CH525865A - Verfahren zur Reinigung von 6a-6-Desoxy-5-oxytetracyclin - Google Patents

Verfahren zur Reinigung von 6a-6-Desoxy-5-oxytetracyclin

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CH525865A
CH525865A CH515068A CH515068A CH525865A CH 525865 A CH525865 A CH 525865A CH 515068 A CH515068 A CH 515068A CH 515068 A CH515068 A CH 515068A CH 525865 A CH525865 A CH 525865A
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CH
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oxytetracycline
hydrogen chloride
deoxy
sulfosalicylate
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CH515068A
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Joseph Korst James
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Pfizer
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C233/00Carboxylic acid amides

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Description


  
 



  Verfahren zur Reinigung von   6X-6-Desoxy-5-oxytetracyclin   
Es wurde gefunden, dass unreines   60c-6-Desoxy-5-oxy-    tetracyclinsulfosalicylat durch Umkristallisieren aus methanolischer Chlorwasserstoffsäure und anschliessende Umwandlung des umkristallisierten Sulfosalicylates in äthanolischem Chlorwasserstoff mit geregelten Konzentrationen an Chlorwasserstoff und Wasser in das Hydrochlorid in das gereinigte Hydrochlorid umgewandelt werden kann.



   Die vorliegende Erfindung betrifft somit ein neues u.



  verbessertes Verfahren zur Reinigung von   6cs-6-Desoxy-    -tetracyclinen durch Umwandlung von unreinem   6,x-6-      -Desoxy-5-oxytetracyclinsulfosalicylat    in unerwartet hoher Ausbeute in das gereinigte Hydrochlorid.



   In der USA-Patentschrift No. 3 200 149 ist unter anderem eine neue Gruppe von Tetracyclinantibiotika beschrieben, die allgemein als   6cc-6-Desoxytetracycline    bezeichnet werden. Dabei werden die Bezeichnungen    < (6-    Epi  und    oc     abwechselnd verwendet, um auf die identische räumliche Anordnung des 6-Methylsubstituenten Bezug zu nehmen. In der USA-Patentschrift No. 3 165 531 wird die Bezeichnung    < X6-Epi     im gleichen Sinn wie in der USA-Patentschrift No. 3   200 149    verwendet und entsprechend ist von    6-Desoxy-tetracyclinen     die Rede, wenn auf die bekannten Isomeren Bezug genommen wird.



  Die letztgenannten Verbindungen werden nun in der wissenschaftlichen Literatur als   148-6-Desoxy-tetracycline    bezeichnet und in der vorliegenden Patentschrift werden die Bezeichnungen    z     und   4    im gleichen Sinn verwendet.



   Die Herstellung con   aa-6-Desoxy-5-oxytetracyclin    durch katalytische Hydrierung von bestimmten 6-Methylentetracyclinen und auch durch Behandlung von verschiedenen 13-substituierten 6-Desoxytetracyclinen mit   Raney-Nickel    ist bekannt und in der technischen Literatur beschrieben, wozu auch die oben erwähnten Patentschriften gehören.



   Diese Arbeitsweisen liefern leicht   6a-6-Desoxy-5-oxy-    tetracyclin in guter Ausbeute. Jedoch sind die anfänglichen Reaktionsprodukte notwendigerweise mit verschiedenen Reagenzien oder Nebenprodukten verunreinigt, die entfernt werden müssen, bevor die Antibiotika pharmazeutische Reinheitsnormen erfüllen. Insbesondere können die rohen Reaktionsprodukte verschiedene Metallverunreinigungen in elementarer oder gebundener Form enthalten, beispielsweise Nickel, Aluminium oder verschiedene andere Katalysatorrückstände. Ausserdem liegen oft Abbauprodukte vor, wie Anhydro- und Apotetracyclinverbindungen, beispielsweise 5a,6-Anhydro -oxytetracyclin und Apo-oxytetracyclin und manchmal auch 6,3-6-Desoxy-5-oxytetracyclin. Diese müssen ebenfalls entfernt werden.



     6sc-6-Desoxy-5-oxytetracyclin    wird aus der Reaktionsmischung leicht in Form seines Sulfosalicylatsalzes gewonnen, wie es in den oben erwähnten Patenten bereits beschrieben ist. So wird eine Lösung des Produkts in einem reaktionsinerten Lösungsmittel, geeignetermassen Methanol, mit 5-Sulfosalicylsäure behandelt, wonach sich das feste Sulfosalicylat abscheidet und gesammelt werden kann. Dieser Schritt beseitigt jedoch gewöhnlich nicht die beschriebenen Verunreinigungen, wenn auch erwartet werden kann, dass die Konzentration von einigen davon dadurch vermindert wird.



   Bei der weiteren Entfernung dieser Restverunreinigungen und bei der Umwandlung des Sulfosalicylats in das pharmazeutisch erwünschte Hydrochlorid oder in die amphotere Base treten Probleme auf. Derartige Reinigungen sind bereits durchgeführt worden, jedoch waren die Methoden, wie beispielsweise die Gegenstrom-Lösungsmittelverteilung, langwierig oder die Ausbeuten schlecht. So ergab die Umwandlung des unreinen Sulfosalicylatsalzes in das amphotere Antibiotikum und dann in ein hochreines Hydrochlorid durch herkömmliche Arbeitsweisen typischerweise eine Ausbeute in der Grössenordnung von nur etwa 10%. Die Umwandlung in das Hydrochlorid in einer herkömmlichen Mischung von Äthanol und Chlorwasserstoffsäure liefert ebenfalls keine angemessene Ausbeute an befriedigendem Produkt.

  Es fehlt eine praktikable Arbeitsweise zur Umwandlung von unreinem Sulfosalicylat in hochreines Hydrochlorid in hohen Ausbeuten.



   Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren, das dieses Bedürfnis erfüllt, nämlich auf ein Verfahren zur Umwandlung von unreinem Sulfosalicylat des   6cs-6-Desoxy-5-oxy-tetracyclins    in das praktisch reine Hydrochlorid, wobei das Ausgangsprodukt als Verunreini  gung Metalle in elementarer oder gebundener Form, Anhydro- und/oder Apotetracycline enthält. Dieses Verfahren umfasst also die Umkristallisation des Sulfosalicylates und die anschliessende direkte Umwandlung in hochreines Hydrochlorid, ohne dass dazwischen die Herstellung des amphoteren Antibiotikums erforderlich ist.

  Das erfindungsgemässe Verfahren ist gekennzeichnet durch Umkristallisieren des Sulfosalicylates aus methanolischer Chlorwasserstoffsäure, Auflösen des umkristallisierten Sulfosalicylatsalzes in trockenem äthanolischem Chlorwasserstoff, Einstellen des Chlorwasserstoffgehaltes der sich ergebenden äthanolischen Lösung auf mindestens etwa 12 Mol pro Mol gelöstes   6o;-6-Desoxy-5-oxytetra-    cyclin und Einführen von Wasser zu der trockenen äthanalischen Lösung bis zu 11 Volumprozent, wobei sich das Hydrochlorid, im allgemeinen in hochreiner Form und in ausgezeichneter Ausbeute von der Lösung abgetrennt und das in der Mutterlauge zurückbleibende Produkt leicht für die Recyclisierung gewonnen werrden kann.

  Das nach dem erfindungsgemässen Verfahren hergestellte   6=,-6-Desoxy-5-oxytetracyclin-hydrochlorid    ist von hervorragender Qualität und löst sich leicht in Wasser unter Bildung von klaren Lösungen, die frei von der Trübung sind, die mit restlichem Sulfosalicylat verbunden ist.



   In der ersten Stufe des erfindungsgemässen neuen Verfahrens wird das unreine Sulfosalicylat aus methanolischer Chlorwasserstoffsäure umkristallisiert. Dies kann durch Auflösen des unreinen Salzes in trockenem methanolischem Chlorwasserstoff und anschliessende Zugabe von Wasser und überschüssiger Sulfosalicylsäure zu der Lösung, um Kristallisation hervorzurufen, bewirkt werden.



   Es wird in der Regel eine Volumenmenge an Lösungsmittel verwendet, die zumindest ausreicht, um im wesentlichen das gesamte Antibiotikum zu lösen; die erforderliche Volummenge variiert mit der Reinheit der Ausgangsverbindung. Demzufolge ist es am besten, die er   forderliche    Menge empirisch zu bestimmen. Gewöhnlich werden etwa 4 bis etwa 10 ml pro Gramm unreines Salz benötigt, wenn auch gegebenenfalls Volummengen von 15 ml pro Gramm verwendet werden können. Es liegt auf der Hand, dass die Verwendung von übermässigen Lösungsmittelmengen am besten vermieden wird, um eine hohe Rückgewinnung des Antibiotikums sicherzustellen.



   Die zur Durchführung der Auflösung erforderliche   Chlorwasserstofflconzentration    variiert mit der Reinheit des Ausgangssalzes, wobei die unreineren Stoffe bei relativ niedrigen Chlorwasserstoffkonzentrationen löslich sind, während reinere Proben mehr erfordern. Im allgemeinen sind Konzentrationen von mindestens etwa 4% (Gew./Vol.) Chlorwassersstoff erforderlich. Die obere Grenze ist überhaupt nicht kritisch und Konzentrationen von 20 bis 25% oder auch höher können verwendet werden, jedoch gewöhnlich ohne zusätzlichen Vorteil. Chlor   wasserstoffkonzentrationen    von 8 bis 9% Gew./Vol. ergeben in den meisten Fällen ausgezeichnete Ergebnisse.



   Es ist gewöhnlich vorteilhaft, Temperaturen oberhalb Raumtemperatur und bis zur Rückflusstemperatur anzuwenden, um die Auflösung mit einem Minimum Lösungsmittel zu bewirken. Dies ist besonders erwünscht, wenn Sa,6-Anhydro-oxytetracyclin als Verunreinigung vorliegt.



  In diesem Fall ist es ratsam, etwa 30 bis 60 Minuten am   Rückfluss    zu halten, um dieses in Apo-oxytetracyclin umzuwandeln. Dies sichert aufgrund der relativ hohen Löslichkeit von Apo-oxytetracyclin in methanolischer Chlorwasserstoffsäure die wirksamste Reinigung.



   An diesem Punkt ist es günstig, jedoch nicht absolut wesentlich, die Lösung mit adsorbierendem Reinigungsmaterial, wie Aktivkohle, zur zusätzlichen Reinigung zu behandeln. Diese Behandlung wird geeignetermassen in Hinblick auf die Wirksamkeit und zur Sicherung gegen vorzeitige Abscheidung des Antibiotikums bei erhöhter Temperatur durchgeführt. Im Anschluss an eine derartige Behandlung wird die Lösung noch warm filtriert und in das Filtrat wird dann vorteilhaft noch Wasser und überschüssige Sulfosalicylsäure zugefügt.



  Diese Stoffe können der Lösung zusammen oder getrennt in jeder Reihenfolge zuge geben werden oder die Lösung kann zu ihnen gegeben werden. Die Reihenfolge, in der die Bestandteile vereinigt werden, ist nicht kritisch.



   Pro Mol gelöstes   6z-6-Desoxy-5-oxytetracyclin    sollten mindestens etwa 0,5 Mol Sulfosalicylsäure eingeführt werden. Die besten Ergebnisse werden gewöhnlich mit etwa 0,9 bis etwa 2,2 Mol erhalten, wenn auch höheres Konzentrationen, jedoch ohne wesentlichen zusätzlichen Vorteil, verwendet werden können.



     Die    Menge an zugesetztem Wasser beträgt vorzugsweise etwa   W    bis etwa   3%    Vol.-Teil trockene Antibiotikalösung oder -filtrat. Etwa   ·    Vol.-Teil ist im allgemeinen bevorzugt.



   Die Lösung wird nun vorzugsweise auf Raumtemperatur oder darunter abgekühlt, wenn dies nicht bereits geschehen ist, erwünschtermassen unter   Zugabe    einer Spurenmenge des gewünschten Produkts, um einen Kristallisationskeim zu liefern. Wie bei jeder Kristallisation ist starkes Rühren gewöhnlich vorteilhaft. Das sich abscheidende Produkt wird durch Filtrieren oder andere Standardmittel gesammelt und vorzugsweise von der Mutterlauge freigewaschen, beispielsweise mit wässrigem Methanol. An diesem Punkt liegt das   Antibiotilcum    gewöhnlich in Form von Kristallen vor, die 1 Mol Sulfosalicylsäure zusammen mit 1,5 Mol Wasser und 0,5 Mol Methanol pro Mol Antibiotikum enthalten. Der Solva   tationsgrad    kann jedoch gelegentlich differieren.

  Auch wenn das   6:c-6-Desoxy-5-oxytetracyclin-sulfosalicylat    in amorpher Form erhalten wird, ist es für die nächste Stufe des Verfahrens ausreichend.



   In der zweiten Stufe des erfindungsgemässen neuen Verfahrens wird das umkristallisierte Sulfosalicylat direkt in hochreines Hydrochlorid des   6a-6-Desoxy-5-oxy-    tetracyclins umgewandelt ohne dass die Herstellung des amphoteren Antibiotikums erforderlich ist. Dies wird erreicht, indem das umkristallisierte Salz in trockenem äthanolischem Chlorwasserstoff aufgelöst, der Chlorwasserstoffgehalt dieser Lösung auf mindestens etwa 12 Mol pro Mol gelöste Tetracyclinverbindung eingestellt und bis zu 11   Vol.- 5O    Wasser in die Lösung eingeführt wird, um die Abscheidung des Hydrochlorides hervorzurufen.

 

   Wie oben wird zweckmässig eine Lösungsmittelvolummenge gewählt, die ausreicht, um praktisch alles Sulfosalicylat aufzulösen. In den meisten Fällen erfüllen etwa 4 bis 6 ml pro Gramm des gereinigten Salzes die Erfordernisse. Es kann mehr verwendet werden, jedoch vermindern übermässige Lösungsmittelmengen die Ausbeute an Endprodukt und sollen deshalb vermieden werden.



   Die   Chlorwasserstoffkonzentration,    die erforderlich ist, um die Auflösung zu bewirken, beträgt im allgemeinen mindestens etwa 8% Gew.-/Vol. Es gibt keine   kritische    obere Kenzentrationsgrenze und Konzentrationen von 33% sind erfolgreich verwendet worden.



   Wie in der ersten Stufe ist es gewöhnlich zu bevorzugen, das Tetracyclin in dem Lösungsmittel bei erhöhter Temperatur bis zu Rückflusstemperatur aufzulösen,  um den Lösungsmittelbedarf minimal zu halten und dadurch eine hohe Rückgewinnung zu fördern. Heissfiltrieren der äthanolischen Antibiotikumlösung, vorzugsweise nach Zugabe des Antikohleadsorbens, ist von Nutzen, um etwaige ungelöste oder adsorbierbare Verunreinigungen zu beseitigen, ist jedoch nicht kritisch.



   Die sich ergebende Lösung oder das sich ergebende Filtrat ist nun bereit für die Einstellung von Chlorwasserstoff und Wasser. Derartige Einstellungen können gleichzeitig oder getrennt in jeder Reihenfolge durchgeführt werden. Es müssen mindestens etwa 12 Mol Chlorwasserstoff pro Mol der Tetracyclinverbindung anwesend sein, um sicherzustellen, dass das   6cs-6-Desoxy-5-oxyte-    tracyclin nicht wieder in Form des Sulfosalicylats kristallisiert. Für die Chlorwasserstoffkonzentration gibt es keine kritische obere Grenze, jedoch ergeben etwa 15 bis 20 Mol pro Mol des Tetracyclins ausgezeichnete Ergebnisse.



  Es ist natürlich klar, dass der in dem Lösungsmittel, das der zweiten Stufe zugeführt wird, bereits vorhandene Chlorwasserstoff das erforderliche Minimum erfüllen kann, so dass in diesem Fall die Einführung von weiterem Chlorwasserstoff in der letzteren Stufe unnötig ist.



  Der in der vorliegenden Anmeldung verwendete Ausdruck  Einstellung des   Chlorwasserstoffgehaltes     soll auch diese spezielle Situation einschliessen. Häufiger sind jedoch anfänglich weniger als 12 Mol pro Mol vorhanden und es ist notwendig, in der vorliegenden Stufe mehr einzuführen.



   Der anfängliche Wassergehalt der trockenen Äthanol lösung des umkristallisierten Sulfosalicylats liegt in der Nähe von Null, wobei die einzige Wasserquelle die 1,5 Mol Hydratwasser sind, die pro Mol Sulfosalicylat eingeführt werden. Demzufolge ist es notwendig, zusätzliches Wasser zuzugeben, um die gewünschte Abscheidung des Produkts zu bewirken. Die erreichte Wasserkonzentration soll 11 Vol.-% nicht überschreiten, da höhere Konzentrationen bewirken können, dass das Antibiotikum wieder in der Form des Salicylats kristallisiert. Beste Ergebnisse werden mit einer Konzentration von mindestens etwa 3 Vol.-% Wasser und insbesondere im Bereich von 4 bis 10% erreicht.



   Die oben diskutierten Zugaben von Chlorwasserstoff und Wasser können oft gleichzeitig durchgeführt werden, d.h., durch Zugabe von wässriger Chlorwasserstoffsäure mit geeigneter Konzentration und geeigneten Volumen.



  Gewöhnlich ist die Verwendung von etwa 0,125 bis 0,75 ml konzentrierter Chlorwasserstoffsäure pro Gramm in die zweite Stufe eingeführtes umkristallisiertes Sulfosalicylat geeignet. Es soll deshalb klar sein, dass der Ausdruck  Einführung von Wasser , wie er in bezug auf die zweite Stufe verwendet wird, eine derartige Zugabe in Form von wässriger Chlorwasserstoffsäure mitumfasst.



   Die Lösung kann nun gegebenenfalls auf Raumtemperatur oder darunter abgekühlt werden, vorzugsweise mit Zugabe einer Spurenmenge des gewünschten Hydrochloridprodukts als Kristallisationskeim. Es scheidet sich hochreines   6x-6-Desoxy-5-oxytetracyclin-hydrochlorid    ab und die Aufschlämmung wird, wenn die Kristallisation vollständig ist, filtriert oder anderen Standardmethoden unterworfen, um das Festprodukt zu gewinnen. Letzteres wird dann in geeigneter Weise von der Mutterlauge freigewaschen, beispielsweise mit äthanolischem Chlorwasserstoff, Äthanol und Aceton, und dann getrocknet. Das Produkt enthält 1 Mol Chlorwasserstoff pro Mol Antibiotikum, gewöhnlich in Kombination mit je einem halben Mol Wasser und Äthanol, wenn auch der Solvatationsgrad in Hinblick auf die beiden letzten manchmal differieren kann.

  Das erhaltene Produkt ist von extrem hoher Qualität, es löst sich leicht in Wasser zu einer klaren Lösung, was anzeigt, dass es von dem stark unlöslichen Sulfosalicylat frei ist. Gegebenenfalls kann das Produkt durch Neutralisieren in einem reaktionsinerten Lösungsmittel nach geläufigen Methoden in die freie Basen- oder amphotere Form umgewandelt werden.



   Das erfindungsgemässe neue Verfahren liefert ausgezeichnete Ausbeuten, die durch Gewinnung und Recyclisierung von restlichem Antibiotikum aus der Endmutterlauge weiter erhöht werden können. Die Zugabe von Sulfosalicylsäure zu der Mutterlauge ruft die Abscheidung des restlichen Antibiotikums als Sulfosalicylat hervor, das für die Rückführung in das Verfahren geeignet ist. Auf diese Weise kommen die erhaltenen Ausbeuten nahe an quantitative Rückgewinnung heran.



   Beispiel 1 Umkristallisation
7,2 kg rohes   6a-6-Desoxy-5-oxytetracyclin-sulfosali-    cylat, gewonnen durch Desulfurierung von 6-Desoxy-13 -benzylmercapto-oxytetracyclin mit Raney-Nickel, werden in 45,4 Liter methanolischem Chlorwasserstoff (hergestellt durch Auflösen von 6,7 kg HCl in 75,7 Liter Methanol) aufgelöst. Die Mischung wird auf Rückflusstemperatur erhitzt und es wird weiterer methanolischer Chlorwasserstoff in Anteilen von 7,57 Liter zugegeben, wie erforderlich, um die vollständige Auflösung zu bewirken. Es können bis zu 75,7 Liter erforderlich sein. 0,30 kg Aktivkohle und 0,68 kg Diatomeenerde-Filterhilfsstoff werden zugegeben und nach 15minütigem Rühren wird die Mischung heiss filtriert und der Kuchen mit 7,57 Liter heissem methanolischem Chlorwasserstoff gewaschen.



  Zu dem Filtrat und der Waschflüssigkeit wird bei 45 bis   50 C    ein halbes Volumen Wasser gegeben, das 2,9 kg Sulfosalicylsäure enthält. Nach einstündigem Rühren bei   50 C    wird die Mischung auf 200C gekühlt und 2 Stunden granuliert. Das sich ergebende kristalline Produkt wird filtriert und mit 18,9 Liter einer Mischung von 2 Teilen Methanol und 1 Teil Wasser und anschliessend mit Aceton gewaschen. Es werden 6,2 kg   6a,-6-Desoxy-5-oxytetra-      cyclin-sulfosalicylat erhalten, E1 Elem l% = 217 bei 349 m,u.   



  Die quantitative Chromatographie zeigt eine Reinheit über 95%.



     Untwandl±mg    in das Hydrochlorid
6,2 kg des umkristallisierten Sulfosalicylats werden in 31,4 Liter einer Lösung von 7,44 kg Chlorwasserstoff in 45,4 Liter wasserfreiem Äthanol bei 50 bis 550C aufgelöst. Es werden 340 g Aktivkohle zugegeben und die Mischung wird 15 Minuten gerührt. Dann wird heiss filtriert und der Kuchen mit etwa 7,57 Liter äthanolischem Chlorwasserstoff gewaschen. Bei 50 bis 550C werden 1580 ml 12n wässrige Chlorwasserstoffsäure zugegeben.

 

  Die Charge wird dann mit Keimen versehen und bei 50 bis   55 C    3 Stunden lang granuliert. Dann wird im Verlauf von 3 Stunden langsam auf 350C und dann auf 200C abgekühlt und weitere 4 Stunden granuliert. Die ziemlich dichten Kristalle werden abfiltriert und nacheinander mit 3,79 Liter kaltem äthanolischem Chlorwasserstoff, 7,57 Liter wasserfreiem Äthanol und schliesslich mit 7,57 Liter Aceton gewaschen. Der Kuchen besteht nach dem Trocknen im Vakuum bei 400C aus 3,44 kg   6a- 6-Desoxy-5-oxytetracyclin-hydrochlorid.   



   Die Mutterlauge und die Waschflüssigkeit werden vereinigt und es wird ein gleiches Volumen Wasser, wor  in 1,6 kg Sulfosalicylsäure enthalten sind, zugegeben. Die Mischung wird bei 20 bis 250C 4 Stunden lang granuliert, filtriert und es wird mit einer Mischung von 1 Teil Äthanol und 1 Teil Wasser und schliesslich mit Aceton gewaschen. Auf diese Weise werden 1,31 kg   6o-6-Desoxy-      -5-oxytetracyclin-sulfosalicylat    für die Recyclisierung gewonnen.



   Beispiel 2 Umkristallisation
Eine Mischung von 25,0 g rohem   óu-6-Desoxy-5-oxy-    tetracyclin-sulfosalicylat   (Ei1    150), gewonnen aus einer   Palladium-Hydrierung    von   1 la-Chlor-6-desoxy-6-desme-      thyl-6-methylen-oxytetracyclin,    und 100 ml einer Lösung von 33 g Chlorwasserstoffgas in 400 ml Methanol wird auf dem Dampfbad zum Rückfluss erhitzt. In 10 Minuten löst sich das Sulfosalicylsäuresalz auf und die Lösung wird eine Stunde am   Rückfluss    gehalten. Dann wird die Mischung mit Aktivkohle behandelt und durch Diatomeenerde-Filterhilfsstoff filtriert, wobei das Kissen mit 50   ml      Methanol-HC1-Lösung    gewaschen wird.

  Das Filtrat und die Waschflüssigkeiten werden vereinigt und auf 500 erwärmt und es werden 10,0 g Sulfosalicylsäure und anschliessend 75   ml    Wasser zugegeben. Die Kristallisation beginnt unmittelbar und die Mischung wird 2 Stunden bei Raumtemperatur gerührt. Nach dem Filtrieren werden die Kristalle gut mit einer Methanol/Wasser-Mischung (33% Wasser), dann mit Aceton und anschliessend mit Äther gewaschen. Es werden 16,1 g (Rückgewinnung 64,4%)   6cc-6-Desoxy-5-oxytetracyclin-sulfo sali-    cylat als blassgelbe Kristalle erhalten;   E11    = 210. Die Mutterlauge enthält gemäss dem Papierchromatogramm   beträchtliche Mengen -Isomeres und Apo-oxytetracy-    clin.



   Aus einem identischen Versuch, abgesehen davon, dass 37,5 ml Wasser anstelle von 75 ml verwendet werden, werden 16,3 g (65,2%) umkristallisiertes Material erhalten; Ell = 209.



     Umwandltmg    in das Hydrochlorid
16,0 g Sulfosalicylat   (E1t    = 210), umkristallisiert wie oben, werden in 72 ml einer Lösung von 66 g Salzsäuregas in 400 ml Äthanol auf einer heissen Platte erhitzt, bis sich das Salz auflöst. Die sich ergebende trübe Lösung wird mit Aktivkohle behandelt, durch Diatomeenerde-Filterhilfsstoff filtriert und das Kissen wird mit 16 ml heisser   Äthanol-HC1-Lösung    gewaschen. Das Filtrat und die Waschflüssigkeiten werden vereinigt, auf einer heissen Platte auf 650C erhitzt gerührt und es werden 4 ml konzentrierte Chlorwasserstoffsäure zugegeben.



  Die Mischung wird mit Keimen versehen und bei 65 bis 680C unter Rühren 4,5 Stunden lang kristallisieren gelassen. Dann wird die Mischung langsam abkühlen gelassen, während die Kristallisation 2 Stunden weiter geht.



     Nach    dem Filtrieren werden die Kristalle gut mit Äthanol und anschliessend mit Äther gewaschen. Es werden 8,49 g (Ausbeute 73%)   6x-6-Desoxy-5-oxytetracyclin-hydrochlo-    rid   (Eil    = 298) als gelbe Kristalle erhalten, die 2% oder weniger   ,3-Isomeres    enthalten (Bestimmung durch Papierchromatogramm). Das Hydrochlorid ist in Wasser bei einer Konzentration von 20 mg/ml vollständig löslich.



   Mutterlauge und Waschflüssigkeiten aus der obigen Kristallisation werden vereinigt und dazu werden ein gleiches Volumen Wasser und anschliessend 4,0 g Sulfosalicylsäure gegeben. Die Kristallisation beginnt schnell und die Mischung wird über Nacht gerührt, dann filtriert und die Kristalle werden mit einer   l:l-Mischung    von Äthanol/Wasser, dann mit Aceton und anschliessend mit Äther gewaschen. Es werden 2,88 g (67% des verbleibenden Sulfosalicylsäuresalzes, 91% Gesamtrückgewinnung an kristallinem Material) blassgelbe Kristalle erhalten, die hauptsächlich aus   6a-6-Desoxy-5-oxytetracy-    clin-sulfosalicylat bestehen, wobei etwas   9-    und Apo Verunreinigungen vorliegen. Die Mutterlauge, stark angereichert an   -Isomerem,    wird verworfen.



   Beispiel 3 Umkristallisation
9,2 g rohes   6a-6-Desoxy-5-oxytetracyclin-sulfosalici    lat, verunreinigt mit Nickel salzen, werden in 64 ml heissem Methanol-HCl (99 g trockenes   HC1/1200    ml Methanol) aufgenommen. Die Lösung wird heiss filtriert, mit weiteren 10 ml heissem Methanol-HCl zum Waschen.



  Die Lösung wird bei 500 gehalten, während 7,2 g Sulfosalicylsäuredihydrat und dann 22 ml Wasser zugegeben werden. Die Mischung wird mit Keimen versehen und bei Raumtemperatur über Nacht rühren gelassen. Die Ausbeute an   6-6-Desoxy-5-oxytetracyclin-sulfosalicylat    hoher Qualität beträgt 6,6 g.



     Umwandlung    in das Hydrochloridsalz (Methode A)
14,5 g   uml:ristallisiertes      6a-6-Desoxy-5-oxytetracyclin-    -sulfosalicylat,   E11    = 215, werden unter Erhitzen in 66 ml einer Mischung von Äthanol und Chlorwasserstoff (33 g Salzsäuregas in 200   ml    2B Äthanol) gelöst. Die Lösung wird auf etwa 600 erhitzt, mit 0,38 g Aktivkohle behandelt und durch Diatomeenerde-Filterhilfsstoff filtriert.



  Das Kissen wird mit 13,5   ml    heisser Äthanol-Chlorwasserstofflösung gewaschen. Filtrat und Waschflüssigkeiten werden vereinigt und dann auf 600 erhitzt und es werden 4,3 ml konzentrierte Chlorwasserstoffsäure zugegeben. Die Wärmequelle wird entfernt und die Mischung mit Keimen versehen und gerührt. Nach 45 Minuten wird die Mischung auf einer heissen Platte auf 600 erwärmt und dann über Nacht bei Raumtemperatur kristallisieren gelassen. Nach dem Filtrieren werden die Kristalle gut mit   Athanol/Chlorwasserstoff    (33 g Salzsäuregas in 400 ml Äthanol) und dann mit Äther gewaschen und an der Luft getrocknet. Es werden 7,98 g (Ausbeute   75,7X7O)      6cc-6-Desoxy-5-oxytetracyclin-hydrochlorid    erhalten;   Fil    = 291.

 

     Umwandlung    in das   Hydrockloridsalz    (Methode B)
5,0 g umkristallisiertes   6a-6-lDesoxy-5-oxytetracyclin-    -sulfosalicylat werden unter Erhitzen in 23,5   ml    trockenem äthanolischem Chlorwasserstoff gelöst, worin 8 g Chlorwasserstoff pro 100 ml enthalten sind. Es wird Aktivkohle zugegeben, die Lösung wird filtriert und der Kuchen mit 5 ml des äthanolischen Chlorwasserstoffs gewaschen. Filtrat und Waschflüssigkeit werden vereinigt, dazu werden 3,75 ml konzentrierte Chlorwasserstoffsäure gegeben und die Mischung wird unter Rühren gekühlt und filtriert, um das Hydrochloridprodukt zu gewinnen. 

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH
    Verfahren zur Umwandlung von unreinem Sulfosalicylat des 6a-6-Desoxy-5-oxytetracyclins in das im wesentlichen reine Hydrochlorid, wobei das Sulfasalicylat als Verunreinigung Metalle in elementarer oder gebundener Form, Anhydro- und/oder Apo-tetracyclinverbin dungen enthält, dadurch gekennzeichnet, dass man das Sulfosalicylat aus methanolischer Chlorwasserstoffsäure umkristallisiert, das umkristallisierte Sulfosalicylat in trockenem äthanolischem Chlorwasserstoff löst, den Chlorwasserstoffgehalt der sich ergebenden äthanolischen Lösung auf mindestens etwa 12 Mol pro Mol gelöstes 6a-6-Desoxy-5-oxytetracyclin einstellt und zu der äthanolischen Lösung bis zu 11 Volumprozent Wasser hinzufügt, wobei sich das Hydrochlorid aus der sich ergebenden wässrigen äthanolischen Lösung abscheidet.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Umkristallisation durchführt, indem man das unreine Sulfosalicylat in trockenem methanolischem Chlorwasserstoff auflöst und zu der sich ergebenden methanolischen Lösung etwa 1,4 bis 35 Volumen Wasser und mindestens etwa 0,5 Mol Sulfosalicylsäure pro Mol gelöstes 6a-6-Desoxy-5-oxytetracyclin zusetzt, wodurch sich umkristallisiertes Sulfosalicylat aus der methanolischen Lösung abscheidet.
    2. Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der trockene methanolische Chlorwasserstoff mindestens etwa 4% Gew./Vol. Chlorwasserstoff enthält.
    3. Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bis zu etwa 15 ml des trockenen methanolischen Chlorwasserstoffes pro Gramm des unreinen Sulfosalicylates zum Auflösen verwendet werden.
    4. Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die sich ergebende methanolische Lösung etwa 30 bis 60 Minuten lang auf Rückflusstemperatur erhitzt wird, wenn das unreine Sulfosalicylat 5a,6-Anhydro- -oxytetracyclin als eine Verunreinigung enthält.
    5. Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zu der methanolischen Lösung gegebene Sulfosalicylsäure etwa 0,9 bis 2,2 Mol pro Mol 6a-6- -Desoxy-5-oxytetracyclin ausmacht.
    6. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der trockene äthanolische Chlorwasserstoff mindestens etwa 8% Gew./Vol. Chlorwasserstoff enthält.
    7. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die sich ergebende wässrige äthanolische Lösung des 6a-6-Desoxy-5-oxytetracyclins mindestens etwa 3 Volumprozent Wasser enthält.
    8. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Einstellung des Chlorwasserstoffgehaltes der äthanolischen Lösung und die Zugabe von Wasser zu der Lösung gleichzeitig durchgeführt werden, indem etwa 0,125 bis 0,75 ml konzentrierte Chlorwasserstoffsäure pro Gramm 6a-6-Desoxy-5-oxytetracyclin zu der Lösung gegeben werden.
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