CH526355A - Verfahren und Einrichtung zur Regelung des Befeuchtungsgrades von körnigem Material, insbesondere von Formsanden - Google Patents
Verfahren und Einrichtung zur Regelung des Befeuchtungsgrades von körnigem Material, insbesondere von FormsandenInfo
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Description
Verfahren und Einrichtung zur Regelung des Befeuchtungsgrades von körnigem Material, insbesondere von Formsanden Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Einrichtung zur Regelung des Befeuchtungsgrades von körnigem Material, insbesondere von Formsanden, wobei dem körnigen Material selbsttätig ein flüssiges Bindemittel zugeführt wird und eine Regeleinrichtung eine Relativbewegung gegenüber dem körnigen Material ausführt. Es ist beispielsweise eine Einrichtung zur Regelung des Feuchtigkeitsgrades von körnigem Material, insbesondere von Giessereisand bekannt, mit welcher der Siebeffekt des Materials, z.B. des Sandes, zur Regelung des Befeuchtungsgrades ausgewertet wird. Dabei wird das körnige Material über eine mit mindestens einer Öffnung vorbestimmter Grösse versehene Platte bewegt und die Verhältniszahl zwischen der Menge des durch die Öffnung hindurchgefallenen Materials und der Menge des über die Platte hinweggleitenden Materials bestimmt. Zugrunde liegt die Annahme, dass ein trockener Sand durch einen oder mehrere Schlitze oder Siebe hindurchfällt, während er mit zunehmendem Feuchtigkeitsgehalt durch die Schlitze nicht mehr hindurchfällt. Nachgeschaltete Kontaktgeber steuern dann die Wasserzugabe. Eine solche Einrichtung hat den Nachteil, dass während des laufenden Betriebes diese relativ kleinen Schlitze bzw. Siebe durch den fast immer klebrigen Formsand in ihrem Querschnitt durch Anbacken des Sandes eine Veränderung erfahren. Weiterhin gleitet das Material gemäss letztgenannter Einrichtung kontinuierlich über die mit einem oder mehreren Schlitzen versehene Platte, wobei die Scherwirkung eines Schlitzes unkontrollierbare Verschiebungen in den Messergebnissen zeigt. In der Praxis ist es erforderlich, dass die geschlitzte Platte beheizt wird, um ein Anbacken des Sandes zu verhindern. Hierdurch wird das Messergebnis beeinflusst Ausserdem ist die vorbeschriebene Einrichtung verhältnismässig aufwendig im Aufbau. Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Einrichtung zur Regelung des Befeuchtungsgrades von körnigem Material, insbesondere von Formsanden, vorzusehen, mit welchem bzw. welcher die den vorerwähnten, bekannten, gleichartigen Einrichtungen anhaftenden Nachteile vermieden werden. Erfindungsgemäss wird die Aufgabe durch ein Verfahren gelöst, bei welchem mindestens ein entgegen einer von P-min P-max veränderlichen Kraft beweglicher Fühler der Regeleinrichtung in das körnige Material eingetaucht und durch eine vorbestimmte, gleichmässige Relativbewegung gegenüber dem losen, körnigen Material, in Abhängigkeit der Rieselfähigkeit desselben, ausgehend von der Ausgangsstellung, mehr oder weniger hin und her bewegt bzw. ausgelenkt wird, wobei entsprechend dem Bewegungsablauf des Fühlers - in Bereichen von der Ausgangs- bis zur Endstellung - ein Schliessen oder Öffnen eines Dosierventils für flüssiges Bindemittel über verschiedene Öffnungsbereiche desselben erfolgt und dem körnigen Material flüssiges Bindemittel in dosierten Mengen zugeführt wird. Die Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens ist durch die Anordnung mindestens eines in das körnige Material eintauchbaren und entgegen der veränderlichen Kraft einer Spannvorrichtung bewegbaren Fühlers gekennzeichnet, welcher über Steuerorgane mit einem die Zufuhr des flüssigen Bindemittels zum körnigen Material steuernden Dosierventils in Wirkverbindung steht. Die Zeichnung zeigt Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes in vereinfachter Darstellungsweise, und zwar: Fig. 1 ein Ausführungsbeispiel einer elektrisch betriebenen Regeleinrichtung in der Seitenansicht und Fig. 2 ein Ausführungsbeispiel einer mechanisch betriebenen Regeleinrichtung in der Seitenansicht. Bei dem in der Fig. 1 gezeigten Ausführungsbeispiel einer elektrisch betriebenen Regeleinrichtung wird das körnige Material über ein Förderband 5 zwischen zwei Seitenwände 6 hindurch gefördert und in an sich bekannter Weise mit Hilfe eines Abstreifers 7 in der Höhe des oberen Randes der Seitenwände 6 abgestreift, wodurch sich auf dem Förderband 5 im Bereich eines in das körnige Material eingetauchten Fühlers 1 eine Schicht aufgelockerten körnigen Materials von stets gleichbleibender Höhe befindet. Über dem Förderband 5 ist parallel zur Förderrichtung desselben eine mit dem in das körnige Material eintauchbaren Fühler 1 fest verbundene Stange 18 in einem Rahmen 8 hin und her beweglich geführt. An einem Ende ist die Stange 18 mit einem Federteller 9 versehen, welcher der Auflage einer zwischen dem rechten Pfosten 11 des Rahmens 8 und dem Federteller 9 eingesetzten Schraubendruckfeder 10 dient. Über der hin und her beweglich angeordneten Stange 18 ist parallel zu derselben ein mit einem Schieber 13 versehener, elektrischer Regelwiderstand 14 zwischen den beiden Pfosten 11, 12 des Rahmens 8 angeordnet bzw. mit demselben fest verbunden. Der Regelwiderstand 14 steht über einem Verstärker 3 und eine Messbrücke 2 mit einem elektromagnetisch betätigten Dosierventil 4 in Wirkverbindung, an welchem in bekannter Weise mindestens eine zu dem körnigen Material führende Leitung für ein flüssiges Bindemittel angeordnet ist. Gemäss dem Verfahren wird der mit der Stange 18 fest verbundene Fühler 1, welcher entgegen einer von P-min bis P-max veränderlichen Kraft hin und her bewegbar angeordnet ist, in körniges Material eingetaucht und durch eine vorbestimmte, gleichmässige Bewegung des losen, körnigen Materials in Abhängigkeit der Rieselfähigkeit desselben, ausgehend von der Ausgangsstellung, mehr oder weniger hin und her bewegt bzw. ausgelenkt, wobei entsprechend dem Bewegungsablauf des Fühlers 1 - in Bereichen von der Ausgangs- bis zur Endstellung - ein Schliessen oder Öffnen des Dosierventils 4 für flüssiges Bindemittel über verschiedene Öffnungsbereiche desselben erfolgt und dem körnigen Material flüssiges Bindemittel in dosierten Mengen zugeführt wird. Der besseren Verständlichkeit halber wird besonders darauf hingewiesen, dass der Fühler 1 während des Regelvorganges einmal durch die Menge des auf denselben auftreffenden körnigen Materials und zum anderen durch die Rieselfähigkeit des körnigen Materials bzw. Sandes eine diesen Einwirkungen entsprechende Auslenkung erfährt. Bei einigen Anwendungsfällen ist es vorteilhaft, während des Regelvorganges stets eine gleichbleibende Menge des körnigen Materials auf den Fühler 1 auftreffen zu lassen. Um dieses zu ermöglichen, ist bei dem in der Fig. 1 gezeigten ersten Ausführungsbeispiel der Abstreifer 7 angeordnet worden, wodurch der Fühler 1 mit einer vorbestimmten Tiefe in das körnige Material eintaucht und pro Zeiteinheit eine gleichbleibende Menge des körnigen Materials auf den Fühler 1 auftrifft. Das in der Fig. 2 gezeigte Ausführungsbeispiel einer mechanisch betriebenen Regeleinrichtung unterscheidet sich im wesentlichen von dem in der Fig. 1 gezeigten Ausführungsbeispiel durch Stellflächen 16, 17 an der Stange 18, welche geneigt zur Bewegungsrichtung der Stange 18 verlaufend angeordnet sind und über Stössel 19, 20 mit dem Dosierventil 4 in Wirkverbindung stehen. In dem gezeigten Beispiel ist der Stössel 19 direkt mit dem Dosierventil 4 verbunden. Dagegen ist der Stössel 20 fest mit dem Kolben 21 eines hydraulischen Arbeitszylinders 22 verbunden, welcher seinerseits wiederum mit einer hydraulisch betätigten, nicht näher dargestellten Zugabevorrichtung für Slurry oder Mischgut, welches in weitem Viskositätsbereich flüssig bzw. zähflüssig sein kann, in Wirkverbindung steht. Die Anwendung der Regeleinrichtung ist nicht auf die gezeigten Ausführungsbeispiele beschränkt. In diesem Zusammenhang ist besonders darauf hinzuweisen, dass es für die Erfindung grundsätzlich gleichgültig ist, ob das körnige Material gegenüber dem Fühler 1 oder ob der Fühler 1 gegenüber dem körnigen Material bewegt wird. Durch die Erfindung ist es nunmehr möglich geworden, dem körnigen Material in direkter Abhängigkeit vom jeweiligen Formbarkeitszustand die zur Erreichung des gewünschten Formbarkeitszustandes erforderliche Menge flüssigen Bindemittels zuzuführen.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHEI. Verfahren zur Regelung des Befeuchtungsgrades von körnigem Material, insbesondere von Formsanden, bei welchem dem körnigen Material selbsttätig ein flüssiges Bindemittel zugeführt wird und eine Regeleinrichtung eine Relativbewegung gegenüber dem körnigen Material ausführt, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein entgegen einer von P-min bis P-max veränderlichen Kraft beweglicher Fühler (1) der Regeleinrichtung in das körnige Material eingetaucht und durch eine vorbestimmte, gleichmässige Relativbewegung gegenüber dem losen, körnigen Material, in Abhängigkeit der Rieselfähigkeit desselben, ausgehend von der Ausgangsstellung, mehr oder weniger hin und her bewegt bzw.ausgelenkt wird, wobei entsprechend dem Bewegungsablauf des Fühlers (1) - in Bereichen von der Ausgangs- bis zur Endstellung - ein Schliessen oder Öffnen eines Dosierventils (4) für flüssiges Bindemittel über verschiedene Öffnungsbereiche desselben erfolgt und dem körnigen Material flüssiges Bindemittel in dosierten Mengen zugeführt wird.II. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach dem Patentanspruch I, welche eine Antriebsvorrichtung aufweist, um der Regeleinrichtung eine Relativbewegung gegen über dem körnigen Material zu verleihen, gekennzeichnet durch die Anordnung mindestens eines in das körnige Material eintauchbaren und entgegen der veränderlichen Kraft einer Spannvorrichtung (10) bewegbaren Fühlers (1), welcher über Steuerorgane mit einem die Zufuhr des flüssigen Bindemittels zum körnigen Material steuernden Dosierventil (4) in Wirkverbindung steht.UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach dem Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass der Fühler (1) mit einer vorbestimmten Tiefe in das körnige Material eingetaucht wird.2. Einrichtung nach dem Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass der Fühler (1) über elektrische Mittel, beispielsweise veränderbare elektrische Widerstände (14), und Steuerelemente (13) mit dem Dosierventil (4) in Wirkverbindung steht.3. Einrichtung nach dem Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass der Fühler (1) über mindestens eine geneigt zur Bewegungsrichtung einer die Spannvorrichtung (10) tragenden Stange (18) verlaufende Stellfläche (16 bzw.17) sowie über einen Stössel (19) mit dem Dosierventil (4) in Wirkverbindung steht.4. Einrichtung nach dem Patentanspruch II und dem Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Stellfläche (16 bzw. 17) geradlinig geneigt zur Bewegungsrichtung der Stange (18) verläuft.5. Einrichtung nach dem Patentanspruch II und den Unteransprüchen 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Stellfläche (16 bzw. 17) kurvenförmig geneigt zur Bewegungsrichtung der Stange (18) verläuft.6. Einrichtung nach dem Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass dem in das körnige Material eintauchbaren Fühler (1) ein Abstreifer (7) zugeordnet ist.
Priority Applications (3)
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