Hackmaschine zum Zerkleinern, insbesondere von Rohmaterial mit kleinem Querschnitt, wie Holzabfällen und ähnlichen Materialien
Die Erfindung betrifft eine Hackmaschine zum Zerkleinern, insbesondere von Rohmaterial mit kleinem Querschnitt, wie Holzabfällen, Bambus, Schilf, mit einer horizontalen Zuführungsrinne und einer unter einem spitzen Winkel zu dieser gerichteten, ebenen Messerscheibe, wobei die Zuführungsrinne mit einseitig stationär gelagerten Vorschub- und Führungsorganen sowie gegenüberliegend zu diesen beweglichen Vorschub- und Führungsorganen versehen ist und ein Gegenmesser parallel zu den Wirkflächen der Vorschub- und Führungsorgane angeordnet ist.
Der spitze Winkel zwischen der ebenen Messerscheibe und der Zuführungsrinne ist bei derartigen Hackmaschinen erforderlich, um eine gute Zerkleinerungswirkung zu erzielen, insbesondere bei Faserungen aufweisenden Materialien. Dieser spitze Winkel zwischen Messerscheibe und Zuführrinne bringt jedoch ein besonderes Problem insofern mit sich, als die Unterbringung der Vorschub- und Führungsorgane der Zuführungsrinne in diesem Bereich schwierig ist, da es wichtig ist, dass diese Organe sich bis nahe an das Gegenmesser erstrecken, weil diese Organe nicht nur die Aufgabe haben, das zu zerkleinernde Gut den Messern zuzuführen, sondern auch bis kurz vor den Messern festzuhalten, um zu verhindern, dass sich ein Teil des Materials, insbesondere dessen Restenden, flach bzw. parallel vor die Messer legen und unzerkleinert durch die Maschine gehen.
Bei einer bekannten Maschine (USA-Patentschrift Nr. 2 652 077) hat man daher bei Verwendung von oberhalb einer horizontalen Zuführungsrinne horizontal angeordneten Vorschub- und Führungswalzen die Messerscheibe etwa zur Hälfte oberhalb der Zuführrinne derart geneigt angeordnet, dass die vorderste Vorschub- und Führungswalze sich in den spitzen Winkel zwischen der horizontalen Zuführungsrinne und der geneigten Messerscheibe erstreckt.
Diese Ausbildung bringt jedoch den grossen Nachteil mit sich, dass die Lagerung und der Antrieb der Messerscheibe sehr kompliziert werden, was sich insbesondere bei Maschinen mit grosser Leistung ungünstig auswirkt. Hinzu kommt, dass sich bei der bekannten Maschine das zu zerkleinernde Material in der horizontalen Führungsrinne leicht quer zur Vorschubrichtung stellen kann, was naturgemäss die Zerkleinerungswirkung äusserst ungünstig beeinflusst, da dann solches quergestelltes Material nicht mehr schräg zur Faser, sondern parallel zur Faser von den Messern getroffen wird bzw.
zwischen den Messern unzerkleinert passiert.
Bekannt ist zwar eine andere Maschine (deutsche Patentschrift Nr. 925 976), bei der die Messerscheibe senkrecht angeordnet und damit einfach zu lagern und anzutreiben ist, aber nur in Verbindung mit einer von oben nach unten gegen die Messerscheibe geneigten Zuführungsrinne zur Erzielung des für eine gute Zerkleinerung erforderlichen spitzen Winkels zwischen Messerscheibe und Zuführungsrinne, wobei im Bereich des spitzen Winkels eine Transportkette mit Antriebsrädern mit horizontaler Achse angeordnet ist. Diese geneigte Zuführungsrinne verstärkt naturgemäss die Gefahr des Sichquerlegens des zu zerkleinernden Materials, abgesehen davon, dass eine solche Maschine wegen ihrer geneigten Zuführungsrinne eine wesentlich grössere Bauhöhe mit hochgelegener Zuführungsstelle erfordert.
Aufgabe der Erfindung ist daher die Schaffung einer Lösung, welche bei Beibehaltung einer horizontalen, mit der Messerscheibe einen spitzen Winkel bildenden Zuführungsrinne die Lagerung und den Antrieb der Messerscheibe in einfacher Weise ermöglicht und das zu zerkleinernde Gut ohne eine Möglichkeit der Querstellung desselben unmittelbar bis in den Bereich der Messer in optimaler Weise festhält.
Bei einer Hackmaschine der eingangs bezeichneten Art wird dies gemäss der Erfindung dadurch erreicht, dass die Messerscheibe, die Vorschub- und Führungsorgane sowie das Gegenmesser senkrecht angeordnet sind. Es ist hierbei zweckmässig, dass die Zuführungsrinne und das Gegenmesser im wesentlichen oberhalb oder unterhalb der Messerscheibenachse angeordnet sind, um ein gutes Zusammenwirken der Messerschneiden der Messerscheibe mit dem Gegenmesser zu erzielen. Wie erkennbar ist, ermöglicht diese Ausbildung eine relativ einfache Lagerung und einen entsprechend einfachen Antrieb der Messerscheibe, z.B. mittels eines einseitigen Lagerbocks, so dass die Maschine sehr wirtschaftlich für hohe Leistungen ausgelegt werden kann.
Insbesondere ist aber auch erkennbar, dass das zu zerkleinernde Material durch die senkrecht angeordneten Vorschub- und Führungsorgane einmal bis unmittelbar in den Bereich der Messer sicher gehalten ist, zum anderen aber auch eine Desorientierung des zu zerkleinernden Materials in eine zur Vorschubrichtung senkrechte Richtung und damit parallele Stellung zu den Messerschneiden nicht möglich ist, da dem bei der Anordnung der einzelnen Teile zueinander einseits der Boden der horizontalen Zuführungsrinne und anderseits die Schwerkraft entgegenwirkt.
Senkrechte Vorschub- und Führungsorgane sind für Holzzerkleinerungsmaschinen in anderem Zusammenhang bekannt (USA-Patentschrift Nr. 3 289 719).
In Weiterbildung der Erfindung ist es vorteilhaft, wenn die beweglichen Vorschub- und Führungsorgane mindestens eine Vorschubwalze aufweisen, die parallel zur Messerscheibe verschiebbar ist, vorzugsweise in Schlitzführungen.
Hierbei empfiehlt es sich, auf die verschiebbare Vorschubwalze eine Kraft wirken zu lassen, die diese in Richtung der stationären Vorschub- und Führungsorgane zu bewegen sucht, wozu man beispielsweise Federn, Gegengewichte, hydraulische oder pneumatische Betätigungsorgane verwenden kann.
Schliesslich empfiehlt es sich, mit der beweglichen Vorschubwalze einen an sich bekannten Gleitschuh zu verbinden, der sich bis unmittelbar in den Bereich der Messer erstreckt und damit das zu zerkleinernde Gut, insbesondere auch Restenden desselben, bis zuletzt festhält.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel für die Hackmaschine nach der Erfindung dargestellt. Es zeigt:
Fig. 1 eine Ansicht der Maschine mit Blick auf die Hackscheibe und lotrechtem Schnitt durch die Zuführungsrinne gemäss Linie B-B der Fig. 2,
Fig. 2 einen waagrechten Schnitt durch die Zuführungsrinne gemäss Linie A-A der Fig. 1.
Auf die umlaufende Hackscheibe 1 sind die Hackmesser 2 aufgeschraubt, die von der Seite her gegen ein senkrechtes Gegenmesser 3 arbeiten, das fest an der Zuführungsrinne 4 angeordnet ist. Die Zuführungsrinne 4 ist unter dem spitzen Winkel a gegen die Hackscheibe angeordnet. An der Wand mit dem Gegenmesser 3 ist als einseitig stationär gelagertes Vorschub- und Führungsorgan eine Vorschubwalze 5 angeordnet. Eine zweite Vorschubwalze 6 ist gegenüberliegend zu dieser in einer Schlitzführung dicht vor der Hackscheibe 1 und parallel dazu verschiebbar angeordnet.
Anstelle der beiden dargestellten Vorschubwalzen kann eine beliebige Zahl von Walzen oder auch Kettenbändern treten. Die in Schlitzführungen verschiebbaren Vorschuborgane können dabei je nach dem Querschnitt des jeweils zugeführten Rohmaterials einstellbar sein und werden z.B. mit Gewichthebel oder Feder oder hydraulisch oder pneumatisch in Richtung auf das Gegenmesser gedrückt.
Wenn auch die in senkrechter Stellung angeordneten Vorschuborgane sehr nahe an die Hackmesser und das Gegenmesser herangerückt sind und der Abstand des mechanischen Vorschubs vom Gegenmesser gering gehalten werden kann, ist zweckmässig doch darüber hinaus für die letzten noch unzerkleinerten Enden des Rohmaterials vor dem beweglichen Vorschuborgan ein mit diesem fest verbundener, senkrecht eingebauter Gleitschuh 7 angeordnet, von dem das Rohmaterial bis an die Hackmesser und das Gegenmesser festgehalten wird.