Strickmaschine mit einer Vorrichtung zum Auswählen der Nadeln Der Patentanspruch des Hauptpatents betrifft eine Strickmaschine mit einer Vorrichtung zum Auswählen der Nadeln, die periodisch gegen die hinteren Enden von die Nadeln bewegenden Stössern geführt wird und elek tromagnetisch betätigte Anschläge aufweist, die in eine das hintere Stösserende treffende und in eine das hintere Stösserende verfehlende Endstellung bewegbar sind, wo bei die Lagen der einzelnen Stösser in einem auslesbaren Informationsträger gespeichert sind, dessen Breite klein im Vergleich zu der Arbeitsbreite der Strickmaschine ist, wobei ferner eine Auslesevorrichtung vorgesehen ist, die jede der in dem Träger enthaltenden Informationen in ein elektrisches Signal umwandelt,
und wobei jedem Stösser ein auf das Signal ansprechender Elektromagnet zugeordnet ist, der die Einstellung des Anschlages be sorgt.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, derartige Strickmaschinen weiter zu verbessern. Gelöst wird die Aufgabe gemäss der Erfindung dadurch, dass auf einem Informationsträger die Informationen für mehr als ein Muster eingespeichert sind, dass die Informationen für eine Musterreihe eine Gruppe bilden, und dass jede Gruppe von Informationen so angeordnet ist, dass die einzelnen Gruppen zyklisch abtastbar sind.
Der Vorteil der Erfindung liegt darin, dass auf diese Weise, ohne dass ein Informationsträgerwechsel erforder lich ist, der zu Maschinenstillstand zwingen und damit zu Produktionsausfällen führen würde, verschiedene Muster in beliebiger Reihenfolge und beliebig oft nacheinander gestrickt werden können. Durch die zyklische Abtastung ist bei wiederholtem Stricken des gleichen Musters nach dem Stricken der letzteren Musterreihe kein Anhalten der Maschine während des Rücktransportes des Informa tionsträgers in die Stellung, in der die Informationen für die erste Maschenreihe des Musters abgetastet werden können, nötig, sondern es kann ein kontinuierlicher Strickbetrieb aufrechterhalten werden.
Bei einer Ausführungsform der Erfindung umfassen die Gruppen, die jeweils die Informationen für eine maschinenbreite Maschenreihe enthalten, mehrere quer zur Vorschubrichtung aufeinanderfolgende Zeilen. Bei dieser Ausführungsform sind also die Informatio nen für eine Maschenreihe wegen ihrer grossen Zahl auf mehrere quer zur Vorschubrichtung des Informationsträ gers angeordnete Zeilen verteilt.
Eine solche Zeilengrup pe steuert die Magnete der gesamten Maschinenbreite, ohne dass deshalb die Zahl der Einzelinformationen einer Zeilengruppe gleich der Zahl der Magnete der Maschi nenbreite sein muss; denn die Maschinen sind im allge meinen so breit, dass mindestens zweimal dasselbe Mu ster gleichzeitig gestrickt wird, also jeweils mindestens zwei um eine Musterteilung gegeneinander versetzte Magnete von jeder Einzelinformation auf dem Informa tionsträger angesteuert sind. Es sind also bei breiten Strickmaschinen maximal halb soviel Einzelinformatio nen in einer Zeilengruppe gespeichert wie Elektromagne te vorhanden sind. Die Zeilengruppen, die die Informa tionen für aufeinanderfolgende Maschenreihen enthalten, sind aufeinanderfolgend angeordnet.
Zur Wiederholung eines Musters wird nach dem Abtasten der Informatio nen der letzten Maschenreihe der Informationsträger so weit bewegt, bis sich die erste Zeilengruppe in der Abtaststation befindet. Zum Wechsel der Muster wird der Informationsträger ausgewechselt.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden an- schliessend anhand der Zeichnung beschrieben und er läutert.
Es zeigen: Fig. 1 einen bandförmigen Informationsträger in Ge stalt einer geschlossenen Schleife, Fig.2 ein herausgebrochenes Stück eines Lochstrei fens, und die Fig. 3 bis 5 schematische Darstellungen der Anord nung von Zeilengruppen auf einem bandförmigen Infor mationsträger.
Bevorzugt ist als Informationsträger ein Lochband vorgesehen. Dabei ist das Lochband als in sich geschlos sene Schleife ausgebildet. Ein Lochband ist vom Stricker sehr leicht selbst herzustellen; Fehllochungen lassen sich durch Überkleben, fehlende Lochungen durch Nachlo chung ausbessern, so dass nicht ein ganzes Lochband weggeworfen werden muss, wenn lediglich eine oder einige Fehlinformationen gespeichert sind.
Ein bandförmiger Informationsträger 81 ist als endlo se Schleife ausgebildet. Durch die Ausbildung als ge schlossene Schleife lässt sich eine besonders einfache zyklische Anordnung der Zeichengruppen mehrerer Mu ster erzielen. Sind beispielsweise drei Muster auf einer Schleife untergebracht, so können die einzelnen Zeilen gruppen, die jeweils einer Maschenreihe entsprechen, so angeordnet sein, dass in Vorschubrichtung des Informa tionsträgers auf die Zeilengruppe mit den Informationen der ersten Maschenreihe des ersten Musters die Zeilen gruppe mit den Informationen der ersten Maschenreihe des zweiten Musters und darauf die Zeilengruppe mit den Informationen über die erste Maschenreihe des dritten Musters folgt, an die sich dann die Zeilengruppe mit den Informationen für die zweite Maschenreihe des ersten Musters,
dann die für die zweite Maschenreihe des zweiten Musters und dann die für die zweite Maschenrei he des dritten Musters und so fort anschliessen. Die Auslesevorrichtung weist in diesem Fall eine Vorschub schrittweite von drei Zeilengruppen auf dem Informa tionsträger auf. Die Vorschubschrittweite entspricht also dem der Zahl der auf dem Träger gespeicherten Muster entsprechenden Vielfachen von Zeilengruppen. Um auf ein anderes Muster überzugehen genügt es, wenn die Auslesevorrichtung zwischendurch einen kürzeren Vor schubschritt ausführt. Der Übergang von einem Muster auf ein anderes kann an jeder beliebigen Stelle des Musters erfolgen. Ohne Eingriff von aussen strickt die Maschine kontinuierlich das gleiche Muster immer wie der.
Der Informationsträger 81 ist in untereinander gleich grosse Abschnitte 82 unterteilt; jeder dieser Abschnitte enthält die Informationen für eine Maschenreihe der Strickmaschine, wobei die Einzelinformationen in einer Zeilengruppe 83 innerhalb des Abschnittes angeordnet sind. Auf dem in Fig. 1 dargestellten Informationsträger 81 sind drei verschiedene Strickmuster gespeichert, die jeweils aus fünf Maschenreihen, also aus fünf Zeilen gruppen 83 bestehen, die in drei mal fünf Abschnitten 82 angeordnet sind. Dabei ist mit römischen Zahlen das Muster, mit arabischen Zahlen die Maschenreihe des Musters bezeichnet.
In stets gleichbleibender Vorschub richtung folgt der Zeilengruppe 1 des Musters I die Zeilengruppe 1 des Musters II, danach kommt die Zeilengruppe 1 des Musters III, an die sich die Zeilen gruppe 2 des Musters I und an diese die Zeilengruppe 2 des Musters II und so fort anschliesst. Bei den dargestell ten fünfreihigen Mustern schliesst sich in entgegengesetz ter Vorschubrichtung an die Zeilengruppe 1 des Musters I die Zeilengruppe 5 des Musters III und an diese die Zeilengruppe 5 des Musters II uns so fort an. Bei Verwendung einer Auslesevorrichtung mit schrittweisem Vorschub wird zum Ausstricken eines Musters ein Vorschub mit einer Schrittweite verwendet, die der dreifachen Erstreckung eines Abschnittes 82 in Vor schubrichtung entspricht.
Es kann dabei an jeder beliebi gen Stelle des Musters auf eines der anderen Muster umgeschaltet werden, indem der Vorschub einmalig verkürzt oder verlängert wird. Bedingung für die Art der Anordnung von mehreren Mustern auf einem schleifen- förmigen Informationsträger 81 ist, dass die gespeicher ten Muster die gleiche Anzahl von Maschenreihen auf weisen.
Die in einem Abschnitt 82 gespeicherten Informatio nen sind in einer Zeilengruppe 83 angeordnet, die in dem in Fig. 2 dargestellten Beispiel fünf Zeilen 84 mit zwanzig Spalten 85 umfasst, wobei also eine Zeile maximal zwanzig Zeichen enthält. Die Spalten verlaufen in, die Zeilen quer zur Vorschubrichtung. Eine Zeilengruppe 83 enthält also 100 digitale Informationen, die beim Abta sten mittels Fotozellen oder Kontakten bei Vorhanden- sein eines Loches einen Impuls abgeben, der einen Elektromagnet erregt, der einen Anschlag in einer das Stösserende verfehlenden Stellung festhält.
Bei einer Strickmaschine mit 500 Magneten kann mit diesen<B>100</B> Informationen das Muster fünfmal auf der Strickbahn nebeneinander gleichzeitig gestrickt werden, wenn jeweils fünf um eine Musterteilung gegeneinander versetzte Elektromagnete von derselben Einzelinformation, bei spielsweise einer Aussparung 18, gesteuert sind. An den Stellen, an denen kein Loch vorgesehen ist, hält der Elektromagnet den ihm zugeordneten Anschlag nicht fest, der daraufhin eine das hintere Stösserende treffende Stellung einnimmt .und beim Stricktakt der Maschine eine entsprechende Masche bildet. Zusätzlich zu den zwanzig Spalten 85 jeder Zeilengruppe 83 sind zwei weitere Spalten 86 im Randbereich des Informationsträgers 81 angeordnet, in denen in maximal drei Zeilen 87 eine Vorschubinformation gespeichert ist.
Es sind für jeden der verschiedenen möglichen Vorschubschritte stets drei Lochungen vorhanden, durch die der Vorschub für den nächsten Vorschubschritt entsprechend gesteuert wird. Stellt die Auslesevorrichtung fest, dass nicht drei Lo chungen vorhanden sind, so ist das ein Hinweis darauf, dass der Informationsträger 81 falsch transportiert oder falsch eingelegt worden ist. Die Auslesevorrichtung stellt daraufhin die Strickmaschine ab, .um Ausschussfertigung zu vermeiden.
In einer der Spalten 86 kann innerhalb einer Zeilengruppe 83, jedoch ausserhalb der Zeilen 87, eine weitere Kennlochung 88 vorgesehen sein, die das Erreichen einer bestimmten Position des Informationsträ gers 81 signalisiert, die zu einer weiter unten erläuterten Steuerung verwendet ist.
Der Informationsträger 81 kann auch als endliches Lochband ausgebildet sein. Um eine zyklische Ablesung zu erreichen, können die einzelnen Zeilengruppen 83 auch in einer der in den Fig. 3 bis 5 dargestellten Folgen angeordnet sein. Zur Vereinfachung der Darstellung sind in den Fig. 3 bis 5 nur die Zeilengruppen 83 eines einzigen Musters dargestellt. An dieses Muster schliessen sich jedoch nach beiden Seiten hin weitere Muster in entsprechender Anordnung an.
Bei einer Ausführungsform weist die Auslesevorrich tung einen schrittweise arbeitenden Lochstreifenvorschub mit einer einer Zeilengruppe entsprechenden Schrittweite auf, und der Vorschub der Auslesevorrichtung ist wahl weise auf Vorwärts- oder Rückwärtsvorschub einstellbar. Ausserdem kann vorgesehen sein, dass der Vorschub der Auslesevorrichtung auf doppelte Schrittweite einstellbar ist. Durch die Beschränkung auf zwei Schrittweiten, die jeweils im Vorwärts- oder Rückwärtsgang einschaltbar sind, wird die den Vorschub bewirkende Vorrichtung der Auslesevorrichtung konstruktiv besonders einfach.
Trotz dem ist dadurch die Zahl der auf dem Lochband zyklisch abtastbaren Muster nicht auf zwei beschränkt, wenn, wie bevorzugt vorgesehen, die Zeilengruppen eines Musters einen Lochstreifenabschnitt bilden und innerhalb dieses Abschnittes aufeinanderfolgende Zeilengruppen jeweils einen Vorschubdoppelschritt voneinander entfernt ange ordnet sind und im Zwischenraum zwischen erster und zweiter Zeilengruppe die letzte, im Zwischenraum zwi schen zweiter .und dritter Zeilengruppe die vorletzte Zeilengruppe eines Musters und so fort angeordnet ist.
Dabei erfolgt der Vorschub des Informationsträgers zunächst in Doppelschritten bis zum mittleren Bereich des Lochstreifenabschnittes, wo ein Schrittwechsel auf einen einfachen Vorschubschritt und eine Umkehr der Vorschubrichtung erfolgt, worauf der Informationsträger anschliessend wieder in Doppelschritten zurücktranspor tiert wird bis der Anfang des Lochstreifenabschnittes sich in der Abtaststation befindet, wo ebenfalls wieder ein Einfachschritt und eine Umkehr der Vorschubrichtung mit anschliessender Wiederaufnahme des Vorschubdop pelschrittes eingeschaltet werden. Durch diese Anord nung der Zeilengruppen eines Musters ist es möglich, eine zyklische Abtastung zu erzielen, ohne dass deshalb der Informationsträger als geschlossene Schleife ausgebil det sein muss.
Dabei können die Anfänge verschiedener auf einem Informationsträger gespeicherten Muster ein ander benachbart sein. Beispielsweise können die beiden Lochstreifenabschnitte, auf denen je ein Muster gespei chert ist, mit den der ersten Maschenreihe der Muster entsprechenden Zeilengruppen einander benachbart sein, so dass die Vorschubrichtung, jeweils von der ersten Zeilengruppe eines Musters ausgehend, bei der Abta stung der Muster entgegengesetzt gerichtet ist.
Es ist jedoch auch möglich, verschiedene Muster auf einem Informationsträger aneinander anschliessen zu lassen, ohne dass im Gestrick eine Unterbrechung auftritt oder ein Maschinenstillstand oder ein musterloser Ge strickabschnitt eingeschaltet werden muss. Dazu ist bei einer Ausführungsform vorgesehen, dass die Zeilengrup pen der letzten Hälfte eines Musters auf dem Lochstrei fen zweimal vorhanden sind, wobei die jeweils zweiten der doppelt vorhandenen Zeilengruppen unmittelbar auf einanderfolgend an die an der Stelle der Vorschubum kehr befindliche Zeilengruppe anschliessen und in einem Zwischenraum zu dem nächsten Lochstreifenabschnitt, der ein anderes Muster gespeichert enthält, angeordnet sind.
Beim Übergang auf das Muster dieses nächsten Lochstreifenabschnittes wird dann statt einer Vorschub richtungsumkehr beim Erreichen der von der ersten Zeilengruppe des Musters am weitesten entfernten Zei lengruppe lediglich auf Einfachvorschub umgeschaltet, worauf die Maschine die übrigen Zeilengruppen bis zum Ende des Musters im Einerschritt in Richtung auf den nächsten Lochstreifenabschnitt hin abtastet.
Zu Beginn eines jeden Musters ist eine Leerzeilen gruppe 89 vorgesehen. Befindet sich die Leerzeilengruppe 89 in der Abtaststation, dann strickt die Maschine ohne Muster. Die in den Spalten 86 und den Zeilen 87 vorgesehene Vorschubinformation bewirkt in diesem Fall Vorschubstillstand, also Verbleiben der Leerzeilengruppe 89 in der Abtaststation. Die Maschine strickt solange musterlos. Der Auslesevorrichtung wird nun von aussen ein Vorschubimpuls zugeführt, der einen einfachen Vor schubschritt der Vorschubeinrichtung auslöst, die einen Schritt vorwärts oder bei Anordnungen nach Fig. 4 und 5 nach rückwärts, wenn das dortige Muster gestrickt werden soll, ausführt und damit die an die Leerzeilen gruppe 89 anschliessende Zeilengruppe 83 in die Abtast station fördert, die die erste, in den Fig. 3 bis 5 mit 1 bezeichnete Maschenreihe, als Lochinformation enthält.
Es wird nun zunächst die Anordnung nach Fig. 3 be schrieben, bei der die Abtastung stets in der gleichen Richtung beginnt. Die die Informationen über die Ma schenreihe 1 enthaltende Zeilengruppe 83 umfasst ferner eine Vorschubinformation in den Spalten 86 und den Zeilen 87, die die Vorschubeinrichtung der Auslesevor richtung auf einen Doppelschritt vorwärts schaltet, wo- durch der Informationsträger um zwei Abschnitte weiter geschaltet wird und die die Maschenreihe 2 ergebenden Informationen der nunmehr in der Abtaststation befindli chen Zeilengruppe 83 abgetastet werden. Ebenso sind die Zeilengruppen 83, die die Maschenreihen 3, 4, 5 und 6 ergeben, jeweils um einen Doppelschritt in der gleichen Vorschubrichtung von der vorher abgetasteten Zeilen gruppe entfernt.
Jede der Zeilengruppen 3, 4 und 5 enthält in den Spalten 86 und den Zeilen 87 eine Vorschubinformation für einen Doppelschritt vorwärts. Die Zeilengruppe 83 mit den die Maschenreihe 6 des Musters bildenden Informationen enthält jedoch eine Vorschubinformation, die den Vorschub auf einen Ein fachschritt vorwärts umschaltet, wodurch die Zeilengrup pe mit der Information für die Maschenreihe 7 in die Abtaststation gelangt. Diese Zeilengruppe weist eine Vorschubinformation auf, die einen Doppelschritt in entgegengesetzter Richtung bewirkt, worauf die zwischen: den Zeilengruppen 83 mit den Informationen für die Maschenreihen 5 und 6 befindliche Zeilengruppe mit den Informationen der Maschenreihe 8 in die Abtaststation gelangt.
Die Maschenreihe 8 enthält auch eine Vorschub information für einen Doppelschritt rückwärts, ebenso wie die durch einen jeweiligen Doppelschritt rückwärts erreichten Zeilengruppen 83 mit den Informationen für die folgenden Maschenreihen 9, 10 und 11. Von der Zeilengruppe 83 mit den Informationen für die Maschen reihe Il führt der Doppelschritt schliesslich zu der Zeilengruppe mit den Informationen für die Maschenrei he 12, die sich zwischen den Zeilengruppen mit den Informationen für die Maschenreihen 1 und 2 befindet und die eine Vorschubinformation enthält, die den Vorschub auf einen Einfachschritt rückwärts umschaltet, wodurch die Zeilengruppe 83 mit den Informationen für die Maschenreihe 1 wieder in die Abtaststation gelangt.
Man erreicht damit einen automatischen Ablauf inner halb des Musters, solange das Muster wiederholt ge strickt werden soll. Bei nur einmal zu strickenden Mustern, beispielsweise bei Probemustern, kann die Vorschubinformation der letzten Zeilengruppe den Vor schub auf Stillstand und/oder die Strickmaschine abstel len. Im allgemeinen wird jedoch ein Muster immer wieder gestrickt und die Vorschubinformation der letzten Zeilengruppe bewirkt lediglich das Weiterschalten der Auslesevorrichtung auf die erste Zeilengruppe des Mu sters, worauf ein erneutes Ausstricken des Musters erfolgt. Es wird also ein Zyklus durchlaufen, der, von der Zeilengruppe 83 für die Maschenreihe 1 ausgehend, zunächst fünf Doppelschritte vorwärts, daraufhin einen Einfachschritt rückwärts umfasst. Die Zahl der Zeilen gruppen je Muster ist stets durch zwei teilbar.
Bei der geometrischen Anordnung nach Fig. 3 ist also bei einer geraden Anzahl n von Maschenreihen die erste Maschen reihe in der ersten Zeilengruppe gespeichert, und die Zeilengruppe, bei der die Bewegungsumkehr erfolgt, ist diejenige mit den Informationen für die Maschenreihe n/2 -f- 1. Die Zeilengruppe 83 mit den Informationen für die Maschenreihe n/2 -f- 1 enthält ferner die Kennlo chung 88, ebenso wie die Leerzeilengruppe 89. Die Kennlochung 88 gibt ein Signal nach aussen ab oder kann die Synchronisierung einer Schaltung ermöglichen, durch die die Vorschubinformation der Spalten 86 und Zeilen 87 von aussen überspielt wird.
Dieser von aussen eingege bene Vorschubimpuls bewirkt, wenn beispielsweise sich die Zeilengruppe mit der Information für die Maschen reihe n/2 -f- 1 in der Abtaststation befindet und das Muster ausgestrickt und zum nächsten Muster überge- gangen werden soll, ein Einzelschritt vorwärts ausgeführt wird, so dass eine Zeilengruppe mit den Informationen für die Maschenreihen 8' die den Informationen der Zeilengruppen für die Maschenreihe 8' entspricht, in die Abtaststation gelangt.
An die Zeilengruppe 83 mit den Informationen für die Maschenreihe 8' schliessen sich weitere Zeilengruppen 83 mit den Informationen für die Maschenreihe 9', 10', 11', 12' jeweils unmittelbar an, die den Informationen für die Maschenreihen 9, 10, 11, 12 entsprechen und durch Einzelvorschubschritte in Vor wärtsrichtung erreicht werden. Jede dieser Zeilengruppen enthält eine Vorschubinformation für einen Einfach schritt vorwärts. Von der letzten Zeilengruppe mit der Information 12' bzw. allgemein n' bei einem Muster mit n Reihen, führt der Doppelschritt zu einer anschliessen- den Leerzeilengruppe 89, die bereits die erste Zeilengrup pe des anschliessend folgenden Musters darstellt.
Diese Leerzeilengruppe enthält wieder eine Vorschubinforma tion für den Vorschub O und bewirkt, dass die Strickma schine so lange ohne Muster weiterstrickt, bis von aussen ein Vorschubimpuls eintrifft, der auf das Muster um schaltet. Das Erreichen der Leerzeilengruppe 89 wird wieder durch die Kennlochung 88 angezeigt.
Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform sind die Zeilengruppen eines Musters auf dem Lochstrei fenabschnitt symmetrisch zu der Zeilengruppe n/2 + 1 angeordnet, wobei n geradzahlig und gleich der Zahl der Zeilengruppe eines Lochstreifenabschnittes ist. Dabei verläuft die Symmetrieebene senkrecht zur Vorschubrich tung. Ein Informationsträger mit einer derartigen Anord nung der Informationsgruppen weist den besonderen Vorteil auf, dass es möglich ist, von dieser Gruppe aus, ohne das Muster unterbrechen oder eine Pause einschal ten zu müssen, sowohl die in Vorwärts- als auch die in Rückwärtsrichtung benachbarte Zeilengruppe zu errei chen. Die Information der Reihengruppe n/2 + 1 kann dabei, im Gegensatz zu allen übrigen Zeilengruppen des Musters, nur einmal vorhanden sein. In diesem Fall liegt die Symmetrieebene in dieser Zeilengruppe.
Oder die Zeilengruppe n/1 ist ebenfalls zweimal vorhanden, dann grenzen die beiden Zeilengruppen n/2 + 1 aneinander und die Symmetrieebene verläuft durch ihre gemeinsame Grenze. Dabei kann, wie bei einer Ausführungsform vorgesehen, die letzte der nur einmal vorhandenen Zei lengruppen, die sich an der Stelle der Vorschubumkehr befindet, eine zusätzliche Kenninformation enthalten. Diese Kenninformation dient dazu, um nach der ge wünschten Zahl von Wiederholungen eines Musters den Vorschub in Richtung auf den nächsten Lochstreifenab schnitt hin umschalten bzw. eine derartige Umschaltung von aussen synchronisieren zu können.
Die in den Fig. 4 und 5 dargestellten Anordnungen der Zeilengruppen 83 sind symmetrisch. Bei dem in Fig. 4 dargestellten, aus zwölf Reihen bestehenden Mu ster sind alle Zeilengruppen mit Ausnahme der Zeilen gruppe mit der Information für die Maschenreihe 7 oder, allgemein gesprochen, für die Maschenreihe n/2 + 1 doppelt vorhanden. Die Anordnug ist also spiegelbildlich zu der Zeilengruppe n/2 + 1. Bei der in Fig. 5 dargestell ten Anordnung sind alle Zeilengruppen zweimal vorhan den, die Spiegelung erfolgt an der Grenze zwischen den beiden Zeilengruppen mit den Informationen für die Maschenreihe n/2 + 1.
Bei der in Fig. 4 dargestellten Anordnung ist in allen Zeilengruppen mit Ausnahme der Zeilengruppen für die Informationen für die Maschenrei hen n und n/2 die Vorschubinformation Doppelschritt in Richtung auf die einen Doppelschritt entfernte Zeilen- gruppe mit der Information für die nächste Maschenreihe gespeichert. Lediglich in den Zeilengruppen mit den Informationen für die Maschenreihen n und n/2 ist die Information für einen Einfachschritt gespeichert, die dann einen Vorschub zu der Zeilengruppe 83 mit der Information für die Maschenreihe 1 bzw. n/ + 1 bewirkt.
Die Kennlochung 88 ist, ausser in der Leerzeilengruppe in der Zeilengruppe n und in der Zeilengruppe n/2 + 1 vorhanden. Über diese Kennlochung kann ein Signal ausgelöst werden, die es gestattet, auf das nächste Muster überzugehen, nachdem das vorliegende Muster zu Ende gestrickt ist.
Bei der in Fig. 5 dargestellten Anordnung wird eine Zeilengruppe mehr benötigt, sie hat aber den Vorteil, dass während des Strickens eines Musters stets nur Doppelschritte in der gleichen Richtung vorkommen. Lediglich am Musterende, bei der Umschaltung von der Zeilengruppe mit der Information für die Maschenreihe 1 wird ein Einfachvorschubschritt eingeschaltet. Kennlo chungen sind dabei in den Zeilengruppen n und n/2 vorgesehen.
Auf dem Informationsträger kann nach der Leerzei lengruppe 89 als anschliessende Zeilengruppe auf die Zeilengruppe 83 mit der Information für die Maschenrei he n beginnen, an die dann die Zeilengruppe für die Maschenreihe 1, n-1, 2, n-2 .und so fort anschliessen. In diesem Fall ist bei symmetrischer Anordnung, bei der also das Muster von den beiden benachbarten Mustern aus (angefahren werden kann, die Symmetrieebene in bzw. zwischen den Zeilengruppen mit den Informationen für die Maschenreihe n/2, je nachdem, ob diese Zeilen gruppe einmal oder zweimal auf dem Informationsträger vorhanden ist.
Ein Vorteil der zyklischen Abtastung der Zeilengrup pen bei Anordnung nach den Fig. 3 und 4 liegt darin, dass die auf einem Band angeordneten Muster auch unterschiedliche Maschenreihenzahlen aufweisen können. Es genügt, wenn die Auslesevorrichtung zwei verschiede ne Vorschubschrittweiten in Vor- und Rückwärtsrich tung sowie einen Nullvorschub aufweist.
Die Zahl der Zeilengruppen für ein Muster ist, wie bereits ausgeführt, stets geradzahlig. Diese Zahl muss aber auch durch die Zahl der Farben, die in dem Muster vorkommen, teilbar sein. Beispielsweise muss also bei einem dreifarbigen Muster diese Zahl durch 6 teilbar sein. Es enthalten also 6, 12, 18 usw. Zeilengruppen die Information für ein dreifarbiges Muster.
Die Auslesevorrichtung ist so ausgebildet, dass der von aussen kommende Vorschubimpuls nicht nur bei Vorhandensein der Kennlochung 88 in Wirkung treten kann, sondern an jeder beliebigen Stelle des Informa tionsträgers eingesetzt werden kann. Der von aussen kommende Impuls überspielt die in den Spalten 86 und den Zeilen 87 gespeicherte Vorschubinformation. Der von aussen kommende Impuls kann ebenfalls Einzel- und Doppelschritte vor- und rückwärts, sowie den Nullvor schub einstellen.
Um einen schnellen Übergang auf in einiger Entfernung von der Abtaststation auf dem Infor mationsträger befindliche Zeilengruppen zu erreichen, wobei die Maschine musterlos weiterstrickt, ist die Auslesevorrichtung so ausgebildet, dass während des Einwirkens des von aussen kommenden Vorschubimpul- ses die Maschine auch unabhängig von den Informatio nen der Auslesevorrichtung ohne Muster stricken kann. Das wird in einfacher Weise dadurch erreicht, dass alle Magnete gemeinsam an Spannung gelegt werden, wo durch alle Anschläge in der das Stösserende verfehlenden Stellung gehalten werden.
In dieser Betriebsart kann, während die Maschine ohne Muster strickt, der Informa tionsträger im Einer- oder im Doppelschritt vorwärts oder rückwärts bewegt werden bis zu dem Anfang des Musters, das anschliessend gestrickt werden soll. Das Erreichen einer Leerzeilengruppe 89, die jeweils zu Anfang jeden Musters vorgesehen ist, erleichtert den pausenlosen Übergang vom musterlosen Stricken der Maschine zum Musterstricken, da schon zwischendurch wieder die Elektromagnete von der gemeinsamen Span nungsquelle getrennt und an die Abtastsignale der Leer zeilengruppe 89 angeschlossen werden können; zum Übergang auf das folgende Muster genügt dann ein von aussen kommender Vorschubimpuls, der die Weiterschal tung von der Leerzeilengruppe zu der Zeilengruppe 83 mit den Informationen für die erste Maschenreihe des zu strickenden Musters bewirkt.
Mittels des von aussen kommenden Vorschubimpul ses ist an jeder beliebigen Stelle des Musters ein Über gang zu einem anderen Muster möglich. Dabei kann während der Übergangszeit die Maschine ohne Muster weiterstricken oder auch angehalten werden, so dass die Muster ohne Unterbrechung ineinander übergehen kön nen. Auch kann auf diese Weise ein Muster mit einer beliebigen Reihe begonnen werden.
Die Pfeile an den Fig. 3 und 5 geben die Abtastrei henfolge der Zeilengruppen an. Die Bewegung des Loch bandes erfolgt, da die Abtaststation stillsteht, entgegenge setzt. Die Erfindung lässt sich beispielsweise auch zur Auswahl der Kettfäden in der Weberei oder zur Herstel lung einer flexiblen Musterpresse in der Breitwirkerei verwenden.
Bei Ausführungsformen der Vorrichtung ist ein schneller Vor- und Rücklauf vorgesehen, bei denen die Informationsträger in der Abtaststation ohne Abtasthalt durchgezogen oder an der Abtaststation vorbeigezogen wird. Dabei wird also der Informationsträger nicht schrittweise, sondern kontinuierlich bewegt. Der schnelle Vor- und Rücklauf dienen zum raschen Heranführen weit entfernter Stellen des Informationsträgers zur Ausle sevorrichtung.