CH512886A - Futtermittelzusatz und dessen Verwendung - Google Patents

Futtermittelzusatz und dessen Verwendung

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CH512886A
CH512886A CH974265A CH974265A CH512886A CH 512886 A CH512886 A CH 512886A CH 974265 A CH974265 A CH 974265A CH 974265 A CH974265 A CH 974265A CH 512886 A CH512886 A CH 512886A
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CH
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feed
unsaturated
fatty acids
per
ruminants
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CH974265A
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English (en)
Inventor
Linwood Ensor William
Clement Shaw Joseph
Original Assignee
Quaker Oats Co
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23KFODDER
    • A23K20/00Accessory food factors for animal feeding-stuffs
    • A23K20/10Organic substances
    • A23K20/158Fatty acids; Fats; Products containing oils or fats

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Animal Husbandry (AREA)
  • Zoology (AREA)
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  • Food Science & Technology (AREA)
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  • Fodder In General (AREA)

Description


  
 



  Futtermittelzusatz und dessen Verwendung
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Futtermittelzusatz und dessen Verwendung zur Fütterung von Wiederkäuern.



   Es wurde nunmehr gefunden, dass ungesättigte Materialien zur Erhöhung der Milchleistung laktierender Milchkühe und zur Beschleunigung des Wachstums und der Fettbildung Milch liefernder Wiederkäuer, wie Rind und Schaf, verwendet werden können. Durch Verwendung der ungesättigten Materialien können darüber hinaus die benötigten Futtermengen vermindert werden.



   Die Zweckmässigkeit der Wachstums- und Fettbildungsbeschleunigung Fleisch liefernder Wiederkäuer, wie Rind und Schaf, bei Anwendung verminderter Futtermengen liegt vom wirtschaftlichen Standpunkt als klar auf der Hand. Richtige Fütterung der Tiere ist in bezug auf Qualität des erhaltenen Fleisches, insbesondere der Saftigkeit und des Geschmacks des Fleisches, sehr wichtig. Die Erhöhung der Wachtumsgeschwindigkeit wachsender und/oder fettansetzender Wiederkäuer ist für die Erzeugung grösserer Tiere sehr zweckmässig, die in frühem Alter verkauft werden können.



  Um das Wachstum und die Fettbildung anzuregen, wurde vorgeschlagen, die Wiederkäuer mit hohen Ge   breidemengen    zu füttern. Tatsächlich werden grosse Rinder- und Schafherden auf Ranches im Westen der Vereinigten Staaten eine Zeitlang aufgezogen und dann in Gegenden verkauft, wo mehr Kornfutter zur Verfügung steht, wo die Tiere bis zur Schlachtreife gemästet werden. Ergebnisse, die in der Literatur be   schrieben    werden, z. B. die in Morrisons Feeds and Feeding, 22. Auflage beschriebenen Versuche, zeigen, dass Lämmer, die mit ungewöhnlich hohen Getreiderationen gemästet wurden, im Durchschnitt etwa 0,15 kg je Tag zunehmen und für eine Gewichtszunahme von 45,4 kg 390 bis 486 kg Futter benötigten.



  Diese hohen Getreidemengen stellen jedoch keine befriedigende Lösung des Problems dar, das Wachstum und die Fettbildung dieser Wiederkäuer anzuregen.



   Es wurde ferner vorgeschlagen, zur Erhöhung der Leistung dem Futter für Wiederkäuer Fett zuzusetzen, wie natürliche pflanzliche oder tierische Triglyceride sowie hydrierte Fette und Öle. Die Zugabe wesentlicher Mengen an Fetten zu Futter für Wiederkäuer hat zwar den Vorteil, die Staubigkeit von Futtergemischen zu vermindern, es werden dadurch jedoch keine Er   nährungsvorteile    erhalten. Ausserdem hat sich herausgestellt, dass es wirtschaftlich nicht zweckmässig ist, tierische oder pflanzliche Triglyceride dem Futter zum Aufziehen und Mästen von Wiederkäuern zuzusetzen.



   Gegenstand der Erfindung ist ein Futtermittelzusatz, der sich dadurch auszeichnet, dass er ein   Träger-    material und ein ungesättigtes Material enthält, wobei das ungesättigte Material aus freien Fettsäuren, die mindestens 14 Kohlenstoffatome im Molekül aufweisen, aus hydrolisierten ungesättigten tierischen Fetten, aus hydrolisierten Ölen aus Meeresprodukten, aus hydrolisierten pflanzlichen Ölen, aus Alkoholen, die sich von den ungesättigten Fettsäuren, die mindestens 14 Kohlenstoffatome pro Molekül besitzen, ableiten, aus niederen Alkylresten ungesättigter Fettsäuren, die mindestens 14   Kohlenstoffatome    pro Molekül besitzen, oder aus einer Mischung dieser Materialien aufgebaut ist.



   Ferner betrifft die Erfindung die Verwendung des erfindungsgemässen Futtermittelzusatzes zur Fütterung von Wiederkäuern, wobei man hierzu dem Futter der Wiederkäuer den Futtermittelzusatz in einer solchen Menge zufügt, dass man ein Gesamtfutter erhält, das pro 0,454 kg des Gesamtfutters eine Jodzahl von mindestens 0,7 aufweist, und dieses Gesamtfutter an die Wiederkäuer verfüttert.



   Die in den erfindungsgemässen Futtermittelzusätzen enthaltenen Materialien umfassen einfach- bis sechsfach ungesättigte Verbindungen und können freie Fettsäuren mit mindestens 14 Kohlenstoffatomen im Molekül, wie z. B.



   Myristolsäure, Palmitolsäure,
Gadolsäure, Ölsäure,
Linolsäure, Linolensäure,
Archidonsäure, Clupanodonsäure,
Eicosapentensäure, Decosahexensäure;  ungesättigte Alkohole dieser Säuren und niedere Alkylester dieser Säuren mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen in der Alkylgruppe sein. Gemische dieser besonderen ungesättigten Fettsäuren sowie Gemische aus ungesättigten Verbindungen, die in Ölen von Meeresprodukten, tierischen und pflanzlichen Ölen vorkommen, wie hydrolysierte Pflanzenöle aus Sojabohnen, Baumwollsamen, Leinsamen, Sonnenblumenkernen, Saflor, Mais, Reis und Perilla; hydrolysierte Öle aus Meeresprodukten, wie aus Menhaden, Hering, Rotfisch, Weissfisch, Hai, Kabeljau, Wal; hydrolysierte tierische Fette, die wesentliche Mengen an ungesättigten Fettsäuren enthalten, wie Fette aus Schweine- oder   Geflügelfett.    sind gleichfalls verwendbar.



   Es wurde gefunden, dass die Menge an ungesättigten Materialien für die Erzielung einer optimalen Verbesserung der Wachstums- und Fettbildungsbeschleunigung der Tiere, Wirksamkeit der Futterverwertung und Verbesserung der Milchleistung laktierender Wiederkäuer wesentlich ist. Insbesondere wurde festgestellt, dass die erwünschten Vorteile erreicht werden, wenn die ungesättigten Materialien in solchen Mengen vorliegen, dass das Futter einen Jodwert von mindestens etwa 0,7 Einheiten je 0,454 kg aufgenommenes Futter aufweist. Die ungesättigten Materialien werden vorzugsweise in Mengen verwendet, die einen Jodwert von mindestens etwa einer Einheit je 0,454 kg Futteraufnahme aufweisen. Die ungesättigten Materialien können und werden häufig auch in grösseren   Konzentratio-    nen verfüttert, die Jodwerte ergeben, die wesentlich grösser sind als das angegebene Minimum.

  Die zu verwendende günstigste Menge an ungesättigten Materialien kann leicht ermittelt werden, wenn man die Fressgewohnheiten der wiederkäuenden Tiere und die Art der Futterration in Rechnung stellt.



   Der Jodwert oder die Jodzahl ist als die Jodmenge in g definiert, die von 1 g der ungesättigten Verbindung aufgenommen wird. Beispielsweise nimmt 1 g der einfach ungesättigten Ölsäure 0,90 g Jod auf, so dass entsprechend der bevorzugten Zusatzmenge im Futtergemisch eine Mindestmenge von etwa 1 g Ölsäure je 0,454 kg an die Wiederkäuer verfüttertes Futter verwendet werden kann.



   Je grösser der Grad der Ungesättigtheit der verfütterten ungesättigten Verbindungen ist, um so kleiner ist offensichtlich die Menge an Verbindung, die zur Schaffung des entsprechenden Jodwertes angewendet werden muss. Wenn die ungesättigten Verbindungen in Mengen verwendet werden, die merklich unter dem angegebenen Minimum liegen, wird weder die Geschwindigkeit der Gewichtszunahme oder die Wirksamkeit der Futterverwertung noch die Milchleistung wesentlich über das Ausmass hinaus gesteigert, das mit einer normalen Grundfutterration allein erhalten wird.



   Im folgenden wird eine Analyse eines Öles aus einem Meeresprodukt (Menhadenfischöl) wiedergegeben, die durch Gaschromatographie erhalten wurde:
Fettsäuren Systematischer Anzahl der C-Atome Name Trivialname Anzahl der Doppelbindungen   Ges.%    Dodecan Laurin 12 0,05 Tetradecan Myristin 14 15,28 Tetradecen Myristol 14-1 0,05 Pentadecan   -    15 0,35 Pentadecen   -    15-1 0,05 Hexadecan Palmitin 16 16,72 Hexadecen Palmiton 16-1 12,00 Hexadecen   -    16-2 1,50 Octadecan Stearin 18 2,95 Hexadecen   -    16-3 1,50 Octadecen Öl 18-1 11,51 Octadecadien Linol 18-2 2,10 Hexadecatetraen - 16-4 1,40 Octadecatrien Linolen 18-3 0,30 Eicosan Arachidin 20 0,30 Eicosen   -    20-1 3,00 Octadecatetraen - 18-4 3,25 Docosan Behen 22 0,05 Docosen   -    22-1  

   1,20 Eicosatetraen   -    20-4 1,35 Eicosapentaen   - 20-5    14,00 Tetracosen   -    24-1 1,00 Docosatetraen   - 22-4    0,25 Docosapentaen Clupanodon 22-5 2,25 Docosahexaen - 22-6 7,59  
Andere Öle aus Meeresprodukten enthalten im allgemeinen die gleichen Fettsäuren wie oben, wobei geringe Änderungen in der gewichtsmässigen Zusammensetzung und/oder zusätzlich geringe Mengen anderer langkettiger Fettsäuren auftreten können. In jedem Fall lässt sich der Jodwert des hydrolysierten Öles aus Meeresprodukten leicht bestimmen, so dass es in geeigneten Mengen erfindungsgemäss verwendet werden kann.



   Die Verfütterung ungesättigter Verbindungen erzeugt bei Wiederkäuern günstige physiologische Veränderungen, die sich in einer erhöhten Leistungsfähigkeit des Wiederkäuers auswirken. Im Falle von Rind- und Schafvieh führt die erhöhte Leistungsfähigkeit zu einer Beschleunigung der Zunahmegeschwindigkeit an Körpergewicht und zu einer schnelleren Erreichung der Schlachtreife. Bei laktierenden Tieren wirkt sich das in einer Stimulierung des Milchflusses aus, so dass die Milchleistung während der gesamten Laktationsperiode grösser ist. Die Verfütterung von ungesättigten Verbindungen in geeigneten Mengen während des letzten Teils der Laktationsperiode ergibt eine erhöhte gleichbleibende Milchleistung.

  Für alle Wiederkäuer ist die grö ssere Leistungsfähigkeit, die mit dem erfindungsgemäss hergestellten Futter hervorgerufen wird, grösser als der tatsächliche Kalorienwert der aufgenommenen   ungesät-    tigten Verbindungen. Die Verfütterung von ungesättigten Verbindungen steigert ausserdem die Fresslust der Tiere und verursacht eine merkliche Änderung der Mobilisierung und Ablagerung von Fett, wodurch der Marktwert des schlachtreifen Tieres erhöht wird.



   Die Futtergemische werden erfindungsgemäss hergestellt, indem zur normalen oder Grundfutterration für Wiederkäuer eines der vorstehend genannten ungesättigten Materialien oder Gemische aus zwei oder mehreren der genannten ungesättigten Verbindungen in einer solchen Menge zugesetzt wird, dass die Gesamttagesfuttermenge einen Jodwert von mindestens 0,7 Einheiten je 0,454 kg Futtergemisch aufweist. Die Grundfutterration für Wiederkäuer kann aus Rauhfutter, wie Heu, Silofutter, Häcksel, Baumwollsamenhülsen, Getreide (einschliesslich Mais, Hafer und Gerste) oder Getreidenebenprodukten, wie Maisschrot, Mittelweizen, Proteinzusatz-Bestandteilen, wie Sojamehl, Baumwollsamenmehl, oder nichtproteinstickstoffhaltigen Verbindungen, wie Harnstoff, Calcium, Phosphor oder Spurenmineralien enthaltenden Zusätzen und Vitaminzusätzen, wie Vitamine A und D, bestehen.



   In einer zweiten Ausführungsform können die ungesättigten Materialien in Form eines Futterkonzentrates verfüttert werden, das aus ungesättigten Materialien und Getreide, Getreidenebenprodukten, Proteinzusätzen, Vitamin- und Mineralzusätzen besteht und das als Futterzusatz zusammen mit Rauhfutter, entweder getrennt oder miteinander vermischt, verfüttert werden kann.



   In einer weiteren Ausführungsform wird ein Futterkonzentrat vorgeschlagen, das aus ungesättigen Materialien und Protein-, Vitamin- und Mineralzusätzen besteht, welches zum Mischen oder direkten Verfüttern mit Getreide und/oder Rauhfutter geeignet ist.



  Die ungesättigten Verbindungen können auch in einem keinen Nährwert enthaltenden Träger, wie Vermiculit, oder stark absorbierenden Materialien, wie Haferhülsen oder Häcksel, einverleibt sein. Wenn die ungesättigtlen Verbindungen in Form von Futterkonzentraten angewendet werden, hängt die Menge, die im Konzentrat   lenthalten    ist, davon ab, in welchem Mengenanteil das Futterkonzentrat mit den anderen Futtermaterialien zur Gesamtfutterration kombiniert wird.



   Die ungesättigten Verbindungen, die erfindungsgemäss verwendet werden können, sind gegen Oxydation anfällig, die zur Zersetzung der ungesättigten Materialien führt. Wenn die Oxydation sehr weit fortgeschritten ist, wird der Jodwert der ungesättigten Materialien vermindert, jedoch wird schon in einigen Fällen die Wirksamkeit des ungesättigten Materials stark herabgesetzt, wenn nur teilweise Oxydation erfolgt ist und nur ein geringer oder gar kein Einfluss auf den Jodwert beobachtet wird. Das ist vielleicht auf das Vorhandensein geringer Mengen an Teiloxydationsprodukten in den ungesättigten Materialien zurückzuführen.



  In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung werden daher die ungesättigten Verbindungen durch Einverleibung von Oxydationsverzögerern, einschliesslich Antioxydantien und Metallchelatkomplexbildnern, gegen Oxydation stabilisiert. Beispiele für Antioxydantien, die verwendet werden können, umfassen butylsubstituiertes Kresol    (2,6-Ditert.-but-yl-4-methylphenol),    Santoquin    (6-iSKthoxy-2,2,4-trimethy1-1,2-dihydroxychinolin),    butylsubstituiertes Hydroxyanisol  (2-tert.-Butyl-4-methoxyphenol) und Propylgallat.



  Besonders gute Ergebnisse werden mit einer Kombination aus Antioxydantien und   Metallchelatkomptex-    bildnern mit Citronensäure, Phosphorsäure und Weinsäure erhalten. Wenn sie verwendet werden, werden die Antioxydantien und Metallchelatkomplexbildungsmittel zusammen mit den ungesättigten Verbindungen in Mengen angewendet, die ausreichen, um eine oxydative Verschlechterung der Futterstoffe bei Lagerung zu verhindern. Das hängt natürlich von den Bedingungen und der voraussichtlichen Lagerungsdauer ab; die Menge kann zwischen etwa 200 und 4000 oder mehr ppm, bezogen auf ungesättigte Materialien, liegen.



   Die Erfindung und deren Vorteile werden durch die folgenden besonderen Beispiele näher erläutert, die die Erfindung erläutern, jedoch nicht begrenzen sollen.



  Nach den United States Department of Agriculture Grading Standards zeigt ein niedriger Wert bei der in den Beispielen angegebenen Fleischbewertung ein Fleisch mit höherer Qualität an, wobei der Wert 1 für ausgezeichnet, 2 für sehr gut, 3 für gut usw. steht.



   Beispiel 1
Es wurden Fütterungsversuche mit Stieren durchgeführt, wobei ein Gemisch aus ungesättigten Fettsäuren aus Baumwollsamen und Sojabohnen verwendet wurde. Das Gemisch aus ungesättigten Fettsäuren   (29,7%    gesättigte Fettsäuren,   24,1 %      ÖIsäure,      41,9 %    Linolsäure und 4,4 % Linolensäure) wurde an die eine Gruppe von Stieren verfüttert, wobei eine zweite Gruppe von Stieren als Kontrolle diente. Die ungesättigten Fettsäuren wurden mit butylsubstituiertem Kresol gegen Oxydation stabilisiert.   5%    des ungesättigten Fettsäuregemisches wurden einem Proteinfutterkonzentrat einverleibt, so dass eine Jodzahl von 24 Einheiten des zugesetzten Materials je 0,454 kg Konzentrat zur Verfügung stand. Das Konzentrat wurde in einer Menge von 1,38 kg je Stier je Tag verfüttert. 

  Der Rest der Futterration bestand aus Maiskleie, gehäckseltem Heu  und normalem Heu. Die Kontrollgruppe wurde auch mit dem   32 O    Rohprotein-Zusatz in einer Menge von 1,38 kg je Stier je Tag, jedoch ohne Zusatz ungesättigter Fettsäuren, gefüttert.



   Im folgenden ist eine Zusammenstellung der Bestandteile des Proteinkonzentrats, das für diese Versuche verwendet wurde, aufgeführt: Sojamehl Leinsamenmehl Harnstoff Melassen entwässertes Alfalfamehl   Deflnoriertes    Phosphat Kalkstein Salz   (Natriumchlorid)    Vitamin D als D-aktiviertes Pflanzensterin Aureomycin Stilbosol (handelsübliches Produkt des Stilböstrols) Mangan-II-oxyd Eisen-II-carbonat Kupfer-II-oxyd Zinkoxyd Kobaltcarbonat Kaliumjodid Magnesiumoxyd
Es wurde gefunden, dass die Verbesserung der Wachstumsgeschwindigkeit und/oder der Fettbildung bei den Wiederkäuern durch Verfütterung ungesättigter Materialien von der Gegenwart von Antibiotika und Hormonen im Futter unabhängig ist. Es wurden folgende Ergebnisse erhalten.



   Kontroll- Versuchs gruppe gruppe Anzahl der Tiere 10 10 Anfängliches Durchschnittsgewicht in kg 318,5 319,5 Durchschnittliches Endgewicht in kg 503 519 Durchschnittliche tägliche Gewichtszunahme, kg 1,309 1,414 Durchschnittliche tägliche Futteraufnahme, kg 10,42 10,45 Futtermenge je 45,5 kg Gewichtsaufnahme in kg 362 336,5 Jodwertaufnahme je Tag 0 72 Jodwertaufnahme je 0,454 kg Futter 0 3,1 Fleischwert 2,81 2,69
Das ungesättigte Fettsäuren erhaltende Vieh nahm um 0,105 kg je Tag schneller zu und benötigte 26,5 kg weniger Futter je 45,4 kg Gewichtszunahme. Der Fleischwert war gleichfalls besser, wie sich aus der Fleischbewertung von 2,81 für die Kontrollgruppe und 2,69 für die Versuchstiere ergibt.



   Beispiel 2
Zwei Gruppen von Stieren (eine Kontrollgruppe) wurden 56 Tage mit einem Futter aus Maiskleie ad libitum, 1,38 kg Heu je Tag und 2,4 kg Proteinzusatz in Tablettenform je Stier je Tag gefüttert. Der Proteinzusatz für die Versuchsgruppe enthielt ein Gemisch ungesättigter Fettsäuren aus Tallöl   (53 %      Öl-    und 47 % Linolsäure) in solcher Menge, dass das Konzentrat einen Jodwert von 29,9 Einheiten aus Tallölfettsäuren je 0,454 kg Konzentrat aufwies. Zur Stabilisierung der ungesättigten Materialien wurde butylsubstituiertes Kresol (200 ppm) verwendet. Wie aus der Tabelle ersichtlich, nahm das die Tallölfettsäuren erhaltende Vieh um 0,21 kg je Tag schneller zu und benötigte 51 kg weniger Futter je 45,4 kg Gewichtszunahme als die Kontrollgruppe.



   Kontroll- Versuchs gruppe gruppe   Anzahl    der Tiere 10 10 Anfängliches Durchschnittsgewicht, kg 308 308,5 Durchschnittliches Endgewicht, kg 375 387 Durchschnittliche tägliche Gewichtszunahme, kg 1,19 1,40 Durchschnittliche tägliche Futteraufnahme, kg 9,64 9,77 Futtermenge je 45,4 kg Gewichtszunahme in kg 368 317 Jodwertaufnahme je Tag 0 149,8 Jodwertaufnahme je 0,454 kg Futter 0 7,0
Beispiel 3
28 Färsen wurden in 7 Gruppen zu je 4 Färsen aufgeteilt und mit von 14,2 g je Kuh je Tag bis 340 g je Kuh je Tag reichenden Rationen an Sojabohnenfettsäuren gefüttert, wobei eine Gruppe als Kontrolle diente, die keine Sojabohnenfettsäuren erhielt.



  An die Färsen wurde ein Futtergemisch verfüttert, das aus 0,908 kg Proteinzusatz je Färse je Tag, gemahlenem Getreide und 0,653 kg Heu je Tag bestand. Mengen an ungesättigten Fettsäuren, die grösser als 56,7 g je   Kuh je Tag waren, wurden dem Futter durch Vermischen mit gemahlenem Getreide in der entsprechenden Menge zugesetzt. Die Fettsäuren wurden gegen Oxydation mit einem kombinierten Oxydationsverzögerer stabilisiert, der aus butylsubstituiertem Kresol (300 ppm), Santoquin (3000 ppm), Citronensäure   (100 ppm)    und Phosphorsäure (500 ppm) bestand. Der Fütterungsversuch wurde 98 Tage durchgeführt, die erhaltenen Ergebnisse sind nachstehend zusammengefasst.
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<tb>  Kontrolle - 4 222 322 1,025 9,05 400 0
14,2 g Fettsäuren je Tag 14,2 4 222 341 1,216 9,37 350 17,9 0,86
28,4 g Fettsäuren je Tag 28,4 4 226 346 1,225 9,4 348,5 35,8 1,72
56,7 g Fettsäuren je Tag 56,7 4 223,5 385 1,17 9,3 361 71,6 3,49 113,4 g Fettsäuren je Tag 113,4 4 228,5 340 1,142 8,74 346 143,2 7,43 226,8 g Fettsäuren je Tag 226,8 4 226,5 343 1,188 8,6 327,5 286,4 15,1 340,2 g Fettsäuren je Tag 340,2 4 224 339 1,18 8,32 320 429,6 23,4
Färsen, die Fettsäuremengen aufnahmen, die einem Jodwert von 0,86 je 0,454 kg Futter oder mehr entsprachen, nahmen wesentlich schneller zu als die Kontrollgruppe und benötigten wesentlich weniger Futter je 45,4 kg Gewichtszunahme,

   wodurch mehr als 45 kg Futter je 45,4 kg Gewichtszunahme eingespart wurden.



   Um die wirksamen Futtergehalte an ungesättigten Fettsäuren noch näher zu demonstrieren, wurden 3 Gruppen zu je 4 Färsen zu einem Versuch zusammengefasst, an die 7,1 g und 56,7 g der gleichen Sojabohnenfettsäuren verfüttert wurden.



   Versuchsgruppen
Kontroll- 7,1 g Fettsäuren/ 56,7 g Fettsäuren/ gruppe Kuh/Tag Kuh/Tag Anzahl der Tiere 4 4 4 Durchschnitts-Anfangsgewicht, 336 336,5 338 Durchschnittsendgewicht, kg 414 413,5 428 Durchschnittliche tägliche Zunahme, kg 0,105 0,103 0,121 Durchschnittliche tägliche Futteraufnahme, kg 9,89 10,2 10,7 Futtermenge je 45,4 kg Gewichtszunahme in kg 428 - 445 400 Jodwertaufnahme je Tag 0 7,1 56,7 Jodwertaufnahme je 0,454 kg Futter 0 0,32 2,41
Die Färsen, die 0,32 Jodwerteinheiten an ungesättigten Fettsäuren aufnahmen, nahmen nicht schneller zu als die Kontrolltiere, wohingegen die Färsen, die Fettsäuren in einer einem Jodwert von 2,41 Einheiten je 0,454 kg Futter entsprechenden Menge aufnahmen, eine beachtliche Steigerung der durchschnittlichen täglichen Gewichtszunahme und der Futterwirksamkeit zeigten. 

  Es zeigt sich, dass eine Jodwertaufnahme von 0,32 Einheiten je 0,454 kg Futter keine merkliche Verbesserung der Geschwindigkeit und Wirksamkeit der Gewichtszunahme ergibt.



   Beispiel 4
Es wurden 2 Gruppen von Stieren mit einem Anfangsgewicht von nahezu 410 kg einem Fütterungsversuch unterworfen, wobei sie 0,908 kg je Stier je Tag eines   32 Y6    Proteinzusatzes, Maiskleie und Maissilofutter und Heu erhielten. Der Proteinzusatz, der an die ungesättigten Fettsäuren erhaltende Gruppe verfüttert wurde, enthielt 30,2 Jodwerteinheiten je 0,454 kg an Methylestern eines Gemisches aus Sojabohnen- und Baumwollsamenfettsäuren, die mit butyliertem Kresol stabilisiert waren. Das Vieh wurde 105 Tage versuchsweise gefüttert.  



   Kontroll- Versuchs gruppe gruppe Anzahl der Tiere 10 9 Durchschnitts-Anfangsgewicht, kg 404 409 Durchschnittsendgewicht, kg 537 554 Durchschnittliche tägliche Gewichtszunahme, kg 1,27 1,38 Durchschnittliche tägliche Futteraufnahme, kg 10,5 10,4 Futtermenge je 45,4 kg Gewichtszunahme in kg 376 343 Jodwertaufnahme je Tag 0 60,4 Jodwertaufnahme je 0,454 kg Futter 0 2,6 Fleischbewertung 2,96 2,87
Das Vieh, das die Methylester der Sojabohnen- und Baumwollsamenfettsäuren erhielt, nahm um 0,11 kg je Tag schneller zu als die Kontrolltiere und benötigte 33 kg weniger Futter je 45,4 kg Gewichtszunahm,e.



   Beispiel 5
Es wurde ein Versuch mit 2 Gruppen von Stieren unternommen, wobei die Verfütterung von 14,2 g je Stier je Tag von stabilisierten (Butylkresol) Glyceriden eines tierischen Fettes mit der Verfütterung von 14,2 g stabiliserten  (Butylkresol - Citronensäure - Phosphorsäure) freien Fettsäuren aus Sojabohnen verglichen wurde. Die stabilisierten Glyceride aus tierischem Fett oder die freien Fettsäuren aus Sojabohnenöl wurden einem Proteinzusatz beigemengt, der in einer Menge von 2,27 kg je Stier je Tag zusammen mit gemahlenem Getreide ad libitum verfüttert wurde, wobei die tägliche Futteraufnahme aufgezeichnet wurde.



   Kontroll- Versuchs gruppe gruppe Anzahl der Tiere 10 10 Durchschnitts-Anfangsgewicht, kg 339 339 Durchschnittsendgewicht, kg 371,5 395 Durchschnittliche tägliche Gewichtszunahme, kg 1,085 1,18 Durchschnittliche tägliche Futteraufnahme, kg 10,28 10,35 Futtermenge je 45,5 kg Gewichtszunahme in kg 43,1 39,6 Jodwertaufnahme je Tag 0 17,9 Jodwertaufnahme je 0,454 kg Futter 0 0,8
Aus den in der Tabelle zusammengestellten Daten ist ersichtlich, dass die Tiere, die Sojabohnenfettsäuren in einer einem Jodwert von 0,8 Einheiten je 0,454 kg Futter entsprechenden Menge erhielten, wesentlich schneller wuchsen als die Tiere, die die gleiche Menge stabilisiertes tierisches Fett aufnahmen, und dass sie die aufgenommene Nahrung wirksamer ausnutzten.

  Die Einverleibung von Sojabohnenfettsäuren in einer einem Jodwert von nur 0,8 Einheiten je 0,454 kg Futter entsprechenden Menge ergab demnach ein wesentlich besseres   Wachstumsverhalten.   



   Beispiel 6
In diesem Versuch wird ein Vergleich zwischen dem Wert der ungesättigten Materialien dieser Erfindung und dem natürlicher Glyceride als Stoffwechselanregungsmittel durchgeführt.



   Für diesen Versuch wurden zwei Gruppen von Stieren eingesetzt; sie wurden mit einer vollständigen Ration aus Hafermühlenfutter, Spreu und entwässertem Alfalfamehl als Rauhfutter unter Zusatz von Getreide, Getreidenebenprodukten, Melasse und Mineral- und Vitaminzusätzen gefüttert. Die eine Gruppe erhielt eine Grundration, bei der   4 %    der Hafermühlennebenprodukte durch   4%    stabiliserte Glyceride aus tierischem Fett ersetzt wurden. Diese Stiere wurden 84 Tage lang in einem Winterversuch gefüttert, wobei beide Gruppen dieselbe Futtermenge je Stier je Tag erhielten.



   Kontroll- Versuchs gruppe gruppe Anzahl der Tiere 16 16 Durchschnitts-Anfangsgewicht, kg 339 338,5 Durchschnittsendgewicht, kg 416 415,5 Durchschnittliche tägliche Gewichtszunahme, kg 0,913 0,913 Durchschnittliche tägliche Futteraufnahme, kg 11,2 11,2 Futtermenge je 45,5 kg Gewichtzunahme 556 556  
Aus den obigen Daten ist ersichtlich, dass das stabilisiertes tierisches Fett erhaltende Vieh nicht schneller zunahm als das der Kontrollgruppe. Die   4%    Tierfett scheinen keinen grösseren Futterwert zu haben als die   4 %    Hafermühlennebenprodukte. Diese Ergebnisse stehen im scharfen Gegensatz zu der wesentlichen Verbesserung, die durch Verfütterung ungesättigter freier Fettsäuren erhalten wird, wie es in den vorigen Beispielen geschah.



   Beispiel 7
Zu diesem Versuch wurden zwei Gruppen von Stieren eingesetzt und 138 Tage lang versuchsweise gefüttert, um den Wert des Zusatzes von   3 %    stabilisierten Glyceriden aus tierischem Fett zu einer vollkommenen Ration zum Mästen von Stieren zu untersuchen. Die Ration war aus entwässertem Alfalfamehl, Hafermühlennebenprodukten und Getreidespreu als Rauhfutter und Getreide, Protein und Mineral- und Vitaminzusätzen als Zusatznahrung zusammengesetzt.



  Die Tiere konnten während des ganzen Versuches soviel fressen, wie sie wollten.



   Kontroll- Versuchs gruppe gruppe Anzahl der Tiere 15 16 Durchschnittsanfangsgewicht, kg 438 437 Durchschnittsendgewicht, kg 581 570 Durchschnittliche tägliche   Gewichtszunahme,    kg 1,035 0,953 Durchschnittliche tägliche Futteraufnahme, kg 13,9 12,84 Futtermenge je 45,4 kg Gewichtszunahme in kg 612 615
Die Tiere, die die Futterration mit   3 % igem    Glyceridzusatz aus tierischem Fett erhielten, nahmen langsamer zu und verbrauchten ebensoviel Futter wie die Tiere, die die Kontrollration erhielten, obwohl die Futtermischung, bei der das   Hafermühlennebenprodukt    durch 3 % tierisches Fett ersetzt wurde, einen höheren Nährwert aufweisen müsste.

  Auch diese Ergebnisse stehen im scharfen Gegensatz zu der wesentlichen Verbesserung der Wachstumsgeschwindigkeit, die bei Verfütterung von ungesättigten Substanzen erhalten wird, wie es in den vorigen Beispielen gezeigt wird.



   Beispiel 8
Um den nachteiligen Einfluss der Oxydation der ungesättigten Materialien aufzuzeigen, wurde ein Versuch durchgeführt, in dem 3 Gruppen von Jungstieren mit einer Kontrollration, der Kontrollration plus 56,7 g unstabilisierter freier Fettsäuren aus Sojabohnenöl je Tag und der Kontrollration plus 56,7 g freier Fettsäuren aus Sojabohnenöl, die durch Zusatz von 300 ppm butylsubstituiertem Kresol, 3000 ppm Santoquin, 100 ppm Citronensäure und 500 ppm Phosphorsäure stabilisiert wurden, gefüttert wurden. Die Ration war aus 1,36 kg proteinreichem Zusatzfutter und 2,27 kg Maiskleie und Getreidemehl ad libitum zusammengesetzt. Sowohl die stabilisierten als auch die nichtstabilisierten Fettsäuren wurden vor deren Verwendung etwa 2 Monate gelagert, so dass sie ausreichend zur Autoxydation Gelegenheit hatten.



      Kontroll- Versuchsgruppen gruppe 56,7 g nichtstabilisierte 56,7 g stabilisierte
Sojabohnenfettsäuren Sojabohnenfettsäuren    Anzahl der Tiere 4 4 4 Durchschnittsanfangsgewicht, kg 336 336,5 338 Durchschnittsendgewicht, kg 414 418 428 Durchschnittliche tägliche Gewichtszunahme, kg 0,105 0,1093 0,1208 Durchschnittliche tägliche Futteraufnahme, kg 9,88 10,4 10,66 Futtermenge je 45,4 kg Gewichtszunahme in kg 428 427 400 Jodwertaufnahme je Tag 0   -    56,7 Jodwertaufnahme je 0,454 kg Futter 0   -    2,41
Die nichtstabilisierte Fettsäure aus Sojabohnenöl erhaltenden Jungtiere nahmen nur etwas schneller zu als die Stiere, die die Kontrollration erhielten, wohingegen diejenigen Tiere, die mit stabilisierten ungesättigten Fettsäuren aus Sojabohnenöl gefüttert wurden, 

   eine merkliche Verbesserung in der Wachstumsgeschwindigkeit und -wirksamkeit zeigten.



   Beispiel 9
In einer der in Beispiel 8 beschriebenen ähnlichen Versuchsanordnung wurde eine Gruppe von 4 Färsen mit einer Ration gefüttert, die 56,7 g unstabilisierte Methylester von Fischölfettsäuren je Färse je Tag enthielt, und eine zweite Gruppe mit 56,7 g geeignet stabilisierter Methylester von Fischölfettsäuren gefüttert.



  Das Verhalten beider Gruppen wurde in einem 75 Tage dauernden Fütterungsversuch mit einer Kontrollgruppe verglichen.  



   Versuchsgruppen
56,7 g nichtstabilisierte 56,7 g stabilisierte
Methylester Methylester Anzahl der Tiere 4 4 4 Durchschnittsanfangsgewicht, kg 336 336,5 336,5 Durchschnittsendgewicht, kg 414 414,5 426 Durchschnittliche tägliche Gewichtszunahme, kg 1,05 1,05 1,195 Durchschnittliche tägliche Futteraufnahme, kg 9,88 9,79 10,13 Futtermenge je 45,5 kg Gewichtszunahme in kg 428 425 385 Jodwertaufnahme je Tag 0   ¯    99,3 Jodwertaufnahme je 0,454 kg Futter 0   -    4,4
Es war keine Verbesserung der durchschnittlichen täglichen Gewichtszunahme festzustellen, wenn nichtstabilisierte Methylester von Fischölfettsäuren verfüttert wurden.

  Im Gegensatz dazu nahmen die Färsen, die geeignet stabilisierte Methylester von Fischölfettsäuren erhielten, um 0,145 kg je Tag schneller zu und verbrauchten 43 kg weniger Futter je 45,4 kg Gewichtszunahme als die Kontrolltiere.



   Beispiel 10
2 Gruppen laktierender Milchkühe, die ihren höchsten Stand der Milchleistung überschritten hatten, befanden sich im dritten Monat der Laktation, als sie diesem Versuch unterworfen wurden. An die Kühe jeder Gruppe wurden 10 kg Alfalfaheu je Kuh je Tag und 6,35 kg eines   16 % gen    Protein-Milchfutters verfüttert, das die folgenden Bestandteile enthielt: Gemahlener Mais Sojabohnenmehl Melasse Salz Defluoriertes Phosphat Vitamin A Vitamin D Mangan-II-oxyd Eisen-II-carbonat Kupfer-II-oxyd Zinkoxyd Cobaltcarbonat Kaliumjodid Magnesiumoxyd
Die Kühe beider Gruppen hatten vergleichbares Körpergewicht, wobei die Kühe der Gruppe A durchschnittlich 403 kg und die der Gruppe B 418 kg wogen.

  Die Gruppe A erhielt eine   16 Wj ige    Milchfutterration, zu der Sojabohnenglyceride in solcher Menge zugeführt wurden, dass 254 g je Kuh je Tag zur Verfügung standen. Gruppe B erhielt die   lomige    Milchfutterration, welche freie Fettsäuren des Tallöls enthielt, die in solcher Menge zugesetzt wurden, dass 254 g je Kuh je Tag zur Verfügung standen. Der Jodwert der Sojabohnenglyceride betrug 126 und der der freien Fettsäuren des Tallöls 132. Der Jodwert je 0,454 kg Futter betrug folglich 8,89 für die Kühe der Gruppe A und 9,31 für die Kühe der Gruppe B. Die während der Versuchsdauer erhaltene Milchleistung ist in Prozenten der Grundperiode angegeben, wobei als Grundperiode die Milchleistung in der   Woche    vor dem Versuch galt, die mit 100 % festgesetzt wurde.



   Während der Periode II wurden die Kühe der Gruppe A mit einer Milchfutterration gefüttert, die an Stelle der Soiabohnenglyceride tierisches und pflanzliches Fett in einer Menge enthielt, dass 0,363 kg zugesetztes Fett je Kuh je Tag zur Verfügung standen, wodurch der Nährwert erhöht wurde. Gruppe B erhielt die   16%    Protein enthaltende Getreidegrundration ohne Fettzusatz. Die erhaltenen Milchleistungen sind nachstehend aufgeführt.



  Milchleistung   (/4:    der zugrundegelegten Periode)
Versuchswochen Gruppe A Gruppe B Periode I 1 98,6 101,0
2 97,1 106,6
3 92,7 106,7 Periode II Gruppe A - Sojaglyceride durch 0,363 kg Glyceride 4 92,6 97,5 tierischer und pflanzlicher Fette ersetzt. 5 89,9 90,1
6 84,6 84,5
7 82,7 81,3 Gruppe B - erhielt   16Sige    Protein-Getreideration ohne Tallölfettsäuren Durchschnittliches Körpergewicht der Kühe 417 418
Während der Periode III erhielten die Kühe beider Gruppen A und B die   16 % ige    Protein-Getreideration mit Alfalfaheu, um die ursprüngliche Milchleistung wieder herzustellen. Während der Periode IV erhielten die Kühe der Gruppe A frische freie Fettsäuren aus Sojabohnenöl in einer Menge von 254 g je Kuh je Tag. Die Kühe der Gruppe B erhielten freie Fettsäuren des Tallöls in einer Menge von 254 g je Kuh je Tag.

  Der Jodwert je 0,454 kg Futter für die Kühe der Gruppe A betrug 8,89 und für Gruppe B 9,31.  



  Die in den folgenden 7 Wochen erhaltene Milchleistung ist nachstehend angegeben. In Periode V wurden die Kühe der Gruppe A wieder auf die   16 % ige    Protein-Getreide-Grundnahrung ohne Zusatz freier Sojaölfettsäuren gesetzt. Die Kühe der Gruppe B erhielten weiterhin freie Fettsäuren des Tallöls. Die während dieser Zeit erhaltenen Ergebnisse sind nachstehend aufgeführt.



  Periode   III-    3 Wochen
Alle Kühe erhielten die   16 % ige    Protein-Getreidemischung, um die Grundmilchleistung wieder herzustellen.



  Periode IV - Sojabohnenölfettsäuren gegen Tallölfettsäuren
Gruppe A Gruppe B Durchschnittskörpergewicht der Kühe, kg 394 445 Tägliche Alfalfaheumenge, kg 10 10 Tägliche   16% ige    Protein-Getreideration, kg 6,35 6,35 Zugesetzte Fettsäuremenge zum Futter, kg 0,254 0,254 Jodwert der Fettsäuren 126 132 Jodwertaufnahme je Kuh je Tag 320 335 Jodwertaufnahme je 0,454 kg Gesamtfuttergemisch 8,89 9,31 Milchleistung (% der Grundperiode)
Versuchswochen
1 100,4 100,4
2 105,7 105,7
3 104,7 104,7
4 102,4 102,4
5 111,7 116,5
6 116,5 111,5
7 111,5 116,5   
Versuchswochen Gruppe A Gruppe B
Futteränderung Futteränderung keine Futteränderung    Periode V 8 106,7 112,8 Gruppe A erhielt wieder Grundfuttergemisch ohne 9 104,0 116,0 Sojaölfettsäuren 10 95,0 111,4
Aus diesen Daten ist ersichtlich, dass die Kühe, die tierische oder pflanzliche Fettglyceride erhielten,

   nicht mit erhöhter Milchleistung ansprachen, wohingegen die Kühe, die eine vergleichbare Menge freier Fettsäuren des Tallöls oder Sojabohnenöls erhielten, eine merkliche Erhöhung der Milchleistung zeigten. Wenn die Kühe von einer eine entsprechende Menge freier Fettsäuren enthaltenden Futterration auf eine Ration gesetzt werden, die entweder Glyceride tierischer oder pflanzlicher Fette oder keinen Fettzusatz enthält, sprechen sie darauf mit einem sofortigen und merklichen Rückgang der Milchleistung an. Die durch Verfütterung freier Fettsäuren erhaltene Verbesserung der Milchleistung ist grösser als der auf Grund des Gesamt-Nährwertes solcher ungesättigten freien Fettsäuren errechnete Wert.



   Beispiel 11
Zwei Gruppen von Kühen, die ihren höchsten Stand der Milchleistung überschritten hatten und sich am Anfang des normalen Milchleistungsabfalls befanden, wurden diesem Versuch unterworfen, um die Wirkung der Verfütterung der ungesättigten Fettsäuren des Tallöls zu bestimmen. Die Futtermenge für beide Gruppen bestand aus 6,8 kg Alfalfaheu und 13,6 kg eines Silomaisfutters je Kuh je Tag, plus 5,45 kg einer geeigneten 16 % igen Rohprotein-Getreideration.

 

   Diese obige Getreideration wurde unter Verwendung eines   24 % igen    Rohproteinzusatzes angesetzt, der mit Mais und Häcksel und gemahlenem Hafer vermischt wurde. Die für den 24 % igen Proteinzusatz verwendeten Bestandteile waren folgende: grobgemahlener Mais Mittelweizen Sojabohnenmehl Melasse Salz (Natriumchlorid) Kalkstein Defluoriertes Phosphat Harnstoff   Hafermühien-Nebenprodukte    Mangan-II-oxyd Eisen-II-carbonat Kupfer-II-oxyd Zinkoxyd Kobaltcarbonat Kaliumjodid Magnesiumoxyd  
Die Kühe der Gruppe A wurden auf Kontrollration gehalten, und die der Gruppe B erhielten die Kontrollration plus einer Menge freier Fettsäuren des Tallöls, die einen Jodwert von 5,05 Einheiten je 0,454 kg Gesamtfutteraufnahme entsprach.

  Die durchschnittliche tägliche Milchleistung für die Woche vor dem Versuch betrug für die Kühe der Gruppe A 16,85 kg und für die Kühe der Gruppe B 16,43 kg.



  Die während des 1 3wöchigen Versuches erhaltene Milchleistung ist in Prozent der Grundperiode angegeben, wobei als Grundperiode die Milchleistung in den 2 Wochen vor dem Versuch galt, die gleich   100%    gesetzt wurde. Die Ergebnisse der Milchleistung werden nachstehend aufgeführt.



   Tägliche Fettsäureaufnahme
Jodwert/0,454 kg Futter 0 24
Versuchsdauer (Wochen) % der Grundmilchleistung
0 100 100
1 100,2 108,9
2 99,2 111,3
3 96,1 112,9
4 98,7 110,4
5 97,3 109,5
6 96,3 111,3
7 94,4 109,3
8 92,5 110,6
9 90,5 109,4
10 89,9 110,9
11 86,5 107,6
12 86,3 100,3
13 84,8 108,1
Die Kühe, die ungesättigte Fettsäuren des Tallöls erhielten, sprachen darauf mit einer merklichen Erhöhung der Milchleistung an.



   Beispiel 12
4 Gruppen von Kühen wurden diesem Versuch unterworfen, um die Verfütterung 4 verschiedener Gehalte an ungesättigten freien Fettsäuren aus Sojabohnen- und Baumwollsamenöl zu untersuchen. Die angewendeten Gehalte an ungesättigten Fettsäuren entsprachen Jodwerten je 0,454 kg Getreidefutter von 0, 12, 24 und 34. An die Kühe wurde Alfalfaheu ad libitum verfüttert, das ungesättigte Material war in der Getreideration enthalten. Die Getreideration war aus folgenden Bestandteilen zusammengesetzt: Haferhäcksel Maisflocken Melasse Sojabohnenmehl Leinsamenmehl Mittelweizen grobgemahlener Mais entwässertes Alfalfamehl Defluoriertes Phosphat Salz (Natriumchlorid) Vitamin D Mangan-II-oxyd Eisen-II-carbonat Kupfer-II-oxyd Zinkoxyd Kobaltcarbonat Kaliumjodid Magnesiumoxyd Periode I
An alle Kühe wurde Alfalfaheu ad libitum verfüttert.

  An laktierende Kühe wurde ein Milchfuttergemisch verfüttert, das   16S    Rohprotein und 0, 3, 5 und 7 % Sojabohnen- und Baumwollsamen-Fettsäuregemisch (stabilisiert mit 200 ppm butylsubstituiertem Kresol) enthielt. Nach einer vorherigen Grundfütterungsperiode wurden die Kühe von der Getreidegrundration auf die Getreide-Versuchsration, wie gezeigt, gesetzt. Die Kontrollkühe erhielten dieselbe Grundration ohne Fettsäurezusatz. Die Milchleistung, ausgedrückt in Prozenten der Grundperiode, wird für die   1 lwöchige    Versuchsdauer der Fütterung nachstehend gezeigt.



   Milchleistung (% der Grundperiode)
Versuchsdauer   Jodwert/0,454    kg Getreide  (Wochen) 0 12 24 34
1 100,5 105,1 105,7 98,9
2 101,1 106,5 103,5 99,9
3 99,7 107,4 102,9 105,9
4 97,7 108,3 104,6 100,2
5 97,5 112,8 115,0 104,7
6 97,9 115,2 112,0 106,0
7 95,1 113,5 111,8 112,2
8 92,1 118,5 112,6 109,1
9 89,2 114,0 112,6 114,1
10 91,4 109,7 103,7 112,8
11 90,3 115,0 109,7 117,3
Am Ende der 11 Wochen gaben die Kühe, die keine ungesättigten Fettsäuren aus Sojabohnen- oder Baumwollsamenöl erhielten (Jodwert 0) nur   90%    der Grundmilchleistung, wohingegen die Kühe, die unge   sättigt    Fettsäuren in einer Menge erhielten, die Jodwerten von 12, 24 und 34 Einheiten je 0,454 kg Getreideration entsprachen, 115, 109,7 und   117,3 %    der Grundmilchleistung erzeugten.



   Anschliessend an die 11 Wochen der Scheunenfütterung wurden die Kühe der 4 Gruppen auf die Weide getrieben und erhielten weiterhin die Versuchsfutterrationen. Die erhaltene Milchleistung ist in Prozenten der ursprünglichen Grundperiode ausgedrückt und wird nachstehend aufgeführt.



  Periode II - 5 Wochen
Periode II - 5 Wochen
Kühe auf die Weide getrieben
Versuchsdauer    0 0 12 24 34   
12 101,6 124,4 119,8 124,5
13 104,2 128,0 129,4 128,4
14 104,9 129,8 129,6 122,9
15 99,1 123,2 126,4 119,7
16 84,8 121,5 121,6 123,2  
Die Kühe aller 4 Gruppen zeigten eine merkliche Erhöhung der Milchleistung bei der Weidefütterung, jedoch ist der Unterschied in der Milchleistung der Kühe, die ungesättigte freie Fettsäuren aus Sojabohnen- und Baumwollsamenöl in entsprechenden Jodwertmengen erhielten, und den Kühen, die keine freien Fettsäuren erhielten, sehr gross.



   Beispiel 13
Zwei Gruppen von Kühen im 6. und 7. Monat der Laktation wurden mit Versuchsrationen gefüttert, denen stabilisierte ungesättigte freie Fettsäuren aus Leinsamenöl oder Sojabohnenöl zugesetzt wurden. An die Kühe wurden 6,8 kg Alfalfaheu, 13,6 kg Maissilofutter und 4,5 kg einer   16 % igen    Protein-Getreideration folgender Zusammensetzung verfüttert: Vermahlener Mais Sojabohnenmehl Melasse Salz Defluoriertes Phosphat Mangan-II-oxyd Eisen-II-carbonat Kupfer-II-oxyd Zinkoxyd Kobaltcarbonat Kaliumjodid Magnesiumoxyd
Die ungesättigten freien Fettsäuren aus Leinsamenöl wurden in einer einem Jodwert von 5,04 Einheiten je 0,454 kg Gesamtfuttermenge entsprechenden Menge für Gruppe A zugesetzt. Die ungesättigte freie Fettsäuren aus Sojaöl erhaltenden Kühe der Gruppe B erhielten 5,2 Jodwerteinheiten je 0,454 kg Futter.

  Die während der Versuchsdauer erhaltene Milchleistung in Prozent der Grundperiode und der Butterfettgehalt sind nachstehend aufgeführt.



   Milchleistung (% der Grundperiode)
Versuchsdauer Gruppe A Gruppe B  (Wochen) % Butterfett % Butterfett
Vor Versuch 100 4,0 100 4,1
1 103 4,0 104 3,8
2 104 4,1 111 3,9
3 104 4,4 108 3,9
4 99 4,6 106 4,4
5 103 4,5 104 4,5
6 99 4,0 110 4,3
7 101 4,8 107 4,4
8 102 4,2 108 3,9
9 105 4,8 110 4,2
10 103 4,3 112 4,0
1 danach 99 3,9 100 3,7
2 danach 97 4,4 95 3,6
3 danach 89 4,1 93 3,7 Die Kühe der Gruppe A und B zeigten eine Erhöhung der Milchleistung während der 10wöchigen Versuchsdauer, trotz des Umstandes, dass sie sich im 6. und 7.



  Monat der Laktation zur Zeit der Versuchsfütterung befanden. Nach Entfernung der freien ungesättigten Fettsäuren aus Sojabohnen- und Leinsamenöl aus der Getreideration zeigten die Kühe einen starken Abfall der Milchleistung in den folgenden 3 Wochen. Der Buttergehalt blieb während der Dauer der Verfütterung ungesättigter Materialien gleich hoch.



   Beispiel 14
Um die Verfütterung von Fischölglyceriden mit der Verfütterung von Alkylestern des Fischöls zu vergleichen, wurden 2 Kühe diesem Versuch unterworfen.



  Beide Kühe erhielten 11,8 kg Alfalfaheu je Tag und eine   16% ige      Protein-Milchfutter-Grundration    der gleichen Zusammensetzung wie in Beispiel 13. Während der Periode I erhielten die Kühe A und B 0,195 kg Fisch ölglyceride je Tag. Die Milchleistung in Prozenten der Grundperiode und der Butterfettgehalt sind nachstehend aufgeführt. Der Abfall der Milchleistung und des Butterfettgehaltes sind mit den in der wissenschaftlichen Literatur angegebenen Werten vollkommen vergleichbar.



   Periode I - Fischölglyceride
Kuh A   Kuh'B    Tägliche Alfalfaheumenge, kg 11,8 11,8   16% iges    Protein-Milchfutter, kg 4,54 4,54 Fischöl, kg 0,195 0,195 Jodwert des   Fischölglycerids    180 180
Milchleistung (% der Grundperiode)
Versuchsdauer    % Fett % Fett     (Wochen)
Vor Versuch 100 3,2 100 3,9
1 99 3,4 98 3,3
2 95 3,4 93 3,9
3 85 3,3 83 3,7
4 82 2,4 79 3,6 Während der Periode II wurden die Kühe A und B mit dem   16 % igen    Milchfutter gefüttert, dem   Athyl-    oder Methylester von   Menhadenfischölfettsäuren,    die mit Santoquin und Phosphorsäure stabilisiert waren, zugesetzt wurden. Kuh A erhielt 0,177 kg   Methylester    je Tag und Kuh B erhielt 0,177 kg Methylester je Tag. 

  Das entsprach Jodwerteinheiten von 8,6 je 0,454 kg Gesamtfutter für jede Kuh, A und B. Die in Prozenten der Grundperiode ausgedrückte Milchleistung während der 6 Wochen des Versuches ist nachstehend angegeben.



  Periode II - Alkylester des Fischöls Ersatz der Fischölglyceride durch Alkylester aus Menhadenfettsäuren, stabilisiert mit Santoquin und Phosphorsäure.



   Kuh A Kuh B Tägliche Alfalfaheumenge, kg 11,8 11,8   16% iges    Proteinmilchfutter, kg 4,54 4,54 ethylester je Tag in kg 0,177  Methylester je Tag in kg - 0,177  
Kuh A Kuh B Jodwert des Fettes 180 180 Jodwertaufnahme je Kuh je Tag 308 308 Jodwertaufnahme je 0,454 kg 8,6 8,6 Gesamtfutter
Kuh B Kuh A
Milchleistung (% der Grundperiode)
Versuchsdauer  (Wochen) % Fett % Fett
Vor Versuch 100 2,4 100 3,6
1 114 3,0 106 3,9
2 121 3,1 113 3,7
3 117 3,4 105 3,7
4 113 3,9 102 4,0
5 112 3,8 104 3,6
6 111 3,9 116 3,8 Wenn die Kühe   i5Xthyl-    oder Methylester der freien ungesättigten Fettsäuren aus Menhadenfischöl erhielten, zeigten sie eine starke Erhöhung der Milchleistung, wobei der Butterfettgehalt gleich blieb oder erhöht wurde, was im krassen Gegensatz zu den bei Verfütterung von Fischölglyceriden erhaltenen Ergebnissen steht.



   Beispiel 15
Es wurde ein Gemisch aus den Methylestern der stärker ungesättigten freien Fettsäuren aus Fischöl hergestellt und mit Santoquin und Phosphorsäure stabilisiert. Das hergestellte Methylestergemisch hatte folgende Zusammensetzung:
6 % gesättigte Ester 16,9   %      einfach-ungesättigte Ester    38,0 % fünffach-ungesättigte Ester 39,1   S      sechsfach-ungesättigte Ester    Die Jodzahl dieses besonderen Gemisches betrug 254.



  Dieses besonders hergestellte Estergemisch wurde an eine Kuh während einer   Swöchigen    Versuchsfütterung verfüttert. Die Kuh erhielt 10 kg Alfalfaheu täglich und ein   16ggiges    Protein-Milchfutter, dem die besonders hergestellten Methylester in einer Menge von 0,095 kg je Tag zugesetzt wurden, wobei 6,35 kg der 16 % igen Milchfutterration täglich verfüttert wurden.



  Das ergab eine Jodwertaufnahme von 6,7 je 0,454 kg Gesamtfuttergemisch. Nachstehend ist die Milchleistung, ausgedrückt in Prozenten der Grundperiode, angegeben.



  Tägliche Alfalfaheumenge, kg 10    16 % ige    Proteinmilchfutterration, kg 6,35 Fettzusatz zur Getreideration, kg 0,095 Jodzahl des Fettes 254 Jodwertaufnahme je Tag 241 Jodwertaufnahme je 0,454 kg Gesamt futtermenge 6,7
Milchleistung (% der Grundperiode)
Versuchsdauer  (Wochen) % Fett
Vor Versuch 100 3,8
1 90 4,1
2 110 3,4
3 107 3,7
4 112 3,9
5 114 4,3
1 danach 110 4,3
2 danach 88 4,3 Die Kuh zeigte eine starke Erhöhung der Milchleistung und gab 14% mehr Milch nach 5wöchiger Versuchsdauer als während der Grundperiode. Nach Entfernung der Methylester aus der Nahrung zeigte die Kuh einen merklichen Abfall der Milchleistung innerhalb von 2 Wochen und gab nur noch 88 % der Milchleistung der Grundperiode, verglichen mit   114X    der Grundperiode nach 5 Wochen Methylesterverfütterung.



   Die aus der Herstellung der obigen hoch-ungesättigten Methylester anfallenden gesättigten Säuren, die eine geringe Menge einfach-ungesättigter Fettsäuren enthielten, wurden an eine Milchkuh verfüttert. Diese Kuh erhielt eine Ration von 11,4 kg Alfalfaheu je Tag und 6,8 kg einer 15 % igen Protein-Milchfutterration, der die gesättigte Fraktion des Fischöls in einer Menge zugesetzt wurde, dass täglich 0,202 kg von der Kuh aufgenommen wurden. Nachstehend ist die Milchleistung, ausgedrückt in Prozenten der Grundperiode, angegeben. Die die höher gesättigte Fraktion des Fischöls erhaltende Kuh zeigte weiterhin einen Milchleistungsabfall im Gegensatz zu der beachtlichen Verbesserung, die sich durch Verfütterung hoch-ungesättigter Methylester aus Fischölfettsäuren ergibt.



  Verfütterung der zurückbleibenden gesättigten Säuren mit geringem Anteil einfach-ungesättigter Fettsäuren an eine Milchkuh: Tägliche Alfalfaheumenge, kg 11,3 16 % iges Proteinmilchfutter, kg 6,8 Fettzusatz zur Getreideration, kg 0,202
Milchleistung   (%    der Grundperiode)
Versuchsdauer  (Wochen) % Fett
Vor Versuch 100 4,2
1 95 4,2
2 91 3,9
Beispiel 16
Ein   Ölsäurekonzentrat    der folgenden   Zusammen    setzung: 79,5 % Ölsäure
6,5 % Palmitolsäure
1,5 % Myristolsäure
4,0 % Linolsäure
1,0 % Linolensäure
7,5 % gesättigte Fettsäuren  wurde an eine laktierende Milchkuh während eines 4wöchigen Fütterungsversuches verfüttert.

  Die Kuh erhielt eine Nahrung aus 11, 4 kg Alfalfaheu und 6,8 kg einer 16 % igen Protein-Getreideration, der das   Ölsäure-    gemisch in solcher Menge zugesetzt wurde, dass eine tägliche Aufnahme von 0,340 kg sichergestellt war.



  Der Jodwert des   Ölsäuregemisches    betrug 88. Das   ö1-    säuregemisch wurde verhältnismässig frisch hergestellt und war nicht mit Hilfe von Oxydationsverzögerern gegen Oxydation stabilisiert. Nachstehend ist die Milchleistung, ausgedrückt in Prozenten der Grundperiode, aufgeführt.



  Alfalfaheu, tägliche Menge, kg 11,4
16 % ige   Protein-Getreidemenge,    kg 6,8 Fettzusatz zur Getreideration, kg 0,34 Jodwert des Fettes 88
Milchleistung (% der Grundperiode)  % Fett
Vor Versuch 100 4,1
1 103 4,1
2 101 4,1
3 102 4,0
4 101 4,1
1 danach 98 4,1
2 danach 97 4,0 Während dieser 4wöchigen Versuchsfütterung zeigte die laktierende Milchkuh eine Erhöhung der Milchleistung im Gegensatz zu dem sonst normalerweise auftretenden Leistungsabfall von 6 bis 9 %, der für diese Periode zu erwarten war.



   Beispiel 17
Um die Verwendbarkeit des Alkohols von unge sättigten Fettsäuren zu untersuchen, wurde ein aus 20 % Oleyl-,   15%    Linoleyl-,   50%    Linolenyl- und   15%    gesättigtem Alkohol zusammengesetzter Alkohol mit ei nem Jodwert von 180 zwei Milchkühen durch orale Verabreichung gegeben. An die Kühe wurden täglich
10,9 kg Alfalfaheu je Kuh und 5,5 kg der gleichen    16% igen    Protein-Getreideration wie in Beispiel 12 verfüttert. Die Kühe wurden mit einer einem Jodwert von 513 Einheiten entsprechenden Menge Alkohol täglich gefüttert.

  Die Milchleistung und der Butterfettgehalt am Tage vor dem Versuch und während der dreitägigen Versuchsfütterung war wie folgt: Täglich verbrauchte Futtermenge Kuh 1 Kuh 2 Alfalfaheu, kg 10,9 10,9 Getreide, kg 5,5 5,5 Jodwert je 0,454 kg Futter 14,3 14,3 Jodwert je 0,454 kg Getreide 42,7 42,7 Jodwertaufnahme je Kuh je Tag 513 513
Versuchsdauer Milch Butterfett Milch Butterfett  (Tage) kg   %    kg
Vor Versuch 17,65 3,2 15,3 3,5
1 17,6 3,7 15,07 4,0
2 17,96 3,8 14,58 3,9
3 18,53 3,6 15,16 4,0 Die Milchleistung und der Butterfettgehalt waren gleich hoch oder erhöht durch die Verabreichung der ungesättigten Alkohole.



   Beispiel 18
6 Gruppen Milchkühe im 4. Monat der Laktation wurden mit einem Getreidegemisch und Alfalfaheu gefüttert. Die Nahrungswertaufnahme je Kuh wurde durch Abwiegen des Getreides und Heues für jede Kuh täglich gleich gehalten. Die Getreideration bestand aus gemahlenem Mais, Sojabohnenmehl und einer entsprechenden Menge notwendiger Mineralien und Vitamine.



  Die Getreideration, die an 5 Milchkuhgruppen verfüttert wurde, wurde mit einem Gemisch stabilisierter freier Fettsäuren vermischt. Diese Fettsäuren wurden durch Hydrolyse von Sojabohnenöl gewonnen und waren mit butylsubstituiertem Kresol, Santoquin und Citronensäure stabilisiert. Die Getreideration wurde so angesetzt, dass steigende Mengen freier Sojabohnenfettsäuren zur Verfügung standen, sie sind durch die entsprechenden Jodwerte angegeben. Die durchschnittliche wöchentliche Milchleistung ist in Prozenten der Grundmilchleistung der vorangehenden 2 Wochen ausgedrückt.

 

   Tägliche Fettsäure-Aufnahme (Jodwerteinheiten) Gesamtfuttermenge, kg 16,8 16,3 16,3 16,8 17,7 15,4 Jodwert je Tag 0 45 97 139 229 669 Fettsäuren (kg) 0 0,037 0,077 0,109 0,018 0,5   Jodwertmengeje0,454kgFutter    0 1,25 2,7 3,75 5,87 18,5
Versuchsdauer (Wochen) Wöchentliche Milchleistung in % der Grundperiode
Vor Versuch 100 100 100 100 100 100
1 97 97 104 106 99 99
2 95 102 107 114 106 112
3 97 104 106 113 106 113
4 74 101 105 114 105 115
5 89 98 101 112 107 114
6 85 97 100 110 109 113
7 86 98 102 110 110 112  
Am Ende der 7wöchigen Fütterung gaben die stabilisierte freie Fettsäuren erhaltenden Kühe mehr Milch als die Kühe der Kontrollgruppe. Der Leistungsabfall der Kontrollkühe ist dem zu erwartenden Milchleistungsabfall vergleichbar. Die Zugabe solcher Säuren zur Nahrung erhöhte die Milchleistung. Die Erhöhung der Laktation während des 5.

  Monats der Laktation steht ganz im Gegensatz zu den Fütterungsversuchen in der Literatur.



   Beispiel 19
Fünf Gruppen von Lämmern mit einem anfänglichen Gewicht von etwa 36 kg wurden während einer   50tägigen    Fütterungsperiode mit einem Futter in Tablettenform in üblichen Mengen gefüttert. Das tablettisierte Futter war wie folgt zusammengesetzt: Alfalfamehl Gemahlener Mais Melasse Sojabohnenmehl Leinsamenmehl Hafermühlen-Nebenprodukte Harnstoff Defluoriertes Phosphat Kalkstein Salz Vitamin A Vitamin D Vitamin E Stilbosol (einem Handelsprodukt des Stilböstrols) Antibioticum (Aureomycin) Mangan-II-oxyd Eisen-II-carbonat Kupfer-II-oxyd Zinkoxyd Kobaltcarbonat Kaliumjodid Magnesiumoxyd.



  Die Lämmer erhielten   0227    kg Alfalfaheu täglich zusätzlich zu dem Futter in Tablettenform. Das tablettisierte Futter, das an 5 Gruppen von Lämmern verfüttert wurde, war mit einem Gemisch ungesättigter Säuren (6,5   %    Palmitin-, 4,2 % Stearin-,   28,7      %    Öl-, 52,6 % Linol- und 8   SS    Linolensäure) in so grossen Mengen vermischt, dass eine tägliche Aufnahme von 1,8 bis 28,2 Jodwerteinheiten freier ungesättigter Säuren je 0,454 kg Gesamtfuttermenge sichergestellt war. An die Kontrollgruppe der Lämmer wurde dieselbe Grundration, ausschliesslich der ungesättigten Fettsäuren verfüttert. Es dienten 4 Gruppen als Kontrollgruppen.



  Die durchschnittliche tägliche Gewichtszunahme und die für diese Gewichtszunahme erforderliche Futtermenge sowie der Fleischwert waren wie folgt: Lammfütterungsversuch - Einfluss von Sojabohnenfettsäuren auf das Mästungsverhalten von Lämmern (50 Tage)   
Durchschn. Durchschn. Durchschn.

  Futtermenge Insgesamt Jodwert
Anfangs- Durchschn. tägliche tägliches je 45,4 kg zugesetzte einheiten/ Fleisch der gewicht Endgewicht Zunahme Futter Zunahme Jodwert- 0,454 kg wert   
Tiere kg kg kg kg kg einheiten Futter
15 36,80 49,3 0,254 1,92 343 - - 2,05
15 36,82 53,6 0,339 2,25 309 8,8 1,8 1,81
15 36,83 53,1 0,3285 2,125   295    17,6 3,7 1,82
29 36,815 52,1 0,310 2,13 312 35,3 7,5 1,75
29 36,78 53,3 0,335 2,135 292 70,6 14,9 1,75
15 36,83 48,9 0,246 1,88 347 115,9 28,2 2,30
Wie aus den Daten ersichtlich, ergab die Verfütterung der ungesättigten Fettsäuren in Mengen, die nur 1,8 Jodwerteinheiten je 0,454 kg Gesamtfuttermenge entsprachen, eine wesentliche Verbesserung der durch   schnittlicken    täglichen Gewichtszunahme, Wirksamkeit der Futtervenvertung und des Fleischwertes.



   Beispiel 20
In einem Versuch, der angestellt wurde, um den Einfluss des Zusatzes von ungesättigten Verbindungen zu Futtergemischen, die verschiedene Mengenanteile an Rauhfutter und Getreide aufwiesen, zu bestimmen, wurde ein Futter in Tablettenform, das zu etwa 50 % aus Rauhfutter und zu 50   %    aus Konzentratbestandteilen bestand, mit 2 verschiedenen Mengenanteilen Maiszusatz verfüttert. Zusätzlich wurde jedes Tier mit 0,151 kg Heu gefüttert. Die verfütterten ungesättigten Verbindungen bestanden aus einem Gemisch ungesättigter Fettsäuren aus Tallöl (53 %   Ö1-,    47 % Linolsäure).



   Einfluss der Zugabe von Tallölfettsäuren zu Mastfutter für Lämmer (56 Tage)
Ration A Ration A Ration B Ration B
Grundfutter + Tallölfett- Grundfutter   +    Tallölfett    +25%    Maiszusatz säuren   +50%    Maiszusatz säuren Zahl der Tiere 15 30 30 29 Durchschn.- Anfangsgewicht, kg 28 28,1 28,05 28,3 Durchschn.- Endgewicht, kg 40,3 41 41 41,9 Durchschn.- tägliche Gewichtszunahme, kg 0,222 0,222 0,222 0,245 Durchschn.

   tägliche Futtermenge, kg 2,07 1,756 1,797 1,747 Futtermenge je 45,4 kg Gewichtszunahme, kg 426 360 367 326 Jodwertaufnahme je Tag - 94,6 - 72,5 Jodwert je 0,454 kg Futter - 24,4 - 18,8  
Es ist ersichtlich, dass die Zugabe von ungesättigten Fettsäuren zu der Nahrung mit 25   %    Maiszusatz die Futterwirksamkeit um 15 % erhöhte und dass 66 kg weniger Futter benötigt wurden, um eine Gewichtszunahme von 45,4 kg zu erzielen. Wenn 18,8 Jodwerteinheiten an ungesättigten Fettsäuren je 0,454 kg Futter zu der Nahrung mit   50 %    Maiszusatz zugesetzt werden, wird eine beachtliche Steigerung der Geschwindigkeit der Gewichtszunahme und eine   11 % ige    Verbesserung der Futterverwertungswirksamkeit erzielt.

  Es muss ausserdem beachtet werden, dass eine grössere Wirksamkeit der Gewichtszunahme im Falle der Lämmer erhalten wurde, die 24,4 Jodwerteinheiten an ungesättigten Säuren je 0,454 kg Futter und   25%    Maiszusatz erhielten als im Falle der Lämmer, die eine Nahrung mit   50 X    Maiszusatz ohne Zusatz ungesättigter Säure erhielten.



   Beispiel 21
Die Zugabe ungesättigter freier Fettsäuren aus Sojabohnen und Baumwollsamen   (29,7 %    gesättigte Fettsäuren,   24,1%      Ö1-,      41,9%    Linol- und 4,4% Linolensäure) zur Nahrung für   Lämmer,    die 37,2 kg wiegen, am Beginn eines 57tägigen Fütterungsversuches erbrachte eine 20%ige Erhöhung der Geschwindigkeit der Gewichtszunahme und erforderte 48 kg weniger Futter, um eine Gewichtszunahme von 45,4 kg zu erzielen. Die ungsättigten Säuren waren mit butylsubstituiertem Hydroxyltoluol stabilisiert. Wenn demnach stabiliserte ungesättigte Materialien in ausreichender Menge verfüttert werden, ist eine Verbesserung der Geschwindigkeit der Gewichtszunahme und der Fut   terwirksamkeit    erreichbar.



   Lämmer-Mästungsversuch (57 Tage)
Einfluss von Sojabohnen- und Baumwollsamen fettsäuren auf die Mästung von Lämmern   
Grundfutter + ungesättigte
Kontrolle Fettsäuren je Tag    Anzahl der Tiere 15 29 Durchschnittliches Anfangsgewicht, kg 36,7 37,2 Durchschnittliches Endgewicht, kg 49,4 53,5 Durchschnittliche tägliche Gewichtzunahme, kg 0,231 0,272   Durchschnittqiche    tägliche Futteraufnahme, kg 1,83 1,857 Futtermenge je 45,4 kg Gewichtszunahme in kg 359 311 Gesamtjodwertaufnahme je Tag   -    28,9 Jodwerteinheiten je 0,454 kg Futter   -    7,1
Aus dem Vorstehenden ist ersichtlich, dass mit Hilfe der Erfindung es möglich ist, die Geschwindigkeit der Gewichtszunahme wachsender und/oder fettansetzender, Fleisch liefernder Wiederkäuer zu beschleunigen. Die Erfindung ist auf alle Wiederkäuer anwendbar.

  Wenn die genannten ungesättigten Materialien in geeigneten Mengen an Wiederkäuer verfüttert werden, wird die Gewichtszunahmegeschwindigkeit erhöht und die Wirksamkeit der Futterverwertung sowie der Fleischwert der Tiere wesentlich verbessert. Mit Hilfe der vorliegenden Erfindung können also Fleisch liefernde Wiederkäuer schneller aufgezogen und früher geschlachtet werden. Die wachsenden und fettansetzenden, Fleisch liefernden Tiere können eher verkauft werden, und es lässt sich ein besserer Fleischwert erhalten.



  Wenn die genannten ungesättigten Materialien in geeigneten Mengen an laktierende Milchkühe verfüttert werden, wird die Milchleistung erhöht und während der Laktation der Kuh auf gleich hohem Stand gehalten. Darüber hinaus ermöglicht es die vorliegende Erfindung, den Butterfettgehalt in der erzeugten Milch auf   hohen    Stand zu halten oder zu erhöhen.



   Ein weiterer Vorteil der Erfindung liegt in der Verwendung der genannten ungesättigten Materialien als Anregungsmittel für Wiederkäuer, wie laktierende Milchkühe, die im Zusammenhang mit einer Ernährungssyndromketosis oder Acetonämie mangelnde Fresslust zeigen. In solchen Fällen sind Dosierungen in der Grössenordnung von etwa 200 bis 500 oder mehr Jodwerteinheiten je 24 Stunden geeignet, wobei der genaue Wert von der Grösse und dem Zustand des Tieres abhängt. Zum Beispiel ist für eine laktierende Milchkuh mit einem Gewicht von etwa 320 bis 460 kg eine Dosierung des Stimulans von etwa 100 bis etwa 800 g ungesättigte Materialien je 24 Stunden anwendbar, die vorzugsweise in mehreren kleineren Dosierungen verabreicht wird.



   Modifizierungen und gleichwertige Ausführungsformen, die im Erfindungsbereich und im Bereich der folgenden Ansprüche liegen, gelten als Teil der Erfindung.



   PATENTANSPRUCH 1
Futtermittelzusatz, dadurch gekennzeichnet, dass er ein Trägermaterial und ein ungesättigtes Material enthält, wobei das ungesättigte Material aus freien Fettsäuren, die mindestens 14 Kohlenstoffatome im Molekül aufweisen, aus hydrolysierten ungesättigten tierischen Fetten, aus hydrolysierten Ölen aus Meeresprodukten, aus hydrolysierten pflanzlichen Ölen, aus Alkoholen, die sich von den ungesättigten Fettsäuren, die mindestens 14 Kohlenstoffatome pro Molekül besitzen, ableiten, aus niedern Alkylestern ungesättigter Fettsäuren, die mindestens 14 Kohlenstoffatome pro Molekül besitzen, oder aus einer Mischung dieser Materialien aufgebaut ist.

 

   UNTERANSPRÜCHE
1. Futtermittelzusatz nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass das ungesättigte Material ein hydrolysiertes   Ö1    aus Meeresprodukten, ein hydrolysiertes Pflanzenöl oder ein hydrolysiertes ungesättigtes tierisches Fett ist. 

**WARNUNG** Ende DESC Feld konnte Anfang CLMS uberlappen**.



   

Claims (1)

  1. **WARNUNG** Anfang CLMS Feld konnte Ende DESC uberlappen **. Es ist ersichtlich, dass die Zugabe von ungesättigten Fettsäuren zu der Nahrung mit 25 % Maiszusatz die Futterwirksamkeit um 15 % erhöhte und dass 66 kg weniger Futter benötigt wurden, um eine Gewichtszunahme von 45,4 kg zu erzielen. Wenn 18,8 Jodwerteinheiten an ungesättigten Fettsäuren je 0,454 kg Futter zu der Nahrung mit 50 % Maiszusatz zugesetzt werden, wird eine beachtliche Steigerung der Geschwindigkeit der Gewichtszunahme und eine 11 % ige Verbesserung der Futterverwertungswirksamkeit erzielt.
    Es muss ausserdem beachtet werden, dass eine grössere Wirksamkeit der Gewichtszunahme im Falle der Lämmer erhalten wurde, die 24,4 Jodwerteinheiten an ungesättigten Säuren je 0,454 kg Futter und 25% Maiszusatz erhielten als im Falle der Lämmer, die eine Nahrung mit 50 X Maiszusatz ohne Zusatz ungesättigter Säure erhielten.
    Beispiel 21 Die Zugabe ungesättigter freier Fettsäuren aus Sojabohnen und Baumwollsamen (29,7 % gesättigte Fettsäuren, 24,1% Ö1-, 41,9% Linol- und 4,4% Linolensäure) zur Nahrung für Lämmer, die 37,2 kg wiegen, am Beginn eines 57tägigen Fütterungsversuches erbrachte eine 20%ige Erhöhung der Geschwindigkeit der Gewichtszunahme und erforderte 48 kg weniger Futter, um eine Gewichtszunahme von 45,4 kg zu erzielen. Die ungsättigten Säuren waren mit butylsubstituiertem Hydroxyltoluol stabilisiert. Wenn demnach stabiliserte ungesättigte Materialien in ausreichender Menge verfüttert werden, ist eine Verbesserung der Geschwindigkeit der Gewichtszunahme und der Fut terwirksamkeit erreichbar.
    Lämmer-Mästungsversuch (57 Tage) Einfluss von Sojabohnen- und Baumwollsamen fettsäuren auf die Mästung von Lämmern Grundfutter + ungesättigte Kontrolle Fettsäuren je Tag Anzahl der Tiere 15 29 Durchschnittliches Anfangsgewicht, kg 36,7 37,2 Durchschnittliches Endgewicht, kg 49,4 53,5 Durchschnittliche tägliche Gewichtzunahme, kg 0,231 0,272 Durchschnittqiche tägliche Futteraufnahme, kg 1,83 1,857 Futtermenge je 45,4 kg Gewichtszunahme in kg 359 311 Gesamtjodwertaufnahme je Tag - 28,9 Jodwerteinheiten je 0,454 kg Futter - 7,1 Aus dem Vorstehenden ist ersichtlich, dass mit Hilfe der Erfindung es möglich ist, die Geschwindigkeit der Gewichtszunahme wachsender und/oder fettansetzender, Fleisch liefernder Wiederkäuer zu beschleunigen. Die Erfindung ist auf alle Wiederkäuer anwendbar.
    Wenn die genannten ungesättigten Materialien in geeigneten Mengen an Wiederkäuer verfüttert werden, wird die Gewichtszunahmegeschwindigkeit erhöht und die Wirksamkeit der Futterverwertung sowie der Fleischwert der Tiere wesentlich verbessert. Mit Hilfe der vorliegenden Erfindung können also Fleisch liefernde Wiederkäuer schneller aufgezogen und früher geschlachtet werden. Die wachsenden und fettansetzenden, Fleisch liefernden Tiere können eher verkauft werden, und es lässt sich ein besserer Fleischwert erhalten.
    Wenn die genannten ungesättigten Materialien in geeigneten Mengen an laktierende Milchkühe verfüttert werden, wird die Milchleistung erhöht und während der Laktation der Kuh auf gleich hohem Stand gehalten. Darüber hinaus ermöglicht es die vorliegende Erfindung, den Butterfettgehalt in der erzeugten Milch auf hohen Stand zu halten oder zu erhöhen.
    Ein weiterer Vorteil der Erfindung liegt in der Verwendung der genannten ungesättigten Materialien als Anregungsmittel für Wiederkäuer, wie laktierende Milchkühe, die im Zusammenhang mit einer Ernährungssyndromketosis oder Acetonämie mangelnde Fresslust zeigen. In solchen Fällen sind Dosierungen in der Grössenordnung von etwa 200 bis 500 oder mehr Jodwerteinheiten je 24 Stunden geeignet, wobei der genaue Wert von der Grösse und dem Zustand des Tieres abhängt. Zum Beispiel ist für eine laktierende Milchkuh mit einem Gewicht von etwa 320 bis 460 kg eine Dosierung des Stimulans von etwa 100 bis etwa 800 g ungesättigte Materialien je 24 Stunden anwendbar, die vorzugsweise in mehreren kleineren Dosierungen verabreicht wird.
    Modifizierungen und gleichwertige Ausführungsformen, die im Erfindungsbereich und im Bereich der folgenden Ansprüche liegen, gelten als Teil der Erfindung.
    PATENTANSPRUCH 1 Futtermittelzusatz, dadurch gekennzeichnet, dass er ein Trägermaterial und ein ungesättigtes Material enthält, wobei das ungesättigte Material aus freien Fettsäuren, die mindestens 14 Kohlenstoffatome im Molekül aufweisen, aus hydrolysierten ungesättigten tierischen Fetten, aus hydrolysierten Ölen aus Meeresprodukten, aus hydrolysierten pflanzlichen Ölen, aus Alkoholen, die sich von den ungesättigten Fettsäuren, die mindestens 14 Kohlenstoffatome pro Molekül besitzen, ableiten, aus niedern Alkylestern ungesättigter Fettsäuren, die mindestens 14 Kohlenstoffatome pro Molekül besitzen, oder aus einer Mischung dieser Materialien aufgebaut ist.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Futtermittelzusatz nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass das ungesättigte Material ein hydrolysiertes Ö1 aus Meeresprodukten, ein hydrolysiertes Pflanzenöl oder ein hydrolysiertes ungesättigtes tierisches Fett ist.
    2. Futtermittelzusatz nach Patentanspruch I, da
    durch gekennzeichnet, dass er eine geringe Menge eines Oxydationsverzögerers enthält, die ausreichend ist, um die Oxydation der ungesättigten Materialien zu verzögern.
    3. Futtermittelzusatz nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Oxydationsverzögerer für die ungesättigten Materialien eine Kombination aus einem Antioxydans und einem Metallchelatkomplexbildner enthält.
    4. Futtermittelzusatz nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Oxydationsverzögerer für das ungesättigte Material eine Kombination aus 2,6-Ditertiärbutyl-4-methylphenol, 6-Äthoxy-2,2,4-trimethyl-1,2-dihydroxychinolin, Zitronensäure und Phosphorsäure enthält.
    5. Futtermittelzusatz nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass das Trägermaterial ein verfütterbares Grundfutter für Wiederkäuer ist.
    6. Futtermittelzusatz nach Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Trägermaterial ein Getreidefutter oder Rauhfutter ist.
    PATENTANSPRUCH II Verwendung des Futtermittelzusatzes nach Patentanspruch I zur Fütterung von Wiederkäuern, dadurch gekennzeichnet, dass man dem Futter der Wiederkäuer den Futtermittelzusatz in einer solchen Menge zufügt, dass man ein Gesamtfutter erhält, das pro 0,454 kg des Gesamtfutters eine Jodzahl von mindestens 0,7 aufweist, und dieses Gesamtfutter an die Wiederkäuer verfüttert.
    UNTERANSPRÜCHE 7. Verwendung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass man den Futtermittelzusatz dem Futter in einer solchen Menge zusetzt, dass man ein Gesamtfutter erhält, das pro 0,454 kg des Gesamtfutters eine Jodzahl von mindestens etwa 1,0 aufweist.
    8. Verwendung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass das an die Wiederkäuer verfütterte ungesättigte Material, das im Futtermittelzusatz enthalten ist, ein hydrolysiertes Öl aus Meeresprodukten, ein hydrolysiertes Pflanzenöl und/oder ein hydrolysiertes ungesättigtes tierisches Fett ist.
    9. Verwendung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass man milchgebende Milchkühe füttert.
    10. Verwendung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass milchgebenden Milchkühen eine solche Menge an Futtermittelzusatz verabreicht wird, dass an jede Kuh 100 g bis etwa 800 g der ungesättigten Materialien in einem Zeitraum von 24 Stunden verfüttert werden.
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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CN112868595A (zh) * 2019-11-29 2021-06-01 内蒙古伊利实业集团股份有限公司 新购奶牛的饲喂方法
CN115349578A (zh) * 2022-10-20 2022-11-18 中国农业科学院饲料研究所 一种添加蛋脂粉的肉羊全混合日粮及应用

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