CH525031A - Zerstäubungsorgan für Aerosolzerstäuber - Google Patents

Zerstäubungsorgan für Aerosolzerstäuber

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CH525031A
CH525031A CH412571A CH412571A CH525031A CH 525031 A CH525031 A CH 525031A CH 412571 A CH412571 A CH 412571A CH 412571 A CH412571 A CH 412571A CH 525031 A CH525031 A CH 525031A
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CH
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propellant
product
atomizing device
chamber
channels
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CH412571A
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Rene Marand Jean Yves
Rousselot Felix
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Ciba Geigy Ag
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Description


  Zerstäubungsorgan für Aerosolzerstäuber    Die Erfindung betrifft ein Zerstäubungsorgan für     Aerosol-          zerstäuber    zur Erzeugung einer Mischzerstäubung von min  destens zwei fluiden Produkten und vor allem eine zur Ver  wendung als Betätigungssprühkopf für Multiproduktzerstäu  ber geeignete Ausbildungsform eines solchen Organs.  



  Multiproduktzerstäuber sind Aerosolzerstäuber zum Zer  stäuben eines im allgemeinen     flüssigen,    aus mehreren getrennt  im Zerstäuber untergebrachten Komponenten zusammenge  setzten Gesamtprodukts durch Ansaugen und Versprühen  mit Hilfe eines unter Druck     verflüssigten,    unter Umgebungs  druck jedoch gasförmigen Treibmittels, welches durch Betäti  gung geeigneter, im Zerstäuber vorgesehener Ventilorgane  durch den Benutzer in der Gasphase freigesetzt wird.  



  Zerstäubungsorgane gemäss der Erfindung sind insbeson  dere zur Verwendung als Betätigungskopf in     Aerosolzerstäu-          bern    geeignet, in welchen die Komponenten des zu zerstäu  benden Gesamtprodukts in verschiedenen, voneinander ge  trennten Abteilen des Produktbehälters untergebracht sind  und in welchem im Innern des Zerstäubers eine besondere,  das Treibmittel enthaltende Kartusche oder Patrone von  einem Produktbehälter oder von den Produktbehälterabtei  len umgeben ist, so dass im Zerstäuber jede der Produktkom  ponenten voneinander und vom Treibmittel getrennt auf  bewahrt wird.  



  Solche Multiproduktzerstäuber umfassen vorzugsweise  eine Treibmittelpatrone, welche mit als Treibmittel dienen  dem, unter Druck     verflüssigtem    Gas gefüllt ist, und getrennt  von dieser Patrone eine     Anzahl    Behälter für zwei oder mehr  verschiedene     flüssige    Produkte, wobei solche Zerstäuber mit  geeigneten Ventilorganen und im allgemeinen mit einem  vorzugsweise eine Venturi-Düse enthaltenden, durch     Drük-          ken    zu betätigenden Sprühkopf ausgerüstet sind.

   Drücken auf  den als Zerstäuberorgan ausgebildeten Betätigungskopf betä  tigt dabei das Ventilorgan, so dass Treibmittel in der gasför  migen Phase aus der Patrone entweichen und beim Durch  strömen der Sprühdose die zwei oder mehr vorhandenen,  gemischt zu zerstäubenden Produkte über durch ein oder  mehrere Ventilorgane gesteuerte Leitungen ansaugen kann.  



  Multiproduktzerstäuber sind besonders erwünscht bei der  Anwendung von pestiziden Mitteln, die zwei oder mehr ver-    schiedene biologische Aktivitäten aufweisen, also z. B. wenn  ein Fungizid und ein Insektizid, deren Anwendungsformen  für eine Lagerung in Mischung miteinander nicht kompatibel  sind, in einer gemischten Sprühwolke angewendet werden sol  len. So ist es gebräuchlich, insektizide Phosphorsäureester als  Lösung in unplaren Lösungsmitteln anzuwenden, während  Fungizide oft als Lösung in einem polaren Lösungsmittel an  gewandt werden müssen; eine Mischung der beiden Kompo  nenten in einem gemeinsamen Produktbehälter eines     Aero-          solzerstäubers    könnte leicht Abscheidungen oder Zersetzun  gen der Produkte verursachen, wie dies z.

   B. in einem Ge  misch von Diazinon und Dodin der Fall sein würde.  



  Andere wichtige Anwendungsmöglichkeiten finden solche  Mischungen auf dem Gebiet der Pflanzenwuchsanregung und  der Düngung. So sind z.B. Eisenchelate in Lösung nicht  stabil, wenn man ihnen Ammoniumsalze, insbesondere Ni  trate oder Sulfate beimischt. Bisher war es daher nötig, diese  beiden Komponenten bis zum eigentlichen Gebrauch streng  getrennt     aufzubewahren.     



  Eine sehr wichtige Anwendung von Multiproduktzerstäu  bergemischen, bei welchen die Abwesenheit von Zersetzungs  produkten und ein genaues Einhalten der Mengenverhältnisse  der Komponenten in der Mischung sichergestellt sein muss,  betrifft das Färben von Haaren lebender Personen. Hierbei  werden gewöhnlich ein Oxydationsfarbstoff und ein Oxydie  rungsmittel, z. B. Wasserstoffperoxid, verwendet, aus denen  gebrauchsfertige Aerosolmischungen natürlich erst im Augen  blick der Verwendung hergestellt werden können. Das Men  genverhältnis von Oxydationsfarbstoff zu Oxidierungsmittel  muss dabei scharf einstellbar sein, so dass der Friseur genau  die von ihm gewünschte Farbtönung des Haares erzielen  kann.

   Dasselbe gilt für Haarbleichmittel, bei welchen im  Augenblick der Anwendung eine Persulfatkomponente mit  Wasserstoffperoxid oder einem in ähnlicher Weise auf die       Persulfatkomponente    reduzierend wirkenden Mittel in einem  konstanten Verhältnis vermischt werden müssen.  



  Die oben beschriebenen     Multiproduktzerstäuber    arbeiten  zufriedenstellend bei der     Zerstäubung    von zwei oder mehr  Produktkomponenten, von denen eine jede gegenüber den  anderen hinreichend     inert    ist, um ihre Vermischung schon vor      dem Eintritt in eine Venturidüse bekannter Konstruktion  oder auch ihr Zusammentreffen im engen Halsteil einer bei  Doppelaerosolzerstäubern üblichen Venturidüse zu gestatten.

    Im letzteren Fall können die Produktkomponenten, auch  wenn eine Reaktion zwischen ihnen sofort beim Zusammen  treffen stattfindet, doch in einem, mit dem üblichen Typ von  Venturidüse ausgestatteten Multiproduktzerstäuber versprüht  werden, solange keine Reaktionsprodukte gebildet werden,  welche dazu neigen, den engen Halsteil der Venturidüse zu  verstopfen, der üblicherweise einen konvergenten Teil der  Düse, durch welchen gewöhnlich das Treibmittel einströmt,  um seine Ansaugkraft zu erhöhen, mit einer divergenten     Aus-          stosskammer    verbindet, wie sie bei Düsen jüngeren Datums  für Aerosolzerstäuber gewöhnlich vorgesehen ist.  



  Werden jedoch unmittelbar beim Zusammentreffen zweier  verschiedener Produktkomponenten Reaktionsprodukte ge  bildet, die zu einer Verstopfung der Venturidüse führen kön  nen, so wird ein solcher Zerstäuber auf die Dauer nicht zur  vollen Zufriedenheit arbeiten.  



  Ausserdem leiden diejenigen Multiproduktzerstäuber, bei  welchen mehrere Produktkomponenten bereits vor dem Ein  tritt in die Venturidüse miteinander vermischt werden, unter  dem Nachteil, dass das Mengenverhältnis der Komponenten  in der Mischsprühwolke nicht konstant bleibt, sondern inner  halb gewisser Grenzen schwankt. Ein ähnliches Fluktuieren  wird z.B. beim gleichzeitigen Ausströmen von fliessendem  heissem und kaltem Wasser aus getrennten Leitungen über  z.B. aus einer Dusche oder  beim Füllen einer Badewanne, beobachtet, wobei der Wasser  strahl aus dem Hahn zeitweise kälter und zeitweise heisser als  mit der vom Benutzer gewünschten Temperatur     herausfliesst.     



  Die vorliegende Erfindung bezweckt daher die Schaffung  eines Zerstäubungsorgans, welches als Sprühdüse in dem oben  beschriebenen Typ von Multiproduktzerstäubern verwendet  werden kann und welches eine Sprühwolke von konstantem  Gewichtsverhältnis der darin enthaltenen Produktkomponen  ten praktisch ohne Fluktuieren erzeugt.  



  Ein weiterer Zweck der vorliegenden Erfindung liegt in  der Schaffung eines Zerstäubungsorgans, das als Sprühdüse  für die Erzeugung einer Mischversprühung aus zwei oder  mehr Produktkomponenten dient, von welchen mindestens  zwei augenblicklich beim Zusammentreffen miteinander unter  Bildung von Produkten reagieren, welche dazu neigen, eine  gewöhnliche Venturidüse zu verstopfen, während das     erfin-          dungsgemässe    Zerstäubungsorgan durch derartige Reaktions  produkte nicht verstopft wird.  



  Diesen Zwecken dient das erfindungsgemässe, als Betäti  gungskopf für einen Aerosolzerstäuber verwendbare Zer  stäubungsorgan, das mit einem selbsttätig rückstellbaren Ven  til zusammenwirkt und mit welchem mindestens zwei fluide  Produktkomponenten durch ein gasförmiges Treibmittel zer  stäubt und vermischt werden, wobei die Produktkomponen  ten in eine seitliche, einen Mischraum bildende Ausnehmung  des Kopfes über in letzterem vorgesehene Zuleitungen ein  strömen und das dadurch gekennzeichnet ist, dass im Zer  stäubungsorgan eine Verteilerkammer für das Treibmittel  vorgesehen und an diese zum Ansaugen der Produktkom  ponenten je eine Venturidüse angeschlossen ist und die zur  Strömungsrichtung divergierenden,

   mit ihren engen Öffnun  gen über Hälse mit den zur Strömungsrichtung konvergieren  den Einströmkanälen verbundenen Ausströmkanäle der Dü  sen mit den weiten Öffnungen in den Mischraum einmünden,  wobei die Längsachsen der Kanäle zur Mittelachse des Misch  raumes geneigt sind und sich im Mischraum oder ausserhalb  desselben unter einem Winkel von etwa 5 bis 60  schneiden.  



  Vorzugsweise kann das Zerstäubungsorgan so ausgebildet  werden, dass der Schnittpunkt der Längsachsen der     Aus-          strömkanäle    nahe oder auf der Mittelachse des Mischraumes    liegt, und die Treibmittel- und die     Produktkomponenten-          Zuleitungen    in einer besonders bevorzugten Ausführungsform  in der Bodenfläche des als Betätigungskopf dienenden Zer  stäubungsorgans ausmünden.  



  Eine besonders vorteilhafte Ausbildung des Zerstäubungs  organs ist derart, dass die Einströmkanäle mit ihren weiten  Öffnungen in die Verteilerkammer und die Zuleitungen der  Produktkomponenten in die Hälse, vorzugsweise über mit  den Hälsen verbundene Vorkammern, einmünden.  



  Bei dieser Anordnung durchströmt das gasförmige Treib  mittel von der Verteilerkammer aus die konvergierenden  Einströmkanäle oder -kammern der verschiedenen     Venturi-          teildüsen    in Mengen, deren Verhältnis demjenigen der     Di-          mensionierung    der genannten konvergierenden Teildüsen  kammern entspricht, und saugt in den anschliessenden     Durch-          lasshälsen    dieser Teildüsen Mengenbeträge der dort ange  schlossenen fluiden Produkte an, deren Verhältnis zueinander  wiederum von der Bemessung jeder der Teildüsen abhängt.

    So können die Teildüsen gleich dimensioniert sein, wodurch  gleich grosse Mengenbeträge an fluiden Produkten angesaugt  und in zerstäubter Form in den Mischraum des     erfindungs-          gemässen    Zerstäubungsorgans eingeführt werden. Das Men  genverhältnis der Komponenten in der Mischsprühwolke wird  dann praktisch ein konstantes sein. Werden anderseits die  Dimensionen der einen Teildüse einer zwei derartige Teil  düsen enthaltenden Zerstäubereinheit doppelt so gross aus  gelegt wie diejenigen der anderen Teildüse, so wird das Ge  wichtsverhältnis der ersten Produktkomponente zur zweiten  in der aus der Einheit ausgestossenen Mischsprühwolke prak  tisch konstant bei 2:1 liegen.  



  Besonders einfach lassen sich diejenigen Zerstäuberorgane  gemäss der Erfindung herstellen, welche zwei Venturidüsen  enthalten, die in den gemeinsamen Mischraum einmünden.  Solche Zerstäuberorgane können in einfacher Weise in zwei  Hälften aus Kunstharz, z. B. nach dem Spritzgussverfahren,  hergestellt und in bekannter Weise z.B. thermisch     ver-          schweisst    oder verklebt oder in ähnlicher Weise miteinander  verbunden werden, wobei     die    Trennfläche der beiden Hälften  vorzugsweise gleich der gemeinsamen mittleren Schnittebene  durch die Längsachsen der beiden Teildüsen ist.  



  Dabei werden die beiden Venturidüsen vorzugsweise mit  ihren Achsen in einer Ebene parallel oder nahezu parallel  der Grundfläche des Zerstäuberorgans angeordnet.  



  In dieser Grund- oder     Bodenfläche        befindet    sich auch vor  zugsweise eine Ausnehmung, von welcher aus der Durchlass  oder die Durchlässe für Treibmittel zur     Verteilerkammer    und  die verschiedenen Produktleitungen zu den entsprechenden  zugehörigen Durchlasshälsen der verschiedenen Teildüsen  führen. Sind drei Teildüsen vorgesehen, so werden sie vor  zugsweise so angeordnet, dass ihre Längsachsen die Kanten  einer dreieckigen Pyramide, vorzugsweise eines Tetraeders  bilden, wobei die Verteilerkammer an der Basis der Pyramide  liegt.  



  Es wurde gefunden, dass im Falle eines     erfindungsgemäs-          sen    Multiventuri-Zerstäubungsorgans, welches zwei     Venturi-          elemente    enthält, eine sehr zufriedenstellende Vermischung  der feinen und feinsten Tröpfchen der beiden Produktkom  ponenten erzielt wird, wenn die mittleren Achsen der     aus-          gestossenen    Sprühkegeln aus den divergenten Kammern der  beiden     Venturielemente    sich unter einem spitzen Winkel von  etwa 5 bis 60  schneiden.

   Der günstigste Schnittwinkel der  beiden Achsen hängt dabei nicht nur von der Gestalt der       divergierenden        Düsenkammern,    sondern vor allem von der  Natur des verwendeten Treibmittels und von den     physika-          lisch-chemischen    Eigenschaften der beiden zu versprühenden  Produkte ab.  



  Mittels des     erfindungsgemässen        Zerstäubungsorgans    kön  nen Produkte zerstäubt werden, die vorzugsweise in einer      flüssigen Phase vorliegen, d.h. als Lösungen, Emulsionen  oder Suspensionen von Wirkstoffen, welche eine gewünschte  Aktivität besitzen, oder auch als Wirkstoffe allein, soweit sie  direkt in flüssiger Form verwendet werden können. Die Pro  dukte können dabei nichtschäumend oder schäumend sein;  in letzterem Fall kann die Schaumbildung eine Eigenschaft  das oder der Produkte selbst sein oder erst durch ihre Vermi  schung miteinander im Mischraum des Zerstäuberorgans     ge-          mäss    der Erfindung erzeugt werden.  



  Weitere Einzelheiten einer bevorzugten Ausführungsform  der Erfindung und ihrer Verwendung in Multiproduktzerstäu  bern ergeben sich aus der folgenden Beschreibung anhand  der beiliegenden Zeichnungen, in welchen:  Fig. 1 ein axialer Schnitt des oberen Teils einer ersten  Ausführungsform eines Multiproduktzerstäubers darstellt, wo  bei der Zerstäuber mit einem in Vorderansicht und teilweise  im Schnitt gezeigten Zerstäubungsorgan gemäss der Erfin  dung ausgerüstet ist; alle beweglichen Teile befinden sich  dabei in unbetätigter oder  Lagerungs -Stellung.  



  Fig. 2 zeigt das erfindungsgemässe Zerstäubungsorgan in  der gleichen Anordnung wie in Fig. 1, jedoch in teilweise im  Schnitt ausgeführter Seitenansicht und in bezug auf das  Aerosolgerät in gedrückter oder Ausgabestellung.  



  Fig. 3 zeigt die in Fig. 1 und 2 enthaltene Ausführungs  form des Zerstäubungsorgans in horizontalem Querschnitt  längs der in diesen Figuren mit III-III bezeichneten Ebene.  



  Fig. 4 zeigt einen anderen horizontalen Schnitt durch das  erfindungsgemässe Zerstäubungsorgan, und zwar längs der  unterhalb derjenigen der Fig. 3 gelegenen, in Fig. 1 und 2 mit  IV-IV bezeichneten Ebene.  



  Fig. 5 zeigt einen Querschnitt, dessen Schnittebene in  Fig. 1 und 2 mit V-V bezeichnet ist.  



  Fig. 6 zeigt das in Fig. 1 bis 4 dargestellte Zerstäubungs  organ gemäss der Erfindung, jedoch aufgesetzt auf einen  Multiprodukt-Aerosolzerstäuber, dessen Konstruktion von  dem des in Fig. 1 und 2 dargestellten Geräts etwas abweicht;  die Figur ist teilweise im Schnitt längs der in Fig. 3 mit VI bis  VI bezeichneten Ebene dargestellt.  



  In den in Fig. 1 und 2 gezeigten Ausführungsformen kann  das zu zerstäubende Mehrkomponentenprodukt zwei oder  mehr Komponenten enthalten oder aus solchen Komponenten  bestehen, welche nicht miteinander verträglich sind, sondern  die unmittelbar beim Zusammentreffen miteinander unter  Bildung von Produkten reagieren, welche gewöhnliche     Ven-          turidüsen    für Aerosolzerstäuber verstopfen würden.  



  Der in Fig. 1 und 2 gezeigte Multiproduktzerstäuber     um-          fasst    ein äusseres Gehäuse oder einen Mantel 1, einen auf  den oberen Rand 1a des Gehäuses aufgesetzten und an ihm  befestigten Deckel 2, der mit einer zentralen Öffnung 2a ver  sehen ist, eine Ventileinrichtung bestehend aus dem Ventil  gehäuse 3 und dem Ventilschaft 4, einen Treibmittelbehälter,  z.

   B. eine Patrone 5, welche an der Unterseite des Ventil  gehäuses 3 befestigt ist, und schliesslich, in der in Fig. 1 und 2  gezeigten Ausführungsform des Aerosolgeräts, zwei Produkt  behälter 6 und 7, die am Ventilgehäuse 3 mittels Verbin  dungsrohrstücken 8 und 9 befestigt sind und aus flexiblen,  sich zusammenfaltenden bzw. zusammendrückbaren     (kollap-          siblen)    Säcken bestehen, welche zur Aufnahme von zwei  verschiedenen Produktkomponenten dienen, von denen die  eine in dem ersten und die andere in dem zweiten Produkt  sack untergebracht ist.  



  Das Ausströmen von gasförmigem Treibmittel aus der  Treibmittelpatrone 5 in einen axialen Durchlass, z.B. eine  Längsbohrung 10, des Ventilschafts 4, wird durch ein Hoch  drucksperrorgan gesteuert, welches eine den Treibmittelfluss  verhindernde bzw. freigebende ringförmige Dichtungsscheibe  11 umfasst, während der Auslass der Produktkomponenten  aus den Säcken 6 und 7 in voneinander getrennte Durchlass-    kanäle 12 und 13 des Ventilschafts 4 durch Niederdruck  sperrorgane gesteuert wird, welche eine erste ringförmige  Dichtungsscheibe 14 zur Steuerung des Flusses der einen  Produktkomponente aus dem Produktsack 6 und eine zweite  ringförmige Dichtungsscheibe 15 zur Steuerung des Flusses  der anderen Produktkomponente aus dem Produktsack 7  umfassen.  



  Das Ventilgehäuse 3 besitzt einen zentralen, durchgehen  den Innenhohlraum oder Durchlass 16, 17, 18 und ist mit  seinem Oberteil 3a in einem an der Innenseite des Deckels 2  vorgesehenen hülsen- oder ärmelartigen Ringvorsprung 2b  befestigt, wobei die mittlere Deckelöffnung 2a mit dem  Innenhohlraum 16, 17, 18 des Ventilgehäuses 3 koaxial an  geordnet ist. Die ringförmige Dichtungsscheibe 14 wird nun  mit ihrem äusseren Randteil in einer ringförmigen Ausspa  rung 2c des Ringvorsprungs 2b und mit ihrem mittleren  Ringteil zwischen einer auf der Innenseite des Deckels 2 um  die Deckelöffnung 2a herum ausgebildeten Ringwulst 2d  einerseits und dem Rand des Oberteils 3a des Ventilgehäu  ses 3 anderseits gehalten.

   Der Innenhohlraum 16, 17, 18 des  Ventilgehäuses 3 ist mit einer Schulter 19 und mit einer  Ringrippe 30 versehen, welche unterhalb der verengerten,  die Schulter 19 bildenden mittleren Zone 17 des Innenhohl  raums in diesen hineinragt und einen zentralen Durchlass 30a  besitzt, der die mittlere Zone 17 des Innenhohlraums mit der  unteren Zone 18 desselben verbindet; die Bodenzone 18  öffnet in eine erweiterte, nach dem Treibmittelbehälter 5 zu  offene Ausnehmung 31.  



  Die ringförmige Dichtungsscheibe 14 kontrolliert nun den  Fluss der ersten Produktkomponente aus dem Sack 6 über  das Verbindungsrohrstück 8, welch letzteres fest in einer ent  sprechenden Bohrung 32 des Ventilgehäuses 3 sitzt, und über  einen Durchlass 33 im Gehäuseinnern in die obere Zone 16  des Innenhohlraums des Ventilgehäuses 3 und von dort in die  Kanäle 12 des Ventilschafts 4.  



  Die ringförmige Dichtungsscheibe 15 liegt im Innenhohl  raum des Ventilgehäuses 3 auf der Schulter 19 auf und wird  auf dieser mittels eines inneren Halteringes 34, der in die  Innenraumzone 17 festsitzend eingelassen ist, festgehalten;  der Haltering 34 besitzt einen in das Innere des Innenhohl  raums hineinragenden Ringflansch 34a, an dessen Unterseite  der mittlere Teil und der äussere Randteil der Dichtungs  scheibe 15 anliegen kann.  



  Die Dichtungsscheibe 11, welche den Fluss von Treibmit  tel aus der Patrone 5 steuert, ist in der Bodenzone 18 des  Ventilgehäusehohlraums untergebracht und wird in dieser  an der Unterseite der Ringrippe 30 vermittels eines äusseren  Halterings 35 von annähernd der Form eines umgestülpten  Pilzes festgehalten. Dieser Haltering 35 wird mit seinem aus  der Bodenausnehmung 31 des Ventilgehäuses 3 herausragen  den, nach aussen geschwungenen Teil 35a an der Unterseite  eines die     Ausnehmung    31 umgebenden ärmelartigen Ringteils  3b des Ventilgehäuses gehalten und durch ein umgebördeltes  Randteil 5a des Halses der     Treibmittelpatrone    5 gesichert.  



  Der Ventilschaft 4 ist im Innenhohlraum des Ventilgehäu  ses 3 längs der mittleren Achse des Hohlraums     verschieblich     gelagert; er ragt mit seinem oberen Ende aus der mittleren  Deckelöffnung 2a heraus und mit seinem unteren, nach dem       Treibmittelbehälter    5 zugekehrten Ende, das als ein gegen  über einem anschliessenden, verjüngten Schaftteil dickerer  Schaftkopf 40 ausgebildet ist, aus der Öffnung der Ringrippe  30 des Ventilgehäuses in die untere Zone 18 des Innenhohl  raums und gegebenenfalls in die erweiterte     Ausnehmung    31  des letzteren hinein.  



  Die im Inneren des Ventilschafts 4 vorgesehene Längs  bohrung 10 öffnet einerseits in der Mitte des oberen Ventil  schaftendes und anderseits über mehrere Öffnungen 41 in  der verjüngten     Ventilschaftzone    gerade oberhalb des Ventil-      Schaftkopfes 40. In dieser verjüngten Zone des Ventilschafts 4  greift die Dichtungsscheibe 11 des Hochdrucksperrorgans so  ein, dass die Öffnungen 41 in der besagten Zone bei der in  Fig. 1 gezeigten Stellung des Ventilschafts 4 geschlossen  sind, während in der in Fig. 2 gezeigten Betätigungsstellung  des Geräts diese Öffnungen 41 von der Dichtungsscheibe 11  für den Durchfluss von Treibmittel freigegeben sind.  



  Ist der Ventilschaft 4 nicht infolge Betätigung des Geräts  durch Drücken auf das als Betätigungskopf des letzteren die  nende erfindungsgemässe Zerstäubungsorgan herabgedrückt,  so wird er in der in Fig. 1 gezeigten Stellung mittels einer  Feder 36 gehalten,     die        mit    ihrem einen Ende auf dem Ring  flansch 34a des Halterings 34 ruht und mit ihrem anderen  Ende gegen die Unterseite eines     verdickten    Teils oder     äusse-          ren    Ringflanches 42 drückt, der in der mittleren Zone des  Ventilschafts 4 ausgebildet ist.  



  Ventilschaft 4 ist weiter     mit    einer     Vielzahl    von Produkt  kanälen 12 und 13 versehen, von denen sich die letzteren im  Inneren des Schafts um den axialen Durchlass 10 von     diesem     getrennt und parallel zu ihm erstrecken, während die Kanäle  12 sich als Nuten in der äusseren Schaftwandung getrennt  durch Längsrippen 44 oberhalb des Ringflansches 42     erstrek-          ken    und durch die Innenwandung des Hülsenteils 21 nach  aussen abgeschlossen sind.

   Die Kanäle 13 öffnen dabei mit  ihrem unteren Ende in einer Ringnutzone 43 des     Ventil-          schafts    4, in welcher die Dichtungsscheibe 15 am Schaft an  greift, so dass die in dieser Zone 43 gelegenen Öffnungen der  Kanäle 13 verschlossen sind, wenn sich der Ventilschaft 4 in  der in Fig. 1 gezeigten Stellung befindet, während sie von der  Dichtungsscheibe bei der in Fig. 2 gezeigten Stellung dessel  ben für den Durchlass von Produktkomponente aus der mitt  leren Zone 17 des Ventilgehäuseinnenhohlraums und dem  mit dieser Zone in Verbindung stehenden Produktsack 7 in  die Kanäle 13 freigegeben sind. Produktsack 7 ist dabei mit  tels des in eine Bohrung 38 des Ventilgehäuses eingeführten  Mündungsrohrstücks 9 am letzteren befestigt.  



  Die Produktkanäle 12 besitzen oberhalb des genannten  Ringflansches 42 an ihrem unteren Ende Öffnungen 45, die  bei der in Fig. 1 gezeigten Stellung des Ventilschafts 4 durch  die Dichtungsscheibe 14 gegenüber der Zone 16 des Ge  häusehohlraums abgeschlossen sind, wobei die Dichtungs  scheibe 14 auf der ihr als Ventilsitz dienenden abgeschrägten  Ringfläche des Ringflanches 42 aufliegt und nach oben ab  gehoben wird, während sie bei der in Fig. 2 gezeigten Stel  lung des Ventilschaftes nach der Zone 16 des Innenhohlraums  des Ventilgehäuses 3 zu offen sind, da alsdann der abge  schrägte untere Rand des Hülsenteils 21 des Zerstäubungs  organs den inneren Randteil der ringförmigen Dichtung 14  herabdrückt, so dass Produktkomponente aus dem Produkt  behälter 6 in die Kanäle 12 des Ventilschafts gelangen kann.

    Dabei verhindert die Dichtungsscheibe 11 zu allen Zeiten den  Druchtritt von Treibmittel in die Zonen 17 und 18 und den  Austritt von Produkt des Sackes 7 aus Zone 17 in Zone 18  des Ventilgehäuse-Innenhohlraums; ebenso verhindert Dich  tungsscheibe 15 zu allen Zeiten Durchtritt desselben Produk  tes aus Zone 17 in Zone 16 und umgekehrt Durchtritt von  aus Sack 6 stammendem Produkt aus Zone 16 in Zone 17  des Innenhohlraums. Schliesslich verhindert Dichtungsscheibe  14 zu allen Zeiten ein unerwünschtes     Ausfliessen    von Pro  dukt aus Sack 6 und Zone 16 des Innenhohlraums ausserhalb  der Kanäle 12 und das Einströmen von Aussenluft in den  Innenhohlraum des Ventilgehäuses.  



  An seinem oberen Ende ist der Ventilschaft 4 vorzugs  weise mit einer abgeschrägten     Randfläche    46 versehen, auf  welcher eine entsprechend abgeschrägte     Innenfläche    der  Ausnehmung 22 eines Hülsenteils 21 des Zerstäubungsorgans  hermetisch dichtend anliegt. Die Leitungen 13 münden am    oberen Schaftende vorzugsweise in einen nach aussen offenen  Ringraum 46a ein.  



  Nachdem nunmehr die Struktur und Funktion eines     Multi-          produkt-Aerosolzerstäubers    bis zum eigentlichen Zerstäu  bungsvorgang anhand der in den Fig. 1 und 2 gezeigten Aus  führungsform eines solchen eingehend beschrieben wurde,  wird im folgenden das erfindungsgemässe Zerstäubungsorgan  in einer bevorzugten, insbesondere zur Verwendung als Be  tätigungssprühkopf geeigneten Ausführungsform für den ge  nannten Zerstäuber im einzelnen insbesondere anhand der  Fig. 1 bis 4 und 6 beschrieben, in welchen diese bevorzugte  Ausführungsform in verschiedenen Schnitten gezeigt ist. In  allen diesen Figuren bedeuten gleiche Bezugszeichen gleiche  Teile.  



  Diese Ausführungsform des Zerstäubungsorgans besitzt,  wie bereits erwähnt, einen Hülsenteil 21, der an die Grund  fläche 20a des eigentlichen Betätigungskopfes 20 anschliesst  und vorzugsweise aus ihr in Richtung auf den Deckel zu her  ausragt. Im Inneren des Betätigungskopfes 20 ist eine Vertei  lerkammer 23 vorgesehen, welche über den vorzugsweise als  einzelner Durchlass ausgebildeten Treibmitteleinlasskanal 24  mit der Ausnehmung 22 des Hülsenteils 21 offen verbunden  ist, wobei die Öffnung des Kanals 24 so in der Innenwandung  der Ausnehmung 22 angeordnet ist, dass der Kanal 24 an die  Öffnung des axialen Treibmitteldurchlasses 10 des Ventil  schaftes 4 anschliesst.  



  An die Verteilerkammer 23 sind die konvergierenden  Kammern 25a und 26a zweier Venturidüsen 25 und 26 mit  ihren weiteren     Endöffnungen    frei verbunden angeschlossen,  während die engeren, den genannten weiteren gegenüberlie  genden offenen Enden der konvergierenden Kammern 25a  und 26a in halsförmige Durchlässe 25b bzw. 26b übergehen  und durch diese mit den engeren     Endöffnungen    der beiden  divergierenden Kammern 25c und 26c der beiden     Venturi-          düsen    25 bzw. 26 in freier Verbindung stehen.

   An die beiden  Durchlasshälse 25b und 26b sind die Produktkammern 27  und 28 über die Produktzuleitungen 27a und 28a angeschlos  sen, welche ihrerseits über Zufuhrkanäle 27b und 28b mit  der Ausnehmung 22 des Hülsenteils 21 des Zerstäubungs  organs in Verbindung stehen. Dabei ist in der inneren Wan  dung der Ausnehmung 22 eine ringförmige Vorkammer 29  vorgesehen, in der der Zufuhrkanal 28b beginnt und die mit  den Kanälen 12 im Ventilschaft in freier Verbindung steht,  während die Öffnung des Zufuhrkanals 27b in der     Ausneh-          mung    22 so angebracht ist, dass sie mit dem Ringraum 46a  am oberen Ende des Ventilschafts und dem in letzteren ein  mündenden Ventilschaftkanälen 13 in freier Verbindung  steht.  



  Die weiteren, den engeren gegenüberliegenden Öffnun  gen der divergierenden Kammern 25c und 26c der     Venturi-          teildüsen    25 und 26 führen direkt in einen gemeinsamen  Misch- und     Versprühraum    50, welcher im gezeigten Ausfüh  rungsbeispiel in der zur     Grundfläche    20a sich im wesentlichen  senkrecht erstreckenden Seitenwandung des Betätigungs  kopfes 20 als     Ausnehmung    vorgesehen ist.  



  Die aus den     Venturidüsen    25 und 26 zusammengesetzte       Multiventuridüse    funktioniert in höchst einfacher Weise wie  folgt:  Gasförmiges Treibmittel gelangt aus dem zentralen  Durchlass 10 des Ventilschafts 4 über den     Treibmitteleinlass-          kanal    24 in die     Verteilerkammer    23 und von hier in einem       Gewichtsverhältnis    entsprechend der Auslegung der konver  gierenden Kammern der Teildüsen 25 und 26 in die letzteren.  Dieses Verteilungsverhältnis ist 1:1, wenn, wie es in der ge  zeigten Ausführungsform der Fall ist,     die    Ausmasse der bei  den Teildüsen identisch sind.

   Von den konvergierenden  Kammern 25a und 26a gelangen die partiellen Treibmittel  ströme alsdann durch die     Durchlasshälse    25b und 26b in die      divergierenden Kammern 25c und<B>26e.</B> Hierbei wird in Ab  hängigkeit von der Menge und Durchflussgeschwindigkeit des  durch den Hals 25b strömenden Treibmittelanteils die erste  Produktkomponente aus den Ventilschaftkanälen 13 über den  Ringraum 46a, den Zufuhrkanal 27b, die Produktkammer 27  und die Produktzuleitung 27a angesaugt, während die zweite  Produktkomponente aus den Kanälen 12 über die Vorkam  mer 29, den Zufuhrkanal 28b, die Produktkammer 28 und  die Produktzuleitung 28a in den Hals 26b angesaugt wird.

   In  der divergierenden Kammer 25c wird nun die erste Produkt  komponente, in der divergierenden Kammer 26c bei der Aus  legung der Teildüsen wie in der gezeigten Ausführungsform  ein gleicher Durchsatz der zweiten Produktkomponente zer  stäubt und die Zerstäubungswolken unter einem spitzen Win  kel gleichzeitig in den Mischraum 50 eingeblasen, in welchem  sie engstens vermischt und verwirbelt und als homogene  Wolke aus der Mischkammer 50 herausgeschleudert werden.  



  Dank der Tatsache, dass sich in den gesamten Durchströ  mungswegen innerhalb des Zerstäubungsorgans keine mecha  nischen Hindernisse befinden oder andere den Durchfluss       beeinflussende    Faktoren vorliegen, welche ein Fluktuieren der  Mengenverhältnisse an Treibmittel verursachen könnten,  welches in die konvergierenden Kammern der Teildüsen ge  langt, so bleibt das Verhältnis der Treibmittelströme durch  die Hälse 25b und 26b zueinander, während einer Betäti  gungsdauer des Zerstäubers konstant, auch wenn die absolute  Menge an Treibmittelgas, das aus dem Treibmittelbehälter in  die Verteilerkammer gelangt, absinkt.

   Folglich bleibt auch  das Verhältnis der Mengen zu zerstäubender Produktkom  ponenten, die durch die Produktzuleitungen 27a und 28a den  beiden divergierenden Kammern 27 und 28 zugeführt und  zerstäubt werden, und dementsprechend auch das Verhältnis  der beiden zerstäubten Produktkomponenten in der den  Mischraum 50 verlassenden Mischwolke praktisch konstant.  Schwankungen in der Zusammensetzung der Mischwolke, wie  sie infolge diskontinuerlicher Viskosität oder     ungleichmässi-          ger    thermischer Konvektion auftreten können, wenn zwei  flüssige Produkte miteinander in einer gemeinsamen Pro  duktleitung oder Produkteinlasskammer zusammenkommen,  bevor ihre Atomisierung in einer gemeinsamen Venturidüse  stattfindet, werden so vermieden.  



  In Fig. 6 ist das in den vorhergehenden Figuren darge  stellte Zerstäubungsorgan auf das obere Ventilschaftende  eines Zerstäubers aufgesetzt, welches einerseits einen Pro  duktsack 7, wie er in Fig. 1 und 2 gezeigt ist, zur Aufnahme  einer der Produktkomponenten enthält, während anderseits  eine zweite Produktkomponente im Gehäuse oder Aussen  behälter 1 untergebracht ist, welcher also direkt als Produkt  behälter dient. In dieser Ausführungsform ist ein Tauchrohr  51 vorgesehen, welches in einer Bohrung 52 des Ventilgehäu  ses 3 befestigt ist und in das im Behälter 1 vorhandene flüs  sige Produkt eintaucht. Alle übrigen Teile dieses Zerstäubers  sind die gleichen wie in der im Zusammenhang mit Fig. 1 und  2 beschriebenen Ausführungsform.  



  Das Zerstäubungsorgan gemäss der Erfindung bietet so  eine einfache und wirtschaftliche Lösung des schwierigen und  bisher, soweit bekannt, noch ungelösten Problems, einen  Multiaerosolzerstäuber zu schaffen, welcher das Färben von  Haar mit Oxydationsfarbstoffen genau in einer gewünschten  Tönung auch nach     längerem-Lagern    ermöglicht.  



  Auch jede andere Anwendungsart, bei welcher verlangt  wird,     dass    eine Vermischung zweier versprühter Produkte in  konstantem Verhältnis und erst im Augenblick der Anwen-    dung selbst stattfindet, kann mit Hilfe von Multiproduktzer  stäubern, die mit dem erfindungsgemässen Zerstäubungs  organ ausgerüstet sind, zufriedenstellend bewirkt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Als Betätigungskopf für einen Aerosolzerstäuber ver wendbares Zerstäubungsorgan, das mit einem selbsttätig rückstellbaren Ventil zusammenwirkt und mit welchem min destens zwei fluide Produktkomponenten durch ein gasförmi ges Treibmittel zerstäubt und vermischt werden, wobei die Produktkomponenten in eine seitliche, einen Mischraum bil dende Ausnehmung des Kopfes über in letzterem vorgese hene Zuleitungen einströmen, dadurch gekennzeichnet, dass im Zerstäubungsorgan (20) eine Verteilerkammer (23) für das Treibmittel vorgesehen und an diese zum Ansaugen der Produktkomponente je eine Venturidüse (25, 26) ange schlossen ist und die zur Strömungsrichtung divergierenden, mit ihren engen Öffnungen über Hälse (25b, 26b) mit den zur Strömungsrichtung konvergierenden Einströmkanälen (25a, 26a) verbundenen Ausströmkanäle (25c, 26c)
    der Düsen mit den weiten Öffnungen in dem Mischraum (50) einmünden, wobei die Längsachsen der Kanäle (25c, 26c) zur Mittelachse des Mischraumes geneigt sind und sich im Misch raum oder ausserhalb desselben unter einem Winkel von etwa 5 bis 60 schneiden. UNTERANSPRÜCHE 1. Zerstäubungsorgan nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Einströmkanäle (25a, 26a) mit ihren weiten Öffnungen in die Verteilerkammer (23) und die Zu leitungen (27b, 28b) der Produktkomponenten in die Hälse (25b, 26b), vorzugsweise in mit den Hälsen verbundenen Kammern (27, 28) einmünden. 2. Zerstäubungsorgan nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Treibmittel- und Produktkomponen ten-Zuleitungen (24, 27b, 28b) in der Bodenfläche (20a) des Zerstäubungsorgans (20) ausmünden. 3.
    Zerstäubungsorgan nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass in der Bodenfläche (20a) des Kopfes eine Ausnehmung (29) vorgesehen ist, in welcher die Treib mittel- und die Produktkomponenten-Zuleitungen (24, 27b, 28b) ausmünden. 4. Zerstäubungsorgan nach Unteranspruch 2, dadurch ge kennzeichnet, dass an der Bodenfläche (20a) des Kopfes eine Hülse (22) angesetzt ist, deren Innenraum die Ausnehmung (29) bildet. 5. Zerstäubungsorgan nach Patentanspruch oder einem der vorangehenden Unteransprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Schnittpunkt der Längsachsen der Ausströmkanäle (25c, 26c) nahe oder auf der Mittelachse des Mischraumes (50) liegt. 6.
    Zerstäubungsorgan nach Patentanspruch oder einem der Unteransprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Hauptachsen der beiden Venturidüsen (25, 26) in einer Ebene liegen, welche parallel zur Bodenfläche (20a) des Zerstäubungsorgans ist.
    7. Zerstäubungsorgan nach Patentanspruch oder einem der Unteransprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Kopf aus zwei Hälften besteht, deren Trennfläche eine Ebene bildet, in welcher die Hauptachsen der beiden Venturi- düsen liegen und welche zur Bodenfläche (20a) des Zerstäu- bungsorgans parallel ist.
CH412571A 1969-07-03 1970-06-30 Zerstäubungsorgan für Aerosolzerstäuber CH525031A (de)

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