Mähbalken
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Mähbalken, mit einem Fingerbalken, der eine Führung für ein hin und her bewegliches Mähmesser bildet, das durch Klingen gebildete Schneidkanten aufweist, wobei die Finger mindestens eines Teiles des Fingerbalkens im Bereich der Spitzen der Messerklingen enden.
Mähbalken, die an einem Balkenende mit sogenannten Mulchfingern ausgerüstet sind, werden heute überall dort angewendet, wo Eingrasvorrichtungen an der Mähmaschine vorhanden sind. Zum Schneiden des Erntegutes, das durch die gebildete Mahd bedeckt ist, eignen sich derart ausgebildete Balkenende besser, da die Gefahr der Verstopfung der Zwischenräume zwischen den Fingerlappen und dem Mähmesser entfällt. Jedoch ist die Schneidwirkung des so ausgebildeten Balkenendes äusserst schlecht, da die Gefahr besteht, dass sich zwischen den Mulchfingern und den Messerklingen Futter einklemmt.
Die vorliegende Erfindung bezweckt nun die Schaffung eines Mähbalkens, welcher diese Nachteile vermeidet. Der erfindungsgemässe Mähbalken zeichnet sich dadurch aus, dass im genannten Teil des Balkens den unterhalb der Messerklingen liegenden Fingern über diesen Messerklingen vorgesehene, fingerförmige Gegenhalter zugeordnet sind, wobei die Messerklingen zwischen den Gegenhaltern und den Fingern geführt sind.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform des erfindungsgemässen Mähbalkens dargestellt. Es zeigen:
Fig. 1 das eine Mähbalkenende im Querschnitt und
Fig. 2 das Mähbalkenende im Grundriss.
Bei dem Mähbalken nach dem dargestellten und beschriebenen Ausführungsbeispiel handelt es sich um einen solchen, bei welchem die Finger am einen Ende des Fingerbalkens als sogenannte Mulchfinger ausgebildet sind, wobei die erfindungsgemässe Massnahme sich auf diesen Endteil bezieht. Es ist aber auch möglich, einen Mähbalken über seine ganze Länge durchwegs gleich auszubilden.
Mit 2 ist in Fig. 1 der Balkenrücken bezeichnet, an dessen Unterseite eine Fingerplatte 4 mit nach vorwärts ragenden Fingern 6 vorgesehen ist. DieFingerplatte ist am Balken 2 mittels Stehbolzen 8 befestigt, mittels welcher an der Oberseite des Balkens eine Messerführung 10 festgeklemmt ist.
Die Stehbolzen 8 weisen hierzu einen Gewindeteil 8a auf, der die Messerführung 10 durchsetzt und eine Unterlagscheibe
12 sowie eine Mutter 14 trägt. Ein Mähmesser 16, dessen Rücken 18 an der Führung 10 anliegt, wird von einem Gegenhalter 20 mit den Fingern 6 in Berührung gehalten. Der Gegenhalter 20, der mit einem Fussteil 22 auf dem Balken 2 aufliegt, wird von den Stehbolzen 8 ebenfalls durchsetzt und durch Muttern 24 gehalten.
Wie sich aus Fig. 2 ergibt, ist die Vorderkante 26 des Gegenhalters zackenförmig ausgebildet, wobei die Kontur der Zacken 28 sowie deren Abstand untereinander Kontur und Abstand der Finger 6 entspricht. Die Zacken 28 befinden sich hierbei in Deckung mit den Fingern 6, jedoch sind sie etwas kürzer als die letzteren und stehen gegenüber diesen wie auch gegenüber den Messerklingen 30 etwas zurück.
Durch die Mutter 24 lässt sich der vom Gegenhalter auf das Messer 16 ausgeübte Druck einstellen. Auch das Auswechseln des Gegenhalters sowie des Messers 16 lässt sich mit der dargestellten Befestigung sehr leicht und einfach durchführen.
Im Betrieb des Mähbalkens, der beispielsweise an einer mit einer Eingrasvorrichtung versehenen Maschine für die Grünfutterwerbung angebracht ist, gelangt das Mulchfinger aufweisende Balkenende auch in Bereiche, in welchen sich schon geschnittenes Gras befindet. Dringen die Finger des Mähbalkens in liegendes Futter ein, so werden die dabei erfassten Grashalme durch die Bewegung des Messers aufgerichtet. Dabei finden die Grashalme sowohl an den Fingern wie auch an den Gegenhalter-Zacken Anlage. Beim Durchgang der einzelnen Messerklingen, zwischen übereinanderliegenden Fingern und Gegenhalterzacken, werden die Halme, da diese nicht ausweichen können, demgemäss durchgeschnitten. Die geschnittenen bzw. voneinander eindeutig getrennten Halmteile können somit über bzw. unter dem Balken wegfliessen. Damit ist die Verstopfungsgefahr eindeutig behoben.
Eine ähnliche Wirkung hat die beschriebene Ausbildung auch beim Schneiden von relativ kurzem Futter. Da die einzelnen Halme sowohl oberhalb wie auch unterhalb des Messers Anlage an Gegenflächen finden, ist ein Ausweichen der Halmspitzen verhindert; somit findet ein einwandfreier Schneidvorgang statt. Aus dem vorgenannten Grund ist es auch möglich, den Mähbalken über seine ganze Länge in der beschriebenen Weise auszubilden, wobei sich dieser Balken zum Schneiden von Futter aller Längen eignet und gegen über den mit üblichen Fingerlappen ausgebildeten Mähbalken, beim Schneiden von kurzem und mittellangem Futter, wesentlich bessere Ergebnisse erzielen lässt.
Aus dem Vorstehenden ergibt sich auch, dass der Gegenhalter 20 dem Messer eine eindeutige obere Führung bietet, die verhindert, dass sich dieses Messer von den Fingern 6 abheben kann.