Grundplatte für ein aus Kraft- und Arbeitsmaschine, insbesondere Elektromotor und Kreiselpumpe, bestehendes Maschinen-Aggregat
Die Erfindung betrifft eine Grundplatte für ein aus Kraft- und Arbeitsmaschine, insbesondere Elektromotor und Kreiselpumpe, bestehendes Maschinen-Aggregat. Derartige Grundplatten dienen dazu, die Kraftund Arbeitsmaschine und ein gegebenenfalls vorhandenes Getriebe nicht einzeln, sondern als ein zusammengebautes und genau aufeinander abgestimmtes Aggregat auf dem Fundament zu befestigen. Es war früher allgemein und ist heute noch weitgehend üblich, solche Platten mit Hilfe eines Ausgusses aus Beton möglichst gut mit dem Fundament zu verbinden. Die Platte braucht dann keine wesentliche eigene Steifigkeit zu haben, um die Ausrichtung von Pumpe und Antrieb auch unter wechselnden Rohrleitungskräften zu gewährleisten.
Neuerdings verzichtet man immer mehr auf diesen Betonausguss und verschraubt in einer Freiaufstellung die Grundplatte mit dem Fundament. Im Anlagenbau stellt man sogar neuerdings die Grundplatte solcher Maschinenaggregate auf Gestelle 0. dgl. Alle diese Massnahmen werden getroffen, um eine leichtere Montage, rasche Auswechselbarkeit und einfachere Umbau möglichkeit zu erreichen.
Allerdings muss dann aber die nicht mit Beton ausgegossene Grundplatte von sich aus in der Lage sein, die auftretenden Rohrleitungskräfte aufzunehmen, ohne sich unzulässig zu verformen, d. h. ohne dass sich die Ausrichtung des Aggregates um mehr als zulässig verschlechtert. Das ist um so schwieriger, als mit der wachsenden Anlagengrösse die Rohrleitungskräfte zunehmen.
Als Grundplatte verwendete man bisher ebene Platten, die zur Verstärkung einen Rand und häufig auch Diagonalrippen erhielten, um die Torsionssteifigkeit zu erhöhen. Die Biegesteifigkeit dieser Platten ist jedoch gering. Wegen der Vielzahl verschiedener Maschinen, die oft auf einer Platte montiert werden, ist es häufig nicht zu vermeiden, dass die Diagonalrippen angebohrt werden, was zu Ausschuss oder Werkzeugbruch führen kann.
Ferner ist eine Grundplatte aus glasfaserverstärktem Kunststoff bekannt (Gebrauchsmuster Nr. 1 850 637), die für die Kraftmaschine eine erhöhte Aufstellungsfläche besitzt, bei der eine allerdings recht flache, nur auf der Seite der Arbeitsmaschine vorgesehene Auffangrinne vorhanden ist.
Es hat sich nun aber gezeigt, dass durch eine weitere Erhöhung des Biegeträgheitsmomentes allein der schädliche Kupplungsversatz zwischen Arbeits- und Kraftmaschine unter veränderlichen Rohrleitungskräften nicht mehr sehr wesentlich beeinflusst werden kann und dass alle bisherigen, oben angegebenen Grundplatten nicht biege- und torsionssteif genug ausgebildet sind, um die heutzutage erforderlichen erhöhten Kräfte, in der Hauptsache Rohrleitungskräfte, aufzunehmen, sondern dass - z. T. schon nach kurzer Betriebsdauer - eine Zerstörung der Aggregatelemente eintritt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, unter Beachtung der einschränkenden Bedingungen des Normblatt-Entwurfes DIN 24 259 für die Höhe h die für Maschinenaggregate erforderliche Grundplatte bei gleichem Gewicht und gleichen Hauptabmessungen unter Vermeidung der bisher üblichen, aber häufig sehr nachteiligen Diagonalrippen - wesentlich widerstandsfähiger zu machen gegen Torsions- und Biegebeanspruchungen, die erfahrungsgemäss von der Arbeitsmaschine, beispielsweise durch Rohrleitungskräfte, in die Grundplatte hineingebracht werden, also um wesentlich höhere Rohrleitungskräfte als bisher zulassen zu können, aber um trotzdem den schädlichen Kupplungsversatz möglichst zu vermeiden oder zumindest auf einen nicht mehr gefährlichen Wert herabzusetzen.
Ausserdem soll die Grundplatte so gestaltet werden, dass sie - wenn als Gussplatte hergestellt trotz der notwendigen, der Versteifung dienenden zusätzlichen Elemente giesstechnisch gut beherrschbar ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass bei einer Grundplatte, bei der die der Kraftund Arbeitsmaschine zugekehrte Fläche in Einzelflächen unterschiedlicher Höhe unterteilt ist, im Querschnitt betrachtet zwei vergleichsweise schmale, äussere, erhöhte Auflageflächen und eine breit ausgeführte, durchgehende, etwa bis an die Unterkante der Grundplatte herunterreichende Mittelfläche vorgesehen sind und letztere sich im Bereich der Arbeitsmaschine nach aussen hin verbreitert.
Diese Massnahmen bewirken überraschend eine wesentliche Versteifung der Grundplatte, ohne dass man die bisher dafür üblichen und oft verwendeten Diagonalrippen benötigt.
Der durch die oben angegebenen Massnahmen bereits erreichte Vorteil ist durch die vorgeschlagene, weitere Ausgestaltung des Erfindungsgegenstandes noch dadurch zu steigern, dass auf der Seite der Arbeitsmaschine eine Querrippe vorgesehen ist, in deren Ebene die Befestigung der Gehäusefüsse der Arbeitsmaschine sowie die arbeitsmaschinenseitige Befestigung der Grundplatte am Fundament liegen. Durch diese in enger Verbindung miteinander stehenden Massnahmen wird vorteilhaft erreicht, dass die dadurch so nahe wie möglich an den Krafteinleitungspunkt heran bzw. in den Krafteinleitungspunkt hineingerückten Verbände und die Querrippe die örtliche Durchfederung der oberen Auflageflächen auf einen vernachlässigbaren Wert herabdrücken.
Ferner werden Kräfte und Momente, die ein Torsionsmoment um die Längsachse ausüben würden, direkt von den Arbeitsmaschinen-Gehäusefüssen über die Grundplattenaugen in den Boden abgeleitet und damit die Platte davon entlastet. Also können nicht nur die oben erwähnten, häufig nachteiligen Diagonalrippen entfallen, sondern es kann auch das in der Vornorm DIN 24259 vorgesehene Mass h für die Grundplattenhöhe trotz wesentlich erhöhter Rohrleitungskräfte eingehalten werden.
Weiterhin wird vorgeschlagen, die etwa bis an die Unterkante der Grundplatte herunterreichende Mittelfäche auf ihrer gesamten Länge nach der Arbeitsmaschinenseite hin geneigt auszubilden, an beiden Enden durch einen Quersteg von gleicher Höhe wie die Längsstege abzuschliessen, und die äusseren, erhöhten Grundplattenauflageflächen in dem Bereich, wo sie die Arbeitsmaschine tragen, verstärkt auszubilden. Durch diese Weiterbildung des Erfindungsgegenstands erreicht man eine zusätzliche Versteifung der Grundplatte und einen günstigeren Biegelinienverlauf, dazu gleichzeitig einen einwandfreien Ablauf von Leckwasser, was bei den bisherigen waagerechten Auffangrinnen nicht gegeben war.
Indem schliesslich die beiden äusseren, erhöhten Grundplattenauflageflächen nur in der angegebenen Weise verstärkt ausgebildet werden, ergibt sich eine weitere örtliche Verstärkung gerade in dem besonders zu versteifenden Bereich, in welchem die von der Arbeitsmaschine eingeleiteten Kräfte und Momente in den Boden abgeleitet werden sollen, während die Auflagerung der Kraftmaschine dagegen etwas weicher erfolgt und dazu beiträgt, einen schädlichen Kupplungsversatz zu vermeiden.
Durch diese Massnahmen kann eine Grundplatte von gleichen Abmessungen und etwa gleichem Gewicht wesentlich höhere Rohrleitungskräfte aufnehmen als bisher, was auch messtechnisch bereits nachgewiesen wurde.
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel - in gegossener Ausführung und für ein aus Kreiselpumpe und Motor bestehendes Maschinenaggregat - näher erläutert werden. Dabei zeigen
Fig. 1 eine Draufsicht auf die Grundplatte
Fig. 2 einen Längsschnitt und
Fig. 3 einen Querschnitt gemäss der linie III-III in Fig. 1.
Die Grundplatte besteht aus den beiden äusseren, erhöhten Auflageflächen 1 für Kreiselpumpe und Motor, der etwa bis an die Unterkante der Grundplatte herunterreichenden, leicht längs geneigten Mittelfläche 2, den beiden unteren seitlichen Standflächen 3, den äusseren 4 und inneren 5 Längsstegen und aus je einem Quersteg 6, 7 am motor- und pumpenseitigen Ende der Grundplatte. Die Breite der durchgehenden Mittelfläche 2 ist durch Fussmasse des kleinsten, auf den oberen Auflageflächen 1 zu befestigenden Motors und des Pumpenstützfusses 8 vorgegeben. Im Pumpenbereich ist die Mittelfläche 2 nach aussen 9 verbreitert, indem die inneren Längs stege 5 vom Pumpenstützfuss 8 an schräg nach aussen zum Quersteg 7 hin geführt werden, soweit dies mit Rücksicht auf den Abstand der Gehäusefüsse 10 des kleinsten Pumpenmodells, das auf dieser Grundplatte befestigt werden soll, möglich ist.
Im Pumpenbereich 11 sind auch die beiden äusseren, erhöhten Auflageflächen gegenüber dem Motorbereich verstärkt.
Unter den Gehäusefüssen 10 der - nicht dargestellten - Kreiselpumpe ist in der vertikalen Ebene, in der die Gehäusefüsse im Mittel stehen, eine Querrippe 12 über die gesamte Breite und Höhe der Grundplatte vorgesehen. In der gleichen Vertikalebene sind auch die Augen 13 an den unteren seitlichen Standflächen 3 zur Befestigung der Grundplatte auf dem Fundament angeordnet. Entsprechende Befestigungsaugen 14 sind im Motorbereich angebracht. Die etwa bis an die Grundplattenunterkante herunterreichende Mittelfläche 2 ist nach der Pumpenseite hin leicht geneigt ausgeführt, um sie auch als Ablaufrinne verwenden zu können. Deshalb sind in der Querrippe 12 entsprechende Aussparungen 15 und im Quersteg 7 ein oder mehrere Ablauflöcher 16 angebracht.