Batterieuhr
Die Erfindung betrifft eine Batterieuhr mit einer die Batterie aufnehmenden Kammer mit einer Einführ öffnung, die durch eine elektrischleitende, als Anschlusskontakt dienende Kontaktplatte verschlossen ist, die über eine zweite elektrischleitende Anschlussplatte mit dem elektrischen Verbraucher verbunden ist.
Es ist eine Uhr mit Federklemmfassung für eine Batterie mit Stirnkontakten bekannt (deutsche Gebrauchsmusterschrift Nr. 1 903 988), bei welcher einer der an den Batteriepolen anliegenden Kontakte an einer abgewinkelten Blattfeder angeordnet ist. Hier ist eine die Batterie aufnehmende Kammer nicht vorhanden, und es ist somit die Batterie ständig sichtbar, was bei vielen Uhren unerwünscht ist. Ausserdem sind die Kontaktstellen zwischen Haltevorrichtung und Batterie der Verschmutzung ausgesetzt.
Es ist auch ein Batteriehalter für ein elektronisches Schwerhörigengerät bekannt (DAS Nr. 1132 201), dessen Batteriekammer mit einem als Kontakt ausgebildeten Schieber verschlossen werden kann. Dieser Schieber ist in einer feststehenden Platte geführt, wobei ein abgebogener Lappen des Schiebers federnd an der feststehenden Platte anliegt. Dieser bekannte Halter ist praktisch nur für Batterien kleinster Bauart geeignet. Er besitzt mehrere bewegliche Kontaktstellen, und es ist eine sichere Kontaktgabe und Halterung nicht immer gewährleistet. Insbesondere ist diese bekannte Halterung für die üblicherweise verwendeten Stabbatterien nicht geeignet.
Es ist auch eine Batterieuhr bekannt (US-Patentschrift Nr. 2665 542), die in einer eine Kammer für die Batterie aufweisenden Platte gehaltert ist. Diese Kammer besitzt eine sich in die Standfläche der Platte öffnende Einführöffnung, die nach Einführen der Batterie durch einen federnden Streifen von elektrischleitendem Material verschlossen wird, der auf die Standfläche aufgeschraubt wird. Dieser federnde Streifen steht über eine ebenfalls auf die Standfläche aufgeschraubte elektrischleitende Anschlussplatte mit der Uhr in Verbindung. Ein Auswechseln der Batterie ist hier mit Schwierigkeiten verbunden, da hierzu der die Batteriekammer verschliessende Streifen abgeschraubt werden muss, wozu es eines besonderen Werkzeugs bedarf.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Batterieuhr der eingangs genannten Art zu schaffen, bei welcher die die Batterie aufnehmende Kammer in einfacher Weise und schnell verschlossen und geöffnet werden kann, wobei eine sichere Halterung der Batterie, ein sicherer Verschluss der Kammer sowie auch eine sichere Kontaktgabe gewährleistet sind. Dies wird erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass die Kontaktplatte gegen die Anschlussplatte in sich gewölbt ist und dass im Bereich der Wölbung ein Halteelement befestigt ist, das in der Anschlussplatte verschiebbar geführt ist und die Kontaktplatte gegen die Anschlussplatte verspannt.
Auf diese Weise wird ein einfaches und schnelles Öffnen und Schliessen der Batteriekammer sichergestellt, wobei eine sichere Kontaktgabe zwischen Kontaktplatte und Anschlussplatte sichergestellt ist, da der Kontakt zwischen Anschlussplatte und Halteelement unter Federspannung steht und durch die Verschiebung der Kontaktplatte ständig gereinigt wird.
Vorzugsweise ist das Halteelement an seinem aus dem Uhrgehäuse herausragenden Ende als Handhabe zur Betätigung der Kontaktplatte ausgebildet. Die Kontaktplatte kann an der Vorderkante ihres die Einführ öffnung verschliessenden Endes mit einer Schrägfläche versehen sein, welche beim Schliessen der Einführöffnung die Batterie gegen den Gegenkontakt bewegt, wobei im Anschluss an die Schrägfläche ein sich gegen einen Pol der Batterie legendes Kontaktelement vorgesehen sein kann, das zweckmässig als den vorspringen den Pol der Batterie aufnehmende Vertiefung ausgebildet ist.
Die Gleitplatte ist vorzugsweise mit wenigstens einem federnden Arm versehen, der unter Vorspannung an einem Stromzuführungskontakt eines Stromverbrauchers anliegt.
Am geschlossenen Ende der Batteriekammer ist vorzugsweise eine in das Uhrgehäuse einschiebbare Platte mit zwei Armen vorgesehen, von denen einer den federnden Gegenkontakt bildet, während der andere als zweiter Anschluss für den Verbraucher ausgebildet ist.
Der Erfindungsgegenstand wird im folgenden anhand der Zeichnung an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert. In der Zeichnung zeigen:
Fig. 1 eine Ansicht einer erfindungsgemässen Batterieuhr von der Rückseite her, teilweise in einem Schnitt nach der Linie I-I in Fig. 2,
Fig. 2 eine Ansicht der Uhr nach Fig. 1 von unten,
Fig. 3 eine Teildarstellung der Fig. 1, wobei jedoch die Einführungsöffnung für die Batterie geöffnet ist,
Fig. 4 einen Schnitt nach der Linie IV-IV in Fig. 1,
Fig. 5 eine Darstellung der Verschlussvorrichtung für die Batteriekammer, wobei die Einzelteile auseinandergezogen sind,
Fig. 6 eine Einzeldarstellung des Gegenkontaktes für die Batterie und
Fig. 7 eine Ansicht der Antriebsanordnung für das Uhrwerk.
In Fig. 1 ist das Uhrgehäuse mit 10 bezeichnet. Dieses Gehäuse kann beispielsweise aus Kunststoff bestehen.
Innerhalb des Gehäuses 10 ist eine Zwischenwand 10a vorgesehen, welche eine Kammer zur Aufnahme einer Batterie 11 gegen den übrigen Gehäuseraum abtrennt. Im Boden des Gehäuses 10 ist eine Öffnung 10c vorgesehen, durch welche die Batterie 11 in die Batteriekammer eingeführt werden kann. Für den Verschluss der Öffnung 10c ist eine verschiebbar gelagerte Platte 13 aus elektrischleitendem Material vorgesehen.
Diese Platte weist an ihrem, Vorderende eine Schrägfläche 13b auf, welche sich beim Schliessen der Platte 13 gegen den Plus-Pol :der Batterie 11 legt und die Batterie anhebt. Im Anschluss an diese Schrägfläche 13b ist eine Vertiefung 1 3a vorgesehen, in welche der Plus Pol der Batterie 11 einrastet, so dass eine besondere Rastvorrichtung nicht erforderlich ist.
Unmittelbar auf der Innenseite des Bodens des Gehäuses 10 ist eine Gleitplatte 12 fest angeordnet, die mit einem Schlitz 12a versehen ist. Durch diesen Schlitz greift ein Bolzen 14, der an der Kontaktplatte 13 befestigt ist. Diese Kontaktplatte 13 ist, wie die Fig. 5 am besten zeigt, gegen die Gleitplatte 12 in sich konkav gewölbt. Durch den Bolzen 14 wird sie unter Vorspannung gegen die Gleitplatte 12 gedrückt, so dass sich ein einwandfreier elektrischer Kontakt zwischen Kontaktplatte 13 und Gleitplatte 12 ergibt.
Die Gleitplatte 12 ist mit zwei federnden Zungen 12b und 12c versehen, die als Stromzuführungskontakte dienen.
Mit 16 ist allgemein das Uhrwerk bezeichnet. 17 ist eine Isolierstoffplatte, welche die Schaltelemente der Antriebsschaltung für den Gangordnerschwinger trägt. Diese Isolierstoffplatte ist vorzugsweise mit einer gedruckten Schaltung versehen (Fig. 7). 17a und 17b sind mit den Leiterelementen in Verbindung stehende Teile, an denen die Stromzuführung erfolgt. An der Stelle 17a liegt der Stromzuführungskontakt 12b der Gleitplatte 12 an. Der Teil 17b wird mit Hilfe einer Schraube 26 gegen das Uhrwerk 16 gedrückt. Dieses Uhrwerk 16 steht mit dem Arm 15b in Verbindung, der ein Teil einer Platte 15 ist, die in das Uhrgehäuse 10 eingeschoben ist. Diese Platte 15 besitzt ferner einen Arm 15a, der mit seinem freien Ende gegen den Boden der Batterie 11 drückt.
An der Platte 17 ist noch eine Feder 20 befestigt, die mit einem Nocken 27 zusammenwirkt, der vom Uhrwerk bewegt wird. Der Feder 20 ist ein Gegenkontakt 1 9a zugeordnet, der mit einem leitenden Bereich 19 der Platte 17 in Verbindung steht (Fig. 7). Dieser leitende Bereich 19 steht mit einem Kabel 21 in Verbindung, das an seinem freien Ende einen Steckkontakt 22 trägt. Dieser Steckkontakt 22 kann in einen Winkelarm 23 eingesteckt werden, dessen Ende 23a federnd gegen einen elektrischleitenden Teil einer weiteren Isolierstoffplatte 25 drückt, die alle wesentlichen Elemente eines Tongenerators trägt. Die zweite Stromzuführung zu der Platte 25 erfolgt über den Kontakt 12c der Gleitplatte 12.
Im Bereich des Winkelarmes 23 befindet sich ein Arm 24a einer Taste 24, die im Gehäuse 10 schwenkbar gelagert ist. In einer Endlage der Taste 24 liegt der Arm 24a an dem Ende 23a des Winkelarmes 23 an und hebt diesen von der Platte 25 ab, so dass die Stromzufuhr zum Tongenerator unterbrochen ist. Die Taste 24 dient als Abstelltaste. Liegt der Teil 23a an dem elektrischleitenden Bereich der Platte 25 an, so wird der Tongenerator in Tätigkeit gesetzt, sobald der Kontakt 20, 19a durch den Nocken 27 geschlossen wird.