CH520746A - Verfahren zur Herstellung von Acridonfarbstoffen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von AcridonfarbstoffenInfo
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- C09B57/00—Other synthetic dyes of known constitution
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Description
Verfahren zur Herstellung von Acridonfarbstoffen Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf die Herstellung neuer Acridonfarbstoffe, die von sauren wasserlöslichmachenden Gruppen frei sind und der Formel EMI1.1 entsprechen, worin n eine ganze positive Zahl, vorzugsweise 1, eines der Symbole X eine Nitro-, Cyan- oder Sulfonsäureamidgruppe, das andere X eine Nitrogruppe oder ein Wasserstoffatom, das eine Y ein Wasserstoffatom und das andere Y ein Wasserstoffoder Halogenatom oder eine Sulfonsäureamidgruppe bedeuten und eines der Symbole X und Y, vorzugsweise X, eine Sulfonsäureamidgruppe darstellt, die an das Acridongerüst durch ihre -SO-Brücke gebunden ist. Solche Farbstoffe erhält man, wenn man Sulfonsäuren der Formel EMI1.2 worin n eine ganze positive Zahl, das eine X' eine Nitro-, Cyan- oder Sulfonsäuregruppe. das andere X' eine Nitrogruppe oder ein Wasserstoffatom. das eine Y' ein Wasserstoffatom und das andere Y' ein Wasserstoffoder Halogenatom oder eine Sulfonsäuregruppe und eines der Symbole Y' und X' eine SOaH-Gruppe darstellt, mit sulfohalogenierenden und ringschliessenden Mitteln behandelt und die erhaltenen Acridonsulfohalogenide amidiert. Die Sulfonsäuren der Formel 11 kann man. gegebenenfalls bei Raumtemperatur. insbesondere mit Sulfochlorierungsmitteln, wie Chlorsulfonsäure, Phosphorpentachlorid in POCl:1 oder Thionylchlorid in Dimethylformamid, und ohne Isolierung der entstehenden Zwischenprodukte sogleich mit ringschliessenden Mitteln, z. B. mit Thionylchlorid, Phosphoroxychlorid und Phosgen in tert. Aminen, behandeln. Der Ringschluss findet vorzugsweise in organischen Lösungsmitteln, z. B. in Toluol, Nitrobenzol, Dimethylformamid, oder im überschüssigen Mittel, das zur Durchführung des Ringschlusses verwendet wird, statt. Zur Beschleunigung der Reaktion empfiehlt es sich. die Temperatur des Reaktionsgemisches eventuell bis zum Siedepunkt des Gemisches zu erhöhen. Es ist möglich. in offenen Gefässen oder unter Druck zu operieren. Durch Amidierung der erhaltenen Acridonsulfonsäurehalogenide mittels Ammoniak oder primären bzw. sekundären, vorzugsweise aliphatischen, Aminen, wie Methyl-, Aethyl-, Propyl-, Isopropyl-, Hydroxyäthyl-. 2-Aethylhexyl-, Hexyl-, Dodecyl-, Stearyl-, Behenyl-, Dimethyl-. Diäthyl-. Di-(hydroxyäthyl)-, -Methoxyäthyl-, ss-Aethoxy- äthyl-, /,-lsopropoxyäthyl-. :-Methoxypropyl-, Aethoxypropyl-, -Isopropoxypropyl-,, -Dodecyl- oxypropyl-, ;-Cyclohexyloxypropyl-, .-Butoxypro- pyl-, :,2'-Aethylhexyloxypropyl-. Isopropoxy propoxypropyl-, -Cyclohexyloxypropyl-, Benzyl-, -(hydroxyäthyl)-aminopropylamin, Morpholin, Pyrrolidin, Piperidin, Cyclohexylamin, Anilin, Toluidin und N-Methylanilin werden die Farbstoffe in besonders zweckmässiger Weise erhalten. Die erfindungsgemäss erhaltenen Farbstoffe sind neu; sie eignen sich zum Färben rtatürlicher oder künstlicher Harze, Wachse, Lacke und plastischer Massen, z. B. aus Celluloseäthern oder -estern, vorzugsweise zum Spinnfärben von Acetatseide, sowie zum Färben von natürlichen oder synthetischen Polymeren oder Kondensationsprodukten. Mit den erfindungsgemässen Farbstoffen lässt sich z. B. Acetatkunstseide nach der Spinnfärbemethode in klaren überfärbe-, licht-, chlorund abgasechten Tönen färben. Gegenüber dem aus Ind. Chem. Soc. Band 161, Jahrgang 1939, Seite 106, beschriebenen 2-Chlor-7-aminoacridon weisen die erfindungsgemässen Verbindungen den Vorteil ihrer wertvollen, grünstichigen und farbstarken Nuance auf Celluloseacetat. In den nachfolgenden Beispielen bedeuten die Teile, sofern nichts anderes angegeben wird. Gewichtsteile, die Prozente Gewichtsprozente, und die Temperaturen sind in Celsiusgraden angegeben. Beispiel 250 Teile Chlorsulfonsäure werden vorgelegt und unter Rühren 68 Teile 2'-Nitro-2-carboxydiphenylamin4'-sulfonsäure bei 15 bis 20" eingetragen. Man rührt zwei Stunden bei dieser Temperatur und tropft anschliessend in 30 Minuten 30 Teile Thionylchlorid zu. Nun wird eine Stunde bei 80 bis 850 gerührt, dann die Temperatur auf 120 bis 125 gesteigert und eine weitere Stunde bei dieser Temperatur gehalten. Nach dem Erkalten trägt man auf Eis aus, setzt 100/o Natriumchlorid zu und filtriert das Nitroacridonsulfochlorid ab. Setzt man das so erhaltene Sulfochlorid auf übliche Weise mit Cyclohexylamin um (z. B. durch Lösung in 300 Teilen Aceton und Zugabe von 40 Teilen Cyclohexylamin), so erhält man nach Eindampfung der Lösung zur Trockne den Farbstoff der Formel EMI2.1 welcher sich in Aceton mit gelber Farbe löst und Acetatseidenspinnmasse in nass- und lichtechten, grünstichig gelben Tönen färbt. Verwendet man statt der 2'-Nitro-2-carboxydiphenylamin-4'-sulfonsäure die 2'-Nitro-2-carboxy4-chlordiphenylamin-4'-sulfonsäure, die 4'-Nitro2-carboxydiphenylamin-2'-sulfonsäure oder die 2', 4'-Dinitro-2-carboxydiphenylamin-4-sulfonsäure und amidiert mit Ammoniak, Methylamin, Aethylamin, Propylamin, Isopropylamin, Butylamin, Isopropoxypropylamin oder Cyclohexylamin, so erhält man nach der oben beschriebenen Arbeitsweise ebenfalls Farbstoffe, die Acetatseidenspinnmasse in grünstichig gelben Tönen färben. PATENTANSPRUCH 1 Verfahren zur Herstellung von Acridonfarbstoffen, dadurch gekennzeichnet, dass man Sulfonsäuren der Formel EMI2.2 worin n, eine ganze positive Zahl, das eine X' eine Nitro-, Cyan- oder Sulfonsäuregruppe, das andere X' eine Nitrogruppe oder ein Wasserstoffatom, das eine Y' ein Wasserstoffatom und das andere Y' ein Wasserstoff oder Halogenatom oder eine Sulfonsäuregruppe und eines der Symbole Y' und X' eine SO:JH-Gruppe darstellt, mit sulfohalogenierenden und ring schliessenden Mitteln behandelt und die erhaltenen Acridonsulfohalogenide amidiert. UNTERANSPROCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass man mit Alkylaminen amidiert. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass man Thionylchlorid der Phosphor oxychlorid als ringschliessende Mittel verwendet. 3. Verfahren nach Patentanspruch 1 oder Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass man den Ringschluss in Gegenwart von organischen Lösungsmitteln vornimmt. PATENTANSPRUCH II Verwendung der nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch I erhaltenen Acridonfarbstoffe zum Spinnfärben von Acetatseide. **WARNUNG** Ende DESC Feld konnte Anfang CLMS uberlappen**.
Claims (1)
- **WARNUNG** Anfang CLMS Feld konnte Ende DESC uberlappen **. -(hydroxyäthyl)-aminopropylamin, Morpholin, Pyrrolidin, Piperidin, Cyclohexylamin, Anilin, Toluidin und N-Methylanilin werden die Farbstoffe in besonders zweckmässiger Weise erhalten.Die erfindungsgemäss erhaltenen Farbstoffe sind neu; sie eignen sich zum Färben rtatürlicher oder künstlicher Harze, Wachse, Lacke und plastischer Massen, z. B. aus Celluloseäthern oder -estern, vorzugsweise zum Spinnfärben von Acetatseide, sowie zum Färben von natürlichen oder synthetischen Polymeren oder Kondensationsprodukten. Mit den erfindungsgemässen Farbstoffen lässt sich z. B. Acetatkunstseide nach der Spinnfärbemethode in klaren überfärbe-, licht-, chlorund abgasechten Tönen färben. Gegenüber dem aus Ind.Chem. Soc. Band 161, Jahrgang 1939, Seite 106, beschriebenen 2-Chlor-7-aminoacridon weisen die erfindungsgemässen Verbindungen den Vorteil ihrer wertvollen, grünstichigen und farbstarken Nuance auf Celluloseacetat.In den nachfolgenden Beispielen bedeuten die Teile, sofern nichts anderes angegeben wird. Gewichtsteile, die Prozente Gewichtsprozente, und die Temperaturen sind in Celsiusgraden angegeben.Beispiel 250 Teile Chlorsulfonsäure werden vorgelegt und unter Rühren 68 Teile 2'-Nitro-2-carboxydiphenylamin4'-sulfonsäure bei 15 bis 20" eingetragen. Man rührt zwei Stunden bei dieser Temperatur und tropft anschliessend in 30 Minuten 30 Teile Thionylchlorid zu.Nun wird eine Stunde bei 80 bis 850 gerührt, dann die Temperatur auf 120 bis 125 gesteigert und eine weitere Stunde bei dieser Temperatur gehalten. Nach dem Erkalten trägt man auf Eis aus, setzt 100/o Natriumchlorid zu und filtriert das Nitroacridonsulfochlorid ab.Setzt man das so erhaltene Sulfochlorid auf übliche Weise mit Cyclohexylamin um (z. B. durch Lösung in 300 Teilen Aceton und Zugabe von 40 Teilen Cyclohexylamin), so erhält man nach Eindampfung der Lösung zur Trockne den Farbstoff der Formel EMI2.1 welcher sich in Aceton mit gelber Farbe löst und Acetatseidenspinnmasse in nass- und lichtechten, grünstichig gelben Tönen färbt.Verwendet man statt der 2'-Nitro-2-carboxydiphenylamin-4'-sulfonsäure die 2'-Nitro-2-carboxy4-chlordiphenylamin-4'-sulfonsäure, die 4'-Nitro2-carboxydiphenylamin-2'-sulfonsäure oder die 2', 4'-Dinitro-2-carboxydiphenylamin-4-sulfonsäure und amidiert mit Ammoniak, Methylamin, Aethylamin, Propylamin, Isopropylamin, Butylamin, Isopropoxypropylamin oder Cyclohexylamin, so erhält man nach der oben beschriebenen Arbeitsweise ebenfalls Farbstoffe, die Acetatseidenspinnmasse in grünstichig gelben Tönen färben.PATENTANSPRUCH 1 Verfahren zur Herstellung von Acridonfarbstoffen, dadurch gekennzeichnet, dass man Sulfonsäuren der Formel EMI2.2 worin n, eine ganze positive Zahl, das eine X' eine Nitro-, Cyan- oder Sulfonsäuregruppe, das andere X' eine Nitrogruppe oder ein Wasserstoffatom, das eine Y' ein Wasserstoffatom und das andere Y' ein Wasserstoff oder Halogenatom oder eine Sulfonsäuregruppe und eines der Symbole Y' und X' eine SO:JH-Gruppe darstellt, mit sulfohalogenierenden und ring schliessenden Mitteln behandelt und die erhaltenen Acridonsulfohalogenide amidiert.UNTERANSPROCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass man mit Alkylaminen amidiert.2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass man Thionylchlorid der Phosphor oxychlorid als ringschliessende Mittel verwendet.3. Verfahren nach Patentanspruch 1 oder Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass man den Ringschluss in Gegenwart von organischen Lösungsmitteln vornimmt.PATENTANSPRUCH II Verwendung der nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch I erhaltenen Acridonfarbstoffe zum Spinnfärben von Acetatseide.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH1385968A CH520746A (de) | 1968-09-17 | 1968-09-17 | Verfahren zur Herstellung von Acridonfarbstoffen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| CH1385968A CH520746A (de) | 1968-09-17 | 1968-09-17 | Verfahren zur Herstellung von Acridonfarbstoffen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH520746A true CH520746A (de) | 1972-03-31 |
Family
ID=4395948
Family Applications (1)
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| CH1385968A CH520746A (de) | 1968-09-17 | 1968-09-17 | Verfahren zur Herstellung von Acridonfarbstoffen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH520746A (de) |
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1968
- 1968-09-17 CH CH1385968A patent/CH520746A/de not_active IP Right Cessation
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Legal Events
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| PL | Patent ceased |