CH524128A - Treffbildanzeigegerät für die Ermittlung der Durchschusspunktkoordinaten von Geschossen - Google Patents
Treffbildanzeigegerät für die Ermittlung der Durchschusspunktkoordinaten von GeschossenInfo
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Description
Treffbildanzeigegerät,für die Ermittlung der Durchschusspunktkoordinaten von Geschossen
Die Erfindung betrifft ein Treffbildanzeigegerät für die Ermittlung der Durchschusspunktkoordinaten von Geschossen. Das Gerät nach der Erfindung ist insbesondere für sogenannte Lebensdauerbeschüsse gedacht, da für deren Auswertung zu jedem Rhythmus die Aufnahme eines Treffbildes erforderlich ist.
Die konventionelle Methode, nämlich das Aufhängen und Auswerten von Schiesscheiben, ist ausserordentlich zeitraubend und auch ungenau, da man am Ende jeder Folge von Schüssen nur die Gesamtheit aller Durchschusspunkte ausmessen kann, nicht jedoch feststellen kann, wie die einzelnen Schüsse aufeinander folgten.
Es sind bereits Treffbildanzeigegeräte mit elektrischer Übertragung der ermittelten Werte bekannt, die jedoch sämtlich schwerwiegende Nachteile aufweisen.
Eine bekannte selbstanzeigende Schiesscheibe besteht aus gegeneinander isolierten Metallstreifen, die durch den Aufschlag des Geschosses elektrisch leitend miteinander verbunden werden und damit Anzeigestromkreise schliessen. Die einzelnen Streifen sind dabei gruppenweise zusammengefasst, und jeder Gruppe ist ein eigener Anzeigestromkreis zugeordnet. Je genauer man die Koordinaten bestimmen will, desto feiner muss die Schiesscheibe unterteilt werden, und es ergibt stich demgemäss eine entsprechende grosse Anzahl von Anzeigestromkreisen. Da für die Anzeige selbst der Aufschlag des Geschosses erforderlich ist, und zwar auf die Scheibe, ist diese Scheibe von vornherein für z. B. Lebensdauerbeschüsse nicht brauchbar.
Bei dem vorbeschriebenen Gerät ist in der bekannten Ausführungsform nur eine Unterteilung in wenige Bereiche vorgesehen. Bei einer anderen bekannten selbsttätig anzeigenden Zielscheibe sollen die Koordinaten, und zwar die Werte eines rechtwinkligen Koordinatensystems, angezeigt werden. Bei diesem bekannten Gerät ist entweder an der Scheibe selbst oder auf einem mit der Scheibe über elektrische Leitungen verbundenen Ortsschaubild die Anzeige der Koordinatenwerte vorgesehen. Die Anzeige auf dem Ortsschaubild erfolgt z. B. durch eine Glühlampe, die jedem Koordinatenschnittpunkt zugeordnet ist und über einen zugeordneten Kontakt an der Schiesscheibe selbst eingeschaltet wird. Bei dieser bekannten Zielscheibe entspricht die Anzahl der Übertragungsleistungen der Summe der Koordinatenabstände, vermehrt um eins.
Bei einer genauen Messung ergibt sich ein erheblicher Leitungsaufwand. Auch hier erfolgt die Betätigung der Kontakte durch den Aufschlag der Geschosse, so dass auch diese bekannte Zielscheibe für das Hauptanwendungsgebiet der vorliegenden Erfindung nicht brauchbar ist.
Eine weitere bekannte Vorrichtung zur Anzeige von Schiessergebnissen besteht aus einer Scheibe aus einem festen Werkstoff und einem Signalsender, welcher unter der Einwirkung von Schwingungsstössen in der Scheibe infolge eines Treffers auf dieselbe Signale abgibt. Der Signalsender soll auf Longitudinalwellen in der massiven Scheibe ansprechen. Der Signalsender selbst arbeitet nach dem Mikrofon-Prinzip. Die Übertragung der Signale erfolgt elektrisch. Durch die Anordnung von mehreren Signalsendern an einer Scheibe kann der Auftreffpunkt eines Geschosses dadurch ermittelt werden, dass die Laufzeitunterschiede der Longitudinalwellen bis zu den einzelnen Signalgebern ausgewertet werden. Beim Beschuss insbesondere mit grösseren Kalibern wird natürlich die Scheibe nach und nach zerstört, und entsprechend ändert sich auch die Laufzeit der Longitudinalwellen innerhalb der Scheibe.
Die Auswertung der Signale erfordert demgemäss einen erheblichen Aufwand für die elektrische Schaltung, und wie die vorbeschriebenen bekannten Geräte ist auch diese Vorrichtung für Lebensdauerbeschüsse naturgemäss unbrauchbar.
Die Aufgabe der Erfindung ist es, ein Treffbildanzeigegerät für die Ermittlung der Durchschusspunktkoordinaten von Geschossen mit elektrischer Übertragung der ermittelten Werte zu schaffen, bei dem nicht nur die Geschosse durch das Gerät selbst unbeeinflusst bleiben, sondern bei dem auch die Übertragung der elektrischen Signale mit einem Minimum an Leitungsaufwand mög lichist.
Diese Aufgabe wird gemäss der Erfindung gelöst durch eine Vielzahl von in den beiden Koordinatenrichtungen angeordneten und von den durchfliegenden Geschossen unterbrechbaren fotoelektrischen Lichtschranken mit je einem Lichtsender und -empfänger, durch eine Speicheranordnung zum Speichern der Lichtempfängersignale, durch eine Abfrageanordnung zum aufeinanderfolgenden Abfragen und Übertragen der gespeicherten, mit den Durchschusspunkt-Koordinaten verknüpften Signalen und durch eine Anzeigeordnung für die Anzeige dieser Koordinaten.
Das erfindungsgemässe Treffbildanzeigegerät weist die folgenden bedeutenden Vorteile auf:
Die Geschosse werden durch die Lichtschranken in keiner Weise beeinflusst. Aber auch umgekehrt erfolgt keine Beschädigung des Geräts durch die Geschosse, so dass das Gerät praktisch unbegrenzt brauchbar bleibt.
Das Abfragen der Speicher und die Übertragung der gespeicherten Werte kann ausserordentlich schnell vor sich gehen, so dass mit hohen Schusskadenzen gearbeitet werden kann. Da die Werte alle über ein einziges zweipoliges Kabel als Serieninformation (Impulsfolge) übertragen werden können, ist der Leitungsaufwand auch bei sehr genauer Ermittlung der Koordinaten immer gleich gering. Auch ein drahtloser Übertragungskanal kann vorgesehen werden (Sender und Empfänger): infolgedessen ist es ohne grossen Aufwand möglich, die Anzeigeanordnung in sicherer Entfernung von den Lichtschranken unterzubringen, z. B. in einem Bunker.
Die Anzeige erfolgt ohne weiteres in numerischer dezimaler Form.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung soll im folgenden unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben werden:
Fig. la und 1b zeigen das Blockschaltbild des Gerätes, und
Fig. 2 stellt schematisch einen Ausschnitt aus dem Lichtschrankengitter dar, das durch die Lichtschranken des in Fig. 1 dargestellten Rahmens gebildet wird,
Fig. 3 zeigt das Blockschaltbild eines Lichtsenders mit dem zugeordneten Lichtempfänger.
In Fig. la ist schematisch der Rahmen 10 dargestellt, der auf den Streben 12, 14 je 200, in gleichem Abstand voneinander angeordnete Lichtsender 90 trägt.
Die in der Strebe 12 angeordneten Lichtsender unterteilen mit ihren Lichtstrahlen das Innere des Rahmens in 200 gleiche Abstände, und entsprechendes gilt für die Lichtsender in der Strebe 14. Bei einer Gesamtabmessung des Lichtschrankengitters von beispielsweise 2X2 m ist jede Lichtschranke etwa 1 cm breit. Das kleinste zulässige Kaliber ist somit 20 mm; die Durchschusskoordinaten werden mit einer Genauigkeit von 1 cm ermittelt werden können. Die Lichtsender werden über eine Zuleitung 16 aus einem Transdormator 18 mit nachgeschaltetem Gleichrichter und Siebkette bzw.
aus einer Gleichspannungsquelle mit Gleichspannung versorgt.
Die Streben 20 und 22 des Rahmens 10, die den Streben 12 bzw. 14 gegenüberliegen, nehmen die Lichtempfänger 92 auf, und zwar die Strebe 22 die der senkrechten Koordinate (y-Koordinate) zugeordneten Lichtempfänger und die Strebe 20 die der horizontalen Koordinate (x-Koordinate) zugeordneten.
Die Lichtsender 90 und die Lichtempfänger 92 sind als in den Rahmen 10 einsetzbare selbständige Einheiten (Bausteine) ausgebildet und weisen jeweils eine einfache Optik in Form einer Plankonvex-Linse 72 bzw. 74 auf (Fig. 3), wobei als Lichtquelle eine Glühlampe 70 mit einem Faden von möglichst kleiner Ausdehnung vorgesehen ist. Durch die Linsen 72, 74 wird gewährleistet, dass die Lichtempfänger nur von den zugehörigen Lichtsendern bestrahlt werden und nicht durch benachbarte Lichtquellen beeinflusst werden. Die Lichtempfänger-Einheiten weisen als eigentlichen Lichtau*neh- mer einen Phototransistor 76 auf, einen Hochpass 78, einen dreistufigen Verstärker 80 und einen Schmitt Trigger 82.
Zwischen dem Phototransistor 76 und der Linse 74 ist im Brennpunkt der Linse eine Blende 84 angeordnet, deren Öffnung so bemessen ist, dass die Abbildung der dem zugehörigen Lichtsender benachbarten Lichtsender verhindert wird. Durch die Verstärkung des Verstärkers 80 wird der durch die Blende auftretende Lichtverlust wieder ausgeglichen. Die vorgesehenen Silizium-Phototransistoren 76 weisen neben einer hohen Grenzfrequenz auch eine niedrige Ausgangs-Impedanz auf. Der dem Transistor nachgeschaltete Hochpass 78 ist so bemessen, dass nur Impulse mit einer Anstiegszeit ta Z 50 Mikrosek. an den nachfolgenden Verstärker 80 weitergegeben werden. Dieser hebt die schwachen Impulse des Phototransistors auf einen Pegel von mindestens 3 V an.
Der nachgeschaltete Schmitt-Trigger 82 wandelt die bisher noch glockenförmigen Impulse in Rechteckimpulse mit normierten Ansteigszeiten um, so dass sie in dem nachfolgenden Logiksystem weiterverarbeitet werden können. Jedem der Lichtempfänger 92 ist noch eine bistabile Kippschaltung (y-Speicher bzw.
x-Speicher) zugeordnet, die mit 24 bzw. 26 bezeichnet sind. Mit den von dem Schmitt-Trigger 82 ausgehenden Rechteckimpulsen werden die Speicher 24 bzw. 26 gesetzt (umgeschaltet).
Sobald ein Geschoss durch den Rahmen fliegt, werden mindestens zwei der Lichtschranken ganz unterbrochen und dementsprechend mindestens eine der Speicherschaltungen für die x-Richtung und eine der Speicherschaltungen für die y-Richtung umgeschaltet. Ein Schussdetektor 28 spricht auf das Durchfliegen des Geschosses bzw. das Kippen der Kippschaltungen an und setzt nach einer angemessenen Verzögerungszeit z. B.
einer ms über ein Kommandowerk 30 einen Taktgeber 32 in Betrieb. Die Taktfrequenz ist vorgegeben; sie braucht aber nicht besonders stabilisiert zu werden. Der Taktgeber 32 ist ein Teil der Abfrageanordnung. Er arbeitet mit einer solchen Frequenz, dass zwischen zwei aufeinanderfolgenden Schüssen alle Speicher nacheinander angefragt werden können. Seine Frequenz muss demgemäss um so höher gewählt werden, je mehr Lichtschranken vorgesehen sind und je geringer der zeitliche Abstand zwischen zwei aufeinanderfolgenden Schüssen ist. Die Impulse des Taktgebers 32 werden in einen y-Abfragezähler 34 und einen x-Abfragezähler 36 eingezählt. Die jeweilige augenblickliche Stellung der Zähler bildet die Adresse für das Abfragen aller Speicher hintereinander mit Hilfe eines zugeordneten y-Vergleichers bzw. Komparators 38 bzw. x-Komparators 40.
Sobald in diesen Komparatoren der erste umgeschaltete Speicher ermittelt wird, wird vom Komparator ein entsprechendes Signal zum Kommandowerk 30 übertragen, und der Taktgeber stillgesetzt. Nach einer kurzen Verzögerungszeit setzt das Kommandowerk den Takt geber wieder in Betrieb, und es erfolgt eine Ansteuerung des anderen Komparators. Bei jedem Schuss werden also zwei deutlich voneinander getrennte Impulsfolgen abgegeben, jeweils eine für jeden Koordinatenwert.
Nach Abgabe der zweiten Impulsfolge schaltet das Kommandowerk den Taktgeber wieder aus und in Bereitstellung für den nächsten Schuss; ausserdem werden die Speicher sowie die x- und y-Zählwerke wieder zurückgeschaltet.
Bei dem beschriebenen Ausführungsbeispiel gibt der Taktgeber 32 für jede Koordinate maximal 200 Impulse ab, und die jeweils erreichte Anzahl von Impulsen entspricht der Lage der jeweils unterbrochenen Lichtschranke. Zugleich mit dem Abfragevorgang werden die Impulse des Taktgebers 32 über einen Impedanzwand ler 42 und auf ein Breitbandkabel 44 übertragen. Für die Stromversorgung der Baugruppe, die bisher beschrieben worden ist, ist ein eigenes Netzgerät 46 vorgesehen. Das Breitbandkabel 44, z. B. ein Koaxialkabel mit 60 Q Wellenwiderstand, und die Zuleitung 48 zum Netzteil 46 können praktisch in beliebiger Länge ausgeführt werden, beispielsweise mehr als 100 m lang sein.
Wenn der Taktgeber z. B. eine Impulsfolgefrequenz von 20 kHz besitzt, so haben die Impulse einen Abstand von 50 Mikrosek. Für das Abfragen der 200+200 Speicher vergehen also 400X50 Mikrosek.
20 ms. Ohne Berücksichtigung der kurzen Verzögerungszeit in der Grössenanordnung von etwa 1 ms nach dem Schuss sowie nach der Pause zwischen den beiden Impulsen und nach der zweiten Impulsfolge darf also der Abstand zwischen zwei aufeinanderfolgenden auszuwertenden Schüssen nicht geringer sein als 20 ms, was einer Kadenz von 3000 Schuss/min entspricht.
Die Impulse, die über das Kabel 44 eintreffen, werden ebenfalls gezählt, nachdem sie durch eine Anpassungsstufe 50 für die Weiterverarbeitung umgeformt worden sind. Ein Adressenzähler 52 sorgt dafür, dass die Koordinaten aufeinanderfolgender Schüsse auf beispielsweise untereinander angeordneten, von entsprechenden Zählerstufen gesteuerten Ziffernanzeigeröhren 54c dargestellt werden. Bei einer Rahmengrösse von 2X2 m und einer Genauigkeit von 1 cm müssen für jeden Koordinatenwert drei Ziffernanzeigeröhren vorgesehen sein; die Koordinaten können dann direkt abgelesen werden. Für jeden Schuss sind also sechs Ziffernanzeigeröhren erforderlich. In Fig. 1b sind beispielsweise die ersten elf von insgesamt zwanzig aus je sechs Ziffernanzeigeröhren bestehenden Anzeigeeinrichtungen 54a angesteuert worden.
Der Adressenzähler 52 sorgt dabei für die Umschaltung nach jeweils einem von dem Takt geber 32 ausgesandten Impulsfolgepaar, so dass Schussserien von bis zu 20 Schuss gemeinsam angezeigt werden können. Bei Fortsetzung des Beschusses müssen die
Anzeigezähler 54b dann zunächst durch eine Löschtaste 56 gelöscht werden. Bei Beschuss mit grösseren Kalibern muss die Kaliberkorrektureinrichtung 58 mittels eines Schalters 60 betätigt werden.
Die entsprechenden zu addierenden Signale werden den Anzeigezählern über ein Kommandowerk 62 zugeführt. Auch die Anzeigeordnung 54 ist mit einem eigenen Netzteil 64 versehen. Zweckmässig wird ein Trenntransformator vorgesehen, wodurch die Berührungs-Sicherheit gewährleistet ist.
Fig. 2 zeigt schematisch einen Ausschnitt aus dem
Lichtschrankengitter. Der mit A, B, C und D angedeuteten Geschosse unterbrechen je mindestens eine Lichtschranke in jeder Koordinatenrichtung. Da der Impulsgenerator 32 (Taktgeber) stillgesetzt wird, wenn die erste umgeschaltete Kippschaltung jeder Koordinatenrichtung ermittelt worden ist, wird bei Abtastrichtung gemäss den Pfeilen X und Y als Durchschusspunkt der mit x gekennzeichnete Schnittpunkt zweier Lichtschranken angegeben. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit der Korrektur bei grösseren Kalibern, z. B. bei D.
In einfacher Weise kann dafür gesorgt werden, dass der Schussdetektor 28 nur dann ausgelöst wird, wenn ein Geschoss durch das Lichtschrankengitter fliegt, nicht aber bei Durchfliegen langsamerer Objekte, beispielsweise Vögel oder Blätter oder auch grössere Insekten. Zu diesem Zweck ist in die Zuleitung von den Lichtempfängern 76 der Hochpass 78 eingeschaltet.
Dieser bewirkt, dass nur kurze Impulse einer vorgegebenen maximalen Zeitdauer übertragen werden, nicht aber längere Impulse. Ein ausgeführtes Gerät spricht nur auf Objekte mit einer Geschwindigkeit von mehr als 200 m/s an. Durch eine Erweiterung der Anordnung ist es auch möglich, die Dauer der Unterbrechung der Lichtschranken selbst zu bestimmen; aus der bekannten Länge der Geschosse lässt sich danach die Geschwindigkeit der Geschosse ermitteln. Eine entsprechende Anzeige kann in der Anzeigeordnung vorgesehen werden; die Übertragung über das Kabel 44 kann z. B. nach dem Zeitmultiplexverfahren in den Pausen zwischen den Koordinaten-Impulsfolgen vorgesehen sein.
An die Anzeigeanordnung lassen sich Drucker für die Registrierung der Koordinatenwerte und ggf. der Geschossgeschwindigkeiten in bekannter Weise anschliessen.
Der zeitliche Abstand der ersten Impulse jeder zweiten Impulfsfolge ist die Zeit zwischen zwei aufeinanderfolgenden Schüssen; diese Zeit lässt sich ebenfalls leicht in der Anzeigeanordnung ermitteln und anzeigen, so dass die Kadenz festgestellt und ausgedruckt werden kann.
Bei der Vielzahl der in der Anlage vorgesehenen Bauelemente kommen zur Erzielung einer grossen Zuverlässigkeit und Störunanfälligkeit vorzugsweise monolithische (integrierte) Schaltkreise zur Anwendung.
Vor Inbetriebnahme des Gerätes, d. h. vor Beginn einer Messung kann ein automatisches Prüfprogramm zur schnellen Feststellung defekter Glühlampen 70 eingeschaltet werden. Damit können gleichzeitig auch alle Lichtempfänger auf ihre Funktion überprüft werden.
Damit die Justierung der Lichtsender und deren gegenseitiger Abstand sich möglichst wenig ändern, z. B.
infolge von Temperaturschwankungen, ist der Rahmen 10 zweckmässig mit einem wärmestrahlungreflektierenden, hellen, z. B. weissen oder silberfarbigen Anstrich versehen. Es muss natürlich dafür gesorgt werden, dass die Lichtempfänger bei Dauerlicht - z. B. Sonneneinstrahlung - nicht ausgelöst werden.
Der verwindungssteife Rahmen 10 mit den Lichtsendern und -empfängern, den Speicherschaltungen und der Abfrageanordnung wird z. B. durch spitzwinklig angeordnete Abweiser oder eine andere Panzerung gegen Beschädigung durch die Geschosse geschützt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCHTreffbildanzeigegerät für die Ermittlung der Durchschusspunktkoordinaten von Geschossen mit elektrischer Übertragung der ermittelten Werte, gekennzeich net durch eine Vielzahl von in den beiden Koordinatenrichtungen angeordneten und von den durchfliegenden Geschossen (A, B, C, D) unterbrechbaren fotoelektrischen Lichtschranken mit je einem Lichtsender und -empfänger, durch eine Speicheranordnung (24, 26) zum Speichern der Lichtempfängersignale, durch eine Abfrageanordnung (30, 32, 34, 36) zum aufeinanderfolgenden Abfragen und Übertragen der gespeicherten, mit den Durchschusspunkt-Koordinaten verknüpften Signalen und durch eine Anzeigeanordnung (54) für die Anzeige dieser Koordinaten.UNTERANSPRÜCHE 1. Treffbildanzeigegerät nach dem Patentanspruch, gekennzeichnet durch einen rechteckigen, verwindungssteifen Rahmen (10) als Träger für die Lichtsender und -empfänger, der in zwei aneinanderstossenden Streben (12, 14) justierbar die Lichtsender und in den jeweils gegenüberliegenden Streben (20, 22) die zugeordneten Lichtempfänger aufnimmt.2. Treffbildanzeigegerät nach dem Unteranspruch 1, gekennzeichnet durch einen wärmestrahlungreflektierenden Anstrich des Rahmens.3. Treffbildanzeigegerät nach dem Patentanspruch, gekennzeichnet durch einen Lichtsender mit konstantem Lichtstrom und einen Lichtempfänger, z. B. einen Phototransistor oder eine Photodiode, dem ein Hochpass (78) solcher Bemessung nachgeschaltet ist, dass nur Impulse mit einer Anstiegszeit ta / 50 Mikrosek. an einen nachfolgenden Verstärker (80) weitergegeben wer den.4. Treffbildanzeigegerät nach dem Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass jedem Lichtempfänger als Speicher eine bistabile Kippstufe (24, 26) nachgeschaltet ist, die bei Unterbrechnung der zugeordneten Lichtschranke bis zum Eintreffen eines Löschsignals umgeschaltet bleibt.5. Treffbildanzeigegerät nach dem Unteranspruch 4, gekennzeichnet durch eine Messeinrichtung für die aus der Dauer der Lichtschrankenunterbrechung bei vorgegebener Geschossabmessung zu ermittelnde Geschossgeschwindigkeit.6. Treffbildanzeigegerät nach dem Unter anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Abfrageanordnung einen Taktgeber, z. B. einen Impulsgenerator (32) aufweist, der durch Unterbrechen einer Lichtschranke über einen Schussdetektor (28) auslösbar ist, wobei jeder Koordinatenrichtung ein Zählwerk (34, 36) zugeordnet ist für das Einzählen der vom Taktgeber abgegebenen Impulse, dass jedem Zählwerk ein Koordinatenvergleicher (38, 40) zugeordnet ist für die Abfrage der Kippschaltungen nacheinander gemäss der jeweiligen Stellung des Zählwerks als Ansteuerungsadresse zwecks Ermittlung der umgeschalteten Kippschaltungen, und dass der Taktgeber durch einen Ausgangsimpuls des Koordinatenvergleichers stillsetzbar ist bei Ermittlung der ersten umgeschalteten Kippschaltung jeder Koordinatenrichtung.7. Treffbildanzeigegerät nach dem Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die bei jedem Schuss für die Koordinaten ermittelten Impulsfolgen, deren Impulszahl der Stellung der ersten unterbrochenen Lichtschranken entspricht, nacheinander zur Anzeigeanordnung übertragbar sind.8. Treffbildanzeigegerät nach dem Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Anzeigeanordnung (54) Anzeigeeinrichtungen für die numerische Angabe der unterbrochenen Lichtschrankenkoordinaten zugleich mit den übertragenen Impulszahlen aufweist.9. Treffbildanzeigegerät nach dem Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Kippschaltungen und die Zählwerke nach Übertragung der Impulsfolgen automatisch zurückstellbar sind.10. Treffbildanzeigegerät nach dem Unteranspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Anzeigeeinrichtungen (54a) Ziffernanzeigeröhren (54b) für jede Dekade der Koordinaten sowie zugeordnete Zählschaltungen (34,36) für die Impulsfolge umfassen.11. Treffbildanzeigegerät nach dem Unteranspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Anzeigeanordnung (54) eine Mehrzahl von automatisch nacheinander angesteuerten Anzeige einrichtungen (54a) für mehrere aufeinanderfolgende Schüsse aufweist.12. Treffbildanzeigegerät nach dem Unteranspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass eine Löscheinrichtung (56) für das gemeinsame Löschen der Anzeigen aller Anzeigeeinrichtungen vorgesehen ist.13. Treffbildanzeigegerät nach dem Unteranspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Anzeigeanordnung eine Korrekturschaltung (58, 60) für die Koordinatenreduktion bei Unterbrechung mehrerer Lichtschranken durch Geschosse grösserer Kaliber aufweist.14. Treffbildanzeigegerät nach dem Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Anzeigeanordnung einen Ausgang aufweist, an den z. B. ein Drucker für das Ausdrucken der ermittelten Koordinatenwerte anschliessbar ist.15. Treffbildanzeigegerät nach dem Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Anzeigeanordnung eine Kadenzanzeigeeinrichtung aufweist für die Anzeige der aus dem zeitlichen Abstand der ersten Impulse zweier aufeinanderfolgender Impulsfolgenpaare ermittelten Schusskadenz.16. Treffbildanzeigegerät nach dem Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es aus zwei räumlich voneinander getrennten Baugruppen besteht, nämlich aus dem Rahmenteil, bestehend aus dem Rahmen (10), der Speicheranordnung (24, 26), der Abfrageanordnung (30, 32) sowie einem ersten Netzteil (46) einerseits und der Anzeigeanordnung (54) mit einem zugeordneten zweiten Netzteil (64) andererseits, welche beiden Baugruppen durch ein Netzspannungskabel (48) für die Stromversorgung der genannten Geräte und ein zweipoliges Kabel (44) zur Signalübertragung verbunden sind.17. Treffbildanzeigegerät nach dem Unteranspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass der Rahmenteil mit den genannten Geräten gegen Beschuss gepanzert ist.18. Treffbildanzeigegerät nach dem Unteranspruch 17, dadurch gekennzeichnet dass das Signalübertragungskabel (44) über einen Impedanzwandler (42) an den Rahmenteil und über eine Anpassungsstufe (50) an die Anzeigeanordnung (54) angeschlossen ist.
Priority Applications (5)
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| DE19681703171 DE1703171A1 (de) | 1968-04-11 | 1968-04-11 | Treffbildanzeigegeraet fuer die Ermittlung der Durchschusspunktkoordinaten von Geschossen |
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Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
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| CH524128A true CH524128A (de) | 1972-06-15 |
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Family Applications (1)
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| CH342070A CH524128A (de) | 1968-04-11 | 1970-03-09 | Treffbildanzeigegerät für die Ermittlung der Durchschusspunktkoordinaten von Geschossen |
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1970
- 1970-03-09 CH CH342070A patent/CH524128A/de not_active IP Right Cessation
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| PL | Patent ceased |