Etikettiermaschine mit Leistungsverstelleinrichtung Das Hauptpatent betrifft eine Etikettiermaschine mit Leistungsverstelleinrichtung zum Etikettieren von auf rechtstehend geförderten Gegenständen, insbesondere Flaschen und Dosen, mit einer die Gegenstände in den Etikettierbereich vorschiebenden Förderschnecke, mit einem Hauptantriebsmotor mit Geschwindigkeitsregel getriebe und mit einer diesem zugeordneten Steuerein richtung, welche längs des Förderweges der Gegenstände mindestens einen Gegenstandsfühler am Einlauf der Ge genstände aufweist, der bei Beaufschlagung durch Ge genstände das Geschwindigkeitsregelgetriebe mittels eines Drucklufthilfssystems im Sinne einer Geschwindigkeits erhöhung oder, bei fehlenden Gegenständen, im Sinne einer Geschwindigkeitsdrosselung verstellt,
wobei eine am Gegenstandseinlauf vorgesehene Sperrvorrichtung und das Geschwindigkeitsregelgetriebe gemeinsam sowohl von dem als Stauschalter ausgebildeten Gegenstandsfüh ler am Einlauf als auch von einem Stauschalter am Aus lauf der Etikettiermaschine derart steuerbar sind, dass der Stauschalter am Einlauf bei Betätigung durch Ge- Qenstände mit der Geschwindigkeitsheraufregelung die Sperrvorrichtung öffnet, und der Stauschalter am Aus lauf allein oder zugleich mit dem gleichfalls betätigten Stauschalter am Einlauf die Sperrvorrichtung sperrt und die Geschwindigkeit herabregelt, solange er von Gegen ständen betätigt wird.
Diese Etikettiermaschine weist eine Reihe von Vor zügen auf, welche die Betriebssicherheit und den Bedie nungskomfort wesentlich erhöhen. Das trifft auch bei ausgesprochen unregelmässiger Gegenstandszufuhr zu, da einzelne Gegenstände nicht in die Maschine gelangen können und nur bei Vorhandensein eines gewissen Staus der als Stauschalter ausgebildete Gegenstandsfühler am Einlauf betätigt und damit die Sperrvorrichtung geöffnet und die Geschwindigkeit hochgeregelt wird. Es hat sich jedoch gezeigt, dass sich bei extrem unregelmässiger u. geringer Gegenstandszufuhr eine Häufung der Schalt spiele einstellt, da der Stau jeweils wieder in kurzer Zeit abgebaut ist.
Das dabei auftretende häufige Schliessen der Sperrvorrichtung bei mit hoher Geschwindigkeit lau fender Maschine führt zu einer verstärkten Bruchgefahr, insbesondere bei Gegenständen aus Glas, während sich das häufige Umschalten der Geschwindigkeit negativ auf den Verschleiss der Maschine auswirken kann. Es be steht zwar die Möglichkeit, die Maschine von Hand durch Verstellen der Höchstgeschwindigkeit an die Ge genstandszufuhr anzupassen; bei stark unregelmässiger Gegenstandszufuhr kann jedoch die Bedienungsperson damit überfordert werden.
Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, bei der Etikettiermaschine der eingangs genannten Art die Zahl der Betätigungen der Sperrvorrichtung bei un- regelmässiger bzw. spärlicher Gegenstandszufuhr zu ver mindern und die automatische Leistungsanpassung zu verbessern.
Die erfindungsgemässe Etikettiermaschine mit Lei stungsverstelleinrichtung der eingangs genannten Art ist dadurch gekennzeichnet, dass die am Gegenstandseinlauf vorgesehene Sperrvorrichtung von dem am Einlauf be findlichen ersten, als Stauschalter ausgebildeten Gegen standsfühler, sowie durch mindestens einen weiteren, im Abstand vor diesem angeordneten Gegenstandsfühler derart steuerbar ist, dass bei gleichzeitiger Betätigung des ersten und des weiteren Gegenstandsfühlers die Sperr vorrichtung öffnet und geöffnet bleibt, solange der erste Gegenstandsfühler von Gegenständen betätigt wird, und dass in Abhängigkeit von der Zahl der betätigten Stau schalter das Geschwindigkeitsregelgetriebe in Stufen ver stellbar ist.
Die Gegenstandsfühler sind vorzugsweise als mecha nische Stauschalter ausgeführt, können jedoch auch durch optische, pneumatische Fühlglieder od.dgl. evtl. mit Ver zögerungsgliedern, gebildet werden.
Die Sperrvorrichtung wird somit erst geöffnet, wenn ein Gegenstandsstau oder ein Strang von einer gewissen Länge, abhängig vom Abstand der Gegenstandsfühler, vorhanden ist. Die Gegenstände dieses Staus bzw. Strangs werden darauf in einem Zug etikettiert, selbst wenn inzwischen keine weiteren Gegenstände zugeführt werden sollten. Ansonsten kann sich der Stau bei laufen der Maschine beliebig vergrössern oder verkleinern. Es ist also sichergestellt, dass auch bei spärlicher oder un- regelmässiger Gegenstandszufuhr immer eine bestimmte Zahl von Gegenständen in einem Zug etikettiert wird, wodurch sich eine Verringerung der Schalthäufigkeit der Sperrvorrichtung ergibt.
Eine weitere Verbesserung der Leistungsanpassung und Verringerung der Schalthäufigkeit kann dadurch er reicht werden, dass das Geschwindigkeitsregelgetriebe durch den am Einlauf befindlichen Gegenstandsfühler und durch den weiteren, im Abstand vor ersterem ange ordneten Gegenstandsfühler im Sinne der Geschwindig keitsheraufregelung steuerbar ist, solange beide Gegen standsfühler von Gegenständen betätigt sind. Vorzugs weise übernehmen die beiden Gegenstandsfühler gleich zeitig die Steuerung der Sperrvorrichtung.
Dieser Umstand hat zur Folge, dass nur bei Vorhan densein eines grösseren Staus und ausreichender Zufuhr von Gegenständen die hohe Geschwindigkeit eingestellt ist. Bei unregelmässiger oder spärlicher Zufuhr dagegen wird der Stau abgebaut, bis nur noch der erste Schalter betätigt ist, und die Maschine läuft mit einer niedrigeren Geschwindigkeit. Bei Anwachsen des Staus bis zum zwei ten Gegenstandsfühler wird die Geschwindigkeit wieder heraufgeregelt, während bei völligem Ausfall der Gegen standszufuhr die zwischen beiden Gegenstandsfühlern befindlichen Gegenstände bei niedriger Geschwindigkeit in die Maschine einlaufen und etikettiert werden und dann die Sperrvorrichtung schliesst.
Das hat weiter den Vorteil, dass die Sperrvorrichtung bei niedriger Ge schwindigkeit eingefahren wird und damit die Gefahr des Bruches bzw. Umkippens der Gegenstände an der Sperre weitgehend verhindert wird.
Zweckmässigerweise ist das Geschwindigkeitsregelge triebe durch mindestens zwei weitere, im Einlauf im Ab stand voneinander angeordnete Gegenstandsfühler derart steuerbar, dass jeder Anzahl von betätigten Gegenstands fühlern, beginnend jeweils bei dem der Förderschnecke nächstliegenden Gegenstandsfühler, eine bestimmte Ge schwindigkeitsstufe zugeordnet ist. Die Höchstgeschwin digkeit wird dabei zweckmässigerweise bei Betätigung sämtlicher Gegenstandsfühler eingeregelt. Durch eine derartige Ausbildung lässt sich die Leistungsanpassung der Maschine weiter verbessern, da sich bei einem grös- seren Stau und damit bei geöffneter Sperrvorrichtung die jeweils günstigste Zwischengeschwindigkeit einstellt bzw.
nur ein Pendeln zwischen zwei benachbarten Geschwin digkeitsstufen auftritt. Die gleichen Gegenstandsfühler steuern zweckmässigerweise auch die Sperrvorrichtung.
Ferner kann das Geschwindigkeitsregelgetriebe durch einen vorzugsweise auf einem Sammler mit mehreren parallel verlaufenden Transportbändern, Plattenketten oder dergleichen angeordneten, mit Mitteln zum Erfassen des unterschiedlichen Staudrucks ausgestatteten weiteren Gegenstandsfühler in Abhängigkeit des Staudruckes steuerbar sein. Sobald bei Vorhandensein eines Staus die Sperrvorrichtung geöffnet ist, erfolgt hier eine stufenlose Geschwindigkeitsregelung entsprechend der Länge des Staus und damit eine optimale Leistungsanpassung. Das Schliessen der Sperrvorrichtung ist nur noch in Aus nahmefällen nötig.
Die oben beschriebene Etikettiermaschine besitzt neben der guten Leistungsanpassung den Vorzug, dass bei geöffneter Sperrvorrichtung die Gegenstände prak tisch lückenlos in die Maschine einlaufen, da die Ma- schine nur bei Stau arbeitet. Nach einer Weiterbildung der Erfindung wird vorgeschlagen, bei einer Etikettier maschine mit mindestens einem weiteren Gegenstands fühler im Bereich der Förderschnecke, der in bekannter Weise bei Betätigung durch einen Gegenstand die Etiket tenentnahme bzw. -übergabe für den Gegenstand auslöst, den Gegenstandsfühler derart auszubilden, dass er unter gleichzeitiger Auslösung der Etikettenentnahme oder -übergabe aus dem Weg der Gegenstände zurückziehbar ist, solange die Sperrvorrichtung am Gegenstandseinlauf geöffnet ist.
Der bzw. die Gegenstandsfühler gleiten somit nicht mehr an jedem der vorbeibewegten Gegenstände entlang, wodurch der bei bekannten Anordnungen bestehende starke Verschleiss der Fühlglieder vermieden wird. Nach dem Schliessen der Sperrvorrichtung wird die Etiketten entnahme für die noch in der Maschine befindlichen Ge genstände einzeln durch den bzw. die wieder freigegebe nen Gegenstandsfühler ausgelöst. Gemäss einer weiteren zweckmässigen Ausbildungsform der Erfindung sind die weitern Gegenstandsfühler derart steuerbar, dass nach dem Öffnen der Sperrvorrichtung erst bei Betätigung des der Etikettierstelle nächstliegenden Gegenstandsfühlers alle Gegenstandsfühler aus dem Weg der Gegenstände zurückgezogen werden.
Auf diese Weise lösen die ersten in die Maschine einlaufenden Gegenstände die Etiketten entnahme zum richtigen Zeitpunkt aus, so dass keine Fehletikettierungen vorkommen können. Dieses Merk mal ist auch bei nur einem Gegenstandsfühler im Be reich der Förderschnecke von Vorteil.
Zur näheren Erläuterung der Erfindung werden im folgenden mehrere Ausführungsbeispiele mit kombinier ten elektrisch-pneumatischen Steuerungen anhand der Zeichnung beschrieben. Es zeigen: Fig. 1 eine schematische Draufsicht der Etikettier maschine mit der Anordnung des Geschwindigkeitsre- aelgetriebes und der Lage der Gegenstandsfühler; Fig. 2 ein Prinzipschema der Steuerung für die Eti kettiermaschine nach Fig. 1; Fig. 3 eine abgeänderte Ausführung des Schaltplanes nach Fig. 2; Fig.4 eine schematische Draufsicht der Etikettier maschine mit vier Gegenstandsfühlern am Einlauf; Fig. 5 ein Prinzipschema der Steuerung für die Eti kettiermaschine nach Fig. 4; und Fig. 6 eine Draufsicht der Steuerung für die Gegen standsfühler an der Förderschnecke.
Die schematisch dargestellte Etikettiermaschine 1 nach Fig. 1 und 2 weist einen Hauptantriebsmotor 2 auf, der über Regelscheiben 3 einen Keilriemen 4 und Feder scheiben 5 ein Untersetzungsgetriebe 6 für die Hauptan triebswelle antreibt. Die zu etikettierenden Gegenstände werden auf einem Sammler 7 mit mehreren nebenein- anderliegenden Transportketten und Rollenführungen auf eine mit Geländern 8 versehene Transportkette 9 zusammengeführt und von dieser in die Etikettierma- schine 1 transportiert.
Zur Einteilung der Gegenstände ist am Einlauf eine Förderschnecke 10 vorgesehen. In der schräggestellten Rollenführung des Sammlers 7, vor einer Sperrvorrichtung 15 und im Auslauf der Etikettier maschine sind Stauschalter 11, 12, 13 angebracht, die die entsprechenden Kontakte der Steuerung betätigen. Ein weiterer Stauschalter 14 steht in keinem direkten Zu sammenhang mit der Erfindung; er dient als Sicherheits schalter und setzt bei einem bis zur Maschine reichenden Rückstand die Etikettiermaschine still. Vor der Förder schnecke 10 ist die pneumatisch betätigte Sperrvorrich tung 15 angeordnet.
Zur Einstellung der Betriebsarten der Maschine dient ein handbetätigtes Druckluftventil 16, wobei die Buch staben F, H und A die verschiedenen Stellungen bezeich nen. In der Stellung ((H (Handbetrieb) sind die zur Sperrvorrichtung 15 führenden Druckleitungen entlüftet, und der Kolben des Zylinders der Sperrvorrichtung 15 wird durch eine Feder in die Stellung (sauf gedrückt. Vom Druckluftanschluss 17 gelangt Druckluft über eine Wartungseinheit 18, ein Druckminderventil 19, ein in Stellung ((0 stehendes, druckluftbetätigtes Ventil 20 und ein Geschwindigkeitsregulierventil 21 in einen den Stell scheiben 3 des Geschwindigkeitsregelgetriebes zugeord neten Zylinder 22. Dadurch wird der Kolben langsam in die Stellung (max.
gedrückt, so dass die Maschine mit hoher Geschwindigkeit läuft. Die Gegenseite des Kolbens ist dabei über ein weiteres Geschwindigkeitsregulierven til 23 und das Ventil 20 entlüftet. Zur Regelung der Geschwindigkeit kann der Druck über das Druckminder ventil 19 manuell verstellt werden. Eine einzelne oder gemeinsame Betätigung der Schalter 11, 12, 13 hat keinen Einfluss auf den Zustand der Maschine.
Wird das Handventil 16 auf die gezeichnete Stellung ((A gebracht und befinden sich keine Gegenstände im Maschineneinlauf, so wird der Kolben der Sperrvorrich tung 15 über ein in Stellung ((0 stehendes, magnetisch betätigtes Ventil 24, ein Doppelrückschlagventil 25 und ein Geschwindigkeitsregulierventil 26 mit Druck beauf schlagt und schliesst die Sperrvorrichtung 15. Gleichzei tig wird das Ventil 20 über eine Steuerleitung auf Stel lung E umgeschaltet, und Druckluft gelangt vom Druckminderventil 19 über das Ventil 20 und das Ven til 23 in den Zylinder 22 und bewegt den Kolben in Richtung < (min. . Die Maschine läuft mit kleiner Ge schwindigkeit.
Werden von in den Einlauf der Maschine gelangen den Gegenständen die Stauschalter 11 und 12 betätigt, so schliessen deren Kontakte, ein Relais 27 zieht an, und dessen Kontakte werden geschlossen. Dadurch liegt das Magnetventil 24 unter Spannung und schaltet auf Stel lung ((E . Der Zylinder der Sperrvorrichtung 15 wird Über das Ventil 26, das Doppelrückschlagventil 25 und das Magnetventil 24 entlüftet, und die Sperrvorrichtung 15 öffnet. Gleichzeitig wird auch die Steuerleitung druck los, das Ventil 20 geht in Stellung ((0 , so dass der Kol ben des Zylinders 22 in Richtung ((max. entsprechend dem auf dem Druckminderventil 19 eingestellten Druck verfahren wird. Die Geschwindigkeit der Maschine wird heraufgeregelt.
Solange mindestens der Stauschalter 12 betätigt ist, bleibt die Maschine in diesem Zustand, da der Schalter 11 durch den Haltekontakt des Relais 27 überbrückt wird. Der Stau bzw. Strang im Maschinen einlauf kann sich also beliebig auf- und abbauen. Wird jedoch infolge spärlicher oder gänzlich eingestellter Ge genstandszufuhr der Schalter 12 nicht mehr betätigt, so fällt das Relais 27 ab, und das Magnetventil 24 schaltet um auf Stellung ((0 . Das hat in der oben bereits be schriebenen Weise ein Schliessen der Sperrvorrichtung 15 und ein Herabregeln der Geschwindigkeit zur Folge. Die gleiche Wirkung, unabhängig von der Stellung der Stau schalter 11 und 12, hat auch ein Betätigen des Stauschal ters 13 durch einen Stau im Auslauf der Maschine, da dieser Schalter als Öffner ausgebildet ist.
Das öffnen der Sperrvorrichtung 15 erfolgt erst wieder, wenn die beiden Stauschalter 11 und 12 gleichzeitig betätigt werden bzw. wenn der Stauschalter 13 abfällt.
Wird das Ventil 16 auf Stellung ((F gebracht, so wird unabhängig von der Stellung des Ventils 24 und damit der Schalter 11, 12, 13 der Zylinder der Sperrvor richtung 15 über das Doppelrückschlagventil 25 mit Druckluft gefüllt, und die Sperrvorrichtung schliesst. Gleichzeitig wird über die Steuerleitung das Ventil 20 auf Stellung E umgeschaltet und die Geschwindigkeit herabgeregelt.
In der Maschine nach Fig. 1 mit der Steuerung nach Fig. 2 lässt sich auf einfachste Weise eine stufenlose, automatische Leistungsverstellung verwinklichen. Hierzu wird das Druckminderventil 19 mit dem auf dem Samm ler 7 angeordneten Stauschalter 11 derart gekoppelt, dass bei steigendem Ausschlag der Schalterklappe der Aus gangsdruck des Druckminderventils 19 und damit die Geschwindigkeit erhöht wird. Der Ausschlag der entge gen einer Federkraft bewegbaren Schalterklappe ist von der Grösse des auf dem Sammler vorhandenen Staus abhängig und kann daher als Mass für die erforderliche Geschwindigkeit der Maschine betrachtet werden. Die Koppelung kann z.B. durch die Verbindung der Dreh achse der Schalterklappe mit der Verstelleinrichtung des Druckminderventils erfolgen. Der übrige Aufbau der Schaltung bleibt dann unverändert.
Selbstverständlich ist auch die Verstellung des Druckminderventils über ein Hilfssystem oder eine rein elektrische bzw. elektronische Geschwindigkeitsregelung möglich.
Eine weitere Variante einer erfindungsgemässen Steuerung ist in Fig. 3 dargestellt. Der Aufbau der dazu gehörigen Maschine mit der Anordnung der Gegen standsfühler entspricht weitgehend dem nach Fig. 1; die Verstelleinrichtung mit den Regelscheiben 3 des Ge schwindigkeitsregelgetriebes ist jedoch in diesem Falle abtriebsseitig angeordnet. Zur manuellen Geschwindig keitsregelung ist eine im Hauptpatent näher beschriebene Vorrichtung 28 mit einem Ritzel und einer Zahnstange vorgesehen, während die automatische Verstellung durch einen Zylinder 29 mit einem einfach wirkenden Kolben erfolgt.
In der Stellung ((H des handbetätigten Ventils 16 sind alle Leitungen entlüftet, und die automatische Lei stungsverstellung ist ausser Betrieb gesetzt. Der Kolben des Zylinders der Sperrvorrichtung 15 und der Kolben des Zylinders 29 am Geschwindigkeitsregelgetriebe wer den durch Federn in Richtung sauf bzw. ((max. ge drückt. Die Geschwindigkeit kann durch die Vorrichtung 28 manuell eingestellt werden.
Zum Auslösen der Sperrvorrichtung 15 wird das handbetätigte Ventil 16 in Stellung ( < F gebracht, so dass der Kolben im Zylinder 15 über das Doppelrückschlag ventil 30 und das Geschwindigkeitsregulierventil 26 be aufschlagt wird. Gleichzeitig erfolgt über ein weiteres Doppelrückschlagventil 31 und ein Geschwindigkeitsre gulierventil 32 eine Füllung des Zylinders 29 und damit eine Herabregelung der Geschwindigkeit.
Zum Einschalten der Automatik wird das handbetä tigte Ventil 16 in Stellung ((A gebracht. Sind die Stau schalter 11, 12 im Maschineneinlauf nicht betätigt, so wird das Doppelrückschlagventil 30 über ein in Stel lung ((0 stehendes Magnetventil 34 mit Druck versorgt, was eine Beaufschlagung der beiden Zylinder 15 und 29 und damit ein Schliessen der Sperrvorrichtung bzw. eine Herabregelung der Geschwindigkeit zur Folge hat. So bald einzelne Gegenstände in den Einlauf der Maschine gelangen, wird zunächst der Stauschalter 12 vor der Sperrvorrichtung 15 betätigt.
Dadurch schaltet zwar ein Magnetventil 33 auf Stellung E um; dies ist aber ohne Einfluss auf die Steuerung, da hierdurch nur eine zwei fache Beauschlagung des Doppelrückschlagventils 31 be wirkt wird. Bei einer Betätigung des zweiten Stauschal ters 11 schliessen die beiden Kontakte des Relais 27, und das Magnetventil 34 schaltet auf die Stellung E um. Hierdurch erfolgt ein Entlüften der beiden Zylinder 15, 29; die Sperrvorrichtung 15 öffnet und die Geschwindig keit wird auf den vorher durch die Vorrichtung 28 einge stellten Wert hochgeregelt.
Fällt der auf dem Sammler 7 angeordnete Stauschalter 11 infolge Abbaus des Staus ab, so bleibt die Sperrvorrichtung 15 geöffnet, da das Relais 27 über den Haltekontakt mit Strom versorgt wird. Das Magnetventil 33 jedoch wird durch den mit einem Wechsler versehenen Stauschalter 11 auf die Stel lung E umgeschaltet, wodurch eine Beauschlagung des Zylinders 29 über das Doppelrückschlagventil 31 und das Geschwindigkeitsregulierventil 32 und damit eine Herabregelung der Geschwindigkeit erfolgt. Es wird so die Möglichkeit geschaffen, dass sich der Stau bei lang sam laufender Maschine und geöffneter Sperrvorrich tung aufbauen kann. Bei einer erneuten Betätigung des Schalters 11 erfolgt wieder ein Hochregeln der Ge schwindigkeit.
Die Funktion des Stauschalters 13 am Auslauf der Maschine ist die gleiche wie in der Steuerung nach Fig. 2, d.h. bei Betätigung schliesst die Sperrvorrichtung, und es stellt sich die Mindestgeschwindigkeit ein, so dass die in der Maschine befindlichen Gegenstände fertig etikettiert werden.
Die in Fig. 4 schematisch dargestellte, beispielsweise zur Verarbeitung von Flaschen bestimmte Etikettierma schine 35 weist neben dem Stauschalter b5 im Auslauf und der Flaschensperre 15 vier weitere Stuschalter b1-b4 im Einlauf auf, wovon zwei auf dem Sammler 7 und zwei an der Transportkette 9 angeordnet sind. Im Be reich der Förderschnecke 10 sind drei Etikettenschalter 36 mit je einem pneumatischen Ventil vorgesehen, wel che die Entnahme der Etiketten aus drei Etikettenbe hältern 37 steuern.
Hierzu steht jedes Ventil mit einem doppelt wirkenden Zylinder 38 in Verbindung, der bei Betätigung des Ventils den betreffenden Etikettenbehäl ter 37 in bekannter Weise durch Zurückziehen eines nicht dargestellten Sperrgliedes zur Entnahme freigibt.
Wie aus Fig. 6 näher ersichtlich, ist den Etiketten schaltern 36 ein Druckluftzylinder 39 und eine mit Nok- ken versehene Schaltstange 40 zugeordnet, womit die schwenkbaren Etikettenschalter 36 auf Dauer- bzw. Ein zelauslösung eingestellt werden. Steht der Zylinder 39 unter Druck, so sind die Etikettenschalter 36 frei und ra gen mit ihren Fühlgliedern in den Weg der vorbeibeweb ten Flaschen, wobei sie von diesen einzeln betätigt wer den. Ist dagegen der Zylinder 39 entlüftet, so werden die Fühlglieder unter Einwirkung einer Feder 41 durch die Nocken zurückgeschwenkt und gleichzeitig betätigt, wo durch alle Etikettenbehälter 37 zur Entnahme freigege ben werden.
Zur Regelung der Geschwindigkeit ist ein Vierstel lungszylinder 42 mit einem kleinen und einem grossen Teilzylinder 42', 42" vorgesehen (Fig. 5), der auf die motorseitig angebrachten Regelscheiben (ähnlich wie in Fig. 2) einwirkt. Ausser mit einer minimalen und einer maximalen Geschwindigkeit kann die Etikettiermaschine daher bei Automatikbetrieb noch mit zwei Zwischenge schwindigkeiten angetrieben werden. Wie aus Fig. 5 zu ersehen, dient zur Einstellung der Betriebsarten wiederum ein handbetätigtes Ventil 16.
In der gezeichneten Stellung H sind die zur Flaschen sperre 15 und zum Vierstellungszylinder 42 führenden Leitungen drucklos, so dass die Flaschensperre 15 durch Einwirkung einer Feder geöffnet bleibt bzw. wird und die Geschwindigkeit manuell, z.B. durch eine in Fig. 3 gezeigte Vorrichtung 28, verstellt werden kann.
Der Zylinder 39 steht über eine vor dem Ventil 16 abzweigende Leitung und ein auf 0 stehendes, druck luftbetätigtes Ventil 43 unter Druck, so dass die Etiket tenschalter 36 frei sind und einzeln betätigt werden kön nen. Auch an den Ventilen der Etikettenschalter 36 steht Druck an, so dass die Zylinder 38 je nach Stellung der zugehörigen Ventile die Etikettenbehälter 37 freigeben oder sperren. Durch Betätigen der Schalter b1-b5 werden keine Wirkungen hervorgerufen, da die entsprechenden Leitungen drucklos sind.
In der Stellung F wirkt die Druckluft über ein Doppelrückschlagventil 44 auf den Zylinder der Fla schensperre 15 ein, so dass diese geschlossen wird. An sonsten treten keine Veränderungen gegenüber der Stel lung H auf.
In der Stellung A wird, sofern die Schalter b1-b5 nicht betätigt sind, über das auf 0 stehende Magnet ventil s3 und das Doppelrückschlagventil 44 der Zylin der der Flaschensperre 15 beaufschlagt und diese ge schlossen. Gleichzeitig erfolgt über eine Steuerleitung 45 eine Betätigung des Ventils 46, so dass die zum Vier stellungszylinder 42 führenden Leitungen drucklos sind. Die Steuerleitung 47 steht unter Druck, wird jedoch durch das in Stellung (E befindliche Magnetventil s4 unterbrochen (Öffner d5 ist geschlossen). Das Ventil 43 steht daher auf 0 , wodurch der Zylinder 39 unter Druck bleibt und die Etikettenschalter 36 freigegeben sind.
Die Flaschensperre 15 wird erst geöffnet, wenn alle vier Stauschalter b1-b4 im Maschineneinlauf durch einen Flaschenstau betätigt sind. Die entsprechenden elektri schen Schalter b1-b4 sind dann geschlossen, die Relais d1-d4 haben angezogen, so dass auch die Schalter d1-d4 in der Leitung zum Relais d5 geschlossen sind und daher das Relais d5 anzieht und die Schalter d5 betätigt wer den. Das Magnetventil s3 wird auf die Stellung E ge schaltet, wodurch die Flaschensperre entlüftet wird. Gleichzeitig wird die Steuerleitung 45 drucklos, das Ven til 46 schaltet und der Druck wirkt über die Ventile 46, s1 und s2 auf die beiden Zylinder 42', 42" ein.
Da infolge der Betätigung der Schliesser d1-d4 in den elektrischen Zuleitungen zu den Magnetventilen s1 und s2 diese auf E stehen, werden die beiden Kolben des Zylinders 42 ausgefahren und die Höchstgeschwindigkeit stellt sich ein.
Durch das Betätigen des Öffners d5 schaltet gleich zeitig das Magnetventil s4 auf 0 , so dass über die Steuerleitung 47 das Ventil 43 auf E geschaltet wird. Der Zylinder 39 steht jetzt über ein weiteres durckluft- betätigtes Ventil 48 und das Ventil 43 unter Druck. Die Etikettenschalter 36 sind somit beim Öffnen der Fla schensperre 15 noch frei.
Erst wenn bei einer Betätigung des der Etikettierstelle nächstliegenden, mit III bezeich neten Etikettenschalters 36 das Ventil 48 über eine Steuerleitung 49 auf E umgeschaltet wird, erfolgt eine Entlüftung des Zylinders 39 über die Ventile 43 und 48 und damit ein Zurückziehen und Betätigen aller Etiket- tenschalter. Fallen infolge eines Abbaus des Flaschenstaus die Schalter b1 bis b2 einzeln oder gemeinsam ab,
so bleibt die Flaschensperre 15 geöffnet da die Kontakte dl bis d3 in der Zuleitung zum Relais d5 durch den Haltekontakt d, überbrückt werden. Es stellen sich jedoch unterschied liche Geschwindigkeiten ein. Ist allein der Stauschalter b4 und damit das Relais d, mit den Kontakten d4 betätigt, so läuft die Maschine mit niedriger Geschwindigkeit, da die Magnetventile s1 und s2 in der Stellung 0 stehen und die beiden Kolben des Zylinders 42 eingefahren sind.
Bei zusätzlicher Betätigung des Stauschalters b3 wird der Stromkreis für das Magnetventil s1 geschlossen und der Kolben des kleinen Zylinders 42' ausgefahren. Die Maschine läuft mit der kleinen Zwischengeschwin digkeit. Bei einer zusätzlichen Betätigung des Stauschal ters b2 erfolgt eine Unterbrechung des Stromkreises für das Magnetventil s1 durch den Öffner d2. und ein Schlies- sen des Stromkreises für das Magnetventil s2. Der Kol ben des kleinen Zylinders 42' wird ein- und der Kolben des grossen Zylinder 42" wird ausgefahren, so dass die Maschine mit der grösseren Zwischengeschwindigkeit läuft.
Eine zusätzliche Betätigung des Stauschalters b, zieht ein Schliessen des Stromkreises für das Magnet ventil s1 nach sich, wodurch der Kolben des kleinen Zy linders 42' ausgefahren und die Höchstgeschwindigkeit eingestellt wird. Fallen die Stauschalter wieder ab, so wird die Geschwindigkeit entsprechend heruntergeregelt.
Fällt der Stauschalter b4 ab, so bleibt die Maschine auf der Mindestgeschwindigkeit und die Flaschensperre 15 schliesst durch Umschalten des Magnetventils s3. Gleichzeitig wird der Stromkreis für das Magnetventil s4 geschlossen und das Ventil 43 geht infolge des Unter brechens der Steuerleitung 47 in Stellung 0 . Der Zylin der 39 wird über das Ventil 43 beaufschlagt, so dass die Fühlglieder freigegeben und die letzten Etiketten ein zeln ausgelöst werden.
Erfolgt bei geöffneter Flaschensperre eine Betätigung des Stauschalters b5 durch einen Rückstau im Maschi nenauslauf, so wird der Steuerstrom für die Magnetven tile s1 bis s3 durch den Wechsler b; unterbrochen. Die Flaschensperre schliesst und die Mindestgeschwindigkeit wird eingestellt. Gleichzeitig wird der Stromkreis für das Magnetventil s4 geschlossen, was in der bereits beschrie benen Weise eine Beaufschlagung des Zylinders 39 und damit die Freigabe der Fühlglieder der Etikettenschal ter 36 auslöst.
Im Auslauf der Maschine können zusätzlich weitere Stauschalter angebracht werden, die unabhängig von den Stauschaltern im Einlauf die Geschwindigkeit stufen weise herabsetzen, und erst bei Betätigung des der Ma schine nächstliegenden Stauschalters wird dann die Sperrvorrichtung geschlossen.
Bei diesem Ausführungsbeispiel sind genauso wie bei den beiden vorher beschriebenen Beispielen verschiedene Änderungen möglich, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen. So kann z.B. die Flaschensperre bereits bei Betätigung der beiden Stauschalter b3 und b, geöffnet werden, wobei die Schalter b2 und b, allein zur Ge schwindigkeitsregulierung dienen. Weiter können die Schalter b1 und b2 an einer Transportkette anstatt auf einem Sammler angeordnet werden. Auch ist es ohne Bedeutung, mit welchen Mitteln die Steuerung der Eti kettiermaschine durchgeführt wird.
Ferner kann durch die Etikettenschalter bei mit Saugluft arbeitenden Ma schinen in an sich bekannter Weise die Etikettenentnah me durch Sperren der Saugluft gesteuert werden. In jedem Falle ergeben sich bedeutende Vorteile hinsicht lich der Bedienung und der Beanspruchung der Ma schine, wobei noch hervorzuheben ist, dass der Durch messer der zu etikettierenden Gegenstände ohne Ein fluss auf die Wirkungsweise der Steuerung ist, so dass die Stauschalter in beliebigen Abständen voneinander angeordnet werden können und nicht auf die jeweils zu verarbeitende Gegenstände eingestellt werden müssen.
Anstelle der in der obigen Beschreibung genannten elektrisch pneumatischen Steuerung ist es selbstverständ lich möglich, eine nur elektrische, pneumatische oder hydraulische Steuerung zu verwenden.