CH517755A - Verfahren zur Herstellung eines substituierten Tetrazols und seine Verwendung als Süssungsmittel - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines substituierten Tetrazols und seine Verwendung als Süssungsmittel

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CH517755A
CH517755A CH733368A CH733368A CH517755A CH 517755 A CH517755 A CH 517755A CH 733368 A CH733368 A CH 733368A CH 733368 A CH733368 A CH 733368A CH 517755 A CH517755 A CH 517755A
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tetrazole
hydroxyphenoxy
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Lee Garbrecht William
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Lilly Co Eli
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    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23LFOODS, FOODSTUFFS OR NON-ALCOHOLIC BEVERAGES, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; PREPARATION OR TREATMENT THEREOF
    • A23L27/00Spices; Flavouring agents or condiments; Artificial sweetening agents; Table salts; Dietetic salt substitutes; Preparation or treatment thereof
    • A23L27/30Artificial sweetening agents

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Description


  
 



  Verfahren zur Herstellung eines substituierten Tetrazols und seine Verwendung als Süssungsmittel
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung eines neuen in 5-Stellung substituierten Tetrazols und nicht toxischer, physiologisch annehmbarer Salze davon sowie auf ihre Verwendung als Süssstoff.



   Synthetische Süssungsmittel nehmen seit vielen Jahren einen bedeutenden Platz in der Nahrung von Personen ein, die wie zum Beispiel Diabetiker gezwungen sind ihre   Zuckeraufnahme    zu beschränken. In   jün-    gerer Zeit ist eine viel grössere Gruppe von Menschen auf synthetische Süssungsmittel aufmerksam geworden, da bei der Behandlung von Fettleibigkeit grosser Wert auf eine Ernährung mit niedrigem Kaloriengehalt gelegt wird. Es gibt jedoch nur verhältnismässig wenig technisch erzeugte Substanzen, die einen süssen Geschmack haben. Zu den zur Zeit im Handel befind   lichen      Verbindungen    der Klasse der synthetischen Süs   sungsmittel    gehören   u. a.    Natriumcyclamat, Saccharin und   Kombinationen    daraus.



   Saccharin, das vermutlich einer der ältesten bekannten Zuckerersatzstoffe ist, zeigt einen intensiven süssen Geschmack. wenn es in reiner Form vorliegt.



  Wird diese Verbindung jedoch in wirksamen Mengen verwendet, dann hinterlässt sie einen sehr bitteren Nachgeschmack. Obwohl Saccharin an sich brauchbar ist, wurde deshalb weiterhin nach besseren Zuckerer   satzstoffen    gesucht.



   Als Ergebnis der Suche nach einem Saccharin überlegenen Zuckerersatzstoff wurde eine neue Verbindung, Natriumcyclamat, gefunden, die den Vorteil hat, dass sie einen weniger bitteren Nachgeschmack im Mund des Verbrauchers, hinterlässt. Natriumcyclamat ist jedoch nur etwa   11io    so süss wie Saccharin (auf vergleichbarer Basis), und seine Herstellung ist verhältnismässig schwierig. In reinem Zustand kann daher Natriumcyclamat auf   dem    Markt mit Saccharin nicht konkurrieren.



   Man war daher bestrebt einen neuen und besseren Zuckerersatzstoff zu finden, der von den Nachteilen der bisherigen synthetischen Süssungsmittel frei ist.



   Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung des   5-(3-Hydroxyphenoxy)-1H-tetrazols    der Formel I
EMI1.1     
 und seiner nichttoxischen, physiologisch annehmbaren, wasserlöslichen Salze, das sich dadurch auszeichnet, dass man 5-(3 -Acyloxyphenoxy)-   lH-tetrazol    hydrolysiert und das   5-(3-IIydroxyphenoxy) iH-tetrazol    als solches oder in Form seiner nichttoxischen, physiologisch annehmbaren, wasserlöslichen Salze isoliert.



   Ferner betrifft die Erfindung die Verwendung des nach dem erfindungsgemässen Verfahren hergestellten   5-(34iydroxyphenoxy)-1H-tetrazols    der Formel I   undíoder    eines nichttoxischen, physiologisch annehmbaren, wasserlöslichen Salzes dieser Verbindung als Süsstoff.



   Eine Verbindung, die der nach dem erfindungsgemässen Verfahren hergestellten Verbindung nahe verwandt ist, nämlich   5-Phenoxy-lH-tetrazol    und   Verfah    ren zu deren Herstellung sind in den folgenden Literaturstellen beschrieben:
E. Grigat et al., Chem. Ber., 98. 3777 (1965); Martin et al., Angew.   Chem.,    Internat. Edit., 4, 73, (1965); und Belgische Patentschrift 665 681 (bekanntgemacht am 18. Oktober, 1965). Die Verwendung dieser Verbindung als Zwischenprodukt zur   Herstellung    von pharmakologisch aktiven Verbindungen ist die einzige Brauchbarkeit, die im Stand der Technik genannt ist.  



   Zu nichttoxischen, physiologisch annehmbaren wasserlöslichen Salzen, die nach dem erfindungsgemässen Verfahren hergestellt werden, gehören u. a. das Natrium-, Calcium- und Ammoniumsalz.



   Das   5-(3-IIydroxyphenoxy)-1H-tetrazol    ist   überraschenderweise    etwa 200 ml so süss wie Saccharose. Sowohl diese neue Verbindung selbst als auch ihre nichttoxischen, physiologisch annehmbaren, was   serlöslichen    Salze sind als Zuckerersatzstoffe oder synthetische Süssungsmittel gewerblich verwertbar. Dabei treten die Nachteile und Beschränkungen nicht auf, die mit der Verwendung von bisher entwickelten synthetischen Süssungsmitteln verbunden sind.



     Überraschenderweise    wurde gefunden, dass   5-(3-Hydroxyphenoxy)-lH-tetrazol    und seine nichttoxischen, wasserlöslichen, physiologisch annehmbaren Salze allein oder in Kombination mit anderen Materialien für die Verabreichung an Lebewesen einen angenehm süssen Geschmack haben, ohne gleichzeitig einen bitteren Nachgeschmack zu hinterlassen. Die Verbindungen sind daher zum Süssen von Substraten die von Lebewesen konsumiert werden sollen, insbesondere von Nahrungsmitteln, geeignet, wobei man zu diesem Zweck den Substraten eine wirksame Menge des   5-(3-Hydroxyphenoxy)-1H-tetrazols    und/oder eines nichttoxischen, löslichen, physiologisch annehmbaren Salzes zusetzt.



   Der physiologische Mechanismus, auf grund dessen die nach dem erfindungsgemässen Verfahren hergestellten Verbindungen einen süssen Geschmack zeigen, ist noch nicht geklärt. Es fehlt offenbar an einer logischen Grundlage für die Feststellung der Wirkung von strukturellen Veränderungen von chemischen Verbindungen, weshalb die Verbindung hergestellt und auf ihren Geschmack geprüft werden muss. Hierbei wurde gefunden, dass bereits geringe strukturelle Veränderungen den süssen Geschmack vollständig beseitigen.

  In der folgenden Tabelle wird der Geschmack verschiedener   5-Aryloxy-1H-tetrazole    mit unterschiedlichen Substituenten angegeben:
EMI2.1     
   Rl    Geschmack 3-COOH geschmacklos   3OOCH3    geschmacklos   3-CO0C2H5    geschmacklos   SCO0(:

  :2Hs    geschmacklos 3-CONH2 bitter 3-CONHCH3 bitter   3-C6H5CH2O    geschmacklos   Rt    Geschmack   C5II5cH20    geschmacklos 2-tert.-butyl geschmacklos   4 tert.-butyl    geschmacklos 3-tert.-butyl bitter   2CH3    geschmacklos   3-CH3    geschmacklos   4CH3    geschmacklos   3-C2Hs    geschmacklos   4-C2Hs    geschmacklos   3XH3O    geschmacklos 4-CH30 geschmacklos   geschmacklos      3-C1    geschmacklos   geschmacklos    4-Br   butter    3-CH3CONH bitter   4-CH3CONH    bitter   3,5-di-CH3    geschmacklos   3 ,4-di-CH3     

   bitter H sehr schwach süss 3-OH sehr süss   3-OH    Na-Salz sehr süss   3-OH    Ca-Salz sehr süss 3-OH.   NH4-Salz    sehr süss
Es wurde eine Reihe von Stoffzusammensetzungen hergestellt und geprüft, um die besten und annehmbar sten Werte für den Einsatz von
5-(3-Hydroxyphenoxy)-1H-tetrazol und seinen nichttoxischen Salzen in Verbindung mit verschiedenen Stoffen für den tierischen und menschlichen Verbrauch zu ermitteln. Die folgenden Präpa rate mögen zur Erläuterung dienen.



   Beispiel 1
Ein Teelöffel einer 0,0150/oigen wässrigen Lösung von    5-(3-Hydroxyphenoxy)-1H-tetrazol    wurde zu einer Tasse Kaffee (180   ml)    gegeben. Dabei zeigte sich, dass   sich    die wässrige Lösung gut mit dem   Kaffee vermischte. Bei der Geschmacksprüfung wurde festgestellt, dass die Süsse derjenigen von Kaffee äquivalent war, der mit einem Teelöffel Zucker gesüsst war.



   Beispiel 2
Ein Teelöffel einer   0,0150/oigen    wässrigen Lösung von   5-(3 -Hydroxyphenoxy)- 1H-tetrazoil    wurde zu einem Glas kalten Tees gegeben. Wie in Beispiel 1 wurde wiederum gefunden, dass dadurch ein süsser Geschmack erzielt wird, der dem mit einem Teelöffel Zucker (Saccharose) erzielten äquivalent ist.



   Beispiel 3
Frisch zerteilte Grapefruit wurde mit einer   0,5880/oigen    wässrigen Lösung von   5-(3-Hydroxypll    enoxy- 1H-tetrazol, nach Geschmack gesüsst. Der erzielte süsse Geschmack unterschied sich praktisch nicht von dem mit einem Teelöffel Zucker erreichten.



   Beispiel 4
Eine Schüssel voll einer im Handel erhältlichen Trockenfrühstücksspeise und Milch wurde mit einer 0,5880/oigen wässrigen Lösung von   5-(3-TIydroxyphenoxy)-lH-tetrazol    nach Geschmack   gesüsst    Die Süsse der erhaltenen   Spcise    war im Geschmack derjenigen sehr ähnlich, die bei Verwendung von Zucker erzielt wird, und ein Nachgeschmack war nicht festzustellen.



   Beispiel 5
Es wurden braune Schokoladenkuchen hergestellt, wobei in dem Rezept eine halbe Tasse Zucker durch einen   Esslöffel    einer   50/obigen    wässrigen Lösung von   5-(3 -Hydroxyphenoxy)-1H-tetrazol-Natriums alz    ersetzt wurde. Das gebackene Produkt zeigte einen angenehm süssen Geschmack der gleichen Stärke, wie er durch den Zucker erzeugt wird.



   Beispiel 6
Ein Sprudelwasser mit Zitronellengeschmack wurde hergestellt, das   0,0450/o      5-(3-Hydroxyphenoxy)-1H-tetrazol    als Süssungsmittel cnthielt. Das erhaltene Getränk zeigte einen angenehmen Geschmack, der demjenigen vergleichbar war, der bei Verwendung von   0,21 50/0    Calciumcyclamat als Süssungsmittel erhalten wird.



   Die vorstehend erläuternden Beispiele wurden wiederholt, wobei eine Reihe von Produkten eingesetzt wurden, die normalerweise gesüsst werden. In jedem Fall wurde gefunden, dass das erhaltene Produkt einen süssen Geschmack hatte, der für den von Saccharose charakteristisch ist. Die Dosierung lag je nach Anwendungszweck zwischen 10 und 100 mg/100g des normal gesüssten Materials. Der Ausdruck  Stoffe für den Verbrauch durch Lebewesen , wie er hierin gebraucht wird, umfasst Trockenstoffe sowie wässrige Lösungen.



  Der Ausdruck schliesst auch Wasser selbst ein.



  Üblicherweise werden die erfindungsgemässen Zusammensetzungen für den menschlichen Verbrauch eingesetzt. In manchen Fällen können sie jedoch auch aus den verschiedensten Gründen für andere Lebewesen als Menschen hergestellt werden.



   Die erfindungsgemässen Verbindungen können ferner aus verschiedenen Gründen und für verschiedene Zwecke mit anderen Zuckerersatzstoffen kombiniert werden. So kann man   5-(3-Hydroxypllenoxy)-lH-tetrazol    und Salze davon mit Saccharin und/oder Natriumcyclamat oder mit Maltol kombinieren. Die erfindungsgemässen Tetrazolverbindungen eignen sich sowohl für kalorienhaltige als auch für kalorienfreie Materialien.



  Zu   kalorienhaltigen    Materialien gehören Nahrungsmittel für Menschen und Tiere, die einen Nähr- oder Kalorienwert haben. Zu kalorienfreien Stoffen gehören z. B. Nahrungsmittelergänzungsstoffe wie Vitamine und dgl. Die Erfindung ist in Verbindung mit allen solchen Stoffen von Nutzen.



   Die Herstellung von   5-(3-Rydroxyphenoxy)-lH-tetrazol    wird wie das von E. Grigat et al., Chem. Ber., 98, 3777 (1965) beschriebene Verfahren durchgeführt. Ein Gemisch aus einem Halogencyan, beispielsweise Bromcyan, Natriumazid und einem   Resorzinmonoester,    worin eine der Hydroxylgruppen des Resorzins durch eine Acylgruppe geschützt ist, lässt man in Wasser reagieren. Zu geeigneten Schutzacylgruppen gehören u.a.



  die Acetyl-, Benzoyl-, 2,4-Dinitrobenzoyl- und 3,4 Dichlorbenzoylgruppe.



   Das erhaltene Reaktionsgemisch wird dann zur Entfernung der Acylgruppe einer Hydrolyse unterworfen,   zweckmässigerweise    indem man den pH-Wert auf einen stark basischen Wert einstellt und etwa 1-3 Stunden zum Sieden unter Rückfluss erhitzt. Das Hydrolysegemisch wird angesäuert, die Mischung wird erschöpfend mit Äther extrahiert, und die vereinigten   Ätherextrakte    werden im Vakuum zur Trockne eingedampft. Der Rückstand wird aus siedendem Wasser umkristallisiert, wodurch man    5-(3-Hydroxyphenoxy)-1H-tetrazol erhält   
Man kann aber auch das zunächst gebildete   5-(3-Acyloxyphenoxy)-lH-tetrazol    durch Ansäuern des Reaktionsgemisches mit einer wässrigen Säure, beispielsweise 6n wässriger Salzsäure, Kühlen über Nacht und Abfiltrieren des kristallinen Produkts isolieren.

  Die Acyloxyverbindung wird unter basischen Bedingungen zur Entferung der Acylgruppe hydrolysiert. Das Ansäuern und die Abtrennung des Hydroxyphenoxytetrazols wird dann wie oben beschrieben durchgeführt.



   Der Ausdruck  wasserlösliche Salze , wie er hierin gebraucht wird, umfasst solche Salze, wie sie mit Kationen enthaltenden Stoffen erhalten werden, die für die Umsetzung mit 5-(3   -Hydroxyphenoxy)-1H-tetrazol    unter Salzbildung ausreichend basisch sind. Soweit es sich um anorgansiche Stoffe handelt, wurde gefunden, dass das Natrium-, Calcium- und Ammoniumkation für die Salzbildung am beslten geeignet ist. Dies gilt insbesondere unter Berücksichtigung der toxischen Wirkung der Verbindungen als auch der Wirtschaftlichkeit. 

  Dass die mit den oben genannten anorganischen Kationen gebildeten Salze von   5-(3-Hydroxyphenoxy)-1H-tetrazol    ausreichend wasserlöslich sind, ergibt sich aus ihrer Fähigkeit, bei Zimmertemperatur wässrige Lösungen zu bilden, die bis zu etwa   25 /o    des Natrium- oder Ammoniumsalzes und bis zu etwa   500/o    des Calciumsalzes enthalten. Ausserdem sei darauf hingewiesen, dass die erfindungsgemässen Verbindungen, da sie sauren Charakter haben, mit organischen Basen reagieren,  deren Basizität zur Salzbildung ausreicht. Beispielsweise reagieren die erfindungsgemässen Verbindungen auch mit Aminen oder Alkaloiden.

  Als Einzelbeispiel sei das   d-3-Meíhyl-4-dimethyl-amino-1,2-    diphenyl-2-propionoxybutansalz von   5-(3-Hydro.xyphenoxy)-lH-tetrazol    (F.   167-168     C) genannt. Im Gegensatz zu der freien Propionoxybutanbase ist dieses Salz nicht bitter. Der Ausdruck  Salze , wie er hierin gebraucht wird, umfasst somit die Verbindung von anorganischen und organischen Kationen mit dem definierten Tetrazol.



   Die folgenden Beispiele erläutern die   Herstellung    der im Rahmen der Erfindung brauchbaren Verbindungen.



   Beispiel 7    5-(3 Hydroxyphenoxy)-1H-tetrazol   
Ein Gemisch aus 75 mI Chloroform, 9 g Resorzin   monoacetat    und 6,15 g Bromcyan, die bei einer Temperatur von etwa   0-5     C gehalten wird, wird mit 5,9 g Triäthylamin innerhalb von etwa 15 Minuten versetzt.



  Zu dem so erhaltenen Gemisch wird rasch eine Lösung von 3,8 g Natriumazid in 50   mi    Wasser ohne weitere Kühlung gegeben. Das Reaktionsgemisch wird dann etwa 2 Stunden gerührt und anschliessend mit überschüssiger 6n wässriger Salzsäure angesäuert. Die Chloroformschicht wird abgetrennt, und die wässrige Schicht wird zweimal mit je 50 ml   Ather    extrahiert. Die mit den   Ätherextrakten    vereinigte   Chiorofomischicht    wird getrocknet und im Vakuum eingedampft. Der zu   rückbleibende    feste Rückstand wird aus wässrigem   Äthanol    umkristallisiert und liefert ein kristallines Produkt mit einem Schmelzpunkt von etwa   100-1020    C, das durch Analyse als   5-(3-Acetoxyphenoxy)-1H-tetrazol    identifiziert wird.



  2 g   5-(3-Acetoxyphenoxy) -lH-tetrazol    werden etwa eine Stunde mit überschüssiger wässriger Natronlauge erwärmt. Das Hydrolysegemisch wird abgekühlt und mit konzentrierter wässriger Salzsäure angesäuert. Das erhaltene Gemisch wird mit mehreren Volumina Äther extrahiert. Die vereinigten   Ätherex-    trakte werden im Vakuum zur Trockne eingedampft.



  Der Rückstand wird aus Wasser umkristallisiert und liefert 1,5 g kristallines   5-(3-EIydroxyphenoxy)-1EI-tetrazoI    mit einem Schmelzpunkt von etwa   141-143     C.



   Beispiel 8    5-(3-Hydroxyphenoxy)-lH-tetrazoI   
Ein Gemisch aus 32,0 g Brom und 15 ml Wasser in einem mit   Rüllrer,    Rückflusskühler, Thermometer und Tropftrichter ausgerüsteten Rundkolben wird mit einer Lösung von 10,4 g Natriumcyanid in   50 mg    Wasser versetzt, wobei die Zugabe so vorgenommen wird, dass die Temperatur des Gemischs bei etwa   20-30  C    bleibt. Nach Zugabe einer Lösung von etwa 42,8 g Resorzinmonobenzoat in   100 mol    Chloroform wird das Reaktionsgemisch in einem Eisbad auf   0-5     C gekühlt und tropfenweise mit 20,2 g Triäthylamin versetzt, wobei die Temperatur bei   0-5     C gehalten wird.

  Dann   wird    rasch eine Lösung von 13,0 Natriumazid in 100 ml Wasser tropfenweise unter Rühren zugegeben, wobei man die Temperatur des Reaktionsgemischs auf etwa 400 C ansteigen lässt, und setzt das Rühren nach der vollständigen Zugabe noch 30 Minuten fort. Das Gemisch wird mit Hilfe von Natriumcarbonat alkalisch gemacht. Der Reaktionskolben wird mit einer   Dean    Stark-Sammelfalle verbunden, und das   Reaktionsge-    misch wird unter Rühren etwa 2-3 Stunden zum Sieden unter Rückfluss erhitzt, um das Chloroform zu entfernen und den Benzoesäureester zu verseifen. Das Gemisch wird abgekühlt, mit kalter konzentrierter wässriger Salzsäure angesäuert, und dreimal mit je 150 ml Benzol zur Entfernung der Benzoesäure gewaschen, wobei die Waschflüssigkeiten verworfen werden.



  Die wässrige Schicht wird angesäuert und erschöpfend mit Äthyläther extrahiert, bis der Kupferacetattest auf die Gegenwart von Tetrazol in der wässrigen Schicht negativ verläuft. Die   Atherlösung    wird eingedampft, und der Rückstand wird aus siedendem Wasser (3 ml/g Rückstand) umkristallisiert, wobei mit Aktivkohle entfärbt und während des Fortschreitens der Kristallisation gerührt wird. Man erhält 33,7 g (Ausbeute   95 /o)    festes   5-(3-Hydroxyphenoxy)- I H-tetr ol    mit einem Schmelzpunkt von etwa   141-1430    C.



   Beispiel 9    5-(3 -Hydroxyphenoxy)- 1H-tetrazol-Natriumsalz   
Ein Gemisch aus 35 g   5-(3-Hydroxyphenoxy)-1H-tetrazol,    12 g Natriumcarbonat, 3 g   Entfärbungskohle    (Darco   G60),    300 ml Acetonitril und 15   ml    Wasser wird etwa   21/2    Stunden zum Sieden unter Rückfluss erhitzt. Dann wird das Reaktionsgemisch durch einen erwärmten Trichter abfiltriert und abgekühlt. Der sich abscheidende, nahezu farblose Niederschlag wird abfiItriert, mit Acetonitril gewaschen, getrocknet und als Dihydrat des Natriumsalzes von   5-(3-Hydrnxyphenoxy)-1H-tetrazol    mit einem Schmelzpunkt von etwa   130-135     identifiziert. Man erhält 35 g Substanz.



   Beispiel 10    5- (3-Hydroxyplienoxy)- 1H-tetrazol-Calciumsalz   
Eine Lösung von 35 g   5-(3-Hydroxyphenoxy)-lH-tetrazol    in 200   ml    Wasser wird mit Calciumcarbonat   neutra3i-    siert,   filtriert    und im Vakuum eingeengt. Der sirupartige Rückstand wird mit Äthyläther verrieben, wodurch er sich verfestigt. Die farblose feste Substanz wird abfiltriert, mit Äthyläther gewaschen und getrocknet Sie wird als Monohydrat des Calciumsalzes von   Hydroxyphenoxy)-lH-tetrazol    mit einem Schmelzpunkt von über   250     C identifiziert.

 

   Beispiel 11    5-(3-Hydroxyphenoxy)-lH-tetrazol-Ammoniumsalz   
Eine Lösung von 10 g   5-(3-I-{ydrox) phenoxy)-1H-tetrazol    in 100 ml Acetonitril wird mit 4,0 m   konzentriertem    Ammoniumhydroxyd versetzt. Die Lösung wird in einem Eisbad gekühlt, um die Kristallisation zu Ende zu führen. Das kristalline Produkt wird abfiltriert und getrocknet. Man erhält 10,8 g des Ammoniumsalzes von   5-(3-Hydroxyphenoxy)-1H-tetrazol    mit einem   Schmelzpunkt    von etwa   145-1480    C. 

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE
    I. Verfahren zur Herstellung des 5-(3-Hydroxyphenoxy)-1H-tetrazols der Formel I EMI5.1 und seiner nichttoxischen, physiologisch annehmbaren, wasserlöslichen Salze, dadurch gekennzeichnet, dass man 5-(3 -Acyloxyphenoxy) -iH-tetrazol hydrolysiert und das 5-(3-Hydroxyphenoxy)-1H-tetrazol als solches oder in Form seiner nichttoxischen, physiologisch annehmbaren, wasserlöslichen Salze isoliert.
    II. Verwendung des nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch I hergestellten 5-(3-Hydroxyphenoxy)-1H-tetrazols der Formel I undioder eines nichttoxischen, physiologisch annehmbaren, wasserlöslichen Salzes dieser Verbindung als Süsstoff.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man das 5-(3-Hydroxyphenoxy)-lH-tetrazol-Natdumsalz, das 5-(3 -Hydroxyphenoxy)-1H-tetrazol-Calciumsalz oder das 5-(3-Hydroxyphenoxy)-1U-tetrazol-Ammoniumsalz herstellt.
    2. Verwendung gemäss Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass man das 5-(3-Hydroxyphenoxy-1H-tetrazol-Natriumsalz, das 5-(3-Hydroxyphenoxy)-2H-tetrazol-Calciumsalz oder das 5-(3-Hydroxyphenoxy)-2H-tebrazol-Ammoniumsalz verwendet.
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