Zusatzpatent zum Hauptpatent Nr. 454743 Aufzug zum Umschlag von Fördergut zwischen auf verschiedenen Höhen befindlichen
Fördereinrichtungen bzw. Förderstrecken
Das Hauptpatent bezieht sich auf einen Aufzug zum Umschlag von Fördergut zwischen auf verschiedenen Höhen befindlichen Fördereinrichtungen bzw. Förderstrecken mittels einer mit einer Förderstrecke versehenen Kabine oder Plattform, wobei die höher gelegene Fördereinrichtung oder Förderstrecke eine Unterbrechung aufweist, die normalerweise durch eine in die Unterbrechung passende selbständige Förderstrecke geschlossen ist, welche Förderstrecke zwecks Umschlages des Fördergutes vom Aufzug auf die genannte Fördereinrichtung oder Förderstrecke durch die Fördereinrichtung der Kabine oder Plattform des Aufzuges ersetzt wird.
Bei einer Ausführungsform des Erfindungs-Gegenstandes des Hauptpatentes können die selbständige Förderstrecke und die Fördereinrichtung der Kabine bzw.
Plattform Friktionsrollen besitzen, die an Friktionsrollen oder Rollen der Fördereinrichtung oder Förderstrecke an der Unterbrechungsstelle zum Angreifen gebracht und auf diese Weise angetrieben werden können.
Die vorliegende Erfindung befasst sich mit einer Weiterausbildung der Förderanlage nach dem Hauptpatent.
Bei Förderanlagen grösserer Leistung werden häufig Förderwege in beiden Richtungen notwendig. Es können zwei oder mehrere Förderstrecken vorhanden sein, von denen die eine in der einen und die andere in der anderen Richtung angetrieben wird. Sollen solche Förderstrecken über dem Verkehr angeordnet und durch einen Aufzug be- oder entladen werden, so kann man sich eines Aufzuges bedienen, der wie die zu be- oder entladenden Förderstrecken, mit zwei Förderstrecken versehen ist, von denen jede in der der zugeordneten Förderstrecke zugeordneten Richtung angetrieben wird.
Dies kann in besonders einfacher und störungsfreier Weise dadurch erreich werden, dass eine einzige Umlenkrolle mindestens zweier feststehender höhergelegener Fördereinrichtungen oder Förderstrecken den Antrieb von mindestens zwei Förderstrecken einer für die Fördereinrichtungen oder -strecken gemeinsam vorgesehenen Kabine bzw. Plattform in deren Umschlagstellung bewirkt. In einfachster Weise kann dies dadurch geschehen, dass ein gemeinsames Förderband für diese Förderstrecken so umgelenkt wird, dass es in den benachbarten Förderstrecken der Kabine bzw. Plattform in entgegengesetzter Richtung bewegt wird.
Besondere Bedeutung kann diese Anordnung bei Hochkantförderanlagen, beispielsweise zum Fördern von Büchern, Akten, fotografischen oder Röntgenkassetten usw. besitzen.
Die vorliegende Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass für mindestens zwei feststehende höher gelegene Fördereinrichtungen oder Förderstrecken mit jeweils entgegengesetzten Förderrichtungen eine gemeinsame Kabine oder Plattform vorgesehen ist, die entsprechend zwei bzw. mehrere Förderstrecken aufweist, die in der Umschlagstellung der Kabine bzw. Plattform von der Umlenkrolle einer einzigen der feststehenden Fördereinrichtungen bzw. -strecken angetrieben werden.
Zur Erläuterung der Erfindung wird mit Hilfe der Zeichnung ein Ausführungsbeispiel beschrieben.
Fig. 1 ist die perspektivische Darstellung eines Aufzuges mit den Enden der höher gelegenen Anschlussförderstrecken.
Fig. 2 zeigt die Anordnung zweier übereinanderliegender Förderstrecken innerhalb einer Aufzugskabine und
Fig. 3 zeigt die Seitenansicht der Anordnung nach Fig. 2.
Nach Fig. 1 kann die den Aufzug mit einer Kabine oder einer Plattform tragende Führung 2 an der Säule 1 in vertikaler Richtung bewegt werden. Die Förderanlage, die vom Aufzug be- oder entladen werden soll, enthält Förderbahnen 4, 5 und 6, die in verschiedenen Höhen angeordnet sind und von denen zwei Bahnen (4 und 5) nach links und eine Bahn (6) nach rechts gerichtet ist. Jede dieser Bahnen ist doppelspu rig, d. h. sie besteht aus zwei nebeneinanderliegenden Strecken, die in entgegengesetzten Förderrichtungen wirken. Jede Förderstrecke besteht aus einem angetriebenen Förderband 14, auf das das Fördergut 7 geteilt wird, und festen seitlichen Führungswangen 13.
Das in Fig. 1 dargestellte Beispiel zeigt Hochkantförderkanäle, es können aber auch andere Bandfördereinrichtungen verwendet werden, wie in den Fig. 2 und 3 dargestellt ist. Die Förderbänder sind endlos und werden über Rollen 8 umgelenkt. Jeweils eine Rolle 8 ist mit der Friktionsrolle 11 kraftschlüssig verbunden. Die Rollen 8 werden durch das Förderband 14 von einem nicht dargestellten Motor angetrieben.
Soll eine der Bahnen 4, 5 und 6 entladen oder beladen werden, so wird die Führung 2 auf der Säule 1 in vertikaler Richtung so bewegt, dass die Fördereinrichtung des Aufzuges mit der betreffenden Bahn ausgerichtet ist. In diesem Augenblick kommt die am Aufzug montierte Friktionsrolle 9 mit der Friktionsrolle 11 an der gewählten horizontalen Strecke, z. B. 4, in Kontakt, so dass die Bewegung des über die Rolle 8 laufenden Bandes 14 und der mit ihr kraftschlüssig verbundenen Friktionsrolle 11 auf die mit der Friktionsrolle 9 am Aufzug gekuppelten Antriebsrolle 10 der Fördereinrichtung am Aufzug übertragen wird. Das Förderband 3 der Aufzugsfördereinrichtung wird über zusätzliche Rollen 12 mit vertikaler Achse so umgelenkt, dass es als Grundband für beide Förderstrecken dient und auf diesen Strecken in entgegengesetzte Richtungen bewegt wird.
Das auf dem Band des Aufzuges oder auf dem der mit ihm ausgerichteten Fördereinrichtung befindliche Gut wird, sobald das Band dieser Fördereinrichtung angetrieben wird, von dem einen Band auf das andere geleitet, worauf der Antrieb dieser Förderstrecke stillgelegt wird. Der Aufzug wird nun auf das Niveau derjenigen Förderbahn gebracht, die das im Aufzug enthaltende Gut übernehmen soll bzw. von der Gut entnommen werden soll.
In den Fig. 2 und 3 liegen die Förderstrecken mit ihren Förderbändern 16 und 17 übereinander. Durch die Umlenkung des Bandes 15 erhalten die Förderbänder 16 und 17 eine entgegengesetzte Förderrichtung.
Additional patent to the main patent no. 454743 Elevator for handling of conveyed goods between those at different heights
Conveyor facilities or conveyor lines
The main patent relates to an elevator for the handling of conveyed goods between conveyors or conveyor lines located at different heights by means of a cabin or platform provided with a conveyor line, the higher-lying conveyor or conveyor line having an interruption that is normally made by an independent one that fits into the interruption Conveyor line is closed, which conveyor line is replaced by the conveyor of the car or platform of the elevator for the purpose of transferring the conveyed goods from the elevator to the said conveyor or conveyor.
In one embodiment of the subject of the invention of the main patent, the independent conveyor line and the conveyor of the cabin or
Platform have friction rollers that can be brought to grip on friction rollers or rollers of the conveyor or conveyor line at the point of interruption and can be driven in this way.
The present invention is concerned with a further development of the conveyor system according to the main patent.
Conveyor routes in both directions are often necessary for conveyor systems with higher capacities. There can be two or more conveyor lines, one of which is driven in one direction and the other in the other. If such conveyor lines are to be arranged above the traffic and loaded or unloaded by an elevator, an elevator can be used which, like the conveyor lines to be loaded or unloaded, is provided with two conveyor lines, each of which is in the assigned conveyor line Direction is driven.
This can be achieved in a particularly simple and trouble-free manner in that a single deflection roller of at least two fixed, higher-lying conveying devices or conveying lines drives at least two conveying lines of a cabin or platform provided jointly for the conveying devices or conveying lines in their reversal position. This can be done in the simplest way by diverting a common conveyor belt for these conveyor lines in such a way that it is moved in the opposite direction in the adjacent conveyor lines of the cabin or platform.
This arrangement can be of particular importance in upright conveyor systems, for example for conveying books, files, photographic or X-ray cassettes, etc.
The present invention is characterized in that a common cabin or platform is provided for at least two fixed, higher-lying conveyor devices or conveyor lines, each with opposite directions of conveyance a single one of the fixed conveyor devices or routes are driven.
To explain the invention, an exemplary embodiment is described with the aid of the drawing.
Fig. 1 is a perspective view of an elevator with the ends of the connecting conveyor lines located higher.
Fig. 2 shows the arrangement of two superimposed conveyor lines within an elevator car and
FIG. 3 shows the side view of the arrangement according to FIG. 2.
According to FIG. 1, the guide 2 carrying the elevator with a car or a platform can be moved on the column 1 in the vertical direction. The conveyor system to be loaded or unloaded by the elevator contains conveyor tracks 4, 5 and 6 which are arranged at different heights and of which two tracks (4 and 5) are directed to the left and one track (6) is directed to the right. Each of these tracks is double-track, i.e. H. it consists of two adjacent lines that work in opposite directions of conveyance. Each conveyor section consists of a driven conveyor belt 14, onto which the conveyed material 7 is divided, and fixed lateral guide cheeks 13.
The example shown in FIG. 1 shows upright conveyor channels, but other belt conveyor devices can also be used, as shown in FIGS. 2 and 3. The conveyor belts are endless and are deflected by rollers 8. In each case one roller 8 is positively connected to the friction roller 11. The rollers 8 are driven by the conveyor belt 14 by a motor, not shown.
If one of the tracks 4, 5 and 6 is to be unloaded or loaded, the guide 2 is moved on the column 1 in the vertical direction so that the conveyor of the elevator is aligned with the track in question. At this moment, the friction roller 9 mounted on the elevator comes with the friction roller 11 on the selected horizontal route, e.g. B. 4, in contact, so that the movement of the belt 14 running over the roller 8 and the friction roller 11 connected to it in a non-positive manner is transmitted to the drive roller 10 of the conveyor on the elevator, which is coupled to the friction roller 9 on the elevator. The conveyor belt 3 of the elevator conveyor device is deflected via additional rollers 12 with a vertical axis in such a way that it serves as a base belt for both conveyor lines and is moved in opposite directions on these lines.
The goods located on the belt of the elevator or on the conveyor device aligned with it is passed from one belt to the other as soon as the belt of this conveyor device is driven, whereupon the drive of this conveyor line is shut down. The elevator is now brought to the level of the conveyor track that is to take over the goods contained in the elevator or from which the goods are to be removed.
In FIGS. 2 and 3, the conveyor lines with their conveyor belts 16 and 17 lie one above the other. By deflecting the belt 15, the conveyor belts 16 and 17 are given an opposite conveying direction.