CH520617A - Handgerät zum Auftragen von Klebband - Google Patents
Handgerät zum Auftragen von KlebbandInfo
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Description
Handgerät zum Auftragen von Klebband Die Erfindung betrifft ein Handgerät zum Auftragen von Klebband, mit einer Einrichtung zur drehbaren Lagerung einer Klebbandrolle, einem im Bereich einer an der Periphe rie des Geräts vorgesehenen Gleitebene zum Überfahren des zu beklebenden Gegenstandes angeordneten Messer und einem auf der Bandzulaufseite des Messers wirksamen, als Schieber ausgebildeten Bandumlenkorgan, in dessen unterer Position der entsprechende Laufbahnabschnitt für das Band gegenüber dem Messer tiefer liegt. Die Erfindung ist gekennzeichnet durch ein zwischen dem Schieber und dem Gerätekörper wirkendes, durch Feder wirkung in seine Grundstellung gedrängtes, den Schieber in seiner unteren Position haltendes und von Hand in seine un wirksame Position bewegbares Sperrglied. Es ist beispielsweise möglich, das Sperrglied als selbst federnden Steg auszubilden und diesen am Schieber oder in Alternative hierzu am Gerätekörper anzuordnen. In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfin dung dargestellt. Es zeigen: Fig. 1 ein Gerät mit gehäuseförmigem Gerätekörper bei abgenommenem Gehäusedeckel (der federnde Steg ist als nach oben gerichtete Verlängerung dem Schieber direkt angeformt), Fig. 2 den Bandaustrittsbereich eines Geräts bei abgenommenem Gehäusedeckel (der federnde Steg ist Teil der Gehäuseschale), Fig. 3 die Vorderansicht nach Fig. 2, Fig. 4 in vergrösserter perspektivischer Darstellung den Schieber nach Fig. 2 und Fig. 5 in teilgeschnittener Vorderansicht ein Gerät, bei dem der federnde Steg dem Schieber seitlich angeformt ist. Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 lagert die Klebbandrolle 3 drehbar auf dem der Gehäuseschale 1 angeformten Hohlkern la. Mit X ist die an der Peripherie des Geräts vorgesehene Gleitebene zum Überfahren des zu beklebenden Gegenstandes bezeichnet. Die Umfangswandung der Gehäuseschale 1 ist innerhalb der Gleitebene X mit einer Aussparung 1c versehen. Oberhalb dieser Aussparung ist der als Bandumlenk- und -anpressorgan dienende, kreisbogenförmig verschiebbare Schieber 4 zwischen ortsfesten Führungsstegen le gelagert. Er wird von einer Druckfeder 5 in seine untere, d.h. dargestellte Position gedrängt. Nach oben setzt sich der Schieber 4 in einen federnden Steg 4a fort, an dessen Ende ein die Gehäuseaussparung 1d durchdringender Druckknopf 4b angeformt ist. Zum Auftragen eines Klebbandstreifens auf einen Gegenstand wird das Gerät von einer Hand derart umfasst, dass es beispielsweise zwischen Mittelfinger und Daumen liegt, während der Zeigefinger gegen die vordere Schmalseitenwand 1b' anliegt. Durch Aufsetzen des Geräts auf die zu beklebende Unterlage wird das sich unterhalb der Schieberstirnfläche 4c befindende Bandende gegen die Unterlage gedrückt und klebt auf dieser. Nun wird das Gerät entsprechend der Länge des aufzubringenden Klebbandstreifens in Richtung des Pfeiles Y über die Unterlage bewegt. Dabei läuft das Band 3a von der Rolle 3 ab und wird fortlaufend von der Schieberstirnfläche 4c gegen die Unterlage gepresst. Zum Abtrennen des aufgeklebten Klebbandstreifens wird mit dem hinteren Bereich der Handfläche auf den Druckknopf 4b gedrückt, wodurch der federnde Steg 4a an der Stelle 4d entrastet. Der Schieber wird nun von dem vom Klebband 3a auf ihn ausgeübten Druck gegen die Kraft der Feder 5 in seine obere Position verschoben. Dadurch tritt das Band 3a augenblicklich mit dem Messer 6 in Kontakt und wird von diesem durchtrennt. Danach wird der Schieber 4 sofort wieder von der Feder 5 in seine untere Position zurückgedrängt, wodurch automatisch an der Stelle 4d eine erneute Verrastung zwischen dem federnden Steg 4a und der Gehäuseaussparung 1d zustande kommt. Gleichzeitig wird die Unter- bzw. Klebseite des Bandendbereichs mit der Gehäusekante 1f, die mit Vorteil auch schneidenförmig ausgebildet sein kann, damit die Klebhaftung nur sehr gering ist, in Berührungskontakt gebracht, so dass das Gerät für die nächste Verklebung betriebsbereit ist. Selbstverständlich lassen sich Klebbandstreifen beliebiger Länge auch von Hand abziehen. Zu diesem Zweck muss der Druckknopf 4b betätigt werden, so dass sich der Schieber in seine obere Position bewegen kann. Es besteht die Möglichkeit, den federnden Steg 4a kürzer auszubilden und die Aussparung zum Durchtritt des Druckknopfes sowie die Anschlagfläche für den Druckknopf (siehe Stelle 4d in Fig. 1) der vorderen Schmalseitenwand 1b' anzuformen. Bei einer solchen Anordnung wäre der Druckknopf 4b mit dem Zeigefinger zu betätigen. Der-Schieber (einschliesslich seines federnden Steges) könnte dabei geradlinig ausgebildet und geführt werden. Bandzulaufseitig neben der Bandaustrittsöffnung ist eine Einbuchtung 7 vorgesehen. Zudem ist die einen Rand der Öffnung 1c darstellende Gehäusekante 1f gegenüber der Gleitebene X höher verlegt. Dadurch verbleibt nach dem Schneidvorgang ein verhältnismässig langes Bandende, das sich zur Handentnahme von Bandstreifen gut zwischen zwei Fingern erfassen lässt. Der erforderliche Klebkontakt zwischen der Bandunterseite und der Gehäusekante 1f wird durch die Schiebernase 4e sichergestellt. Der Bandabschnitt zwischen dem Rand 1f und der Schieberstirnfläche 4c liegt in Axialrichtung der Rolle 3 durch entsprechenden Verlauf der Seitenrandbereiche 1f vollkommen frei. Infolgedessen kann beim Bekleben beispielsweise eines Päckchens ohne Schwierigkeiten auf einer Kante desselben begonnen werden. Das Gerät wird so aufgesetzt, dass die entsprechende Kante des Päckchens in den Bereich zwischen der Gehäusekante 1f und der Schieberstirnfläche 4c zu liegen kommt. Mit 4f ist ein dem unteren Endbereich des Schiebers 4 bandauslaufseitig anformbarer Vorsprung bezeichnet (gestrichelt eingezeichnet). Mittels diesem lässt sich der Abstand zwischen Schieber 4 und Messer 6 verringern und verhindern, dass ein nicht gut verklebter Bandanfang vom Messer erfasst werden kann. Beim Ausführungsbeispiel nach den Fig. 2 bis 4 ist die Gehäuseschale mit 11, der Gehäusedeckel mit 12, die Klebbandrolle mit 13, der Schieber mit 14 und das Messer mit 16 bezeichnet. Der Schieber ist mit der Führungsnut 14a verversehen, in die der Gehäuseschale 11 angeformte Führungszapfen 11e hineinragen. Wie insbesondere aus Fig. 4 zu ersehen ist, besitzt der Schieber 14 auf seiner Rückseite eine angeformte federnde Lamelle 14b, deren freier Endbereich zwischen zwei dem Boden der Gehäuseschale 11 angeformten Vorsprüngen 11f festgelegt ist. Die federnde Lamelle 14b hat die Aufgabe, den Schieber 14 nach erfolgtem Schneidvorgang wieder in die untere Position zurückzuführen. Der vorderen Gehäuseschmalseitenwand 1 1b' ist eine federnde Zunge 11g angeformt, gegen deren Ende das obere Schieberende anliegt. Dadurch ist der Schieber 14 während des Auftragens eines Klebbandstreifens in seiner unteren Position gesichert. Der anschliessende Schneidvorgang wird dadurch ausgelöst, dass mit dem Zeigefinger ein Druck in Richtung des Pfeiles Z auf die federnde Zunge lig ausgeübt wird, welche dadurch nach hinten gegen den Anschlag 11h verschwenkt und den Schieber freigibt. Dieser wird nun durch den durch das Band 13a auf ihn ausgeübten Druck nach oben verschoben. Das Band kommt mit dem Messer 16 in Kontakt und wird durchtrennt. Anschliessend wird der Schieber 14 durch die federnde Lamelle 14b wieder in seine untere Position zurückverschoben, wodurch eine erneute Verrastung zwischen der Zunge 1 lg und dem oberen Schieberende erfolgt. Die ganze Einrichtung kann auch so getroffen sein, dass der Schieber auch bei seiner oberen Position völlig im Gehäuse verdeckt liegt. Fig. 5 zeigt die Draufsicht auf die vordere Schmalseitenwand 21b' einer anderen Ausführungsvariante. Das Gehäuse besteht wiederum aus einer Schale 21 und einem Deckel 22. Der untere, das Messer enthaltende Bereich der Schmalseitenwand 21b' ist zur Sichtbarmachung des Schiebers 24 weggeschnitten. Der Schieber 24, der wiederum längverschiebbar angeordnet sein muss, kann beispielsweise entsprechend Fig. 2 des vorhergehenden Ausführungsbeispiels längsverschiebbar gelagert sein, indem Führungszapfen des Gehäuses in eine Schieberlängsnut hineinragen (nicht sichtbar). Auf der dem Boden der Gehäuseschale 21 zugekehrten Längsseite ist dem Schieber 24 ein mit seinem freien Ende nach oben weisender, selbstfedernder Steg 24a angeformt, der in seinem oberen Bereich mit einem druckknopfartigen Vorsprung 24b versehen ist. Dieser durchdringt die Gehäuseaussparung 21a. Die Verrastung zwischen dem federnden Steg 24a und der oberen Kante der Aussparung 21a geschieht an der Stelle 27. Nachdem ein Klebbandstreifen in vorher beschriebener Weise auf eine Unterlage aufgeklebt ist, wird der Schneidvorgang dadurch ausgelöst, dass mit einem Finger oder dem Daumen in Richtung des Pfeiles Z' auf den druckknopfarti- gen Vorsprung 24b gedrückt wird. Dadurch wird die Verrastung aufgehoben, der Schieber 24 schnellt infolge der auf ihn wirkenden Zugkraft des nicht dargestellten Bandes nach oben, so dass letzteres mit dem ebenfalls nicht dargestellten Messer in Kontakt tritt und durchtrennt wird. Die Rückstellung des Schiebers 24 und dessen erneute Verriegelung geschieht anschliessend - wie anhand von Fig. 2 beschrieben automatisch.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCHHandgerät zum Auftragen von Klebband, mit einer Einrichtung zur drehbaren Lagerung einer Klebbandrolle, einem im Bereich einer an der Peripherie des Geräts vorgesehenen Gleitebene zum Überfahren des zu beklebenden Gegenstandes angeordneten Messer und einem auf der Bandzulaufseite des Messers wirksamen, als Schieber ausgebildeten Bandumlenkorgan, in dessen unterer Position der entsprechende Laufbahnabschnitt für das Band gegenüber dem Messer tiefer liegt, gekennzeichnet durch ein zwischen dem Schieber (4; 14; 24) und dem Gerätekörper (1; 11; 21) wirkendes, durch Federwirkung in seine Grundstellung gedrängtes, den Schieber (4; 14; 24) in seiner unteren Position haltendes und von Hand in seine unwirksame Position bewegbares Sperrglied (4a, 4b; 11g; 24a, 24b).UNTERANSPRÜCHE 1. Gerät nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Sperrglied (4a, 4b; 11g; 24a, 24b) als selbstfedernder Steg ausgebildet ist.2. Gerät nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der selbstfedernde, mit einem drucktastenartigen Bedienungsbereich (4b; 24b) versehene Steg (4a; 24a) am Schieber (4; 24) angeordnet ist und (an der Stelle 4d; 27) mit einer Anschlagfläche des Gerätekörpers (1; 21) verrastend zusammenwirkt.3. Gerät nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der selbstfedernde Steg (4a; 24a) dem Schieber (4; 24) materialhomogen angeformt ist.4. Gerät nach Unteranspruch 2, mit einem gehäuseförmigen Gerätekörper, dadurch gekennzeichnet, dass der federnde Steg (4a) eine nach oben gerichtete kreisbogenförmige Verlängerung des Schiebers darstellt, und dass eine Schmalseitenfläche des Gerätekörpers (1) mit der Anschlagfläche (an der Stelle 4d) für den Steg (4a) und mit einer Durchbrechung (1d) zum Durchtritt des dem Stegende angeformten drucktastenartigen Bedienungsbereichs (4b) versehen ist.5. Gerät nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der federnde Steg (24a) seitlich am Schieber (24) angeordnet ist und dass eine Breitseitenwand des Gerätekörpers (21) an entsprechender Stelle mit der Anschlagfläche (an der Stelle 27) für den Steg (24a) und mit einer Durchbrechung (21a) zum Durchtritt des dem Steg (24a) angeform ten drucktastenartigen Bedienungsbereichs (24b) versehen ist.6. Gerät nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der zur manuellen Bedienung zugängliche selbstfedernde Steg (log) am Gerätekörper (11) angeordnet ist und mit einer Anschlagfläche des Schiebers zusammenwirkt.7. Gerät nach Unteranspruch 6, mit einem gehäuseförmigen Gerätekörper, dadurch gekennzeichnet, dass der selbstfedernde Steg (11g) von einem zungenförmigen Bereich einer Gehäusewand (11') gebildet wird.8. Gerät nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass dem Schieber (14) auf einer Seitenfläche eine quer zur Bewegungsrichtung des Schiebers (14) ausgerichtete federnde Lamelle (14b) angeformt ist, von der ein Endbereich materialhomogen mit dem Schieber verbunden ist und deren freier Endbereich zwischen zwei Vorsprüngen (11f) der entsprechenden Gerätekörperwand festgelegt ist.9. Gerät nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass am Gerätekörper (1) bandzulaufseitig neben der Bandaustrittsöffnung eine Einbuchtung (7) vorgesehen ist und dass der bandzulaufseitige Rand (1f) der genannten Öffnung (7) gegenüber der Gleitebene (X) höherliegt.10. Gerät nach Unteranspruch 9, gekennzeichnet durch eine dem Schieber (4) angeformte, in Schiebergrundstellung gegen den bandzulaufseitigen Rand (1f) der Bandaustritts öffnung anliegende Nase (4e).
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Family Applications (1)
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