Schaltungsanordnung für Fernmeldevermittlungsanlagen mit Prüfstromkreisen für Zwischenleitungsprüfung Die Erfindung des Hauptpatentes betrifft eine Schal tungsanordnung für Fernmeldevermittlungsanlagen, insbe sondere Fernsprechvermittlungsanlagen mit Prüfstromkrei sen, über die der belegbare oder belegte Zustand von Zwi schenleitungen eines Koppelfeldes vor einer Belegung der letzteren feststellbar ist, wozu an einem Ende einer zu prü fenden Zwischenleitung an deren Halteader ein sich von dem ihren Besetztzustand anzeigenden Potential unterschei dendes Prüfpotential über einen Vorwiderstand anschaltbar ist, der gegenüber dem Innenwiderstand eines zur Anschal tung des den Besetztzustand anzeigenden Potentials vorge sehenen Stromkreis hochohmig ist,
und an das andere Ende derselben Zwischenleitung ebenfalls an deren Halteader eine das hochohmig angeschaltete Prüfpotential auswer tende Prüfschaltung anschaltbar ist.
Im vorliegenden Zusatzpatent wird angegeben, wie die zu einer derartigen Schaltungsanordnung gehörende Prüf schaltung dazu ausgnutzt werden kann, nicht nur den Zu stand der dort unmittelbar angeschlossenen Zwischenlei tung, sondern auch in vorteilhafter Weise den Zustand weite rer Zwischenleitungen zu erfassen. Dabei werden die Vor teile der im Hauptpatent erfassten Schaltungsanordnung mit Prüfstromkreisen voll beibehalten, es werden nämlich z. B. die betreffenden Zwischenleitungen nicht nur auf ihren Zu stand, ob frei oder belegt, geprüft, sondern auch in bezug auf die Funktionsfähigkeit ihrer Halteadern. Ist eine Halte ader nicht unterbrochen, so kann in der Regel damit gerech net werden, dass auch die übrigen zugehörigen Adern nicht unterbrochen sind.
Die erfindungsgemässe Schaltungsanordnung ist dadurch gekennzeichnet, dass das Prüfpotential an die Halteader der Zwischenleitung mindestens über eine Halteader einer weite ren Zwischenleitung angeschaltet wird, mit der sie über einen dazwischen liegenden Koppler mittels Koppelpunkt kontakten verbindbar ist, bei dem hierzu die erwähnten Hal teadern derart miteinander verkoppelt sind, dass dort zwar das Prüfpotential, nicht aber das den Besetztzustand anzei gende Potential weitergeleitet wird, so dass die Prüfschal tung bei der Auswertung des Prüfpotentials ausser dem Zu stand der dort unmittelbar angeschlossenen Zwischenleitung auch den Zustand weiterer Zwischenleitungen erfasst.
Sind mehrere an Prüfschaltungen angeschaltete Zwi schenleitungen vorhanden, so kann die erfindungsgemässe Schaltungsanordnung zur Suche und Auswahl eines durchzu schaltenden Verbindungsweges betrieben werden, der über ein Koppelfeld mit fächerförmiger Wegeführung führt. Hierzu werden die Prüfschaltungen zu einer Auswahlschal tung zusammengefasst, die unter den Prüfpotential übertra genen angeschalteten Zwischenleitungen eine auswählt, die den Verbindungsweg bestimmt. Die erwähnte fächerförmige Wegeführung ist an sich bereits bekannt (siehe Nachrich tentechnische Zeitschrift , 1965, Seite 593 bis 597, insbeson dere Bild 7) und ist darüber hinaus auch bei bekannten Kop pelanordnungen mit sogenanntem Sternverhalten (siehe DAS<B>1262</B> 361) vorhanden.
Der Fachmann ist also ohne wei teres in der Lage, bei einer in Frage kommenden Schal tungsanordnung eine derartige Wegeführung vorzusehen.
Die bei der Suche und Auswahl des durchzuschaltenden Verbindungsweges vorgesehene Mitausnutzung von Halte adern hat zur Folge, dass ein besonderes Wegesuchnetz ein gespart wird. Ähnliche Einsparungen sind zwar bereits be kannt (siehe DAS 1 238 964 und 1 243 245), es ist dort je doch die besonders günstige Methode nicht vorgesehen, le diglich Prüfstromkreise zu verwenden, die über die Halte adern von Zwischenleitungen verlaufen und ausserdem nicht nur deren Zustand, ob frei oder belegt, sondern auch deren Funktionsfähigkeit prüfen. Es können auch Reihenhalteadern vorgesehen sein, die in Abschnitte aufgeteilt sind. Solche Reihenhalteadern führen z.
B. auch über als Zwischenlei tungsrelais ausnutzbare Relais, wobei der von einem Arbeits kontakt mindestens eines an einer Aufteilungsstelle liegen den derartigen Relais für den benachbarten Abschnitt der Halteader zu schliessende Haltestromkreis bereits beim Durchschalten der dortigen Koppelpunktkontakte vorüber gehend bis zu Schliessen des erwähnten Arbeitskontaktes des Relais über eine zusätzliche zentralisierte Stromquelle geschlossen ist (siehe deutsche Patentschrift<B>1800</B> 950 Koppelfeld einer Vermittlung, insbesondere für Fernsprech zwecke, mit Reihenhalteadern ).
Die Erfindung wird im einzelnen anhand mehrerer Figu ren beispielsweise erläutert.
Davon zeigt die Fig. 1 ein Beispiel für ein in Frage kom- tuendes Koppelfeld, das aus mehreren dreistufigen Teilkop pelfeldern mit jeweils fächerförmiger Wegeführung besteht.
Die Fig. 2 zeigt eine an sich bekannte über drei Koppel stufen führende Reihenhalteader. Die Fig. 3 zeigt die zusätz lich erforderlichen Schaltmittel, um ausser einer Zwischenlei tung weitere mit ihr verbindbare Zwischenleitungen zu prü fen.
Die Fig. 4 zeigt eine in zwei Teile aufgeteilte über sechs Koppelstufen führende Reihenhalteader, die Prüfstromkreise gemäss der Erfindung aufweist.
Die Fig. 5 zeigt eine über drei Koppelstufen führende und in drei Teile aufgeteilte Reihenhalteader, die ebenfalls Prüfstromkreise gemäss der Erfindung aufweist.
Eine Beispiel für ein Koppelfeld, bei dem der Zustand von Zwischenleitungen vor einer Belegung der letzteren festzustellen ist, ist in der Fig. 1 gezeigt. Es handelt sich hier um ein an sich bekanntes Koppelfeld (siehe DAS 1 275 149, Fig. 2 samt zugehöriger Beschreibung), das aus jeweils drei stufigen Koppelfeldteilen aufgebaut ist, die mit KT1 ... KTs bezeichnet sind. Die Koppelstufen sind mit A, B und C be zeichnet. Im Koppelfeldteil KT1 findet sich z. B. die Zwi schenleitung 1bc, die über den Koppler KBy mittels Koppel punktkontakten mit weiteren Zwischenleitungen verbindbar ist, zu denen die Zwischenleitung lab gehört. Zur Erfassung des Zustandes dieser Zwischenleitungen lässt sich nun die er- findungsgemässe Schaltungsanordnung anwenden.
Wie be reits angegeben, wird hierzu das Prüfpotential an Halte adern angeschaltet. Der Verlauf der in Reihe liegenden Hal teadern, die zu diesen Zwischenleitungen gehören, ist in der Fig. 2 gezeigt. Sie gehören zu einem Verbindungsweg, der vom Koppelfeldeingang T zum Koppelfeldausgang R führt. Am Koppelfeldeingang T ist beispielsweise eine Teilnehmer schaltung mit dem Relais Lt angeschlossen. Die beim zuge hörigen Koppelfeldeingang bzw. Koppelfeldausgang liegen den Kontakte t und r sind vor der Durchschaltung eines Verbindungsweges zu schliessen und können dadurch, dass mindestens einer dieser Kontakte geöffnet wird, zum Auslö sen der Verbindung ausgenutzt werden. In diese Halteadern sind in an sich bekannter Weise (siehe z. B.
DPS 1048 956, Fig. 10) die Haltewicklungen von Koppelrelais eingefügt, die zu Relaiskopplern gehören, sowie Arbeitskontakte dieser Koppelrelais. Die gezeigten Haltewicklungen sind mit IIKa, IIKb und IIKc bezeichnet. Die zugehörigen Arbeitskontakte sind mit ka, kb und kc bezeichnet. Die in die Halteadern ein gefügten Vielfachschaltungszeichen j, m,1, n, o und p weisen auf die bei den Relaiskopplern vorhandenen Verzweigungen der Halteadern hin. Das Koppelrelais IIKa gehört zu einem Relaiskoppler der Koppelstufe A, das Koppelrelais IIKb ge hört zu dem Relaiskoppler KBy der Koppelstufe B und das Koppelrelais IIKc gehört zu einem Relaiskoppler der Kop pelstufe C. Die dargestellten Halteadern sind mit cab und cbc bezeichnet.
Wenn die zugehörigen Zwischenleitungen lab und 1bc besetzt sind, so sind ausser den Kontakten t und r auch die Arbeitskontakte ka, kb und kc der zugehöri gen Koppelrelais geschlossen. Von der Klemme mit dem Po tential -U fliesst dann ein Haltestrom über das Relais Lt, die Haltewicklung IIKa, die Halteader cab, die Haltewick lung IIKb, die Halteader cbc und die Haltewicklung IIKc zum Masseanschluss, wobei auch die bereits erwähnten ge schlossenen Kontakte benutzt werden. Das Potential -U ist hierbei über die relativ niederohmigen Widerstände der Wicklungen der Koppelrelais und des Relais Lt wirksam.
Dies hat zur Folge, dass sich ein an eine Halteader gegebe nenfalls demgegenüber hochohmig angeschaltetes Prüfpoten tial sich nur dann auswirken kann, wenn durch die Halte ader kein Haltestrom fliesst, wie es auch im Hauptpatent er läutert ist. Eine an das betreffende Ende einer Zwischenlei tung angeschaltete Prüfschaltung wertet daher das hochoh- mig angeschaltete Prüfpotential nur in der vorgesehenen Weise aus, sie stellt nämlich mittels dieses Prüfpotentials nur dann fest, dass eine Zwischenleitung nicht belegt ist, wenn dies tatsächlich nicht der Fall ist.
In der Fig. 3 ist nun ein Beispiel für eine Schaltungsan ordnung gezeigt, die sich ergibt, wenn die in Fig. 2 gezeigte Anordnung mit Reihenhalteadern derart ausgestaltet wird, dass das Prüfpotential an die Halteader cbc der Zwischenlei tung 1bc über die Halteader cab der weiteren Zwischenlei tung lab angeschaltet wird. In entsprechender Weise kön nen auch an andere zum Koppelfeldteil KT1 gehörende und der Zwischenleitung 1bc entsprechende Zwischenleitungen mit Prüfpotential beliefert werden. Ferner kann auch an die Halteader jeder dieser Zwischenleitungen das Prüfpotential über Halteadern mehrerer weiterer Zwischenleitungen ange schaltet werden. Es ist nämlich z.
B. die Halteader cbc über den Relaiskoppler KBy nicht nur mit der Halteader cab der Zwischenleitung lab sondern auch mit Halteadern anderer weiterer Zwischenleitungen verbindbar, da gemäss Fig. 1 von dort mehrere Zwischenleitungen zur Koppelstufe A füh ren. An die Halteadern, zu denen die Halteader cbc gehört, wird das Prüfpotential nicht unmittelbar mindestens über eine Halteader einer weiteren Zwischenleitung angeschaltet. Hierzu sind die jeweils in Frage kommenden Halteadern bei dem Koppler, über den sie verbindbar sind, miteinander ver koppelt. Bei dem Koppler KBy sind die Halteadern dieser Zwischenleitungen in dem dem Koppler KBy zugeordneten Knotenpunkt By miteinander verbunden.
Dabei ist jedoch unmittelbar bei diesem Knotenpunkt in jeden Halteaderan- schluss ein Gleichrichter eingefügt. Hierzu gehören die Gleichrichter 1Gb und 2Gb. Jeder dieser Gleichrichter wird durch das Prüfpotential +U, das gegebenenfalls über den Kontakt ax zugeführt wird, in Durchlassrichtung bean sprucht. Die Vielfachschaltungszeichen n und 1, die beim Knotenpunkt By vorgesehen sind, zeigen an, dass sich dort die Halteadernanschlüsse verzweigen. Sie entsprechen den Vielfachschaltungszeichen 1 und n, über die Halteadern zum Koppler KBy führen.
Wenn das Prüfpotential +U über die Halteader cab, über den Gleichrichter 1Gb, den Knoten punkt By, den Gleichrichter 2Gb und die Halteader cbe bis zur Prüfschaltung P weitergeleitet wird, so wird dadurch an gezeigt, dass beide erwähnten Halteadern nicht belegt sind. Die Prüfschaltung P erfasst also bei der Auswertung des Prüfpotentials ausser dem Zustand der dort unmittelbar an geschlossenen Zwischenleitung 1bc mit der Halteader cbc auch den Zustand der weiteren Zwischenleitung lab mit der Halteader cab.
In die abgehenden mit Gleichrichtern versehenen Hal- teadernanschlüsse, die bei Knotenpunkten vorgesehen sind, an die fallweise Prüfpotential direkt, wie z. B. beim Knoten punkt Ax, oder indirekt, wie z. B. bei dem Knotenpunkt By angeschaltet wird, sind ausser Gleichrichtern auch hochoh- mige Widerstände eingefügt. So ist beim Knotenpunkt Ax der in Reihe zum Gleichrichter Ga liegende Widerstand Wa und beim Knotenpunkt By der in Reihe zum Gleichrichter 2Gb liegende Widerstand Wb eingefügt.
Die Widerstände, die bei Knotenpunkten mit direkter Anschaltung von Prüfpo tential eingefügt sind, haben- einen wesentlich kleineren Widerstand als die bei den anderen Knotenpunkten einge fügten Widerstände. Alle Widerstände sind jedoch gegen über den Widerständen der Relaiswicklungen hochohmig. Dabei ist aber gemäss der angegebenen Regel z. B. der Widerstandswert des Widerstandes Wa kleiner als der des Widerstandes Wb. Die Funktionen dieser Widerstände .wer den später im einzelnen erläutert.
Zu dem Koppler der Koppelstufe C, zu dem unter ande rem die Haltewicklung IIKc gehört, führt nun, wie ein Ver gleich mit der Fig. 1 zeigt, nicht nur die Zwischenleitung lbc mit ihrer Halteader cbc, sondern es führen dorthin noch wei tere Zwischenleitungen mit ihren Halteadern. Auch diesem Koppler ist hier ein Knotenpunkt, nämlich der Knotenpunkt Cz zugeordnet, bei dem in die Halteadernanschlüsse Gleich richter eingefügt sind. Es kann dann mit Hilfe der dort ange schlossenen Prüfschaltung P, siehe Fig. 3, der Belegungszu stand aller Zwischenleitungen erfasst werden, die zum zu geordneten Koppler der Koppelstufe C hinführen.
Eine ent sprechende Technik kann auch für die Anschaltung des Prüfpotentials +U vorgesehen werden. Deshalb wird bei der Anordnung gemäss Fig. 3 das Prüfpotential +U über den Kontakt ax fallweise an den Knotenpunkt Ax angeschaltet, der demjenigen Koppler der Koppelstufe A zugeordnet ist, zu dem unter anderem die Haltewicklung IIKa gehört. An diesen Knotenpunkt sind über Gleichrichter, zu denen der Gleichrichter Ga gehört, diejenigen Halteadern angeschlos sen, die vom zugeordneten Koppler zur Koppelstufe B füh ren, wozu die Halteader cab gehört. Durch Betätigung des Kontaktes ax wird dann das Prüfpotential +U nicht nur an eine Halteader sondern an alle vom erwähnten Koppler ab gehenden Halteadern angeschaltet.
Die für den Knoten punkt Ax und für den Knotenpunkt Cz vorgesehene Schal tungstechnik kann bei allen zum betreffenden Koppelfeld gehörenden und Kopplern der Koppelstufen A und C zu geordneten Knotenpunkten vorgesehen werden. In die Hal teadernanschlüsse, die bei Knotenpunkten vorgesehen sind, an die fallweise das Prüfpotential +U direkt angeschaltet wird, sind, wie bereits angegeben, ausser Gleichrichtern auch hochohmige Widerstände, wie der Widerstand Wa, ein gefügt. Diese stellen sicher; dass das Prüfpotential hochoh- mig angeschaltet wird. Die Verteilung dieser Widerstände in die einzelnen Halteadernanschlüsse ergibt eine Versorgung mit Prüfpotential, die unabhängig von der Anzahl der je weils freien Verbindungswege ist.
Die Schaltungsanordnung, die wie vorstehend ausgestal tet ist, stellt ein Beispiel für eine Schaltungsanordnung ge- mäss der Erfindung dar, die auch zur Suche und Auswahl eines durchzuschaltenden Verbindungsweges benutzbar ist. Der zugehörige Koppelfeldteil KT1 weist nämlich eine We geführung auf, die fächerförmig von den bei der Koppel stufe A abgehenden Zwischenleitungen über die Koppel stufe B zu den bei der Koppelstufe C ankommenden Zwi schenleitungen führt. Durch Auswahl einer der letzteren Zwischenleitungen wird daher ein Verbindungsweg, der über die drei genannten Koppelstufen führt, festgelegt. Zur Wegesuche wird nun das Prüfpotential +U an die Halteader mindestens einer jeweils für einen angeforderten Verbin dungsweg vorgegebenen in Frage kommenden Zwischenlei tung angelegt.
Dies geschieht hier beispielsweise durch Betä tigung des Kontaktes ax, durch den das Prüfpotential unter anderem an die Halteader cab angeschaltet wird. Wenn die Prüfschaltung P zu einer Auswahlschaltung zusammenge- fasst ist, die unter den Prüfpotential übertragenen angeschal teten Zwischenleitungen eine auswählt, so wird durch diese Auswahl dann ein freier Verbindungsweg bestimmt, der von dem dem Knotenpunkt Ax zugeordneten Koppler der Kop pelstufe A über einen Koppler der Koppelstufe B zu einem Koppler führt, der zur Koppelstufe C gehört. Das Prüfpoten tial +U wird nämlich von der Koppelstufe A aus über die Koppelstufe B zur Koppelstufe C nur über solche Halte adern übertragen, über die kein Haltestrom führt und deren Zwischenleitungen daher nicht belegt sind.
Halteadern, über die ein Haltestrom führt, weisen ein negatives Potential auf, wodurch verhindert wird, das zugehörige Zwischenleitungen bei der Auswahl berücksichtigt werden. Die bei den Knoten punkten vorgesehenen Gleichrichter verhindern, dass negati ves Potential auf Halteadern gelangt, die nicht vom Halte strom durchflossen werden. Die bei Knotenpunkten der Koppelstufe B, wie z. B. dem Knotenpunkt By, eingefügten Widerstände, wie z. B. der Widerstand Wb verhindern, dass das negative den Besetztzu stand einer Halteader anzeigende Potential auch beim zuge hörigen Knotenpunkt eine Potentialverschiebung zu negati vem Potential zustandebringt. Wenn nämlich vom Koppler, der einem derartigen Knotenpunkt zugeordnet ist, noch freie Halteadern von Zwischenleitungen abgehen, hat der Knotenpunkt selber kein negatives Potential aufzuweisen.
Damit sich das positive Prüfpotential über die beim betref fenden Knotenpunkt der Koppelstufe A vorgesehenen Widerstände, wie dem Widerstand Wa, gegenüber dem er wähnten negativen Potential bei Knotenpunkten der Koppel stufe B durchsetzen kann, haben die bei Knotenpunkten der Koppelstufe A vorgesehenen Widerstände kleineren Wider standswert als die bei Knotenpunkten der Koppelstufe B vorgesehenen. Bei der Wahl der Widerstandswerte ist auch zu berücksichtigen, dass unter Umständen ein Knotenpunkt , der Koppelstufe B über mehrere Halteadern gleichzeitig unter dem Einfluss von negativem Potential steht, ohne dass dabei sein Potential die positive Polarität verlieren darf. Die Widerstandswerte von Widerständen bei der Koppelstufe B werden demgemäss in der Regel sogar wesentlich kleiner als die der anderen betreffenden Widerstände sein müssen.
Die anhand der Fig. 3 mitgezeigte Ausnutzung der erfin- dungsgemässen Schaltungsanordnung zur Suche und Aus wahl eines durchzuschaltenden Verbindungsweges kann noch weiter ausgestaltet werden. Es ist dann die Wegesuche in einem Koppelfeld, das aus mehreren Koppelfeldteilen mit jeweils fächerförmiger Wegeführung besteht, wie es in der Fig. 1 gezeigt ist, auch in der Weise möglich, dass ein sich über zwei Koppelfeldteile erstreckender Verbindungsweg durch eine einzige den Koppelfeldteilen gemeinsam zu geordnete Auswahlschaltung aus Prüfschaltungen gesucht und ausgewählt wird. Ein Beispiel für eine derartige Schal tungsanordnung ist in der Fig. 4 gezeigt. Der Verbindungs weg führt hier über die beiden Koppelfeldteile KT1 und KTs, siehe Fig. 1.
Ein derartiger Verbindungsweg ist dort mit den Hinweiszeichen lab, 1bc und 1 bezeichnet und führt von der Teilnehmerschaltung Tn1 zur Teilnehmerschaltung Tn5. Dieser Verbindungsweg besteht aus zwei Teilen, von denen jeder Teil dem anhand der Fig. 3 erläuterten ent spricht und zusätzlich über eine die beiden Koppelfeldteile verbindende Zwischenleitung führt. Die Schaltungsanord nung gemäss Fig. 4 hat nun zunächst zwei Teile, die mit kt1 und kts bezeichnet sind und von denen jeder für sich dem mit ktl bezeichneten Teil der Schaltungsanordnung gemäss Fig. 3 vollständig entspricht. Die Koppelfeldausgänge der Koppelfeldteile KT1 und KTs sind über Zwischenleitungen miteinander verbunden. So sind die Koppelfeldausgänge R1 und R5 über eine Zwischenleitung miteinander verbunden, von der in der Fig. 4 die zugehörige Halteader gezeigt ist.
Die Knotenpunkte der Koppelstufe C sind auch bei der An ordnung gemäss Fig. 4 an eine aus Prüfschaltungen P gebil dete Auswahlschaltung angeschlossen. Zur Suche und Aus wahl eines Verbindungsweges, der von einem Koppler der Koppelstufe A des Koppelfeldteiles KT1 über die Koppelstu fen B und C zu einem Koppler der Koppelstufe A des Kop- pelfeldteiles KTs führt, wird z. B. mit Hilfe der Kontakte ax und axx das Prüfpotential +U angelegt.
Die Auswahlschal tung aus den Prüfschaltungen P wählt dann unter denjeni gen Paaren von Zwischenleitungen, die über Koppler der Koppelstufe C mit der gleichen die beiden Koppelfeldteile verbindenden Zwischenleitung verbindbar sind, dasjenige aus, dessen beide Partner gleichzeitig das Prüfpotential bis zur Auswahlschaltung übertragen. Diese Auswahl wird hier dadurch erleichtert, dass die Zwischenleitungen, die Koppel feldteile miteinander verbinden, dort jeweils zueinander ent- sprechenden Kopplern der im wesentlichen gleich aufgebau ten Koppelfeldteile führen, wie es in der Fig. 1 gezeigt ist.
Die Funktion der Auswahlschaltung kann noch dadurch er leichtert werden, dass sie Eingänge aufweist, die über UND- Schaltungen, die mit jeweils zwei Eingängen versehen sind, an jeweils zwei Knotenpunkte angeschlossen sind, die in den beiden Koppelfeldteilen einander entsprechenden Kopplern zugeordnet sind. Die beabsichtigte Suche und Auswahl eines Verbindungsweges wird dann mittels eines Auswahlvorgan ges der Auswahlschaltung zustande gebracht, bei dem unter denjenigen Eingängen, bei denen das Prüfpotential über die vorgeschaltete UND-Schaltung zugeführt wird, im gegebe nen Fall einer ausgewählt wird, wodurch dann ein Verbin dungsweg zwischen einem Koppler der Koppelstufe A bei dem einen Koppelfeldteil zu einem Koppler der Koppelstufe A beim anderen Koppelfeldteil bestimmt wird.
Wenn vor der Wegesuche und Auswahl auch die beiden Teilnehmer schaltungen individuell festgelegt waren, die bei den erwähn ten Kopplern der Koppelstufe A angeschlossen sind und zwischen denen ein Verbindungsweg zu suchen und auszu wählen ist, so ist mit der beschriebenen Suche und Auswahl eines Verbindungsweges zugleich auch ein Verbindungsweg zwischen diesen beiden Teilnehmerschaltungen festgelegt.
Bei der Schaltungsanordnung gemäss Fig. 4 führt die dort gezeigte die Koppelfeldausgänge R1 und R5 verbin dende Halteader über die beiden Zwischenleitungsrelais ZCCa und ZCCb. Dies hängt hier damit zusammen, dass hier vorgesehen ist, dass die über das Koppelfeld führenden Verbindungswege mittels in Abschnitte aufgeteilter Reihen halteadern im Durchschaltezustand gehalten werden und ge gebenenfalls über diese Reihenhalteadern ausgelöst werden. Durch die Aufteilung in Abschnitte wird erreicht, dass die zur Verfügung stehende Spannung -U/Masse statt wie sonst für die Reihenschaltung aller Reihenhalteadern allein ausge nutzt werden kann. Es wird dadurch z.
B. vermieden, dass bei vorgegebenen Wicklungswiderständen der Halterelais eine in der Regel vorgegebene Betriebsspannung überschrit ten werden muss, wenn ein Verbindungsweg über besonders viel Koppelstufen führt. Die Technik, in Abschnitte aufge teilte Reihenhalteadern zu benutzen, besteht hier darin, dass die zugehörigen Reihenhalteadern ausser über Koppelpunkt kontakte sowie Einstellmitteln für deren Betätigung auch über als Zwischenleitungsrelais ausnutzbare Relais führen und dass der von einem Arbeitskontakt mindestens eines an einer Aufteilungsstelle liegenden Relais für den benachbar ten Abschnitt der Halteader zu schliessende Haltestromkreis bereits beim Durchschalten der dortigen Koppelpunktkon takte vorübergehend bis zum Schliessen des erwähnten Ar beitskontaktes des Relais über eine zusätzliche zentralisierte Stromquelle geschlossen ist.
Bei dem in Fig. 4 gezeigten Schaltungsbeispiel, bei dem diese Technik angewendet ist, haben die auch als Zwischenleitungsrelais ausnutzbaren Re lais ZCCa und ZCCb die Arbeitskontakte zcca und zccb. Ober diese in Reihe liegenden Arbeitskontakte ist gemein sam der Haltestromkreis der über die Koppelfeldteile KT1 und KTs führenden Abschnitte bzw. Zweige der Reihenhal teadern zu schliessen. Der eine Zweig dieses Haltestromkrei ses führt über das Zwischenleitungsrelais ZCCa, über den Koppelstufen C, B und A des Koppelfeldteiles KT1 zugeord nete Einrichtungen, über das Relais Lt1 und über den Kon takt t1, der als Auslösekontakt benutzbar ist.
Der andere Zweig der Reihenhalteadern führt über das Zwischenlei tungsrelais ZCCb, über den Koppelstufen C, B und A des Koppelfeldteiles KTs zugeordnete Einrichtungen, über das Relais Lt5 und über den Kontakt t5, der ebenfalls als Auslö sekontakt ausnutzbar ist. Die zentralisierte Stromquelle E ist parallel zu den beiden Arbeitskontakten zcca und zccb an die Reihenhalteader angeschaltet. Es ist dabei noch der Ent- koppelgleichrichter Gv eingefügt. Das Vielfachschaltungszei chen v weist darauf hin, dass die Stromquelle E über Ent- koppelgleichrichter an weitere Halteadern angeschaltet ist.
Sie hat eine solche Spannung, dass sie den Entkoppelgleich- richter Gv in Durchlassrichtung beansprucht, wenn die Ar beitskontakte geöffnet sind, die Entkoppelgleichrichter dage gen in Sperrichtung beansprucht, wenn die Arbeitskontakte geschlossen sind. Dementsprechend ist der Haltestromkreis in beiden Abschnitten bzw. Zweigen der Reihenhalteadern bereits beim Durchschalten der zugehörigen Koppelpunkt kontakte über die Stromquelle E geschlossen.
Hierbei ist der Entkoppelgleichrichter Gv in Durchlass- richtung beansprucht. Wenn die beim Schliessen dieser Kop pelpunktkontakte unter Strom gesetzten Zwischenleitungsre lais ZCCa und ZCCb ihre Arbeitskontakte zcca und zccb ge schlossen haben, so fliesst der Haltestrom nur noch über diese beiden Arbeitskontakte, der Entkoppelgleichrichter Gv wird in Sperrichtung beansprucht und die Stromquelle E hat keinen Strom mehr zu liefern. Offensichtlich kann der Verbindungsweg wegen des symmetrischen Aufbaues der Anordnung entweder mit Hilfe des Kontaktes t1 oder mit Hilfe des Kontaktes t5 ausgelöst werden. Die Stromquelle E wird nach dem Durchschalten des Verbindungsweges durch eine nicht gezeigte zentrale Steuerung abgeschaltet, damit sie nicht das Auslösen von Verbindungen behindert.
Hierzu kann sie z. B. in zweckmässiger Weise über die Hauptstrom strecke eines Transistors angeschaltet werden, der über seine Basis gesteuert wird. Der an der Hauptstromstrecke auch im leitenden Zustand dieses Transistors auftretende Spannungsabfall bringt dann automatisch zustande, dass die Stromquelle E jeweils eine solche Spannung liefert dass ein Entkoppelgleichrichter fallweise in Durchlassrichtung oder in Sperrichtung beansprucht wird, wie es bereits angegeben wurde.
Der Umstand, dass bei der Schaltungsanordnung ge- mäss Fig. 4 auch eine Aufteilung der Reihenhalteadern vor gesehen ist, verhindert nicht, dass bei der Auswertung des Prüfpotentials durch eine Prüfschaltung oder durch eine aus Prüfschaltungen gebildete Auswahlschaltung ausser dem Zu stand dort unmittelbar angeschlossener Zwischenleitungen auch der Zustand weiterer Zwischenleitungen erfasst wird.
Ein weiteres Beispiel für eine Schaltungsanordnung, bei der sowohl das Prüfpotential an die Halteader einer Zwi schenleitung mindestens über eine Halteader einer weiteren Zwischenleitung angeschaltet wird als auch in Abschnitte aufgeteilte Reihenhalteadern vorgesehen sind, ist in der Fig. 5 gezeigt. Es ist dort dargestellt, wie in die Halteadern von Zwischenleitungen Relais einzufügen sind und wie die zuge hörigen Arbeitskontakte auszunützen sind. Ausserdem ist noch die Anschlussweise zusätzlicher zentraler Stromquel len gezeigt. Dabei ist die in Fig. 5 gezeigte Schaltungsanord nung durch Ausgestaltung der in Fig. 3 gezeigten Schal tungsanordnung entstanden. Im Zuge dieser Ausgestaltung ist z. B. in die Halteader cab der Zwischenleitung lab das Re lais ZAB und der zugehörige Arbeitskontakt zab eingefügt.
Zwischen diesen beiden Bauelementen ist die Halteader auf geteilt, wobei das Relais ZAB an eine Klemme mit dem Po tential -U und das freie Ende des Arbeitskontaktes zab über den Schutzwiderstand Wab an Masse gelegt ist. In ent sprechender Weise ist in die Halteader cbc der Zwischenlei tung 1bc das Relais ZBC mit seinem Arbeitskontakt zbc ein gefügt, wobei diese Halteader ebenfalls aufgeteilt ist. Paral lel zum Arbeitskontakt zab ist über den Entkoppelgleichrich- ter Gab die zentrale Stromquelle Eab angeschaltet. Sie ist über entsprechende Entkoppelgleichrichter an weitere Hal teadern angeschaltet, worauf das Vielfachschaltungszeichen v hindeutet.
Ebenso ist parallel zum Arbeitskontakt zbc über den Entkoppelgleichrichter Gbc die zentrale Stromquelle Ebc an die zugehörige Halteader angeschaltet. Auch diese zentrale Stromquelle ist noch an weitere Halteadern ange schaltet, worauf das zugehörige Vielfachschaltungszeichen v hinweist. Die zentralen Stromquellen Eab und Ebc haben die gleiche Spannung wie die bereits beschriebene Stromquelle E.
Wenn der Arbeitskontakt zab beim Beginn des Durch schaltens des Verbindungsweges noch geöffnet ist, ergibt sich dann, dass trotzdem sofort beim Durchschalten des zu gehörigen Koppelpunktkontaktes der Haltestromkreis über die betreffende zentrale Stromquelle geschlossen wird, so dass die zugehörige Haltewicklung sofort unter Strom ge setzt wird. Die einzelnen Abschnitte der Reihenhalteadern werden daher beim Durchschalten von Koppelpunktkontak ten selbständig und unabhängig voneinander unter Strom ge setzt. Dabei ist vorausgesetzt, dass vorher der Kontakt t und der zum Auslösen ausnutzbare Kontakt r geschlossen wor den sind.
Wenn die erwähnten Arbeitskontakte zab und zbc nach dem Ansprechen der in die Halteadern eingefügten Re lais ZAB und ZBC geschlossen sind, so werden die Entkop- pelgleichrichter Gab und Gbc in Sperrichtung beansprucht und die zentralen Stromquellen Eab und Ebc werden für das Halten nicht mehr in Anspruch genommen. Dadurch, dass diese zentralen Stromquellen vorhanden sind, wird erreicht, dass beim Durchschalten der Koppelpunktkontakte in allen Abschnitten der betreffenden Reihenhalteadern die zugehö rigen Einstellmittel gleichzeitig unter Strom gesetzt werden. Sie erlangen daher auch alle gleichzeitig innerhalb der kür- zest möglichen Zeit ihre volle Haltefähigkeit.
Eine Verlänge rung einer hierfür gegebenenfalls vorzusehenden Steuerzeit ist vermieden. Dieser Effekt wird sowohl bei der Schaltungs anordnung gemäss Fig. 5 als auch bei der Schaltungsanord nung gemäss Fig. 4 erzielt.
Die bei der Schaltungsanordnung gemäss Fig. 5 vorgese henen Massnahmen können auch bei der Schaltungsanord nung gemäss Fig. 4 zusätzlich vorgesehen werden, so dass sich ausser der dort bereits vorgesehenen Aufteilung der Halteadern noch zusätzliche Aufteilungen ergeben.
Bei den vorstehend beschriebenen verschiedenen Ausfüh rungsbeispielen wird jeweils das Prüfpotential +U über Kon takte ax bzw. axx angeschaltet. Wenn diese Kontakte in Ru helage sind, wird statt des Prüfpotentials +U das Potential -U angeschaltet. Unter dem Einfluss dieses Potentials wer den gegebenenfalls die bei den Knotenpunkten liegenden Gleichrichter sicher in Sperrichtung beansprucht, was dazu beiträgt, zu vermeiden, dass das Prüfpotential +U sich auf Halteadern in unerwünschter Weise auswirkt.
Das Prüfpotential +U wirkt sich bei den gezeigten Aus führungsbeispielen jeweils über zwei in Reihe liegenden Hal teadern auf Prüfschaltungen aus. Dies hängt damit zusam men, dass die zugehörigen Koppelfeldteile jeweils lediglich drei Koppelstufen aufweisen. Sind mehr als drei Koppelstu fen vorhanden, so kann es zweckmässig sein, sich das Prüf potential über mehr als zwei in Reihe liegenden Halteadern auswirken zu lassen. In diesem Fall ist an Halteadern von Zwischenleitungen, an die keine Prüfschaltungen angeschal tet sind, das Prüfpotential in entsprechender Weise wie bei den mit Prüfschaltungen versehenen Zwischenleitungen über Halteadern weiterer Zwischenleitungen anzuschalten.