Werkzeugmaschine
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Werkzeugmaschine mit einem eine Werkzeugspindel aufweisenden Spindelkopf, der längs mindestens einer Bewegungsbahn bewegbar ist, und mit einem mittels eines Antriebes bewegbaren Werkzeugmagazin, in welchem eine Anzahl verschiedener Werkzeuge herausnehmbar gespeichert sind.
Es ist bekannt geworden, an Loch- oder Magnetbandgesteuerten Werkzeugmaschinen, welche verschiedene Bearbeitungszyklen mit jeweils einem verschiedenen Werkzeug je Zyklus durchführen, ein Werkzeugmagazin vorzusehen, um die verschiedenen, für die verschiedenen Bearbeitungszyklen benötigten Werkzeuge zu speichern, sowie auch einen Werkzeugwechsler, um vorbestimmte Werkzeuge dem Magazin zu entnehmen und diese während den Bearbeitungspausen gegen das vorhergehende Werkzeug in der Maschinenspindel auszuwechseln.
Einigen bekannten Maschinen dieser Art liegt der Gedanke zugrunde, das Werkzeugmagazin an der Rückseite der Maschine anzuordnen und einen Werkzeugwechsler vorzusehen, der die Werkzeuge von der Rückseite der Maschine zu der Spindel an der Vorderseite der Maschine transportiert, doch ist der Werkzeugwechsler bei diesen bekannten Maschinen ein technisch aufwendiger Mechanismus, der als zweistufiger Wechsler anzusehen ist, wobei die erste Stufe das gewünschte Werkzeug dem Magazin entnimmt und der zweiten Stufe übergibt, welche dann das Werkzeug zur Spindel transportiert und in dieser festspannt. Bei einer andern bekannten Maschine besteht der Werkzeugwechsler aus zwei Teilen, von denen jeder unabhängig vom andern bewegbar ist, und das Werkzeugmagazin ist an dem vertikal verschiebbaren Spindelkopf montiert.
Bei der ersten der erwähnten bekannten Maschinen ist das Werkzeugmagazin an einer Säule montiert, die zugleich der Führung des vertikal hin und her bewegbaren Spindelkopfes dient.
Die vorliegende Erfindung soll eine Befestigung des Werkzeugmagazins an dem Spindelkopf vermeiden. Dadurch soll das Gewicht des Werkzeugmagazins und der Wechseleinrichtung vom Spindelkopf der Maschine ferngehalten werden, was einerseits eine bessere Positionierung des Spindelkopfes und anderseits die Verwendung von sehr schweren Werkzeugen erlaubt, falls dies erwünscht oder notwendig ist.
Dementsprechend ist die vorgeschlagene Werkzeugmaschine erfindungsgemäss dadurch gekennzeichnet, dass dem Antrieb des Werkzeugmagazins eine Steuervorrichtung zugeordnet ist, um das Werkzeugmagazin längs der Bewegungsbahn des Spindelkopfes von einer Werkzeugwählstellung aus um ein in Abhängigkeit von der Lage des Spindelkopfes veränderliches Mass zu bewegen, um ein vorgewähltes Werkzeug in eine Wechsellage in bezug auf den Spindelkopf zu bringen, wobei eine Austauschvorrichtung vorgesehen ist, um das vorgewählte Werkzeug dem Werkzeugmagazin zu entnehmen und gegen das vorhergehend im Spindelkopf benützte Werkzeug auszutauschen.
Dabei kann die Austauschvorrichtung sowohl verschiebbar als auch verdrehbar am Spindelkopf der Maschine montiert sein und ein Paar Werkzeughalter aufweisen, die sich gemeinsam auf die Hinterseite der Maschine hin bewegen, um durch einen der Werkzeughalter ein vorgewähltes Werkzeug aufzunehmen, um sich anschliessend nach der Vorderseite der Maschine zu bewegen, wo der andere, noch leere Werkzeughalter das noch in der Spindel vorhandene Werkzeug aufnimmt und der mit dem vorgewählten Werkzeug versehene Werkzeughalter dasselbe in die Spindel einsetzt. Bei dieser Operation ist vorteilhaft eine vorbestimmte Position für den Werkzeugwechsel vorgesehen, in der sich das vorbestimmte Werkzeug in der geeigneten Bezugslage zu der Spindel befindet.
Während bei einer der vorbekannten Maschinen das Werkzeug stets in eine feste Position gebracht wird und der Spindelkopf sich dann auch in diese Position für den Werkzeugwechsel begeben muss, wird bei der vorliegend beschriebenen Maschine das vorgewählte Werkzeug mit Vorteil gerade in jene Lage gebracht, in der der Spindelkopf seine Bewegung am Ende eines Bearbeitungszyklus beendet hat.
Um dies zu verwirklichen, besitzt das Werkzeugmagazin vorteilhaft die Form einer Kette, die ein vertikales Trum aufweist, das längs der Säule verläuft, an der der Spindelkopf verschiebbar ist, so dass, nachdem ein Werkzeug an einer bestimmten Lage längs der vertikalen Ausdehnung der Säule ausgewählt worden ist, ein Mechanismus derart betätigt wird, dass wenn die Programmsteuerung der Werkzeugmaschine einen Werkzeugwechsel befiehlt, die Kette das vorgewählte Werkzeug auf jene Höhe bringt, auf der sich der Spindelkopf befindet, und an dieser Stelle wird der Mechanismus die Kette zum Stillstand bringen.
Die nachstehend beispielsweise beschriebene Maschine besitzt somit einen von der schweren Last des Werkzeugmagazins befreiten Spindelkopf und bietet dennoch einen einfachen sowie einheitlich sich bewegenden Werkzeugwechsler, um die Werkzeuge zwischen dem Magazin und der Spindel auszutauschen, wobei zugleich die Notwendigkeit vermieden ist, dass der Spindelkopf stets in eine bestimmte Lage gebracht werden muss, um den Werkzeugwechsel vorzunehmen.
Weitere Vorteile des Erfindungsgegenstandes sind aus der folgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispieles anhand der Zeichnung ersichtlich. Es zeigt:
Fig. 1 eine Seitenansicht von rechts einer Werkzeugmaschine mit einem vertikalen Spindelkopfbett, in seiner Bezugslage zum Werkzeugmagazin, zum Maschinentisch und zum Steuerpult,
Fig. 2 eine Ansicht von hinten der Maschine der Fig. 1, aus der das kettenartige Werkzeugmagazin ersichtlich ist, das an der Rückseite des Spindelkopfbettes montiert ist,
Fig. 3 eine Teilansicht des Werkzeugmagazins, aus der dessen Bezugslage zum Werkzeugwechsler und zu den Auswahlstellen ersichtlich sind, sowie auch Einzelheiten des Mechanismus, der die Kette beim Erreichen der für den Wechsel bestimmten Position durch ein Werkzeug die Kette zum Stillstand bringt,
Fig. 4 eine seitliche Teilansicht des Werkzeugwechselmechanismus der Fig. 3,
Fig.
5 eine Teilansicht in vergrössertem Massstab, aus der
Einzelheiten der Stössel ersichtlich sind,
Fig. 6 einen horizontalen Schnitt durch das Getriebegehäuse des Werkzeugwechslers, aus dem die verschiedenen Zahnräder und Kupplungen ersichtlich sind, die die verschiedenen Bewegungen des Mechanismus bewirken,
Fig. 7 einen Schnitt längs der Linie 7-7 der Fig. 6,
Fig. 8 einen Vertikalschnitt durch die rohrförmige Stützwelle längs der Linie 8-8 der Fig. 6, aus dem die Lage der verschiedenen Grenzschalter für die Steuerung der Drehbewegung des Werkzeugwechslerarmes ersichtlich ist,
Fig.
9 eine vergrösserte Seitenansicht der Lagerstützen der rohrförmigen Stützwellen, aus der die Lage der drei Grenzschalter hervorgeht, die die drei Grundstellungen der Stützwelle bestimmen, und die
Fig. 10-10R schematische Ansichten der verschiedenen Stellungen des Werkzeugwechslers und des Getriebegehäuses während eines Werkzeugwechsels.
Wie aus Fig. 1 ersichtlich, besitzt die Maschine einen vorwärts und rückwärts auf einem Sockel 2 verschiebbar gelagerten Tisch 1, welcher Sockel 2 sich gegenüber einem Sockel 3 befindet, auf welchem ein Wagen 4 horizontal nach der Seite hin verschiebbar gelagert ist. Oberhalb des Wagens 4 ist eine Tragsäule 5 angeordnet, längs welcher ein Spindelkopf 6 vertikal durch Führungsbahnen 7 geführt, verschiebbar ist.
In einer die Tragsäule 5 abdeckenden Haube 9 ist ein Motor 8 montiert, welcher eine vertikale Gewindespindel 10 zur Bewegung des Spindelkopfes 6 längs den Führungsbahnen 7 antreibt. Das Werkzeugmagazin 11 ist an der Rückseite der Tragsäule 5 befestigt, und dient dazu, vorgewählte Werkzeuge einem Werkzeugwechsler 12 zuzuführen, der seinerseits das vorgewählte Werkzeug gegen das im Spindelkopf 6 eingespannte Werkzeug 13 auszutauschen imstande ist. Am Spindelkopf 6 ist für die Bedienungsperson eine Plattform P vorgesehen, zu welcher eine vertikale Leiter L führt. Zur Bewegung des Wagens 4 und des Tisches 1 sind herkömmliche Mechanismen vorgesehen, ebenso zur Steuerung der gesamten Maschine mittels eines Lochstreifens. Dargestellt ist ein Bedienungspult 14, in welchem ein Lochstreifen 15 mittels eines Streifenlesers 21 abgetastet wird.
Dieser Lochstreifen steuert nicht nur die verschiedenen Bewegungen der verschiedenen Bestandteile der Werkzeugmaschine nach Massgabe der verschiedenen Bearbeitungsoperationen, sondern auch die Auswahl der Werkzeuge für die jeweils nachfolgenden Bearbeitungsoperationen und den Austausch der Werkzeuge.
In Fig. 2 ist der rechteckige Umriss der Gliederkette zu erkennen, welche das umlaufende Werkzeugmagazin bildet, ferner die Stelle, wo ein Werkzeug gewählt wird und eine mögliche Stelle für den Austausch eines Werkzeuges. Die Werkzeuge sind einzeln markiert, etwa so wie in der USA Reissue-Reissue Patentschrift Nr. 25 737 beschrieben. In einem Gehäuse 17 ist ein Motor 18 zum Antrieb eines Riemens 19 und eines Kettenrades 20 vorgesehen, das seinerseits die vom umlaufenden Magazin mitgeführten Werkzeuge an einem Lesekopf 16 vorbeiführt. Sobald das nächste erwünschte Werkzeug im umlaufenden Magazin 11 durch den Lesekopf 16 identifiziert wurde, hält das Magazin an.
Der Auswahlvorgang geht während einer Bearbeitungsoperation der Maschine vor sich und erfolgt dadurch, dass der Lochstreifen die Kenn-Nummer des gewünschten Werkzeuges einem elektrischen Steuerkreis eingibt und sobald die Kenn Nummer eines Werkzeuges im Magazin 11, die vom Lesekopf 16 gelesen wird, mit der dem elektrischen Steuerkreis eingegebenen Kenn-Nummer übereinstimmt, wird der Betrieb des Motors 18 unterbunden, worauf das umlaufende Magazin 11 anhält.
Der Werkzeugwechsler 12 ist zu gemeinsamer Bewegung mit dem Spindelkopf 6 auf diesem montiert. Am Ende einer bestimmten Bearbeitungsoperation wird sich somit der Spindelkopf 6 in einer Vertikallage befinden, die durch die zuletzt programmierte Arbeitsstellung bestimmt ist. Dementsprechend befindet sich der Werkzeugwechsler 12 bei jedem Werkzeugwechsel in einem unterschiedlichen Abstand von der mit TSP 25 bezeichneten Stelle, an der das nächstfolgende Werkzeug ausgewählt wurde. Damit ergibt sich die Notwendigkeit, das umlaufende Magazin weiterzubewegen, um den Werkzeugsockel, in welchem das vorgewählte Werkzeug aufbewahrt ist, in eine mit einem Pfeil TCP in Fig. 3 gezeigte Austauschstellung zu bringen, die unmittelbar gegenüber dem Wechslerarm 24 ist, wie Fig. 3 erkennen lässt.
Um diese Bewegung des umlaufenden Magazins nach Abschluss der vorangehenden Bearbeitungsoperation durchzuführen, gibt der Lochstreifen 15 ein Signal zu dem Zwecke ab, dass der Motor 18 das gewünschte Werkzeug von der Auswahlstelle TSP 25 zu der jeweiligen Austauschstellung TCP bringt. Ist das gewünschte Werkzeug einmal in dieser Austauschstellung angelangt, wird der Betrieb des Motors 18 abermals unterbunden und dadurch das gewünschte bzw. vorgewählte Werkzeug gerade an jener TCP-Stelle positioniert, wo es durch den Wechslerarm ergreifbar ist.
Wie aus den Fig. 2 und 3 hervorgeht, bildet der Wechlerarm 24 eine drehfeste Einheit mit dem vorstehenden Ende einer rohrförmigen Schwenkwelle 28 und ist beiderends mit Greifinäulern 26 und 27 versehen. Die Schwenkwelle 28 (Fig. 1 und 7) ist ihrerseits in geeigneten Lagern schwenkbar in einem Gehäuse 30 und in einer Stütze 29 gelagert, welche beide auf einem Schlitten 70 montiert sind, der seinerseits auf der Oberseite des Spindelkopfes 6 verschiebbar gelagert ist. Wie nachstehend noch eingehender beschrieben sein wird, schwenkt der Wechslerarm 24, in der Darstellung der Fig. 3, im Uhrzeigersinn, um die Fassung 27 mit dem gewählten Werkzeug 32 in dem Magazinsockel zu erfassen, wonach die Schwenkwelle 28 sich in die Vertikallage verdreht.
Danach verschiebt sich das Getriebegehäuse 30 in der Darstellung der Fig. 1 nach links in eine vordere Stellung bei der Spindel, worauf die Schwenkwelle 28 nach unten schwenkt und der Wechslerarm 24 sich in der Darstellung der Fig. 1 von links gesehen, im Gegenuhrzeigersinn verdreht, um mit seinem leeren Greifmaul das Werkzeug 13 in der Spindel zu fassen. Dann wird der Spannmechanismus (nicht dargestellt) der Spindel zur Freigabe des Werkzeuges 13 auf herkömmliche Weise betätigt, damit das zuvor benützte Werkzeug von der Spindel entfernt werden kann. Daraufhin wird der Werkzeugwechsler 12 in dem Sinne betätigt, dass das Werkzeug von der Spindel entfernt wird und verdreht sich danach so, dass die Werkzeuge ihre Stellung derart austauschen, dass das gewählte Werkzeug nach der Spindel ausgerichtet ist.
Danach wird der Werkzeugwechsler 12 in dem Sinne betätigt, dass das gewählte Werkzeug in die Spindel eingesetzt wird und sich der Arm 24 vom Werkzeug löst. Anschliessend verschiebt sich das Gehäuse 30 wieder in die andere beim Magazin liegende Stellung auf der Hinterseite der Tragsäule 5, um das zuvor benützte Werkzeug wieder dem Magazin 11 zuzuführen.
Da das kettenförmige Magazin 11 eine grosse Anzahl Werkzeuge zu halten vermag, unter denen auch schwere Werkzeuge sein können und da der Spindelkopf als solcher bereits eine massive Konstruktion ist, sind Spindelkopf und Magazin separat abgestützt und es ist eine Wechsleranordnung vorgesehen, bei der das nächstfolgende durch die Spindel im Spindelkopf zu benützende Werkzeug bereits vor dem Ende der Bearbeitungsoperation des vorangehenden Werkzeuges vorgewählt wird. Das heisst, dass die Werkzeugvorwahl während der Bearbeitungsoperation erfolgt.
Wenn dann der Werkzeugwechsel zu erfolgen hat, wird jedoch das Werkzeugmagazin so in Umlauf gebracht, dass das vorgewählte Werkzeug in eine an den Wechslerarm 24 angrenzende Werkzeug-Austauschstellung TCP oberhalb des Spindelkopfes 6 gebracht wird, wo auch immer dieser nach der vorangehenden Bearbeitungsoperation gemäss der programmierten Bearbeitungsfolge zum Stillstand gekommen ist, anstatt dass der Spindelkopf 6 in einer Vertikalebene in eine Austauschstellung verschoben wird.
Wie am besten aus Fig. 4 hervorgeht, ist das Werkzeugmagazin aus einer Mehrzahl von Gliedern 31 aufgebaut, von denen jedes eine vordere Lasche 31B und eine hintere Lasche 31B aufweist, die gelenkig miteinander und in einem Abstand voneinander mittels einer rohrförmigen Gelenkrolle 31C verbunden sind. Jede der Gelenkrollen 31C dient ebenfalls als Sockel für die Werkzeuge, die zur Vorwahl und zur Benützung in der Spindel bereitgehalten werden. Das kettenförmige Magazin ist über Kettenräder 20, 20A, 20B und 20C geführt, die drehbar an der Rückseite der Tragsäule 5 der Werkzeugmaschine gelagert sind. Wie bereits erwähnt, ist das Kettenrad 20 über den Riemen 19 vom Motor 18 angetrieben. Im kettenförmigen Magazin 11 sind eine Vielzahl verschiedener Werkzeuge untergebracht, die allgemein mit der Bezugsziffer 32 bezeichnet sind.
Die im Magazin 11 befindlichen Werkzeuge werden am Lesekopf 16 vorbeibewegt, welcher eine Anzahl Tastfinger 40 aufweist, die die Markierung an den Werkzeugen abtasten und den Lesekopf 16 veranlassen, kodierte Signale an die elektrische Steuerschaltung abzugeben, z.B. an eine Koinzidenzschaltung wie sie im Brainard Reissue-Reissue Patent 25 737 beschrieben ist. Wenn Koinzidenz zwischen dem vom Lochstreifen ausgehenden Signal und dem vom Werkzeug abgelesenen kodierten Signal auftritt, dann hält der Motor 18 und mit ihm die Kette an. Es ist jedoch möglich, dass wegen der Massenträgheit das vorgewählte Werkzeug etwas über den Lesekopf hinausfährt.
Für den Fall des Überfahrens ist jedem Werkzeug in der Kette eine Grenzschalternocke 42 zugeordnet, also auch dem vorgewählten Werkzeug, und diese Nocke betätigt einen Grenzschalter 43, der den Motor 18 im umgekehrten Drehsinn ein schaltet, bis die Nocke 42 einen weiteren Grenzschalter 44 betätigt, der dann den Motor 18 ausschaltet,und zwarin einer Lage, in der das vorgewählte Werkzeug in der richtigen Bezugslage in bezug auf den Lesekopf ist, d.h. genau in der mit TSP bezeichneten Auswahlstellung, wie in Fig. 3 angegeben.
Der Grenzschalter 44, wenn betätigt, schaltet auch einen Elektromagneten 45 ein, der seinen Tauchanker 46 nach aussen stösst, der seinerseits einen in der Kette untergebrachten Finger 47 mit seinem vorderen Ende aus der Kette herausstösst. Wenn der Finger 47 in der Darstellung der Fig. 3 nach links hinausgestossen ist, betätigt ein am anderen Ende des Tauchankers 46 befestigter Bund 48 einen weiteren Grenzschalter 49. Dieser Grenzschalter 49 schaltet den Elektromagneten 45 aus, worauf der Tauchanker durch Federkraft zurückspringt, während aber der Finger 47 in seiner vorgeschobenen Lage bleibt, wie in Fig. 3 dargestellt. Ist einmal der Tauchanker 46 in die Ausgangslage zurückgekehrt, gibt der Bund 48 den Grenzschalter 49 frei und betätigt den Grenzschalter 51, der ein Signal an die Steuerschaltung abgibt, das in Ordnung bedeutet und später verwendet wird.
Jeder Werkzeugplatz in der Kette besitzt seinen zugeordneten Finger 47, dessen Bezugslage in bezug auf die Achse des Sockels, dem er zugeordnet ist, stets dieselbe ist. In Fig. 5 sind Einzelheiten eines der Finger 47 dargestellt. Daraus geht hervor, dass der Finger 47 verschiebbar in einer Bohrung 52 in einem der Kettenglieder gelagert ist und durch einen Federkugelmechanismus 53 in einer von zwei Stellungen gehalten ist, wobei der Mechanismus in die eine oder andere von zwei Ringnuten 54 oder 56 am Finger 47 eingreift.
Sobald die Bearbeitungsoperation mit einem der Werkzeuge beendet ist, hält der Spindelkopf in der zuletzt innegehabten Vertikalposition an, die vom Lochstreifen aus bestimmt ist, und der Lochstreifen verlangt danach einen Werkzeugwechsel, indem der Motor 18 eingeschaltet wird, um das Werkzeug 33 (Fig. 3) von der Auswahlstellung TSP aus vertikal zu dem Spindelkopf hin zu bewegen. Diese Bewegung wird fortgesetzt, bis der abstehende Finger 47 die Rolle 64 am Betätigungshebel eines Schaltmechanismus 65 am Spindelkopf betätigt, um den Motor 18 abzuschalten und damit das vorgewählte Werkzeug in die Austauschstellung TCP zu bringen, wo es vom Wechslerarm 24 ergriffen werden wird. Die Austauschstellung TCP befindet sind, wie bereits erwähnt, in irgend einer Vertikallage, nämlich in jener, in der der Spindelkopf die vorangegangene Bearbeitungsoperation beendet hat.
Während daher der Motor 18 läuft, um die Kette in ihrer Bewegungsbahn mit dem vorgewählten Werkzeug 32, z.B.
dem Fingerfräser 33 (Fig. 3) von der Auswahlstellung TSP in die Austauschstellung TCP zu bringen, kommt die Nocke 42 ausser Eingriff mit dem Betätigungshebel des Grenzschalters 44 und wird im Vorbeigehen den Grenzschalter 43 betätigen.
In diesem Zeitpunkt haben die Grenzschalter 43 und 44 keinen Einfluss auf die Steuerschaltung als solche. Die Kette bewegt sich daher weiter, bis der vorgeschobene Finger 47 den auf dem Spindelkopf angebrachten Schalter 65 betätigt, wenn der Finger 47 in die Lage herausgeschoben wird, in der der Schaltmechanismus 65 betätigt wird, wird er diesen betätigen, wobei in diesem Moment das vorgewählte Werkzeug 32, d.h.
der Fingerfräser 33 in der Austauschstellung TCP gegenüber dem Wechslerarm 24 sein wird. Wie aus Fig. 3 hervorgeht, ist der Abstand zwischen der Mitte des Schaltmechanismus 65 und der Schwenkachse, um welche der Wechslerarm 24 dreht, gleich dem Abstand zwischen der Achse des Fingers 47 und der Achse des in bezug auf den den Schaltmechanismus 65 betätigenden Finger 47 zweitnächsten Magazinplatzes. Das heisst mit andern Worten, dass der Abstand zwischen der durch die Schwenkachse des Wechslerarmes 24 führenden Horizontalen und durch die Mittelachse des Schaltmechanismus 65 führenden Horizontalen - welcher Abstand in Fig. 3 mit Y bezeichnet ist - gleich dem Abstand Y' zwischen einer durch die Mitte des Lesekopfes 16 und durch die Mitte des Werkzeuges 32 geführten Horizontalen und einer durch die Achse des zugeordneten Betätigungsfingers 47 geführten Horizontalen ist.
Sobald das kettenförmige Magazin sich um eine genügende Strecke nach oben verschoben hat, so dass das gewählte Werkzeug 32 mit dem Fingerfräser 33, der für die nächste Bearbeitungsoperation vorgewählt wurde, sich gegenüber dem Wechslerarm 24 befindet, befindet sich der herausgeschobene Finger 47 gerade in der Lage, um den Schaltmechanismus zu betätigen, wodurch der Motor 18 ausgeschaltet und damit die Kettenbewegung gestoppt wird, während sich das vorgewählte Werkzeug in der. Austauschstellung TCP befindet. In diesem Zeitpunkt liefert der Lochstreifen ein Signal zum Zwecke, den Wechslermechanismus 12 in Gang zu setzen, um das vorgewählte Werkzeug 32 von dem Magazinplatz in der Kette zu entfernen und dieses gegen das vorgängig in der Spindel benützte Werkzeug 13 auszutauschen.
Nach der Durchführung der Austauschoperation und nachdem die Maschine mit der neuen Bearbeitungsoperation begonnen hat, wird der Lochstreifen einen neuen Werkzeugwahlzyklus abrufen und damit das kettenförmige Magazin wieder in Bewegung setzen. In diesem Zeitpunkt ist der Finger 47 immer noch vorgeschoben. Bei der Aufwärtsbewegung trifft jedoch der vorgeschobene Finger 47 auf eine Nocke 69 und wird durch diese wieder in seine Ausgangslage zurückgeschoben. Während dieser, der Werkzeugbestimmung und -auswahl dienenden Bewegung, haben die Grenzschalter 43 und 44 auf die Steuerschaltung, da sie in diesem Zeitpunkt von der Schaltung abgetrennt sind, keinen Einfluss.
Im Gehäuse 30, das verschiebbar auf der Oberseite des Spindelkopfes 6 gelagert ist, ist ein Getriebemechanismus untergebracht, der die Schwenkwelle 28 und den Wechslerarm 24 bewegt. Wie bereits erwähnt, ist das Gehäuse 30 verschiebbar auf einer Gleitbahn 71 auf der Oberseite des Spindelkopfes gelagert, wie in Fig. 6 und 7 dargestellt, welche Verschiebbarkeit dazu dient, den Wechslerarm aus einer Lage auf der Rückseite in der Nähe des Magazins 11 (vgl. Fig. 1) in eine Lage an der Vorderseite zu bringen (Fig. 6), wo der Werkzeugaustausch erfolgt, und wo es sich in der Nähe der Spindel befindet. Um die für diese Verschiebung erforderliche Leistung aufzubringen, ist ein Motor 80 auf der Oberseite des Getriebegehäuses 30 montiert, der seine Leistung einem mit einem Kegelrad 82 kämmenden Kegelrad 81 abgibt. Von hier gelangt die Leistung über ein weiteres Getriebe an ein Kupplungszahnrad 83.
Bei eingerückter Kupplung 85 ist das Kupplungszahnrad 83 an den antreibenden Teil der Kupplung 85 angekoppelt, der seinerseits eine Welle 84 mit einem Ritzel 8.6 treibt, welcher mit einer Zahnstange 87 kämmt. Damit wird sich das Getriebegehäuse 30 in Abhängigkeit der Drehrichtung des Motors 80, und mit dem Gehäuse 30 auch der Wechslermechanismus 12 in der einen oder andern Richtung über die Gleitbahn 71 bewegen und damit den Wechslerarm 24 verschieben.
Wie bereits erwähnt, ist die rohrförmige Schwenkwelle 28 mit dem Wechslerarm 24 in eine nach hinten weisende Richtung zu verschwenken, wenn das Gehäuse 30 in einer Lage an der Rückseite ist (Fig. 1), in eine lotrechte Richtung, wenn das Gehäuse von der Lage an der Rückseite in die Lage an der Vorderseite verschoben wird und schliesslich in eine horizontal nach vorne weisende Richtung, um den Wechslerarm 24 für den Werkzeugaustausch in die Nähe der Spindel zu bringen. Zu diesem Zweck sind am inneren Ende der Schwenkwelle 28 zwei seitlich abstehende Ausleger 88 und 89 vorgesehen. Am Ausleger 88 ist eine runde Lagerschale 91 befestigt, in der ein Lager 92 vorhanden ist, das seinerseits auf einer horizontalen Stummelwelle 93 abgestützt ist, die im Ständer 29 abgestützt ist. Der andere Ausleger besitzt eine drehfest an diesem befestigte Lagerschale 94.
In dieser Lagerschale 94 ist ein Paar Kugellager 96 angeordnet, in welchen eine Hülse 97 drehbar gelagert ist. In der Hülse 97 sind zwei Weitere Lager 98, 99 untergebracht, in welchen eine Antriebswelle 101 gelagert ist. Um die Schwenkbewegung der Schwenkwelle 28 auszuführen, d.h. um den Wechslerarm 24 entweder nach vorne oder nach hinten zu richten, wird vom Motor 80 Leistung über die Kegelräder 81 und 82 abgenommen. Vom Kegelrad 82 aus wird die Leistung über ein geeignetes Getriebe an das Kupplungszahnrad 102 eines Kupplungsmechanismus 105 abgegeben. Bei eingerückter.
Kupplung 105 ist das Kupplungszahnrad 102 an die Kupplungswelle 106 angekoppelt, auf welcher ein Zahnrad 107 aufgekeilt ist. Von dem Zahnrad 107 wird die Leistung an ein Zahnrad 108 übertragen, das an dem inneren Ende der Lagerschale 94 ausgebildet ist. Da aber die Lagerschale 94 in dem Ausleger 88 befestigt ist, bewirkt ein Antrieb des Zahnrades 108 eine Schwenkbewegung der Schwenkwelle
28 in der einen oder anderen Richtung je nach der Dreh richtung des Motors 80.
Bei nach hinten verschwenkter Stellung der Schwenk welle 28, muss der Wechslerarm 24 in eine horizontale Lage verdreht werden, damit sein Greifmaul 27 das vorgewählte
Werkzeug 32 an der Werkzeugwechselstelle TCP (Fig. 3) er greifen kann. Wenn sich anderseits das Gehäuse 30 in der vorderen Lage in der Nähe der Spindel befindet und die
Schwenkwelle 28 nach vorne in die Austauschstellung ver schwenkt ist, muss der Wechslerarm 24 von einer Horizontal lage in eine Vertikallage verdreht werden, damit sein anderes leeres Greifermaul 26 das vorangehend in der Spindel einge setzte Werkzeug ergreifen kann. Nachdem dieses Werkzeug von der Spindel entfernt worden ist, muss der Wechslerarm
24 um 1800 verdreht werden, damit das neue, vorgewählte
Werkzeug axial nach der Spindel ausgerichtet wird, um in die
Spindel eingesetzt zu werden.
Zu diesem Zweck ist der
Wechslerarm 24 an einem Ende einer drehbar gelagerten An triebswelle 111 montiert, die sich durch die rohrförmige
Schwenkwelle 28 hindurch erstreckt. Das andere Ende der
Antriebswelle 111 ist mit einem Kegelrad 112 versehen, das mit einem weiteren Kegelrad 113 kämmt, welches auf das
Ende einer Welle 101 aufgekeilt ist. Um den Wechslerarm
24 unabhängig von der Schwenkwelle 28 zu verdrehen, wird
Leistung vom Motor 80 über die Kegelräder 81, 82 und eine geeignete Getriebeübersetzung einem Kupplungszahnrad 114, der Kupplung 115 zugeführt. Bei eingerückter Kupplung 115 ist das Kupplungszahnrad 114 mit dem Zahnrad 116 (Fig. 6) verbunden, das seinerseits ein Zahnrad 117 antreibt, welches auf der zuvor erwähnten Antriebswelle 111 sitzt.
Damit be wirkt eine Drehung des Zahnrades 117 eine Drehung des Zahnrades 113 und das Drehmoment wird über das Kegelrad
112 der Antriebswelle 111 übertragen, die seinerseits eine Verdrehung des Wechslerarmes 24 zur Folge hat, deren Drehrichtung von der Drehrichtung des Motors 80 abhängt.
Die verschiedenen Winkelstellungen des Wechslerarmes
24 sind durch Grenzschalter 121, 122, 123 und 124 bestimmt, die in den Fig. 6 und 8 dargestellt sind. Wie in Fig. 6 darge stellt, sind diese Grenzschalter in einer erweiterten Endpartie
126 der Schwenkwelle 28 untergebracht, wobei die Grenz schalter 122 und 123 einander diametral gegenüberliegen, d.h. um 1800 versetzt sind und mittels einer Kerbe 127 be tätigt sind, welche am Umfang einer drehfest mit der An triebswelle 111 verbundenen Kurvenscheibe ausgebildet ist.
Die Grenzschalter 121 und 124 sind ebenfalls in der erwei terten Endpartie 126 der Schwenkwelle 28 untergebracht und sind um 900 in bezug auf die Grenzschalter 122 und
123 versetzt, weshalb sie in Fig. 6 nicht sichtbar sind, dafür aber in Fig. 8. Diese Grenzschalter 121 und 124 sind durch eine Kerbe 129 betätigbar, die auf einer Kurvenscheibe 131 ausgebildet ist, die ebenfalls drehfest auf der Antriebswelle 111 sitzt.
Die Schwenkwelle 28 hat drei Grundstellungen, d.h.
entweder ist sie in einer waagrechten Stellung und erstreckt sich nach hinten, um den Wechslerarm 24 dem kettenförmigen Magazin darzubieten, oder sie ist in einer lotrechten Stellung, in welcher sie vom Getriebegehäuse 30 längs den Gleitbahnen 71 verschoben wird oder sie ist schliesslich in einer sich nach vorne erstreckenden waagrechten Stellung, in welcher der Wechslerarm 24 der Spindel dargeboten wird. Diese drei Stellungen sind durch die drei Grenzschalter 136,137 und 138 erfasst, die in den Fig. 6, 7 und 9 dargestellt sind.
Sobald der Wechslerarm die nach vorne gerichtete Stellung einnimmt, wie in Fig. 6 dargestellt, wird der Grenzschalter 138 durch eine Kerbe 139 betätigt, die am Umfang einer Steuerscheibe 139 ausgebildet ist, welche ihrerseits um die im Ausleger 88 der Schwenkwelle 28 angeordnete Lagerschale 91 herum montiert ist, und sich damit mit der Schwenkwelle 28 verdreht. Wenn dagegen die Schwenkwelle die lotrechte Stellung einnimmt, betätigt die Kerbe 139 den Grenzschalter 137. Schliesslich wenn die Schwenkwelle die waagrechte, nach hinten gerichtete Stellung einnimmt, betätigt die Kerbe 139 den Grenzschalter 136.
Wie bereits erwähnt, besitzt das Getriebegehäuse 30 seinerseits zwei Grundstellungen: eine vordere oder spindelnahe Stellung, in der der Wechslerarm 24 in der Nähe der Spindel ist und eine hintere oder magazin-nahe, in welcher der Wechslerarm 24 in der Nähe des Werkzeugmagazins 11 ist. Die vordere Endlage des Getriebegehäuses 30 ist durch die Betätigung eines Grenzschalters 146 am Spindelkopf (Fig.
10F) angezeigt, in welche Endlage der Wechslerarm 24 beim Rückzug des Werkzeuges aus der Spindel gebracht wird, um nachher um 1800 verdreht zu werden damit das vorgewählte Werkzeug in Fluchtung mit der Spindel für das nachträgliche Einsetzen kommt. Das Getriebegehäuse 30 hat ferner eine vordere Zwischenlage, die durch Betätigung eines Grenzschalters 147 (Fig. 10H) angezeigt ist, in welcher der Arm 24 das vorgewählte Werkzeug in die Spindel einsetzt. Auf ähnliche Weise ist die hintere Grundstellung des Getriebegehäuses 30 aufgeteilt.
Es besitzt eine hintere Endlage, die durch Betätigung eines Grenzschalters 148 (Fig. 10) angezeigt ist, in welche sich der Arm 24 zur Entnahme des vorgewählten Werkzeuges aus dem Magazin bewegt und hernach verdreht wird, um das zuvor benützte und aus der Spindel entfernte Werkzeug in Fluchtung mit dem Magazinsockel des Magazins zu bringen. Ferner besitzt das Getriebegehäuse schliesslich noch eine hintere Zwischenstellung, die durch die Betätigung eines Grenzschalters 149, Fig. 10M angezeigt ist, in welcher Stellung der Arm 24 verdreht wird, um das jeweils vorgewählte Werkzeug zu erfassen, oder in welcher der Arm zuvor das benützte Werkzeug wieder in den entsprechenden Werkzeugsockel im Magazin einsetzt.
Eine Beschreibung des Werkzeugaustauschzyklus folgt nun anhand der Fig. 10 bis und mit 10R, wo die verschiedenen Stellungen des Wechslerarmes 24 und des Getriebegehäuses 30 schematisch dargestellt sind. Bei dieser Beschreibung wird davon ausgegangen, dass sich die verschiedenen Mechanismen in der in Fig. 10 dargestellten Stellung befinden, wo sich das Getriebegehäuse 30 in seiner hintersten Grenzstellung oder -lage befindet, der Wechslerarm 24 gerade betätigt wurde, um ein Werkzeug dem Magazin zu entnehmen und hernach in eine Vertikallage verdreht wurde, in welcher das Greifermaul 26 in seiner obersten Stellung ist, während das das Werkzeug 32 fassende Greifermaul 27 an dem gegenüberliegenden Ende des Armes 24 in seiner untersten Stellung ist.
Unter diesen Umständen befindet sich die in Fig. 8 dargestellte Kurvenscheibe 128 in einer Stellung, in der die Kerbe 127 den Betätigungshebel des Grenzschalters 122 aufnimmt und damit diesen Schalter betätigt. Mit der Schwenkwelle 28 in der nach hinten verschwenkten horizontalen Stellung befindet sich auch die in Fig. 9 dargestellte Kurvenscheibe 141 in einer Stellung, in der die dazugehörige Kerbe 139 den Betätigungshebel des Grenzschalters 136 aufnimmt und damit diesen Grenzschalter betätigt. Unter diesen Bedingungen wird ein Signal vom Lochstreifen her den Kupplungsmechanismus 105 einrücken und den Motor 80 einschalten, was zur Folge hat, dass die Schwenkwelle aus ihrer nach hinten gerichteten Magazin-Stellung (Fig. 10) in eine Vertikallage hochverschwenkt wird, was in Fig. 10A dargestellt ist.
Sobald die Schwenkwelle 28 in ihrer Vertikallage ist, wird der Grenzschalter 137 betätigt, und dieser rückt den Kupplungsmechanismus 105 aus, und trennt damit den Motor 80 von der Schwenkwelle 28. Gleichzeitig wird aber der Kupplungsmechanismus 85 eingerückt, der seinerseits den Motor 80 mit dem Ritzel 86 verbindet und damit die Verschiebung des Getriebegehäuses 30 längs den Gleitbahnen 71 von der hintersten Grenzlage (Fig. 10A) in eine vordere spindelnahe Zwischenstellung (Fig. 10B) einleitet.
Ist diese vordere Zwischenstellung erreicht, wird der Grenzschalter 147 betätigt, der den Kupplungsmechanismus 85 ausrückt und zugleich den Kupplungsmechanismus 115 einrückt, der den Motor 80 mit der Antriebswelle 111 verbindet, die ihrerseits eine Verdrehung des Wechslerarmes 24 von 900 von der in Fig. 10B in die in Fig. 10C dargestellte Lage bewirkt. Diese Verdrehung des Wechslerarmes 24 in die in Fig. 10C dargestellte Lage bewirkt eine Betätigung des Grenzschalters 121 (Fig. 8), der den Kupplungsmechanismus 115 ausrückt, den Kupplungsmechanismus 105 einrückt und den Motor 80 in dem Sinne einschaltet, dass eine Verschwenkung der Schwenkwelle 28 von der in Fig. 10C dargestellten Vertikallage in eine in Fig. 10D dargestellte Horizontallage erfolgt.
Ist diese Horizontallage erreicht, wird der in Fig. 9 dargestellte Grenzschalter 138 betätigt, der den Kupplungsmechanismus 105 ausschaltet. Dieser Schalter 138 rückt ebenfalls den Kupplungsmechanismus 115 ein und veranlasst damit den Motor 80, den Wechslerarm 24 im Uhrzeigersinn (in Fig. 10D links) um 900 zu verdrehen, damit das leere Greifermaul 26 des Wechslerarmes in eine Lage kommt, in der das zuvor benützte Werkzeug 13 in der Spindel ergriffen werden kann.
Nach Beendigung dieser Bewegung wird der in Fig. 8 dargestellte Grenzschalter 122 betätigt, der den Kupplungsmechanismus 115 ausrückt und den Kupplungsmechanismus 85 einrückt, was den Motor 80 wieder mit dem Getriebegehäuse 30 verbindet, um dieses von der vorderen Zwischenstellung, die in Fig. 10E dargestellt ist, in die vorderste Grenzlage, die in Fig. 10F gezeigt ist, zu verschieben. Diese Bewegung von der vorderen Zwischenstellung (Fig. 10E) in die vorderste Grenzlage (Fig. 10F) dient dazu, das zuvor benützte Werkzeug 13 aus der Spindel zu entfernen, was in Fig. 10F dargestellt ist.
Ist das Getriebegehäuse 30 in seiner vordersten Grenzlage, wird der Grenzschalter 146 betätigt, der seinerseits den Kupplungsmechanismus 85 ausrückt und den Kupplungsmechanismus 115 wieder einrückt, was den Motor 80 veranlasst, den Wechslerarm 24 im Uhrzeigersinn (Fig. 10F) um 1800 zu verdrehen. Diese Verdrehung dient dazu, das neue Werkzeug 32, das sich im Greifermaul 27 befindet, axial nach der Achse der Spindel auszurichten oder in Fluchtung zu bringen.
Ist diese Verdrehung beendet, wird der Grenzschalter 123, der in Fig. 8 dargestellt ist, betätigt, der den Kupplungsmechanismus 115 ausrückt und den Kupplungsmechanismus 85 wieder einrückt, was zur Folge hat, dass der Motor 80 das Getriebegehäuse 30 von der in Fig. 10G dargestellten spindelnahen, vordersten Grenzlage nach rechts in die spindelnahe vordere Zwischenstellung der Fig. 10H zurückverschiebt, wodurch das neue Werkzeug 32 in die Spindel eingesetzt wird. Hat das Getriebegehäuse 30 diese vor dere Zwischenlage erreicht, wird der Grenzschalter 147 be tÅatigt und dieser schaltet den Kupplungsmechanismus 85 aus, schaltet den Kupplungsmechanismus 115 wieder ein und bewirkt damit, dass der Motor 80 den Wechslerarm 24 im Gegenuhrzeigersinn von der in Fig. 10H dargestellten Vertikallage in eine in Fig. 10I dargestellte Horizontallage verdreht.
Diese Verdrehung im Gegenuhrzeigersinn dient dazu, das Greifermaul27 von dem neuenWerkzeug32 zu lösen, wodurch das Werkzeug 32 in Bereitschaft zur Arbeit in der Spindel bleibt. In diesem Zeitpunkt wird der nicht dargestellte Spannmechanismus in der Spindel auf wohlbekannte Weise betätigt, um das Werkzeug 32 in der Spindel festzuspannen. Hat der Wechslerarm 24 seine Horizontallage erreicht, wird der Grenzschalter 124 betätigt, der den Kupplungsmechanismus 115 ausrückt, den Kupplungsmechanismus 105 dagegen einrückt, wodurch der Motor 80 die Schwenkwelle 28 von der in Fig. 10I dargestellten nach vorne gerichteten Horizontallage nach oben in die in Fig. 10J dargestellte Vertikallage verschwenkt.
Hat die Schwenkwelle 28 einmal diese Vertikallage erreicht, wird der Grenzschalter 137 betätigt, der den Kupplungsmechanismus 105 ausrückt und den Kupplungsmechanismus 115 wieder einrückt, was den Motor 80 veranlasst, den Wechslerarm 24 von der in Fig. 10J dargestellten Lage in die in Fig. 10K dargestellte Lage verdreht.
Ist einmal der Wechslerarm 24 parallel zur Achse des Spindelkopfes 6, wird der Grenzschalter 123 betätigt, um den Kupplungsmechanismus 115 auszurücken und um den Kupplungsmechanismus 85, wodurch der Motor 80 wieder derart wirkt, dass das Getriebegehäuse 30 von der vorderen Zwischenlage, die es in Fig. 10K einnimmt, in die hintere Zwischenlage zu verschieben, die in Fig. 10L dargestellt ist.
Beim Erreichen der hinteren Zwischenlage durch das Getriebegehäuse 30 wird der Grenzschalter 146 betätigt, der einerseits den Kupplungsmechanismus 85 ausschaltet und den Kupplungsmechanismus 105 einschaltet, wodurch der Motor 80 die Schwenkwelle 28 von der Vertikallage in die nach hinten gerichtete Horizontallage verschwenkt wie in Fig. 10M dargestellt ist. Ist einmal diese Stellung erreicht, wird der Grenzschalter 136 betätigt, der den Kupplungsmechanismus 105 ausrückt und den Kupplungsmechanismus 115 einrückt, der seinerseits bewirkt, dass der Motor 80 den Wechslerarm 24 im Uhrzeigersinn, wie in Fig. 10M angegeben, aus einer Vertikallage in eine Horizontallage verdreht wird, die in Fig. 10N dargestellt ist. Mit dem Erreichen dieser Horizontallage durch den Wechslerarm 24 wird der Grenzschalter 121 betätigt.
An dieser Stelle ist es zweckmässig, auf einige weitere Funktionsabläufe hinzuweisen. Während der vorangegangenen Bearbeitungsoperation, d.h. bevor die Spindel bzw. der Spindelkopf auf der in den Fig. 10 bis 10R dargestellten Höhe zum Stillstand gekommen ist, ist eine Werkzeugauswahl dadurch erfolgt, dass über die Lochstreifensteuerung das kettenförmige Werkzeugmagazin 11 aktiviert, die Werkzeugmarken abgelesen und das vom Lochstreifen bestimmte Werkzeug ausgewählt wurde, welches dann auf der Höhe des Lesekopfes 16 zum Stillstand gebracht wurde, in Erwartung weiterer Steuerbefehle. Es versteht sich indessen, dass wenn erwünscht, die Werkzeugauswahl auch während einer früheren Phase des beschriebenen Werkzeugwechsels durchgeführt werden könnte.
In beiden Fällen kommt, sobald der Spindelkopf 6 nach Abschluss einer Bearbeitungsoperation auf der in den Fig. 10 bis 10R dargestellten Höhe zum Stillstand kommt, vom Lochstreifen her ein Signal, das den Magazinmotor 18 einschaltet, um das Magazin mit dem nächstfolgenden Werkzeug von der Auswahlstellung TSP neben dem Lesekopf 21 nach der Austauschstellung TCP in der Nähe des Spindelkopfes zu bringen, was durch die Schaltermechanismen 65 bestimmt ist, und in welcher Lage das neue Werkzeug anschliessend von dem Wechslermechanismus ergriffen werden kann.
Wenn somit der Schalter 136 betätigt und der Wechsler arm 24 im Uhrzeigersinn wie oben beschrieben verdreht wurde, gelangt das nunmehr leere Greifermaul 27 des Armes
24 in Eingriff mit dem nun vorgewählten neuen Werkzeug
32A, das sich in der Nähe des Spindelkopfes befindet. Ist einmal, wie oben beschrieben, der Arm 24 um 90 von der in Fig. 10M dargestellten Lage in die in Fig. 10N dargestellte Lage verdreht worden, wird der Grenzschalter 121 betätigt, der den Kupplungsmechanismus 115 ausschaltet, den Kupp lungsmechanismus 85 dagegen einschaltet und damit den Motor 80 veranlasst, das Getriebegehäuse 30 von der in Fig.
10N dargestellten hinteren Zwischenlage in die in Fig. 10-0 dargestellte hintere Grenzlage zu verschieben. Ist diese Stel lung erreicht, bewegt sich der Wechslerarm 24 in bezug auf das Werkzeugmagazin 11 um das neue, vorgewählte Werk zeug 32A aus dem Magazin 11 zu entfernen. In der hinteren
Grenzlage des Getriebegehäuses 30 wird der Grenzschalter
148 betätigt, der seinerseits den Kupplungsmechanismus 85 ausrückt und den Kupplungsmechanismus 115 einrückt, wodurch der Motor 80 veranlasst wird, den Wechslerarm im Uhrzeigersinn um 1800 zu verdrehen. Bei dieser Phase gelangt der Wechselarm 24 aus der in Fig. 10-0 dargestellten Lage in die in Fig. 10P gezeigte Lage.
Durch diese Verdrehung des Wechslerarmes gelangt das zuvor benützte Werk zeug 13 im Greifermaul 26 des Armes 24 in Fluchtung mit dem Magazinsockel, aus welchem soeben das nächstfolgende Werkzeug 32A entnommen wurde, um darin eingesetzt zu werden. Nach der Drehung des Armes 24 um 1800 im Uhrzeigersinn, d.h. in der in Fig. 10P dargestellten Lage wird der Grenzschalter 124 betätigt, der den Kupplungsmechanismus 115 ausschaltet, den Kupplungsmechanismus 85 einschaltet und damit den Motor 80 veranlasst, das Getriebegehäuse 30 von der hinteren Grenzlage der Fig. 10P in die in Fig. 10Q dargestellte hintere Zwischenlage zu verschieben.
Bei dieser Verschiebung bewegt sich der Wechslerarm 24 auf die Kette des Magazins zu, und setzt dabei das zuvor benützte Werkzeug 13 in den Magazin'sockel ein. Beim Erreichen der hinteren Zwischenstellung wird der Grenzschalter 149 betätigt, der die Kupplung 85 ausrückt, die Kupplung 105 dagegen einrückt und damit den Motor 80 veranlasst, den Wechslerarm im Gegenuhrzeigersinn um 900 (in Fig.
10Q) zu verdrehen, wodurch der Arm 24 in die in Fig. 10R dargestellte Stellung gelangt. Am Ende dieser Verdrehung des Armes 24 wird der Grenzschalter 122 betätigt, der den Kupplungsmechanismus 105 ausrückt und den Motor 80 ausschaltet. In diesem Moment befindet sich das neue vorgewählte Werkzeug 32A in dem Greifermaul 27 des Armes 24, während dessen anderes Greifermaul 26 leer ist und somit für den nächsten Werkzeugwechsel am Ende der nächstfolgenden Bearbeitungsoperation bereitsteht.
Aus dem Gesagten geht hervor, dass beim Beginn einer neuen Bearbeitungsoperation ein Werkzeug für diese Operation in die Spindel der Maschine eingesetzt wurde, während das nächstfolgende Werkzeug für die nächste Bearbeitungsoperation bereits in dem Wechslermechanismus bereitsteht, um am Ende der Bearbeitungsoperation ausgetauscht zu werden.
Da die Einzelheiten der Steueranlage als solche kein Bestandteil der Erfindung sind, dürfte es überflüssig sein, diese hier näher zu beschreiben, umsomehr als eine solche Steueranlage ohnehin auf der Hand liegt und darüber hinaus aus dem angegebenen Reissue-Reissue USA Patent Nr.
25 737 (Brainard) entnommen werden kann. Obwohl die vorstehende Beschreibung anhand der Fig. 10-lOR lediglich eine Betriebsweise des Mechanismus aufzeigt, können selbstverständlich auch andere Betriebsweisen vorgesehen werden.
Beispielsweise könnte die Wahl des neuen Werkzeuges während der Bearbeitungsoperation mit dem vorangehenden Werkzeug durchgeführt werden, wobei dann das neu gewählte Werkzeug in Bereitschaft in der Nähe des Lesekopfes bliebe, bis die im Gang befindliche Bearbeitungsoperation beendet ist, so dass nach Abschluss der Bearbeitungsoperation das neue Werkzeug nach oben zu der zuletzt erreichten Höhe des Spindelkopfes bewegt werden kann, wodurch es in die Austauschstellung gelangt. Bei dieser Austauschoperation erfasst der Wechslermechanismus das neue Werkzeug aus dem Magazin und das Werkzeug zur Spindel hin bewegen, in diese einsetzen und mit dem zuvor benützten Werkzeug in die Ausgangsstellung zurückkehren.
Wenn der Werkzeugwechselzyklus beginnt mit einem benützten Werkzeug noch im Wechsler, so ist der erste Schritt natürlich jener, das benützte Werkzeug mit dem neuen Werkzeug in dem Magazin auszutauschen.