Klemmringverschraubung für Rohre
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Klemmringverschraubung für Rohre mit einer Über- wurfmutter, welche innen mit einem Stufenkonus versehen ist, sowie mit einem der Aufnahme eines Rohrendes dienenden Klemmring in Stossausführung, welcher an einem dem Anschlussteil gegenüberliegenden Ende einen die Einstecktiefe des Rohres begrenzenden ringförmigen Wulst aufweist.
Bekannt ist eine Klemmringverschraubung für Rohre gemäss dem USA-Patent 1 927 390 mit einem wellenförmigen, mit einem Spalt versehenen Klemmring. Durch den Spalt des Klemmringes besteht jedoch der Nachteil, dass zusätzlich ein Dichtungsring erforderlich ist, um im montierten Zustand der Verschraubung eine Dichtung gegen das Ausströmen des Mediums aus der Klemmringverschraubung zu erhalten.
Weitere, sehr wesentliche Nachteile der bekannten Klemmverschraubung sind dadurch gegeben, dass die Klemmverschraubung keine Anschlagsbegrenzung für die Übenvurfmufter aufweist, wodurch die Gefahr der übermässigen Einschnürung des Rohres besteht, und dass bezüglich der Montage keine Möglichkeit gegeben ist, das Rohr in radialer Richtung an das Anschlussteil heranzuführen bzw. von demselben zu trennen.
Der Erfindung liegt nunmehr die Aufgabe zugrunde, die den Klemmringverschraubungen der vorbeschriebenen Art anhaftenden Nachteile zu beheben.
Der Erfindungsgegenstand ist dadurch gekennzeichnet, dass der Klemmring an dem anderen, dem Stufenkonus der Überwurfmutter gegenüberliegenden Ende mit einem sich verjüngenden, wellenförmigen geschlosseneu Profil versehen ist, derart, dass der spitze Kegel der Überwurfmutter eine durch eine kreisförmige, scharfe Kante begrenzte Öffnung kleineren Durchmessers im Vergleich zu dem grössten Klemmringdurchmesser aufweist, und dass der Klemmring an seinem äusseren Umfang über eine kegelförmige Anschlagfläche verfügt, welche zu der an der Überwurfmutter befindlichen, die beiden Kegelflächen begrenzenden kreisförmigen, scharfen Kante konzentrisch gegenüberliegend angeordnet ist.
Die Zeichnung zeigt drei Ausführungsbeispiele der Neuerung, und zwar:
Fig. 1 ein erstes Ausführungsbeispiel einer Klemmringverschraubung vor der Montage,
Fig. 2 das in der Fig. 1 gezeigte Ausführungsbeispiel der Klemmringverschraubung im montierten Zustand,
Fig. 3 ein zweites Ausführungsbeispiel der Klemm ringverschraubung und
Fig. 4 ein drittes Ausführungsbeispiel der Klemmringverschraubung.
Gemäss den Figuren 14 besteht die Klemmringverschraubung aus einer Überwurfmutter 3, in der sich ein Klemmring 1 befindet, der ein Rohrende 2 aufnimmt, das die Überwurfmutter 3 axial durchdringt, sowie aus einem mit einem Aussengewinde versehenen Anschlusstück 4. Die flberwurfmutter 3 besitzt in bekannter Weise ein von der einen Stirnseite ausgehendes, dem Aussengewinde des Anschlussteiles 4 entsprechendes Innengewinde, eine von der anderen Stirnseite aus verlaufende, dem Rohrende 2 angepasste Öffnung sowie zwei, einen Stufenkegel bildende Kegelflächen 5 und 6, welche die Öffnung mit dem Innengewinde verbinden.
Über das Rohrende 2, dessen Stirnseite nicht genau rechtwinklig zur theoretischen Achse des Rohres verlaufen muss, ist der Klemmring 1 gesteckt, welcher an dem einen Ende einen die Einstecktiefe des Rohres begrenzenden ringförmigen Wulst 13 aufweist, der im montierten Zustand der Klemmringverschraubung an der rechtwinklig zur Achse des Rohres verlaufenden Ringfläche 12 des Anschlussteiles 4 anstösst.
An dem, dem Stufenkegel 5, 6 der Überwurfmutter 3 gegenüberliegenden Ende ist der Klemmring 1 mit einem sich verjüngenden, wellenförmigen, geschlossenen Profil versehen, und zwar derart, dass der spitze Kegel 5 der Übeiwurfmutter 3 eine durch eine kreisförmige, scharfe Kante 8 begrenzte Öffnung kleineren Durchmessers im Vergleich zu dem grössten Klemmringdurchmesser aufweist, und dass der Klemmring 1 an seinem äusseren Umfang über eine kegelförmige Anschlagfläche 7 verfügt, welche der an der Übenvurfmutter 3 befindlichen, die beiden Kegelflächen 5, 6 begrenzenden kreisförmigen, scharfen Kante 8 konzentrisch gegenüberliegend angeordnet ist, so dass die Anschlagfläche 7 bei der Montage an der die beiden Kegelflächen 5, 6 begrenzenden kreisförmigen Kante 8 anschlägt.
Zwischen der kegelförmigen Anschlagfläche 7 des Klemmringes 1 und der kreisförmigen Kante 8 der Übenvurfmutter 3 befindet sich ein Zwischenraum, dessen Länge 9 der Anzugsstrecke der Klemmringverschraubung entspricht. Die Überwurfmutter 3 kann also nur soweit gegen das Anschlussteil 4 gedreht werden, bis die kreisförmige Kante 8 derselben an der kegelförmigen Anschlagfläche 7 des Klemmringes 1 zur Anlage gelangt.
Die mit unterschiedlichen Kegekvinkeln ausgebildeten Kegelflächen 6 und 7 der Überwurfmutter 3 und des Klemmringes 1 sollen bewirken, dass die Überwurf- mutter 3 beim Anziehen derselben verhältnismässig weich auf der Kegelfläche 7 des Klemmringes zur Anlage gebracht wird. Dieses geschieht dadurch, dass die innere, kreisförmige Kante 8 der Überwurfmutter 3 beim Anschlagen an die Kegelfläche 7 des Klemmtin- ges 1 zunächst eine geringfügige Verformung erleidet, bevor die Obenvurfmutter 3 endgültig fest angezogen worden ist. Durch den weichen Anschlag kann der Monteur rechtzeitig das Anziehen der Überwurfmutter 3 beenden und hierdurch vorteilhafteiweise eine Stauchung des Klemmringes 1 vermeiden.
Die Überwurf- mutter 3 kann stets nachgezogen werden, wenn es erwünscht ist.
Gemäss den Figuren 1, 2 und 3 ist der Klemmring 1 in einem spanabhebenden Arbeitsverfahren hergestellt worden, während der in der Fig. 4 gezeigte Klemmring 1 mit Hilfe eines Roll- oder Walzverfahrens hergestellt ist. Je nach Ausführungsform kann die Anzahl der an einem Klemmring angeordneten Wellen beliebig gross gewählt werden.
Aus der Fig. 2 ist zu ersehen, in welcher Weise der Klemmring 1 in die Wand des Rohres 2 bei angezogener Überwurfmutter 3 eingepresst ist. Beim Anziehen der Überwurfmutter 3 wird das wellenförmige Ende des Klemmringes 1 durch die Kegelfläche 5 der Überwurf- mutter in radialer Richtung zur theoretischen Rohrachse angepresst, wobei entsprechend der welligen Formgebung des Klemmringes 1 am Umfang des Rohres 2 zwei nutförmige Vertiefungen 10 und 11 gebildet werden, in die das wellige Profil des Klemmringes 1 teilweise hineinragt, wodurch das Rohr 2 gegen eine axiale Verschiebung in bezug auf den Klemmring 1 gesichert ist.
Die beschriebene Klemmringverschraubung weist gegenüber den bekannten Klemmringverschraubungen der gleichen Gattung mehrere Vorteile auf. Hierbei ist besonders zu erwähnen, dass durch die wellenförmige Formgebung des Klemmringes 1 das Rohr 2 besonders gut gegenüber dem Klemmring gegen axiale Verschiebung gesichert ist, und dass der Klemmring 1 gleichzeitig die Funktion eines Dichtringes übernimmt. Weiterhin ist noch zu erwähnen, dass durch den weichen Anschlag der Anzugsbegrenzung der Klemmring 1 nicht übermässig gestaucht wird, und dass der Klemmring durch sein welliges Profil sehr elastisch ist, wodurch im Rohrleitungssystem auftretende Vibrationen und Druckschläge besser aufgenommen werden können als bisher. Die wellige Formgebung des Klemmringes ermöglicht ausserdem eine Vielzahl von Montagen, ohne dass die Funktionen des Klemmringes hierbei beeinträchtigt werden.