CH515896A - Verfahren zur Herstellung von N,N'-disubstituierten Thioharnstoffen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von N,N'-disubstituierten Thioharnstoffen

Info

Publication number
CH515896A
CH515896A CH178167A CH178167A CH515896A CH 515896 A CH515896 A CH 515896A CH 178167 A CH178167 A CH 178167A CH 178167 A CH178167 A CH 178167A CH 515896 A CH515896 A CH 515896A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
reaction
carried out
cpds
thiourea
thioureas
Prior art date
Application number
CH178167A
Other languages
English (en)
Inventor
Joerg Dipl Chem Strickrodt
Hoffmann Gerhard
Original Assignee
Veba Chemie Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Veba Chemie Ag filed Critical Veba Chemie Ag
Publication of CH515896A publication Critical patent/CH515896A/de

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D239/00Heterocyclic compounds containing 1,3-diazine or hydrogenated 1,3-diazine rings
    • C07D239/02Heterocyclic compounds containing 1,3-diazine or hydrogenated 1,3-diazine rings not condensed with other rings
    • C07D239/06Heterocyclic compounds containing 1,3-diazine or hydrogenated 1,3-diazine rings not condensed with other rings having one double bond between ring members or between a ring member and a non-ring member
    • C07D239/08Heterocyclic compounds containing 1,3-diazine or hydrogenated 1,3-diazine rings not condensed with other rings having one double bond between ring members or between a ring member and a non-ring member with hetero atoms directly attached in position 2
    • C07D239/10Oxygen or sulfur atoms
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C335/00Thioureas, i.e. compounds containing any of the groups, the nitrogen atoms not being part of nitro or nitroso groups
    • C07C335/04Derivatives of thiourea
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D233/00Heterocyclic compounds containing 1,3-diazole or hydrogenated 1,3-diazole rings, not condensed with other rings
    • C07D233/04Heterocyclic compounds containing 1,3-diazole or hydrogenated 1,3-diazole rings, not condensed with other rings having one double bond between ring members or between a ring member and a non-ring member
    • C07D233/28Heterocyclic compounds containing 1,3-diazole or hydrogenated 1,3-diazole rings, not condensed with other rings having one double bond between ring members or between a ring member and a non-ring member with hetero atoms or with carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen, e.g. ester or nitrile radicals, directly attached to ring carbon atoms
    • C07D233/30Oxygen or sulfur atoms
    • C07D233/42Sulfur atoms
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L75/00Compositions of polyureas or polyurethanes; Compositions of derivatives of such polymers
    • C08L75/02Polyureas

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description


  
 



  Verfahren zur Herstellung von N,N'-disubstituierten Thioharnstoffen
Bekanntlich lassen sich aromatische Amine mit Schwefelkohlenstoff relativ einfach zu den entsprechenden Thioharnstoffen umsetzen, während die aliphatischen Amine dithiocarbamidsaure Salze bilden [Houben Weyl, Band IX (1955) Schwefel-,   Seien-,    Tellurverb.



  Seite 885].



   Eine gebräuchliche Synthese für die Gewinnung von substituierten aliphatischen Thioharnstoffen ist die Umsetzung von Senfölen mit den entsprechenden primären Aminen ( Organic Synthese  1955; Bd. 3, S. 617). Eine weitere Darstellungsmethode ist die Umsetzung von   Thiophosgen    mit Aminen. Die Ausbeuten bei diesen Verfahren sind schlecht und die. Produkte stark verunreinigt. Durch die Erfindung werden diese Nachteile überwunden.



   Das erfindungsgemässe Verfahren zur Herstellung von N,N'-disubstituierten aliphatischen und cyclischen Thioharnstoffen der Formel
EMI1.1     
 in welcher Formel R und R' aliphatische Reste bedeuten oder zusammen einen zweiwertigen aliphatischen Rest darstellen, aus den entsprechenden Monoaminen bzw.



  Diaminen und Schwefelkohlenstoff, ist dadurch gekennzeichnet, dass die Umsetzung in flüssiger Phase bei Temperaturen zwischen   60- 2500C,    vorzugsweise bei 90 bis   180ob,    gegebenenfalls unter Druck, durchgeführt wird.



   Die flüssige Phase kann auf zwei Weisen geschaffen werden. Entweder erfolgt die Umsetzung in Gegenwart von Lösungsmitteln, oder die Umsetzung wird in der Schmelze der Ausgangsstoffe bzw. des Endproduktes durchgeführt.



   Man kann das Verfahren ansatzweise oder kontinuierlich durchführen. Im letzteren Fall kann man einen Teil des Reaktionsproduktes ständig aus dem System abziehen, die gebildeten Thioharnstoffe abtrennen und den Rückstand dem Reaktionsgefäss wieder zuführen.



  Bei kontinuierlicher Arbeitsweise wird die Umsetzung am besten im Gegenstromverfahren durchgeführt.



   Die Reaktionspartner werden als verdünnte Gase oder als Lösungen angewendet werden.



   Bei Einsatz von primären, aliphatischen Monoaminen erhält man dabei gemäss folgender Reaktionsgleichtung    2R.NH2 + CSRNH.CS.NHR NHR + H2S    unter Schwefelwasserstoffbildung   N,N'-symmetr.disubsti-    tuierte aliphatische Thioharnstoffe. R - bedeutet dabei eine beliebige, gesättigte, ungesättigte, gradkettige, verzweigte oder substituierte, aliphatische Gruppe.



   Bei Verwendung von zwei verschiedenen Aminen lassen sich selbstverständlich auch unsymmetrisch substituierte Harnstoffe herstellen, die allerdings in wechselnden Mengen auch symmetrische enthalten.



   Bei Einsatz von kurzkettigen aliphatischen Diaminen, z.B. von Äthylendiamin und Propylendiamin erhält man cyclische Thioharnstoffe, also N,N'-Äthylenthioharnstoff und N,N'-Propylenharnstoff.



   Längerkettige Diamine mit mehr als 4 C-Atomen zwischen den   NH5-Gruppen    bilden unter diesen Bedingungen lineare Polythioharnstoffe. Die   C-Atome    in den Diaminen können zum Teil durch   S-,    0- oder N-Atome ersetzt sein.



   Unter den gleichen Reaktionsbedingungen reagieren besonders N,N'-disubstituierte aliphatische Harnstoffe ebenfalls mit   CS    gemäss folgender Reaktionsgleichung:   R NH CO NHR    +   CS2  <  RNH CS NHR    +   coS    unter Kohlenoxysulfidbildung zu den entsprechenden Thioharnstoffen.



   Bei den erfindungsgemässen Reaktionen erhält man, insbesondere beim Umsetzen von Aminen mit   Cis2,    ohne  besonderen apparativen Aufwand Thioharnstoffe von hoher Reinheit mit guten Ausbeuten.



   Der entstehende H2S bzw. das COS können nach bekannten Verfahren zu Schwefel oder Schwefelsäure aufgearbeitet werden.



   Als Lösungsmittel kommen alle bekannten unter den Reaktionsbedingungen indifferenten Lösungsmittel, wie Wasser, Alkohole, aliphatische oder aromatische Kohlenwasserstoffe, halogensubstituierte Kohlenwasserstoffe usw. in Frage. Zweckmässig arbeitet man mit solchen Lösungsmitteln, deren Siedepunkt zwischen 90 und 2500C liegt, da sich dann die Anwendung von Druck erübrigt. Ausserdem sollte das Lösungsvermögen für den entsprechenden Thioharnstoff zwischen Raumtemperatur und dem Siedepunkt stark ansteigen, um die Gewinnung von kristallisierten Thioharnstoffen oder Polythio   hamstoffen    zu erleichtern. Als besonders hierfür geeignet haben sich n-Propanol, die Butanole, Toluol, Monochlorbenzol, Cyclohexanol, Glykol und Dimethylformamid erwiesen. Für die Umsetzung der substituierten Harnstoffe zu Thioharnstoffen eignet sich auch Dimethylsulfoxyd.



   Die Reaktion kann auch in den Schmelzen der herzustellenden Thioharnstoffe ausgeführt werden.



   Die Reaktionspartner können praktisch in jedem Verhältnis eingesetzt werden. Da die Umsetzung bei Temperaturen über 900C praktisch stöchiometrisch und sehr schnell erfolgt, arbeitet man zweckmässig mit einem geringen   Überschuss    an CS2. Bei überschüssigem Amin würden sich in den Abgasleitungen schnell die schwefelwasserstoffsauren Salze der Amine absetzen und zu Verstopfungen führen.



   Der Schwefelkohlenstoff kann dem Reaktionsgefäss rein oder in beliebiger Verdünnung mit indifferenten Gasen, wie   N2,    CO2, CO usw., oder in Lösung, wie z.B.



  in n-Propanol, zugeführt werden. Eine Verdünnung des   (5.    mit indifferenten Gasen ist von Vorteil, weil dadurch die Abtreibung der H2S bzw. COS aus dem Reaktionsgefäss gefördert wird.



   Die Amine werden dem Reaktionsgefäss entweder gasförmig, flüssig oder in Lösung zugeführt. Gasförmige Amine können durch indifferente Gase verdünnt sein.



  Unter Normalbedingungen flüssige Amine können auch durch Beladung eines Trägergasstromes angewendet werden. Die N.N'-substituierten Harnstoffe werden zweckmässig in Lösung oder als Schmelze eingeführt.



   Die Einführung der Reaktionspartner in das Reak tionsgefäss erfolgt zweckmässig getrennt, da sich sonst beim vorzeitigen Aufeinandertreffen bei Raumtemperatur in der Zuführungsleitung dithiocarbamidsaure Salze der entsprechenden Amine absetzen und zu Verstopfungen führen.



   Die Anzahl der in Betracht kommenden Amine, Di amine und   Hamstoffe    ist sehr gross. Beispielsweise kön nen verwendet werden:
Zur Darstellung von N,N'-disubstituierten Thioharn stoffen:
Methylamin; Äthylamin; Isopropylamin; die primä ren Butylamine; Hexylamin; Octylamin; Allylamin;  Äthanolamin; zur Darstellung von Polythioharnstoffen:    I ,6-Diaminohexan;    1,9-Diaminononan;   1,12-Diamino-    dodecan; 1,6-Diamino-3-methyl-hexan; 4,4-Bis[aminome thyllcyclohexan; Bis[aminopropyl]äther; Bis[aminobu    tylAthioäther;      Bis[y-aminopropoxy]butan ;    N,N'-Bis[ami nopropyl]äthylamin;
Für die Umsetzung von N,N'-disubstituierten Harnstoffen mit CS2: N,N'-Diäthylharnstoffe; N,N'-Äthylenharnstoff; N,N'-Diallylharnstoff; N,N'-Diäthanolharnstoff usw.



   Bei der halbkontinuierlichen Verfahrensweise werden die Reaktionspartner gleichzeitig und stetig in vorgesehener Konzentration und Geschwindigkeit bei der gegebenen Temperatur dem Reaktionsgefäss zugeführt und der entstehende Schwefelwasserstoff bzw. Kohlenstoffoxisulfid abgetrieben. Die dabei mitgerissenen Lösungsmitteldämpfe werden an einem   Rückflusskühler    kondensiert und dem Reaktionsgefäss wieder zugeführt.



  Nach dem Erreichen einer bestimmten Thioharnstoff Konzentration im Lösungsmittel wird das gesamte Reaktionsgemisch abgelassen, das Lösungsmittel verdampft und der Thioharnstoff getrocknet. Für die meisten Verwendungszwecke liegt der Thioharnstoff bereits in genügender Reinheit vor. Gegebenenfalls kann er aus Alkohol-Wassergemischen oder einem anderen geeigneten Lösungsmittel umkristallisiert werden.



   Beim kontinuierlichen Verfahren wird dem Reaktionsbehälter stetig ein Teil der Harnstoff-Lösung entnommen, unterkühlt, vom   auskristallisierten    Thioharnstoff abgetrennt und die Mutterlauge dem Reaktionsgefäss wieder zugeführt.



   Beim Einsatz von Aminen mit genügend hohem Siedepunkt bzw. beim Einsatz von Lösungen der substituierten Harnstoffe arbeitet man zweckmässig in einem Gegenstromreaktor. Dabei wird das Amin bzw. die   Harn-    stoff-Lösung am Kopf des Reaktors aufgegeben und das   CS!    von unten im Gegenstrom zugeführt. Aus einer beheizten Sammelblase wird stetig ein den Einsatzmengen entsprechender Teil Reaktionsprodukt entnommen und aufgearbeitet. Das entstehende   H.2S    bzw. COS entweicht gleichzeitig über einen Kühler am Kopf der Kolonne.



   Die in den nachfolgenden Beispielen angeführten Ausbeuten beziehen sich auf das eingesetzte Amin.



   Beispiel I
Ein mit Rührer, Thermometer, Rückflusskühler, Einleitungsrohren für das   CS2-N2-Gasgemisch    und für das Amin ausgerüsteter   1-Liter-Rundkolben    wird mit 250 ml n-Propanol beschickt und mittels Heizbad zum Siedepunkt des n-Propanol erhitzt.



   In das Reaktionsgefäss werden innerhalb 4 h 555 ml n-Butylamin (6 Mol) und stündlich etwa 60 Liter eines   CS2-N2-Gemisches    mit etwa   32 - 35 SO      CS2    unter kräftigem Rühren und Konstanthalten der Reaktionstemperatur bei etwa 95 - 1050C kontinuierlich eingeleitet.



  Das Abgas wird am Kühlerkopf entnommen und durch stetige gaschromatografische Messung überwacht: die
CS2-Menge wird so dosiert, dass im Abgas eine geringe CS2-Menge enthalten ist.

 

   Nach Ende der Reaktionszeit wird die Reaktions lösung zur Entfernung von restlichem   CS.    und H2S kurz mit Stickstoff gespült und dann in ein Kristallisationsgefäss abgelassen. Es scheiden sich 379 g N,N'-Di-n-bu tylthioharnstoff in Form von farblosen Blättchen ab.



   Aus der Mutterlauge werden weitere 152 g isoliert. Die
Ausbeute beträgt insgesamt 531 g, das sind   93%.   



   Beispiel 2
In einem Reaktionskolben gemäss dem von Beispiel
1 werden 300g N,N'-Diäthylthioharnstoff geschmolzen    und auf etwa 110 - 1150C erhitzt. In diese Schmelze wer-    den während 5 h 29 I/h gasförmiges Äthylamin und etwa
501/h eines CS2-N2-Gemisches mit etwa   32- 35%      CS    geleitet.  



   Nach Beendigung der Einleitung wird die Schmelze mit Stickstoff gespült und abgelassen. Gewicht des weissen erstarrten Schmelzkuchens 719 g. Abzüglich des eingesetzten Thioharnstoffs beträgt die Ausbeute 419 g, das sind 98%.



   Beispiel 3
Auf den Kopf einer mit Raschigringen gefüllten, von aussen auf 140- 1500C geheizten Kolonne von   1 m    Länge und 40 mm Durchmesser wird während 4 h eine auf 1200C erwärmte Lösung von 232 g N,N'-diäthylharnstoff in   700ml    Dimethylsulfoxyd kontinuierlich aufgetropft. Im Gegenstrom wird gleichzeitig ein   CS2-N2-Strom    mit einer Strömungsgeschwindigkeit von 45   h/l    bei einem   CS2-Gehalt    von etwa 30 - 35% durch die Kolonne geleitet. Das in einem Sammelkolben unterhalb des Reaktionsrohres anfallende hellbraune Reaktionsgemisch wird im Vakuum bei etwa 1300C von Dimethylsulfoxyd befreit und aus   Wasser-Äthanolgemisch    nach Klärung mit etwas Aktivkohle   umkrista]lisiert.   



   Ausbeute: 210g N,N'-Diäthylthioharnstoff = etwa   80%.   



   Beispiel 4
In ein Reaktionsgefäss gemäss Beispiel 1 werden 300 ml Dimethylformamid vorgelegt und auf Siedetemperatur erhitzt. Dann werden gleichzeitig und kontinuierlich 180 g Äthylendiamin und 75 I/h eines   N2-CS2-    Gemisches mit etwa 30- 35%   CS2    während 3 h in das Reaktionsgefäss unter kräftigem Rühren und bei 100 bis   1200 C    eingeleitet. Der entstehende Schwefelwasserstoff entweicht zusammen mit dem N2 und etwas überschüssigem   CS,    am I(opf des Rückflusskühlers. Die beiden Einleitungsrohre sind so im Kolben geführt, dass sich ihre Austrittsöffnungen unter dem Rührer fast berühren.



   Nach Beendigung des Einleitens wird die Lösung auf etwa   - 300C    unterkühlt, die ausgeschiedenen Kristalle werden abfiltriert und bei ca. 1050C getrocknet.



   Ausbeute: 295 g N,N'-Äthylenthioharnstoff = 93%.



   Beispiel 5
In einem mit Planschliffdeckel versehenen und sonst wie bei Beispiel 1 ausgerüsteten   l-Liter-Reaktionsgefäss    werden 1 Mol =   116 g    Hexamethylendiamin in   600ml    Cyclohexanol unter Erwärmen gelöst. Durch die Lösung wird bei 1500C während ca. 2,5 h ein   N2-CS2-Strom    (etwa 451/h) mit 30 -   35%      (5    geleitet. Nach kurzer Zeit wird der Ansatz viskos, wenig später scheiden sich Polythioharnstoffpartikel aus der Lösung ab und schliesslich bildet sich ein kautschukähnlicher Ballen. Gleichzeitig fällt die zunächst fast quantitative H2S-Bildung schnell ab.

 

   Nach Beendigung der Reaktion wird der Polythioharnstoff vom Cyclohexanol durch Dekantieren abgetrennt, mit Methanol gewaschen und im Vakuum bei   1 100C    bis zur Gewichtskonstanz getrocknet.



   Es verbleibt ein zitronengelbes, glänzendes, stark poriges Material, das sich aus der Schmelze bei etwa 220 bis 2400C zu Fäden ziehen lässt.



   Ausbeute: 155 g   Polyhexamethylenthioharnstoff.    

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH
    Verfahren zur Herstellung von N,N'-disubstituierten aliphatischen und cyclischen Thioharnstoffen der Formel EMI3.1 wobei R und R' aliphatische Reste bedeuten oder zusammen einen zweiwertigen aliphatischen Rest darstellen, aus Schwefelkohlenstoff und den entsprechenden Monoaminen oder Diaminen, dadurch gekennzeichnet, dass die Umsetzung in flüssiger Phase bei Temperaturen zwischen 60 und 2500C durchgeführt wird.
    UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Umsetzung bei 90 - 1000C durchgeführt wird.
    2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Umsetzung unter Druck durchgeführt wird.
    3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Umsetzung in Gegenwart von Lösungsmitteln erfolgt.
    4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Umsetzung in der Schmelze der Ausgangsstoffe bzw. des Endproduktes durchgeführt wird.
    5. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man einen Teil des Reaktionsproduktes ständig aus dem System abzieht, die gebildeten Thioharnstoffe abtrennt und den Rückstand dem Reaktionsgefäss wieder zuführt.
    6. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Reaktionspartner als verdünnte Gase oder als Lösungen angewendet werden.
    7. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Umsetzung in kontinuierlicher Weise als Gegenstromverfahren durchgeführt wird.
    8. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die substituierten Thioharnstoffe selbst als flüssige Phase dienen.
CH178167A 1966-03-31 1967-02-07 Verfahren zur Herstellung von N,N'-disubstituierten Thioharnstoffen CH515896A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DES0102940 1966-03-31

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH515896A true CH515896A (de) 1971-11-30

Family

ID=7524801

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH178167A CH515896A (de) 1966-03-31 1967-02-07 Verfahren zur Herstellung von N,N'-disubstituierten Thioharnstoffen

Country Status (7)

Country Link
AT (1) AT278853B (de)
BE (1) BE694785A (de)
CH (1) CH515896A (de)
DE (1) DE1543472A1 (de)
FR (1) FR1512766A (de)
GB (1) GB1173521A (de)
NL (1) NL6701958A (de)

Families Citing this family (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3528584A1 (de) * 1985-08-06 1987-02-19 Schering Ag Neue 1-alkyl-ergolin-thioharnstoffderivate
DE3528576A1 (de) * 1985-08-06 1987-02-19 Schering Ag Verfahren zur herstellung von ergolin-thioharnstoffen

Also Published As

Publication number Publication date
DE1543472A1 (de) 1972-04-20
AT278853B (de) 1970-02-10
NL6701958A (de) 1967-10-02
GB1173521A (en) 1969-12-10
FR1512766A (fr) 1968-02-09
BE694785A (de) 1967-07-31

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69704949T2 (de) Verfahren zur herstellung von harnstoff
DE2818950C3 (de) Verfahren zur Aufarbeitung von Harnstoff enthaltendem Abwasser, insbesondere aus Harnstofferzeugungsanlagen
EP0070397A1 (de) Verfahren und Katalysator zur Herstellung von cyclischen Iminen
DE1468732A1 (de) Harnstoffsynthese
DE69226010T2 (de) Verfahren zur Herstellung von Harnstoff mit Reaktionsräumen unterschiedlicher Ausbeuten
CH515896A (de) Verfahren zur Herstellung von N,N&#39;-disubstituierten Thioharnstoffen
DE1901993A1 (de) Verfahren zur Herstellung von 4,4&#39;-Diphenylmethandiisocyanat und einem Gemisch von Di- und Polyisocyanaten
DE1948426C3 (de) Verfahren zur Gewinnung von Schwefelwasserstoff und Ammoniak aus einer wässrigen Lösung
DD201780A5 (de) Verfahren zur herstellung von harnstoff
CH434232A (de) Verfahren zur Herstellung von organischen Zwischenprodukten und Verbindungen, die Harnstoff-Gruppen enthalten
DE2735265C2 (de) Verfahren zur Herstellung von symmetrischen Dialkylharnstoffen
EP0016948B1 (de) Verfahren zur Herstellung von Urethanen
AT397384B (de) Verfahren zur herstellung reiner n,n&#39;-unsymmetrisch substituierter phenylharnstoffe
DE102005047464A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Ethylenaminen
DE2453365A1 (de) Verfahren zur herstellung von n-trimethylsilylacetamid
DE1222024B (de) Verfahren zur Herstellung von Kohlenoxysulfid aus Kohlenmonoxid und dampffoermigem Schwefel
DE2362923C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Ammoniumrhodanid
DE1768256C3 (de) Verfahren zur Herstellung von symmetrischen Dialkylharnstoffen
DE2821193A1 (de) Verfahren zur kontinuierlichen herstellung von sulfamiden
DE824209C (de) Verfahren zur Herstellung von stickstoffhaltigen Verbindungen
EP0000509A1 (de) Verfahren zur Herstellung von sekundären aliphatischen Aminen
DE1914606C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Äthanolaminen
EP0035239B1 (de) Verfahren zur Herstellung von Guanidin-hydrochlorid
DE630966C (de) Verfahren zur Herstellung von Diarylguanidinen
DE2016770A1 (de) Verfahren zur Extraktion von Deuterium

Legal Events

Date Code Title Description
PL Patent ceased