Niederspannungszünder an einem Ölofen
Die Erfindung betrifft einen Niederspannungszünder an einem Ölofen mit Verdampferbrenner.
Solche Niederspannungszünder, welche mit einem Glühdraht arbeiten, müssen den vorkommenden Spannungsschwankungen standhalten, welche in den einschlägigen Normen mit +100/0 und -15 /o angegeben sind. Da naturgemäss die Glühwendel eine hohe Glühtemperatur aufweisen muss, um den Brennstoff einwandfrei zu zünden, wird das Material schon bei Nominalspamlung bis nahe an seine zulässige Betriebstemperatur erhitzt. Der Zünder ist nun konstruktiv so auszulegen, dass die maximal auftretende Temperatur bei Überspannung so weit unterhalb der maximal zulässigen Betriebstemperatur liegt, dass auch im Dauerbetrieb eine lange Lebensdauer gewährleistet wird.
Dies bedingt wiederum, dass dann bei Unterspannung die Glühtemperatur eventuell so stark absinkt, dass der Brennstoff nur noch mit knapper Not gezündet werden kann.
Bei einer bekannten Konstruktion eines Niederspannungszünders wurde versucht, dem Zünddraht in Serie einen Heizleiterdraht vorzuschalten, welch letzterer aus einem Material mit einem grösseren Temperaturkoeffizienten des spezifischen elektrischen Widerstandes als derjenige des Materials für den Zünddraht besteht. Durch diese Anordnung werden die am Zünddraht auftretenden Spannungsschwankungen etwas gemildert, wodurch auch die maximal auftretenden Temperaturschwankungen etwas reduziert werden. Die beschiebene Anordnung zeigte jedoch den wesentlichen Nachteil, dass sowohl Zünddraht wie Heizleiterdraht bei montiertem Zündeinsatz in der Brennkammer selbst untergebracht und somit der hohen Temperatur der Brennkammer wie auch den korrosiven Angriffen der Brenngase ausgesetzt sind.
Dadurch bedingt musste als Material auch für den Heizleiterdraht eine sehr wärme- und korrosionsbeständige Legierung mit relativ kleinem Temperaturkoeffizienten des spezifischen elektrischen Widerstandes eingesetzt werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Spannungskompens ation an einem Niederspannungss zünder an einem Ölofen mit Verdampferbrenner möglichst ideal zu verwirklichen.
Erfindungsgemäss wird dies dadurch erreicht, dass ein zur Zündwendel in Serie in den Zündstromkreis geschalteter Kompensationsdraht ausserhalb der Brennkammer angeordnet ist, wobei das Material für den Kompensationsdraht einen höheren Temperaturkoeffizienten des elektrischen Widerstandes aufweist als dasjenige für den Zünddraht.
Im folgenden wird anhand der beiliegenden Zeichnung ein Ausführungsbeispiel der Erfindung näher beschrieben. Die einzige Figur zeigt die Ansicht eines erfindungsgemässen Niederspannungszünders, montiert in einem aufgeschnittenen Verdampferbrenner.
Der in der Zeichnung dargestellte Niederspannungszünder besteht im wesentlichen aus den beiden Stromleitungsstäben 1 und der Zündwendel 2 aus Widerstandsdraht. Die Stromleitungsstäbe 1 sind in einem Isolierstoffsockel 3 eingespannt, welcher in einer bevorzugten Ausführungsvariante einen Temperaturschalter 4 trägt. Dieser Temperaturschalter ist in Serie in den Zündstromkreis eingeschaltet und überwacht somit die Zündfunktion in Abhängikeit der am Temperaturschalter herrschenden Temperatur. Der Zündeinsatz wird im übrigen durch den am Brennertopf 5 angebrachten Zündstutzen 6 in die Brennkammer eingeführt, wobei eine am Isolierstoffsockel 3 angebrachte Dichtschnur 7 den Zutritt von Falschluft in die Brennkammer verhindert.
Erfindungsgemäss ist nun ausserhalb der Brennkammer ein in Serie zur Zündwendel 2 geschalteter Kompensationsdraht 8 in den Zündstromkreis eingeschaltet. Da sich dieser Kompensationsdraht nun ausserhalb des Bereiches der hohen Temperatur und der korrosiven Verbrennungsgase befindet, kann hiefür ein Weicheisendraht mit dem sehr grossen Temperaturkoeffizienten von 4-5 X 10-S/O C verwendet werden, der sich als sehr wirkungsvoll und als absolut beständig er wiesen hat. Im Gegensatz dazu ist der Temperaturkoeffizient von den für die Herstellung von Zünddrähten benützten Widerstandsmaterialien rund 100 mal kleiner. Durch diese spezielle Anordnung des Kompensationsdrahtes ist es somit möglich, die Kompensationswirkung ganz gewaltig zu erhöhen.
Wie in der Zeichnung gezeigt ist, wird der Kompensationsdraht 8 zweckmässigerweise mit einem aus dem Isolierstoffsokkel 3 herausragenden Ende des einen Stromleiterstabes 1 und auf seiner anderen Seite mit dem Zuleitungskabel 9 verbunden. Ein über den Kompensationsdraht 8 geschobener temperaturbeständiger Isolierschlauch 10 schützt dabei gegen Berührung.