Einrichtung zum Auftragen viskoser oder pastenförmiger Massen
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Auftragen viskoser oder pastenförmiger Massen, mit einem Behälter mit unrundem Füllraumquerschnitt.
Die erfindungsgemässe Einrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass zwischen einem praktisch überall gleich dicken Kragen auf der Innenseite des Behälters und einem zylindrischen Halsteil an einer Kappe eine Manschette angeordnet ist, die eine Führungspartie und eine Abschlusspartie besitzt, wobei das füllraumseitige Ende der Führungspartie eine den Kragen hintergreifende erste Wulst aufweist, und dass am füllraumseitigen Ende des Halsteils eine zweite Wulst vorgesehen ist, welche die füllraumseitige Endfläche der Führungspartie hintergreift.
Details und Vorteile der Erfindung gehen aus der folgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen anhand der Zeichnung hervor. Darin zeigt:
Fig. 1 im Schnitt die Kappen- bzw. Verschlusspartie der erfindungsgemässen Einrichtung,
Fig. 2a und 2b zwei Querschnittsbeispiele gesehen in Richtung der Pfeile 11-11 Fig. 1,
Fig. 3 eine Aufsicht auf die Kopfpartie bei einer erfindungsgemässen Einrichtung mit ovalem Füllraum, gesehen in Pfeilrichtung III in Fig. 1 und
Fig. 4 eine Seitenansicht auf einen Füllraumabschluss, gesehen in Pfeilrichtung IV in Fig. 3.
In Fig. 1 ist mit 1 die Wand eines Füllraumes 1' bezeichnet, deren oberes bzw. Einfüllende mit einem umlaufenden Kragen 2 versehen ist. Die Innenfläche 2a dieses Kragens verläuft praktisch parallel zur Aussenkontur der Füllraumwand, so dass eine praktisch überall gleiche Materialdicke resultiert. Dadurch können bei Herstellung des Füllraumgehäuses aus einem thermoplastischen Kunststoff unregelmässige oder eingefallene Oberflächenpartien meistens vermieden werden. In den Fig. 2a und 2b ist die Kontur des Kragens 2 mit strichlierten Linien 2a bzw. 2a' gezeigt. Der Kragen 2 ist am Ende der Füllraumwand 1 mit diesem bündig, wie in der Fig. 1 gezeigt, oder kann (in nicht dargestellter Weise) abgesetzte, vor- oder zurückspringende Partien aufweisen. Füllraumseitig endet der Kragen in einer praktisch senkrecht zur Füllraumwand 1 stehenden Fläche.
An dieser Fläche greift ein Wulst oder Vorsprung 3 einer Führungspartie 6 an einer Manschette 4 ein, die ausserdem eine an der Einrichtung nach aussen gerichtete Abschlusspartie 5 aufweist. Die Abschlusspartie 5 schafft einen formgerechten Übergang zwischen der Aussenseite der Füllraumwand und einer in der Manschette 4 gehaltenen, nachstehend im Details beschriebenen Kappe 7.
Die praktisch parallel zur Längsachse des Füllraumes liegende äussere Wandfläche der Führungspartie 6 folgt eng anliegend der Innenwand des Kragens 2 und bildet einen pastendichten Abschluss zwischen dem Kragen und der Manschette 4. Diese Dichtung kann dadurch verbessert werden, indem im Bereich der dem Kragen 2 zugewandten Auflagefläche der Abschlusspartie 5 vorgesehene, vor- oder zurückspringende Partien in entsprechende Gegenpartien am Aussenende des Kragens und der Füllraumwand eingreifen.
Die Innenwand der Führungspartie 6 ist vorzugsweise zylindrisch und dient der Aufnahme eines ebenfalls vorzugsweise zylindrischen, mit der Kappe 7 einstückig verbundenen Halsteils 8, an dessen füllraumseitigem Ende eine die benachbarte Endfläche der Führungspartie 6 hintergreifende Wulst 9, angeordnet ist. Im Halsteil 8 ist eine Spindel 10 verdrehsicher festgehalten, die der Hin- und Herbewegung eines in Fig. 1 nicht gezeigten Kolbens dient.
Der Durchmesser der Kappe 7, deren vorzugsweise zylindrische Seitenwand 7' durch eine Feinverzahnung, Randrierung und dergleichen griffig gemacht ist, ist etwas grösser als derjenige des Halsteils 8. Daraus resultiert eine dem Aussenende der Führungspartie 6 zugewandte Auflagefläche 11 auf der Unterseite der Kappe 7. Wie aus den Fig. 3 und 4 hervorgeht, sind der Durchmesser und die Höhe der Kappe so gewählt, dass zum Drehen diese durch die Finger gut erfassbar ist. Der Umfang der Kappe steht zweckmässig etwas über die Abschlusspartie 5 der Manschette 4 vor, wie in Fig. 3 bei a und b gezeigt ist.
Das Zusammenwirken der einzelnen, oben aufgeführten Konstruktionsteile und Abschnitte ergibt sich aus dem folgenden Montagebeispiel. Bei diesem wird - mit oder ohne eingesetzter Spindel 10 - der Halsteil 8 mit seiner Wulst 9 voran in die zylindrische Bohrung der hiefür zweckmässig aus einem elastisch dehnbaren Kunststoff gefertigten Führungspartie 6 eingeschoben. Um dies zu erleichtern, ist die Eintrittkante an der Bohrung der Führungspartie leicht gerundet oder angefast. Der Halsteil 8, ebenfalls aus eventuell etwas weniger leicht elastisch deformierbarem Kunststoff hergestellt, wird so weit eingeschoben, bis die Wulst 9 am anderen Bohrungsende austritt und über die Endfläche der Führungspartie 6 nach aussen federt.
Gleichzeitig kommt auch die Auflafefläche 11 an der Kappe am Aussenende der Führungspartie zum Anliegen, so dass nun die Kappe 7 zusammen mit dem einstückig mit ihr verbundenen Halsteil 8 in der Führungspartie 6 leicht drehbar gefangen ist. Die Spindel 10 kann sowohl vor wie auch nach dem beschriebenen Einschieben der Halspartie 8 in diese eingesetzt werden.
Die so zusammengesetzte Baueinheit wird nun, weil die Wulst 3 am innern Ende der Führungspartie 6 in ähnlicher Weise unter das Innenende des Kragens 2 greift, wie Wulst 9 unter das Innenende der Führungspartie 6, mit der Wulst 3 voran konturrichtig auf den Kragen 2 aufgesetzt und in Richtung der Füllraumachse nach innen gepresst, bis die Wulst 3 an der wie bereits erwähnt elastisch verformbaren Führungspartie den ebenfalls, eventuell etwas weniger leicht, elastisch verformbaren Kragen passiert hat und die Wulst 3 federnd hinter die innere Endfläche des Kragens 2 zurückspringt. Das Einführen des Wulstes 3 in den Kragen 2 wird auch hier zweckmässig durch Runden oder Anfasen der Eintrittskante am Kragen erleichtert.
Da die Anschlagfläche der Manschette 4 gleichzeitig mit dem Zurückfedern des Wulstes 3 am Aussenende des Kragens zur Anlage kommt, wird nun die oben erwähnte, aus Kappe mit Halsteil und Manschette bestehende Einheit am Füllraumgehäuse festgehalten.
Das Eingreifen der Wulste 3 und 9 bewirkt, dass die jeweils aufeinander gesteckten Bauteile praktisch unlösbar miteinander verbunden sind, es sei denn, dass die Sperrwirkung der Wulste gewaltsam überwunden wird.