CH513575A - Pflanzenschutzvorrichtung und Verwendung derselben zum Schutz von in Reihen angeordneten Pflanzen - Google Patents

Pflanzenschutzvorrichtung und Verwendung derselben zum Schutz von in Reihen angeordneten Pflanzen

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CH513575A
CH513575A CH1526469A CH1526469A CH513575A CH 513575 A CH513575 A CH 513575A CH 1526469 A CH1526469 A CH 1526469A CH 1526469 A CH1526469 A CH 1526469A CH 513575 A CH513575 A CH 513575A
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CH1526469A
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Bolliger Otto
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01GHORTICULTURE; CULTIVATION OF VEGETABLES, FLOWERS, RICE, FRUIT, VINES, HOPS OR SEAWEED; FORESTRY; WATERING
    • A01G13/00Protection of plants
    • A01G13/20Protective coverings for plants
    • A01G13/21Protective coverings for plants providing overhead protection, i.e. canopies

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  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Toxicology (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Catching Or Destruction (AREA)

Description


  
 



  Pflanzenschutzvorrichtung und Verwendung derselben zum Schutz von in Reihen angeordneten Pflanzen
Beim Anbau von Gemüse, Früchten und Blumen, die staudenartigen Wuchs zeigen, beispielsweise von Tomatenkulturen, insbesondere jedoch in den Rebkulturen der Weinberge, besteht seit jeher das Bestreben, die Pflanzen während ihres gesamten Wachstums und besonders die Früchte dieser Pflanzen während der Ausreifezeit und vor der Ernte wirksam gegen schädliche Einflüsse, wie z. B. gegen Hagelschäden, Frost, Vogelfrass und Fäulnis, zu schützen.



   Es wurden in dieser Richtung schon viele Vorschläge gemacht, und viele Vorrichtungen bzw. Methoden werden in der Praxis bereits eingesetzt. So sind beispielsweise im Handel bereits verschiedene Sorten von Netzen erhältich, die zum Schutz gegen Hagelschlag und Vorgelfrass mittels beliebigen Aufspannvorrichtungen, beispielsweise über eingeschlagene Pfähle gespannte Drähte, über den zu schützenden Kulturen ausgebreitet werden. Die angebotenen Netze, welche geflochten, geknüpft, extrudiert, gewoben oder gewirkt sein können, bestehen meist aus synthetischen Polymeren, wobei vor allem solche aus Polyamiden ungenügende Wetter-, insbesondere   UV-Bestädigkeit,    und somit eine beschränkte Lebensdauer aufweisen.

   Eine weitere Schutzart besteht darin, insbesondere Rebenkulturen ohne Verwendung einer Aufspannvorrichtung, direkt mit auseinandergezogenen Wirrfaservliesen aus Nylonfilamenten zu bedecken. Diese letztgenannte Methode bietet keinen Hagelschutz und zeigt ausserdem den Nachteil, dass sich die Vliese nur mühsam verlegen lassen, relativ schnell verwittern und danach, oder auch nach starken Regenfällen, nur beschränkt wirksam und ausserdem schlecht entfernbar sind. Durch die wahllos in die Rebstücke hinunterhängenden Einzelfilamente wird zudem die Ernte erschwert. Sämtliche vorbeschriebenen Methoden zeigen den Nachteil, dass sie umständlich anzubringen sind und den freien Zutritt zu den Pflanzen erschweren.

   Bei der Verwendung von Netzen ist der Schutz gegen Hagelschlag nur dann gewährt, wenn Netze in Form von Drehergeweben verwendet werden, die schwer, in der Anschaffung teuer und ausserdem schwierig aufspannbar sind.



   Weitere bekannte Vorrichtungen zum Schutz von Pflanzen, insbesondere Rebstöcken, gegen Vogelfrass, Hagelschlag, Frost und Fäulnis sind dahin gerichtet, jeden einzelnen Rebstock vom Boden bis zur Spitze mit einer schlauchförmigen Hülle aus Kunststoff zu versehen, wobei Öffnungen für die Luftzirkulation vorgesehen sind und die Umhüllung aus Kunststoff in einem speziellen Fall doppelwandig ist, um das Isoliervermögen zwecks Frostschutz zu erhöhen.



   Es ist weiter bekannt, Reihen von Rebstöcken durch giebeldachförmig angebrachte Schaumstoffbahnen zu überdecken, die mit einer Folie aus witterungsbeständigen Kunststoffen beschichtet und über in der Längsachse der Rebstockreihen eingeschlagene Pfähle kontinuierlich so aufgespannt werden, dass über dem Boden eine Öffnung für die Luftzirkulation verbleibt. Alle derartigen Schutzvorrichtungen zeigen die Nachteile, dass sie in erster Linie zum Anbringen einen grossen Arbeitsaufwand bedingen und danach praktisch jeglichen Zutritt zur Pflanze verunmöglichen, somit für jegliche Arbeit an den Pflanzen, insbesondere für die Ernte, entfernt werden müssen.



   Weitere bekannte Pflanzenschutzvorrichtungen sind jeweilen nur auf einen einzigen Zweck gerichtet, wie beispielsweise optische und akustische Schreckmittel oder auch Rauch-, Gas- und Nebelerzeuger gegen Vogelfrass und Wärme-, Rauch und Nebelerzeuger zur Verhütung von Frostschäden.



   Eine weitere im Handel erhältliche Vorrichtung dient ebenfalls ausschliesslich dem Schutz gegen Vogelfrass und weist Drähte auf, die zwischen den einzelnen Rebstöcken hindurchverlaufen und mittels einer mechanischen Vorrichtung bewegt werden. An diesen Drähten können dann Schreckmittel, wie Streifen aus Aluminiumfolie, bunte Lappen usw. mit Abständen aufgehängt werden. Diese Vorrichtung bedarf einer Krafquelle zum Antrieb, ist schwierig zu installieren  und störungsanfällig und ausserdem teuer in der Anschaffung.



   Gegenüber den vorstehend erwähnten Schutzmethoden, wobei jeder einzelne Rebstock durch eine oben geschlossene, schlauchartige Folienhülle geschützt wird, was die bereits erwähnten Nachteile mit sich bringt, kommt eine Überdeckung der gesamten Anbaufläche mit einer Kunststoffolie nur in Ausnahmefällen in Frage, da eine derartige Totalbedachung den   Durch-    tritt von Regenwasser und somit die Bewässerung vollkommen ausschliesst und ausserdem noch für den Ablauf von Regenwasser gesorgt werden muss, um die Bildung von Wasserflecken und somit die Zerreissgefahr der Folie zu verhindern.



   Es ist Gegenstand der vorliegenden Erfindung, eine Pflanzenschutzvorrichtung zu schaffen, welche die vorstehend genannten Nachteile nicht aufweist und gleichzeitig Schutz gegen Hagelschäden, Frost, Vogelfrass und Fäulnis bietet. Eine derartige Vorrichtung soll einen geringen Anschaffungspreis und eine lange Lebensdauer aufweisen, eine gute Luftzirkulation ermöglichen und dadurch Kondenswasserbildung verhindern, den Zutritt von Licht ermöglichen, ohne grossen Arbeitsaufwand montierbar sein und im montierten Zustand die Arbeiten im Rebberg und vor allem die Ernte nicht behindern.



   Erfindungsgemäss wird dies durch eine Pflanzenschutzvorrichtung erreicht, die ein Spannstützen aufweisendes Aufspannmittel und ein auf diesem angebrachtes Deckmittel enthält, wobei das Deckmittel aus einer Folienbahn besteht, an deren Längskanten beidseitig bahnförmige Netzstreifen verlaufen, wovon je eine Längskante mit einer Längskante der Folienbahn verbunden ist.



   Die Pflanzenschutzvorrichtung kann in Bahnen beliebiger Länge aufgestellt und somit sowohl zum Schutz einzelner Pflanzen oder Pflanzenreihen, wie auch zum Schutz von Anbauflächen beliebiger Grösse verwendet werden unter der Voraussetzung, dass die Pflanzen reihenförmig mit Abständen untereinander angebaut sind.



   In einer besonderen Ausführungsform enthält das Aufspannmittel mindestens zwei Spannstützen, die je durch einen Vertikalträger und einen in dessen oberem Bereich kreuzweise angebrachten Horizontalträger gebildet sind, wobei die Spannstützen mit Abstand voneinander in einer geraden Linie hintereinanderstehen und die oberen Enden ihrer Vertikalträger sowie die äusseren Enden ihrer Horizontalträger durch Spanndrähte verbunden sind.



   Vorteilhaft ist der Horizontalträger so an dem Vertikalträger angebracht, dass dessen oberes Ende den Scheitelpunkt und die beiden Enden des Horizontalträgers die Basisenden eines gleichschenkligen Dreiecks bilden.



   Vorzugsweise besteht die Folienbahn aus Kunststoff, und die Netzstreifen können aus Kunststoff oder Textilmaterial aus natürlichen oder synthetischen Fasern oder Mischungen davon, die je nach dem vorgesehenen Verwendungszweck ausgerüstet sein können. bestehen. Falls die Netzstreifen aus Kunststoff bestehen, können sie extrudiert oder gestanzt sein und Netzstreifen aus Textilmaterialien können sowohl aus Garnen aus natürlichen Fasern wie auch aus synthetischen Stapelfasern oder aus synthetischen Multifilamentgarnen oder Monofilamenten bestehen und gewoben, geflochten, geknüpft oder gewirkt sein. Bevorzugt werden synthetische Textilfasern hoher Witterungsbeständigkeit verwendet oder natürliche oder synthetische Fasern von geringerer Witterungsbeständigkeit mit einer entsprechenden Ausrüstung versehen, um deren Witterungsbeständigkeit zu erhöhen.

   Als Kunststoffe für die Folienbahn und gegebenenfalls für die Netzstreifen sind extrudier-, kalandrier- oder walzbare Polymere geeignet, wobei vorzugsweise extrudierbare, licht- und wetterbeständig stabilisierte, gegebenenfalls modifizierte, mattierte oder ge  färbte,    Homo- oder Copolymere von Olefinen, wie beispielsweise Polyäthylen oder -propylen, oder Mischungen davon, verwendet werden. Eine Foliendicke von 0,15 mm hat sich als geeignet erwiesen.



   Die feste Verbindung der beiden Längskanten der Folienbahn mit den   Netzstreifen    kann jede geeignete Form aufweisen und beispielsweise durch Nähen, Kleben oder Thermoschweissung gebildet sein. Es ist jedoch auch möglich, dass Folienbahn und Netzstreifen aus einem integrierenden, gleichzeitig aus Kunststoff extrudierrten Teil bestehen. In den beiden Verbindungsstellen einer Bahn können zwecks besserer Auf  spannbarkeit    über die ganze Bahnlänge verlaufende Kabel aus Textilmaterial, Kunststoff oder Metall oder in Abständen voneinander Bindebändel aus derartigen Metallen eingearbeitet sein.



   Die Montage der beschriebenen Pflanzenschutzvorrichtungen erfolgt beispielsweise, indem das Deckmittel so auf das Aufspannmittel gespannt wird, dass die Längsachse der Folienbahn über dem obersten, die Vertikalträger verbindenden Spanndraht liegt und die Grenzlinien zwischen den Seitenkanten der Folienbahn und der Netzstreifen über den die Horizontalträger verbindenden Spanndrähten liegen.



   Die erfindungsgemässe Verwendung der Schutzvorrichtung zum Schutz von in   Reihenangeordneten    Pflanzen ist dadurch gekennzeichnet, dass die Spannstützen des Aufspannmittels so aufgestellt sind, dass die Folienbahn die Pflanzen giebeldachförmig bedeckt und die Netzstreifen seitlich herunterhängen.



   Eine besonders bevorzugte Verwendungsart der Schutzvorrichtung ist der Schutz von Rebenkulturen, wobei Spannstützen des Aufspannmittels in den Längsachsen nebeneinanderliegender Rebstockreihen so aufgestellt sind, dass sämtliche Rebstockreihen je mit der Folienbahn eines Deckmittels bedeckt und die freien Längskanten nebeneinanderliegender Netzstreifen benachbarter Deckmittel miteinander verbunden werden und die offenen Seiten der so erhaltenen Abdeckung mittels Netze geschlossen sind, um das Eindringen von Vögeln zwischen der Abdeckung und dem Boden auf den offenliegenden Seiten zu verhindern.



   Für die biologischen Vorgänge in den Pflanzen sind die Gelb-, Orange-, Rot- und Infrarot-Spektralbereiche des Tageslichtes ausserordentlich wichtig. Der Blauund   Violettanteil    dient vor allem der Vitaminbildung und kann ohne Nachteil bis zu 40 % reduziert werden.



  Polyäthylenfolien einer Dicke von 0,15 mm sind für die Gelb-, Orange- und Rotbereiche nahezu   100/Pig    durchlässig. Für die Blau- und Violettanteile genügt eine   50 % ige    Durchlässigkeit. Derartige Folien sind somit für die Verwendung zum Schutz von Rebenkulturen besonders geeignet, insbesondere da sie auch ohne Schwierigkeiten gegen die auftretenden Witterungseinflüsse stabilisiert werden können.



   Im nachstehenden wird eine Ausführungsform der   erfindungsgem,ässen    Pflanzenschutzvorrichtung und deren Verwendung zum Schutze der Rebstockreihen eines   Weinbergs unter Bezugnahme auf die Zeichnung beispielsweise beschrieben.



   In der Zeichnung, in welcher für äquivalente Teile die gleichen Bezugsziffern verwendet werden, zeigen:
Fig. 1 schematisch einen Abschnitt eines Deckmittels der Pflanzenschutzvorrichtung in perspektivischer Ansicht, mit der Folienbahn 1 und den beiden Netzstreifen 2 und 2', die an den Verbindungsstellen 3 und 3' entlang den Längskanten der Folienbahn fest mit dieser verbunden sind,
Fig. 2 schematisch in perspektivischer Ansicht die Pflanzenschutzvorrichtung, wobei das Deckmittel zur deutlicheren   Kenntuismachung    vom Aufspannmittel abgehoben ist,
Fig. 3 schematisch die reihenweise Anordnung mehrerer Pflanzenschutzvorrichtungen nebeneinander, wobei die freien Längskanten nebeneinanderliegender Netzstreifen benachbarter Deckmittel an den Linien 4 und 4' über ihre ganze Länge miteinander verbunden sind.



   In einem Weinberg mit einer Vielzahl in Abständen voneinander parallel verlaufender Rebstockreihen (A-A'n in Fig. 3) werden auf deren Längsachsen an beiden Enden jeder Reihe und dazwischen mit Abständen, die von der Wellung bzw. Steigung des Grundes abhängig sind, Spannstützen (5 und 5' in Fig. 2) des Aufspannmittels so in den Boden gerammt, dass deren oberes Ende der gewünschten Höhe der Schutzvorrichtung entspricht. Die in Fig. 2 dargestellten Spannstützen bestehen aus einem verzinkten Eisenrohr 6 als Vertikalträger und dem in seinem oberen Teil angebrachten Horizontalträger 7 aus verzinktem Eisenrohr. An seinem oberen Ende trägt der Vertikalträger 6 eine halbrunde Abschlusskappe 8, die aus Holz, Metall, Kunststoff oder einem anderen geeigneten Material bestehen kann und zwei tiefe, rechtwinklig zueinander angeordnete Rillen aufweist.

   In der vorliegenden Ausführungsform ist der Vertikalträger 6 unterhalb des Horizontalträgers 7 horizontal und der Horizontalträger an seinen beiden äusseren Enden vertikal durchbohrt, und durch diese Bohrungen sowie durch eine Rille der Kappe 8 verläuft ein Spanndraht 10 zwecks Stabilisierung der Spannstütze. die Horizontalträger 7 der Spannstützen tragen an ihren äusseren Enden auch Horizontalbohrungen. Nun werden ausserhalb der genannten   Reb-    stockreihen auf deren Längsachse an beiden Enden Spannpflöcke P in den Boden gerammt und von diesen ausgehend die Spanndrähte 9, 9' und 9" so über die ganze Länge jeder Reihe geführt, dass der Spanndraht 9 durch die einen Rillen der hintereinander in einer Reihe stehenden Kappen 8 der Spannstützen und je ein Spanndraht 9' und 9" durch die Horizontalbohrungen an den äusseren Enden der Horizontalträger verläuft.

   Diese Spanndrähte werden am gegenüberliegenden Ende der Rebstockreihe am dort eingerammten Spannpflock P gespannt und befestigt, wobei ein stabiles Aufspannmittel erhalten wird, das sich gleichermassen über jeder einzelnen Rebstockreihe des gesamten Weinbergs wiederholt. Nun wird ein Ende einer Folienbahn eines Deckmittels (Fig. 1) an der Spannstütze an einem Ende der ersten Rebstockreihe, beispielsweise durch Anbinden am Stabilisierungs-Spanndraht 10, befestigt und das Deckmittel so in Längsrichtung über die Spanndrähte 9, 9' und 9" ausgebreitet, dass der Spanndraht 9 unter der Mittellinie der Folienbahn 1 und die Spanndrähte 9' und 9" unter deren Längskanten liegen. Das Deckmittel wird auf diese Art über die ganze Rebstockreihe geführt und an deren anderem Ende an der dort befindlichen Spannstütze gespannt und wie vorstehend beschrieben befestigt.

   Der gleiche Vorgang wird an sämtlichen nebeneinanderliegenden Aufspannmitteln wiederholt. Die an allen Reihen senkrecht nach unten hängenden Netzstreifen 2 und 2' werden nun zwischen den einzelnen Reihen auf der Linie 4 (in Fig. 3) über ihre ganze freie Längskante verbunden. Diese Verbindung kann auf jede geeignete Art erfolgen, beispielsweise durch alternierendes Hindurchziehen eines Drahtes, Kabels oder einer Schnur aus Textilmaterial, Kunststoff oder Metall durch die Maschen der überlappend aufeinandergelegten Netzstreifen. Diese Verbindung wird zwischen allen nebeneinanderliegenden Reihen durchgeführt, so dass schlussendlich nur die äusseren Netzstreifen der beiden aussenliegenden Deckmittelreihen frei nach unten hängen.



  Der gesamte nach oben abgedeckte Weinberg wird nun gegen den Einflug von Vögeln durch die offenen Seiten verschlossen, indem ringsherum zwischen Abdeckmittel und Boden ein Vogelschutznetz gespannt wird. Falls in den Verbindungsstellen 3, 3' zwischen den Längskanten der Folienbahn 1 und den Netzstreifen 2 Längsdrähte eingearbeitet sind, können diese zwecks zusätzlicher Fixierung des Abdeckmittels ebenfalls an den Spannpflöcken P an den Reihenenden verspannt und befestigt werden und bei eventuell vorhandenen Bindebändeln an den genannten Verbindungsstellen kann das Deckmittel damit an den Spanndrähten 9' und 9" angebunden werden. Die Spanndrähte 9, 9' und 9" können aus jedem geeigneten Material, beispielsweise Textilmaterial, Kunststoff oder Metall, bestehen.



   Selbstverständlich können die vorstehend beschriebenen Spannstützen des Aufspannmittels auch aus Holz, Kunststoff, Beton oder irgendeinem geeigneten, widerstandsfähigen Material hergestellt sein.



   Die beschriebene Schutzvorrichtung zeigt, insbesondere bei ihrer reihenweisen Verwendung zum Schutz von Rebenkulturen, ausser der bereits erwähnten gleichzeitigen Schutzwirkung gegen Hagelschäden, Frost, Vogelfrass und Fäulnis und der Durchlässigkeit für die wichtigen Spektralbereiche des Tageslichtes, die folgenden Vorteile:
1. Trotz   gutem    Schutz gegen mechanische Beschädigung der Pflanzen und Früchte durch Hagel und Regen, wird der ganzen Anbaufläche durch die Netze die normale Niederschlagsmenge zugeführt, wodurch sich zusätzliche künstliche Bewässerung erübrigt;
2. Die Abstände der in den einzelnen Reihen hintereinanderstehenden Spannstützen können so gewählt werden, dass keine Rebstecken zum Aufbinden der Rebstöcke mehr benötigt werden;
3.

   Die Abmessungen der Schutzvorrichtung und deren Montagehöhe können so eingestellt werden, dass sämtliche Arbeiten an den Pflanzen ohne Behinderung ausgeführt werden können, ohne dass die Schutzvorrichtung entfernt werden müsste;
4. Bei Verwendung von Spannstützen aus widerstandsfähigem Material entspricht deren Lebensdauer ohne weiteres derjenigen eines Rebbergs, die in der Regel 2040 Jahre beträgt. Bei geeigneter Auswahl der verwendeten Materialien ist es somit möglich, die einmal montierte Schutzvorrichtung permanent stehen zu lassen, wodurch die Montagekosten als einmalige Aufwendung anfallen.  



   5. Bei Versuchen in der Praxis hat sich herausgestellt, dass in den geschützten Rebenkulturen im Vergleich zu ungeschützten Kulturen nur noch eine minimale Pilzbildung auftritt. Die geschützten Kulturen müssen somit in viel geringerem Ausmass gegen Pilzbefall behandelt (gespritzt) werden, woraus sich Einsparungen an Chemikalien und Arbeitslöhnen ergeben und ausserdem Trauben erhalten werden, die an ihrer Oberfläche eine geringere Konzentration an Chemikalien aufweisen.



  Der letztgenannte Vorteil dürfte, im Licht der heutigen Bestrebungen zur Erzielung möglichst chemikalienfreier Früchte betrachtet, besonders ins Gewicht fallen. 

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE
    1. Pflanzenschutzvorrichtung, gekennzeichnet durch ein Spannstützen (5) aufweisendes Aufspannmittel und durch ein auf diesem angebrachtes Deckmittel, wobei das Deckmittel aus einer Folienbahn (1) besteht, an deren Längskanten beidseitig bahnförmige Netzstreifen (2, 2') verlaufen, wovon je eine Längskante mit einer Längskante der Folienbahn verbunden ist.
    II. Verwendung der Schutzvorrichtung gemäss Patentanspruch I zum Schutz von in Reihen angeordneten Pflanzen, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannstützen (5) des Aufspannmittels so aufgestellt sind, dass die Folienbahn (1) die Pflanzen giebeldachförmig bedeckt und die Netzstreifen (2, 2') seitlich herunterhängen.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Vorrichtung gemäss Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass das Aufsp annmittel mindestens zwei Spannstützen (5) enthält, die je durch einen Vertikalträger (6) und einen in deren oberem Bereich kreuzweise angebrachten Horizontalträger (7) gebildet sind, wobei die Spannstützen (5) mit Abstand voneinander in einer geraden Linie hintereinanderstehen und die oberen Enden ihrer Vertikalträger (6) sowie die äusseren Enden ihrer Horizontalträger (7) durch Spanndrähte (9, 9', 9") verbunden sind.
    2. Vorrichtung gemäss Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Horizontalträger (7) so an dem Vertikalträger (6) angebracht ist, dass deren oberes Ende den Scheitelpunkt und die beiden Enden des Morizontalträgers die Basisenden eines gleichschenkligen Dreiecks bilden.
    3. Vorrichtung gemäss Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Folienbahn (1) aus Kunststoff und die Netzstreifen (2, 2') aus Kunststoff oder Textilmaterial bestehen.
    4. Vorrichtung gemäss Patentanspruch I und Unteransprüchen 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass das Deckmittel so auf das Aufspannmittel gespannt wird, dass die Längsachse der Folienbahn (1) über dem obersten, die Vertikalträger (6) verbindenden Spanndraht (9) liegt und die Grenzlinien (3) zwischen den Seitenkanten der Folienbahn und der Netzstreifen über den die Horizontalträger (7) verbindenden Spanndrähten (9', 9") liegen.
    5. Verwendung gemäss Patentanspruch II zum Schutz von Rebenkulturen, dadurch gekennzeichnet, dass Spannstützen des Aufspannmittels in den Längsachsen nebeneinanderliegender Rebstockreihen aufgestellt sind, wobei sämtliche Rebstockreihen je mit der Folienbahn eines Deckmittels bedeckt und die freien Längskanten nebeneinanderliegender Netzstreifen benachbarter Deckmittel miteinander verbunden sind, und dass die offenen Seiten der so erhaltenen Abdeckung mittels Netzen geschlossen sind.
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