Sicherheitsverschluss für Behälter Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Sicherheits- verschluss für Behälter. Pressbehälter werden für eine breite Vielfalt von Flüssigkeiten verwendet, die oft gefährlich sind oder bei unsachverständiger Behandlung gefährlich werden kön nen. Es ist wichtig, eine unerlaubte Verabreichung und/ oder eine Leckage solcher Flüssigkeiten zu vermeiden, insbesondere um Kinder davor zu schützen und Leck schäden zu vermeiden.
Zuz Erzielung dieses Resultates sind bereits zahlreiche Massnahmen vorgeschlagen wor den, deren jedoch keine eine bei Transport, Lagerung und Verwendung völlig befriedigende Sicherheit bot. Auch die Verwendung v. Sperrklinken- od. -zahneinrich- tungen zwischen einem Schraubenverschlussstück u. dem jeweiligen Behälter ergab zufolge der Nachgiebigkeit des Pressbehälters keine zufriedenstellende Sicherheit hin sichtlich einer unerwünschten Entfernung oder eines Ver lustes des Sicherheitsverschlussstückes. Dichtungsschwie rigkeiten traten übrigens bei Transport und Lagerung der flüssigkeitsbeladenen Behälter auf.
Ziel der vorliegenden Erfindung ist nun einen Sicher- heitsverschluss zu schaffen, der die Nachteile bekannter Sicherheitsverschlüsse dieser Art zu vermeiden erlaubt und dessen Dichtheit sich mit im Behälter herrschenden Druck linear oder proportional steigert oder verbessert.
Der Sicherheitsverschluss zeichnet sich erfindungsge- mäss durch einen Verschlusskörper mit einem kreisförmi gen nach innen ragenden Vorsprung zum Hineinragen in eine, auf dem Behälterhalse angeordnete Nute, einer Aus- pressöffnung und eine schwenkbare Klappe mit einem Stöpsel zum Verschliessen der Öffnung in der geschlosse nen Lage der Klappe und einem kreisförmig aus der Stirnwand des Verschlusskörpers nach innen ragenden Mantel mit einer konischen Aussenfläche zum Verschlies- sen der Behältermündung nach erfolgtem Einschnappen des Vorsprunges in
die Behälternute.
Die nachfolgende Beschreibung erörtert beispielsweise Ausführungsformen der Erfindung anhand der Zeichnung. In der Zeichnung sind: Fig. 1 eine Ansicht von oben eines zusammengebauten Behälters mit einem Verschlussstück, der eine Ausfüh rungsform der Erfindung ist, Fig. 2 eine Seitenansicht des Behälters mit dem Ver- schlusstück der Fig. 1, Fig. 3 eine Schnittansicht des oberen Endes des Be hälters der Fig. 1, wobei der Schnitt entlang der Linie 3-3 der Fig. 1 verläuft, Fig. 4 eine der Fig. 3 ähnliche Schnittansicht des Be hälters und des Verschlusstückes in einem anfänglichen Zusammenbauzustand, Fig. 5 eine weitere der Fig.
3 ähnliche Schnittansicht des Behälters und des Verschlusstückes oder Kappe in ihrem zusammengebauten Zustand, Fig. 6 eine Teilschnittansicht in vergrössertem Mas- stab einer Einzelheit der Fig. 4, Fig. 7 eine der Fig. 4 ähnliche Schnittansicht einer leicht veränderten Ausführung des Behälters der Fig. 1 bis 6 mit seinem Verschlusstück oder Kappe in einem an fänglichen Zusammenbauzustand und Fig. 8 eine der Fig. 7 ähnliche Ansicht, die den Be hälter und das Verschlusstück oder Kappe in ihrem zu sammengebauten Zustand zeigt.
Die Fig. 1-6 zeigen einen aus einem beliebigen geeigne ten Material hergestellten Pressbehälter 10.
Eine Sicherheitskappe 17 dient als am halsförmigen Teil 11 des Behälters 10 einschnapp- oder einrastbares Verschlusstück nach dem der Behälter 10 mit der jeweils gewünschten Substanz oder Flüssigkeit gefüllt worden ist. Die Innenwand 18 der Kappe 17 weist eine nach innen vorspringende Ringschulter 19 praktisch halbkreisförmi gen Querschnittes und mit einem leicht konischen Bereich 19a auf. Die Schulter 19 ist im unteren Bereich der Kap pe 17 angebracht. Die Schulter 19 passt genau dichtend in die Nut 14, wenn die Kappe 17 am halsförmigen Teil 11 in Richtung des Pfeiles A der Fig. 4 in ihre in Fig. 5 gezeigte Stellung heruntergedrückt wird.
Der unterste Teil oder Rand 20 der Kappe 17 weist eine Ausnehmung 22 auf, deren Grundfläche eine Scheidewand 23 definiert. Die Wand 23 weist einen sich axial nach unten erstrecken den, ringförmigen Mantel oder Vorsprung 24 mit leicht konischer Aussenwand 25 auf. Der Mindestdurchmesser des Ringmantels oder Vorsprunges 24 ist ein wenig kleiner als der Durchmesser der durch den Flansch 12 definier ten Mündung 13 und sein Höchstdurchmesser ist ein we nig grösser als der Durchmesser der Mündung 13, so dass der Vorsprung 24 etwa mit einem kraftschlüssigen Sitz oder Passung in die Mündung 13 hineinragt, wenn die Kappe 17 auf dem Behälterhals 11 hinaufgedrückt ist.
Das Eindringen des Vorsprunges 24 in die Öffnung 13 verursacht eine elastisch nachgiebige Verformung des Ringflansches 12 von seinem in den Fig. 3 und 4 gezeig ten Normalzustand aus in seinen in Fig. 5 gezeigten Ver formungszustand sowie die Entstehung einer dichtenden Wechselwirkung oder Passung zwischen der inneren Randfläche des Flansches 12 und der konischen Wand 25 des Vorsprunges oder Ringmantels 24, wobei eine zweite undurchlässige Abdichtung des Inhaltes des Be hälters 10 entsteht.
Mindestens eine Verabreichungs- oder Auspressöffnung 26 ist in der Scheidewand 23 der obe ren Wand 21 der Kappe 17 innerhalb der Kontur oder des Umrisses des Vorsprunges oder Ringmantels 24 vor handen, damit der Behälterinhalt beim Zusammendrücken oder -pressen des Behälters 10 herausgedrückt werden kann. Die Öffnung 26 ist normalerweise durch einen Stöpsel 27 verschlossen, der mit einer in die Wand 21 eingelassenen Klappe 28 einstückig ist, die schwenkbar einstückig mit der oberen Wand 21 verbunden ist.
Stöpsel 27 ist ausreichend grösser als die Öffnung 26 dimensio niert, damit zu seiner Einführung in Öffnung 26 eine ge wisse Kraft erforderlich ist, so dass Öffnung 26 in der Schliessstellung Klappe 28 undurchlässig verschlossen ist. In ihrer Schliesstellung liegt Klappe 28 in Ausneh- mung 22 der oberen Wand 21 fluchtend eingelassen vor. Ein erwünschtes oder absichtliches Entfernen der Klappe 28 der Kappe 17 aus ihrer fluchtend verschlossenen Lage bzw. des Stöpsels 27 aus Öffnung 26 erfolgt durch eine Schwenkbewegung der in die obere Wand 21 der Kappe 17 eingelassenen Klappe 28.
Klappe 28 ist schwenkbar einstückig mit der oberen Wand 21 der Kappe 17 verbun den und passt genau in die enge Ausnehmung 22 der Wand 21. Die Ausnehmung 22 besitzt eine im wesentli chen rechteckige Form und weist vertikale Seitenwände 30 und eine Abschlusswand 31 auf. Die Klappe 28 ist mit der Kappe 17 bei 29 einstückig verbunden und hat eine genau in die Ausnehmung 22 passende Form und ein gespitzt abgeschrägtes, die Abschlusswand 31 der Ausneh- mung 22 nicht erreichendes Ende oder Lippe 32 und trägt an ihrer Unterseite den Stöpsel 27, der in der geschlosse nen Stellung der Kappe 17 die Öffnung 26 schliesst. Die enge Passung der Klappe 28 in der Ausnehmung hält die Klappe 28 in dieser Ausnehmung zurück.
Das gespitzt abgeschrägte freie Ende 32 der Klappe 28 liegt in einem solchen Abstand von der Abschluss wand 31 vor, dass beispielsweise ein Fingernagel oder ein anderes ähnliches Mittel zwecks Aufklappung der Klappe 28 um ihre Schwenkverbindung 29 aus ihrer mit der Oberfläche der Wand 21 fluchtenden Stellung unter Ende oder Lippe 32 eingeführt werden kann.
Die fluchtende in Wand 21 eingelassene Klappe 28, die zur Freigabe der Auspressöffnung 26 um ihre Schwenkverbindung oder Achse 29 aufgeklappt werden muss, hat sich in einer Serie von Versuchen für Kinder völlig unverständlich erwiesen. Die Kinder waren dabei unfähig die Klappe 28 aufzuklappen und den Behälterin halt herauszupressen. Die praktische Unmöglichkeit einer Entfernung der am Behälter 10 angebrachten Kappe 17 hat die Sicherheit des Verschlusses auch dann bestätigt, wenn der Behälter 10 Kindern zugänglich gemacht wur de.
Die Dichtungsstellen des verschlossenen Behälters 10 erwiesen sich übrigens sowohl zwischen Vorsprung 19 und Nute 14 als auch zwischen der Lippe des Flansches 12 und dem konischen Vorsprung oder Ringmantel 24 der Kappe 17 vollständig undurchlässig. Das biegsam nachgiebige Verhalten des Flansches 12 bringt übrigens eine Erhöhung der Sicherheit des Verschlusses mit sich,
da ein Zusammendrücken des gefüllten Behälters 10 in seinem verschlossenen Zustand eine verbesserte dichtende Wechselwirkung des konischen Ringmantels 24 mit dem Rand oder Lippe des Flansches 12 mit sich bringt. Der dabei im Behälter 10 steigende Innendruck bringt nämlich den letzterwähnten Rand oder Lippe und den Mantel 24 in eine engere, verbesserte dichtende Wechselwirkung, wie die Pfeile B der Fig. 5 dies zeigen. Jede Leckage zu folge Missbrauch oder während Lagerung des verschlos senen Behälters 10 ist somit praktisch ausgeschlossen oder eliminiert.
Fig. 7 und 8 zeigen eine insbesondere fürgrössere Ein heiten vorteilhafte Ausführung des beschriebenen Be hälters 10. Die Verschlusskappe 17' hat eine jener der Kappe 17 ähnliche Konstruktion und ihre entsprechen den Teile haben die gleichen jedoch indexierten Bezugs ziffern. Der eigentliche Unterschied zwischen der Kappe 17 und der Kappe 17' ist, dass der Ringflansch 12' einen inneren Rand aufweist, der einen sich nach aussen und oben erstreckenden rohrförmigen Kragen 12'a bildet.
Wie Fig. 7 zeigt erstreckt sich der Flansch 12' vor dem Auf drücken der Kappe 17' auf den kreisförmigen Teil 11' im wesentlichen rechtwinklig zur Achse des Teiles 11' wäh rend sein rohrförmiger Kragen 12'a zur letzterwähnten Achse im wesentlichen parallel ist. Nach erfolgtem Ein schnappen der Kappe 17' auf dem halsförmigen Teil 11' des Behälters 10 entsteht eine dichtende Wechselwirkung zwischen dem Mantel 24' und dem Kragen 12'a zufolge einer Keilwirkung des Mantels 24', die den Flansch 12' auf die in Fig. 8 gezeigte Weise verformt.
Das elastisch nachgiebige Verhalten des Flansches 12' erlaubt seine Verformung, die den zwischen den in Wechselwirkung stehenden Teilen 12'a und 24' dichtend wirkenden Druck erhöht und dadurch die Erzielung einer praktisch völlig undurchlässigen Dichtung erlaubt. Im verschlossenen Zu stand des Behälters bewirkt dabei jede Erhöhung des in neren Druckes des Behälters 10 eine weitere Verformung des Flansches 12' in Richtung der Pfeile B' der Fig. 8, welche Verformung ihrerseits den dichtenden Druck zwi schen den in Wechselwirkung stehenden Teilen 12'a und 24' steigert und dadurch die Undurchlässigkeit der Dich tung verbessert.
Die so entstehenden zusätzlichen Dich tungskräfte sind grösser als jene zwischen dem Rand oder Lippe des Flansches 12 und dem konischen Mantel 24 der Fig. 3-5, da im Falle des axialen Kragens 12'a und des Ringmantels oder Vorsprunges 24' höhere Kraftmomente vorliegen. Die Anordnung der Fig. 7 und 8 ist besonders für Be hälter grösserer Dimensionen vorteilhaft. Nach erfolgtem Zusammenbau der Kappe 1T mit Be hälter 10 mittels eines jenem des Behälters 10 der Fig.1 bis 6 gleichen Einschnapp- oder Einrastmechanismus sitzt Kappe 17' auch in diesem Falle praktisch unlösbar auf Behälter 10.
Mehrfache Dichtungen wie jene zwischen Vorsprung 19' und Nut 14' sowie zwischen Kragen 12'a von Flansch 12' und dem konischen Ringmantel 24' sind ebenfalls vorhanden. Ferner besteht auch im Falle der Ausführung der Fig. 7 und 8 praktische Unmöglichkeit für Kinder die Klappe 28, 28' aus ihrer fluchtenden Stel lung in ihre Offenstellung zu bewegen.
Die Verschlusskappe 17, 17' wird vorzugsweise durch Einspritzverfahren geformt. Beispiele für dabei verwen dete Materialien sind Eastman's Polyallomer oder Poly äthylen, Polypropylen oder Copolymere dieser Materia lien. Bei den in der einstückigen Schwenkverbindung 29, 29' verwendeten Material- oder Wanddicken sind diese Materialien ausreichend biegsam, um Schwenkbewegun gen der entsprechenden Klappen zu erlauben und gleich zeitig ausreichend stark, um im Gebrauch bei wiederhol ten Biegebeanspruchungen beim Öffnen und Schliessen der Kappen 17, 17' nicht zerrissen zu werden.
Nach erfolgter Füllung des Behälters 10 wird die Verschlusskappe 17, 17' mit geschlossener Klappe 28, 28' auf den Behälterhals 11, 11' gedrückt und der Vorsprung 19, 19' mit der Nut 14, 14' in Eingriff gebracht, um ihre erwünschte dichtende und festhaltende Wirkung auszu üben. Die dichtende Wechselwirkung des Randes des Flansches 12 mit Mantel 24 oder des Kragens 12'a mit Mantel 24' wird im geschlossenen Zustand des Behälters 10 bei Erhöhung des Innendruckes des Behälters mit die sem Druck linear gesteigert, solange die Auspressöffnung 26, 26' geschlossen ist. Das Öffnen der Öffnung 26, 26' kann nur durch das Aufklappen der Klappen 28, 28' z.B.
mittels eines Fingernagels oder eines anderen äquivalen ten Mittels erfolgen. Zum Schliessen des Behälters kann Klappe 28, 28' wieder einfach in ihre fluchtend eingelas sene Lage verbracht werden. Dies kann zwecks Verabrei chung oder Benützung des Behälterinhaltes praktisch be liebig wiederholt werden. Bei Anbringung der Kappe 17, 17' am Behälterhals 11, 11' gleitet der Vorsprung 19, 19' über den leicht konischen Wandbereich 15b oder dem entsprechenden Bereich der Fig. 7, 8, um in seinen dich tenden und festhaltenden Eingriff mit der Nut 14, 14' zu gelangen.
Kinder finden meistens schwierig, die Klappe 28, 28' aus ihrer fluchtenden Stellung zwecks Öffnung des Be hälters 10 herauszuklappen. Unbeabsichtigtes öffnen wird andererseits vermieden, da die benützende Person zuerst die Klappe 28, 28' betätigen oder aufklappen muss, um die Auspressöffnung 26, 26' freizugeben, wobei die Auf merksamkeit der benützenden Person sogar in dunklen oder schlechtbeleuchteten Räumen auf den gefährlichen Inhalt des Schalters gelenkt wird.