CH520202A - Aus einzelnen Fellen zusammengesetzte Fellbahn - Google Patents

Aus einzelnen Fellen zusammengesetzte Fellbahn

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CH520202A
CH520202A CH305970A CH305970A CH520202A CH 520202 A CH520202 A CH 520202A CH 305970 A CH305970 A CH 305970A CH 305970 A CH305970 A CH 305970A CH 520202 A CH520202 A CH 520202A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
skins
skin
sheet
fur
rollers
Prior art date
Application number
CH305970A
Other languages
English (en)
Inventor
Kessler Hans
Original Assignee
Ferentzi & Kessler
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Publication date
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Publication of CH520202A publication Critical patent/CH520202A/de

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C14SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
    • C14BMECHANICAL TREATMENT OR PROCESSING OF SKINS, HIDES OR LEATHER IN GENERAL; PELT-SHEARING MACHINES; INTESTINE-SPLITTING MACHINES
    • C14B15/00Mechanical treatment of furs
    • C14B15/10Cutting furs; Making fur plates or strips
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C14SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
    • C14CCHEMICAL TREATMENT OF HIDES, SKINS OR LEATHER, e.g. TANNING, IMPREGNATING, FINISHING; APPARATUS THEREFOR; COMPOSITIONS FOR TANNING
    • C14C15/00Apparatus for chemical treatment or washing of hides, skins, or leather

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
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  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Treatment And Processing Of Natural Fur Or Leather (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description


  
 



  Aus einzelnen Fellen   zusammengesetzte    Fellbahn
Die Erfindung bezieht sich auf eine aus einzelnen Fellen, insbesondere Schaffellen, zusammengesetzte Fellbahn.



   Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Bearbeitung von Fellen zu vereinfachen, indem eine aus einzelnen Fellen zusammengesetzte Fellbahn geschaffen wird. Gemäss der Erfindung ist nun eine solche Fellbahn dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Felle seitlich aneinanderliegend zu einer fortlaufenden Bahn miteinander verbunden sind.



   Die Fellbahn nach der Erfindung hat den Vorteil, dass sie auf durchlaufenden Maschinen bearbeitet werden kann. Hierbei kommen folgende Arbeitsgänge in Betracht:
Spritzfettung und möglicherweise
Einbürsten
Faltenstapelung
Ablagern
Trocknen (Siebtrommel oder hängend in Garntrock nern)
Entfetten (die Nähte können mit zweckmässigen Kle bestreifen geschützt werden)
Einsprühen
Stollen
Färben (in Färbemaschinen aus der Textilindustrie bekannt)
Abwelken
Trocknen
Stollen
Schleifen
Rauhen
Scheren
Bügeln
Sortieren
Messen
Wenn man berücksichtigt, dass diese Arbeiten bisher an einzelnen Fellen durchgeführt wurden, so erkennt man die besonders wirtschaftliche Bedeutung der Erfindung, die nun ermöglicht, diese Arbeitsvorgänge an der durchlaufenden Fellbahn vorzunehmen.



   Es ist von ganz besonderem Vorteil, wenn die einzelnen Felle der Fellbahn derart beschnitten sind, dass die wesentlichen Teile der Hinterklauen verbleiben, die kahlen   Stellen - sog.    Flämen - entfallen und die wesentlichen Teile der Kopfteile verbleiben, wobei die seitlichen Schnittlinien, von den Hinterklauen her gesehen, im wesentlichen die Seitenlinien eines sich zum Kopfende verjüngenden gleichschenkligen Trapezes einschliessen. Die derart beschnittenen, miteinander verbundenen Felle können mit Vorteil abwechselnd um 1800 verdreht nebeneinander liegen, so dass auf den Längsseiten der Bahn jeweils eine Hinterklauenseite mit einer Kopfendenseite fortlaufend abwechselt.



   Durch diese Ausbildung ergibt sich der Vorteil einer verhältnismässig gleichmässig beschaffenen Fellbahn, in welcher die Länge der einzelnen Felle grösstmöglich ausgenutzt werden kann, wodurch sich auch die für die Fellbearbeitung benötigten Maschinen besser ausnutzen lassen. Aber auch die Breite der Felle kann unter Berücksichtigung einer möglichst gleichmässig beschaffenen Fellbahn maximal ausgenutzt werden. Das bisher übliche Abschneiden der Kopfteile erübrigt sich. Die abfallenden Bauchteile sind fast immer weniger dicht bewollt: demnach erzielt man eine verhältnismässig gleichmässig bewollte Fellbahn. Die in der Bewollung dichteren Abfälle können für das Ausbessern der Bahn Verwendung finden. Die Fellbahn wird um so gleichmässiger, je gewissenhafter die Rohware vorsortiert worden ist.



   Es hat sich in der Praxis als zweckmässig herausgestellt, dass das Zuschneiden der Felle nach ihrer Wäsche in feuchtem,   abgewelktem    Zustand erfolgt. Hierdurch lässt sich, da die Abfälle roh vorliegen, von ihnen die Wolle besser abmachen, und zwar nach bekanntem Verfahren. Die Gerbung der Felle wird zweckmässig nach dem Beschneiden derselben durchgeführt, wobei sich der Vorteil ergibt, dass weniger Hauptsubstanz gegerbt werden muss als bisher.



   Das Aneinanderfügen der zugeschnittenen Felle erfolgt zweckmässig nach ihrer Gerbung in feuchtem, abgewelktem Zustand mit einer Pelznähmaschine. Die Felle sind in diesem Zustand ziemlich zügig, was bemerkenswert ist, da sie, wenn die Felle aneinandergenäht sind,  wegen der Nähte in Richtung dieser Nähte nicht mehr gut   gestreckt    werden können. Aber auch das Zusammenspringen der Felle geht besser vor sich, wenn keine Nähte vorhanden sind. Es ist daher zweckmässig, die Felle kurz vor dem Zusammennähen in ihrer Längsrichtung abzuwelken und dadurch   langzuziehen;    die fer   tige    Fellbahn kann dann später in ihrer Längsrichtung gestreckt werden.



   Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung wiedergegeben. Es zeigen:
Fig. 1 zwei Felle, die um 1800 versetzt zueinander dargestellt sind;
Fig. 2 die beiden Felle nach ihrem Zuschnitt und
Fig. 3 mehrere gemäss Fig. 2 zugeschnittene Felle zu einer Fellbahn vereinigt.



   Die beiden in Fig. 1 wiedergegebenen Felle 1 und 2 werden längs den gestrichelten Linien 3 zugeschnitten, was   zweclçmässig    nach dem Waschen der Felle in feuchtem,   abgewellctem    Zustand erfolgt. Die in Fig. 2 wiedergegebenen zugeschnittenen Felle 1' und 2' lassen erkennen, dass die Hinterklauen 4 nahezu beibehalten sind.



  Die Ausbuchtungen 5 im Fell (kahle Flämen, d.h. unbewollte Stellen beim Schaffell) werden durch die Schnittlinien 3 abgetrennt. Die Kopfenden 6 der Felle verbleiben in den in Fig. 2 wiedergegebenen Fellzuschnitten nahezu unverändert. Auf   Pelznähmaschinen    werden die einzelnen zugeschnittenen Felle 1' und 2' seitlich nebeneinanderliegend zu einer fortlaufenden Bahn verbunden, wobei jeweils die Mittelachse des einen Felles um 1800 zu jener des nächsten Felles verdreht ist, wie aus Fig. 3 ersichtlich. Neben den Kopfteilen 7 liegen auf jeder Bahnseite   Hinterklauenseiten    8 usw., wobei die Klauenteile 4 den sich am Ende verjüngenden Kopfteilen 7 angepasst sind, so dass eine praktisch lückenlose Fellbahn gebildet ist. Das Zusammennähen der Felle 1' und 2' erfolgt vorzugsweise nach ihrer Gerbung in abgewelktem, feuchtem Zustand.



   Bei der Bearbeitung der beschriebenen Fellbahn ergibt sich der wesentliche Vorteil, dass man es nicht mehr mit   Haufen      unregelmässiger    Felle zu tun hat, sondern mit einer fortlaufenden Fellbahn, die z.B. bei Schaffellen eine Breite von ca.   1 m    aufweist. Die Abfälle der einzelnen Felle sind an der Fellbahn bereits nicht mehr vorhanden. Das Fertigprodukt kann einfach fortlaufend gemessen werden. Es ist nicht notwendig, hierfür, wie bisher, eine Nachprüfung durch eine Messmaschine vorzunehmen. Die Fellbahn kann zwischen den einzelnen Arbeitsgängen durch einfaches Gleiten über Rollen transportiert werden, was sogar von einem Gebäudeteil zum anderen bzw. auch in andere Stockwerke vor sich gehen kann. Dies erübrigt eine ganze Anzahl von bisher notwendigen Transporten.



   PATENTANSPRUCH 1
Aus einzelnen Fellen, insbesondere Schaffellen, zusammengesetzte Fellbahn, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Felle (1', 2') seitlich aneinanderliegend zu einer fortlaufenden Bahn miteinander verbunden sind.



   UNTERANSPRÜCHE
1. Fellbahn nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Felle derart beschnitten sind, dass die wesentlichen Teile der Hinterklauen (4) verbleiben, die kahlen Stellen (Flämen 5) entfallen und die wesentlichen Teile der Kopfteile (6) verbleiben, wobei die seitlichen Schnittlinien (3) von den Hinterklauen her gesehen im wesentlichen die Seitenlinien eines sich zum Kopfende (6) verjüngenden gleichschenkligen Trapezes einschliessen.

 

   2. Fellbahn nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die miteinander verbundenen Felle (1', 2') abwechselnd um 1800 verdreht nebeneinanderliegen.



      PATENTANSPRUCH II   
Verfahren zur Herstellung der Fellbahn nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Zuschneiden der Felle (1, 2) nach ihrer Wäsche in feuchtem, abgewelktem Zustand erfolgt. 

Claims (1)

  1. UNTERANSPRUCH
    3. Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die zugeschnittenen Felle (1', 2') nach ihrer Gerbung in abgewelktem, feuchtem Zustand mittels einer Pelznähmaschine zusammengenäht werden.
CH305970A 1968-10-28 1968-10-28 Aus einzelnen Fellen zusammengesetzte Fellbahn CH520202A (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE10019855A1 (de) * 2000-04-20 2001-10-31 Michael W Kisow Verfahren zur Herstellung von medizinischen Decken aus Schafsfell und Ausschnitt aus einem Schafsfell zur Verwendung in dem Verfahren

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE10019855A1 (de) * 2000-04-20 2001-10-31 Michael W Kisow Verfahren zur Herstellung von medizinischen Decken aus Schafsfell und Ausschnitt aus einem Schafsfell zur Verwendung in dem Verfahren
DE10019855C2 (de) * 2000-04-20 2002-02-28 Michael W Kisow Verfahren zur Herstellung von medizinischen Decken aus Schafsfell und Ausschnitt aus einem Schafsfell zur Verwendung in dem Verfahren

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