CH512551A - Verwendung von pulverförmigen Äthylenpolymerisaten als Trennmittel - Google Patents
Verwendung von pulverförmigen Äthylenpolymerisaten als TrennmittelInfo
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Description
Verwendung von pulverförmigen Äthylenpolymerisaten als Trennmittel Formteile aus Formmassen, die in homogener Ver teilung enthalten (a)<B>100</B> Gewichtsteile Bitumen einer Penetration von 20 bis 200, (b) 1 bis 200 Gewichtsteile Äthylenpolymerisat sowie - gegebenenfalls - (c) 1 bis 50 Gewichtsteile Polyisobutylen, weisen bekanntlich eine Reihe vorteilhafter Eigenschaften auf. Von gewissem Nachteil ist jedoch, dass die Formteile, etwa Granulate, Platten oder Folien, die Tendenz haben, bei Berührung, insbesondere bei Berührung unter Druck, miteinander zu verbacken, z.
B. bei der Lagerung (Stapelung!). Ursa che für diese Erscheinung ist, dass Bitumina mit der an gegebenen Penetration relativ flüchtige Öle enthalten, die an die Oberfläche der Formteile wandern und diese mit einander verkleben.
In der Absicht, den erwähnten Nachteil zu beseiti gen, hat man die Oberflächen der Formteile schon mit Trennmitteln bestäubt, z.B. mit Pulvern aus Talkum, Kreide, Schiefer oder Quarz.
Die Verwendung dieser bekannten Trennmittel ist aber wiederum mit Nachteilen verbunden, wovon die fol genden z.B. genannt seien: (1<B>)</B> die Trennmittel lassen hin sichtlich ihrer trennenden Wirkung zu wünschen übrig. (2) Granulate, die mit den Trennmitteln bestäubt sind, ergeben beim Verarbeiten durch Extrusion Fertigteile, deren (erwünschte) Haftfestigkeit auf Polyäthylen und de ren Bruchdehnung erheblich geringer ist als bei analo gen Fertigteilen, die aus unbestäubtem Granulat herge stellt sind. (3) Folien, die mit Trennmitteln bestäubt sind, lassen sich nur schwer miteinander verschweissen, so dass an der Stelle der vorgesehenen Schweissnaht das Trennmittel entfernt werden muss.
Der vorliegenden Erfindung lag die Aufgabe zugrun de, ein Trennmittel aufzuzeigen, das die Nachteile der bekannten Trennmittel nicht oder in erheblich geringe rem Umfang mit sich bringt.
Es wurde gefunden, dass diese Aufgabe gelöst wer den kann, wenn man pulverförmige Äthlenpolymerisate einer bestimmten Spezifikation als Trennmittel verwen det. Gegenstand der Erfindung ist dementsprechend die Verwendung von pulverförmigen Äthylenpolymerisaten, die einen Schmelzindex von 0,1 bis 100, vorzugsweise von 15 bis 30 haben, als Trennmittel gegen das Zusam menbacken von Formteilen aus Formmassen, die in ho mogener Verteilung enthalten (a) 100 Gewichtsteile Bi tumen einer Penetration von 20 bis 200, (b) 1 bis 200, vorzugsweise 1 bis 100,
Gewichtsteile Äthylenpolymeri- sat sowie - gegebenenfalls - (c) 1 bis 50 Gewichtstei le Polyisobutylen. Der Schmelzindex der Äthylenpolyme- risate wird dabei nach ASTM-D 1238/65 T bestimmt.
Die erfindungsgemäss als Trennmittel zu verwenden den pulverförmigen Äthylenpolymerisate sind an sich be kannt; sie können insbesondere vorliegen als Homopoly- merisate des Äthylens oder als Copolymerisate des Äthy lens, die bis zu 50 Gewichtsprozent an C,-Cr,-Alkylestem der Acryl- bzw. Methäcrylsäure und/oder an Vinylestern der Acryl- bzw. Methacrylsäure und/oder an Vinylestern von C,-C,-Alkancarbonsäuren einpolymerisiert enthalten.
Die Teilchengrösse beträgt zweckmässigerweise 50 bis 1000 [t" insbesondere 50 bis 300 [,. Das Aufbringen auf die Formteile kann nach den einschlägig üblichen Me thoden erfolgen, z.B. in maschinellen Bestäubungsvor- richtungen.
Die von der Erfindung betroffenen Formteile aus Formmassen, die die oben definierten Komponenten (a), (b) und gegebenenfalls - (c) enthalten, sind als solche wohlbekannt, so dass sich nähere Ausführungen hierzu erübrigen. Erwähnt sei lediglich, dass die in Frage kom menden Formmassen oftmals mit Füllstoffen versehen sind.
Unter Penetration wird im vorliegenden Zusam menhang stets verstanden die Anzahl 1/1o mm, die eine genormte Nadel unter den in DIN 1995 festgelegten Bedingungen in Bitumen eindringt.
<I>Beispiel</I> Eine Formmasse aus (a) 70 Gewichtsteilen Bitumen (einer Penetration von 25 und einem Erweichungspunkt von 64 C nach Ring und Kugel) und (b) 30 Gewichts teilen eines Äthylenmischpolymerisats (aus 75 Gewichts teilen Äthylen und 25 Gewichtsteilen Vinylacetat) wird in üblicher Weise granuliert.
Je ein Viertel des Granu lats wird mit einem pulverförmigen Äthylenhomopoly- merisat (Schmelzindex = 20) gepudert; zum Vergleich wird ein Viertel nicht gepudert und je ein Viertel mit Talkum bzw.
Schiefermehl gepudert. Die maximalen Teilchengrössen der verwendeten Puder sind folgende Äthylenhomopolymerisat = 500 [t" Talkum = 50 tt" Schiefermehl = 90 11. In allen Fällen beträgt die Menge des Puders 1,5 Gew: Qj" bezogen auf das Gewicht des gepuderten Granulats.
Die Granulate haben die folgenden Eigenschaften: Das mit Äthylenhomopolymerisat gepuderte Granulat ist nach halbjähriger Lagerung noch voll rieselfähig und kann ohne weiteres mit peumatischen Förderanlagen transportiert werden. Die physikalischen Eigenschaften der Formmassen werden durch das Äthylenhomopolyme- risat nicht beeinflusst.
Das nicht gepuderte Granulat ist nicht rieselfähig. Man kann es mit den üblichen Geräten nicht pneuma tisch fördern.
Das mit Talkum gepuderte Granulat behält seine Rie- selfähigkeit nur über einen Zeitraum von 4 bis 5 Wo chen. Schmilzt man es zu einer flüssigen Masse auf und giesst diese als Schicht auf eine Polyäthylenplatte, so be trägt die Haftfestigkeit nur 8 bis 10 kp/cm2. Die analog verarbeitete nicht gepuderte Masse dagegen haftet so fest auf dem Polyäthylen, dass die Haftfestigkeit grösser ist als die Reissfestigkeit des Materials (25 kp/cm2).
Das mit Schiefermehl gepuderte Granulat bleibt nur ca. 3 bis 4 Wochen rieselfähig und hat nach seiner Ver arbeitung zu üblichen Prüfstäben für den Zugversuch einen Abfall in der Bruchdehnung von 20 bis 30<B>%</B> ge genüber dem nicht gepuderten Material.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verwendung von pulverförmigen Äthylenpolymerisa- ten, die einen Schmelzindex von 0,1 bis 100 haben, als Trennmittel gegen das Zusammenbacken von Form teilen aus Formmassen, die in homogener Verteilung ent halten (a) 100 Gewichtsteile Bitumen einer Penetration von 20 bis 200, (b) 1 bis 200 Gewichtsteile Äthylenpoly- merisat. UNTERANSPRUCH Verwendung von pulverförmigen Äthylenpolymeri- saten nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet,dass die Formmassen ausserdem 1 bis 50 Gewichtsteile Poly- isobutylen enthalten. Anmerkung <I>des</I> Eidg. <I>Amtes für geistiges</I> Eigentum: Sollten Teile der Beschreibung mit der im Patentan spruch gegebenen Definition der Erfindung nicht in Ein klang stehen, so sei daran erinnert, dass gemäss Art. 51 des Patentgesetzes der Patentanspruch für den sachlichen Geltungsbereich des Patentes massgebend ist.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1753624 | 1968-01-11 | ||
| DE1968B0096188 DE1753624B2 (de) | 1968-01-11 | 1968-01-11 | Verwendung von pulverfoermigen polyaethylen als trennmittel |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH512551A true CH512551A (de) | 1971-09-15 |
Family
ID=25755069
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH17369A CH512551A (de) | 1968-01-11 | 1969-01-08 | Verwendung von pulverförmigen Äthylenpolymerisaten als Trennmittel |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH512551A (de) |
-
1969
- 1969-01-08 CH CH17369A patent/CH512551A/de not_active IP Right Cessation
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| PL | Patent ceased |