Tisch
Die Erfindung betrifft einen Tisch mit einer Tragsäule, einer oben von dieser nach einer Seite auskragenden Tischplatte, welche um eine zur Tragsäule querliegende Längsachse schwenkbar und in verschiedenen Schwenkstellungen feststellbar ist, und einem am unteren Tragsäulenende unterhalb der Tischplatte angebrachten Fussgestell, das in die von der Tragsäule und der Längsachse der Tischplatte bestimmte Ebene verstellbar ist.
Ein bekannter derartiger Tisch ist vorzugsweise, aber nicht ausschliesslich für die Verwendung als Bettisch in Krankenhäusern bestimmt und kann in der Gebrauchsstellung bis zu seiner Tragsäule von der Seite her an ein Bett angeschoben werden, wobei sein Fussgestell zum Grossteil unter das Bett eingeschoben wird und seine Tischplatte in einer durch Veränderung der Länge der Tragsäule einstellbaren Höhe über der Liegefläche des Bettes verläuft. In ihrer horizontalen Einstellung dient die Tischplatte vorwiegend als Stellplatte für Geschirr usw., kann aber in verschiedenen Drehstellungen auch als geneigtes Lesepult Verwendung finden.
Bei Nichtgebrauch wird die Tischplatte so weit verdreht, dass ihre Auflagefläche mit der Tragsäule fluchtet bzw. mit geringem Abstand von der Tragsäule parallel zu dieser verläuft, wobei auch das Fuss gestell in die von der Längsachse der Tischplatte und der Tragsäule bestimmte Ebene verstellt wird, so dass der Tisch in dieser Stellung nur sehr wenig Platz einnimmt und leicht verstaut werden kann.
Bei einem bekannten Tisch besteht das Fussgestell aus zwei Holmen, von denen der eine starr mit der Tragsäule verbunden ist und unter der Schwenkachse der Tischplatte verläuft. Der zweite Holm ist mittig am unteren Ende der Tragsäule um die durch die Tragsäule bestimmte Vertikalachse drehbar gelagert und an beiden Enden mit nach unten weisenden Stützfüssen versehen, wogegen der starre Holm nur an seinem freien Ende einen nach unten gerichteten Stützfuss trägt. In der Gebrauchslage wird der verstellbare Holm in eine Lage verdreht, in der er quer zum feststehenden Holm verläuft und in dieser Stellung durch Rasten oder dergleichen fixiert. Für das Abstellen des Tisches wird dieser Holm dagegen in eine Lage verdreht, in der er parallel zum feststehenden Holm verläuft.
Dabei ragt allerdings die eine Hälfte des verstellbaren Holmes an der vom feststehenden Holm abweisenden Seite über die Tragsäule hinaus, so dass sich der erforderliche Abstellplatz um den Platzbedarf für diese Holmhälfte vergrössert. Ferner kann der beschriebene Tisch grundsätzlich nur mit einem Dreibeinfussgestell ausgestattet werden, wodurch sich bei unsymmetrischer Belastung eine grosse Kippgefahr ergibt.
Der Tisch nach der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass das Fussgestell um eine quer zur Tragsäule horizontal verlaufende Achse verdrehbar und zumindest in jener Stellung, in der die von ihm bestimmte Standebene normal zu der Tragsäule verläuft, durch Sperrmittel gegenüber der Tragsäule feststellbar ist.
Es kann ein eine gute Standfestigkeit des Tisches gewährleistendes Fussgestell verwendet werden, das auch zumindest teilweise, z.B. an der Säulenseite, statt mit Füssen mit Laufrollen ausgestattet sein kann. Da dieses Fussgestell durch Hochschwenken in die Ruhestellung gebracht werden kann, vergrössert sich auch nicht die Länge des erforderlichen Abstellplatzes. Schliesslich können noch für die Tischplatte und das Fussgestell gleiche bzw. gleichartige Schwenkachsen und Feststelleinrichtungen Verwendung finden, was die Herstellung vereinfacht. Wegen der möglichen grossen Standfläche kann man den Tisch bei nur leicht gegenüber der Normallage verschwenktem und festgestelltem Fussgestell auch mit schräg stehender Standsäule verwenden, was besonders bei der Verwendung als Bettisch vorteilhaft sein kann.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise veranschaulicht. Es zeigen:
Fig. 1 einen erfindungsgemässen Tisch in der Gebrauchsstellung in Seitenansicht und
Fig. 2 die Feststellvorrichtung für das Fussgestell als Detail in Schnittdarstellung.
Der vorgesehene Tisch besitzt eine aus zwei teleskopartig ineinander verstellbare und mittels einer Feststellschraube 1 in verschiedenen Ausschiebestellungen feststellbaren Rohren 2, 3 bestehende Standsäule. Diese Säule trägt oben eine nach einer Seite auskragende Querstütze 4, an der eine Tischplatte 5 mit Haltestükken 6 befestigt ist. Die Tischplatte kann um die durch die rohrförmige Querstütze bestimmte Längachse geschwenkt werden. Das im Bereich des freien Endes der Querstütze 4 vorgesehene Haltestück 6 trägt einen in das Ende der Querstütze eingreifenden Achsstummel 7. Das andere Haltestück 6 ist mit einer Rastscheibe 8 verbunden, die Einstecklöcher für an einer feststehenden Scheibe 9 angebrachte Rastbolzen aufweist. Die Scheibe 8 wird mit Hilfe einer Stellschraube 10 gegen die Scheibe 9 gedrückt.
Nach Lösen der Stellschraube 10 kann die Rastscheibe 8 von den Rastbolzen der Scheibe 9 gelöst und verdreht werden, so dass die Tischplatte 5 um die Längsachse verschwenkbar und in verschiedenen Schwenkstellungen feststellbar ist.
Bei Nichtgebrauch kann die Tischplatte 5 bis zur Parallellage ihrer Stellfläche 11 mit der Säule 2, 3 verdreht werden.
Am unteren Ende der Säule 1, 3 ist ein mit einem Längsholm 12, der parallel zur Querstütze 4 verläuft, versehenes Fussgestell angebracht. Der Längsholm 12 ist um seine Längsachse verdrehbar an der Säule 3 gelagert. Zu diesem Zweck trägt der Längsholm 12 eine mit Rastlöchern 13 versehene Rastscheibe 14, die mit einer an der Säule 3 befestigten Scheibe 15 zusammenwirkt, die ihrerseits Rastbolzen 16 aufweist, die für den Eingriff in die Löcher 13 bestimmt sind.
Eine mit einem Handgriff 17 versehene Feststellschraube 18 greift in ein in das Holmende 12 eingesetztes Gewindestück ein, das mit seinem freien Ende in einer Lagerbuchse 19 in der Säule 3 lagert. Nach Lösen der Schraube 18 kann die Rastscheibe 14 von den Raststiften 16 gelöst und damit der Holm 12 verdreht werden. Es sind Rastöffnungen 13 für die Feststellung des Holmes 12 in zumindest zwei um 900 versetzten Drehstellungen, gegebenenfalls aber auch in verschiedenen Zwischenstellungen vorhanden.
Am Holm 12 sind Querholme 20, 21 angebracht, die an ihren Enden Stützfüsse 22 bzw. Laufrollen 23 tragen und mit dem Holm 12 das Fussgestell bilden.