An einem Diaprojektor für Dias mit mehreren Sektoren vorgesehene Vorrichtung zum wahlweisen Projizieren von Bildern der einzelnen Sektoren Die Erfindung bezieht sich auf eine an einem Dia projektor mit Mitteln zum Halten eines mehrere Sekto ren aufweisenden, gerahmten Dias in einer Lage zum Projizieren darauf vorhandener Information vorgesehe ne Vorrichtung zum wahlweisen Projizieren von Bildern der einzelnen Sektoren des Dias.
Die Erfindung be zweckt Dias zweckentsprechender zu benützen und die Zeit zum Wiederauffinden der Information zu verrin gern, weil die für diesen Projektor erforderliche Zeit für eine Verschiebung von einem Sektor zu einem andern wesentlich geringer ist als die Zeit für das Wechseln der Dias.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung ist gekennzeich net durch ein am Diaprojektor angeordnetes Projek tionslinsenaggregat für das Fokussieren von Bildern der Sektoren des Dias in einer Ebene, die in einem vorbe stimmten Abstand vom Dia liegt, und durch am Dia projektor angeordnete Verschlussmittel zum wahlwei sen Projizieren des Bildes der einzelnen Sektoren des Dias.
Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel des Er findungsgegenstandes anhand der Zeichnung näher er läutert, in welcher: Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines Diapro- jektors ist; Fig. 2 eine vergrösserte Schnittansicht entlang der Schnittebene 2-2 der Linsen- und Verschlussanord- nung von Fig. 1 ist; Fig.3 die Verschlussanordnung von hinter der Verschlussabdeckplatte von Fig. 2 gesehen ist; Fig.4 den Linseneinbauzylinder der Linsen- und Verschlussanordnung zeigt; Fig. 5 eine Vorderansicht der Öffnungsscheibe der Linsen- und Verschlussanordnung zeigt;
Fig.6 eine Vorderansicht der Rückplatte der Ver- schlussanordnung ist, die die Abbildstrahlen veran- schaulicht, wie sie, geschnitten an dieser Stelle, erschei nen würden, und Fig. 7 ein Dia zur Benutzung in dem Dia-Projektor nach Fig. 1 ist.
Zur Beschreibung des Projektionsgerätes wird im folgenden hauptsächlich auf die Fig. 1 der Zeichnung Bezug genommen. Ein Dia-Projektor 108 mit einer Ka pazität von vielen Dias, die je nach Wahl zugänglich sind, ist im allgemeinen erwünscht. Ein Projektor, der sich hierfür eignet, enthält die Dias in einem bewegli chen Drehmagazin mit zugeordneter Schaltung für den beweglichen Zugriff eines gespeicherten Dias. Das Magazin ist beispielsweise in der Lage, 80 Dias aufzu nehmen, von denen jedes zur Projektion über die Be nutzung richtiger Steuersignale ausgewählt werden kann.
Die Dias sind mit mehreren Datensektoren angeord net und der Dia-Projektor hat eine einheitliche Viel fach-Sektoren-Projektionslinsen- und Verschlussanord- nung 120, die jeden beliebig ausgewählten Sektor jedes ausgewählten Dias projiziert. Bei dem dargestellten Aus führungsbeispiel ist jedes Dia in vier Quadranten unter teilt und die Linsen- und Verschlussanordnung 120 ent hält eine Vier-Linsenordnung. Jede Linse der Ordnung ist zur Fokussierung eines der vier Quadranten eines Dias, welches zur Ausgabe ausgewählt ist, angeordnet und der Verschlussteil des Mechanismus ist derart auf gebaut, dass er in der Lage ist, einen der Quadranten des Dias zur Projektion zu einem bestimmten Zeitpunkt auszuwählen.
Diese Anordnung von quadratisch unter teilten Dias zusammen mit der einheitlichen Linsen- und Verschlussanordnung erlaubt es, dass die effektive Dia- Kapazität eines Dia-Projektionsmagazins vervierfacht wird. Der in Fig. 1 dargestellte Projektor hat beispiels weise ein 80-Dia-Magazin, welches, bei dieser Vorrich tung, 320 verschiedene Dia-Bilder vorsieht, von denen jedes jederzeit zugänglich ist.
Die Linsen- und Verschlussanordnung 120 ist so aufgebaut, dass sie die üblicherweise in einem Dia-Pro jektor verwendete einzelne Linse ersetzt und ein ver gleichbares Vergrösserungsmass aufweist, während die existierende Beleuchtung des Projektors verwendet wird. Es ist keine bedeutende aufbaumässige Veränderung des Projektors an sich erforderlich. Mit richtiger Steue rung, wie hier beschrieben, ist nicht nur der Zugriff für die Dias selbst normal möglich, sondern auch zu ver schiedenen Quadranten auf einem beliebigen gegebe nen Dia.
Die Tatsache, dass die Quadranten des Dias normal zugriffähig sind, kann, bei einigen Anwendun gen, die Notwendigkeit eines wahlfreien Zugriffes zu den verschiedenen Dias überflüssig und dadurch die Be nutzung eines weniger kostspieligen Projektors möglich machen. Hierbei würde eine Anordnung vorliegen, wo die wahlfreie Zugriffsmöglichkeit zu dem Diaquadran ten genügende Flexibilität der Bildprojektion vorsieht, dass eine Gruppe von Dias in einer vorbestimmten Fol ge von dem Projektor gezeigt werden kann.
Aus dem oben Gesagten geht hervor, dass der Pro jektor 108 in der Lage ist, mit der später beschriebenen elektronischen Steuerung, irgendeines der 320 ver schiedenen Bilder auf einem Schirm (nicht gezeigt) zu projizieren, wenn der Projektor dazu in der Lage ist und eine Magazinkapazität von 80 Dias aufweist. Ver schiedene Arten von Projektoren können Dia-Magazine verschiedener Kapazitäten haben; für diesen Fall ist die Zahl der verschiedenen erhältlichen Bilder das Vier fache der Zahl der Dias, die das Projektormagazin spei chern kann. Natürlich brauchen die Dias und die Lin sen- und Verschlussanordnung nicht auf den Vier quadrantenbetrieb begrenzt zu sein, es ist auch möglich, entsprechende Veränderungen für andere Sektorenzah len vorzunehmen.
Die Einzelheiten des Aufbaues und des Betriebs der Linsen- und Verschlussanordnung 120 sind in den Fig. 2 bis 6 dargestellt. Aus Fig. 2 ist ersichtlich, dass der Aufbau hauptsächlich einen Linsenzylinder 132, ein Verschlussgehäuse 134 mit einer rückwärtigen Gehäuse platte 136 und einer vorderen Gehäuseplatte 138 auf weist, ferner einen Linseneinbauzylinder 140 und eine Öffnungsscheibe 142. Ausserhalb des Gehäuses 134 auf der Gehäuseplatte 138 sind drei Drehsolenoide 144, 146 und 148 mit jeweiligen Wellen 150, 152 und 154 eingebaut, die sich hinten durch die Gehäuseplatte 138 erstrecken. Befestigt an diesen jeweiligen Wellen zur Drehung mit diesen sind Verschlussflügel 156, 158 und 160.
Der Linsenzylinder 132 ist an dem Karusselrah- men 108 in richtiger Orientierung zu den Dia-Quadran ten mittels Einstellschrauben 162 befestigt. Wenn der Fokus der Linsenanordnung einjustiert werden soll, werden die Einstellschrauben 162 gelöst und der Fokus in üblicher Weise durch Längsbewegung des Linsenzy linders einjustiert. Wenn die Fokuseinstellung vorge nommen ist, werden die Einstellschrauben 162 wieder angezogen, um den Linsenzylinder an Ort und Stelle wieder festzulegen. Der Linseneinbauzylinder 140 (Fig. 4) ist mit vier Öffnungen 164, 166, 168 und 170 aus gestattet.
Jede dieser Öffnungen enthält eine akrema- tische Linse, wie beispielsweise Linsen 172, 174 in den Öffnungen 164, 166, wie in Fig. 2 dargestellt. Die Linse kann beispielsweise ein verklebtes Doublet oder eine Mehrelement-Linse sein. Eine Öffnungsscheibe 142 (Fig. 5) ist mit vier Öffnungen 176, 178, 180 und 182 gebildet, die mit den jeweiligen Öffnungen in dem Lin seneinbauzylinder 140 ausgerichtet sind, was beim über einanderlegen der Fig. 10 und 9 ersichtlich wird. Die rückwärtige Gehäuseplatte 136 ist mit einer im wesent lichen rechteckförmigen Öffnung 184 versehen, die mit der Öffnung 186 in der vorderen Gehäuseplatte 138 fluchtet, jedoch geringfügig kleiner ist als diese.
Der Linseneinbauzylinder 140 und die Öffnungsscheibe 142 sind innerhalb des Linsenzylinders 132 auf einander gegenüberliegenden Seiten einer ringförmigen Erhebung 188 darin eingebaut und fest an Ort und Stelle mittels eines Bolzens 190 gehalten.
Ein Dia 194 mit vier getrennten Quadranten, die verschiedene Information enthalten, ist in Fig. 7 dar gestellt. Da die Einrichtung zum Erzeugen von Abbil dern der Information auf einem beliebigen Quadranten des Dias der für einen anderen Quadranten ganz ähnlich ist, werden nur die Quadranten 196 und 198 und die zugeordnete Optik hier im einzelnen erörtert. Ein Licht strahlbündel 200, welches hinter dem Dia 194 von einer Lichtquelle (nicht dargestellt) ausgeht, fällt durch den Quadranten 196 hindurch und überträgt die darin auf gedruckte Information.
Dieser Lichtstrahl wird mittels des Linsensystems 172 fokussiert; es fällt durch die Öffnung 176 in der Öffnungsscheibe 142, durch die Öffnung 186 in der vorderen Gehäuseplatte 138 und auf einen Projektionsschirm. Auf ähnliche Weise überträgt der Lichtstrahl 200 die Information von dem Quadran ten 198 über das Linsensystem 174, die Öffnung 178 der Lochscheibe, die Öffnung 184 der rückwärtigen Gehäuseplatte und die Öffnung 186 der vorderen Ge häuseplatte auf den Schirm. Ein Querschnitt dieser Lichtstrahlen bei der Öffnung 184 ist in Fig. 6 darge stellt.
Die optische Anordnung ist derart getroffen, dass, wenn die Bilder der jeweiligen Quadranten auf den Schirm fokussiert werden, diese Quadranten alle den gleichen Bereich einnehmen, wodurch ermöglicht wird, dass ein Dia-Quadrant einem anderen überlagert wer den kann, wenn dies erwünscht ist und wenn geeignete Veränderungen an der Verschlussanordnung vorgenom men sind. Das bedeutet auch, dass die Bilder, die auf den Schirm projiziert werden, jeweils in der gleichen Lage darauf erscheinen.
Die Wahl des bestimmten Quadranten, der auf dem Schirm zu einem bestimmten Zeitpunkt fokussiert wird, wird von der Lage der Verschlussflügel 156, 158, 160 gesteuert, die wiederum von den Solenoiden 144, 146, 148 gesteuert werden.
Die spezielle Orientierung der Flügel in Fig. 3 verhindert, dass Licht von dem Projek tor durch die Öffnung 186 in der vorderen Gehäuse platte 138 hindurchfällt. In diesem Zusammenhang sollte erwähnt werden, dass jeder Verschluss zwei La gen einnehmen kann, die in einem Winkel zueinander liegen, der im wesentlichen gleich der Winkelbreite des sektorförmigen Blattes entspricht. In der Ausgangsposi tion liegt eine Kante des Blattes parallel zu der Mittel linie der Öffnung und das Blatt versperrt etwas mehr als die Hälfte der Öffnung. In der anderen Lage versperrt das Blatt die andere Seite der Öffnung in ähnlicher Weise.
In Fig. 3 sind alle Verschlüsse in ihrer ersten Position dargestellt. Wenn der Verschluss 156 im Uhr zeigersinn in seine zweite Position und der Verschluss 160 in entgegengesetztem Uhrzeigersinn in seine zweite Position gedreht wird, wird das Lichtstrahlenbündel 200, entsprechend der Information in dem Quadranten 196 des Dias 194, durch den dann freigelegten Teil der Öffnung 196 hindurch übertragen.
Bei unverändertem Flügel 196 und in seine Ausgangsposition zurückgeführ ter Flügel 160 kann der Verschlussflügel 158 im ent gegengesetzten Uhrzeigersinn in seine zweite Position gebracht werden, um einen Teil der Öffnung 186 frei zugeben, so dass das Lichtstrahlenbündel, das die In formation des Quadranten 198 des Dias enthält, hin durchgehen kann. Auf diese Weise sieht man, dass die Anordnung in der Lage ist, jeden beliebigen Quadran ten eines Dias wahlweise auf einen Schirm zu projizie ren.
Die elektrischen Steuerungen, die den Solenoiden 144, 146, 148 zugeordnet sind, arbeiten so, dass die ge samte Öffnung 186 jedesmal verdeckt ist, wenn der pro jizierte Quadrant geändert wird. Obgleich es nicht not wendig ist, für den Betrieb der Linsen- und Verschluss- anordnung, ist es psychologisch wünschenswert, dass der Beobachter sieht, dass das Dia gewechselt wird, da die auf aufeinanderfolgenden Bildfeldern ausgegebene In formation in ihrem Erscheinungsbild sehr ähnlich sein kann.
Die Drähte, die die elektrischen Signale an der Steuereinrichtung zu den Solenoiden führen, sind in den Fig. 1 und 3 mit Bezugszeichen 204 versehen. Jedes Solenoid wird unabhängig gesteuert entsprechend der Position seines zugeordneten Verschlusses durch die Logikschaltung, die nachfolgend beschrieben wird.