen in seine hinterste Stellung be wegt worden ist und die Patrone zur Detonation ge bracht hat. Durch die Änderung des Volumens wird der Kraftpegel des Werkzeugs geändert. Je grösser das Anfangsvolumen des Hohlraums 154 desto niedriger ist der Kraftpegel und umgekehrt.
Bei dem in Fig. 9 gezeigten abgewandelten Aus führungsbeispiel können der Kolben bzw. der Kolben schaft 156, der Kolbenkopf<B>158</B> und der Schlagbolzen 160 als ein festes Stück hergestellt sein. Eine Kraftver stellung kann dann mittels mehrerer abnehmbarer Un terlagscheiben erreicht werden. Wie Fig. 9 zeigt, sind bei dem bevorzugten Ausführungsbeispiel zwei Unter legscheiben 162 und 164 vorgesehen, die jeweils eine Öffnung<B>166</B> haben, durch die sich der Schlagbolzen 160 erstreckt und deren Aussendurchmesser so bemes sen ist, dass sie mit der engeren Bohrung 84 des Laufs 78 in Gleiteingriff stehen. Bei dieser Anordnung kann die Bedienungsperson des Werkzeugs den Kraftpegel dadurch ändern, dass entweder seine oder beide Unter legscheiben 162 und 164 abgenommen werden.
Wenn beide Unterlegscheiben 162 und 164 auf dem Schlag bolzen angebracht sind, ist das Volumen des Hohlraums 168 unmittelbar vor der Öffnung 22, wenn der Schlag bolzen in seine hinterste Stellung bewegt worden ist und eine Patrone zur Detonation gebracht hat am klein sten. Das Werkzeug hat also in diesem Fall seinen höchsten Kraftpegel bei gegebener Ladung. Wenn eine Unterlegscheibe 164 abgenommen ist, ergibt sich ein Zwischenpegel für die Kraft, während bei Abnahme beider Unterlegscheiben 162 und 164 der Hohlraum 168 sein grösstes Volumen beim Feuern und damit den niedrigsten Kraftpegel hat.
Vor dem Feuern sollte die Bedienungsperson die Mündungsbuchse 110 für die jeweilige Länge des ein zutreibenden Befestigungsteils einstellen. Um das zu tun, wird der Handgriff 52 gedreht, um die Patronen kammer 38 aus ihrer Ausrichtung mit der Öffnung 22 und dem Schlagbolzen 142 zu bewegen. Daraufhin wird ein Befestigungsteil<B>170</B> in die Mündungsbuchse 110 eingesetzt und im Werkzeug nach hinten geschoben, bis es mit dem Kolben in Eingriff tritt.
Die Stell schraube 114 der Mutter 98 wird gelockert und dann die Mündungsbuchse 110 in der richtigen Richtung gegenüber der Mutter 98 gedreht, so dass die Stirn fläche der Mündungsbuchse 110 sich axial zu einem Punkt bewegt, an dem sie im wesentlichen mit der Spitze des Befestigungsteils 170 abshliesst. Daraufhin wird die Stellschraube 114 wieder angezogen, um eine relative Drehung zwischen der Mündungsbuchse 110 und der Mutter 98 zu verhindern.
Um das Werkzeug mit einer hülsenlosen Kugel oder einer anderen zweckmässigen Patrone zu laden, wird der Handgriff 52 in Fig. 6 gesehen im Uhrzeigersinn zur hinteren Seite des Werkzeugs gedreht, bis der Anschlag 62 an der rückwärtigen Fläche des Gehäuses 2 anliegt. Bei dieser Stellung fluchtet die Patronenaufnahmekam mer 38 mit der Ladeöffnung 40, so dass man die ent sprechende Patrone hineingleiten lassen kann. Der Handgriff 52 wird dann um 180 Grad in entgegen gesetzter Richtung gedreht, woraufhin die Bedienungs person den Griff 58 in Anlage an der Seite des Werk zeugs halten muss, wie Fig. 2 und 3 zeigen.
Wenn der Handgriff sich in dieser Stellung befindet, fluchtet die Patronenkammer mit der Öffnung 22 und dem Schlag bolzen 142, und das Werkzeug ist zum Feuern betriebs fertig.
Eine besonderes Merkmal dieses Werkzeugs liegt darin, dass es auf zweierlei verschiedene Weise gefeuert werden kann. Wenn die genaue Lage des Befestigungs teils im Werkstück nicht entscheidend ist, braucht die Bedienungsperson nur das vordere Ende der Mündungs buchse 110 gegen das Werkstück zu schlagen. Dabei bewegen sich die Laufanordnung 4 und die Gehäuse anordnung 2 gegenüber der Mündungsbuchsenanord nung 6 und der Kolbenanordnung 8 nach vorn und verursachen, dass die Patrone in der Patronenaufnahme kammer 38 auf das hintere Ende des Schlagbolzens 142 auftrifft, was zur Verpuffung der Patrone führt. Die durch die Verpuffung der Patrone erzeugten Gase trei ben den Kolben 124 vorwärts, wodurch wiederum das Befestigungsteil 170 in das Werkstück eingetrieben wird.
Wenn die genaue Anbringung des Befestigungsteils wichtig ist, kann die Bedienungsperson zunächst das vordere Ende der Mündungsbuchse 110 an der richti gen Stelle anordnen und dann mit einem zweckmässigen Gerät, beispielsweise einem Hammer oder dergleichen auf die hintere Fläche des Gehäuseteils 10 schlagen, worauf sich die Gehäuseanordnung 2 und die Lauf anordnung 4 gegenüber der Mündungsbuchsenanord nung 6 und der Kolbenanordnung 8 vorwärts bewegen und die Patrone in der Patronenkammer 38 in der oben beschriebenen Weise verpuffen lassen.
Durch die Anordnung der Feder 68 wird der Hand griff 52, wenn die Bedienungsperson den Griff 58 nicht erfasst und am Werkzeug hält, im Uhrzeigersinn aus der in Fig. 3 gezeigten Lage in die in Fig. 8 gezeigte Lage gedreht. Dies wiederum bewirkt, dass die Trommel 24 gedreht wird, so dass die Patronenaufnahmekammer 38 aus ihrer Fluchtung mit dem Schlagbolzen 142 be wegt wird, so dass die Patrone nicht verpufft, selbst wenn das Werkzeug an der Werkstücksoberfläche ange ordnet und mit einem zweckmässigen Gerät auf die rückwärtige Fläche des Gehäuses geschlagen wird. Dies bildet also ein Sicherheitsmerkmal.