Hautschutzmittel
Die vorliegende Erfindung betrifft neue Hautschutzmittel, die, wenn sie auf die Haut aufgetragen werden, einer Entfernung von der Hautoberfläche durch wiederholtes Waschen widerstehen. Beispiele für erfindungsgemässe Hautschutzmittel sind Mischungen, die im wesentlichen ein trimethylsilylendblockiertes Diorganopolysiloxan, sowie ein hydroxylendblockiertes oder ein alkoxylendblockiertes Diorganopolysiloxan, das mit der zuerst genannten Verbindung verträglich ist, und ferner ein benzollösliches Organosiliconcopoymeres enthalten. Diese Mischungen können zur Herstellung eines hautwirksamen Präparates verwendet werden, indem man ihnen einen Wirkstoff zumischt. Die Hautschutzmittel können in Form von Salben, Emulsionen, Dispersionen oder als Lösungen hergestellt werden, wobei als Lösungsmittel ein nicht-toxisches, flüchtiges Lösungsmittel verwendet wird.
Es hat sich herausgestellt, dass die bevorzugte Form eine Dispersion ist.
Ferner werden Verfahren in Betracht gezogen, die eine Irritierung der Haut durch Wasser oder aus Wasser stammenden Irritierungsmitteln verhindern, wobei hiezu das erfindungsgemässe Hautschutzmittel auf die Haut aufgetragen wird.
Ziel der vorliegenden Erfindung war die Entwicklung von neuen Hautschutzmitteln, insbesondere Hautschutzmitteln, die von der Oberfläche der Haut durch wiederholte Waschungen und ähnliche Vorgänge nicht entfernt werden.
Dentisten, Zahnärzte und andere Personen, deren Hände häufig einer feuchten und absorbierbaren Umgebung ausgesetzt sind, die durch häufige Waschungen hervorgerufen wird, leiden oft unter schweren und unangenehmen Hauterscheinungen. Beispielsweise neigt bei Dentisten und Zahn ärzten die Haut dazu, sich auf Grund einer ständigen Berührung mit Wasser zu entzünden, weil diese Personen während ihres Arbeitstages oft ihre Hände waschen oder lange Zeit hindurch in Wasser eintauchen müssen. Auf Grund dieser Probleme besteht eine Nachfrage nach einem Material, das die Haut auch nach häufigen Waschungen wirksam schützt.
Die angestrebten Hautschutzmittel sollen die Haut wirksam vor den bereits erwähnten Angriffen schützen und ausserdem den Vorteil aufweisen, bei Berührung nicht klebrig zu sein und aus diesem Grunde für die Person, die es verwendet, auch in kosmetischer Hinsicht annehmbar sein.
Ein weiteres Ziel dieser Erfindung war es, ein neues Hautpräparat herzustellen, das in Form von Salben, Emulsionen, Dispersionen oder als Lösung verwendet werden kann, wobei zur Herstellung der Lösungen ein geeignetes nichttoxisches, flüchtiges Lösungsmittel verwendet wird. Auf Grund der Tatsache, dass diese Präparate in vielen anwendbaren Formen hergestellt werden können, hat der Verbraucher die Möglichkeit, diejenige Form für sich auszuwählen, die unter den gegebenen Umständen bei der Verwendung am geeignetsten ist.
Ferner war man bestrebt, ein neues Hautschutzmittel zu entwickeln, das als Trägermaterial für Arzneimittel zur Hautbehandlung geeignet ist. Es soll als Trägermaterial für Heilmittel verwendbar sein, die auf die Extremitäten oder andere Teile des Körpers aufgetragen werden können, und die auf der Hautoberfläche lange Zeiten hindurch verbleiben, selbst wenn wiederholte oder häufige Waschungen durchgeführt werden. So erhaltene pharmazeutische Präparate müssen nicht mehr ständig wieder auf die Haut aufgetragen werden, wie dies bei bisher bekannten Präparaten der Fall war.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Hautschutzmittel, das sich dadurch auszeichnet, dass es
A. 100 Gewichtsteile eines mit Trimethylsilylgruppen endblockierten Diorganosiloxans, das bei 25" C eine Viskosität im Bereich von 20 bis 1 000 000 cSt aufweist und das im wesentlichen aus Gruppen R2SiO besteht, wobei R ein einwertiger Kohlenwasserstoffrest ist, der 1 bis einschliesslich 6 Kohlenstoffatome enthält, und entweder
B.
1 bis 200 Gewichtsteile eines Benzol-löslichen Organosiliconharz-Copolymeren, das im wesentlichen aus Gruppen der Durchschnittsformel R,Si04, besteht, wobei n einen Durchschnittswert im Bereich von 1,0 bis 1,8 aufweist und R die oben angegebene Bedeutung besitzt, oder B' zwischen 20 und 80 Gewichtsteilen eines Cokondensationsproduktes aus
1. 8,0 bis 32 Gewichtsteilen eines mit Hydroxylgruppen endblockierten Dimethylpolysiloxans, das bei 25 C eine Viskosität im Bereich von 1000 bis 20 000 cSt aufweist, und
2.
12 bis 48 Gewichtsteile eines Benzol-löslichen Oranosiliconharz-Copolymeren, das aus SiO2-Gruppen und Gruppen der Formel (CH3)3SiO,,2 aufgebaut ist, wobei das Verhältnis an (CH3)3SiO/2-Gruppen zu SiOrGruppen im Bereich von 0,6 zu 1 bis 1,2 zu 1 liegt, enthält.
Das erfindungsgemässe Hautschutzmittel kann ausserdem als Komponente C bis zu 200 Gewichtsteile eines mit Hydroxylgruppen oder Alkoxygruppen endblockierten Diorganopolysiloxans enthalten, in dem die O-Alkylgruppen zwischen 1 und einschliesslich 6 Kohlenstoffatomen aufweisen, wobei dieses Produkt bei 25" C eine Viskosität im Bereich von 20 bis 1 000 000 cSt besitzt, und mit der Komponente A verträglich ist, und wobei die organischen Reste Methyl-, Äthyl-, Vinyl- oder Phenylreste sind und mindestens 75% der Gesamtzahl der organischen Reste aliphatische Reste sind. Es kann als Dispersion vorliegen, wobei das Dispergiermittel flüchtig und nichttoxisch ist. Beispielsweise kann die Komponente A ein Dimethylpolysiloxan und die Komponente C ein mit Hydroxylgruppen endblockiertes Dimethylpolysiloxan sein.
Ein weiteres bevorzugtes erfindungsgemässes Hautschutzmittel ist eine Dispersion, die die folgenden Bestandteile enthält:
A. 100 Gewichtsteile eines mit Trimethylsilylgruppen endblockierten Diorganopolysiloxans, das bei 25 C eine Viskosität im Bereich von 100 bis 1000 cSt besitzt und das im wesentlichen aus Gruppen der Formel R2SiO besteht, in der R ein einwertiges Kohlenstoffatom aufweist,
B' 20 bis 80 Gewichtsteile des Cokondensationsproduktes und
D. 300 bis 3000 Gewichtsteile eines flüchtigen, nichttoxischen Dispergiermittels.
Das erfindungsgemässe Hautschutzmittel kann als Trägermaterial für pharmazeutische Präparate verwendet werden. Ein derartiges Trägermaterial kann beispielsweise aus
100 Gewichtsteilen Komponente A, 0 bis 200 Gewichtsteile Komponente B und 1 bis 200 Gewichtsteilen Kompo .nente C aufgebaut sein. Diesem Trägermaterial können dann bis zu 200 Gewichtsteile eines Wirkstoffes zugemischt wer den.
Wie oben angegeben wurde, kann R irgendein einwertiger Kohlenwasserstoffreft sein, der zwischen 1 und 6 Kohlenstoffatome aufweist. Als Beispiele für den Rest R seien der Methyl-, Äthyl-, Propyl-, Isopropyl-, Butyl-, Isobutyl-, tert. Butyl-, Amyl-, Hexyl-, Vinyl-, Allyl-, Cyclohexyl- sowie der Phenylrest genannt.
Wenn das mit Hydroxylgruppen oder Alkoxylgruppen endblockierte Diorganopolysiloxan, das heisst die Komponente B, anwesend ist, dann ist es notwendig, dass die Komponente A und die Komponente B miteinander verträglich sind. Unter der Bezeichnung verträglich ist zu verstehen, dass ein Gewichtsteil der Komponente A beziehungsweise B mit zehn Gewichtsteilen der anderen Komponente mischbar sein muss, so dass sich in Abwesenheit von üblichen Lösungsmitteln für beide Bestandteile bei der erwähnten Mischung eine einzige Phase bildet.
Es ist wesentlich, dass mindestens ein Gewichtsteil eines Benzol-löslichen Organosiliconharzes (C) anwesend ist, damit dieses wirksam zur Erreichung der angestrebten Abwaschbeständigkeit der Hautschutzmittel beiträgt Besonders wünschenswert ist es, wenn mindestens 5,0 Gewichtsteile der Organosiliconkomponente (C) in der oben angegebenen Zusammensetzung anwesend sind. Es sei ferner darauf hingewiesen, dass die Abwaschbeständigkeit der Hautschutzmittel üblicherweise erhöht wird, wenn die Komponente (C) zuerst mit der Komponente C umgesetzt wird, oder wenn die Viskosität einer der beiden Komponente (A) oder (B) entsprechend erhöht wird. Vorzugsweise beträgt die Viskosität der Komponenten (A) und (B) bei 25 C mindestens 100 cSt.
Beispiele für Organosiliconharze (C) die verwendet werden können, sind Polymere, die beispielsweise die Durchschnittsformeln
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aufweisen können.
Wenn die erfindungsgemässen Hautpflegemittel als Grundlage zur Herstellung von pharmazeutischen Präparaten verwendet werden, dann kann als Wirkstoff jedes beliebige Medikament einverleibt werden, das auf die Haut aufgebracht werden kann. Derartige Wirkstoffe können Adstrin gentien, wie z.B. Aluminiumchlorid, Aluminiumsulfat, Aluminiumpaste, essigsaure Tonerde oder Calimin sein. Ferner können Irritantia remedia (Reizmittel für die Haut), Rube- facientia (Hautötende Mittel) und Vesicantia (Blasenziehende Mittel), wie z.B. Steinkohlenteer, Anthralin,
Ichthammel, Thymianöl oder Menthol enthalten sein. Auch können käuflich erhältliche Lokalanästhetika, käuflich er hältliche Antihistaminica, trocknende und ätzende Mittel, wie z.B. getrocknete Tonerde, Kaliumhydroxyd oder Silbernitrat, weichmachende Mittel wie z.B.
Mandelöl, antimi krobielle Mittel, wie z.B. Cetylpyridiniumchlorid oder Jod, oder Fungicide wie Quecksilberammoniumchlorid (Präzipitat), schwefelhaltige Mittel, wie z.B. Sulfactamid, ein käuflich erhältliches Antibiotikum, ein gegen Parasiten wirk sames Präparat, wie z.B. y-Benzolhexachlorid, ein Vitamin oder ein Nährstoff, wie z.B. Vitamin A, ein Sonnenschutzmittel, wie z.B. Glyceral-p-aminobenzoat oder beliebige
Kombinationen der oben erwähnten Mittel, gegebenenfalls zusammen mit anderen Medikamenten oder Wirkstoffen enthalten.
Viele der oben erwähnten Wirkstoffe sind natürlich nur dann geeignet, wenn sie unter Überwachung eines Arztes oder eines Pflegepersonals verabreicht werden. Es sei darauf hingewiesen, dass die Menge des jeweils angewandten Wirkstoffes bei Verwendung des erfindungsgemässen Hautpflegemittels als Grundmaterial nicht kritisch ist. Natürlich können bezüglich der angewandten Medikamente und Wirkstoffe Einschränkungen bestehen, wenn deren Anwendung auf der Haut nicht vorteilhaft ist.
Da die erfindungsgemässen Hautpflegemittel oft als verdünnte Dispersionen in flüchtigen, nichttoxischen Dispergiermitteln verwendet werden, und da die Präparate in dieser Form besonders leicht auf die Haut aufgetragen werden, ist es vorteilhaft, die oben beschriebenen Mischungen in einem nichttoxischen, flüchtigen Verdünnungsmittel zu dispergieren. Lösungsmittel oder Dispergiermittel, wie z.B. Wasser, 1,1,1 -Trichloräthan, Trifluortrichloräthan, Isobutanol, Aceton, Äthylacetat, Amylacetat, Cyclopentan, Diäthyl äther, Chloroform und Mischungen der oben erwähnten Lösungs- bzw. Dispergiermittel haben sich als zufneden- stellend herausgestellt.
Die Menge des Hautpflegemittels, die schliesslich auf die Oberfläche der Haut aufgetragen wird, ist nicht kritisch, mit Ausnahme dessen, dass eine genügend grosse Menge angewandt werden soll, damit der gewünschte Effekt erreicht wird. Im allgemeinen sind geringe Mengen vorzuziehen, beispielsweise solche Mengen, die nur dazu ausreichen, dass das Hautpflegemittel einen Film oder einen Schutz auf der Hautoberfläche bildet.
Ein bevorzugtes erfindungsgemässes Hautpflegemittel besteht im wesentlichen aus einer Dispersion der folgenden Materialien:
A. 100 Gewichtsteile eines trimethylsilylendblockierten Diorganopolysiloxans, das bei 25 C eine Viskosität im Bereich von 100 bis 1000 cSt besitzt und das im wesentlichen aus Gruppen der Formel (CH3)2SiO besteht.
B. 20 bis 80 Gewichtsteilen eines Cokondensationsproduktes aus 1. 8,0 bis 32 Gewichtsteilen eines mit Hydroxylgruppen endblockiertes Dimethylpolysiloxan, das bei 25 C eine Viskosität von 1000-20 000 cSt besitzt, mit
2. 12 bis 48 Gewichtsteilen eines Benzol-löslichen Organosiliconharz-Copolymeren aus SiO2-Gruppen und (CH3)3SiO,/2-Gruppen in einem Verhältnis von (CH3)3SiOz,2-Gruppen zu SiO2-Gruppen im Bereich von 6,0/1 bis 1,2/1, und
C. 300 bis 3000 Gewichtsteilen eines flüchtigen, nichttoxischen Dispergiermittels.
Diese bevorzugte Ausführungsart des erfindungsgemässen Hautpflegemittels kann ebenfalls als Träger für Arzneimittel dienen, wobei dann, bezogen auf die angegebenen Gewichtsteile an A, B und C noch 0 bis 200 Gewichtsteile eines hautwirksamen Mittels oder Medikamentes zugesetzt werden.
Vorzugsweise weist das Organosiliconharz-Copolymere B2 ein Molekulargewicht von etwa 1500 bis 10 000 auf.
Dieser spezielle Bestandteil des erfindungsgemässen Haut pflegemittels ist bekannt und käuflich erhältlich. Diese Copolymeren können nach irgendeinem bekannten Verfahren hergestellt werden, beispielsweise durch Cohydrolyse und Cokondensation der entsprechenden Silane, beispielsweise nach der Verfahrensweise, die in der kanadischen Patentschrift Nr. 541 834 beschrieben ist.
Es hat sich herausgestellt, dass ein besonders gutes, nichttoxisches Dispergiermittel für die erfindungsgemässen Hautschutzmittel eine Mischung aus etwa 90 Gewichtsteilen l,l,l-Trichloräthan und 10 Gewichtsteilen Isopropanol ist.
Die hier beschriebenen Hautschutzmittel schützen die Haut vor Irritierungen, die durch häufiges Waschen und ähnliche Vorgänge hervorgerufen werden, denn die Hautschutzmittel werden durch Seife und Wasser nur langsam entfernt. Ausserdem gewährleisten sie einen Schutz der Hände gegen das Aufspringen sowie einen Schutz des Gesichtes gegen Schädigungen durch Wind und häufiges Waschen und einen Schutz der Füsse gegen die schädlichen Einflüsse, die durch ständige Berührung mit einer feuchten absorbierenden Oberfläche auftreten. Im letztgenannten Fall können die erfindungsgemässen Hautschutzmittel auch als Schutz gegen den tropischen Immersion Foot dienen, der häufig bei Soldaten auftritt, die sich in tropischen Gebieten befinden. Die erfindungsgemässen Hautschutzmittel können zur Verhinderung eines musterartigen Hautausschlages dienen.
Die erfindungsgemässen Hautschutzmittel sind dampfdurchlässig und trotz ihrer Anhaftung an der Haut verhindern sie nicht ernstlich den normalen Durchtritt des Sauerstoffes und des Wasserdampfes, die an die Haut herantreten bzw. von der Haut austreten.
Die erfindungsgemässen Hautschutzmittel weisen auch bakteriostatische Eigenschaften auf. Es zeigt sich, dass sie auch wirksam sind, um eine Absetzung von Bakterien der Umgebung an den Gliedern zu verhindern, so dass sie ein Ansteigen der Bakterienflora dämmen, von dem man normalerweise erwarten würde, dass es auftritt.
Es wurde auch gefunden, dass noch andere Bestandteile den erfindungsgemässen Hautpflegemitteln zugesetzt werden können. Beispielsweise können Verdickungsmittel, wie z.B.
Zinkstearat, Bentonit oder Kieselsäure, Emulgiermittel oder Emulsionsstabilisatoren, wie z.B. Glycerinmonostearat, Stearinsäure, Methylcellulose, Mischungen aus Bienenwachs und Borax oder Natriumlaurylsulfat zugesetzt werden. Ferner können Zusätze aus Schutzmitteln, wie z.B. Methyl- oder Propyl-p-hydroxybenzoat sowie andere Zusätze wie Cetylalkohol, Triäthanolamin, Sorbit, Allentain, Parfum oder Farbstoffe zugegeben werden.
Anhand der folgenden Beispiele sollen die erfindungsgemässen Hautpflegemittel näher erläutert werden.
In diesen Beispielen wurde die Wirksamkeit der waschbeständigen Eigenschaften der erfindungsgemässen Hautpflegemittel in der folgenden Weise ermittelt.
Ein Stück eines Tuches aus synthetischen Fasern (die Fasern wurden durch Cokondensation von Dimethylterephthalat und Äthylenglycol gewonnen) wurde mit einer käuflichen waschbaren blauen Tinte imprägniert und man liess dann den Tintenfleck trocknen. Dann wurde das Präparat über den Tintenfleck aufgetragen. Das Probestück des Gewebes wurde dann in eine Waschmaschine gegeben, wobei man eine schwache Wasserabsetzung, einen heissen, mit Wasser durchgeführten Waschvorgang, ein Spülen mit kaltem Wasser und einen Standard (normalen) Waschvorgang anwandte, wobei 20 ml eines käuflich erhältlichen Waschmittels anwesend waren. Nach jedem Waschvorgang wurde das Probestück auf irgendwelche Veränderungen in der Farbe des Tintenfieckes geprüft, denn bei einer Entfernung des Hautpflegemittels führen die Seife und das Wasser rasch zu einem Weglösen der Tinte.
Das Ausmass der Schutzwirkung des Präparates wird schliesslich anhand der Anzahl der Waschvorgänge bestimmt, die notwendig sind, um die Tinte zu entfernen.
Beispiel 1
40 Gewichtsteile eines mit Hydroxylgruppen endblokkierten Dimethylpolysiloxans, das bei 25 C eine Viskosität von 12 500 cSt aufweist, wurden unter vermindertem Druck 16 Stunden lang bei 100 bis 175 C mit 60 Gewichtsteilen eines Cokondensates erhitzt, das im wesentlichen aus SiO2-Gruppen und (CH3)3SiO,X2-Gruppen bestand, wobei das Verhältnis an (CH3)3SiOg,2-Gruppen zu SiO2 Gruppen etwa 0,9/1 betrug. Das so erhaltene Cokondensat wies ein Molekulargewicht von etwa 3000 auf.
40 Gewichtsteile dieses Produktes wurden mit 100 Gewichtsteilen eines durch Trimethylsilylgruppen endblockierten Dimethylpolysiloxans, das bei 25" C eine Viskosität von 350 cSt aufweist, sowie mit 200 Gewichtsteilen Isopropanol und ferner mit 1660 Gewichtsteilen l,l,l-Trichloräthan und einer Spur Parfum sowie eine Spur eines zugelassenen grünen Farbstoffes gemischt.
Das so erhaltene Produkt war eine klare, gefärbte Flüssigkeit, die dajin auf die Hände aufgebracht wurde und dort einen unsichtbaren, wasserabstossenden Film bildete, der die Haut nicht irritierte. Das Produkt konnte von den Händen nach mehr als 20 mit Seife und Wasser durchgeführten Waschungen nicht entfernt werden.
Die Wirksamkeit der waschbeständigen Eigenschaften des oben beschriebenen Hautschutzmittels wurde nach dem beschriebenen Test geprüft und nach vier Waschungen blieb der Tintenfleck unangegriffen.
Beispiel 2
Die in der Folge angeführten Materialien wurden der in Beispiel 1 beschriebenen Cokondensation unterworfen und man erhielt entsprechende Ergebnisse.
A. Ein Cokondensationsprodukt, das im wesentlichen aus 32 Mol% CH3SiO3,2-Gruppen, 30 Mol% (CH3)2SiO Gruppen und 38 Mol% C6HsSiO3/2-Gruppen besteht.
B. Ein Cokondensationsprodukt, das im wesentlichen aus 25 Mol% CH3SiO3/2-Gruppen, 20 Mol% (CH3)2SiO Gruppen, 35 Mol% C6H5SiO3/2-Gruppen und 20 Mol% (C6H5)2SiO-Gruppen besteht.
C. Ein Cokondensationsprodukt, das im wesentlichen aus 45 Mol% CH3SiO3/2-Gruppen, 40 Mol% C6H5SiO3/2- Gruppen, 10 Mol% (C6Hs)2SiO-Gruppen und 5 Mol% C6Hs-Gruppen besteht.
CH3SiO
D. Ein Cokondensationsprodukt, das im wesentlichen aus 70 Mol% C6HsSiO3/2-Gruppen und 30 Mol% C3H7SiO3/2- Gruppen besteht.
E. Ein Cokondensationsprodukt, das im wesentlichen aus 60 Mol% CH2=CHSiO3/2-Gruppen und 40 Mol% C3H7SiO3,2-Gruppen besteht.
Beispiel 3
40 Gewichtsteile eines Cokondensationsproduktes, das ein Molekulargewicht von etwa 3000 aufweist, und das im wesentlichen aus SiO2-Gruppen und (CH3)3SiOl/2- Gruppen besteht, wobei das Verhältnis von (CH3)3SiO/2- Gruppen zu SiO2-Gruppen etwa 0,9/1 beträgt, wurde mit 100 Gewichtsteilen eines mit Trimethylsilyl endblockierten Dimethylpolysiloxans, das bei 25 C eine Viskosität von 350 cSt besass, sowie mit 200 Gewichtsteilen Isopropanol und 1660 Gewichtsteilen 1,1,1-Trichloräthan vermischt.
Dieses Produkt stellte eine Lösung dar, die, bei Aufbringung auf die Oberfläche der Haut, einen unsichtbaren, wasserabstossenden Film zurückliess, der die Haut nicht irritierte. Bei einer Prüfung auf die Waschbeständigkeit blieb der Tintenfleck nach drei Waschvorgängen unangegriffen.
Beispiel 4
200 Gewichtsteile eines Cokondensationsprodukts, das ein Molekulargewicht von etwa 3000 aufwies und im wesentlichen aus SiOrGruppen und (CH3)3SiO,,2-Gruppen bestand, wobei das Verhältnis von (CH3)3SiO/2-Gruppen zu SiO2-Gruppen etwa 0,9/1 betrug, wurden mit 200 Gewichtsteilen eines mit Hydroxylgruppen endblockierten Dimethylpolysiloxans, das bei 25 C eine Viskosität von etwa 40 cSt besass sowie 100 Gewichtsteilen eines trimethylsilylendblockierten Dimethylpolysiloxans, das bei 25" C eine Viskosität von 350 cSt besass und ferner mit 6640 Gewichtsteilen 1,1,1 -Trichloräthan vermischt.
Das so erhaltene Produkt war eine klar gefärbte Flüssigkeit, die, wenn sie auf die Hände aufgetragen wurde, einen unsichtbaren, wasserabstossenden Film zurückliess, der die Haut nicht irritierte.
Beispiel 5
40 Gewichtsteile eines mit Hydroxylgruppen endblokkierten Dimethylpolysiloxans, das bei 250 C eine Viskosität von 12 500 cSt aufwies, wurden unter vermindertem Druck 16 Stunden lang bei 100 bis 175 C mit 60 Teilen eines Cokondensates, das im wesentlichen aus SiO2-Gruppen und (CH3)3SiO3'2-Gruppen bestand, wobei das Verhältnis der (CH3)3SiO112-Gruppen zu den SiO2-Gruppen etwa 0,9/1 beträgt, erhitzt. Das so erhaltene Cokondensat besass ein Molekulargewicht von etwa 3000.
9,4 Gewichtsteile dieses Produktes wurden mit 100 Gewichtsteilen eines mit Trimethylsilylgruppen endblockierten Dimethylpolysiloxans, das bei 250 C eine Viskosität von 30 000 cSt besass, sowie mit 156 Gewichtsteilen Isopropanol und mit 1297 Gewichtsteilen 1,1,1-Trichloräthan vermischt.
Dieses Produkt wurde auf seine Waschbeständigkeit geprüft und nach drei Waschvorgängen blieb der Tintenfleck unangegriffen.
Zu Vergleichszwecken wurden 100 Gewichtsteile eines mit Trimethylsilylgruppen endblockierten Dimethylpoly siloxans, das bei 250 C eine Viskosität von 350 cSt besass, mit 143 Gewichtsteilen Isopropanol sowie mit 1185 Gewichts teilen 1,1,1 -Trichloräthan vermischt.
Dieses Produkt wurde auf seine Waschbeständigkeit geprüft und der Tintenfleck wurde nach einen Waschvorgang leicht entfernt. Dadurch wird bewiesen, dass es notwendig ist, das Organosiliconharz bei den Hautschutzmitteln anzuwen den.
Beispiel 6
65,3 Gewichtsteile eines trimethylsilylendblockierten
Dimethylpolysiloxans, das bei 25" C eine Viskosität von
1000 cSt aufwies, wurden mit 34,7 Gewichtsteilen eines mit
Trimethylsilylgruppen endblockierten Dimethylpolysiloxans, das bei 25" C eine Viskosität von 100 cSt besass, sowie mit
19,2 Gewichtsteilen einer Kieselsäure mit grosser Oberfläche und mit 20,6 Gewichtsteilen eines Cokondensates ver mischt, das ein Molekulargewicht von etwa 3000 aufwies und im wesentlichen aus SiO2-Gruppen und (CH3)3SiO112- Gruppen bestand, wobei das Verhältnis von (CH3)3SiOl/2-
Gruppen zu SiO2-Gruppen etwa 0,9/1 betrug.
Beim Vermischen wurden ausserdem 13,8 Gewichtsteile eines mit Methoxylgruppen endblockierten Dimethylpolysiloxans zugesetzt, das bei 25 C eine Viskosität von 12 500 cSt besass. Diese Mischung wurde bei 100 bis 175" C eine Stunde lang mit Ammoniumkarbonat erhitzt und sodann 3 Stunden lang bei 100 bis 275" C unter vermindertem Druck.
Das so erhaltene Produkt war eine giessbare Salbe, die beim Auftragen auf die Hände einen wasserabstossenden Film zurückliess, der die Haut nicht irritierte.
Beispiel 7
Wenn dem nach Beispiel 6 hergestellten Hautschutzmittel 5,0 Teile Calimin zugesetzt wurde, dann erhielt man entsprechende Ergebnisse.
Beispiel 8
Es wurden die in der Folge angegebenen Zusammensetzungen hergestellt, wobei man in jedem Fall einen waschbeständigen, nicht klebenden, wasserabweisenden Film erhielt, wenn diese Präparate auf die Haut der Hände oder der Füsse aufgetragen wurden.
Präparat I
Eine Emulsion bestehend aus: a) 10 Gewichtsteilen einer lösungsmittelfreien Mischung der
Siloxanbestandteile des Beispiels 1, b) 3,0 Gewichtsteilen Glycerin-monostearat, c) 1,0 Teile Stearinsäure, d) 0,5 Gewichtsteilen an jedem der Bestandteile: Bienen wachs, Borax und Emulgiermittel, e) 0,01 Gewichtsteilen Methyl-p-hydroxybenzoat und f) 80 Gewichtsteilen Wasser.
Präparat II
Eine Emulsion bestehend aus: a) 40 Gewichtsteilen einer lösungsmittelfreien Mischung der
Siloxanbestandteile des Beispiels 1, b) 15 Gewichtsteilen Cetylalkohol, c) 1,0 Gewichtsteilen Natriumlaurylsulfat, d) eine Spur Sorbinsäure und e) 43 Gewichtsteilen Wasser.