CH520202A - Aus einzelnen Fellen zusammengesetzte Fellbahn - Google Patents
Aus einzelnen Fellen zusammengesetzte FellbahnInfo
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Description
Aus einzelnen Fellen zusammengesetzte Fellbahn
Die Erfindung bezieht sich auf eine aus einzelnen Fellen, insbesondere Schaffellen, zusammengesetzte Fellbahn.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Bearbeitung von Fellen zu vereinfachen, indem eine aus einzelnen Fellen zusammengesetzte Fellbahn geschaffen wird. Gemäss der Erfindung ist nun eine solche Fellbahn dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Felle seitlich aneinanderliegend zu einer fortlaufenden Bahn miteinander verbunden sind.
Die Fellbahn nach der Erfindung hat den Vorteil, dass sie auf durchlaufenden Maschinen bearbeitet werden kann. Hierbei kommen folgende Arbeitsgänge in Betracht:
Spritzfettung und möglicherweise
Einbürsten
Faltenstapelung
Ablagern
Trocknen (Siebtrommel oder hängend in Garntrock nern)
Entfetten (die Nähte können mit zweckmässigen Kle bestreifen geschützt werden)
Einsprühen
Stollen
Färben (in Färbemaschinen aus der Textilindustrie bekannt)
Abwelken
Trocknen
Stollen
Schleifen
Rauhen
Scheren
Bügeln
Sortieren
Messen
Wenn man berücksichtigt, dass diese Arbeiten bisher an einzelnen Fellen durchgeführt wurden, so erkennt man die besonders wirtschaftliche Bedeutung der Erfindung, die nun ermöglicht, diese Arbeitsvorgänge an der durchlaufenden Fellbahn vorzunehmen.
Es ist von ganz besonderem Vorteil, wenn die einzelnen Felle der Fellbahn derart beschnitten sind, dass die wesentlichen Teile der Hinterklauen verbleiben, die kahlen Stellen - sog. Flämen - entfallen und die wesentlichen Teile der Kopfteile verbleiben, wobei die seitlichen Schnittlinien, von den Hinterklauen her gesehen, im wesentlichen die Seitenlinien eines sich zum Kopfende verjüngenden gleichschenkligen Trapezes einschliessen. Die derart beschnittenen, miteinander verbundenen Felle können mit Vorteil abwechselnd um 1800 verdreht nebeneinander liegen, so dass auf den Längsseiten der Bahn jeweils eine Hinterklauenseite mit einer Kopfendenseite fortlaufend abwechselt.
Durch diese Ausbildung ergibt sich der Vorteil einer verhältnismässig gleichmässig beschaffenen Fellbahn, in welcher die Länge der einzelnen Felle grösstmöglich ausgenutzt werden kann, wodurch sich auch die für die Fellbearbeitung benötigten Maschinen besser ausnutzen lassen. Aber auch die Breite der Felle kann unter Berücksichtigung einer möglichst gleichmässig beschaffenen Fellbahn maximal ausgenutzt werden. Das bisher übliche Abschneiden der Kopfteile erübrigt sich. Die abfallenden Bauchteile sind fast immer weniger dicht bewollt: demnach erzielt man eine verhältnismässig gleichmässig bewollte Fellbahn. Die in der Bewollung dichteren Abfälle können für das Ausbessern der Bahn Verwendung finden. Die Fellbahn wird um so gleichmässiger, je gewissenhafter die Rohware vorsortiert worden ist.
Es hat sich in der Praxis als zweckmässig herausgestellt, dass das Zuschneiden der Felle nach ihrer Wäsche in feuchtem, abgewelktem Zustand erfolgt. Hierdurch lässt sich, da die Abfälle roh vorliegen, von ihnen die Wolle besser abmachen, und zwar nach bekanntem Verfahren. Die Gerbung der Felle wird zweckmässig nach dem Beschneiden derselben durchgeführt, wobei sich der Vorteil ergibt, dass weniger Hauptsubstanz gegerbt werden muss als bisher.
Das Aneinanderfügen der zugeschnittenen Felle erfolgt zweckmässig nach ihrer Gerbung in feuchtem, abgewelktem Zustand mit einer Pelznähmaschine. Die Felle sind in diesem Zustand ziemlich zügig, was bemerkenswert ist, da sie, wenn die Felle aneinandergenäht sind, wegen der Nähte in Richtung dieser Nähte nicht mehr gut gestreckt werden können. Aber auch das Zusammenspringen der Felle geht besser vor sich, wenn keine Nähte vorhanden sind. Es ist daher zweckmässig, die Felle kurz vor dem Zusammennähen in ihrer Längsrichtung abzuwelken und dadurch langzuziehen; die fer tige Fellbahn kann dann später in ihrer Längsrichtung gestreckt werden.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung wiedergegeben. Es zeigen:
Fig. 1 zwei Felle, die um 1800 versetzt zueinander dargestellt sind;
Fig. 2 die beiden Felle nach ihrem Zuschnitt und
Fig. 3 mehrere gemäss Fig. 2 zugeschnittene Felle zu einer Fellbahn vereinigt.
Die beiden in Fig. 1 wiedergegebenen Felle 1 und 2 werden längs den gestrichelten Linien 3 zugeschnitten, was zweclçmässig nach dem Waschen der Felle in feuchtem, abgewellctem Zustand erfolgt. Die in Fig. 2 wiedergegebenen zugeschnittenen Felle 1' und 2' lassen erkennen, dass die Hinterklauen 4 nahezu beibehalten sind.
Die Ausbuchtungen 5 im Fell (kahle Flämen, d.h. unbewollte Stellen beim Schaffell) werden durch die Schnittlinien 3 abgetrennt. Die Kopfenden 6 der Felle verbleiben in den in Fig. 2 wiedergegebenen Fellzuschnitten nahezu unverändert. Auf Pelznähmaschinen werden die einzelnen zugeschnittenen Felle 1' und 2' seitlich nebeneinanderliegend zu einer fortlaufenden Bahn verbunden, wobei jeweils die Mittelachse des einen Felles um 1800 zu jener des nächsten Felles verdreht ist, wie aus Fig. 3 ersichtlich. Neben den Kopfteilen 7 liegen auf jeder Bahnseite Hinterklauenseiten 8 usw., wobei die Klauenteile 4 den sich am Ende verjüngenden Kopfteilen 7 angepasst sind, so dass eine praktisch lückenlose Fellbahn gebildet ist. Das Zusammennähen der Felle 1' und 2' erfolgt vorzugsweise nach ihrer Gerbung in abgewelktem, feuchtem Zustand.
Bei der Bearbeitung der beschriebenen Fellbahn ergibt sich der wesentliche Vorteil, dass man es nicht mehr mit Haufen unregelmässiger Felle zu tun hat, sondern mit einer fortlaufenden Fellbahn, die z.B. bei Schaffellen eine Breite von ca. 1 m aufweist. Die Abfälle der einzelnen Felle sind an der Fellbahn bereits nicht mehr vorhanden. Das Fertigprodukt kann einfach fortlaufend gemessen werden. Es ist nicht notwendig, hierfür, wie bisher, eine Nachprüfung durch eine Messmaschine vorzunehmen. Die Fellbahn kann zwischen den einzelnen Arbeitsgängen durch einfaches Gleiten über Rollen transportiert werden, was sogar von einem Gebäudeteil zum anderen bzw. auch in andere Stockwerke vor sich gehen kann. Dies erübrigt eine ganze Anzahl von bisher notwendigen Transporten.
PATENTANSPRUCH 1
Aus einzelnen Fellen, insbesondere Schaffellen, zusammengesetzte Fellbahn, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Felle (1', 2') seitlich aneinanderliegend zu einer fortlaufenden Bahn miteinander verbunden sind.
UNTERANSPRÜCHE
1. Fellbahn nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Felle derart beschnitten sind, dass die wesentlichen Teile der Hinterklauen (4) verbleiben, die kahlen Stellen (Flämen 5) entfallen und die wesentlichen Teile der Kopfteile (6) verbleiben, wobei die seitlichen Schnittlinien (3) von den Hinterklauen her gesehen im wesentlichen die Seitenlinien eines sich zum Kopfende (6) verjüngenden gleichschenkligen Trapezes einschliessen.
2. Fellbahn nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die miteinander verbundenen Felle (1', 2') abwechselnd um 1800 verdreht nebeneinanderliegen.
PATENTANSPRUCH II
Verfahren zur Herstellung der Fellbahn nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Zuschneiden der Felle (1, 2) nach ihrer Wäsche in feuchtem, abgewelktem Zustand erfolgt.
Claims (1)
- UNTERANSPRUCH3. Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die zugeschnittenen Felle (1', 2') nach ihrer Gerbung in abgewelktem, feuchtem Zustand mittels einer Pelznähmaschine zusammengenäht werden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH305970A CH520202A (de) | 1968-10-28 | 1968-10-28 | Aus einzelnen Fellen zusammengesetzte Fellbahn |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH1606468A CH488015A (de) | 1968-10-28 | 1968-10-28 | Verfahren und Vorrichtung zur Behandlung von Fellen |
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH520202A true CH520202A (de) | 1972-03-15 |
Family
ID=4414173
Family Applications (2)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH1606468A CH488015A (de) | 1968-10-28 | 1968-10-28 | Verfahren und Vorrichtung zur Behandlung von Fellen |
| CH305970A CH520202A (de) | 1968-10-28 | 1968-10-28 | Aus einzelnen Fellen zusammengesetzte Fellbahn |
Family Applications Before (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH1606468A CH488015A (de) | 1968-10-28 | 1968-10-28 | Verfahren und Vorrichtung zur Behandlung von Fellen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (2) | CH488015A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10019855A1 (de) * | 2000-04-20 | 2001-10-31 | Michael W Kisow | Verfahren zur Herstellung von medizinischen Decken aus Schafsfell und Ausschnitt aus einem Schafsfell zur Verwendung in dem Verfahren |
-
1968
- 1968-10-28 CH CH1606468A patent/CH488015A/de not_active IP Right Cessation
- 1968-10-28 CH CH305970A patent/CH520202A/de not_active IP Right Cessation
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10019855A1 (de) * | 2000-04-20 | 2001-10-31 | Michael W Kisow | Verfahren zur Herstellung von medizinischen Decken aus Schafsfell und Ausschnitt aus einem Schafsfell zur Verwendung in dem Verfahren |
| DE10019855C2 (de) * | 2000-04-20 | 2002-02-28 | Michael W Kisow | Verfahren zur Herstellung von medizinischen Decken aus Schafsfell und Ausschnitt aus einem Schafsfell zur Verwendung in dem Verfahren |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| CH488015A (de) | 1970-03-31 |
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Legal Events
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|---|---|---|---|
| PL | Patent ceased |