CH521800A - Apparatur zur Erzeugung von Mustern auf Textilmaterialien - Google Patents

Apparatur zur Erzeugung von Mustern auf Textilmaterialien

Info

Publication number
CH521800A
CH521800A CH508668A CH508668A CH521800A CH 521800 A CH521800 A CH 521800A CH 508668 A CH508668 A CH 508668A CH 508668 A CH508668 A CH 508668A CH 521800 A CH521800 A CH 521800A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
sep
fabric
roller
color
pattern
Prior art date
Application number
CH508668A
Other languages
English (en)
Inventor
Henry Williams Sumner
Reid Ellis Joseph
Original Assignee
Gen Aniline & Film Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Gen Aniline & Film Corp filed Critical Gen Aniline & Film Corp
Priority claimed from CH154168A external-priority patent/CH548234A/xx
Publication of CH521800A publication Critical patent/CH521800A/de

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41MPRINTING, DUPLICATING, MARKING, OR COPYING PROCESSES; COLOUR PRINTING
    • B41M1/00Inking and printing with a printer's forme
    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06BTREATING TEXTILE MATERIALS USING LIQUIDS, GASES OR VAPOURS
    • D06B11/00Treatment of selected parts of textile materials, e.g. partial dyeing
    • D06B11/0093Treatments carried out during or after a regular application of treating materials, in order to get differentiated effects on the textile material
    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06PDYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
    • D06P5/00Other features in dyeing or printing textiles, or dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form
    • D06P5/20Physical treatments affecting dyeing, e.g. ultrasonic or electric
    • D06P5/2066Thermic treatments of textile materials
    • D06P5/2077Thermic treatments of textile materials after dyeing

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description


  Apparatur zur Erzeugung von Mustern auf     Textilmaterialien       Die vorliegende Erfindung betrifft eine Apparatur zur  Erzeugung von Mustern, insbesondere Farbmustern, auf Tex  tilmaterialien.  



  In der herkömmlichen     Praxis    des Färbens von Stoffen,  Textilmaterialien und dergleichen mit wasserlöslichen Farben  durch ein fortlaufendes Verfahren, wird der Stoff durch einen  eine Farbe     enthaltenden    Trog geführt, wodurch der Stoff so  geklotzt bzw. gefärbt wird, dass er eine im wesentlichen  gleichmässige Schattierung oder Intensität erhält. Bei Ent  fernung des Tuches aus dem Trog ist es natürlich mit der  Farblösung gesättigt, und in     einigen    Verfahren wird es vor der  Weiterbehandlung zuerst getrocknet oder teilweise getrock  net.

   Werden wasserlösliche Farben in dispergierter oder  pigmentartiger Form auf ein Tuch aufgebracht, so wird die  überschüssige Flüssigkeit abgepresst und das Tuch zur Er  zielung bester Resultate getrocknet oder teilweise getrocknet,  ehe man es einer Reduktion und Weiterverarbeitung ein  schliesslich dem Trocknen als Endstufe unterwirft. In jedem  Fall wird die erste Trocknungsstufe durch gesteuerte     Heiz-          systeme    ausgeführt, die aus einer Reihe von     beheizten    Zy  lindern, Heissluftöfen oder aus einer Kombination von bei  den bestehen können.

   Bei diesen Systemen ist es erforderlich,  dass viele der die erste Trocknungsstufe bestimmenden physi  kalischen Parameter,     d.h.    die Temperatur, Luftgeschwindig  keit, Bandgeschwindigkeit usw. sorgfältig gesteuert werden,  um eine Farbwanderung zu vermeiden, die zu einer     ungleich-          mässigen    Färbung des Tuches führen würde.

   Was nun ferner  die Herstellung von Tuchen betrifft, welche Muster, Dessins,  plastische oder ähnliche Effekte enthalten und bei denen  kontrastierende Wirkungen oder Farbschwankungen in     Inten-          sitäten    erforderlich sind, so war es bisher üblich, diese Effekte  zu erzielen, indem man verschiedenfarbige Garne in dem  gewünschten Muster verwob, die Muster auf das Tuch auf  druckte, Farbeffektfäden verwob und dann das Tuch über  färbte oder Muster unter Anwendung starker Drucke auf  prägte bzw.     gaufrierte.    All diese Verfahren haben sich als       aufwendig    in bezug auf Zeit und Geld erwiesen.  



  Das Phänomen der chemischen Wanderung, das im Stande  der Technik abgeschwächt und gemieden worden war, kann  nun mittels der erfindungsgemässen Apparatur angewendet    werden, um die     gewünschten    Muster oder Dessins zu erzeu  gen, die wie oben erwähnt, bis jetzt gewebt, gedruckt oder auf  das Tuch aufgeprägt worden sind.

   Die sogenannte chemische  Wanderung     (chemical        migration)    wird herbeigeführt, indem  man ein feuchtes Tuch, das mit einer Farbe, einem Pigment  oder einer anderen zur Veränderung der Farbe oder des  plastischen Effektes des Tuches geeigneten chemischen Sub  stanz getränkt worden war, mit einer das gewünschte Muster  oder Dessin aufweisenden, erhitzten Matrize,     Druckwalze          od.    dgl. in Berührung bringt.

   Bei Berührung der Matrize mit  dem Tuch wandert die auf oder in dem feuchten Tuch ent  haltene, nicht fixierte Farbe oder chemische Substanz zur  erwärmten, mit der Matrize in Berührung stehenden Ober  fläche und bewirkt dadurch ein Übergewicht in der Intensität  der Farbe oder der plastischen Effekte in der mit der     Matrize     in     Berührung    stehenden Oberfläche des Tuches relativ zu der  mit der     Matrize    nicht in     Berührung    stehenden     Oberfläche    des  Tuches.

   In der vorliegenden Beschreibung bezieht sich der  Ausdruck  Farbe  auf Produkte, die auf das Tuch bzw. den  Stoff oder das Textilmaterial aufgebracht werden, ganz gleich,  ob sie zu dem sie aufnehmenden Rohstoff in einem visuellen  Farbkontrast stehen oder nicht. Abgesehen von Farben und  Pigmenten können wünschenswerte Veränderungen durch  die Wanderung von Harzen oder anderen chemischen Pro  dukten herbeigeführt werden, die in ungefähr der gleichen  Art und Weise, wie Farben und Pigmente, wandern und so  einen Kontrast in der Färbung oder in bezug auf andere  plastische Effekte     (physical        effects)    in oder auf dem Tuch  herbeiführen.  



  Die erfindungsgemässe Apparatur zur Erzeugung von  Mustern, insbesondere Farbmustern, auf Textilmaterialien,  ist durch Mittel zum Tränken der Textilmaterialien mit einer  flüssigen, Wanderungseigenschaften aufweisenden Substanz,  eine heizbare, das gewünschte Muster aufweisende     Matrize     und Transportmittel, um die Textilmaterialien über die und in  Berührung mit der Matrize zu führen und dadurch eine Wan  derung der Substanz zur Oberfläche der Textilmaterialien in  den erwähnten Mustern zu erreichen,     gekennzeichnet.     



  Die     erfindungsgemässe    Apparatur kann ausserdem eine  Zuführungsvorrichtung zum Zuführen des Stoffes in einen      Trog, welcher     die    Farblösung enthält (Farbe, Pigment usw.)       aufweisen.    Die     heizbare        Matrize,    die das gewünschte Muster  aufweist und vorzugsweise von einer     Walzenvorrichtung    ge  bildet     wird,    ist vorzugsweise so ausgebildet, dass sie auf eine  Temperatur im Bereich zwischen 177 und 538 C     erhitzt     werden kann.  



  Bei Betrieb der Apparatur geht man beispielsweise so vor,  dass der Stoff, der im Trog mit der Färbelösung getränkt  wurde, der erhitzten     Matrize    zugeführt wird. Bei Berührung  des Stoffes mit der     Matrize    tritt an der     mit    der     Matrize    in Be  rührung stehenden Oberfläche eine Entspannungsverdamp  fung und     Produktwanderung    ein, wodurch die gewünschte  Farbintensität, bzw. die plastischen Effekte erzielt werden.  



  Die Erfindung wird im folgenden an Hand schematischer  Zeichnungen an einigen Ausführungsbeispielen näher erläu  tert.  



  Fig. 1 zeigt die erfindungsgemässe Apparatur,  Fig. 2 zeigt eine bevorzugte Ausführungsform der     er-          findungsgemässen    Apparatur,  Fig. 3 zeigt eine Apparatur, die zur Schaffung einer Viel  zahl von Mustern geeignet ist,  Fig. 4 zeigt eine Apparatur zur Aufbringung eines beid  seitigen Musters oder zur Entwicklung eines einfachen Farb  druckes,  Fig. 5 zeigt in perspektivischer Ansicht eine ein Muster  aufweisende     Walze,     Fig. 6 zeigt die Art von Muster, die man erhält, wenn man  einen feuchten, mit einer Farbe getränkten Stoff mit der in  Fig. 5 gezeigten erhitzten Walze in Berührung bringt.  



  Fig. 7 zeigt eine Photographie der mit der Matrize in  Berührung gebrachten Seite eines Baumwollköperstoffes,  der mit einer feuchten Farbe imprägniert und eine halbe Se  kunde lang mit einer Gravierwalze von<B>316'C</B> in     Berührung     gebracht worden war,     -          Fig.    8 zeigt eine Photographie der Rückseite des in Fig. 7  dargestellten Stoffes.  



  Mit Bezug auf die Zeichnungen, in denen gleiche Bezugs  zeichen die gleichen oder entsprechenden Teile     bezeichnen,     ist in Fig. 1 ein endloses Band von Stoff, wie ein Band von  Tuch 10, z.B. aus Baumwollköper, gezeigt. Das Band wird  über eine geeignete Eingangswalze 11 in einen Klotztrog bzw.  Farbbehälter 12 geführt, der mit einer Farblösung gefüllt  ist oder aber ein Pigment, gelöst oder dispergiert in einem  geeigneten Lösungsmittel, wie Wasser, einem chemischen  Lösungsmittel, od. dgl., enthält. Ob man nun eine Dispersion  oder eine echte chemische Lösung verwendet, die spezielle  Farbe und das verwendete Lösungsmittel werden von dem  Stoff des Bandes 10 und von der zu erzielenden Farbe bzw.  dem zu erzielenden plastischen Effekt abhängig sein.

   Als  einziges wichtiges Erfordernis wird erfindungsgemäss von der  Beschaffenheit des Lösungsmittels und des Farbstoffes,  Pigmentes bzw. der chemischen Substanz verlangt, dass diese  nach Aufbringen auf das Band 10 die Eigenschaft aufweisen,  im Band unter dem     Einfluss    von Wärme zu wandern. Das  Band 10 wird in geeigneter Weise, wie im Stande der Technik  bekannt und hier nicht im Detail zu beschreiben werden  braucht, über Walzen durch den Klotztrog 12 geführt bzw.  in diesem geklotzt. Bei Verlassen des Klotztroges 12 im  Gebiet 10ä wird das Band 10 über ein Paar Quetschrollen  14,15 geführt, wobei ein Teil der Lösung entfernt wird, um  den Feuchtigkeitsgehalt des Bandes zu steuern.

   So ist bei der  Stelle 10b der Feuchtigkeitsgehalt des Bandes so gesteuert,  dass er bei ungefähr 75 Gewichtsprozent des Stoffes und vor  zugsweise im Bereich zwischen ungefähr 30 und 125 Ge  wichtsprozent des Stoffes liegt. Die     Walzen    14, 15 sind vor  zugsweise so angeordnet,     dass    die überschüssige Farblösung  automatisch, z.B. durch Schwerkraft, in den Klotztrog 12  zurückgeführt wird, wie in Fig. 1 dargestellt.    Nach Verlassen der Stelle 10b wird das Band 10 über eine       Gruppe    von Spannrollen geführt, die allgemein mit dem Be  zugszeichen 17 bezeichnet sind und die auch als Kondensa  toren bzw. Ausgleicher     wirken,    wie dem Stande der Technik  bekannt ist.

   Die Spannrollen können unter     Federbelastung     stehen oder können auf andere Weise angeordnet sein,     nm     eine ordnungsgemässe Stellung und Spannung innerhalb des  Bandes 10 aufrechtzuhalten. Das Band 10 läuft dann über  eine Führungsrolle 18 a und weiterhin über ein Paar Füh  rungsrollen 19a, 19b, die auf beiden Seiteneiner Matrize bzw.  einer ein Muster aufweisenden     Walze    20 angeordnet sind.  



  Die     Führungsrollen    19a, 19b sind an einem Joch 21 be  festigt, das quer zur Drehachse der das Muster aufweisenden  Walze 20 beweglich ist, indem es z.B. auf einer in Längs  richtung beweglichen Stange 22 angebracht ist, so dass das  Ausmass der     Berührung    des Bandes 10 mit der Umfangs  fläche der Musterwalze 20     gesteuert    werden kann. Wird die  Stange 22 in die mit     gestrichelten        Linien    dargestellte Stellung  bewegt, so dass sie auf 21 und die Führungsrollen 19a, 19b  in der gestrichelt gezeichneten Stellung befinden (Fig. 1),  so befindet sich das Band 10 völlig ausser Berührung mit der       Musterwalze    20.

   Diese Stellung wird eingenommen,. wenn die  gesamte Vorrichtung hält, sei es auch nurvorübergehend, um  ein Versengen des Stoffes zu verhindern, wenn dieser in Be  rührung mit der     Musterwalze    20 bleibt; denn das gesamte  Lösungsmittel im Band 10 wird in dem Gebiet verdampfen,  in dem die Musterrolle 20 mit dem Band in     Berührung    steht.  Eine Verriegelungsvorrichtung (nicht gezeigt) könnte z. B,  von der die     Walze    20 unterstützenden Rolle 23 aus gesteu  ert werden, wobei die Verriegelungsvorrichtung die Bewegung  der Stange 22- in die gestrichelt dargestellte Stellung erlauben  würde, wenn die Geschwindigkeit der     Walze    20 unter einen  vorbestimmten Wert fällt.

   Derartige     Verriegelungsvorrich-          tungen    sind bekannt und können durch die     Zentrifugalkraft      gesteuert werden, die auf die Welle 23 wirkt und von einem  kleinen Schalter wahrgenommen wird, welcher ein Magnet  solenoid     aberregt:    Wird dieser     Magnetsolenoid    erregt, -so  hält er die Stange 22 in der mit ausgezogenen Linien darge  stellten Stellung gegen die Kraft einer Feder, welche die  Stange 22 in die gestrichelt angedeutete Stellung zurückzu  ziehen versucht.

   Eine derartige Anordnung, bei der eine  Feder die Stange 22 bei     Aberregung    eines elektrischen  Elementes von der     geheizten        Walze    wegzubewegen versucht,  ist natürlich     im    Betrieb auch störungsfrei.  



  Nach dem Verlassen der Führungsrolle 19b wird das  Band über eine weitere     Leerlaufrolle    18b und dann über eine  allgemein mit 27 bezeichnete weitere spannungsgeregelte  Anordnung geführt, deren Rollen ähnlich den Rollen 17 als  Kondensatoren bzw. als Ausgleicher wirken.

   Von der Rollen  anordnung 27 wird dann das Band 10 mittels Rollen 28 aus  der Vorrichtung zur     Durchführung    der vorliegenden Erfin  dung abgezogen und kann dann weiteren Behandlungssta  tionen zugeführt werden,     z.B.    den     Heisslufttrocknungsöfen     zum Trocknen derjenigen Teile des Stoffes, die nicht mit der  Matrize in     Berührung    gebracht worden waren, sowie zu  chemischen Behandlungsstationen oder zu Reduktionsstatio  nen, wie sie in der Färbetechnik bekannt sind, um eine  weitere     Fixierung    und Entwicklung der gewanderten Produkte  zu erreichen.  



  Eine Form einer     Musterwalze    20 ist im Detail. in     Fig.    5  dargestellt. Sie besteht aus einem zylindrischen Element 30;  das     mit    Mitteln zur     Erhitzung    dieses Elementes ausgestattet  ist. Wie in     Fig.    5 nur schematisch angedeutet ist, bestehen  diese Mittel beispielsweise aus inneren elektrischen     Heiz-          elementen    31, 32; die in geeigneter Weise innen angeschlos  sen sind und über beispielsweise Schleifringe, wie sie in der  Technik bekannt sind, zu elektrischen Kontakten geführt   werden, um über diese     mit    einer Stromquelle verbunden zu      werden.

   Zur Erzeugung eines Längsstreifen als Muster, wie  er bei 35 in Fig. 6 dargestellt ist, wird der zylindrische Körper  30 mit einer sich um den Umfang erstreckenden Leiste 45  versehen. Wir wollen annehmen, dass das Band 10 der Fig. 6  ursprünglich eine neutrale, z. B. ungebleichte, etwas gelb  liche Farbe aufweist und aus Baumwollköper besteht, der  mit einem Reaktivfarbstoff, z.B. mit Genafix Türkisblau  FGW gefärbt werden soll. Weitere Beispiele der Lösungen,  geeigneten Temperaturen und Anwendungen werden unten  angegeben. Das Band 10 wird also allgemein blau einge  färbt. Die     Aufbringung    der Farbe kann bei Zimmertempe  ratur oder aber, wie es auf dem Gebiete des Färbens üblich  ist, bei erhöhten Temperaturen durchgeführt werden.

   Nach  dem Austritt aus dem Klotztrog 12 kann das Band zwischen  den     Walzen    14, 15 auf einen Feuchtigkeitsgehalt von unge  fähr 75     %ä    bezogen auf das Gewicht des Stoffes, ausgepresst  werden. Wird das Band während einer Zeitdauer von etwa  einer halben Sekunde. mit der Umfangsrippe 45 bei einer       Oberflächentemperatur    von ungefähr 260 bis 316  C in Be  rührung gebracht, so werden ungefähr 90% der Farbe von  der Rückseite und von Gebieten innerhalb des Bandes an die  Oberfläche des Bandes gebracht, wo sie mit der     erhitzten     Walze in Berührung kommen.

   Auf die Vorderseite des     Stoffes          wird    so ein dunkler türkisfarbener Streifen aufgebracht, der  in Fig. 6 mit 35 bezeichnet ist. Die Rückseite des Stoffes  weist in dem gleichen Gebiet, wo der dunkle Streifen sich  auf der Vorderseite zeigt, einen helleren Streifen auf.

   Nach  dem darauffolgenden Trocknen des gesamten Stoffes, sowie  der     Fixierung    (falls eine solche für die Farbe erforderlich ist)  wird     aufgrund    der Farbverteilung der gleichmässige allge  mein blaue Untergrund dort beibehalten, wo der     Stoff    mit  der Rippe 45 nicht in     Berührung    kam, während an der Ober  fläche des     Stoffes    der ausgedehnte und verstärkte dunkle  Streifen<B>35</B> zu sehen ist.  



  Fig. 7 und 8 zeigen als Photographien einen Teil eines  merzerisierten Baumwollköperstoffes, der nach Klotzen mit  einer Reaktivfarbstoff-Lösung und nach Auspressen auf einen  Feuchtigkeitsgehalt von 75 % mit einer     Matrize    in     Berührung     gebracht worden war, die eine Vielzahl von Umfangsrippen  verschiedener Breite aufwies. Aus Fig. 7 ist zu ersehen, dass  die Gebiete, welche von den Rippen der Matrize berührt  worden waren, genau begrenzt und dunkler als der Hinter  grund Y sind, während die entsprechenden Gebiete X' auf  der Rückseite des     Stoffes    heller als der     Hintergrund    Y' sind,  wodurch die.     Wanderung    der Farbe an die Oberflächenge  biete X, die von der Matrize berührt wurden, klar gezeigt ist.

    



  Wünscht man sich als Muster einen dunklen Streifen,  durchsetzt mit Punkten einer helleren     Hintergrundfarbe,    so  wird auf     denn    zylindrischen Körper 30 eine Rippe 46 mit  Öffnungen 47 angebracht (Fig. 5). Dieses Muster zeigt sich  dann als dunkler Streifen 36, in dem Punkte 37 enthalten  sind, welche die Farbe des Untergrundes aufweisen (Fig.6).  Will man umgekehrt dunkle Punkte auf einem     Stoff    mit einer  allgemeinen Untergrundfarbe bilden, so können Vorsprünge  48 auf das     zylindrische    Element 30 aufgebracht werden. Da  durch werden intensivierte Punkte 38 gebildet, die sich auf  der Untergrundfarbe hervorheben, wie aus Fig. 6 ersichtlich  ist.

   Eine geaderte bzw. gemaserte Wirkung kann erzielt  werden, wenn man eine Fläche des Stoffes mit einer Leiste  in     Berührung    bringt, die eine geriffelte bzw. gerippte Ober  fläche aufweist, wie bei 49 in Fig. 5 gezeigt ist. Der Stoff wird  dann Stellen mit intensivierter Farbwirkung,     durchsetzt    mit  Stellen einer helleren neutralen     Untergrundfarbe    aufweisen,  wie allgemein bei 39 in Fig. 6 angedeutet ist.  



  Die Intensität der Farbe, d.h. also das Ausmass der       Wanderung    der Farbstoffe oder Pigmente unter dem     Eingriff     der     Berührung    mit der beheizten Walze zur Oberfläche des       Stoffes,    hängt nicht nur von der Oberflächentemperatur des    besonderen Matrizenmusters ab, das mit dem Stoff in Be  rührung gebracht wird, sondern auch von der Zeitdauer.

    Liegt die Temperatur im oberen Bereich, d. h. zwischen 260  und     538'C,    so ergibt sich eine Entspannungsverdampfung  bei einer     Berührungszeit    von ungefähr einer halben Sekunde  im Falle von Baumwolle und bedeutet, dass praktisch das  gesamte Farbmaterial, welches in der Stoffbahn absorbiert  ist, zu der mit dem Matrizenmuster in Berührung gebrachten  Oberfläche wandert. Um die Musterwalze 20 sauberzuhalten,  steht sie mit einer     Kratz-    bzw. Drahtbürste 25 in     Berührung.          Aufgrund    von Versuchen wurde festgestellt, dass die Über  tragung von Farbe vom Stoffband auf die Musterwalze 20  umso grösser ist, je niedriger die Temperatur ist.

   Bei den  Höchsttemperaturen zwischen 316 und<B>538'C,</B> bei denen  nur wenig oder überhaupt kein     Farbstoff    oder Pigmentmate  rial auf die Musterwalze 20 übertragen wird, ist eine Reini  gung der     Walze    fast nicht nötig, weil die Entspannungsver  dampfung und die fast sofortige Trocknung das Pigment bzw.  die Farben innerhalb des     Stoffbandes    bindet und eine weitere       Übertragung    auf die     Musterwalze    20 verhindert.

   Bei niedri  gen Temperaturen, bei denen eine geringere Geschwindig  keit bzw. eine grössere Umfangsberührungsfläche zwischen  der Walze 20 und dem Band 10 erforderlich ist, ergibt sich  eine stärkere Übertragung von Farbe vom Band 10 auf die       Musterwalze    20. Die Drahtbürste 25     wird    in geeigneter  Weise angetrieben, z.B. durch den schematisch angedeuteten  Riemenantrieb 26 von einer Kraftquelle 31 aus.  



  Die in Fig. 2 offenbarte Vorrichtung ist der in Fig. 1 ge  zeigten Vorrichtung ähnlich, nur sind hier die Rollen 18a'  und 18b' in senkrechter Richtung in am Unterstützungsteil  24 angebrachten     Schlitzen    24a bzw. 24b verschiebbar, wo  durch eine leichte Einstellung der Umfangsberührungsflächen  zwischen dem Band und der Musterrolle 20 erreicht wird.  



  Die Vorrichtung nach     Fig.    1 wurde gemäss     Fig.    4 abge  wandelt, um kontrastierende     Effekte    auf beiden Seiten des       Stoffes    zu erzeugen. So umfasst die Vorrichtung nach     Fig.    4  jeweils mit einer Reinigungsbürste 25     versehene    Muster  walzen 20 und 20', feste     Führungsrollen    58a und 58b und all  gemein mit dem Bezugszeichen 59 bezeichnete bewegliche       Führungsrollen    59.

   Die     Führungsrollen    59 können von der  oberen mit gestrichelten Linie angedeuteten und mit 59a be  zeichneten Stellung in eine untere mit gestrichelten Linien  angedeutete und mit 59b bezeichnete Stellung verschoben  werden. Wenn deshalb das Muster bzw. die Farbintensität  auf beiden Seiten des     Stoffes    die gleiche sein soll, so werden  die Führungsrollen 59 in ihre Stellung in der Mittel zwischen  den Stellungen 59a und 59b gebracht. Wenn aber die Inten  sität auf einer Seite des Stoffes grösser sein soll als auf der  anderen Seite, so werden die     Führungsrollen    59 entweder in  die obere, gestrichelt angedeutete Stellung 59a oder in die  untere, gestrichelt angedeutete Stellung 59b geschoben, je  nachdem, auf welcher Seite man die erhöhte Farbintensität  wünscht.

   Die     Führungsrollen    können an einer Unterstützung  zwecks Bewegung innerhalb eines Schlitzes angebracht sein,  ähnlich der Befestigung der Rollen 18a' bzw. 18b' nach       Fig.    2, oder aber in irgendeiner dem Stande der Technik be  kannten und geeigneten Art angeordnet sein.  



  Im folgenden werden verschiedene Beispiele für geeig  nete Farben, Berührungszeiten und Oberflächentemperaturen  für die Berührung zwischen dem Bandmaterial 10 und der  Musterwalze 20 angegeben.  
EMI0003.0054     
  
    Beispiel <SEP> l
<tb>  (Reaktivfarbstoff)
<tb>  Stoff: <SEP> gebleichter <SEP> merzerisierter
<tb>  Baumwollköper
<tb>  Lösung <SEP> in <SEP> Klotztrog <SEP> 12: <SEP> 22,4 <SEP> g/1 <SEP> Genafix <SEP> Türkisblau <SEP> FGW       
EMI0004.0000     
  
    90 <SEP> g/1 <SEP> Harnstoff
<tb>  22,4 <SEP> 1/g <SEP> wasserfreies <SEP> Soda
<tb>  Temperatur <SEP> der <SEP> Klotz  flüssigkeit: <SEP> 430 <SEP> C
<tb>  Feuchtigkeitsgehalt <SEP> des
<tb>  Bandes <SEP> bei <SEP> 10b: <SEP> 75%
<tb>  Berührungszeit <SEP> mit
<tb>  Walze <SEP> 20: <SEP> eine <SEP> halbe <SEP> Sekunde
<tb>  Temperatur <SEP> der
<tb>  Wälze <SEP> 20:

   <SEP> <B>316'</B> <SEP> C       Bemerkungen: Die Ergebnisse zeigen, dass     annähernd    90%  der Farbe von der Rückseite des Stoffes zu dessen Vorder  seite bewegt worden waren, wobei ein Farbbild an den Stellen  verblieb, wo keine Berührung mit der     Walze    stattgefunden  hatte und die Farbe nicht zur Vorderseite gewandert war, so  dass sich klar sichtbare und differenzierte Kontraste ergaben.  Die Rückseite des Stoffes zeigte das Muster in negativer  (d.h. umgekehrter) Form (siehe Fig. 7).

    
EMI0004.0003     
  
    Beispiel <SEP> 2
<tb>  (Reaktivfarbstoff)
<tb>  Stoff: <SEP> gebleichter <SEP> merzerisierter
<tb>  Baumwollköper
<tb>  Lösung <SEP> im <SEP> Klotztrog <SEP> 12: <SEP> 15 <SEP> g/1 <SEP> Genafix <SEP> Brilliantgelb <SEP> 3G
<tb>  3,74 <SEP> g/1 <SEP> Genafix <SEP> Rot <SEP> BB
<tb>  3,74g/1 <SEP> Türkisblau <SEP> FGW
<tb>  90 <SEP> g/1 <SEP> Harnstoff
<tb>  22,4 <SEP> g/1 <SEP> wasserfreie <SEP> Soda
<tb>  Temperatur <SEP> der <SEP> Klotz  flüssigkeit: <SEP> 430C
<tb>  Feuchtigkeitsgehalt
<tb>  des <SEP> Bandes <SEP> bei <SEP> 10b: <SEP> 75%
<tb>  Berührungszeit <SEP> mit
<tb>  Walze <SEP> 20: <SEP> eine <SEP> halbe <SEP> Sekunde
<tb>  Temperatur <SEP> der
<tb>  Walze <SEP> 20: <SEP> <B>3160C</B>       Bemerkungen:

   Die     Untergrundfarbe    des Stoffes ist all  gemein hellbraun und die mit der     Walze    20 in Berührung ge  brachte Fläche     wurde    dunkelbraun. Die Rückseite des Stoffes  ist an den Stellen, an denen eine Wanderung stattfand, gelb  braun bis rötlichbraun.  



  Jede Art von Farbe kann für das Verfahren verwendet  werden. Die Verwendung der Farbe in den Mustern oder  Effekten hängt von der Substantivität der Farbe, von deren  Wanderungseigenschaft, deren Fixierung am Stoff und den  beförderten Grad an Farbechtheit ab. Die üblichen     Küpen-          farbstoffe,    Schwefelfarben, Azofarbstoffe, Reaktivfarbstoffe  (wie in Beispiel 1 und 2) und substäntive oder direkte Farb  stoffe sind geeignet.

    
EMI0004.0009     
  
    Beispiel <SEP> 3
<tb>  (Substantive <SEP> oder <SEP> direkte <SEP> Farbe)
<tb>  Stoff: <SEP> merzerisierter <SEP> Baumwollköper
<tb>  Lösung <SEP> im <SEP> Klotztrog <SEP> 12: <SEP> 15 <SEP> g/1 <SEP> Fastusol <SEP> Türkisblau
<tb>  LG <SEP> 150%
<tb>  Temperatur <SEP> der <SEP> Klotz  flüssigkeit: <SEP> <B>710C</B>
<tb>  Feuchtigkeitsgehalt <SEP> des
<tb>  Bandes <SEP> bei <SEP> 10b: <SEP> 70%0
<tb>  Berührungszeit <SEP> mit
<tb>  Walze <SEP> 20: <SEP> 5 <SEP> Sekunden
<tb>  Temperatur <SEP> der
<tb>  Walze <SEP> 20: <SEP> 260  <SEP> C       Bemerkungen : Es ergibt sich ein guter Kontrast zwischen  den mit der Walze 20 in     Berührung    gebrachten Flächen des  Stoffes und den mit der     Walze    nicht in Berührung gebrachten  Flächen.

      Beispiel 4  (Azofarbstoff)  Stoff: merzerisierter Baumwollköper  Lösung im Klotztrog 12: 7,5 g/1 Naphthol AS-SW gelöst  durch Kälte  Temperatur der Klotz  flüssigkeit:     930C     Feuchtigkeitsgehalt  des Bandes bei     10b:    70%       Berührungszeit    mit       Walze    20: 5 Sekunden  Temperatur der       Walze    20: 260  C    Bemerkungen: Nach der     Wanderung    der Farbe wurde  der Stoff von den Rollen (d.h. Rollen 28, Fig. 1) in eine  Kopplungslösung von 4 Unzen/Gallone Echt-Rot-Salz 3GL,  geführt, gespült und getrocknet. Es wurde ein guter Kontrast  und eine gute     Wanderung    festgestellt.

    
EMI0004.0019     
  
    Beispiel <SEP> 5
<tb>  (Schwefelfarbe)
<tb>  Stoff: <SEP> merzerisierter <SEP> Baumwollköper
<tb>  Lösung <SEP> im <SEP> Klotztrog <SEP> 12: <SEP> 30 <SEP> g/1 <SEP> Katigen <SEP> Grün, <SEP> hohe
<tb>  Konzentration
<tb>  (Zutaten <SEP> gelöst <SEP> durch
<tb>  Sieden) <SEP> 30 <SEP> g/1 <SEP> Natriumsulfidflocken
<tb>  15 <SEP> g/1 <SEP> Natriumkarbonat
<tb>  Feuchtigkeitsgehalt
<tb>  des <SEP> Bandes <SEP> bei <SEP> 10b: <SEP> 70%
<tb>  Berührungszeit <SEP> mit
<tb>  Walze <SEP> 20: <SEP> 5 <SEP> Sekunden
<tb>  Temperatur <SEP> der
<tb>  Walze <SEP> 20: <SEP> 260  <SEP> C       Bemerkungen: Nach der Wanderung des Farbstoffes  wurde der Stoff gespült, mit Natriumdichromat und Essig  säure oxydiert, gespült und getrocknet.

   Ein klarer Kontrast  wurde dort festgestellt, wo     die    Farbe an die Oberfläche ge  wandert war.  



  Die vorliegende Erfindung ist nicht auf Küpfenfarbstoffe  beschränkt. Verschiedene     Arten    von Farben (oder Farb  stoffen) können verwendet werden, auch wenn sie in den  herkömmlichen Verfahren schlechte Druck- oder Fixierungs  eigenschaften aufwiesen.  
EMI0004.0022     
  
    Beispiel <SEP> 6
<tb>  (Küpenfarbe)
<tb>  Stoff: <SEP> Baumwollköper
<tb>  Lösung <SEP> im <SEP> Klotztrog <SEP> 12: <SEP> 45 <SEP> g/1 <SEP> Brilliant <SEP> Indigo <SEP> 4BV
<tb>  60 <SEP> g/1 <SEP> Glycerin
<tb>  97,3 <SEP> g/1 <SEP> Rongalit
<tb>  97,3 <SEP> g/1 <SEP> Pottasche
<tb>  Berührungszeit <SEP> mit
<tb>  Walze <SEP> 20: <SEP> eine <SEP> halbe <SEP> Sekunde
<tb>  Temperatur <SEP> der
<tb>  Walze <SEP> 20: <SEP> 316 C       Bemerkungen:

   Nach der Farbwanderung     wurde    der Stoff  in neutralem Wasserdampf gealtert, oxydiert und in her-      kömmlicher Weise geseift. Die Wanderung war klar erkennt  lich, wobei der Untergrund ein ausgewaschenes Blau (ver  blichen) und die berührten Flächen ein Marineblau auf  wiesen.  



  Beispiel 7  (Küpfenfarbstoff)  Die Zutaten und physikalischen Bedingungen waren die  gleichen wie in Beispiel 6, doch wurde als Farbe statt Brilliant  Indigo     413V    ein Indanthren Goldgelb RK verwendet. Die  Behandlung nach der     Wanderung    war die gleiche wie Bei  spiel 6.  



  Beispiel 8  (Küpenfarbe)  Die Zutaten und physikalischen Bedingungen waren die  gleichen wie in Beispiel 6, doch wurde statt der Farbe     Bril-          liant    Indigo 413V ein Indanthren Braun verwendet. Die Be  handlung nach der Wanderung war die gleiche     wie    in Bei  spiel 6.  



  Ergebnisse: Eine Wanderung war erkenntlich, wobei der       Hintergrund    hellbraun und die berührten Flächen dunkel  braun wurden.  



  Beispiel 9  (Küpenfarbstoff)  Die Zutaten und physikalischen Bedingungen waren die  gleichen wie in Beispiel 6, doch wurde statt der Farbe     Bril-          liant    Indigo 411V ein Algol orangefarbener Farbstoff ver  wendet. Die Behandlung nach der Wanderung     war    die gleiche       wie    in Beispiel 6.  



  Ergebnisse: Die     Wanderung        war    zu erkennen, wobei der  Untergrund orange und die berührten Flächen dunkelbraun  wurden.  



  Beispiel 10  (Küpenfarbstoff)  Die Zutaten und physikalischen Bedingungen waren die  gleichen wie in Beispiel 6, doch wurde statt Brilliant Indigo  4BV der Farbstoff Hydron-Blau verwendet. Die Behandlung  nach der     Wanderung    war die gleiche, wie in Beispiel 6.  



  Ergebnisse: Eine     Wanderung    wurde festgestellt, der  Untergrund wurde purpurn, die berührten Flächen marine  blau.  



  Das Ausmass der erzielbaren     Wanderung    kann verändert  werden, indem man die Temperatur an der Walze variiert.  Durch geeignete Einstellmöglichkeiten oder durch die Anord  nung getrennter Widerstandselemente innerhalb der     Walze     können verschiedene Temperaturen an der Oberfläche der       Walze    und an den Musterflächen erzeugt werden. Die Wir  kung der     Wanderung    zeigt sich     am    deutlichsten auf der Rück  seite des Stoffes. Selbst in den kühleren Bereichen, z.B. bei  einer Oberflächentemperatur von nur 204  C variiert das  visuelle Bild der Vorderseite nur wenig von demjenigen, bei  dem eine Oberflächentemperatur von 316 V angewendet  wird.

   Im allgemeinen scheint es jedoch der Fall zu sein, dass  bei höheren Temperaturen bessere Farbintensitäten erreicht  werden können. Um mehr Farbeneffekte, z.B. mit tempera  turempfindlichen Farben zu erreichen, kann man den Stoff  über eine Reihe von     Walzen    laufen lassen, auf die verschie  dene Muster aufgebracht sind oder die Kontaktstreifen bzw.  Leisten aufweisen, die an anderen Stellen angebracht sind,  als die Streifen oder Leisten einer anderen     Walze,    und welche  eine andere Temperatur     aufweisen.    Eine Anordnung gemäss  dieser Ausführungsform ist in Fig. 3 gezeigt. Das Bandmate  rial 10, das von einer der Rollenkombination 17 (Fig. 1)  ähnliche Spannvorrichtung kommt, wird über eine erste Kom  bination 50 aus Führungswalzen und Musterwalze geführt,    die z.

   B. eine Temperatur von 149  C aufweisen kann. Dann       wird    das Band über eine danach angeordnete Kombination  51 aus     Führungswalzen    und Musterwalze     geführt.    Die       Musterwalze    der Kombination 51     wird    auf eine unterschied  liche Temperatur erhitzt, z. B. auf 204  C und die Muster  walze einer weiteren Kombination 52 aus     Führungswalzen     und     Musterwalze,    über welche die Bahn anschliessend geführt  wird, kann auf eine Temperatur von 260  C erhitzt sein. Jede  der     Musterwalzen    wird mit einer Reinigungsbürste 25 ver  sehen.

   Die allgemeine Anordnung der Kombinationen 50, 51,  52 aus Führungswalzen und Musterwalzen kann der in Fig. 1  gezeigten Anordnung     ähnlich    sein, mit der Ausnahme, dass  eine     Veränderung    der Kontaktfläche nicht nur durch eine  seitliche Bewegung der Führungsrollenunterstützung erreicht  werden kann,     sondern    eine     mittlere        Führungswalze    kann zu  einem Paar     Musterwalzen    gehören und eine Schwenkbewe  gung der diese mittleren     Führungswalzen    unterstützenden  Joche kann vorgesehen sein.  



  Wie schon oben erwähnt, hängt die Dauer der Berüh  rungszeit des Stoffes     mit    der Musterwalze von dem Ausmass  der von der bzw. den erhitzten     Musterwalzen    auf die Ober  fläche des Materials     aufgestrahlten    Hitze, von der Art des  verwendeten Stoffes und der Menge an Feuchtigkeit ab, die  durch Schnell- bzw. Entspannungsverdampfung verdampft  wird und eine besondere Farbintensität durch Wanderung  erzielt. In jedem Fall muss das Gewebe bzw. der Stoff bei  Erreichung des     Trocknungspunktes    sofort von der erhitzten       Oberfläche    entfernt werden, um ein Versengen des Stoffes  oder eine andere nachteilige Auswirkung auf den Stoff zu  verhindern.

   Steigt die     Berührungstemperatur    über etwa  427' C und nähert sich<B>538'</B> C, so wird der Feuchtigkeits  gehalt innerhalb eines Bruchteiles einer Sekunde bis  zum     Trocknungspunkt    verdampft, es zeigt sich kein Ver  sengen bzw. keine Beschädigung der Fasern, wenn der Stoff  die erhitzte Musterwalze unmittelbar nach Erreichung der  100%igen Verdampfung des Feuchtigkeitsgehaltes im Stoff  verlässt. Der verwendete Stoff braucht nicht glatt zu sein;  gerippte Stoffe,     wie    Cordsamt, können gleicherweise gemäss  der vorliegenden Erfindung behandelt werden.

   Bei einer  solchen Behandlung wird man feststellen, dass die     Fortwan-          derung    zu den oberen Abschnitten des Stoffes und nicht  zu den dazwischenliegenden Vertiefungen stattfindet, so dass       z.B.    die Furchen des Cordsamtes den     Hintergrund    bilden,  also die nichtgewanderte Farbe     aufweisen.    Das führt zu einer  besonders hübschen Wirkung.  



  Die am Berührungspunkt der     Musterwalze    mit dem feuch  ten Stoff erzeugte Ausbeute bzw. Farbintensität übertrifft  die durch     Druckmethoden    erreichte Haftintensität. Der  Grund für diese offensichtlich erhöhte Ausbeute bzw. erhöhte  Farbintensität mag in der heftigen Entspannungsverdamp  fung liegen, die an der Berührungsstelle der erhitzten     Walze     mit dem Stoff stattfindet und Wasserdämpfe hoher Tempe  ratur erzeugt, die offensichtlich die Reaktion der in der     Farb-          lösung    enthaltenen Produkte mit dem Stoff verbessern.

   Das       wird    besonders offensichtlich, wenn auf wasserlöslichen Farb  stoffen mit reduzierenden chemischen Substanzen gewonnene  Färbungen auf den Stoffen bei Temperaturen zwischen 204  und 399  C durch Entspannungsverdampfung beeinflusst  werden können. Durch die schnelle Verdampfung an der       Berührungsstelle    werden augenscheinlich die im Körper des  Stoffes bzw. Tuches enthaltenen und bei diesem Punkt des  Verfahrens noch nicht     fixierten    Farbstoffe, Pigmente oder  chemischen Substanzen an die     Oberfläche    bewegt.

   Die An  häufung dieser     Substanzen    in den begrenzten Berührungs  flächen mit der erhitzten     Musterwalze,    gefördert durch die  schnelle Verdampfung der Feuchtigkeit, führt zu     Farbinten-          sitäten    mit sehr hohen Ausbeuten. Eine verschiedenfarbige  gesteuerte Färbung durch     Wanderung    von Farbstoffen und      der chemischen Substanzen kann auch bei Garnen, Kett  fäden, Werg oder anderen nicht verwobenen bzw. nicht ver  arbeiteten Stoffen erreicht werden, die in der gleichen Weise,  wie oben in bezug auf Tuche bzw.

   Stoffe beschrieben wurde,  verarbeitet werden.     Zusätzlich    können gewünschte physika  lische Veränderungen in diesen Stoffen sowie in den Tuchen  dadurch erreicht werden, dass man     wandernde    chemische  Substanzen, Harze und Lösungsmittel verwendet, die keine  färbenden Substanzen enthalten. Man kann z. B. eine Stoff  bahn durch einen Klotztrog führen, der eine schwache  Natronlauge enthält, welche zu schwach ist, um das darauf  folgende Färben zu beeinflussen.

   Bringt man aber eine er  hitzte Matrize in der gleichen Weise auf den Stoff auf, wie  sie oben im Zusammenhang mit mittels Farbstoffen     geklotz-          ten    Tuchen beschrieben wurde, so werden durch die Wande  rung zu den mit der Matrize in Berührung gebrachten Flächen  und folglich durch die Konzentration der Natronlauge     in     diesen Flächen merzerisierende Wirkungen hervorgerufen, die  - wie in der Technik bekannt ist - physikalische Veränderun  gen im Stoff hervorrufen können     (d.h.        Plisse    oder Falten)  oder gegebenenfalls Farbeffekte während des nachfolgenden  Färbens erzeugen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I Apparatur zur Erzeugung von Mustern, insbesondere von Farbmustern, auf Textilmaterialien, gekennzeichnet durch Mittel zum Tränken der Textilmaterialien mit einer flüssigen, Wanderungseigenschaften aufweisenden Substanz, eine heizbare, das gewünschte Muster aufweisende Matrize und Transportmittel, um die Textilmaterialien über die und in Berührung mit der Matrize zu führen und dadurch eine Wanderung der Substanz zur Oberfläche der Textilmateri alien in den erwähnten Mustern zu erreichen. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Apparatur gemäss Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass eine Regelvorrichtung angebracht ist, um den Flüssigkeitsgehalt der Textilmaterialien vor Weitertransport der Textilmaterialien über die Matrize zu regeln. 2. Apparatur gemäss Patentanspruch zur Erzeugung eines Musters auf gewebten Textilmaterialien, gekennzeichnet durch eine Musterwalze als Matrize und Führungsrollen der Textihnaterialien um die Musterwalze. 3.
    Apparatur gemäss Unteranspruch 2, dadurch gekenn zeichnet, dass die Stellung der Achsen der Führungsrollen relativ zur Stellung der Achse der Musterwalze einstellbar ist, um das Ausmass an Umfangsberührung der Materialien mit der Musterwalze zu steuern.
CH508668A 1967-02-07 1968-02-01 Apparatur zur Erzeugung von Mustern auf Textilmaterialien CH521800A (de)

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US61452067A 1967-02-07 1967-02-07
CH154168A CH548234A (de) 1967-02-07 1968-02-01

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH521800A true CH521800A (de) 1972-04-30

Family

ID=25687946

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH508668A CH521800A (de) 1967-02-07 1968-02-01 Apparatur zur Erzeugung von Mustern auf Textilmaterialien

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH521800A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2365079A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum impraegnieren oder beschichten von textilmaterialien
DE1810083A1 (de) Verfahren zum Faerben,Bedrucken und Verzieren von Gegenstaenden durch UEbertragung
DE1619120C3 (de) Verfahren zur Erzeugung eines latenten Musters auf Polyamidmaterial
DE2321592C3 (de) Verfahren und Vorrichtung zum mustergemäßen Färben und zur relief- und/oder flächenbildenden Musterung eines Polstoffes
DE1460466C3 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Farben von Textilgut
DE2450445A1 (de) Verfahren zum entwaessern von saugfaehigen textilen und nicht-textilen materialien
DE2037255A1 (de) Verfahren zur Fixierung von Färb stoffen auf textlien Flachengebilden und Folien
DE2402328C3 (de) Verfahren zum kontinuierlichen Färben einer ganz oder zum überwiegenden Teil aus synthetischen Fasern bestehenden Textilbahn
DE1988211U (de) Vorrichtung zur erzeugung von mustern, plastischen effekten oder dessins auf stoffen.
DE1965103A1 (de) Verfahren und Apparat zur Erzielung von zwei verschiedenen Farbeffekten auf den beiden Seiten eines Gewebes
CH521800A (de) Apparatur zur Erzeugung von Mustern auf Textilmaterialien
DE2658863C2 (de) Verfahren zum kontinuierlichen Färben von bahnförmigen Textilmaterialien
DE2011465A1 (de) Verfahren zum insbesondere ganzflächigen Färben von textlien Bahnen, Florgeweben und Florteppichen, in durch unterschiedliche Farbtönung und/oder Farben sich ergebender Musterung
DE1760630A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum kontinuierlichen Behandeln von dicken,voluminoesen Textilien
AT522744B1 (de) Verfahren zum Bedrucken wenigstens eines textilen Substrats
DE1610951C3 (de) Verfahren zum Fixieren von Farbstoffen
DE2001507C3 (de) Verfahren zum Färben von Textilgut
DE2503369C2 (de) Verfahren zur erzeugung modischer effekte auf cellulosefasergeweben
DE1460331A1 (de) Verfahren zum Faerben von Textilien
DE1710509B2 (de) Vorrichtung zum behandeln von textilgut
DE2036122A1 (en) Lithographic process
DE3423154A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum kontinuierlichen auswaschen von bahnfoermigem textilgut
DE1710509C3 (de) Vorrichtung zum Behandeln von Textilgut
DE1635103A1 (de) Vorrichtung zum kontinuierlichen Behandeln von dicken,voluminoesen Textilien
DE1635334C3 (de) Vorrichtung zum Warmebehandeln eines bahnförmigen, ebenen Textilgutes

Legal Events

Date Code Title Description
PL Patent ceased